Beiträge von argonaut

    Verwende aber bitte eine Lösung, die nicht erst in Zeitlupe aktiv wird.

    Falls es damit Unklarheiten gibt: es gibt Hersteller, wie Sangokai, TM?, die haben eine etwas andere Philosophie. Deren Produkten sind nicht dafür gedacht, den PO4 Wert messbar zu erhöhen, sie stellen eher eine Grundversorgung von verschiedenen Nährstoffen zur Verfügung.
    Es gibt von Mrutzek, ATI und anderen Herstellern P Lösungen, die direkt zur Erhöhung von PO4 gedacht sind und das kann man auch messen.

    Grüße

    Chris

    Hallo Stefan,

    gute Frage. Ich habe selbst immer mal wieder das Wasser von Händler gemessen und es war immer unter 0,1, meist so zwischen 0,05-0,08. Da sollte relativ safe sein, selbst wenn das eigene Beckenwasser etwas tiefer liegt.
    0,3 ist natürlich schon krass. Bei so großen Unterschieden kann es schon sein, dass die eine oder andere Koralle Probleme hat, hängt sicher aber auch von der Art ab.
    Ich habe auch den Eindruck, dass eine einmalige Änderung besser vertragen wird als ständige Schwankungen. Wenn im Becken ausreichend Phosphat enthalten ist, wenn auch nicht so hoch, sollte es meiner Ansicht nach in der Regel keine Probleme geben. Vielleicht kann Joe was dazu sagen.
    Da müssten ja Leute, die Zeobecken betreiben oder ultra niedere Nährstoffe im Becken haben, große Probleme haben, wenn die Korallen an viel höhere Werte gewöhnt sind.

    Grüße

    Chris

    Eine Frage die mich aktuell noch beschäftig, Wasserwechsel zum jetzten Zeitpunkt hilfreich oder eher schädlich?

    Kommt darauf an und auf die Menge. Wenn du keine oder wenig verfügbare Nährstoffe im Becken hast, verschlimmerst du das Problem, vor allem wenn die Wasserwechsel groß sind.
    Bevor du den tatsächlichen Orthophosphat Gehalt nicht zuverlässig messen kannst, würde ich nichts machen was über die üblichen 5-10% hinausgeht.
    Wenn du einen neuen Test hast und feststellt, dass wirklich nichts oder sehr wenig Phosphat enthalten ist, kannst du größere Wasserwechsel machen, sofern du gleichzeitig P dosierst. Kannste ja ins Wechselwasser geben und da nochmal messen.

    Grüße

    Chris

    naja, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und ich möchte den Meerwasseraquarianer sehen, der noch keine Tiere verloren hat.
    Ich glaube, Reinhard macht schon viel richtig. Es ist halt alles auch nicht so einfach und vor allem auch nicht immer auf einen Faktor zurückzuführen. Wenn Korallen geschwächt sind, z.B. durch Strahlungsstress, durch schwankende Werte, durch zu hohe Schadstoffe, zu hohe Temperaturen usw., dann reicht es halt schon, wenn der PO4 mal auf 0 geht und die werden ratzfatz weiß.
    Ich würde mir einen verlässlichen PO4 Test kaufen und wenn man tot startet, kommt man meist nicht umhin, P und N separat zu dosieren. Schau dir mal den Rechner von ATI an, da wird Beckengröße, Beckenalter, Korallenanzahl abgefragt und dann gibt es eine Dosierempfehlung. Ich musste über ein Jahr relativ viel dosieren. Das ist auch kein Drama.
    Wenn du noch etwas Platz hast, würde ich einen Lebenden Stein dazugeben. Macht es meist viel einfacher.

    Aus der Entfernung ist es oft sehr schwierig, so etwas zu beurteilen. Es muss nicht zwingend am Phosphat liegen, auch wenn einiges darauf hindeutet.

    Grüße

    Chris

    Sorry, aber da stimmt doch was nicht. Du dosierst NP in größeren Mengen und misst trotzdem bei NO3 und PO4 nichts. Von etwas zu viel Nährstoffen sterben Korallen nicht. Wenn du beim Händler Korallen kaufst, die in 0,05 PO4 leben und du packst sie in dein Becken mit 0,15 PO4, dann juckt das die nicht. Ich hatte selbst 0,24 in der Spitze, da gedeiht alles prächtig.

