Beiträge von argonaut

    mit der Einstellung "Einfach mal drauf los und wird schon gut gehen" kann man jedes Becken vor die Wand fahren, egal welches System oder Technik. Das war auch früher schon so.


    Ich muss hier auch noch mal hinterfragen, ob Du meinst, der ICP-Anbieter wirft einem nur das Anayseresultat for die Füße und Du sollst dann damit glücklich sein? In dem Fall ist ein Anfänger tatsächlich nicht viel weiter mit dem Ergebnis.

    Hallo Sandy, einfach mal drauf los gab es früher und heute. Im Grunde ist es so, wie du beschrieben hast. Ich mache eine ICP Analyse und mir wird sie vor die Füße geworfen - mit ein paar Tipps je nach Anbieter. Zu 90% enthalten die Tipps Produkte, die man dosieren soll. Wenn sich an die ICP eine intensive Beratung anschließen würde, hätten wir nicht so oft ratlose Leute, die ihre ICP in Foren posten würden.

    Ich habe vor ein paar Wochen ein paar Probleme mit Auflösungserscheinungen einzelner Korallen gehabt. Weil ich nicht weiter wusste, habe ich eine ICP gemacht und was kam als Antwort: eventuell sollte man eine ICP-MS machen, um einzelne Werte noch genauer bestimmen zu können. Ich habe dann ein Video gemacht von den Problemstellen, ein paar Minuten, war sehr anschaulich und für Profis sicher besser als jede Beschreibung und Einzelbilder. Und was kam? Nichts, keine Antwort.

    Und was war es am Ende? Strömung abgebrochen wegen eigener Dusseligkeit und Strömung ist eins der Basics im Hobby.

    Wenn ich so Revue passieren lasse, habe ich in den letzten 10 Jahren vielleicht 30 ICP Analysen machen lassen. Vor allem am Anfang hat mich das auch sehr fasziniert. Aber insgesamt erinnere ich mich nur an 2-3 Analysen, in denen ich wirklich mal was hilfreiches ablesen konnte und das war jedes Mal Jodmangel.

    Der Rest war entweder zur Beruhigung (alles paletti) oder trug zur Verunsicherung bei. Letztes Jahr hatte ich ja mal eine Analyse gepostet, weil der Zinkwert n.n. war. Das hat mich verunsichert, weil Zink ja sooo wichtig ist für alle möglichen Tiere und Abläufe. Am Ende hatte ich keinen Zinkmangel. Dasselbe vor ein paar Jahren mit Barium und Mangan, da habe ich sogar mal Einzeldosierungen gemacht. Für die Katz...

    Die ICP Auswertungen üben manchmal eine magische Anziehungskraft aus und versprechen aus meiner Sicht viel mehr als sie tatsächlich liefern. Ich handhabe das für mich so, dass ich nur noch eine machen lasse, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Sind die Hauptwerte im Sollbereich, stimmen die Messinstrumente und Dosiermethoden, wie sehen die Tiere aus, gibt es Veränderungen im Becken usw. usf. Wenn ich dann nicht mehr weiter weiß, lasse ich eine ICP machen.

    "Auf Sicht fahren" führt dann dazu, dass man viel schneller und besser erkennt, wenn was in die falsche Richtung läuft.

    By the way, zum Thema Kalibierung der eigenen Tests: ich hab mal vor Jahren dasselbe Wasser an zwei unterschiedliche Labore geschickt. Wie zu erwarten, waren die Ergebnisse zwar nahe beieinander, aber jenseits von exakt wie man sich das vielleicht vorstellt. Da waren bei Einzelwerten (auch Mengenelementen) Abweichungen dabei, die wir normalerweise nur für unsere Tröpfchentests akzeptieren.

    Trotzdem ist es natürlich prima, wenn man mal abklopfen kann, ob die eigenen Tests in etwa im Bereich der ICP Ergebnisse liegen.

