Beiträge von argonaut

    Ja, Klaus, ich bin auch um Überlegen, ob ich nicht Röhren auf Vorrat anschaffe. Jetzt ist ja erstmal etwas Luft bis 2025, aber ich möchte eigentlich nicht weg von der Kombi T5/LED.
    Das ist noch eine Weile hin. Die flächigen LEDs sind ja auch sehr gut, nur irgendwie kommt glaube nichts so richtig an das Streulicht der T5 ran. Bei faunamarin stehen über den SPS Becken nach wie vor T5 Lampen. Und ich glaube auch Joe verwendet hauptsächlich T5. Auch wenn Züchter nochmal anders an die Sache rangehen müssen (schnelles Wachstum), ist das auf jeden Fall ein Beleg, dass es keinen vollwertigen LED Ersatz gibt. Oder man müsste die Becken zu dermaßen zuballern mit flächigen LEDs, dass es von den Kosten her keine Option ist.
    Naja, die Entwicklung wird weitergehen und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann einen vollwertigen Ersatz. Ich habe zwar keine "high-end" SPS, aber irgendwie lieben alle Korallen das T5 Licht. Keine rumschrauben am Spektrum, keine Unsicherheit, was den Leistungsverlust der LED mit den Jahren anbelangt. Neue Röhre rein = neue Lampe!

    Grüße

    Chris

    Hi,

    damit das Thema aus dem Thread von Dea's Aquarientagebuch nicht fortgeführt wird, hier ein separater Thread. Ich habe mich damit nicht beschäftigt, kann dazu nichts beitragen. Früher war es kostenlos, nun fallen Gebühren an.
    Für wen lohnt sich der Kalkulator?
    Ist der Preis für die Leistung angemessen?
    usw. usf.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    solche Erfahrungsberichte sind am Ende wichtiger als Tabellen und Messwerte. Wenn Korallen wachsen und sich farblich gut ausprägen, ist am Licht sicher nicht viel verkehrt. Klar, es geht immer "besser" und auch das "wie" spielt eine Rolle. Ich habe mir gestern mal die Bilder von meinem alten Becken angeschaut, da hing eine Sirius X1 oder X2 drüber. An der Wuchsforum und auch an der Ausfärbung, vor allem in abgeschatteten Bereichen, erkennt man sehr deutlich das Problem der spotlastigen LEDs. Ein Teil der Tiere habe ich ins aktuelle Becken (Hybrid T5/ Kessil AP700) übernommen und der Unterschied ist schon frappierend.

    Was die Lampe von Rüdiger anbelangt, da das SPS Problem auch schon unter T5 auftrat und es ansonsten keine belastbaren negativen Berichte gibt, sollte diese Lampe in kein schlechtes Licht gerückt werden.

    Was mich aber dann doch interessieren würde, was hat es mit dem lm/W Wert auf sich? Wenn man mehr Energie für eine gewisse Menge LIcht benötigt, heißt das dann, dass die LEDs heißer werden und sich das auf die Lebensdauer auswirkt? Oder gar auf das Lichtspektrum?

    Grüße

    Chris

    Hallo Dea,

    vielleicht ist das fruchtbarste an der Diskussion, dass da darüber bei Mrutzek gelandet bist und dich dort fachlich gut beraten und wohl fühlst. Das ist viel wert!
    Wäre schön, wenn du das Aquariumtagebuch fortführen würdest, so dass wir alle an der Entwicklung teilhaben können.

    So ein neues Becken ist immer sehr aufregend, viel Spaß beim Einrichten :smiling_face:

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    kleiner Zwischenstand. Viel verändert hat sich nicht.
    Nährstoffwerte seit Beginn der Dosierung:
    PO4
    0,06
    0,05
    0,05
    0,07
    0,08 (heute)
    Nitrat:
    konstant 1ml/L

    Zur Wasserklarheit: leider bei mir ernüchternd. Auf den Bildern sieht man das nicht so 100%ig, aber das Wasser hat sich vom Gelbstich her nicht verändert. Eigentlich ist das Wasser sehr klar, wenn man ins AQ schaut, eventuell macht sich der angepriesene Effekt bei Becken bemerkbar, die wesentlich trüber und gelber sind.
    Bei Bild 3 sieht man eine leichte Veränderung, aber das war nach einem Wasserwechsel von ca. 12%.
    Bild 4: ein paar Tage Ozon auf niedriger Stufe.





    Kristallklares Wasser: für mich kein Argument, den Korallenschnee weiter einzusetzen.

    Cyanos. Ich habe kein wirkliches Cyanosproblem. Vereinzelt gibt es Stellen mit Bewuchs, die sich durch die Dosierung des Korallenschnees mit den Bakterien nicht verändert haben. Weder sind sie mehr geworden, noch verschwunden. Ich denke, dafür ist es auch noch ein wenig zu früh. Was ich festgestellt habe: die Scheiben werden nicht mehr grün, der Belag ist eher weißlich.