    Wenn die Salifert Tests gegen Referenz geprüft sind und du misst nichts, ist nichts im Becken.

    Grüße

    Chris

    Da wäre ich vorsichtig was PO4 anbelangt. Das wurde auch schon zig Mal diskutiert, auch mit Beteiligung von Triton und ATI. Das Problem ist, das reaktive PO4 (Orthophosphat), das wir mit den Tröpfchentests messen, ist definitiv für Korallen verfügbares Phosphat. Hat man davon genug im Becken, braucht man sich darum nicht zu kümmern. Das Gesamtphosphat beinhaltet organische Phosphate (z.B. in Form von Plankton) und Polyphosphate. Die KÖNNEN, müssen aber nicht, für Korallen verfügbar sein. Somit gibt es Becken, da ist der PO4 Wert praktisch nicht nachweisbar, trotzdem wachsen und Gedeihen die Korallen, da andere Formen vorhanden und verwertbar sind. Und es gibt Becken, wo der Gesamphosphatgehalt eigentlich darauf schließen lässt, dass genügend Phosphat vorhanden sein müsste, die Korallen sterben aber trotzdem an Phosphatmangel.
    Da mir das alles zu ungewiss ist, verlasse ich mich stets auf den gemessenen PO4 Wert mit dem Hanna Checker oder Tröpfchentest.
    Ich finde es halt merkwürdig, dass der Salifert Test keinerlei Verfärbung zeigt. Ich würde auf jeden Fall erstmal sicher abklären, ob genügend PO4 im Becken ist.
    Auch Schwankungen werden sehr schlecht vertragen, vor allem wenn es nach unten geht.

    Wie werden die Korallen weiß, von unten her?

    Wenn es den Tieren nicht gut geht würde ich auf jeden Fall zu größeren Wasserwechseln raten - aber hier muss man stets die Nährstoffe im Augen behalten, nicht dass die durch große Wasserwechsel extrem absacken. Ich habe es selbst noch nicht verwendet, aber das natürliche Meerwasser, das man überall kaufen kann, enthält in der Regel gut Phosphat und das könnte etwas milder sein als frisch angesetztes, phosphatfreies Meerwasser. Kommt natürlich auch auf die Beckengröße an, sonst wird das schnell sehr teuer.


    Grüße

    Chris

    Hallo Reinhard,

    schaut für mich gut aus! Das was du mit Phosphat daheim misst, ist Orthophosphat. Das wird in dieser Analyse nicht gemessen. Gesamtphosphor ist alles Phosphor, das enthalten ist, aber nicht immer den Korallen zur Verfügung steht. Meist ist dieser Wert viel höher als Orthophosphat. Orthophosphat ist der Wert, der für uns interessant ist. Geht der gegen 0, können Korallen ganz schnell ausbleichen.
    Aluminium wird ab 100 grenzwertig, aber noch ist das kein Grund zur Sorge. Mit Mangan kenne ich mich nicht aus, sieht aber schon sehr hoch aus. Würde ich regelmäßig Wasserwechsel machen und nach ein paar Wochen nochmal testen. Immer entscheidend bei der Interpretation der Werte: wie sehen die Korallen aus? Wenn es denen gut geht, muss man nichts krampfhaft ändern.

    Grüße

    Chris

    Hi Alex,

    ich finde den Aufbau gut. Erste Fische würde ich einsetzen, wenn die Korallen gewachsen sind und Versteckmöglichkeiten bieten.
    Im Zweifel lieber weniger Gestein. Wenn alles nach und nach mit Korallen bewachsen ist, gibt es für die meisten Fische genügend Versteckmöglichkeiten. Meist findet man zu den Fischen genügend Informationen und kann dann entscheiden, ob es passt oder nicht- je nach Art.
    Seenadeln würde ich streichen von der Liste, die sollten eher in ein Artenbecken.

    Grüße

    Chris

    Aber das müssen nicht Korallen für 1000 Euro sein. Es gibt genügend Tiere für wenig Geld und viele Aquarianer, die gern etwas abgeben.

