Beiträge von argonaut

    Hallo Sven,

    herzlich willkommen im Forum!

    Ein schönes Projekt, dahin geht es wohl in den nächsten Jahren.

    Ein paar Anmerkungen:

    - pH Wert: wäre schön, wenn du hier pH morgens und pH abends unterscheiden würdest.

    - bei KI kommt ein Fehler „500“

    - bei Logbuch wäre die Kategorie „Problem“ ganz gut. Z.B. Cyanos, Dinoflagellaten, Korallen stehen schlecht. Das kann man dann mit den Werten verknüpfen bezüglich Ursachenforschung.

    Solange das kostenlos ist, kannst du hier posten, solange du möchtest.

    Sollte es mal kommerziell werden, ist es auch kein Problem, aber dann müsstest du dich als gewerblicher Anbieter registrieren.

    Hallo Stefan,

    schön gemacht! Allerdings verwendet kaum jemand hier die jbl Tests. Sie sind für Meerwasser bestimmt, aber zumindest in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die nicht so das Gelbe vom Ei sind. Wenn du damit klar kommst, kein Problem!

    Und wenn man nach den Bewertungen geht, scheinen die meisten damit sehr zufrieden zu sein. Vielleicht hat jbl da auch qualitativ aufgeholt...

    Stickstoff kommt per Dosierpumpe mit Sangokai NP-Complete mit 1ml/100L pro Tag und zusätzlich im Ca-Kanister das AddOn N von Oceamo (dzt. 2ml/L)

    Dann müssten meine Korallen bei meinen Wasserwerten (siehe ICP) permanent am Verhungern sein oder Cyanos am Explodieren.

    Ne, eben nicht. Du gibst ja was zu und das reicht offensichtlich, auch wenn es über Nitrat nicht nachweisbar ist. Ansonsten sehe ich das wie du, Nitrat muss nicht nachweisbar sein.
    Das Problem besteht aber darin, sicher zu erkennen, ob ein Stickstoffmangel vorliegt. Daher empfehlen die meisten einen gewissen Nitratwert, da kann man indirekt sicher sein, dass genügend Stickstoff vorhanden ist.
    Es gibt so viele unterschiedliche Becken. Es gibt traumhafte Becken mit recht hohen Nitrat- und Phosphatwerten. Genauso andersherum. Es gibt Becken mit Fadenalgen und hohen Nährstoffwerten und es gibt Becken mit Fadenalgen mit sehr niedrigen Nährstoffwerten. Die einen halten sich penibel an bestimmten Relationen von P zu N, andere pfeifen darauf.
    Letztlich merkt man aber über kurz oder lang, ob man richtig liegt mit seiner Vorgehensweise. Dann erhöht oder senkt man mal einen Wert und sieht, ob und wie es sich auswirkt.

    Dann schau dir mal das Gefahrenblatt von Aquarium Silikon an

    Das ist genau der Punkt, da steht NICHTS bezüglich Wassergefährdung. Die Klassen "schädlich für Wasserorganismen" und "schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung" stehen nicht umsonst auf solchen Produkten. Das ist übrigens kein Internetwissen, ich gehe täglich mit solchen Stoffen um.

    Unterscheiden muss man halt auch, auf was sich die Hinweise beziehen: meist auf das frische Produkt. Nach der Aushärtung sind die meisten Gefahstoffmerkmale nicht mehr gegeben. Bei Sikalflex wird das nicht genau angegeben, da könnte sich je nach Umstand (Salzwasser, Licht usw) über die Zeit etwas herauslösen.

    Ansonsten stimme ich mit dir überein: kein Drama daraus machen, einfach kurz checken, ob es tauglich ist oder eher nicht. Im Zweifel lassen und nach einer Alternative umschauen.

    Ich weiß nicht, ob das Produkt von Hobby "Fix Unterwasserkleber" für deine Zwecke geeignet ist, aber das wäre so eine Alternative, die sicher unbedenklich ist.