    Ich habe die Mischung strikt nach Anleitung hergestellt (mit denselben Bakterien), allerdings habe ich nach 3 Wochen die Bakterienzugabe von 10 Tropfen auf 180 Liter auf insgesamt 5ml erhöht. Und zwar so wie es der Hersteller für relativ nährstoffarme Becken vorsieht. 10 Tropfen auf 180 Liter schien mir eher Homöopathie zu sein.
    Ich habe wie vorgegeben die Bakterien zusammen mit etwa 200ml Beckenwasser und dem Korallenschnee etwa 1-2 Stunden vor der Einbringung ins Becken vermischt und stehen gelassen. Dann ins Becken, vorher Rückförderpumpe ausgestellt, die Hauptpumpen auch. Nach einer Stunde habe ich dann die Pumpen wieder angemacht.
    Was mir etwas negativ aufgefallen ist, nach der Anwendung ist der KH Verbrauch gesunken. Nicht dramatisch, aber immerhin um die 0,3-0,5. Hat sich aber schnell wieder erholt. Ich messe täglich zweimal (bzw. lasse messen) die KH und deshalb kann ich das ganz gut nachvollziehen.
    Ich dachte zunächst, vielleicht liegt es daran, dass die Pumpen ausgestellt wurden, aber der Effekt tritt auch auf, wenn alles an bleibt.

    Einbildung oder nicht? Seit ich Ozon mitlaufen lasse und das Wasser fast so wie Osmosewasser aussieht, steigt der KH Verbrauch! Musste die Dosierung schon erhöhen, mal sehen wie es die nächsten Tage weitergeht.

    Postiiv: keinerlei negative Auswirkungen auf die Tiere.

    Ich mache das jetzt noch eine Weile weiter. Mal sehen, ob sich noch was tut.

    Olli, wie sieht es bei dir aus?

    Grüße

    Chris

    Bevor es zu Missverständnissen kommt, welches Plankton von Faunmarin meint ihr? Ich habe das "Fish Plankton", das ist eine Mischung und relativ dickflüssig. Dann habe ich noch das Coral Plankton, da steht explizit auf dem Etikett drauf, dass es für die Anwendung von Dosierpumpen geeignet ist, bei dem anderen nicht. Auch nicht bei dem Ocean Plankton.
    Egal, Erfahrungsberichte wären prima. Für Fische, die täglich mehrmals gefüttert werden sollten, wäre das schon eine Alternative, sofern es dauerhaft funktioniert.

    Grüße

    Chris

    Hallo Rüdiger,

    war nur so ne Idee... Die lm/W Werte kann man sich aber auf deren Seite anschauen und die Werte beziehen sich auf 100%, also volle Leistung. Egal, du hast ja dein Becken gezeigt und wenn der Rest gut wächst und du nicht zwingend SPS halten möchtest, muss man das nicht ändern.

    Hast du mal das Becken von Rainer gesehen? Er hat auch eine Leuchte von LEDaquaristik und er hat eins der schönsten Becken hier im Forum, auch mit SPS Korallen.

    Wenn, dann muss man wirklich genau dieselbe Lampe vergleichen. Es ist ja so, dass LED Lampen von kaum einem Hersteller getestet werden, letztlich sind wir die Versuchskaninchen. Ist einfach so. Klar, etablierte Firmen sammeln Erfahrungen, aber wenn jetzt eine Firma sagt, wir möchten mal eine preisgünstige Lampe herstellen und verwenden die und die SMDs, lassen das zu einer Lampe zusammenbauen, dann kann man erstmal nur theoretisch sagen: müsste funktionieren.

    Ich kannte LEDAquaristik vorher nicht und vielleicht ist die Lampe auch wirklich. Daher wären Erfahrungsberichte sehr schön. Wir können das ja mal offen lassen, über die Zeit gibts vielleicht den einen oder anderen, der berichten kann.


    Grüße

    Chris

    Hallo,

    kann da Fabian zustimmen, was die Größe anbelangt. Das Ocean Plankton ist schon gut, aber es ist wirklich sehr klein. Verwende es seit gut 3 Wochen und bei mir kocht der Abschäumer nicht über. Mit ist es allerdings ein Rätsel, wie man das per Dosierpumpe zugeben soll. Zum einen setzt es sich ab, ist also nicht gleichmäßig verteilt, da bräuchte man einen Magnetrührer. Zum anderen dürfte das im Technikschrank bei den Temperaturen nicht lange haltbar bleiben. Und wie man verhindern sollte, dass sich sehr schnell Mikroorganismen in den Schläuchen bilden, ist mir auch ein Rätsel.

    Grüße

    Chris

    Hi Rüdiger,

    da du schreibst, Acros wären bei dir nicht haltbar trotz Wasserwerte, die eigentlich kein Problem darstellen sollten, tippe ich spontan mal aufs Licht.
    Zu der Lampe gibt es so gut wie keine Erfahrungsberichte, ich habe aber folgendes gefunden.
    Zitat:
    "Ich rate persönlich von unbekannten SMDs in Beleuchtungen ab. Gerade bei kleinen Becken lohnt es sich entweder selbst zu bauen oder eine etwas hochwertigere Lampe zu verwenden. Etablierte Emitter von z.B. Cree sind meist nicht nur langlebiger sondern auch "stabil" im Spektrum. Welche Maße soll dein Becken haben und was für ein Besatz planst du?
    Edit:
    Das es sich hier um sehr billige Emitter handelt zeigt schon ein Blick in die Daten (auch wenn kein genaues Datenblatt vorhanden). Eine Effizienz von 54-61 lm/W ist sehr schlecht, monochromatische LEDs weisen in der Regel werte zwischen 120-200 lm/W auf (Cree rpyal Blau z.B. 154 lm/W)."