    Ja, alles richtig. Ich vermute aber, die meisten fangen an ohne jemanden zu kennen. Da bleiben nur die Geschäfte und die privaten und halbkommerziellen Portale (wo die Preise auch recht saftig sind). Das war ja die Idee mit der Tauschbörse vor einiger Zeit. Ich habe letztes Wochenende auch wieder schweren Herzens nach dem Gärtnern einiges weggeworfen.
    Hinzu kommt, man sieht die schönen Bilder, hat selber eine Vorstellung wie es aussehen soll und dann soll man erstmal irgendwelche Korallen einsetzen, die einem vielleicht gar nicht so gefallen oder die man halt nimmt, weil sie umsonst sind? Ich glaube, da sträuben sich viele dagegen.

    Grüße

    Chris

    Hallo Patrice und Luzi,

    wenn ihr jemanden habt, der euch mit Korallen Ablegern und vielleicht auch etwas Unterstützung helfen kann, ist das super.

    Allerdings warten wir erstmal ab und schauen bis wir stabilere Werte haben, ich rechne auch schon mit einer Algenblüte aber da wir eh keine Fische in so einen kleinen Becken halten möchten, passt das wiederum ganz gut zu unseren geplanten Besatz.

    Genau das ist ein häufiges Problem. Wenige Korallen und warten. Alle freien Siedlungsflächen werden bald überwachsen, entweder mit Korallen oder eben mit Algen, Cyanos und was es sonst noch gibt. HIer ist ein aktueller Erfahrungsbericht von Rüdiger dazu: Link
    Die Stabilität eines Beckens wird hauptsächlich durch den Besatz selbst (Korallen+Bakterien) erzeugt, der Mensch vor der Glasscheibe hat nur die Aufgabe, ein paar Werte stabil zu halten :winking_face:

    Wenn ihr keine Fische wollt, müsste ihr noch mehr auf Stickstoff/Phosphat achten.

    Viel Spaß und Erfolg weiterhin.

    Grüße

    Chris

    Hallo Rüdiger,

    Das Meiste was er kauft, kauft er auf Amazon

    Dann ist er kein Sparfuchs :winking_face:

    Ich glaube, das Hauptproblem ist, dass so ein Becken für die meisten eine gewisse Investition ist. Becken, Lampen, Technik, Gestein, da kommt einiges zusammen.
    Und wenn man nicht besonders erfahren ist, schreckt man schnell davor zurück, das Becken gleich mit Korallen zu besetzen, die mindestens ein paar Hundert Euro, tendenziell viel mehr, kosten.
    Außerdem wissen viele am Anfang nicht, welche Korallen man genau halten will, wie sie sich untereinander vertragen und wo sie am besten platziert werden.
    Das alles führt dazu, dass viele Anfänger eher wenige Korallen nach und nach einsetzen, um erstmal zu schauen, ob sie überleben.
    Da bleibt nur die Hoffnung, das das in allen Leitfäden, Gruppen, Foren usw. immer wieder betont und hervorgehoben wird.

    Die Krux ist halt, wenn jemand gar keine Erfahrung hat und tatsächlich viele Fehler macht, der gesamte Besetz auch mal kaputt gehen kann.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    wir sind alle nicht als Meerwasseraquarianer auf die Welt gekommen. Fehler passieren und dürfen auch gemacht werden, so lernt man am besten.
    Was Rüdiger mit dem Steinaufbau meint: du musst dir immer vorstellen, dass neben dem Gestein auch die Korallen im Becken sind und wachsen. Daher wird der Steinaufbau oft bewusst spärlich gestaltet, es dient nur als Auflage für die Korallen (und als Strukturelement).
    Außerdem will man so wenig Siedlungsfläche für Bakterien haben wie möglich.

    Ich würde auch alles Wasser wechseln. Wenn du 50% wechselst, verdünnst du das schlechte Wasser um 50%, dann wieder usw. usf.

    Das Problem bzw. die Herausforderung bei tot gestarteten Becken ist, dass dein Gestein am Anfang viel Nährstoffe zieht. D.h. man muss in der Regel Phosphat und Nitrat/Stickstoff zudosieren.
    Es gibt auch Produkte, die den Start vereinfachen, z.B. Sangokei Start.

    Was auch die Regel ist: du dosierst Nährstoffe und nach ein paar Monaten ist das Gestein gesättigt und plötzlich steigen die Nährstoffwerte. Du solltest alles regelmäßig messen.