    Hallo Sandy,

    so sehr ich deine sonstigen Beiträge schätze, aber bei diesem Thema würde ich auch widersprechen. Früher gab es halt das "stinknormale" Berliner System.

    Lebendgestein (schonmal fast sicher gegen Phosphat Limitierung), Balling + Spurenmischung und regelmäßiger Wasserwechsel. Die Dichte wurde mit der Spindel gemessen und sonst gab es halt die üblichen wichtigen Tests, Nitrat, Phosphat, KH, Calcium und Magnesium.

    Und in den Becken waren nicht nur Weiche und ein paar einfach Acros. Wenn du sagst, ICP erleichtern den Einstieg für Anfänger, würde ich das doch sehr anzweifeln. Früher hat man sich aufs Becken und die paar Werte, die man selber messen kann, konzentriert. Das war auch gut so, denn das sind die wichtigsten. Heute laufen Anfänger durch das künstliche Gestein und zu wenig Korallen schnell in eine Limitierung, dann wird eine ICP gemacht und an allen möglichen Werten rumgedoktert. Anfänger wissen auch nicht unbedingt, was Orthophosphat und Gesamtphosphat ist. Auch die Threads mit "Hilfe, ich habe Aluminium im Becken" usw. tragen nicht gerade dazu bei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

    Man darf auch nicht vergessen, dass die ICP zusammen mit den Systemen aufkamen, die auf regelmäßigen Wasserwechsel verzichteten, vor allem durch ATI und Triton vertreten. Da kam auch das Konzept von Einzeldosierungen auf, das - sofern man auf Wasserwechsel verzichtet - schon Sinn machen.

    Armin Glaser hat auf der Fisch und Reptil 2019 einen Vortrag gehalten. Wenn ich mich richtig erinnere hat er wöchentliche eine ICP gemacht und das ein Jahr so betrieben (Link). Interessanter Vortrag, lohnenswert.

    Ich denke, Anfängern wäre erstmal mehr geholfen, wenn sich sie auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Man muss ja kein Becken nur mit Lebendgestein machen, aber ein wenig hilft schon viel, dann gut besetzen und vor allem Phosphat im Auge behalten. Am Anfang und gerade bei Riffkeramik würde ich in jedem Fall immer regelmäßig Wasser wechseln, da die Keramik und der Mörtel immer etwas an Schadstoffen "ausschwitzen".

    Ich kann mir kein Szenario vorstellen, wo gleich zu Beginn ein schädlicher Spurenelementmangel auftritt und deswegen Korallen sterben. Nach ein paar Wochen oder gar Monaten, sofern alles gut läuft, kann man das dann mal machen und so langsam dazu lernen.

    Ich bin froh, dass es die ICPs gibt, aber nicht einfach drauflos und mit der Hoffnung, damit kann man schon alles richten. Aus meiner Sicht lenken sie Anfänger eher ab als dass sie helfen.

    Ich würde sogar behaupten, heute rauchen mehr Korallen ab als früher - trotz ICP und zig neuer Versorgungssysteme.

    Hier noch ein ganz interessantes Video von Jörg Kokott, in den ersten Minuten geht er auf früher und heute ein und bespricht seine erste ICP 2013 und eine aktuelle: war alles nicht so verkehrt die letzten 40 Jahre

    Der Hersteller wäre da schon eher der Ansprechpartner. Das "Problem" ist aber überall ähnlich. Du hast Mischungen und wenn ein Spurenelement in recht hoher Konzentration im Becken vorliegt, kann man die Dosierung der Mischung nicht einfach weiter erhöhen, um andere "Defizite" auszugleichen.

    Die Werte in der ICP sind rein quantitativ, sie sagen nichts über einen konkreten Mangel aus. Das kann letztlich nur das Becken zeigen. Jörg Kokott empfiehlt bei Unsicherheit, die Spurenmengen insgesamt mal für ein paar Tage zu erhöhen. Wenn sich dabei nichts ändert (Korallen gehen schöner auf, Farben sind prächtiger usw.), weißt du, dass kein Mangel vorliegt.