    Hi Stefan,

    was soll an Acryglas und Aquariensilikon schädlich sein? Die Frage bezog sich auf Sikaflex. Ist doch eigentlich ganz einfach. Wir stecken viel Geld ins Hobby, versuchen Werte penibel stabil zu halten und lassen über IPC die Spurenelemente testen und versuchen auch hier, alles im Optimum zu halten. Das alles riskiert man doch nicht, indem man irgendwelche Stoffe oder Materialien ins Becken bringt, die schaden könnten.

    Der richtige Ansprechpartner wäre hier Christoph von Oceamo. Der findet ständig irgendwelche Arzneimittelrückstände, Weichmacher und andere Stoffe. Ob und in welcher Konzentration die schädlich sind, who knows? Aber man muss es ja nicht provozieren.

    Viele Sikaflex Produkte tragen Gefahrstoffkennzeichnungen, wie "schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung". Es geht auch nicht nur immer um Fische und Korallen, der ganze Biofilm und die Kleinstlebewesen wollen auch gedeihen in möglichst sauberem Wasser.

    Insofern würde ich stets abklären, ob ein Klebstoff oder Material unkritisch ist für die Verwendung in unseren Becken.

    Die Verstärkungsleisten habe ich auch gesehen im Angebot. Wie ist das eigentlich zu verstehen, sind das Streifen, die zusätzlich eingeklebt sind? Sieht das dann nicht bescheiden aus, vor allem an den Seitenscheiben? Aquaemotions vergibt 5 Jahre auf Dichtigkeit des Beckens, Brillant 15 Jahre.

    Wer lesen kann... Jetzt habe ich zudem gesehen, dass der Unterschrank aus einem Aluminiumgestell ist. Das macht die Entscheidung eventuell etwas einfacher. Ich frage mal nach, ob es auf Wunsch auch eine Pool Version ohne Streben gibt.

    Also das Angebot ist da, ich habe mal 150x60x45 angegeben, spielt ja keine Rolle, ob sich das nochmal ein wenig ändert. Aquaemotions 4000 Euro, das ist schon happig. Brillant will gut 2000 Euro dafür haben, wobei es Unterschiede gibt:

    Brillant: 10mm Glas, alles außer Bodenscheibe Optiwhite
    Aquaemtions: Boden 12mm Glas, sonst 15mm, Optiwhite auf drei Seiten (Boden und Rückseite nicht)

    Bei Aquaemtions habe ich angegeben, dass ich keine Stege möchte. Ich vermute, die 10mm bei Brillant funktionieren nur mit Stegen.

    Unterschrank: Brillant Holz, Aquaemotions Alugestell + Holzverkleidung.

    Beide Angebote sind ohne Technikbecken (habe ich noch übrig).

    Was meint ihr?

    Danke, Dietmar. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich keine Orcas habe, sondern die alten Oscimotion Dreheinheiten. Sobald ich mal etwas Zeit habe, probiere ich die aus, wobei ich befürchte, dass man bei denen den Servomotor hört. Wenn ich mich richtig erinnere, muss man den Drehradius mechanisch einstellen von bis. Mal sehen ob die noch nutzbar sind...

    Das hört sich gut an, danke.

    Kennt jemand einen guten Aquarienbauer? Brillant wäre in der Auswahl, aber da gefällt mir der etwas kleinere Unterschrank nicht. Ich hätte es gerne bündig mit dem Becken. Da läuft gerade eine Anfrage, ob die es auch bündig herstellen können... Ich möchte auf jeden Fall einen Unterschrank mit einem gescheiten Alu-Gestell.

    Ich mache mir mal Grundrisse und lege sie dahin, wo das Becken hinsoll. Bei 80cm Tiefe wären 160cm Länge zu viel. Auch das mit der Höhe muss ich nochmal ganz genau anschauen. Mit den 2cm hatte ich bisher kein Problem, aber es stimmt schon, wenn der Arm im Wasser ist, wird es knapp. Da wäre mehr Luft in jedem Fall ratsam.

