Beiträge von argonaut

    Die 12% Salzgehalt wird dem Futter wohl die Feuchtigkeit entziehen.

    Und den Bakterien. Irgendwann steigt dann der Salzgehalt in dem Futter auf 12%. Ich denke nicht, dass z.B. Claude dieses Futter verkaufen bzw. produzieren würde, wenn es langfristig schädlich für die Fische ist. Ich habe aber dazu bisher nichts gefunden. Faunamarin empfiehlt es als Einzelfuttermittel mit täglicher Dosierung 1-2 Mal. Insofern...

    Das Thema auftauen, mixen und wieder einfrieren ist nicht neu und wurde auch schon oft diskutiert. Siehe Futterdiskussion - was, wieviel, auftauen, einfrieren...

    Die Zweifler sollten den Beiträgen von Joe Beachtung schenken. Wenn es ein Profi seit Jahr und Tag so macht und damit zahllose Fische problemlos füttert, sollten da keine Fragen mehr aufkommen bezüglich "darf man nicht machen".

    Chris, ich werde mal einen Test machen. Ich habe noch Reste von Frostfutter Tafeln, die sind etwas älter und die werde ich nicht mehr verfüttern. Ich stelle einfach mal eine 12%ige Salzlösung her, wasche das Frostfutter mit Osmosewasser aus, stelle die Mischung in den Kühlschrank und warte ab, was passiert.

    Ich habe gestern einen älteren Artikel gelesen, wonach Frostfutter immer wieder mehr oder weniger stark belastet ist mit Keimen. Ich weiß nicht, ob das immer noch der Fall ist (der Artikel ist aus 2005), aber da wurden auch Bakterien und Keime genannt, die bei 12% Salzgehalt nicht überleben. Die Keime wurde vorwiegend im Auftauwasser gefunden, weniger an die Tieren selbst. Die Idee ist, dass das Einlegen in 12%ige Salzlake die meisten Keime vernichtet, man dadurch sogar noch ein sichereres Futter erhält. Aber das nur nebenbei...

    Ich habe noch so eine Flasche Ocean Plankton im Kühlschrank gehabt und habe mal den Salzgehalt gemessen. Ca 12%. Das ist schon interessant, denn ab 12% können die meisten Bakterien und Mikroorganismen nicht mehr überleben. Es scheint tatsächlich nur aus Plankton + Salz + eventuell noch Vitaminen oder Antioxidantien zu bestehen.

    Hallo,

    der Hinweis "Aufgetautes Produkt darf nicht mehr eingefroren werden" ist für viele Lebensmittel gesetzlich vorgeschrieben. Daher geistert wohl manchmal die Meinung herum, dass man aufgetautes auf keinen Fall mehr einfrieren darf. Die Qualität wird etwas leiden, das kann man minimieren, indem man es langsam auftaut. Aber grundsätzlich ist es kein Problem.

    Ich glaube das mit dem Liquid Food wird nicht funktionieren. Gesättigte Salzlake dürfte viel zu viel Salz enthalten. Ich vermute, die Mysis, Artemien usw. werden irgendwie behandelt, so dass es zu einer massiven Keimreduktion kommt. Im Salzwasser (das sicher weit unter gesättigt ist) wird das wohl ausreichen für die Konservierung. Ich weiß nicht, wie es im Futtermittelrecht ist, ob Sorbinsäure oder Kaliumsorbat immer deklariert werden müssen.

    Das alles ist zu Hause schwer zu bewerkstelligen, wenn überhaupt. Und das größte Problem: man kann die Keimzahl nicht messen, selbst wenn es noch nicht verdorben riecht, kann es massiv belastet sein.

    Man bräuchte da wirklich ein verlässliches Rezept, das getestet ist. Und das wird keiner rausrücken.

    Zum einen sind die fertigen recht teuer, zum anderen enthalten sie Antioxidantien wie Zitronensäure. Weiß jetzt nicht, ob das so tragisch ist, aber wenn man es selbst einfach herstellen kann, warum nicht? Man könnte dann auch eigene Mischungen herstellen.

    Hallo Michael,

    da kommen wir jetzt vom Hundertsten zum Tausendsten. Ich würde mich darauf konzentrieren, was ansteht. Den Rest kannst du dann nach und nach machen.

    Faunamarin hat am Sonntag ein neues Video gemacht bezüglich Erstbesatz an Korallen. Das ist recht informativ, das Video findest du auf deren youtube Kanal.