    Versuche, so schnell wie möglich die freien Stellen mit Korallen zu besetzen. Nimm ruhig einfache, z.B. größere Lederkorallen, Kenia Bäumchen usw. Die bringen Biomasse ins Becken, ihr Schleim wird von Bakterien und anderen Korallen als Futter aufgenommen.
    Wenn es stabil läuft, kannst du diese Korallen wieder weitergeben und die Stellen mit den Korallen besetzen, die du haben möchtest.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    bei mir standen die 6 Behälter im Badezimmer. Vielleicht ist es mal zu warm geworden oder irgendein Putzmittel oder Deo oder was auch immer hat das Wasser belastet.
    Ich hatte hatte auch eine Box im Garten vorbereitet, Deckel drauf, aber nicht hermetisch verschlossen und eigentlich wollte ich da einen Ansatz reinkippen. Nachdem die Zucht misslungen ist, wollte ich die Box leeren und da habe ich festgestellt, dass zahllose Schnecken im Salzwasser verendet sind und die Brühe roch dann entsprechend.
    Geht also nur fest verschlossen.

    Es gibt ja im Handel so kleine Tüten mit Copepoden, vornehmlich als Fischfutter, zu kaufen. Der Händler konnte mir nichts dazu sagen und auch über den Hersteller bin ich nicht weitergekommen, aber weiß jemand, was das für Copepoden sind? Das sind diese hier: Copepoden

    Dann wäre es einfach für mich, sie wieder zu bekommen.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich wollte ja ein Video machen, hier ist es. Der "Ball" am Ende, den die Copepoden rumschubsen, ist ein Futterpellet.

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    Leider leider, Klaus, sind die Copepoden vollständig eingegangen. Ich weiß nicht warum. Ich hatte 6 Behälter, in allen haben sie sich vermehrt und dann plötzlich wurden sie überall weniger. Ich habe dann aus 6 wieder 3 Behälter gemacht, da ich nur noch einzelne Tiere gesehen habe. Hat aber nichts gebracht.
    Seltsam, das Wasser roch zu keinem Zeitpunkt schlecht, habe immer all 1-2 Wochen frisches Wasser dazu gegeben.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    hier mal eine Bildreihe, das erste Bild stammt aus dem April. Hier sieht man links die Montipora von Joe, rechts eine Millepora von faunamarin und in der Mitte die Blaue Xenie. Wer gewinnt wohl das Rennen?

    Trommelwirbel, nach ein paar Monaten, genau genommen Anfang August sah es so aus:

    Für die Blaue Xenie (und eine Glasrose) wird es eng, Joe seine Montipora setzt zum Sprung an... Nun das Bild von heute:

    Die Blaue Xenie und die Glasrose haben verloren. Wie eine Naht verschlossen. Ich hoffe, die beiden schließen Freundschaft :smiling_face:

    Aber daran sieht man recht schön, was ich weiter oben schon angesprochen habe. Die Blaue Xenie hat nicht so wirklich eine Chance. Sie setzt sich auf freie Plätze, wird aber von den meisten Korallen verdrängt.

    Grüße

    Chris

    Kann gut sein. Nelkenöl enthält Eugenol und das ist recht giftig, z.B. für Modellorganismen wie Daphnia magna (Großer Wasserfloh). Nelkenöl wird auch verwendet, um Fische zu betäuben bzw. letztlich zu töten. Sie dämmern weg, werden bewusstlos und sterben dann. Wird z.B. in der Forellenzucht teilweise noch so gemacht.

    Grüße

    Chris

    Meiner Erfahrung nach sind es genau Borstenwürmer und Flohkrebse, die ein leichtes Dippen erstaunlich gut überstehen.

    Hi Sandy, ich habe früher immer mal wieder eine Pilzlederkoralle gedippt wegen Turbellarien. Da waren auch immer tote Borstenwürmer und Flohkrebse mit dabei. Hängt sicherlich auch vom Dip ab. Ich vermute, sehr viele Hersteller verwenden ätherische Öle, die sind in einer gewissen Konzentration giftig für Wasserorganismen. Steht bei den meisten im Datenblatt so drinnen. Zitronenöl z.B., was sicher in manchen Mischungen verwendet wird, hat die Gefahrenklasse H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
    Aber wahrscheinlich gibt es auch Mittel mit anderen Wirkstoffen, die eventuell gezielter gegen dieses oder jenes Tier wirken.