    Sind die neuen Dreheinheiten geräuschlos? Ich habe noch zwei im Keller liegen, das sind die alten Orcas. Die habe ich mal geschenkt bekommen und bisher nie ausprobiert. Ist aber natürlich auch eine Idee.

    Hi Sandy,

    Fast alle Closed-Loop-Becken setzen noch einige zusätzliche Pumpen, weil sie merken, dass die Strömung alleine mit CL nicht reicht.

    das befürchte ich auch. Ich glaube, ich bleibe bei den Strömungspumpen.

    Ja, größer ist eigentlich immer besser, aber 80cm in der Breite ist mir zu viel. Zur Höhe: mein 80 Liter Becken hat eine Höhe von 30cm und einen Wasserstand von 28cm. Ich habe mir die Korallen halt so ausgesucht, dass das sehr gut klappt. Für schnell wachsende Acroporen oder große Weichkorallen ist das natürlich nichts. Aber da hätte ich noch etwas Luft nach oben, muss das mal testen.
    Bei den Fischen ist es so, dass ich mittlerweile die kleinen bis sehr kleinen bevorzuge. Große Fische passen einfach gut in große Becken. Der Hawaii Doc in meinem 500 Liter Becken ist gefühlt zu groß für das Becken, der wäre in 800 Liter oder mehr deutlich besser aufgehoben. Das wird auch der einzige Fisch sein, den ich abgeben werde.

    Ich möchte gar kein riesen Becken mehr, zumindest für die nächsten Jahre nicht. Das kleine 80 Liter Becken macht viel Spaß und läuft sehr gut. Ich muss da einfach etwas zurückstecken.

    Hallo zusammen,

    ich plane ein neues Becken. Mittlerweile habe ich drei Becken und mir wird das alles zuviel. Nach meinem privaten Umzug habe ich mein Red Sea Peninsula abgebaut und durch ein gebrauchtes Becken ersetzt, was fast dieselben Maße hat. Es steht bei mir im Büro in der Firma, aber ehrlich gesagt komme ich kaum dazu, mich darum zu kümmern. Und da ich teilweise auch im Homeoffice bin, steht es ohne Aufsicht auch mal 3-4 Tage. Das ist nicht ideal und irgendwie unbefriedigend. Zu Hause habe ich zwei kleinere Becken, die zwar Spaß machen, aber insgesamt ist es mehr Stress als Freude, da ich auch privat sehr eingespannt bin (kleine Tochter)-

    Ich möchte alle drei Becken durch eins ersetzen, was bei mir zu Hause stehen soll. Die Maße: 160cm lang, 60cm breit und 42cm hoch. Ich bin mittlerweile ein Fan von Pool Becken, in denen man schön arbeiten kann, ohne sich den Arm auszurenken oder irgendwelche Hilfsmittel benötigt, um auf den Boden zu gelangen.

    Ich war immer fasziniert von closed loop. Im Netz habe ich so eine Variante gefunden, die ich sehr ansprechend finde:

    Ich kenne mich damit allerdings überhaupt nicht aus. Reicht das überhaupt für eine ordentliche Strömung bei den ganzen 45 Grad Winkeln? Oder ist besser, von unten ein closed loop einzurichten? Ich verstehe noch nicht so ganz, wo dann der Anschluss gemacht wird für die Wasserzufuhr. Man kann das ja nicht einfach in den Boden des Beckens machen, ohne dass Sand oder Tiere da mit eingesaugt werden.
    Zudem hat das Becken ein Technikbecken und es benötigt auch den üblichen Überlauf. Die Konstruktion auf dem Bild oben halte ich für eher unsinnig. Eventuell reicht es, die Pumpe nur auf einer Beckenseite zu betreiben, dann mit weniger Winkeln und größerem Rohrdurchmesser. Links unten ansaugen, rechts oben rausgehen und das mit ordentlich Power. Aber ob das reicht für eine gute Ringströmung, das weiß ich leider nicht.