    Richtig doof sind eher Überdosierungen, Mangan und Eisen fallen sehr schnell aus bzw. bilden mit Phosphat Eisen- und Manganphosphat. Irgendwann kommen dann Cyanos, Fadenalgen, was auch immer.

    Jeder kann das machen, wie er will. Aber für mich kämen zig Einzeldosierungen in keinem Fall in Frage. Das ist höchstens was für Spezialisten. Man sagt ja immer, jedes Becken sei anders. Aber man vergisst, dass vieles auch sehr ähnlich ist. Die etablierten Versorgungssysteme sind so berechnet, dass es für die allermeisten Becken ausreicht, auch wenn da ein Wert von n.n. steht.

    Wenn du Anreicherungen hast, die du dir nicht erklären kannst, kann man auch mal prüfen, was man sonst so ins Becken gibt. Fischerfutter, Korallenfutter, zig Hersteller und alle enthalten neben Nährstoffen auch Spurelemente - in unterschiedlicher, aber teilweise recht hoher Menge. Siehe Untersuchung von Oceamo

    Im Betatest bei FM im Augenblick sind Spurenelementpillen, die sich langsam im Becken lösen und die nowendigen Elemente exakt auf die eigenen Analysen passend freigeben.

    ...was es nicht alles gibt!

    Grundsätzlich würde ich das Versorgungssystem wechseln, wenn dauerhaft zig Sachen einzeln nachdosiert werden müssten. Das ist aber bei dir viel zu früh, ich würde auch noch etwas abwarten, da du den Wechsel erst vor kurzem gemacht hast.

    Außerdem würde ich die Werte der ICP (bis auf wenige Ausnahmen wie Jod) nicht "blind" einstellen ohne einen Blick ins Becken. Wie stehen die Korallen? Funktioniert der Nährstoffkreislauf?

    Du darfst nicht vergessen, dass du täglich alle diese Spuren dosierst. Sie werden verbraucht und echte Mangelsituationen bei sowas wie Chrom, Nickel, Kobalt, Kupfer würde ich mal stark anzweifeln außer in wenigen Ausnahmefällen.

    Hallo Oliver,

    mache wie beschrieben größere Wasserwechsel und dann nach einer Woche nochmal eine ICP. Ansonsten kannst du nur alles auf Sicht prüfen, ob irgendwo was rostet. Ein Klassiker ist, dass irgendwas aus Versehen ins Wasser gefallen ist und vor sich hin rostet. Allerdings ist das Becken ja neu, ich vermute auch, es kommt von der Keramik/Mörtel.

    Du hast nicht nach den Nährstoffen gefragt, aber: das Nitrat zu Phosphat Verhältnis wäre mir zu verschoben. Knapp 21 mg/l Nitrat bei 0,06 Phosphat mag in Ordnung sein, aber wenn Phosphat sinkt, gibt es Probleme. Und je höher die KH, desto schlimmer wird es. Die Empfehlung liegt 100:1. Also bei 10mg/l Nitrat 0,1mg/l Phosphat. Das ist nicht in Stein gemeißelt, aber ein guter Anhaltspunkt.

    Wenn du jetzt eh mehrmals Wasser wechselt, wird sich das wieder verschieben, vor allem wenn du zusätzlich PO4 dosierst.

    Hallo zusammen,

    in dem von Hajo zitierten Artikel heißt es weiter: "The pathogenesis of the disease is favored by the suspectibility of the biovalves, but external stress factors, as poor water quality, high organic matter and other stressors faciliate the progagation of potential pathegenic bacteria. So in many episodes mortalities can resulted from the overgrowth of opportunist bacteria."