    Grüße

    Chris

    Ich werde mir einfach "The Dip" von Fauna Marin besorgen und damit die Korallen dippen.

    Es gibt schon einige, die das so machen. Ich habe da auch so meine Zweifel, ob das generell sinnvoll ist. Die Dips stressen Korallen, dann der Ortswechsel, eventuell noch Versand.
    Ich würde erstmal ganz genau beobachten, was sich auf dem Stein und der Koralle befindet. Parallel kann man dann noch nachlesen, wie typische Vertreter von Schadtieren aussehen. Wenn du z.B. Krustenanemonen kaufst, würde ich mir die Gelege und die Schnecken im Internet anschauen.
    Wenn man Tiere entdeckt, die man nicht zuordnen kann es einem komisch vorkommt, kann man immer noch dippen.
    Das Problem beim Dippen ist halt, dass man Gelege nicht erwischt und auch nicht immer alle Tiere.
    Was so in der Regel abfällt sind nützliche Tiere wie kleine Borstenwürmer, Flohkrebse usw.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    Lebendgestein dippen, auf so einen Unsinn muss man erstmal kommen! Wie Elisabeth geschrieben hat, wer jegliches Risiko scheut, verwendet Totgestein. Lebendes Gestein zu behandeln ist nicht nur quatsch, sondern bringt auch nicht viel, was z.B. Glasrosen, Algen usw. anbelangt. Mit den herkömmlichen Dips erwischt man Kleinstlebewesen und im Lebendgestein sowieso nur einen kleinen Teil davon.
    Sachen gibts!

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    Also wir sind inzwischen richtig genervt von diesem Grundelpaar. Ständig schleppen sie den kompletten Korallenbruch zu ihrem Hügel, haben sogar einen Einsiedler auf dem Gewissen, weil sie an sein Haus wollten.

    Das ist deren Natur, steht eigentlich auch überall geschrieben :winking_face: Sieh es positiv, bei einer V. puellaris wären die Hügel noch größer.

    Die ollen Grundeln baggern jetzt aber trotzdem an der alten Stelle weiter, auch ohne Stein.

    Tja, die haben halt ihren eigenen Willen. Ich würde die Korallen dort entfernen. Auf Dauer gehen die ein, wenn sie ständig zugeschüttet werden.

    Grüße

    Chris

    Hallo Paul,

    ich habe keine Ahnung, wie tief der pH Wert absinken kann, ohne dass sich das im Becken negativ auswirkt. Wie schon geschrieben, die Meere haben einen pH Wert von 8,1-8,2. In diesem Milieu leben die meisten Tiere und deswegen strebe ich es auch im Aquarium an.
    Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass die Schwankung des pH Werts einige Veränderungen im Wasser bewirkt. MIr geht es gar nicht so sehr um Wachstum, sondern um Stabilität. Und wer weiß, wenn man es schafft, den pH Wert mehr oder weniger stabil zu halten, hat das u.U. positive Effekte.
    Ich probiere solche Sachen gerne aus, auch wenn es am Ende zu nichts führt oder keine wesentliche Änderung bewirkt.

    Grüße

    Chris

    Hallo,

    ich finde das auch etwas unglücklich in dem Video. Aber egal.

    Den pH Wert sollte man nicht unterschätzen. Es heißt immer, der KH Wert muss stabil sein, am besten wie festgenagelt. Der pH Wert wird dann gerne vergessen. Mal abgesehen davon, dass ein tendenziell höherer pH Wert, genauso wie ein höherer KH Wert, wachstumsfördernd ist, verändert sich CO2 Gehalt und auch der Anteil an Carbonaten und Bicarbonaten in Abhängigkeit vom pH Wert. Beispielsweise bedeutet eine Senkung des pH Werts um 0,3 eine Verdoppelung des CO2 Gehalts.