    Das Becken soll wieder ein Mischbecken werden mit relativ wenig SPS. Eine sehr starke Strömung ist daher nicht notwendig, aber natürlich wissen wir, das Strömung das A und O ist. Da das wieder ein Raumteiler werden soll, benötige ich eine gute Ringströmung. Was meint ihr?

    Hallo zusammen,

    kennt jemand diese höhere Alge?

    Am Anfang dachte ich, die Alge veralgt mit Fadenalgen, aber das gehört zu dieser Alge. Wenn sie dunkel steht, ist sie sehr glatt, bei Licht sind diese Fäden sichtbar. Stellt man sie wieder schattiger, wird die Oberfläche wieder glatt. Scheinbar ist es eine einzellige Alge, der Verkäufer vom Kölle Zoo hat aber den Namen nicht gekannt.

    Ich lasse die Schmach über mich ergehen und danke für euren Einsatz. :smiling_face:

    Dennoch wäre eine EMail Antwort nett gewesen.

    Kein Problem, Reinhard. War nur scherzhaft gemeint. Ich habe auch noch alte Nutritions und im Grunde hat es mich auch interessiert, daher der Anruf.
    Grundsätzlich erwarte ich von Unternehmen, bei Email Anfragen zeitnah zu antworten. Es kann immer was passieren, fehlende Mitarbeiter, Urlaubszeit usw. Aber dann kann man es kommunizieren. Ich gehe denen dann immer recht schnell auf den Sack und schreibe mehrfach oder rufe an. In den allermeisten Fällen klappt das sehr gut :winking_face:

    Tipp an ATI: schreibt das doch mit zu dem Rechner, dann ergeben sich kein Fragen. Zumal in manchen Shops immer noch die alten Nutritions verkauft werden...

    Dinos sind ziemliche Überlebenskünstler. Wenn tatsächlich zu wenig Nährstoffe im Becken sind, kann das dazu führen, dass die Biofilme bzw. Bakterien und was da sonst noch kreucht, keine Nahrung mehr haben und Dinos es leicht haben, sich auszubreiten.

    Auch wenn es nervig ist, aber eine Woche ist nicht viel. Es kann u.U. Wochen oder Monate dauern - leider. UV würde ich nur einsetzen, wenn du die Art sicher bestimmen kannst. Einige gehen nachts in ein Schwimmstadium über und die erwischt du dann damit. Andere nicht. UV sollte dann auch direkt im Becken betrieben werden und etwas überdimensioniert sein. Keine Sorge wegen Plankton, wenn du das nicht zugibst, wirst du im normalen Aquarienwasser nicht viel davon finden.

    Leider können einen Dinos in den Wahnsinn treiben, vor allem wenn man offensichtlich keinen Fortschritt sieht. Wenn die jetzigen Maßnahmen auch nach längerer Zeit nichts ändern, solltest du die Sorte bestimmen und dann mit härteren Geschützen aufwarten. Aber es fällt mir schwer bzw. ist ohne Bestimmung nicht möglich, konkret etwas zu raten. Ostreopsis habe ich relativ schnell wegbekommen mit UV und täglichem Absaugen. Protocentrum (vermutlich) war deutlich hartnäckiger. Da habe ich es mit Kohlenstoff versucht (massives Wachstum), Mikroblasen, Zugabe von Silikat und Wasserstoffperoxid. Das hat 2-3 Monate gedauert. Ich kann aber nicht sagen, was bzw. ob von diesen Maßnahmen etwas geholfen hat oder ob die irgendwann einfach wieder verdrängt worden sind.