    In diesem Zusammenhang ist noch eine andere Studie sehr interessant: Metabarcoding reveals distinct microbiotypes in the giant clam Tridacna maxima

    "The microbiome of giant clams is particularly interesting because clams are exposed to an extreme abundance and diversity of microbes through filter feeding, and because they live in symbiosis with dinoflagellate algae. We showed that the presence of the coral Acropora cytherea in an assemblage negatively affects the health of the giant clam Tridacna maxima and that this effect is amplified under temperature stress. Our results showed that nearly all clams with compromised health were characterized by a distinct microbiome in which the Vibrionaceae family was enriched. (...)"

    "When Acropora cytherea was present in the assemblage (PAT and AT), clam mortality increased. This pattern was particularly striking for PAT under increased temperature. Since all aquariums were filled with seawater from the same pipe and some healthy giant clams in T assemblages harbored the Vibrionaceae species at a lower proportion, the prevalent hypothesis is an increased susceptibility of infection due to the presence of corals. (...)"

    "Corals compete either by direct physical contact or via the production and secretion of secondary metabolites that can weaken or kill neighboring organisms [65,66,67,68,69,70]. These metabolites are produced by the coral host itself or by their associated microorganisms, some of which are known to synthetize toxic compounds [67, 71]. Other than the direct effect of a toxic metabolite potentially produced by A. cytherea or by its associated organisms, the decline and subsequent death of giant clams could also be the consequence of anti-inflammatory molecules produced by corals [72, 73], reducing the immune response of clams against microbial pathogens. An immune depression associated with the reproductive period and/or increase of water temperature has also been linked to vibriosis in poikilotherm organisms, including mollusks. (...)"

    "As nearly all dying clams harbored a typical microbiome mainly composed of Vibrionaceae (Catenococcus spp. or an unclassified genus), we hypothesize that the combined effect of secondary metabolites from Acropora corals and increased water temperature may have weakened the clams’ defenses against Vibrio infection. Interestingly, the microbiome of two healthy clams, from T assemblage under thermal stress, showed similarities to that of dying clams."

    Zusammenfassend: "Our results led to three major conclusions. First, the health status of giant clams depended on the composition of the benthic species assemblages. Second, we discovered distinct microbiotypes in the studied T. maxima population, one of which was disproportionately dominated by Vibrionaceae and directly linked to clam mortality. Third, neither the increase in water temperature nor the composition of the benthic assemblage had a significant effect on the composition of the Symbiodiniaceae and bacterial communities of T. maxima."

    Ich weiß nicht, ob man das auf alle Trinacda Arten übertragen kann. Auf jeden Fall scheint es deutlich komplexer zu sein. Ein Rumdrehen an einzelnen Stellschrauben wird wohl kaum zum Erfolg führen.

    Neben unterschiedlichen Mikrobiomtypen spielt in dieser Studie die umgebende Mikro- und Makrofauna eine entscheidende Rolle und zudem Stressfaktoren wie Hitze. Hier kann man sicherlich auch annehmen, dass schwankende Wasserwerte, geringe Calicumkonzentrationen, zu viel oder zu wenig Jod, Kupfer usw. das ihrige dazu beitragen, Muscheln zu schwächen, was meist ein Absterben zur Folge hat.


    Ich habe mal im englischsprachigen Raum gesucht, von Kupfer liest man praktisch nie. Die meisten betonen die Wichtigkeit von Calcium, Strontium und Jod. Man soll selbst kurzfristige Mangelsituationen vermeiden, sonst können Muscheln sehr schnell geschwächt werden und eingehen.

    Ja, habe ich. Kernaussauge: wenn bestimmte Spurenelemente ausreichend hoch vorhanden sind, ist eine Kupferkonzentration bis 10 kein Problem.

    Es gibt aber auch andere Ansichten. Jörg Kokott hat kürzlich auch ein Video zu Spurenelementen gemacht und er vertritt da eher den Standpunkt, dass weniger mehr bzw. ausreichend ist und "viel hilft viel" nicht unbedingt ratsam ist.

