Beiträge von argonaut

    Hallo Robert,

    bitte mache einen eigenen Thread auf, das hat mit dem Eingangsposting von Fabian nichts mehr zu tun. Entweder du verwendest "Mein Aquariumtagebuch" und parallel "Diskussion zu Mein Aquariumtagebuch" oder du machst einfach so einen Thread für dein Becken auf.

    KH, Ca und Mg beeinflussen sich gegenseitig. Zudem ist es gerade am Anfang auch nicht ungewöhnlich, wenn diese Stoffe einen unterschiedlichen Verbrauch haben. Mach weiter mit der Dosierung, um in deinen Zielbereich zu kommen, das wird schon. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Tests auch mal fehlerhaft oder defekt sind. Also wenn du dosiert und dosiert und misst immer dasselbe, solltest du den Test mal prüfen.

    Den Zielbereich von KH finde ich es etwas hoch, ich würde 7,5 als Zielbereich verwenden. Je höher der KH, desto eher werden Korallen zum Wachstum angeregt. Kein Problem, sofern genügend Nährstoffe vorhanden sind. Das ist aber am Anfang bei tot gestarteten Becken häufig das Problem.

    Phosphat und Nitrat würde ich sehr engmaschig testen, täglich bis all 2-3 Tage. Und zwar solange, bis sich es eingependelt hat. Auch wenn du zusätzlich dosierst, kann das schnell vom Gestein und Bakterien aufgesogen werden. Dann haben die Korallen nichts mehr und der nächste Threadtitel lautet "Hilfe, meine Korallen werden weiß" :winking_face:

    Sechs Korallen sind - fast nichts! Je mehr Korallen du einsetzt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du einen guten Start hast mit wenig Problemen und unerwünschtem Aufwuchs. Wichtig sind vor allem auch größere Korallen und Korallen mit viel Schleim (Weichkorallen).

    Was du machst, machen leider sehr viele. Und es ist auch nachvollziehbar. Man setzt erstmal ein paar Korallen ein, um zu sehen, ob sie überleben. Dann wartet man ab, die Korallen stehen zusehends schlechter da bzw. es macht sich allerlei Aufwuchs breit. Man zögert dann weiter und das Ganze nimmt seinen deprimierenden Lauf. Muss nicht so sein, aber meist läuft es so.

    Es kostet am Anfang viel Überwindung, das Becken rasch und gut zu besetzen. Korallen sind nicht gerade billig, daher kommt da schon ein hübsches Sümmchen zusammen. Es nützt aber nichts, das gehört vor allem bei tot gestarteten Becken dazu. Da muss Leben rein - viel Leben.

    Mittlerweile bzw. schon länger gibt es ein fertiges Gerät in den USA, nennt sich "Manjano Wand". Für mich ist das jetzt weniger interessant, die Glasrosen habe ich sehr gut mit den Feilen im Griff und Manjanos habe ich nicht.

    Aber für Verzweifelte gibt ja immer noch etwas, was man noch versuchen könnte. Mit dem Selbstbau wäre ich auch vorsichtig, da sollte man sich schon gut auskennen bzw. sauber arbeiten.

    Hallo,

    bitte weiter berichten. Ich habe Flux RX hier und teste es gerade im Ablegerbecken. Ich hatte lange kein Problem mit Fadenalgen, aber nun wachsen sie nach und nach und auch unterhalb der Korallen. Sie stören dann auch nicht nur optisch, sondern bedrohen auch die eine oder andere Koralle. Ich zupfe viel weg, aber die Algen kommen schnell wieder. Auch in und auf den Pumpen wachsen sie.

    Wie sieht es eigentlich mit der Giftigkeit der Hasen aus? Wenn ich es richtig gelesen haben, fressen die in der Natur Algen, die ein bestimmten Gift enthalten. Das reichern sie im Körper an und geben es dann wieder ab, wenn sie sterben. Wenn man sie klein bekommt ist das eventuell dann wehr wenig. Oder kann man davon ausgehen, dass der Tod immer ein größeres Problem darstellt?

    Alt werden die wohl auch nicht. Laut Mewa Lexikon "wissenschaftlich gesichert" 16 Monate.

    Hallo zusammen,

    bei diesem Vortrag war ich live dabei. Wusste gar nicht so recht, was mich erwartet. Auch nach dem Vortrag bleiben viele Fragen offen. Ich vermute mal, keiner hat sich bisher so etwas selbst gebaut. Sieht in Natura etwas wild aus mit der geklebten Anode und Katode, aber scheint ja zu funktionieren.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Hier in noch in Textform mit Anleitung zum Nachbau: DIY Zauberstab

    Hallo Paul,

    Es gibt Spurenelemente, die sich gegenseitig beeinflussen. Da ist dann die relative Konzentration, also das Verhältnis zueinander, schon relevant.

    Labore wie ATI, Oceamo und ich denke auch Triton (habe schon lange keine Analyse mehr dort machen lassen) weisen immer die absoluten Konzentrationen aus. Einzig Faunamarin setzt alle möglichen Mengen- und Spurelemente in Relation zueinander.