    Ich kann diese Aussage nicht beurteilen. lm/W bezeichnet die Lichtausbeute, also wieviel wieviel Energie für einen bestimmten Lichtstrom aufgewendet werden muss.

    Sonst gibt nur Produktbewertungen von zwei Leuten, die die Lampen über Weichkorallenbecken hängen haben. Einer gibt an 15% Steinkorallen zu haben, merkt aber an, dass er noch zwei andere Lampen drüber hat.

    Wie auch immer, ich möchte die Lampe nicht schlecht machen. Vielleicht gibt es jemanden, der mit diesen Lampen erfolgreich SPS pflegt?
    Unser Hobby ist teuer genug, aber es gibt zwei Bereiche, wo ich nie spare: Licht und Salz

    Grüße

    Chris

    Wo du noch ansetzen könntest:
    PH Wert: Cyanos haben Vorteile bei niedrigem PH Wert
    Licht: Cyanos können grünes und rotes Licht gut verwerten. Falls möglich, grün und rot rausnehmen. Weißes Licht enthält auch einen Grünanteil. Weiß kann man vorsichtig reduzieren.
    Salzwechsel: funktioniert manchmal
    PO4: habe selber die Erfahrung gemacht, dass Cyanos bei höherem PO4 kein Problem waren, nach dem Absenken kamen sie dann zum Vorschein.
    Sand: wenn der schon 1,5 Jahr alt ist, die betroffenen Stellen absaugen und aus dem AQ entfernen (Depots).

    Das sind alles keine Ursachen von Cyanos, können deren Entstehung aber begünstigen.
    Ich weiß, dass es immer wieder Berichte gibt, dass Phytoplankton geholfen hat. Würde es lassen, das sind keine bentischen Organismen, die bilden keine Konkurrenz. Sie werden im besten Fall abgeschäumt, die meisten landen wohl tot im Becken, was ein wunderbarer Nährstoff ist. Außerdem gibt es Hersteller, da findet man viel "Beiwerk" in Form von Nährstoffen.
    Bakterien kann man dosieren, würde ich aber eher vorsichtig machen.

    Zuletzt noch etwas, das viel Überwindung kostet: Gewinnen durch Nachgeben. Wenn es einzelne Stellen sind und kein Teppich, der alles erstickt, verschwinden die auch manchmal von alleine wieder. Das Absaugen ist schon auch eine Strategie, allerdings kann man bei ungeschickter Vorgehensweise die Cyanos dann auch im Becken verteilen. Außerdem stört man damit beständig auch die "guten" Bakterien. Versuch macht klug.

    Cyanos - auf den einen Seite möchte ich die nur weg haben, wenn ich die auf dem schönen weißen Sand sehe könnte ich die Krise bekommen. Auf der anderen Seite sind sie extrem faszinierend, Millionen Jahre alt, weltweit vorkommend und sie werden sicher noch da sein, wenn es uns nicht mehr gibt. Man tut und macht mit all den Tipps und Hilfsmitteln und oft passiert: nichts. Man gibt schon fast auf, verliert die Lust und plötzlich sind sie weg! Als ob sie einem sagen möchten: mach ruhig, aber letztlich entscheiden wir, wenn die Zeit gekommen ist zu gehen!

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    ich hatte das auch mal mit den unterschiedlichen Verbräuchen, damals habe ich auch Essentials dosiert. Gab sich nach einer Weile wieder von alleine. Was auch immer geprüft werden sollte sind die Dosierpumpen. Wenn bei eigentlich identischer Dosierung minimal anders dosiert wird über einen längeren Zeitraum, dann kann sich das Verhältnis auch verschieben. Aber eigentlich merkt man es schon beim Auffüllen der Balling Flüssigkeiten, wenn ungleich dosiert wird.

    Ich habe früher öfters mal ICP Analysen machen lassen, bei Essentials und Essentials pro. Hatte nie eine Anreicherung, eher im Gegenteil. Beim neuen Becken habe ich sogar am Anfang noch zusätzlich die TM Spurenelemente dosiert. Hängt natürlich auch vom Becken ab, aber ich denke, die Spurenelemente in den Essentials sind eher vorsichtig berechnet. Da wird es durch eine einmalige Anpassung auf den Soll Wert kein Problem geben.

    Grüße

    Chris

    ...ich habe früher LPS aktiv gefüttert und selbst am Tag kamen die hervor und haben sich gewaltsam die Pellets aus der Mundöffnung der Korallen geholt...
    Fabian, falls du die Garnelen nicht in Futter umwandelst und es mit der Zufütterung probieren möchtest, sag auf jeden Fall Bescheid, ob es geklappt hat. Ist auch für andere hilfreich.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    naja, Jörg Kokott wird sich das nicht ausgedacht haben. Ich habe Calcium auch schonmal auf einen Schlag erhöht, ohne negative Folgen. Ist wohl wie bei Phosphat, eine schlagartige Erhöhung juckt die Korallen nicht, eine schlagartige Absenkung dagegen....