    Hallo Stefan,

    ich würde es nicht einzeln dosieren, wäre mir zu riskant. Und mal zum praktischen Ablauf: du dosierst einmal oder zweimal je nach Vorgabe und dann? So wie ich es mit den Einzeldosierungen verstanden habe, macht man dann nach einer Woche eine ICP. Wenn es dann im sogenannten Sollbereich ist, was dann? Nicht mehr dosieren oder nach 1-2 Wochen wieder ne ICP machen? Usw. usf. Wäre mir viel zu kostspielig und aufwendig.

    Welches Versorgungssystem verwendest du? Man könnte dann schauen, wo Kupfer drinnen ist und diese Lösung etwas erhöhen, sofern die anderen zugesetzten Spuren dann nicht weit über das Soll hinaus gehen.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle etablierten Versorgungssysteme ausreichend Kupfer enthalten. Kupfer kommt auch häufig mit Fischfutter ins Becken. Es lagert sich zudem im Becken ab und wird wohl auch wieder abgegeben. Damit würde ich nicht experimentieren.

    Hi,

    sind Klopper, aber sehr leise und recht stark: Tunze Stream 3. Ich hatte zwei in meinem Peninsula 500. Habe sie dann aber gegen zwei MLW10 getauscht + Gyre + eine kleine Tunze. Bei deinem größeren und längeren Becken sollten sie für eine gute Strömung sorgen. Sind halt vor allem sehr leise.

    Ansonsten hängt es auch davon ab, wie die Korallen wachsen und wo die Pumpen angebracht sind. Der Mittelschacht erschwert eine gute Ringströmung. Ich positioniere die Pumpen immer so lange hin und her, bis die Strömung passt.

    Auf die Länge kämen noch die Vortech Pumpen in Betracht. Die sind relativ leise und vor allem extrem gut zu reinigen, da das Hauptteil nicht im Wasser ist.

    Der Michael fährt schon weite Strecken für das Hobby. Ist jetzt vielleicht auch einfach viel an Informationen und Optionen.

    Nichts gegen Matthias von Burdas Tierwelt, aber wenn man in der Nähe von Faunamarin, Joes Korallenfarm, Mrutzek und noch ein paar anderen wohnt, kann man sich glücklich schätzen. Es ist dir überlassen, aber du wirst bei Joe sicher nicht enttäuscht werden.

    Hallo Michael,

    ich kenne das Modell nicht, aber bei meinem Peninsula rostet und quillt nichts. Sieht fast aus wie am ersten Tag. Ich habe die Alternative genannt, weil man da deutlich günstiger weg kommt. Gerade beim ersten Becken ist der Preis schon happig. Aber gut, wenn du bereit ist, es auszugeben, warum nicht.

    Bei so so all inclusive Becken würde ich mir das Becken immer im Live Betrieb anschauen. Es gibt sehr laute Pumpen und Abschäumer, so auf Verdacht würde ich es nicht kaufen. Oder du findest genügend Infos im Netz. Schau auch mal in dem großen amerikanischen Forum reef2reef, da gibt es einige Beckenvorstellungen von aktuellen Red Sea Becken.

    Hallo Michael,

    ich kenne das Becken nicht, aber wäre nicht auch ein Aqua Medic Armatus 575 was für dich? Knapp über 2000 Euro für ein 500 Liter Weißglasbecken mit Technikbecken, da kann man nicht meckern. Nur als Idee... Mittlerweile gibt es gute Rückförderpumpen für um die 120-150 Euro, ein guter Abschäumer kostet auch nicht die Welt und wenn es ein Vliesfilter sein muss, dann kostet der auch "nur" um die 400 Euro.

    Nachtrag wegen Sandys Beitrag: meine Generation Becken hatte eine witzige, aber unpraktische Nachfüllautomatik. Da war im Technikbecken quer ein weiteres Glasbecken, das man hin- und herschieben konnte. Ein Schlauch ging von dem Glasbecken in das eigentliche Technikbecken und da war so ein installierter Schwimmschalter.

