Beiträge von argonaut

    Fairerweise muss man sagen, dass es in den letzten Jahren keine negativen Berichte gab, zumindest ist mir keiner bekannt. Nützt aber nichts, so etwas bleibt in der überschaubaren Szene im Gedächtnis hängen und ich würde es auch nicht verwenden. Einfach deswegen, weil es genügend Alternativen gibt, bei denen nie irgendwelche Probleme aufgetreten sind. Ist das Vertrauen erst ruiniert, wird es ganz schwer.
    Das kennt man ja z.B. von Lebensmittel Rückrufen wegen irgendwelchen Giften, Schwermetallen und ähnlichem. Da muss man als Hersteller in den sauren Apfel beißen und sofort und umfassend informieren, die belastete Ware zurücknehmen und Maßnahmen ergreifen und kommunizieren, damit sich das in Zukunft nicht wiederholt.
    Tut erstmal weh, aber wenn man es aussitzt und abwartet, wird es halt meist immer schlimmer (und teurer). Und irgendwann ist das Vertrauen weg.

    Ich kenne die Threads von damals und es ging schnell in die Richtung "Anwender macht Fehler, die Keramik ist nicht das Problem".

    Wie auch immer, ist Schnee von gestern und ich gehe davon aus, dass dieses Problem nicht weiter besteht und die Keramik problemlos verwendet werden kann. Wären da nicht diese Geschichte und gewisse Restzweifel...

    Grüße

    Chris

    Danke euch, ich tippe auch auf das Licht. Sie sitzt am Fuß einer Staghorn und wird etwas abgeschattet. Werde sie, wenn ich noch ein Plätzchen finde, versetzen.
    Aber ich bin erleichtert, dachte schon, Joe malt die Korallen an und die Farbe wäscht sich dann mit der Zeit ab :ylol

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    nur zu Info, ich finde keine Möglichkeit, den Thread zu teilen. Kann nur löschen, editieren oder alles verschieben. Aber keine einzelnen Beiträge in ein neues Thema verschieben. Entweder mir fehlen dazu die notwendigen Rechte oder das ist so nicht vorgesehen.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    wenn man mal ins Wörterbuch schaut, heißt es: "Wahrheit: das Wahrsein; die Übereinstimmung einer Aussage mit der Sache, über die sie gemacht wird; Richtigkeit."
    2+2=4 ist ein Fakt und wahr im Sinne von richtig.
    Es kommt halt auch immer auf den Kontext an und so habe ich die Aussage von Hajo verstanden.

    Grüße

    Chris

    Hi Sandy,

    nicht umsonst heißt es, dass Fische in ein Meerwasserbecken gehören. Wobei das natürlich kein MUSS ist, aber es hilft sehr. Ob das jetzt Stickstoff ist, das die Fische direkt liefern oder irgendwas übers Futter ins Becken gelangt, was bei dir fehlt, kann man schlecht sagen. Im handelsüblichen Futter sind ja ne Menge Spurenelemente, Vitamine usw. enthalten. Vielleicht hat den Korallen nur etwas davon gefehlt, wer weiß. Hier nochmal die schonmal verlinkte Untersuchung von Oceamo.

    Grüße

    Chris

    Hallo Stefan,

    hast du die Art genau bestimmen können? Ich kenne dir nur als nervige Bewohner von Weichkorallen, bei LPS habe ich sie noch nicht gesehen. Sind beim Dippen Tiere abgefallen?
    Mit dem Abschäumer wäre ich vorsichtig, vor allem wenn du Fische hast. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das das einen wesentlichen Einfluss hat.
    Bei den üblichen Turbellarien hilft Lanthan, die sind innerhalb von wenigen Tagen Geschichte. Allerdings zieht Lanthan Phosphat und es sollte auch nur in Filtersäckchen/Vlieser angewendet werden. Im Netz gibt es dazu genügend genaue Anleitungen. Wobei ich nicht weiß, ob die Art bei dir im Becken auf Lanthan reagiert.

    Grüße

    Chris

    Hi Klaus,

    habe momentan wenig Zeit zu schreiben. Ich habe jetzt 4 Behälter, sie vermehren sich überall. Bakterien habe ich noch nicht getestet. Jetzt habe ich noch eine größere Box gekauft, die kommt in den Garten und wenn ich dann ausreichend Copepoden habe, geht es ans Experimentieren.
    Habe ich ein witziges Video gemacht, muss ich aber noch zusammenschneiden. Da machen sich die Copepoden über einen Pellet her! Sieht ein wenig aus wie im Ameisenhaufen...