    Jeden, den du fragst, egal ob im Forum oder sonstwo, wird immer etwas anders antworten. Entscheide dich für eine Vorgehensweise und befolge sie strikt nach Anleitung. Sonst wird das nichts.

    Käme vielleicht auf einen Versuch an. Erwin, da du dich besser auskennst. Für ein paar Wochen könnte man das so machen, oder? Mysis auftauen, in gesättigte Salzlake geben, im Kühlschrank lagern und möglichst zügig verbrauchen. Ehrlich gesagt wären schon 3-4 Wochen eine echte Erleichterung, auch für Urlaubsvertretungen.

    Wäre dann nur noch die Frage, ob es im Sinne der Fische ist.

    Hi,

    im Anglerbereich werden frische Köderfische für ein paar Wochen haltbar gemacht, indem man sie in gesättigte Salzlösung gibt. Also ca. 360g Salz auf einen Liter Wasser.

    Im Hobbybereich muss man sicher keine Zitronensäure und so Zeug reintun. Allerdings weiß ich nicht, ob diese extreme Salzlösung so gut ist für die Fische. Die Lake entzieht das Wasser aus den eingelegten Tieren. Keine Ahnung, ob das dann zu salzig wird.

    Hallo Jacky,

    wenn du dir nicht sicher bist bezüglich der Tiere, kannst du im Meerwasser Lexikon (Link) meist die gewünschte Information bekommen.

    Zum Sand: ich würde immer natürlichen Korallensand nehmen, auch wenn es den nur noch vereinzelt gibt. Die Sande, die abgebaut und maschinell zerkleinert werden, muss man ewig auswaschen und selbst dann werden sie sind sie nicht klar. Außerdem sind sie scharfkantiger als der natürliche Korallensand.

    Je kleiner, desto schwieriger wird es mit der Strömung. Gröberen Korallenbruch kann man gut beströmen, allerdings setzt sich da auch allerlei Detritus ab. So ein Mittelding von 2-3mm bzw. 3-5mm finde ich persönlich ganz gut.

    Aber das ist letztlich Geschmacksache und auch, welche Tiere man halten möchte. Man muss da seine eigenen Erfahrungen machen. Hat alles Vor- und Nachteile.

    Kompletter Anfänger, tot starten und dann fast 14 Tage im Urlaub, das ist nicht gerade ideal.

    Wenn in das Becken noch Lebendgestein soll, ist der Aufbau etwas zu wuchtig. Die klassische Einfahrphase ist ja nicht mehr so beliebt, aber grundsätzlich geht es natürlich auch. Eventuell würde ich Lebendgestein einsetzen, nach 1-2 Wochen eine Cleaning Crew und dann erst nach deinem Urlaub mit Korallen weitermachen.

    Was Chris schreibt ist schon richtig, wenn man erfahren ist, geht das. Aber so ein frisches Becken als Anfänger mit Korallen besetzen und dann 14 Tage weg sein, wäre mir zu riskant. Das Becken, wie es jetzt dasteht, wird sehr viel Phosphat ziehen. Da muss man am Anfang einiges zudosieren und oft messen.

    Und hier das einstige Quarantänebecken, nun eine Art Nanobecken mit aus dem Hauptbecken verwaisten Korallen. Rechts unten ist eine der beiden Anthelia. Kann man schlecht erkennen, irgendwie bekomme ich zur Zeit keine ordentlichen Fotos hin:

    Hallo zusammen,

    danke für die rege Beteiligung. Ich habe auch noch ein wenig quer gelesen, für viele ist die Koralle die Pest. Allerdings hängt das wohl sehr davon ab, 1. welche Art man hat, 2. wie man sie positioniert, 3. wie gut bewachsen das eigene Becken ist und 4. wie oft man in sein Becken schaut und handelt, wenn man noch handeln kann.

    Rüdiger, ich habe die Koralle schon, das war praktisch ein Geschenk in einem Geschäft. Kaufe 2, nehme 3! Nachdem meine Feilen die Lobophyllia zum fressen gern hatten und ich sie aus dem Becken nehmen musste, haben sie sich auf eine Euphyllia ancora eingeschossen, zumindest eine der Feilen. Ein Polyp ist praktisch schon abgefressen. Die musste ich auch rausnehmen.

    Und für die frei gewordenen Stellen habe ich nun drei neue Korallen gekauft, neben der Anthelia noch eine schöne Finger-Lederkoralle und eine andere Weichkoralle, muss ich mal nachschauen, welche das ist.