    Das Glasbecken war allerdings viel zu klein, außerdem hat es enorm viel Platz weggenommen, daher musste es raus. Mit den aktuellen Red Sea Automatiken kenne ich mich nicht aus, dazu gibt es aktuell einen Nebenthread. Wenn das gut funktioniert, muss es natürlich nicht rausgemacht und ersetzt werden...

    Hallo Michael,

    ich hatte bisher 2 Red Sea Becken, ich kann nicht klagen. Das aktuell Peninsula 500 ist ein klasse Becken. ABER: ich habe gleich am Anfang die Nachfüllautomatik von Red Sea rausgeschmissen und dann noch die 4 Filtersäcke samt Glasabteil ausgebaut und durch einen Vliesfilter ersetzt. Licht habe ich auch nicht von der Stange genommen. Ansonsten tut das Becken was es soll.

    Ich bin da nicht drinnen, was an den Becken so schlecht sein soll. Verfolge das auch nicht, da meine bisher dicht waren/sind. Überlauf ist bei korrekter Einstellung nicht zu hören, Unterschrank solide.

    Wenn das Becken morgen einstürzt oder undicht wird, würde sich meine Haltung natürlich um 180 Grad drehen :winking_face:

    Hallo Michael,

    du stehst ganz am Anfang und bist was Meerwasser anbelangt grün hinter den Ohren :winking_face: Das Geldthema hast du auch schon angesprochen. Ich würde mir unter diesen Voraussetzungen nicht unbedingt ein 500 Liter Becken anschaffen. Kann man machen, aber wenn du hinterher merkst, dass das doch nicht "deins" ist, ist viel Geld und eventuell auch Tiere den Bach runter geflossen.

    Um erste Erfahrungen zu machen würde ich ein Becken von 150-250 Liter empfehlen. Du merkst dann recht schnell, ob dir das liegt und gefällt. Einziger Nachteil: wenn es dir gefällt, wirst du einen unüberwindbaren Drang verspüren, ein größeres Becken anzuschaffen.

    Hi,

    es gibt doch drei Sensoren, Wasser zu niedrig (Pumpe an), Wasser passend (Pumpe aus) und Wasser viel zu viel (Notaus). Du sagst, der Wasserstand wäre häufig viel höher als "Wasser passend". Wenn das so ist, reagiert der Sensor entweder nicht oder zu spät. Das zu viel an Wasser reicht dann lange, so dass erst wieder nach 12 Stunden nachgefüllt werden muss.

    Probiere es einfach mal aus. Nehme Wasser heraus bis "Wasser zu niedrig", dann springt die Pumpe an und Osmosewasser wird nachgefüllt. Warte bis das beendet ist und schaue, wo der Wasserstand ist.

    Beobachte dabei, wie sich der Wasserstand ändert und ob die Pumpe in mehreren Etappen pumpt (weil sich der Wasserstand hin- und herbewegt) oder ob die Pumpe einmal angeht und vor allem auch, wann sie wieder ausgeht. Direkt beim Kontakt mit dem Sensor oder verspätet (also darüber).

    Hallo Eugen,

    du bist da auf dem Holzweg. Lese dir nochmal alles durch, eigentlich wurde alles relevante schon gesagt. In unseren Becken ist potentiell alles enthalten, Cyanos, Dinos, Kieselalgen, Fadenalgen, Fischparasiten, Korallenparasiten, Bakterien usw. usf. Wenn die Tiere gesund und widerstandsfähig sind, passiert nichts.

    Folgendes würde ich machen:

    a. Nährstoffe ständig gut nachweisbar halten

    b. alles raus, Adsorber, Mittelchen, auch Kohle. Kohle kann man überdosieren, entfernt zudem auch Spurenelemente. Bei einem so frischen Becken braucht man keine Kohle

    c. Korallenmenge deutlich erhöhen (am wichtigsten)

    d. wenn möglich, ein paar kleine lebende Steine rein. Geht auch ohne, aber du wirst sehen, es vereinfacht und verkürzt einiges.

    e. Finger raus, Werte stabil halten

    Das Tal der Tränen ist frustrierend, vor allem wenn man Tiere verliert. Die Übung ist, geduldig zu sein und nicht ständig etwas zu ändern. Es ist langweilig, aber effektiv: Werte stabil halten. Nicht heute 0,1 Phosphat und morgen mit Adsorber 0,02 Phosphat, dann wieder Phosphat dosieren usw. usf.