    Seit fast einem Jahr steht das Becken wieder super da, 3-4 Verluste an Korallen hatte ich aber. Und es ist nach wie vor so, wenn die Nährstoffe gegen 0 gehen, fängt es mit ganz leichten Belägen an, sehr punktuell. Aber wenn ich dann sofort verstärkt füttere (nicht übertrieben), erledigt sich das sehr schnell bzw. breitet sich nicht aus.

    Kürzlich habe ich was interessantes gelesen: bei Befall das Becken massiv zu besetzen mit Korallen. Die bringen ja alle Bakterien mit und besetzen freie Flächen. Ist aber mal wieder nur ein Ansatz, da fehlen bisher genügend Versuche.

    Einer reicht. Ich habe die WPS 3000 Version, die 1000 wäre aber auch ausreichend. Bei der 3000er Version kann man noch eine Verzögerung einstellen, außerdem lässt sich der Sensor einfacher tauschen. Wenn du Wasser von a nach b transportieren möchtest, reicht ein Sensor. Du kannst frei wählen, ob die Steckdose bei Wasserkontakt Strom bekommt oder wenn wenn er in der Luft hängt.
    Möchtest du z.B. ein Fass leer pumpen, müsste der Sensor im Bodenbereich angebracht werden und so geschaltet sein, dass bei Wasserkontakt Strom fließt. Ist das Fass leer und der Sensor hängt in der Luft, wird der Strom abgeschaltet.

    Ich habe noch einen alten Osmolator, zunächst eingemottet, dann wieder seit knapp einem Jahr in einem kleinen Becken in Betrieb. Läuft tadellos, allerdings musste ich die kleine weiße Pumpe mal ersetzen. Und mir ist aufgefallen, dass sie ziemlich verrostet war. Dieses Gerät ist recht alt und man kann es nicht vergleichen mit neueren Geräten. Das wäre in etwa so, als würde man eine ATI Sirius LED mit aktuellen LED Lampen vergleichen.

    Den Osmolator 3 habe ich auch in einem Becken, in der nano Version. Läuft tadellos, auch wenn mich manchmal die automatische Abschaltung nach 120 Sekunden stört. Aber diese optische Messung gefällt mir wesentlich besser als der Schwimmschalter. Aber egal welches Modell, um eine regelmäßige Wartung kommt man nicht herum.

    Im großen Becken habe ich mich mal von Bernd Koberstaed inspirieren lassen. Die H-Tronic GmbH bietet relativ günstige Wasserpegelschalter an (40-60 Euro,, Gerät inkl. Sensor). Da kann man dann eine selbst gewählte Pumpe anschließen und über zwei Kontaktstifte schaltet das Gerät die Pumpe an (bei Luftkontakt) oder aus (bei Wasserkontakt). Funktioniert seit Jahren sehr gut, aber auch hier sollte man ab und an die Metallstifte säubern.
    Man kann hier sogar noch ein zweites Gerät installieren, weiter oben, das im Notfall das erste abschaltet. Das wäre dann maximale Sicherheit.

    Die Red Sea ATO wird auch funktionieren, manche schätzen ja auch eine App Anbindung. Insofern findet da jeder was er braucht.

    Diese sauge ich händisch täglich 1-2 x ab & gebe das Wasser durch Vlies gefiltert zurück ins Becken. Hier werden es allerdings nicht wirklich weniger - trotz Reduktion der Beleuchtungsdauer.

    Das machst du schon alles richtig. Leider kann es manchmal Wochen oder gar Monate dauern. Es gibt so viele unterschiedliche Arten und Unterarten. Und je nach Art gibt es unterschiedliche Strategien (UV, Kieselalgenblüte, Bakterienblüte, H2O2, Temperatur).

    Was immer hilft und angebracht ist: stören und absaugen. Und was auch sehr wichtig ist: so wenig wie möglich zugeben an Spurenelementen, keine Wasserwechsel machen bei Befall. Wenn man dann beständig weiter absaugt, werden die in der Regel weniger und verschwinden irgendwann. Ist aber auch keine Garantie bzw. Patentrezept.