    Der folgenden Tabelle liegt ein stabiler KH Wert von 8 zugrunde.

    pH-WertHCO3- (dKH)CO3 – (dKH)CO2 (in „dKH“)
    7,607,540,280,1324
    7,657,520,310,1170
    7,707,490,350,1033
    7,757,460,390,0911
    7,807.420,440,0803
    7,857,370,490,0706
    7,907.310,540,0621
    7,957.250,610,0544
    8.007.180,670,0477
    8.057.100,750,0417
    8.107.010,830,0364
    8.156,920,920,0317
    8.206,811.010,0275
    8.256,701.120,0239
    8.306,571.230,0207
    8.356,441,350,0178
    8.406.291,480,0153
    8.456.131,620,0131
    8,505,971,770,0112
    8,555,791,930,0096
    8,605,602.090,0081


    Wie man sehen kann, hat der PH Wert trotz "festgenageltem" KH einen Einfluss auf einzelne Elemente. Ich glaube, die absolute Höhe des pH Werts ist gar nicht so entscheidend. Im Zweifel orientiert man sich an den natürlichen Gegebenheiten: 8.1-8,2. Viel interessanter und wahrscheinlich auch wichtiger wäre es, den pH Wert möglichst stabil zu halten.
    Ich habe das mal versucht, indem ich Atemkalk nur nachts zugeschaltet habe. Hat aber nicht so richtig funktioniert. Auch jetzt mit dem Refugium merkt man das kaum, ist wahrscheinlich zu klein.

    Jeder weiß, dass es auch mit den üblichen Schwankungen von 0,3-0,4 funktioniert, aber man sollte den pH Wert nicht komplett ignorieren. Nicht nur was die Optimierung des Wachstums anbelangt, sondern vor allem was die Stabilität des Beckens betrifft.

    Grüße

    Chris

    Hi Malte,

    ich halte das für ein Märchen. Zum einen bekommt der Versender Ärger, nicht der arglose Käufer. Woher soll der das wissen? Die Substanzen sind auch nicht verboten, sondern es gab eine Änderung, wonach bestimmte Stoffe nicht mehr an Privatpersonen versendet werden dürfen.
    Man könnte die Reagenzien lokal im Geschäft kaufen, allerdings muss der Händler eine Qualifikation vorweisen - und das lohnt sich in den meisten Fällen nicht. Daher fliegt es halt aus den Regalen.
    Dass wegen so ein paar Reagenzien Pakete aufgemacht werden innerhalb der EU ist höchst unwahrscheinlich.

    Grüße

    Chris

    Hi,

    habe das Gerät auch (Hanna) und bei mir hat es auch nicht richtig angezeigt. Die große Spindel von TM ist sehr genau, war mir aber auf Dauer zu stressig. Kostet zwar etwas, aber dann hat man Ruhe: Greisinger Leitwertmessgerät (die G1400 Serie), knapp 200 Euro.
    Zeigt seit drei Jahren schnell und präzise den Leitwert an. Wenn ich alles zusammenrechne, was ich bisher hatte, inklusive zwei Refraktometern, wäre ich mit dem Greisinger gleich zu Beginn günstiger weggekommen :winking_face:
    Ein Refraktometer funktioniert an sich auch gut, aber man sollte oft kalibrieren und man muss sich auf die Kalibrierflüssigkeit verlassen (Stichwort Verdunstung mit der Zeit).

    Grüße

    Chris

    naja, wenn die überall wuchern und im Gestein festsitzen wird es schwierig mit dem ständigen Abernten. Ich kenne die Alge nicht, leider kann ich nicht weiterhelfen, was Fressfeinde anbelangt.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich bringe den Thread mal wieder hoch, zur allgemeinen Diskussion, gerade auch in Zusammenhang mit der Erhöhung des pH Wertes.

    Hierzu gibt es zwei aktuelle Videos. Kalkwasser erklärt mit Dr. Christoph Denk von Oceamo:

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    Unerwähnt lassen möchte ich nicht die Kritik von Claude Schumacher von Fauna Marin, ab Minute 8:55. Hier kritisiert Claude die Verwendung von Kalkwasser.

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    Ich habe Kalkwasser noch nie verwendet, daher habe ich keinerlei Erfahrungen. Kalkwasser ist kostengünstig und scheint sehr gut zu funktionieren. Eventuell ist es deswegen nicht so beliebt in Herstellerkreisen :winking_face: Dennoch gibt es vielleicht Erfahrungsberichte, die die kritische Sicht von Claude unterstützen.
    Happy discussion!