    Grüße

    Chris

    Hallo Stefan,

    ich kann’s nicht so genau erkennen, aber das sieht mir nach Vernesselung aus. Manche Korallen bilden nachts lange Kampftentakel aus.

    Das auf dem letzten Bild sind Turbellarien, können nerven, vor allem die roten, aber sind an sich nicht so schlimm. Gehen meiner Kenntnis nach auch nicht an Caulastrea.
    Bevorzugen Weichkorallen und Algen.

    Grüße

    Chris

    Hi Dietmar,

    es gibt ja so einen Spruch, den ich mal leicht abwandle:

    Gott, schenke mir den Mut, Dinge in meinem Becken zu ändern, die geändert werden müssen, die Geduld, die Finger aus dem Becken zu lassen und die Weisheit zu wissen, wann welche Vorgehensweise angebracht ist! :winking_face:

    Blöd wird es wenn es zum Mantra wird. Da sterben die Korallen und man liest immer mal wieder: Geduld, Finger raus, das muss sich entwickeln. Und das Gegenteil gibts natürlich auch: alles ändern, ständig und besten sofort.

    Grüße

    Chris

    Hallo Elisabeth,

    die sind wirklich extrem klein. Ich habe jetzt nochmal ein Video gemacht, da sieht man sie minimal besser. Die roten Fäden sind übrigens Cynanos, daran sieht man schon, wie klein die sind.

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    Es dürften marine Milben sein. Habe diese Threads dazu gefunden:

    https://www.reef2reef.com/threads/marine-mite.656509/

    Am Ende des Threads hat der Ersteller ein Mikroskop Bild eingestellt.

    Und hier ein ähnlicher Thread:

    https://www.reef2reef.com/threads/tiny-c…me-sort.698691/

    Grüße

    Chris

    Hallo Klaus,

    super. Im ersten Hauptansatz wuselt es jetzt wirklich gut, im zweiten Behälter sind auch viele zu sehen, aber wesentlich weniger. Ich mache 1x die Woche einen Wasserwechsel von einem Liter. Ich denke, dass ich letzte Woche etwas zu viel Spirulina gefüttert habe, da braucht es noch ein wenig Erfahrung. Das Wasser riecht nach wie vor ok und durch die Wasserwechsel sollte sich da auch nichts schlimmes entwickeln. Ich habe auch noch etwas lebenden Meersalat reingegeben, der auch wächst. Für Sauerstoff und zudem wollte ich mal testen, ob die daran nagen. Machen sie aber nicht, aber sie verstecken sich gerne darin.

    Ich werde dann auch nochmal einen Ansatz machen mit den empfohlenen Milchsäurebakterien, mal sehen wie das läuft. Passende Siebe habe ich jetzt auch mit unterschiedlicher Durchlässigkeit.
    Ich werde jetzt den ersten Ansatz nochmal teilen, ich möchte gerne einige gut laufende Behälter haben, falls mal was schief geht.

    By the way, du erreichst mich übers Wochenende nicht über Email, falls was ist, PN über das Forum schicken.

    Viele Grüße

    Chris

    Hallo Christian,

    wenn die Korallen sonst wachsen und keine Probleme auftreten, lass das Licht wie es ist und setze Korallen, die weniger lichthungrig sind, nach unten. Jetzt das Licht auf Verdacht zu reduzieren würde ich sein lassen.

    Wenn du ansonsten alles abgeklärt hast, es keine Fressfeinde gibt, dann muss man wohl oder übel von einer Infektion ausgehen, die es bei Euphyllias leider gibt. Da kann man tatsächlich nur über Antibiotika Bäder (außerhalb des Beckens!) ein weiteres Absterben verhindern.

    Ich würde jetzt erstmal noch zuwarten, ob die angepassten Wasserwerte zur Erholung führen oder ob du vielleicht nicht doch noch Würmer, bugs oder sonstwas siehst. Teilweise ist das schwer zu erkennen.
    Habe ich das richtig verstanden, du hast eine nach der anderen eingesetzt und die sind eine nach der anderen degeneriert/gestorben oder hast du insgesamt ein paar und sie sind alle betroffen?