    Ich hatte 10 Jahre gar keine sichtbaren Dinoflagellaten und dann in zwei Becken mehrmals hintereinander Probleme damit und viel dazu gelesen. Wenn der Befall anhält und man irgendwas machen muss, gibt es für jede Art teilweise sehr ausgereifte Behandlungsstrategien. Nur leider funktionieren die nicht in jedem Becken. Ich würde jetzt erstmal abwarten, ob die nicht von alleine wieder weg gehen.

    Zum Thema Licht: man kann schon die Beleuchtung prüfen, Spektrum, Intensität und Dauer. Aber damit wird man Dinoflagellaten nicht los. Auch die häufig eingesetzte Dunkelkur (3-5 Tage absolute Dunkelheit) hilft in den meisten Fällen nur kurz. Das Becken sieht dann wieder sauber und schön aus, aber es dauert nicht lange, bis die Algen wieder auftauchen. Zusätzlich schwächt man Korallen und andere lichtbedürftige Organismen. Ich würde da nicht zuviel ändern bzw. nur überprüfen, ob Dauer, Intensität und Spektrum für die zu pflegenden Tiere passen.

    Nährstoffe: zumindest bei mir tauchten Dinos immer auf, wenn die Nährstoffe, vor allem Phosphat, nicht mehr nachweisbar waren. Du hast angegeben 0,02 und 0,03. Klar kann das kein Problem sein, aber es sind punktuelle Messungen, die auch nicht super genau sind und eventuell gibt es Zeiten, wo PO4 nicht mehr zur Verfügung steht. Ich habe die Nährstoffe durch mehr Fütterung bei Dinobefall immer etwas angehoben.

    Zu den Ursachen: kann man m.E. nach vergessen, darüber zu philosophieren. Irgendwas scheint sich in betroffenen Becken so zu verändern (chemisch, physikalisch), dass das etablierte Mikrobiom geschwächt wird und Dinoflagellaten einen Vorteil haben. Breiten sie sich erstmal aus, verstärken sie oft die negativen Bedingungen für andere Organismen, z.B. durch Abgabe von schädlichen Stoffen. Daher ist das Absaugen und Entfernen der Beläge so wichtig.

    Ansonsten: manche behandeln Dinos recht aggressiv mit Wasserstoffperoxid, andere lösen durch Kohlenstoffzugabe eine gezielte Bakterienblüte aus und wiederum andere dosieren Silikat, um eine Kieselalgenblüte auszulösen. Das kann alles funktionieren, aber eben auch nicht. Es gibt Dinos, die Algen und Bakterien fressen, es gibt welche, die mit Ihnen in Symbiose leben (die meisten Dinos können keine B Vitamine herstellen und müssen sie sich holen), bei manchen funktioniert jedoch die Strategie und Kieselalgen bzw. Bakterien verdrängen die Dinos.
    In den meisten Fällen führt eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen letztlich zum Erfolg.

    Dein Becken ist frisch und da würde ich jetzt mal sagen, kann passieren und ist durchaus nicht ungewöhnlich und geht auch meist schnell wieder vorbei.

    Ansonsten gibt es den wohl längste Diskussion zu diesem Thema hier:

    Dinoflagellates – Are You Tired Of Battling Altogether?
    I don't know what percentage of folks had luck battling dinos with any of the methods in the old Dino thread but it's obviously a very low percentage, so I'd…
    www.reef2reef.com

    Außerdem gibt es noch gute Zusammenfassungen:

    A dinoflagellate treatment guide

    Beating dinofalgellates: a complete guide

    Hallo Burkhard, wird es durchs Wasser spröde? Die Kisten stehen bei uns auch im Licht und manche sind auch über die Jahre etwas vergilbt. Aber spröde ist noch keine Kiste geworden. Ich kenne das von anderen Kunststoffen/Qualitäten, da reicht manchmal sogar eine Saison in der Sonne und die Dinger zerbröseln.