    Auf der anderen Seite, wenn die Korallen bei 300mg/l Calcium gut da stehen und die KH eh nicht so hoch ist, kann man auch in 2-3 Etappen(Tagen) den Wert auf Soll bringen.
    Ich würde sagen: probieren geht über studieren.
    Aber zügig würde ich es dennoch machen. Calciummangel führt zu Wachstumsstörungen und Farbverlust, zudem treibt es die KH nach oben.

    Grüße

    Chris

    “Oft wird empfohlen, dass man sowohl Calcium, als auch KH-Unterschiede nicht auf einmal ausgleichen soll, sondern nur in Etappen auf mehrere Tage verteilt. Manche Empfehlungen gehen sogar soweit, dass nur ein bestimmter Betrag, z.B. nur 20 mg Ca/L oder 1°dKH pro Tag erhöht werden darf.
    Solche Empfehlungen sind in ihrer alleinstehenden Aussage unsinnig und können Dich vor gravierende Probleme stellen. Die hier betrachteten Werte sind viel zu wichtig, als dass Du Dir beim Defizitausgleich viel Zeit lassen könntest. Darüber hinaus gibt es Riffbecken, die z.B. durch ein starkes SPS-Wachstum über 20 mg/L Calcium täglich verbrauchen. Solch ein Becken könntest Du schlichtweg gar nicht versorgen, hieltest Du Dich an eine Empfehlung, Calcium täglich z.B. nur um 20 mg/L zu erhöhen.
    Ein vergleichbares Szenario wäre, wenn in Deinem frisch gestarteten Keramik-Becken ein Calciumgehalt von 500 mg/L oder sogar höher vorläge. Hier würde die Karbonathärte durch den starken „Calciumdruck“ täglich mitunter um 1,5-2°dKH absacken. Du könntest Deine Karbonathärte also gar nicht in einem optimalen Bereich halten, würdest du täglich nur um 1°dKH erhöhen. Die chemische Carbonatfällung durch den hohen Calciumgehalt wäre also schneller als die Nachdosierung und Deine Beckenentwicklung damit kritisch gestört.
    Daher: gleiche Deine Defizite immer innerhalb eines Tages aus, wobei Du die auszugleichende Gesamtmenge auf mehrere Stunden verteilt zugeben solltest (mehr Infos dazu siehe unten).


    Das wesentliche Problem beim Ausgleich größerer Defizite ist das jeweils proportionale chemische Verhalten von Calcium und Carbonat, bedingt durch die schlechte Löslichkeit für Kalk in Wasser. Wird Calcium stark erhöht, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Teil davon mit Carbonat zu unlöslichem Kalk ausfällt. Auch umgekehrt gilt: wenn die KH stark erhöht wird, kann der Calciumgehalt sinken. Dadurch wirst Du in der riffaquaristischen Praxis oft den theoretisch berechneten Bezugspunkt nicht erreichen.
    Beispielsweise kann eine Anhebung des Calciumgehalts von 370 mg/L auf 420 mg/L bei einer KH von 8°dKH sehr wahrscheinlich nur zu einer effektiven Erhöhung auf 400 mg Ca/L praktisch beitragen. Gleichzeitig senkt sich wahrscheinlich die Karbonathärte von ursprünglich 8°dKH auf 7°dKH. Du musst also in einem zweiten Anpassungsschritt den Calciumgehalt nochmals um 20 mg/L auf die gewünschten 420 mg/L anheben. Dabei könnte die KH weiter auf z.B. 6,5°dKH sinken.
    Die Schlussfolgerung, den Calciumgehalt nicht an einem Tag sofort von 370 auf 420 mg/L zu erhöhen, sondern nur langsam in mehreren Schritten, um keine Carbonat-Fällung zu erzeugen, ist aus praktischer Sicht jedoch wenig nützlich. Ein Calciumgehalt unter 400 mg/L ist kritischer als eine Senkung der KH von 8°dKH auf 6,5°dKH. Damit wäre die KH immer noch in einem absolut sicheren Toleranzbereich.“
    Quelle

    Grüße

    Chris

    noch vergessen: Ich hatte mehrfach diese Garnelen, im früheren kleinen Becken haben sie tatsächlich Glasrosen gefressen. Da hatte ich aber kaum Fische und somit war das Nahrungsangebot knapp. Im aktuellen Becken hat sich gar nichts getan, die rühren die nicht an. Sind dann irgendwann verschwunden. Habs zweimal versucht.
    Ich stelle hier in ein paar Wochen eine alternative Methode rein, Glasrosen zu bekämpfen. Noch 1-2 Behandlungen, dann dürfte mein Becken glasrosenfrei sein. Möchte aber noch etwas zuwarten, bis ich das abschließend beurteilen kann.

    Grüße

    Chris

    Hi Fabian,

    üblich ist das Verhalten nicht, aber es kann vorkommen. Es gibt auch Hinweise, dass geschädigte Korallen bevorzugt werden. Bevor du Fressfeinde einsetzt, kannst du es mit Futtertabletten versuchen. Die sinken schnell zu Boden und wenn du sie abends kurz vor Ende der Beleuchtungsphase reingibst, werden die Fische da nicht rangehen.
    Mit einem Rohr mit entsprechender Länge und Durchmesser kannst du die Tabletten auch ziemlich zielgenau einbringen. Einfach das Rohr ins Wasser tauchen, Futtertablette rein und kurz warten, bis sie abgesunken ist. Da kannste sogar die Strömung anlassen.
    Es gibt einige Erfahrungsberichte, wo das Anknabbern durch Zusatzfütterung gestoppt werden konnte.