    Grüße

    Chris

    Hallo Christian,

    ich finde die Strömung in Ordnung. Spurenelemente sind meist in den Versorgungssystemen enthalten, z.B. Balling light, Sangokai usw. Wenn du keins dieser fertigen Systeme verwendest, sondern klassisches Balling machst, musst du natürlich zusätzlich was dosieren. Welches Produkt ist dann meist egal, ob Tropic Marin Elements, Dupla, Red Sea und wie sie alles heißen.

    Ich füttere Euphyllias gar nicht zusätzlich, sie wachsen und gedeihen trotzdem sehr gut. Als zwingend machen muss man es nicht.
    Zumindest gelesen habe ich, dass Euphyllias nicht so gut auf niedrige Jodwerte reagieren.

    Neben den bakteriellen Geschichten gibt es auch andere Schädlinge, wie "white bugs" oder auch Plattwürmer

    Schau dir die Tiere mal ganz genau an, vielleicht erkennst du da etwas.

    Grüße

    Chris

    Hallo Christian,

    Jod und Calcium hast du demnach ausgeglichen? War schon sehr niedrig im Becken. Gibst du für die Spurenelemente irgendwas an Zusätzen rein bzw. nutzt du ein Versorgungssystem?
    Bei Phosphat musst du dir keine Gedanken machen, daran liegt es nicht.

    Ich sehe da einen Chelmon. Die sind eigentlich nicht so bekannt dafür, Weichkorallen anzugehen, aber ausschließen kann man es nicht.
    Ansonsten noch die Strömung, wenn die zu stark ist, ziehen sich Euphyllias gerne zurück.
    Euphyllias sind auch anfällig für bestimmte Keime, was dann am Brown Jelly zu erkennen ist. Sieht bei dir aber nicht so aus.


    Grüße

    Chris

    Hallo Tina,

    CoralRX soll ganz gut helfen. Wobei sämtliche Dips bei diesen Schnecken generell nicht zuverlässig wirken, männliche Tiere scheinen oft immun gegen die Mittelchen zu sein. Die Kombination von Dips und manuellem Entfernen ist am zuverlässigsten. Also alle 3 Tage über 6-8 Wochen dippen und mit einer Zahnbürste die Rückseite abschrubben und sichtbare Schnecken manuell entfernen.
    Ich beneide dich nicht!

    Grüße

    Chris

    Guten Abend,

    wird schwierig, Kanarienlippfische fressen die, brauchen aber Sand. Sechsstreifen Lippfische gehen wohl auch ran, brauchen aber eine Abdeckung. Und die kommen oft nicht an alle ran, d.h. aus den Gelegen unter der Koralle kommen immer wieder neue Schnecken.
    Dippen muss man öfters, weil man immer nur die Tiere erwischt, nicht die Gelege. Meine hat es damals nicht geschafft, keine Monti, keine Schnecken. Aber das war verschmerzbar, da die Monti noch recht klein war.
    Meiner Einschätzung nach wirst du nicht umhin kommen, das Teil heraus zu brechen und außerhalb zu behandeln.

    Grüße

    Chris

    Hallo Tina,

    das mit der Kohle ist auch nur einen Versuch wert. Es gibt viele, die Kohle verwenden und es juckt die Xenien überhaupt nicht. Wenn du aber von Stoff xyz eh wenig im Becken hast und dann noch die Kohle den letzten Rest rauszieht, könnte das eine Ursache (unter vielen) sein.
    Ich bin auf einen sehr interessanten Artikel gestoßen: Benefit of pulsation in soft corals
    Die scheinen eine Erklärung gefunden zu haben, warum Xenien pumpen. Das Ganze verbraucht ja Energie und es war lange nicht klar, warum Xenien diese Pumpbewegungen machen. Kurz zusammengefasst: durch die pumpende Bewegung transportieren Sie CO2 zu den Zooxanthellen und O2 weg. Dadurch erhöhen sie die Photosyntheserate um ein Vielfaches und kommen auf Werte, die keine andere Stein- oder Weichkoralle schafft.
    Bezogen auf das Nichtpumpen deiner Xenien ist das zwar nicht direkt eine Erklärung, aber zur Photosynthese gehört ja auch Licht. Eventuell mögen die den Standort nicht bzw. das Spektrum hat sich verändert. Ich habe von einem Fall gelesen, da hat der Austausch der Röhren die Xenien dazu gebracht, wieder zu pumpen. Da hat sich wohl der Blauanteil zugunsten Rot/Gelbanteil verschoben. Manche berichten auch, dass Xenien bei zu starker Strömung das Pumpen einstellen, wobei das in anderen Fällen nicht so ist.
    Was bei einigen auch funktioniert hat: etwas Staubfutter/Plankton dosieren, machmal klappt es und die Xenien fangen wieder an zu pumpen.