    Ist das Erfahrungswissen oder woher kommen diese Kenntnisse? Ich finde es ein wenig schade, dass seit Armin Glaser's Ratgeber Meerwasserchemie kein neues Buch zu diesem Thema erschienen ist. Gerade so etwas wäre doch sehr spannend.

    Vanadium war bei mir so ein Beispiel. Das habe ich nach einer ICP mal angehoben (dachte immer das V nicht so relevant ist). Danach habe ich das doch (entgegen meinen Erwartungen) tatsächlich an meinen Korallen erkennen können.

    So was ist der Idealfall. Man gibt was zu und sieht live die Veränderungen. Das vergisst man nicht mehr.

    Ich schreibe mal Christoph an bezüglich der Adsorber bzw. dem Austrag der Spurelemente unter realen Bedingungen (Beckenwasser).

    Hallo Paul,

    eine Diskussion wäre schön, aber kaum jemand hat dazu die nötigen Kenntnisse, du mal ausgenommen :winking_face: Da bin ich auch immer recht froh, wenn du bei der einen oder anderen Diskussion zu diesem Thema etwas Lichts ins Dunkel bringst.

    Trotz der ganzen Unwägbarkeiten von Eintrag (bewusste und unbewusste Dosierung) und Austrag (Verbrauch Korallen, Bakterien, Abbau, Adsorber, Eiweißabschäumer usw.) muss man ja auch sehen, dass die Spurenversorgung in den meisten Becken sehr gut funktioniert. Insofern behalte ich ein paar der Ergebnisse im Hinterkopf, z.B. was das Futter anbelangt. Wenn man ungewöhnlich hohe Werte bei einem Spurenelement hat, würde ich erstmal den Eintrag prüfen (durch Futterwechsel). Auch das mit den Adsorbern sollte man immer mit bedenken beim Einsatz. Ob organisch gebunden oder nicht, die ziehen ja definitiv Spurenelemente aus dem Becken.

    Christoph hält nicht so viel von Einzeldosierungen. Wie siehst du das? Wenn mal der Verdacht aufkommt, dass das eine oder andere Spurenelement zu wenig vorhanden ist, erhöhe ich meist die Gesamtdosierung der Spuren. Natürlich schaue ich mir vorher an, wo die anderen Spuren liegen, um keine Überdosierung von anderen Spurenelementen zu verursachen. Das klappt sehr gut bisher.

    Ich habe allerdings kein high end SPS Becken und ich kann auch nicht mit "Farben spielen".

    Was mir bisher auch nicht klar war ist, dass tot gestartete Becken neben Nährstoffen wohl auch Spurenelemente einlagern. Ich wundere mich manchmal, warum manche Leute so früh nach Beckenstart gleich eine ICP machen lassen. Nach dem was Christoph sagt macht das dann aber durchaus Sinn.

    Hallo,

    gerne, ich finde es immer wieder spannend.

    Es gab ja vor kurzem eine Diskussion zu Rieselhilfen in Salzen. Bei Mangan ist es laut Christoph keine Rieselhilfe, sondern eine nicht vermeidbare Verunreinigung bei Salzen. An sich wird es schnell abgebaut, ist also nicht problematisch, aber bei hohen Werten zieht das Mangan auch andere Spurenelemente heraus.

    Auch was Christoph zu den Adsorbern sagt ist sehr interessant. Vielleicht ist vieles davon nicht wirklich neu, aber das mal so kompakt zu vergleichen, was Adsorber eintragen und austragen, ist sicher für viele sehr hilfreich.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Hallo,

    Hans-Werner hat in solchen Fällen zu Präbiotika geraten. Als Futter, Zusatz, Salz usw. Eventuell macht es Sinn, es bei jedem Neuzugang prophylaktisch mit beizugeben. Ich habe selbst keine Erfahrung damit, noch weiß ich, ob es gesichert hilft. Aber gerade bei so angeschlagenen Fischen in der Quarantäne und Neuzugängen schadet es sicher nicht.

    Ich habe bei so einem Befall das Futter Dr. Basleer Biofish Food Matrine verwendet. Das sind keine Präbiotika, sondern andere Wirkstoffe, die die Schleimhaut der Fische schützen soll und abwehrend gegen Parasiten wirkt. Bis auf den Fisch, der die Krankheit mit ins Becken gebracht hat, ist sonst kein Fisch gestorben. Haben sich alle erholt. Aber wie immer kann man es nicht sicher auf diese Maßnahme zurückführen.

    Ich denke mir halt, im schlimmsten Fall hat man gutes Futter verfüttert, was evtl. minimal teurer ist. Im besten Fall hilft es tatsächlich.

    Neben Dr. Basleer gibt es noch andere Hersteller, Tropic Marin hat da auch ein paar Produkte im Sortiment.

    Das ist sicher den Rieselhilfen bei Eisen und Mangan geschuldet. Insofern macht es natürlich Sinn, ein paar Tage zu warten. Aber dennoch denke ich, dass es im Grunde egal ist, ob vorher oder nachher.