    Auf jeden Fall habe ich die Anthelia nun geteilt und auf einen separaten Stein eingesetzt. Ich werde das sehr genau beobachten, mein Becken ist aktuell wirklich fast komplett zugewachsen. Allerdings scheinen die Anthelia praktisch überall zu wachsen, auch in dunklen Bereichen.

    Kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sie bei mir wirklich zur Plage werden. Selbst die "Blaue Xenie" hat es schwer und findet kaum mehr freie Stellen bzw. wird von anderen Korallen zurückgedrängt.

    Meine sieht so aus wie die von Wolfgang. Im Geschäft stand nur Anthelia sp. und der Verkäufer, obwohl eigentlich sehr erfahren, wusste auch nicht Bescheid. Mal abwarten!

    Hallo zusammen,

    wer hat Erfahrung mit dieser Koralle? Die langen Tentakel sehen in der Strömung echt schön aus, aber viele berichten, sie werden zur Plage. Wenn man sie auf einen Stein setzt, bleiben sie da wie z.B. das Affenhaar? Oder muss man mit Ablegern rechnen, die sich irgendwo im Riff festmachen?

    Ewald : Glas wäre mir lieber, es ist stabil, kann nicht verbogen werden, lässt sich perfekt verkleben. Wenn das richtig eingeklebt wird, hat man da für immer Ruhe. Die Links hast du gut versteckt, musste ich im Quellcode löschen. Danke, aber ebay, Amazon und andere Verkaufsplattformen sind nicht erlaubt. Aber ich habs mir notiert für den Fall der Fälle :winking_face:

    Bernhard&Bianca : danke, schaue ich mir an.

    Was ist der Vorteil von Acrylglas, außer dass es leichter und eventuell etwas besser zu bearbeiten ist?. Glas lässt sich super einkleben mit Silikon, was nimmt man da für Acrylglas auf Glas?

    Würde es lieber aus Glas bauen, das einzige Problem bei Glas ist, dass es kein schwarzes Glas gibt. Da müsste ich zwei Scheiben mit schwarzem Silikon aufeinander kleben oder eine Folie dazwischen tun.

    Danke erstmal, ich denke, ich werde es aus Glas machen und selber schneiden und verkleben. Sollte nicht allzu schwierig sein und ich kann es so gestalten wie ich möchte. Stimmt schon mit den engen Kästen, ich hatte mal vor 10 Jahren ein Red Sea mit Technikabteil im Becken. das war extrem fummelig.

    Hallo zusammen,

    danke, das mit dem Selbstbau wäre natürlich auch eine Option. Allerdings dann so Feinheiten wie einen Überlaufkamm und Düsen für den Auslass hinzubekommen oder zusammenzustückeln, da wäre mir eine fertige Ausführung schon lieber.

    Wenn es nichts fertiges gibt, frage ich mal bei den Aquarienbauern an.

    Es ist ein neues Projekt. Ich möchte ein Becken einrichten, praktisch ohne Technik und mit eher unkonventionellen Tieren, also Filtrieren, Azoo Korallen, Makroalgen usw. Ich habe das immer mal wieder gesehen, zuletzt bei Unterwasser Freiburg. Ist echt faszinierend, ein bisschen old school, mit Lebendgestein und ohne die Tonnen an Technik und Zeugs (was ich für ein normales Riffbecken durchaus schätze ;-))

    Hier der Link zu Unterwasser Freiburg:

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    Oder hier (wunderschöne Bilder):

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    ...nochmal zur Erklärung. Ich suche im Prinzip eine einfache Filtereinheit, am liebsten schon im Becken integriert, aber da gibt es wenig Auswahl. Ich möchte ein eher flaches Becken 40cm hoch, kein Cube, sondern ein Raumteiler 80-90cm lang, 50-60cm breit. Ohne Technikbecken, ohne Abschäumer, nur Platz für eine mechanische Filterung und Umwälzpumpe.

    So etwas in der Art:

    Hallo Michael,

    das ist schon korrekt so, in Becken drei wo die Rückförderpumpe ist, ist der Sensor. Ich kenne das ATO+ nicht, aber du musst an den Sensor eine Pumpe anschließen, die in einem Wassertank mit Osmosewasser ist. Früher hatte Red SEA so ein verschiebbares Glasbecken auf dem Technikbecken, aber das gibt es wohl nicht mehr. Du kannst den Tank eventuell in das andere Abteil stellen und dann einen Schlauch rüber bis ins Technikbecken legen.