    Grüße

    Chris

    Hallo Tina,

    ok, Glaskugel an :winking_face:

    Zink ist schon sehr wichtig, für das Korallengewebe und auch für den Stoffkreislauf bzw. die Bakterien. Wenn ein Mangel vorliegt und du das jetzt dosierst, wirst du vielleicht schon bald eine Besserung sehen.
    Seriatopora wuchs bei mir bei 0,24 PO4 gut, ich hatte eher den Eindruck, dass dem Tier Nährstoff Schwankungen nicht so gut tun. Laut ICP hast du ja viel höhere Werte als jetzt aktuell. Von 0,32 PO4 auf 0,07- Weiß nicht, ob das in einem Ruck zu viel Schwankung ist.
    Xenien: filterst du über Kohle? Wenn zuviel Kohle eingesetzt wird, mögen die das nicht. Auch bei einem niedrigen pH Wert stellen die das Pumpen häufig ein.
    Montipora: was ist das für ein Loch da in der Mitte? So wie ich das sehe, sind es zwei Stellen, der Chromi verdeckt das ein wenig, aber das ist doch auch eine Schädigung, oder? Elisabeth hat in einem Thread die Monitpora fressende Schnecke verilnkt. Die hatte ich auch mal, aber das sah ein wenig anders aus. Aber irgendwie sieht es nach einem Schädling aus für mich, kann aber auch komplett falsch sein.

    Sorry, mehr fällt mir gerade nicht ein.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    heute beim Scheibenputzen entdeckt:

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    Ist zwar egal, aber weiß jemand, was das für welche sind? Interessant auf jeden Fall :smiling_face:

    Grüße

    Chris

    Hallo Andreas,

    kannst du mal ein paar Bilder von den Korallen reinstellen? Das TM Produkt liefern organisch gebundene Nährstoffe, die wirken praktisch sofort. Sangokai hat ein ähnliches Produkt. Ziel ist es nicht unbedingt, die Nährstoffe messbar zu erhöhen, sondern ausreichend zur Verfügung zu stellen.
    Kann trotzdem nicht reichen, daher wie Sandy schreibt, muss man die Korallen anschauen. Ich würde mal TM anschreiben oder anrufen, ob man das Produkt weiter in der Dosierung erhöhen kann.
    Ansonsten eben die Einzeldosierungen mit P und N, damit bekommt man die Nährstoffe messbar erhöht.

    Grundsätzlich ist es aber schon so, dass du mit ausreichend Staubfutter die Nährstoffe erhöht bekommst. Davon profitieren viele Tiere. Ich würde die zusätzliche Dosierung von N und P eigentlich nur machen, wenn das Becken neu ist und tot gestartet wurde. Da geht es meist nicht anders. Aber dein Becken ist zwei Jahre alt, da sollte sich durch Eintrag und Austrag+Wachstum eigentlich ein Gleichgewicht einstellen lassen, ohne die Dosierung von Mittelchen.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich war am Freitag im Kölle Zoo Reutlingen. Ist irgendwie an mir vor bei gegangen, dass die nicht nur einen neuen Standort eröffnet haben, sondern zudem auch eine Meerwasserabteilung haben. Eigentlich war ich nur neugierig, was die so haben und dann stehe ich vor den Fischbecken und was sehe ich: einen Sechsstreifenlippi in gewünschten Größe (nicht mehr ganz jung).
    Der Verkäufer, ein alter Hase, der mal die Aquaristikabteilung in Stuttgart geleitet hat, hat den Fisch unaufgefordert gefüttert, um zu zeigen, dass er frisst. Sehr löblich. Auf die Frage nach der Salinität nannte er mir eine Dichte von 1,020!
    Ich habe den Fisch gekauft, nach 20 Minuten zu Hause gewesen. Temperatur fast identisch mit der Beckentemperatur, Salinität gemessen: 33,8 psu. Fasst identisch mit meinem Becken. Da habe ich nicht lange überlegt und den Fisch direkt ins Becken gegeben.
    Und es ist etwas passiert, was sonst nie passiert: der große Lippfisch hat nichts gemacht. Normalerweise jagt er jeden Neuankömmling erstmal 1-2 Tage durchs Becken. Bei seinem Artgenossen ist er entspannt.
    Gestern und heute sieht man den Neuzugang ruhig durchs Becken schwimmen, er pickt und wirkt insgesamt sehr entspannt. Als ob er nie woanders war.