    Grüße

    Chris

    HI Honny,

    das habe ich mir ungefähr so gedacht. Wenn ich es richtig sehe, hast du auf jedem der drei "Riffe" jeweils 3-4 Korallen, teilweise Stöpsel. Du hast aber eine riesen große Besiedlungsfläche für Bakterien und Algen. Ich würde gar nicht allzu viel verändern, sofern die Wasserwerte und Einstellungen (Licht) grundsätzlich passen. Wichtig ist vor allem, dass du Phosphat auch auch ein wenig Nitrat nachweisen kannst.
    Ich würde auch nicht allzu sehr an dem Aufwuchs rumdoktern. Stattdessen würde ich einen Schwung weiterer Korallen einsetzen. Das kostet etwas Überwindung, vor allem wenn man befürchtet, dass die Ableger von Algen überwuchert werden. Aber die Korallen werden wachsen und alles andere zurückdrängen.
    Es schadet trotzdem nicht, die Aufwüchse unter dem Mikroskop anzuschauen. So lernt man auch immer wieder dazu. Dein Becken ist 2 Monate alt, es kann gar nicht anders sein, dass die freien Flächen bewachsen werden. Licht + Nährstoffe und keine Konkurrenz --> Algen und Bakterienbesiedelung.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    ich habe vor kurzem im Magazin "Koralle", Heft 123 (2020) einen Beitrag wiederentdeckt, der sich mit dem Thema Mathematik in der Meerwasseraquaristik beschäftigt. Eine Formel finde ich ganz hilfreich. Oft wird ja übersehen, dass man die gemessenen Werte der Spruen- und Mengenelemente auch immer in Relation zur Salinität sehen muss, egal ob beim Heimtest oder ICP. Einige Anbieter von ICP schreiben das mittlerweile auch mit dazu (Angepasster Idealwert 35 psu). Aber man kann sich das auch selbst ausrechnen.

    Beispiel: Bei einer angestrebten Salinität von 35 psu ist entweder durch ein Messfehler oder ein versehentlicher Salinitätsabfall die Salinität auf 32 psu abgerutscht. Man macht eine ICP und es wird festgestellt, dass z.B. der Kaliumgehalt nur noch bei 373mg/l liegt. Einige kommen jetzt auf die zunächst naheliegende Idee, Kalium hinzuzufügen. Wenn man aber die Salinität anpasst auf 35 psu, liegt der Kaliumwert bei 408mg/l, es muss nichts hinzugefügt werden. Die simple Formel dazu lautet:

    Angepasster Idealwert: mg/l = SalzgehaltSOLL/SalzgehaltIST x ICP Wert mg/l

    Also: 35/32 x 373 = 408 (mg/l).

    Ist nichts weltbewegendes, aber ich finde es ganz nützlich. Da kann man sich mal schnell ausrechnen, wie sich eine Salinitätsanpassung auswirken würde.

    Grüße

    Chris

    Hi Sven,

    zu 1. Habe ich mit einer alten Dosierpumpe gelöst. Die entnimmt täglich eine gewissen Menge Wasser und pumpt es in einen Kanister. Der Kanister wird alle zwei Wochen geleert und gut ist.
    zu 2. kannst mal versuchen, die Dosierschläuche sehr nahe über der Wasseroberfläche zu positionieren, so 0,5-1cm. Bei mir hat es geholfen und das Problem ist nicht wieder aufgetreten. Es gibt auch das hier: Dropdose

    Grüße

    Chris

    oje, Klaus, was soll man dazu noch sagen.

    Warum sollte ich Korallen, die 12.000 km hier her geflogen wurden, einfach zugrunde gehen lassen, wenn man mit relativ einfachen Mitteln sie retten kann ?

    Wie geschrieben, man kann es auch einfach lassen wenn man weiß, dass es wiederkehrende Probleme gibt. Hat ja auch Hajo so berichtet, einfach davon Abstand nehmen. Das ist übrigens ein gutes Beispiel für "fühlt sich nicht richtig an". Und "einfache Mittel" ist gut, es bleiben dennoch Antibiotika.

    Die Leute versuchen davon abzuhalten, extrem schöne Korallen nicht zu kaufen, wird nicht funktionieren.

    ja, sicher nicht. Aber wer will das? Wenn die Korallen gut haltbar sind, können sie von mir aus nachts fluoriszieren, wenn kümmert es? Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen nicht streiten.
    Aber man kann dennoch sensibilisieren. Bei einigen hier hört sich alles alles so an, als ob es Naturgesetze sind. Kann man eh nicht ändern, ist halt so. Und wer Kritik über gilt als Weltverbesserer.

    Die Gräben tun sich einfach immer wieder auf, egal bei welchem Thema.

    So, ich beschäftige mich jetzt mit meinem Becken und bin raus hier.