    Da ich keine Lust hatte, ständig Wasser nachzufüllen, habe ich einen 80 Liter Tank, der sichtgeschützt hinter einem Sofa steht, zwei Meter vom Aquarium entfernt. Manche basteln sich auch ein Möbelstück aus dem Wassertank bzw. eine Verkleidung außen herum, damit man es nicht sieht.

    Hallo Tinka,

    ich kann den Beitrag ins richtige Unterforum verschieben (Biete/Suche), aber du solltest ein oder mehrere Bilder hochladen, auf denen man die Tiere sehen kann. Wenn ihr das Becken oder Technik auch verkaufen möchtet, kannst du das mit auflisten.

    Hallo Rüdiger,

    ja, die Beobachtung habe ich auch gemacht. Sie sind sehr wählerisch bzw. wollen vorher alles begutachten. Slow Food Anhänger!

    Ich füttere momentan etwas mehr als sonst, zumal auch die Grundeln nicht die schnellsten sind. Und gegen den Hawaii Doc, Lippfische, Riffbarsche und dem gefräßigsten aller Monster, dem Clown Weibchen, kommen die nicht an.

    Wenn man Feilen hält, muss man sich halt anpassen. Ich war mal sehr verärgert, als eine Feile vor zwei Jahren meine Krustenanemonen stark dezimiert hatte. Mittlerweile sehe ich es so, dass man wieder Platz hat für was neues. Ist halt so, wenn man Fische hält, die u.U. an Korallen gehen.

    Das mit den Glasrosen ist eh so eine Sache. Ich habe über Monate Ätznatron gespritzt, wirklich alles weggespritzt bis ich keine mehr sehen konnte. Nach 2 Wochen waren die ersten wieder sichtbar, wieder behandelt usw. usf. Seit über einem halben Jahr mache ich nichts mehr und es sind gar nicht so viele. Sie treten wie oft üblich, ein kleinen Gruppen auf, die eine Seite vom Riff ist komplett frei davon, auf der anderen hat es verteilt wahrscheinlich 20 Stück. Weit entfernt von wirklich problematisch.

    Ich hätte sie trotzdem gerne weg. Ich denke auch, dass man da einfach noch Geduld haben muss.

    Hallo Bernd,

    nein. Bestellt hatte ich ein Nachzucht Männchen, aber dann ist mir das Weibchen gestorben. Und Frau Theys meinte auch, Nachzuchten gehen nicht so gut an Glasrosen. Sie hatte auch nur noch ein Wildfang Pärchen, das ich dann genommen habe. Mal schauen, vielleicht kommen sie auf den Geschmack.

    Auf die Trachyphyllia waren sie wirklich ganz wild, schon am ersten Tag. Ich habe die Koralle am zweiten Tag rausgenommen, die wäre sehr schnell gestorben. Nun geht sie wieder wunderschön auf, aber man sieht die Bissstellen im Gewebe als farbliche Veränderung.

    Die Feilen picken auch am Affenhaar, aber davon habe ich sehr viel. Zudem scheinen sie die Korallen nicht zu fressen oder schädigen, vielleicht ist es einfach eine Beschäftigung.

    Hallo zusammen,

    vor etwa 10 Tagen kam von der von Rüdiger genannten Quelle eine putzmunteres Pärchen (danke nochmal). Ich habe die Fische direkt ins Hauptbecken gegeben, war so so eine Bauchentscheidung. Die Fische sind schon relativ ausgewachsen und mein Quarantänebecken ist dann doch etwas klein.

    Sie sind putzmunter, gesund und eine echte Bereicherung im Becken.

    Das erste, was sie sich ausgespäht haben, ist meine uralte orangefarbene Trachyphyllia. Scheint ein echter Leckerbissen zu sein. Mit viel Aufwand habe ich Koralle rausbekommen und ins Refugium gesetzt, wo sie jetzt lebt. Ansonsten wurde nichts weiter angeknabbert, keine Anemonen wie beim letzten Mal, aber auch keine Glasrosen. Die habe ich angesichts der Faszination über Fische ganz vergessen. Auch so kommt man über die Glasrosen hinweg :winking_face:

    Anbei ein paar Videos. Ich habe beim ersten Blick gedacht, seltsam, ich kann keinen Geschlechtsunterschied erkennen. Auf dem Bild weiter oben war das so offensichtlich, aber meine beiden schienen eine glatte Schwanzflosse zu haben. Bei genauerer Betrachtung ist es tatsächlich so, dass man die Tiere von oben-seitlich betrachten muss. Ich hoffe, man sieht es auf den Videos, aber der Flaum um den Schwanz bei den Männchen ist dann doch recht gut zu erkennen.