    Naja, so kann es gehen. Was mir beim Kölle Zoo positiv aufgefallen ist: Jedes Fischbecken hatte Sand, zudem Gestein und hier und da höhere Algen oder auch mal eine Schnecke. Jedes Becken war zudem "normal" beleuchtet.
    Kupfer oder Medikamente werden nicht verwendet, so der Verkäufer. Trotzdem fahren die eine relativ hohe Salinität für einen Händler mit Fischen. Dennoch scheint es zu klappen. Solche Unternehmen sind ja gewinnorientiert und aus Spaß machen die das sicher nicht. Insgesamt wirkte das halt stimmiger, die Tiere werden so gehalten wie bei uns auch. Mit Inneneinrichtung, Licht und typischer Salinität. Kann natürlich auch der Verkaufsförderung dienen, die Becken sehen ansprechender aus.
    Dennoch denke ich, da lässt es sich als Fisch wesentlich entspannter leben als in Kunststoffröhren bei Dämmerlicht...

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    danke für das ganze Feedback. Ich denke, ich habe mich etwas verrannt mit der niedrigen Salinität im Händlerbecken. Wenn man offensichtlich nichts falsch gemacht hat, der Fisch keine äußerlichen Anzeichen einer Verletzung oder Erkrankung aufweist, ist das halt unbefriedigend.
    Ich denke, der Fisch würde heute noch im Händlerbecken schwimmen. Insofern ist es sehr wahrscheinlich, dass der Umzug dem Fisch so zugesetzt hat, dass er letztlich gestorben ist.
    Es zeigt aber mal wieder, dass man nicht vorsichtig genug sein kann. Ein, zwei Stressfaktoren weniger und er hätte vielleicht überlebt. Die Sinnhaftigkeit eines Quarantänebeckens stelle ich nicht in Zweifel, aber speziell hier hätte es mich brennend interessiert, was passiert wäre, hätte ich den Fisch nach der Anpassung direkt ins Becken gegeben. Artgenossen, andere Fische, viele Versteckmöglichkeiten, vielleicht hätte das trotz allem weniger Stress verursacht.
    Hätte hätte, Fahrradkette. Macht wenig Sinn, darüber zu spekulieren.

    Grüße

    Chris

    Ich habe jetzt noch gelesen, dass man die Salinität bei Fischen nur maximal 0,02 pro Stunde erhöhen sollte. Ob das so stimmt, weiß ich nicht, aber es ist zumindest mal eine Richtschnur.
    Stress ist wohl der Hauptkiller bei Fischen und das kennt man ja. Ein Fisch ist kerngesund, wird aber plötzlich gejagt. In kurzer Zeit verliert er die Farbe, wirkt verstört und stirbt einfach.
    Ich weiß nicht, wie lange der Fisch im Händlerbecken akklimatisiert wurde und ob er dort schon gestresst war. Rausfangen, Transport, dann wieder einsetzen, Salinität wird verändert, neue Umgebung usw. Wahrscheinlich reicht das schon aus für angeschlagene oder empfindliche Tiere.
    Insofern ist es nicht übertrieben, jeden einzelnen Schritt so sorgfältig wie möglich zu machen.

    Grüße

    Chris

    Hallo Sandy und Rüdiger,

    habe ich ja so gemacht. Zudem war der Fisch nur eine halbe Stunde im Beutel, der Händler ist nicht weit weg von meinem Wohnort. Ich habe in einen separaten Eimer Aquarienwasser gefüllt, es auf 28 PSU eingestellt und den Fisch OHNE das Händlerwasser reingetan. Dann per Tröpfchenmethode die Salinität auf 35 psu erhöht.

    Das nächste Mal werde ich es anders machen. Dann kommt der Fisch bei gleicher Salinität ins Quarantänebecken und dort erhöhe ich dann die Salinität langsam über Tage auf 35psu.