    Grüße

    Chris

    Hi Spooner,

    ja, ich habe von Brown Jelly auch schon früher gehört, ich ging nur davon aus, dass das Problem größer wird - was völlig falsch sein kann. Ich habe halt auch Hinweise gefunden, dass Korallenpathogene stark zunehmen aufgrund von Temperaturerhöhung, Eutrophierung, Schadstoffen usw. Beispiel Acrobacter peruensis
    Es gibt auch zu anderen Korallenerkrankungen eigentlich genügend Untersuchungen, die belegen, dass der menschliche Einfluss den Tieren enorm zusetzt.
    Wäre ja schön, wenn Daniels Theorie zutreffen würde. Fällt aber wohl eher in die Kategorie "kann auch mal passieren".
    Egal, das ändert alles nichts an der Empfehlung, bei diesen Tieren besonders bei Importen genau hinzuschauen. Wer Nachzuchten kauft, sollte das Risiko maximal minimieren können.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    Aktuell wird bei Haustieren mehr Antibiotika in Tonnen verbraucht als in der landwirtschaftlichen Tierproduktion.


    Diese und ähnliche Aussagen kann man ohne Quellen nicht beurteilen.

    Allerdings geht es hier eh um etwas anderes, daher zurück zum Thema.

    Das was Robin gemacht hat scheint relativ gesichert eine wirksame Behandlung bei BJD (Brown Jelly Disease) zu sein. Auch mit anderen Antibiotika wurden ähnliche Ergebnisse erzielt. Die bereits erwähnte Firma Aquabiomics hat sogar mal genau zu diesem Thema Untersuchungen gemacht, mit erstaunlichem Ergebnissen:
    Nach einer Infektion mit Acrobacter ist die Bakterienvielfalt im Becken gesunken. Der Keim scheint sehr dominant zu sein und in der Lage, das Mikrobiom des Beckens zu verändern. 10 Tage nach der Behandlung mit Ciprofloxacin erholte sich die Bakterienviefalt wieder, fast auf das Niveau wie vor der Erkrankung.
    Das hätte ich so nicht vermutet.
    Das klingt jetzt wie eine Werbung für den Einsatz von Antibiotika bei BJD, ist es aber nicht.

    Acrobacter kommt laut Aquabiomics in sehr wenigen untersuchten Becken vor. Der Einsatz von Antibiotika nach gesichertem Befund ist schwer möglich, da so eine Analyse nicht in kurzer Zeit gemacht werden kann. Im Grunde würde man da auf Verdacht behandeln. Ich glaube nicht, dass man immer klar erkennen kann, ob eine Koralle aufgrund von Licht, Strömung und anderen Einflussfaktoren degeneriert oder ob ein Bakterium dafür verantwortlich ist. Auch die richtige Entsorgung des Wassers nach einer Behandlung stelle ich mir für Otto Normalanwender schwierig vor.

    Ich habe lange gesucht, aber so wirklich transparent ist es nicht, wie der Keim zu uns ins Becken gelangt. Es scheint vor allem Importtiere zu betreffen, vielleicht auch aus bestimmten Regionen und gehäuft zu bestimmten Jahreszeiten. Es betrifft wohl vor allem die farbigen und außergewöhnlichen Tiere, die halt oft importiert werden.
    Wenn man das weiß bzw. solche Fälle immer öfter auftreten, kann man zum einen davon Abstand nehmen, solche Tiere zu kaufen und man kauft Tiere, die hier gezüchtet worden sind. Oder man informiert sich bei dem Händler/Importeur, z.B. seit wann die Koralle schon in seinen Anlagen steht.

    Der letzte Grund hat nichts mit Argumenten zu tun, sondern wie ich oben schon ausgeführt habe, fühlt es sich einfach nicht richtig an, Antibiotika in ein Meerwasserbecken zu geben. Das kann jeder sehen wie er will. Auch die ganzen Verweise auf den Einsatz bei Importeuren, wie es die Chinesen und Amis machen, "wenn wir es nicht machen, machen es andere", ist ja nicht so tragisch im Vergleich zu xyz usw. usf können daran nichts ändern.

    Grüße

    Chris

    Hallo Peter,

    120x80x1 (bei 1cm Sand) / 1000 = 9,6 Liter

    Jetzt kommt es noch auf die Dichte des Sandes an.
    Aus dem Internet:
    feiner Sand 0,5-2mm 1,9kg/Liter
    2-3mm Körnung 1,7kg/Liter
    4-6mm 1,4kg/Liter

    Du musst das dann noch multiplizieren, 9,6 x 1,9 (bei feinem Sand) = 18,24kg Sand.

    Live Sand aus der Tüte würde ich nicht nehmen. Wenn, dann Live Sand z.B. von Mrutzek.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    ein herzliches Willkommen im Forum!

    Du sprichst da etwa an, was fast jeder von uns schon durch hat :winking_face:

    Spindel: normalerweise sehr verlässlich, vor allem die großen. Bei den kleinen würde ich meine Hand nichts ins Feuer legen. Außerdem kann auch mal die Skala innen verrutschen.

    Refraktometer: sollte vor jeder Messung kalibriert werden (mit Referenzlösung, es gibt spezielle für Refraktometer). Die Dinger verstellen sich ab und an.

    Leitwertmessgerät: da gibt es richtig gute, wie z.B. von Greisinger. Sind aber auch teuer. Vor allem bei den günstigen muss man aufpassen und oft kalibrieren, ebenfalls mit einer Referenzflüssigkeit.