    Erstmal eine Gesamtansicht der beiden:

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    Das Weibchen:

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    Das Männchen:

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    Die beiden zusammen:

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    Und weil es so schön ist, die beiden mit den anderen Gesellen, die sich natürlich eifersüchtig gleich in den Vordergrund drängen:

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    Hallo zusammen,

    mein Pärchen Sechspunkt-Schläfergrundeln hat sich eine sehr noble Wohnung ausgespäht. Sie leben aktuell unter einer Koralle. Es ist faszinierend, wie die Fische kleine Schneckenhäuser unter die Koralle schieben, um so einen größeren Hohlraum zu schaffen. Sieht toll aus, wenn sie so drunter hervorlugen, aber ich weiß nicht, ob die Koralle auf Dauer Schaden nimmt.

    Dort wurde auch auf Predatoren und Krankheiten und Wasserchemie abgeklopft.

    Fehlen diese Hinweise, bleibt eigentlich nur das mangelhafte Nahrungsangebot übrig.

    Das ist halt die Frage. Ich glaube jetzt nicht, dass in meinem Becken so wenig zu finden ist, dass keine Schnecke mehr was findet. Daher will ich die Einsiedler als Ursache nicht ganz abschreiben.

    Ich habe ein kleines Refugium im Unterschrank und nochmal eins außerhalb, als separates Becken. Ich werde es einfach mal testen, alle Einsiedler raus, ein paar wenige Schnecken ins Becken und schauen was passiert.

    Hallo zusammen,

    Nahrungsknappheit macht schon Sinn, zumindest bei mir. Bisher nahm ich einfach an, dass schon genügend Nahrung vorhanden ist. Aber das Riff ist nahezu vollständig mit Korallen bewachsen, die Scheiben putze ich fast täglich und sonst sehe ich kaum Aufwuchs. Den Sand sauge ich immer mal wieder ab, reinige ihn und bringe ihn wieder ein. Allzu viel wird es da für eine größere Anzahl an Schnecken nicht geben.

    Ich habe heute mal alles abgesucht, ich finde tatsächlich keine einzige Schnecke mehr.

    Eventuell geht es den Einsiedlern nicht anders und sie greifen dann auf die Schnecken zurück. In der Not frisst der Teufel fliegen, oder so ähnlich.

    Ich habe mir mal so Algenplatten besorgt, die schnell absinken. Aber so das Wahre ist es nicht. Kennt jemand die Bassleer "Better Tabs"? Oder sonst Ideen?

    Ich nehme einfach an, es geht gar nicht unbedingt um die Häuser, sondern einfach um Futter. Tina, es gibt schon noch Täubchenschnecken, aber nicht mehr so viele. Kann auch einfach sein, dass sie mal stärker, mal schwächer auftreten. Aber die großen Schnecken sind alle weg. Hier mal ein Video vom größten Zeitgenossen im Becken, weiß jemand, welcher das ist?

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    Hallo zusammen,

    ich hatte mir letztes Jahr 30 Cerithium spp. gekauft. Nur irgendwie wurden sie mit der Zeit immer weniger, jetzt ist keine Schnecke mehr vorhanden. Auch größere Schnecken wie Turbos, ja sogar die kleinen nervigen Täubchenschnecken sieht man nur noch vereinzelt. Viele Schnecken vermehren sich ja im Aquarium, aber ich werde den Verdacht nicht los, dass Einsiedler das Problem sein könnten. Ich habe nie gesehen, wie ein Einsiedler eine Schnecke aus dem Haus geholt hat, aber man liest immer wieder, dass sie es machen - ob genügend leere Gehäuse rumliegen oder nicht.

    Es sind vielleicht 5 Einsiedler, die von Anfang an drinnen waren, welche Art das ist, kann ich auch nicht sagen. Im bin kurz davor, die mal abzusammeln und in ein separates Becken zu geben. Oder ist es in gewissem Ausmaß normal, dass man Schnecken wie Turob, Cerithium usw. immer mal wieder nachkaufen muss? Die Lebenserwartung beträgt ca. 2 Jahre.