    Ist auch nur ne Vermutung mit der Salinitätsanpassung, die Ursache lässt sich wohl nicht mehr klären.

    Grüße

    Chris

    okay, danke Hajo. Ich habe mit dem Händler mal vor längerem darüber gesprochen, da war die Salinität bei 30/31 und er sagte, die Alternative wäre Kupfer. Das hätte er im Haus, verwendet er aber nicht. Ich kann das schon verstehen und nachvollziehen, aber da die Salinität jetzt nochmal niedriger war, wollte ich das genauer wissen. Ich weiß halt auch überhaupt nicht wie sich so ein Fischlein fühlt, wenn die Salinität zwar langsam, aber doch erheblich angepasst wird. Vielleicht ist das auch gar kein großer Stressfaktor, sofern es langsam geschieht.
    Naja, sehr schade.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich habe letzte Woche einen Sechsstreifen Lippfisch gekauft. Daheim angekommen stellte ich fest, dass das Beckenwasser des Händlern eine Salinität von 28 hatte, also sehr niedrig. Habe den Fisch dann angepasst wie im Video von Oceamo erklärt. Über ca. 2 Stunden habe ich per Tröpfchenschlauch die Salinität auf 35 psu angepasst.
    Dann kam der Fisch in ein Quarantäne Becken, gut beströmt, Temperatur konstant, indirektes Licht, Versteckmöglichkeiten vorhanden. Der Fisch hat auch anfangs auf Futter reagiert, ist aber immer lethargischer geworden. Er hat sich auf die Seite gelegt und schien zu schlafen. Atmung meiner Ansicht nach etwas schnell. Wenn man näher ran gegangen ist und er es gemerkt hat, ist er wieder normal geschwommen.

    Heute morgen lag er tot im Becken, was ich extrem ärgerlich und traurig finde. Keine Sichtbaren Verletzungen, die Schleimhaut sieht gesund aus. Ich habe dann die Kiemen etwas geöffnet und auf einer Seite sah man so eine Art weißen Knubbel. War sehr weich und zog Fäden, als ich das Werkzeug wieder rauszog. Keine Ahnung, ob das die Kiemen waren oder sich da schon etwas zersetzt hatte. War aber ungewöhnlich, ich habe kein Gewebe verletzt.

    Jetzt bin ich mir unsicher was die Salinität anbelangt. War die Anpassung vielleicht doch etwas zu schnell? Ist so eine niedrige Salinität ein Hinweis, dass im Händlerbecken was nicht stimmt bzw. die Gefahr von ausbrechenden Krankheiten so hoch ist, dass die Salinität sehr gering eingestellt wird?

    Mit dem Quarantänebecken sollte alles ok sein, ich habe zur Fütterung auch Nauplien reingetan, die schwimmen immer noch lebendig dort drinnen. Also was Sauerstoffgehalt, Temperatur, Salinität anbelangt, ist mir kein Fehler aufgefallen. Das Wasser stammt aus dem Becken, damit sich der Fisch gleich daran gewöhnen kann, also kein frisch angesetztes Meerwasser.
    Irgendwelche Ideen?

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    das offensichtlichste wird wie immer übersehen. Das Hobby selbst ist der gefährlichste Virus. Einmal infiziert, erzeugt er eine unstillbare Sucht nach Mee(h)r und begleitet einen oft ein Leben lang. Geld, Ehen, alles egal, solange man ein Becken hat.
    Hier mal ein paar Kriterien der WHO, wie man es erkennt:

    • Wenn genug nicht mehr genug ist
      Beckenvergrößerung, wer kennt das nicht?
    • Freunde fragen kritisch nach
      Haben Partner oder Partnerinnen, Verwandte oder Bekannte Sie auf Ihr Hobby besorgt angesprochen?
    • Sie verlieren die Kontrolle
      Kam es Ihnen schon einmal so vor, als ob Sie nicht mehr selber darüber entscheiden konnten, ob und in welcher Menge Sie Fische und Korallen kaufen?
    • Schuldgefühle kommen auf
      Verstecken Sie manchmal Ihren Konsum vor anderen, weil er Ihnen peinlich ist?
    • Ihnen fehlt etwas ohne Stoff
      Haben Sie sich schon mal körperlich unwohl, nervös oder depressiv gefühlt, weil sie länger ohne Ihr Meerwasserbecken auskommen mussten?
    • Verpflichtungen werden egal
      Waren Ihnen schon einmal Aufgaben in Beruf oder Schule oder Verabredungen mit Partnern oder Freunden egal, weil Sie rasch einen Wasserwechsel machen mussten oder sich um angeschlagene Tiere kümmern mussten?
    • Der ganze Körper spürt die Folgen
      Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie träger im Denken werden, Sie Ihrer Wahrnehmung nicht mehr trauen konnten und Sie sich in manchen Situationen nicht mehr angemessen verhalten? siehe Forum
    • Sie ignorieren eigene Zweifel
      Soll ich wirklich weitermachen? Ist es das ganze Geld wert? Egal, ich kann nicht anders.