    Grüße

    Chris

    Hi,

    was hast du für ein Licht drüber bzw. Wie ist die LED eingestellt vom Spektrum her?
    Die Nährstoffe sind extrem niedrig, ist das Absicht? Zeolith, wozu konkret?
    Bei diesen Nährstoffwerten wachsen Korallen mitunter schlecht, es sei denn du dosierst zig Zeo Produkte.
    Ich würde die Nährstoffe im gut nachweisbarem Bereich einstellen.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich finde die Standpunkte gar nicht gegensätzlich. Wer die Voraussetzungen hat, einen bestimmten Fisch zu pflegen, sowie das Interesse und die Bereitschaft, sich um dieses Tier artgerecht zu kümmern, der wird nicht nur froh sein, einen Fressfeind zu haben, sondern sich auch am Fisch erfreuen. Ich denke, darüber sind sich alle einig.
    Mein Einwand richtet sich an die, die solche Fische nur als Mittel sehen, eine Plage loszuwerden und dann aufgrund mangelnder Erfahrung oder Ignoranz (eigene Nase fass) nicht nur die Plage nicht loswerden, sondern auch noch einen Fisch malträtieren. Oder sich dann ärgern, wenn der Fisch an die geliebten Korallen geht.
    Das ist kein Widerspruch und insgesamt bereichern verschiedene Standpunkte eine Diskussion.

    Insofern: wer kein Interesse oder Voraussetzungen hat, Fressfeind xyz zu pflegen, der kann aus meiner Sicht ohne schlechtes Gewissen Lanthan verwenden.
    Ich habe übrigens selten gehört, dass Lanthan nicht funktioniert. Natürlich kann es sein, dass nicht alle Arten dafür empfänglich sind, an eine Rezepturänderung glaube ich nicht. Lanthan ist Lanthan. Versuch macht kluch. Im schlimmsten Fall sinkt PO4. Das ist aus meiner Sicht keine Chemiekeule, alle möglichen Wirbellosen, Kleinstkrebse, Copepoden usw. waren in meinem Becken davon unbeeindruckt. Und ich habe es niedrig dosiert über ein halbes Jahr verwendet. Übrigens zur PO4 Absenkung, das Verschwinden der Turbellarien waren ein netter Nebeneffekt.

    Grüße

    Chris

    Hi Stefan,

    ich meinte, erstmal auf die Hauptwerte konzentrieren, damit die stimmen und möglichst kontant so bleiben. Wenn das erfolgt ist, würde ich mich dann weiter um den pH Wert kümmern.
    Sorry, ich habs jetzt nicht mehr in Erinnerung, aber die pH Wert Bestimmung ist zuverlässig? ph Sonde, Kalibrierflüssigkeit, das sind häufige Fehlerquellen.

    Grüße

    Chris

    Wer keine Geduld aufbringen kann, der kann sich der Chemie bedienen.

    Naja, Hajo, wie viele Fische werden gekauft, um irgendeine Pest zu bekämpfen und wie oft geht das in die Hose zum Nachteil vom Fisch?
    Ich finde es natürlich völlig legitim, erstmal nach natürlichen Feinden Ausschau zu halten, aber da stößt man schnell an Grenzen (Beckengröße, Besatz). Mein altes Becken war ein 120 Liter Becken und ich bereue immer noch, damals aus Unkenntnis einen Synchiropus eingesetzt zu haben. Gerade dieser Fisch ist verlockend und verendet sehr häufig, weil er nichts mehr zu fressen findet. Und die Turbellarien haben ihn überlebt.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich bin etwas irritiert, wenn von Ursachen gesprochen wird. Turbellarien (veraltet="Planarien") kommen als Hitchhiker ins Becken. Und sie kommen um zu bleiben, Wasserwerte hin oder her. Ich hatte sie 10 Jahre und habe regelmäßig eine größere Pilzlederkoralle aus dem Becken genommen, gedippt und wieder eingesetzt. Dabei sind Hunderte dieser Tiere abgefallen.
    Lanthan wirkt schnell, nachhaltig und schadet bei richtiger Dosierung nicht. Natürlich kann man auch Fressfeinde einsetzen, immer mit dem Risiko, dass die Tiere eben doch nicht an die Turbellarien gehen. Selbst Glasrosen werden von der einen oder anderen Tangfeile ignoriert.
    Ich meine nur, die üblichen Turbellarien sind wirklich ratzfatz Geschichte mit Lanthan. Dann kann man immer noch Tangfeilenfische halten, sind nämlich sehr interessante Zeitgenossen!