    Hallo,

    ich glaube schon, dass es wesentliche Unterschiede gibt zu früher, mal abgesehen von den ganzen "Systemen". Heute gibt es fast überall Meerwassergeschäfte, man hat den online Handel, dazu noch massenhaft Videos in den sozialen Medien, Filme wie "Findet Nemo" oder "Dori" usw. usf. Während sich früher hauptsächlich Leute an das Hobby rangewagt haben, die wirklich begeistert waren und auch ein wenig verrückt, werden heute halt auch alle angesprochen, die mal so ein schickes cooles Aquarium haben möchten. Die Auswahl an plug and play Aquarien ist zudem recht groß. Es ist für alle was dabei.

    Heute gibt es Balling "light", andere Hersteller werben mit "Einfacher und sicherer zum Erfolg", "Für jeden Aquarianer einfach und erfolgreich umzusetzen", Ideal für Aquarianer, die eine einfache Grundversorgung suche". Fast jeder Hersteller wirbt mit "einfach".

    Man kann es ihnen nicht verdenken und es ist auch nicht gelogen, es vereinfacht vieles. Aber es ersetzt nicht den Menschen, der sich um so ein Biotop kümmern muss. Gleichzeitig setzen sie damit aber einen Anreiz, zusammen mit den vielen bunten Bildern, Videos usw. aus den sozialen Medien, selbst mal so ein Aquarium zu Hause einzurichten. Kann ja nicht so schwierig sein bei den ganzen "einfachen" Systemen.

    Ich möchte nicht wissen, wieviel Leute allein der bekannte Gamer MontanaBlack dazu bewegt hat, sich so ein Becken anzuschaffen.

    Naja, ändern kann man es eh nicht. Wo viel Licht ist, es eben auch Schatten.

    Hallo Sandy,

    ich habe gefragt und das Video, das ich eigens dazu gemacht habe, mit dazu verlinkt. Aber ich habe auch nicht weiter nachgehakt, aus den von dir beschriebenen Gründen. Was kann ich da erwarten bei 35 Euro, eine rundum Beratung ist da einfach nicht drinnen.

    Voodoo - auf keinen Fall. Ich finde es auch klasse, dass es die ICP Analysen gibt. Vor allem auch bei Überdosierungen, Schadstoffen und tatsächlichen Limitierungen. Die Kritik bezieht sich eher auf die Grenzen dieser Technik und auf die übertrieben große Hoffnung, damit einen besseren Einstieg ins Hobby zu bekommen. Man darf es auch nicht isoliert sehen. Wenn es heutzutage Gang und Gäbe wäre, mit Lebendgestein zu starten, gäbe es viele Probleme nicht. Und dann auch nicht den Hang, gleich mit einer ICP alles erklären und lösen zu wollen.

    Wenn ich ICP Anbieter gewesen wäre, ich hätte zuerst das Totgestein propagiert. Erst das Problem schaffen, das man hinterher gut darstellen kann. böse, böse, böse :pleased: (bitte nicht allzu ernst nehmen)

    Vielleicht wird es mal Zeit für einen neues Buch, das die Entwicklungen der letzten 10-15 Jahren mit einbezieht und Neueinsteigern an die Hand nimmt, wie man ein Becken mit Totgestein startet und was einen da konkret erwartet. Wie ICP Analysen zu verwenden sind, wann sie Sinn machen und wann nicht usw. usf.

    Sandy, du kannst doch gut schreiben? Ernstgemeint :smiling_face:

    Hallo SoNap,

    es gab da zwei Punkte. Ich verwende ja Sangokai und ich habe dann nochmal mit denen direkt gesprochen. Und Jörg Kokott von Sangokai betont immer wieder, dass wenn man deren Versorgungssystem verwendet, genügend dosiert wird, auch wenn die Analyse n.n. zeigt. Nur wenn Probleme im Becken auftreten, also ein Hinweis auf einen Mangel vorliegen, solle man handeln bzw. durch die kurzfristige Erhöhung prüfen, ob es daran lag.

    Der andere Punkt sind Zeigerkorallen. Faunamarin schreibt, dass Caulastreas einen Zinkmangel durch schwaches Wachstum und geringe Polypenexpansion anzeigen. Ich hatte zu der Zeit zwei faustgroße Caulastreas mit schönem Wachstum und toller Polypenexpansion.

    Damit war die Sache dann für mich erledigt.

    Hier der Link zu dem Thema, war sogar dieses Jahr, nicht letztes: Link