    Spaß beiseite, wenn man sich den Mikrokosmos der Viren, Bakterien und Pilzen anschaut, findet man viel. Wenn man herauzoomt und sieht, wieviel Menschen das Hobby weltweit betreiben ohne gesundheitliche Probleme, wird das alles wieder relativ.
    Letztes Jahr habe ich mir bei der Gartenarbeit einen fiese bakterielle Infektion über eine kleine Wunde zugezogen, die mit Anitbiotika behandelt wurde. Shit happens!
    Passieren kann immer etwas, aber wenn man die Gefahren giftiger Korallen und Fische umschifft, ist es ein sehr sicheres Hobby.

    Grüße

    Chris

    Hi Fabian,

    spannendes Thema, das fragt sich wohl jeder des Öfteren. Ich glaube nicht, dass man das vernünftig im Becken messen kann, bei den ganzen Verwirbelungen. Zudem ändert sich das ja mit dem Wachsen der Korallen.

    Ich bin ein wenig weg von extrem starker Strömung und sehe bisher keinen Nachteil. Sehr gut sehen kann man das natürlich an LPS mit Fangarmen, das mache dann nach Gefühl. Das Problem war bei mir immer der Sand. Es ist extrem nervig und schwer hinzubekommen, eine ordentlich starke Strömung hinzubekommen, ohne dass der ganze Sand an anderen Ende des Beckens landet.

    Man kann das alles schon so optimieren, damit möglichst wenig Gammelecken entstehen, aber vermeiden kann man es nicht, vor allem nicht wenn man Sand hat. Daher habe ich es mir zur Routine gemacht, einmal wöchentlich alles durchzublasen.
    Und ich verwende tendenziell mehrere kleine Pumpen, die in unterschiedlichem Winkel möglichst viel abdecken. Vieles hängt natürlich vom Riffaufbau ab, aber Korallen und Gestein bilden immer auch Strömungsschatten. Da jetzt mit Gewalt alles erreichen zu wollen, funktioniert meist nicht.

    Es ist auch so, dass man gar nicht umhin kommt, Strömung immer mal wieder anzupassen. Die Korallen wachsen in alle Richtungen und das hat mitunter einen starken Einfluss auf die Strömung. Was wahrscheinlich wirklich gut ist, sind wechselnde Strömungen durch Pumpenumkehr oder bestimmte Programme, die die Intensität und und die Strömungsrichtung ändern.
    Da bei mir die Lautstärke wichtig ist, habe ich bisher keine solche Programme genutzt, man hört das in der Regel sehr gut wenn die Pumpe im Pulsmodus ist.
    Ich "löse" das halt durch regelmäßige Beckenpflege und über das Beobachten der Polypenbewegungen. Keine Ahnung, ob das so das Gelbe vom Ei ist, es funktioniert aber :winking_face:

    Grüße

    Chris

    Hi Sven,

    das wollte ich genauso auch schreiben :winking_face: Immer wenn ich was von KZ lese habe ich das Zeo-System im Hinterkopf. Und wenn man z.B. Aminos dosiert, expandieren die Polypen auch.
    Ich finde solche detaillierten Erfahrungsberichte trotzdem sehr wertvoll, viel zu oft liest man "super" oder "keine Wirkung", womit man meist nicht viel anfangen kann.

    Grüße

    Chris

    Nehme einfach Regenwasser oder Osmosewasser, der pH Wert ist egal, es geht um die Salze, die im Wasser vorhanden sind. Saure Erde hat eine hohe Pufferkapazität und die Erde bleibt sauer, wenn du Osmosewasser oder Regenwasser beigibst, da die praktisch nichts mehr enthalten.

    Grüße

    Chris