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    etwas über die Eingangsfrage hinausgehend fasse ich mal zusammen:

    Vorsorge
    Prüfen, ob Versicherungen für das Becken vorhanden sind. Je nach Wohnverhältnis Haftpflicht- Hausrat, Gebäudeversicherung.
    Becken regelmäßig auf Schäden prüfen, sauber halten, um etwaige Schäden besser erkennen zu können.
    Evtl. einen Wassersensor einbauen

    Schadensfall
    Spanngurte griffbereit haben, evtl. mit Aquariensilikon bevorraten für kleinere Leckagen. Je nach Beschädigung möglichst viel Wasser ablassen.
    Beim Supergau: Stromlos stellen, Aquarienhändler, Reinigungsfirma oder Handwerker mit Notfall-Service kontaktieren.
    NICHT die Feuerwehr belästigen, sonst bekommt Rüdiger die Krise :winking_face:

    Fällt jemanden sonst noch was ein?

    Grüße

    Chris

    Hallo Markus,

    habe das Thema verschoben.
    Idealerweise braucht man eine Hausrat- und eine Haftpflichtversicherung. Hausrat, falls dir durch den Schaden etwas kaputt gegangen ist, Haftpflicht bei Schäden am Gebäude.
    Ich würde mal mit der Versicherung abklären, ob Schäden durch das Aquarium im Fall der Fälle versichert sind. Manchmal muss man das explizit angeben, ein Aquarium ist nicht automatisch mitversichert.

    Wenn ein Schaden entstanden ist, würde den Hauseigentümer informieren und die Versicherung. Dann hast du deinen Part erfüllt.
    Für das Betreiben eines Aquariums braucht man nicht die Zustimmung des Vermieters. Allerdings entbindet es den Mieter nicht, dafür zu sorgen, dass keine Schäden entstehen, Stichwort Statik des Untergrundes, Fußbodenheizung, Schimmel usw.

    Mir ist mal der Osmosewassertank übergelaufen und rein rechnerisch müssten 300 Liter in den Boden gelaufen sein. Habe den Teppich entfernt, aber nirgends viel Wasser gesehen. War einfach weg, in der Etage drunter konnte man auch nichts erkennen. Wenn das Wasser einmal im Boden ist, kann man eh nicht mehr viel machen.

    Grüße

    Chris

    Hallo Stefan,

    war das mit dem Calcium nicht schonmal ein Thema vor einiger Zeit? Ich würde den pH Wert erstmal links liegen lassen und möglichst zügig die Hauptwerte korrekt einstellen. Ein niedriger Ca Wert hat auch Einfluss auf die KH. Magnesium hat einen stabilisierenden Effekt, daher ist der Wert auch zu prüfen.
    Wenn Ca auf 430-460 eingestellt ist und KH zwischen 7-9 liegt und Magnesium passt, kannst du dich immer noch um die pH Wert Optimierung kümmern.

    Die Raumluft hat einen großen Einfluss auf den pH Wert. Ich habe mir mal so ein Messgerät gekauft, wenn zwei Personen im Raum sind, steigt der Wert innerhalb von 2-3 Stunden bei mir auf 1200-1400ppm. Nach dem Stoßlüften von 5 Minuten ist er wieder bei 400-450ppm. Ich habe das mal eine Weile gemacht mit dem konsequenten Lüften. Fazit: wenn man niedrige Werte haben möchte, muss man schon sehr oft lüften.
    Auch übermäßige Bakterienaktivitäten im Becken können den pH Wert senken.

    Mein Becken hat eine KH von 6-7 und ich verwende schon seit Jahren Atemkalk. Der pH liegt immer zwischen 8 und 8,4, auch morgens sinkt er nicht unter 8. Ohne Atemkalk läge er um 0,1-0,2 tiefer. Mich wundert etwas, dass dein pH so niedrig ist trotz Atemkalk.

    Grüße

    Chris