    Die zwei, ich bisher hatte, waren nicht mehr so klein. Ich habe heute mit Elena von Seepferdchen und Meer gemailt, ich bekomme jetzt ein Paar statt dem Männchen und dann geht es erst mal wieder in die Quarantäne. UVC habe ich, aber ist im Hauptbecken.

    Die könnte ich natürlich noch ans Quarantäne Becken anschließen.

    Klaus, ein Bypass wird aus Platzgründen schwierig, aber ich werde wöchentlich Wasser wechseln und immer das Beckenwasser verwenden aus dem Hauptbecken. Da kann ich auch gut die Hälfte tauschen, das sollte die Neuankömmlinge gut gewöhnen an das Wasser.

    Noch eine Idee? Irgendwelche Mittelchen (probiotisch, keimtötend usw.), speziell für Quarantäne Fische?

    Was mich etwas irritiert, das Männchen wurde für mich bestellt, es soll mit einem beim Händler vorhandenen Weibchen "verpaart" und dann kurzfristig an mich verschickt werden. Ich habe es nicht eilig, macht es nicht mehr Sinn, dass die Fische beim Händler erstmal 2 Wochen in Ruhe gelassen werden? Vom Großhändler zum Händler und dann zu mir, finde ich nicht so prickelnd.

    Ich glaube, ich bin unfähig, diesen Fisch zu halten! Ich hatte einen letztes Jahr, nach 2-3 Wochen im Becken war er tot. Er hatte gefressen, wurde nicht bedrängt und hatte keine Krankheitsanzeichen oder Verletzungen. Todesursache unbekannt.

    Meine aktuelles Tangfeilen Mädchen, schon fast ausgewachsen, lebte nun 3 Monate im Quarantänebecken, fraß und war gesund. Vor 4 Tagen habe ich sie ins Hauptbecken gesetzt, gestern habe ich sie tot aufgefunden.

    Sie schwamm schon am zweiten Tag ruhig durchs Becken, die anderen Fische haben sie nicht gejagt. Sie hat auch gleich von Anfang an gefressen. Ich kann wieder keine Todesursache ausmachen, den anderen Fischen geht es gut.

    Das gibt es doch nicht, irgendjemand eine Idee?

    Hallo Eugen,

    nach deiner Beschreibung habe ich mit wirklich schlimmen Bildern gerechnet :winking_face: Das Becken sieht total typisch aus. Was fehlt sind a.) größere Korallen, gerne auch ein paar Weichkorallen (kannste später wieder abgeben, verschenken oder verkaufen) und b.) Stabilität. Wenn Strömung und Licht passen, Finger aus dem Becken. Regelmäßige Wasserwechsel von 5-10%, Nährstoffe nachweisbar halten und sonst nichts. Lass dem Becken die Zeit, sich zu entwickeln.

    Nicht nach jeder ICP wieder irgendwas neu dosieren. Stabilität ist wirklich wichtig.

    Hallo zusammen,

    es ist kein Geheimnis, trotzdem wird es regelmäßig ignoriert. Tot gestartete Becken sollten rasch mit Korallen besetzt werden und zwar mit keinen Stöpseln, sondern in ordentlicher Menge und Größe. Es heißt ja meist Klasse statt Masse, hier ist es umgekehrt: Masse statt Klasse!

    Ich habe das nachfolgende Video entdeckt. Tom war wohl ein ambitionierter Aquarianer, der sein Hobby zum Beruf, Nebenerwerb, keine Ahnung, gemacht hat. Er fasst nochmal seine Erfahrungen zusammen und bestätigt, wie wichtig es ist, in neu gestarteten Becken mit totem Riffaufbau möglichst zügig zu besetzen.