    1,024 scheint bei dir korrekt zu sein, das entspricht ungefähr dem Ergebnis der Refraktometermessung (Salinität von 36). Die Messung des anderen Geräts dürfte falsch sein.

    Hier gibt es eine Tabelle.

    Eine Salinität von 33-35 ist optimal, da muss man nicht krampfhaft einen Wert anstreben. Es sollte halt, wie so vieles, möglichst konstant bleiben.


    Grüße

    Chris

    Hallo,

    was ist an Hand abhacken überzogen? Das ist meine persönliche Meinung, für mich ist das einfach völlig widersinnig. Den meisten von uns geht es doch darum, ein artenreiches Biotop zu erschaffen. Wie wollen Stoffkreisläufe verstehen, wir dosieren Bakterien, bringen lebende Steine ein, Phytoplankton, Kleinstlebewesen usw. Antibiotika hat da einfach nichts zu suchen.
    Und wir sollten auch nicht durch die Hintertür (teure Tiere) dazu beitragen, dass das irgendwie als mögliche Option eingeführt und gerechtfertigt wird. Da gebe ich Bernd und Rüdiger Recht. Der Griff zur Flasche bei Problemen (Dinos, Cyanos usw.) ist eh für viele eine Versuchung. Und wenn man dann liest, wie gut es mit dem Antibiotika funktioniert hat, ist das für den einen oder anderen halt doch mal eine Option, es selbst zu testen. Ist ja nicht so schlimm und scheint keine negativen Folgen zu haben.

    Deswegen der obigen Hinweise, samt den rechtlichen Rahmenbedingungen. Wer kranke Fische oder Korallen hat und sie mit einem zugelassenen Mittel nach tierärztlicher Absprache in einem separaten Becken behandelt, der kann das doch machen.

    Ich sehe insgesamt deswegen kein Problem, weil ich davon ausgehe, dass die meisten Leute das genauso widersinnig finden. Das passt einfach nicht zum Hobby. Darüber hinaus haben wir in Deutschland recht strenge Gesetze diesbezüglich.

    Kein Grund, dass wir uns deswegen zerfleischen. Wenn Klaus Erfolg hat mit seiner großen UV Anlage, ist das eher eine gängige Option. Wahrscheinlich ist es auch das, was Daniel mit Fortschritt meint. Aber dennoch muss man sich die Kritik gefallen lassen an "immer bunter, immer teurer, immer exklusiver". Und man muss auch einfach mal sehen, dass viele von uns Euphyllias mit Erfolg jahrelang halten ohne Probleme. Vielleicht tragen solche Threads auch dazu bei, dass sich der eine oder andere eingehender informiert, bevor er bestimmte Tiere kauft.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    es ist doch eigentlich ganz einfach. Antibiotika haben in unseren Becken nichts verloren. Punkt. Sie gehören nicht in die Hände von Laien und sind verschreibungspflichtig.
    Das hat nichts mit Moral zu tun. Es ist schlicht vernünftig, solche Mittel nicht direkt im Becken anzuwenden. Darum ging es im Thread von Robin. Mir hat seine Schilderung gefallen, weil sie sehr ausführlich war und er das Wissen hat, solche Mittel anzuwenden. Und letztlich ist das auch ein weiterer Hinweis, dass diese Tiere von einem Bakterium so geschädigt werden, dass sie sich auflösen. Antibiotika helfen hier, das ist offensichtlich.

    Aber das bedeutet doch nicht automatisch, dass man solche Mittel in Riffaquarien einsetzen sollte. Die Anwendung in separaten Becken ist nochmal was anderes, wer dafür die Medikamente von einem Tierarzt bekommt und es korrekt anwendet, ok. Das war hier aber gar nicht das Thema.

    Ich möchte abschließend nochmal darauf hinweisen, dass man es auch einfach lassen kann, Tiere zu halten, die ohne den Einsatz solcher Mittel nicht allzu lange leben, Farbpracht hin- oder her. Wenn man es durch starke UV Anlage hinbekommt, null problemo.

    Die Diskussion ist auch insofern müßig, weil der Einsatz von Antibiotika in unseren Becken sowieso nie eine Rolle gespielt hat, weder früher noch heute. Da ändern auch der Verweise auf andere Länder oder die Fischimporteure nichts daran. Ich sehe auch keine Gefahr, dass sich das in Zukunft ändern wird.
    Nichtmal bei dir, Klaus, sonst würdest du keine 1500 Euro für eine UV Anlage investieren :winking_face:

    Grüße

    Chris

    Hi Daniel,

    schon klar, aber wir stehen heute in der breiten Masse vor allem deswegen da wo wir stehen, weil es seriöse Züchter und Importeure gibt, passionierte und findige Unternehmer, die gute Versorgungssysteme und Technik anbieten und letztlich auch wegen guter Beratung und Schwarmwissen über soziale Medien.
    Ich finde die Aussage, dass dieser Fortschritt notwendigerweise mit Leichen gepflastert ist, unpassend. Enthusiasten sind für mich auch nicht Leute, die viel Geld für außergewöhnliche Tiere ausgeben, sondern es sind die "langweiligen" Typen, wie z.B. der Meerwasser Veteran Julian Sprung (Video weiter unten).