    Davon abgesehen würde ich mir das nochmal überlegen. Das Technikbecken holst du nie raus, auf das wenige Mehrgewicht kommt es dann wahrscheinlich auch nicht an. Du hast außerdem immer etwas Durchbiegung, was es mitunter schwer macht, das Technikbecken in Kammern aufzuteilen. Glas ist schon ne saubere Sache, mit etwas Geschick und Silikon kann man die Kammern selbst einkleben. Und die Glasbecken selbst sind auch nicht so wirklich teuer.
    Man sieht auch viel mehr, mit so einer Kunststoffkiste kannst du nur von oben reinschauen. Ich würde mir das nochmal überlegen...

    PS: ich habe mir eben die IKEA Boxen angeschaut. Vergiss es, ich kann dir versprechen, dass die nicht lange halten werden. Genau die meinte ich weiter oben, eine Saison im Garten und die zerbröseln von alleine. Das sind Kisten fürs (dunkle) Aufbewahren von Kleidung, Spielzeug usw. Selbst dafür finde ich sie manchmal zu schlecht, die gehen einfach unglaublich schnell kaputt.

    Ja, Sandy, dem kann ich nur zustimmen. Aus Sicht der jungen Leute kann ich es aber auch irgendwie nachvollziehen. So kleine Gruppen sind vielleicht näher dran an den früheren Vereinen als Foren. Die Gruppen sind ja meist recht klein, teilweise regional und ich denke, da menschelt es mehr. Man kennt die meisten, trifft sich vielleicht auch im wahren Leben mal. Oder man gehört einer "Gemeinde" an, wenn es eine Gruppe ist, die von einem Händler/Hersteller oder Influencer betrieben wird. Da spielt der soziale Aspekt wahrscheinlich eine große Rolle. Und eben so Dinge wie chatten.
    Die Qualität der Information in solchen Gruppen sinkt und fällt mit den Teilnehmern, deren Wissensstand und Erfahrungen. Und da sehe ich unser Forum klar im Vorteil. Der zweite Punkt ist, wenn solche Gruppen aufhören zu existieren, dann ist halt alles einfach weg. In unserem Forum findet man spannende Themen und Beiträge, die teilweise uralt, aber nach wie vor aktuell sind und vielen weiterhelfen. Wenn man mal nicht auf die Anzahl der aktiven Teilnehmer schaut oder die Anzahl der neuen Beiträge, sondern auf die Anzahl der Besucher, dann lässt sich das doch sehen. 1000 Besucher sind da keine Seltenheit und das bedeutet halt, dass der Bedarf nach Information da ist.

    Blöd nur, dass es kein Selbstläufer ist. Es ist schön, auf spannende und informative Beiträge zurückgreifen zu können, aber wenn sich das in Zukunft nicht fortsetzt, hat man halt eine Bibliothek.
    Wie auch immer, Foren sind die Elefanten unter den sozialen Medien und die leben ja bekanntlich recht lange!
      

    Hallo zusammen,

    fast hätte ich es vergessen, aber nur fast. Leider geht es bergab, wir hatten von 01.06.24 - 31.05.25 6311 Beiträge. Im Vergleich zum Vorjahr (10336) sind es gut ein Drittel weniger. Macht aufgerundet 100 Euro Spende dieses Jahr. Jeder ist natürlich wie immer eingeladen, den Spendenbutton zu betätigen :winking_face:

    Ich habe mich mal etwas umgehört, fast jeder kennt das wohl größte Meerwasserforum der Welt, reef2reef aus den USA. Auch hier geht es bergab ab 2020/2021 mit sinkenden Benutzern und Beiträgen. Interessant finde ich auch, dass nicht nur die Nutzer weniger werden, auch die Dauer der aktiven Teilnahme nimmt im Vergleich zu früher ab. Foren scheinen kaum mehr eine soziale Funktion zu erfüllen. Die Leute wollen Informationen, Fragen beantwortet haben, aber dann ist man schnell auch wieder weg. Ist ok bzw. der Zeitgeist, aber es ist halt nicht mehr wie früher, als Foren die Funktion von Vereinen übernommen haben. Heute haben die jungen Leute zig digitale Plattformen, um sich auszutauschen und sozial zu interagieren.
    Da wählt man vielleicht lieber eine facebook oder whatsapp Gruppe von Gleichgesinnten (Alter, Einstellung), als in solchen Foren unterwegs zu sein, wo man bei Gelegenheit auch mal die Meinung gegeigt bekommt. Ich finde es schade, aber was will man machen.

    Im Reefers Podcast war mal Norbert Dammers von Eporeef eingeladen, weiß die Folge nicht mehr. Aber das war sehr interessant. Früher war Eporeef sehr porös, jeder Hersteller wollte Lebende Steine nachbilden. Er erzählte dann weiter, dass die neue Generation nicht mehr so offenporig ist, sondern eher geschlossen. Claude von faunamarin erwähnt ja auch immer mal wieder, dass so wenig Gestein wie möglich verwendet werden sollte, weil man keine riesen Flächen für Bakterien erzeugen möchte, die letztlich den Tieren die Stoffe wie Ammonium wegschnappen. In einem Video empfiehlt er sogar das geschlossene Malawigestein aus dem Süßwasserbereich.

    Ohne es genau zu wissen macht das schon Sinn für mich. Wenn man Gestein hat, dass viel einlagern kann, hat man eventuell nach ein paar Jahren größere Probleme im Vergleich zu wenig/geschlossenem Gestein. Auf der anderen Seite gibt es ja genügend dauerhaft gut laufende Becken mit poröser Riffkeramik, viel Lebenden Steinen und anderer offenporiger Unterlagen.

    Wenn ich jetzt neu starten würde, würde ich 10-20% Lebenden Steine verwenden und den Rest mit möglichst so was wie Eporeef oder auch den Malawisteinen gestalten.

    Man weiß halt nie, woher es kommt, wenn man irgendwann mal ein Problem hat. In einem Becken, das ich mit 100% Lebendgestein gestartet habe, haben sich jetzt nach 1,5 Jahren hartnäckige Algen, wahrscheinlich Derbesia, gebildet. An den Wasserwerten liegt es nicht, Nitrat 0-2, PO4 0,03-0,06. Ich vermute sehr stark, dass das Lebendgestein ein ideale Grundlage für die Algen ist. Das Gestein enthielt schon beim Kauf etwas Phosphat, es ist stark zerklüftet und es bilden sich immer wieder Ablagerungen, die man wegpusten kann und die man mit Strömungspumpen nicht automatisch wegbekommt. Das ist eine hervorragende Siedlungsfläche für Algen. Mit anderem Gestein wäre da u.U. erst gar nicht entstanden (letztlich weiß ich es aber nicht).

    Was reine Balling Lösungen anbelangt, schreibt Armin Glaser, dass die im Grunde unbegrenzt haltbar sind. faunamarin gibt für das Pulver 3 Jahre an. Kommen die Spuris gleich mit den den Behälter bei balling light? Wahrscheinlich schon, vielleicht fällt da was aus. Aber das müsste man dann ja sehen am Boden des Behälters.

    Manche Dinge passieren halt. Ich habe schon mal einen unbeschrifteten Behälter vertauscht und dann etwas dosiert, was ich eigentlich nicht dosieren wollte :winking_face: Da du mit mehreren Tests den Calciumgehalt bestimmt hast und gleichzeitig gesagt hast, du hättest über einen Liter Balling CA zugegeben, war es naheliegend, dass entweder kein Balling CA im Kanister ist oder es nicht richtig angesetzt ist oder es nicht mehr wirkt. Von letzterem habe ich aber bisher noch nicht gehört...