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    Hallo Eugen,

    erstmal herzlich willkommen im Forum.

    Den Vorrednern kann ich hier nur zustimmen. Ganz wichtig auch: das ständige Eingreifen schadet in der Regel viel mehr als dass es nützt. Es ist verständlich, dass man vor allem am Anfang alles kontrollieren und richtig machen möchte. Aber du ändert in einem eh schon fragilen, biologisch "totem" Becken, ständig die Umgebungswerte, wenn du große Wasserwechsel machst, Mittelchen dosierst usw.

    Man kann es nicht oft genug sagen, in tot gestarteten Becken ist das a und o die eingebrachte Korallenmasse. Das bringt Biologie und Futter ins Becken. Ich erstelle nachher einen neuen Thread mit einem ganz anschaulichen Video von einem Korallenzüchter. Schau dir das mal in Ruhe an.

    Nostalgie an\ Was waren das für Zeiten, wo man keine ICP, kein Absolute Ocean, kein natürliches Meerwasser, kein Live Sand, keine diversen Mittelchen und keine cool einstellbaren LED Lampen hatte! Als man lediglich Lebende Steine in sein von langweiligen T5 beleuchtetes Becken setzte. Irgendwie funktionierte es selbst bei klassisch langer Einfahrphase wesentlich besser. Oder werde ich alt und verkläre die Vergangenheit :winking_face: ? \Nostalgie off

    Hi Stefan,

    ich hatte jetzt so etwas auch. Eine sehr große, jahrelang problemlos gewachsende Echinophyllia ist vom Rand her degeneriert, eine Catalaphyllia ist komplett degeneriert (einer zweiten gegenüber geht es prächtig) und ein paar SPS sind an der Unterseite weiß geworden.

    Ich habe die Strömung so doof verändert, dass sich das irgendwie gegenseitig aufgehoben hat und kaum noch was an den betroffenen Korallen ankam. Strömung wieder verändert und das Degenerieren hörte auf. Bei den SPS nicht komplett, aber irgendwie ist es immer so, wenn es einmal begonnen hat, dauert es halt eine Weile, bis es endet.

    Es ist geraten, aber jedes Becken hat zum Zeitpunkt x so und so viele Stoffe im Wasser und wenn die Strömung so schwach wird, dass essentielle Stoffe nicht mehr ausreichend zur Koralle befördert werden können, degeneriert das Gewebe an Stellen, die sowieso nicht besonders vorteilhaft liegen. Zur Licht abgewandten Seite, wo auch noch die Strömung meist am geringsten ist.

    So erkläre ich mir das. Auf jeden Fall gibt es SPS, die gar nicht betroffen sind. Nährstoffe sind ausreichend vorhanden, Spurenelemente auch und was bei mir sehr auffällig war, es betraf nur die Seite des Beckens, wo die Strömung so schwach geworden ist.

    Hallo Stefan,

    der wohl günstigste und effektivste Weg wäre ein kleines separates Becken. Brauchst eigentlich nur ein Funzel drüber, Heizstab und eine kleine Pumpe für die Strömung. Das kann man so einrichten, dass das Becken in kurzer Zeit auf- und wieder abgebaut werden kann.

    Zum einen als Quarantänebecken für Neuankömmlinge, zum anderen zur Behandlung von kranken Tieren. Erleichtert vieles um einiges!

    Wenn dein Geburtsdatum im Profil stimmt, bist du ja alles andere als "grün hinter den Ohren". Insofern wirst du wissen, dass man sich bei allem, was man neu anfängt, gründlich einlesen sollte.

    Die Fragen zeugen entweder von absoluter Ignoranz oder du willst uns veräppeln. So kommen wir auf jeden Fall nicht weiter. Ich schaue mir das nicht allzu lange an und werde das Thema schließen, wenn es so weitergeht.