    Ich denke, du meinst das auch irgendwie so und das führt jetzt auch ein wenig vom Thema ab. Deswegen will ich das gar nicht groß aufbauschen. Was Klaus mit der professionellen UV Anlage macht finde ich vorbildlich und wenn Robin mit seiner Sachkenntnis als zweitletzten Ausweg Antibiotika dosiert, dann ist das ok. Es geht nicht um die Moralkeule.
    Zweitletzter Ausweg, weil ich mittlerweile den Weg gehe: was in meinem Aquarium gedeiht, gedeiht und was nicht, wird nicht mehr gekauft. Bzw. ahne ich meist schon vorher, dass das nichts wird. Und wenn dann mal eine Koralle stirbt (kommt mittlerweile sehr selten vor), dann ist das halt so. Man kann umsetzen, Strömung verändern, Bakterien dosieren, füttern sofern möglich, aber wenn das alles nicht hilft, ist es halt so. Ich persönlich würde mir eher die Hand abhacken, als dass Antibiotika in mein Becken kommt.

    https://www.youtube.com/watch?v=3_MfOHz_kxw


    Gruß

    Chris

    dann wären wir heute nicht dort, wo wir aktuell stehen.

    Und wo stehen wir? Nicht haltbare Kaltwasserkorallen werden aus Gewinnsucht verkauft, Euphyllias in Antibiotika gebandet, es muss immer bunter, exklusiver und teurer werden usw. usf.... braucht kein Mensch. Das sind Exzesse, die nichts mehr mit dem Hobby zu tun haben.
    Man kann an schwer zu haltenden Arten auch vernünftig forschen, dauert halt länger. Und solche Tiere gehören auch nicht in die Hände von Anfängern.

    Grüße

    Chris

    Hi Robin,

    mit Punkt 3. habe ich so meine Probleme. Wenn man riesen Tiere hat und viele, ok, aber ich sehe nicht, dass man generell Antibiotika auf Vorrat anschaffen soll, nur weil man Euphyllias pflegt. Ich habe drei in meinem Becken, teilweise recht groß. Eine vierte ist so groß geworden (kam noch aus meinem alten Becken), dass ich sie verschenkt habe bzw. faunamarin hat mir dafür einen Rabatt für andere Korallen gegeben. Ich habe ne gute Sandschicht und grabende Grundeln, von Anfang an. Ich hatte nie auch nur das geringste Problem mit diesen Tieren.
    Wie gesagt, wenn man teure und große Tiere hat und das eventuell schonmal passiert ist, sind solche Notlösungen sicher besser als abwarten und sterben lassen. Aber sicher sollte sich niemand Antibiotika auf Vorrat anschaffen, nur weil diese Tiere gehalten werden.

    Grüße

    Chris

    Hi Dea,

    es gibt gar nicht so viele Meinungen :winking_face: Natürlich kannst du mit Totgestein starten, das funktioniert auch. ABER du musst dann halt einen guten Blick für die Tiere haben, regelmäßig Nährstoffe messen und frühzeitig erkennen, wenn es zu einer Limitierung kommt. Ich habe auch tot gestartet und musste ca. 1 Jahr Stickstoff und Phosphat dosieren. Danach sind die Werte stetig gestiegen. Also so ne Art ping-pong Effekt.
    In den letzten Jahren gibt es sehr viele Threads, die ungefähr so heißen: "Hilfe, meine Korallen sterben". Wenn man dann nachfragt, heißt es oft: Phosphat nicht nachweisbar, Nitrat auch nicht. Das sind dann eben die Folgen...
    Ein Beckenstart mit totem Gestein dauert zudem meist länger, bis es stabil läuft.
    Keine Frage, wer sich auskennt und alles richtig macht, der kann auch tot starten.

    Du bekommst über Korallenableger Bakterien und Kleinstlebewesen mit ins Becken. Aber die Steine heißen nicht umsonst lebende Steine. Da sind eine Menge Organismen drauf, ein Teil ist abgestorben und liefert so schnell verwertbare Nährstoffe.

    Egal wie du es machst, ich wünsche dir auf jeden Fall Erfolg!

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    bitte auch beachten, dass diese Start Produkte vor allem für Becken entwickelt wurden, die tot gestartet werden. Du tust dir und dem Becken einen Gefallen, wenn du gleich für einen Teil der Deko frisches Lebendgestein verwendest. Da kommen immer Nährstoffe mit ins Becken und im Idealfall musst du gar nichts zusätzlich dosieren.

    Gruß

    Chris

    Hi Robin,

    es gibt ja die Microbiomanalyse, die über Oceamo angeboten wird. Habe ich mal durchführen lassen wegen STN/RTN, das bei mir jedes Jahr einmal aufgetreten ist. Da wurde eine für Korallen potentiell schädliche Bakterienart nachgewiesen. Ob es wirklich die Ursache war, keine Ahnung. Mit dem Einbringen von neuem Lebendgestein ist das bis jetzt nicht wieder passiert.
    Wer Lust hat, zu forschen und den Dingen mal etwas tiefer auf den Grund zu gehen, sollte erwägen, bei derartigen Problemen mal so eine Analyse machen zu lassen. Am besten vor und nach der Behandlung, wäre schon sehr interessant.

    Grüße

    Chris