    Zumindest bei den üblichen 5-10%. Kann sich jeder selbst ausrechnen, die Änderungen durch so geringe Wasserwechsel sind marginal.

    Auch der Zeitpunkt hat einen gewissen Einfluss. Ich habe doch mal drei Analysen am selben Tag machen lassen, morgens, mittags und abends. Da gab es geringe Abweichungen, je nach Probennahme. Bei Eisen war der Wert morgens 1,78, abends dann 0,77. Paul hat das damals mit dem ansteigenden PH Wert erklärt, der die Verfügbarkeit von Eisen reduziert.

    Vanadium 2,75 - 3,04, Kupfer 1,2-1,48 usw.

    Das ist aber alles letztlich so geringfügig, dass man es ignorieren kann. Bei Eisen ist es etwas anders, hätte ich morgens nur 1 µg/l Eisen im Becken gehabt, wäre bei Probennahme am Abend vielleicht n.n. herausgekommen. Manche verleitet es dann eventuell, Eisen zu dosieren, obwohl es nicht notwendig wäre.

    Ich habe mir es daher zur Gewohnheit gemacht, die Probe immer zur selben Uhrzeit zu nehmen und zwar morgens, bevor das Licht angeht.

    Die Spurenelementversorgung erfolgt über die Regulatoren von Oceamo, wobei die Anorganischen täglich über Dosierpumpe zugeführt werden, die Organischen eher sporadisch per Einzeldosierung, im gelegentlichen Wechsel mit AB+ von Red Sea

    Da würde ich mal testen, ob du mit Regulator A und O alleine auskommst. So ist es von Oceamo gedacht. Die Spuren sind in A und die organischen Nährstoffe in B + Jod. Das zusammen mit Oceamo DUO sollte ausreichen. Das Red Sea AB+ wäre dann etwas doppelt gemoppelt. Wenn es insgesamt passt von den Werten und du keine Probleme hast, spricht natürlich nichts dagegen, es weiter so zu betreiben...

    Wegen irgendwelcher Rieselhilfen mache ich mir keine Gedanken, da ich ATI Absolute Ocean für den WW verwende. Flüssig, daher keine Rieselstoffe.

    Das dachte ich auch. Aber ATI hat vier Analysen von frisch angesetztem Meerwasser mit Absolute Ocean veröffentlicht und bei jeder ist Eisen zwischen 17 bis knapp 30 µg/l. Bei Analysen vom FM Salz sieht man das bei Eisen und wie Sandy geschrieben hat, auch bei Mangan. Mangan ist bei ATI so wie es sein soll, also wohl ohne Rieselhilfen zugesetzt.

    Ist etwas offtopic, aber weiß jemand, wie die Rieselhilfen sich abbauen bzw. wie die deutlich erhöhten Werte zustande kommen?

    Bei der Probeentnahme ist mir der Tag nicht so wichtig, ich achte aber darauf, dass die Probe immer zur ungefähr selben Uhrzeit entnommen wird. Und zudem nicht gerade frisch nach der Dosierung der Spurenelemente. Ich mache das immer morgens, bevor das Licht angeht.

    Hi Stefan,

    idealerweise einen vor und einen nach dem Wasserwechsel :winking_face: Ansonsten ist es gehupft wie gesprungen. 10% ist nicht viel, da wird sich nichts wesentlich ändern. Beispiel Jod: hast 80 im Becken, wechselt 10% Wasser mit 60 Jod = 78 Jod.

    Nitrat ist energetisch ungünstiger, es muss in der Zelle wieder energieaufwendig zu Ammonium reduziert werden. Dabei sind Enzyme beteiligt, die Eisen und Molybdän verbrauchen. Stehen die nicht ausreichend zur Verfügung, kann es vorkommen, dass Nitrat nicht reduziert werden kann und es trotz üppigem Nitrat im Becken nicht oder schlecht verwertet werden kann.

    Das ist z.B. auch der Grund, warum man heute einen eher luftigen Aufbau empfiehlt. Je mehr Dekorationsfläche (Steine), desto höher ist die Nitrifikationsaktivität, Ammonium wird sehr schnell in Nitrat umgewandelt. Bei viel Wasser und wenig Deko läuft die Nitrifikation langsamer ab, Ammonium steht im Wasser länger zur Verfügung.

    Das ist alles nicht neu :winking_face:

    Hallo ihr zwei,

    es gibt vereinzelt Kofferfisch Arten, die nur 12cm lange werden und auch in 700 Liter gehalten werden können. Aber ich würde als Anfänger in keinem Fall mit solchen Tieren beginnen. Auch viele Mandarinfische aus Wildfang sind nicht einfach zu halten. Die gehen häufig nur an Lebendfutter. Nachzuchten sind teuer und selbst wenn sie an Frostfutter gehen, sollten sie nicht zusammen mit Viel- und Schnellfressern gehalten werden, sonst bekommen die nicht viel ab.

    Auch wenn es schwer fällt, geht nicht zu sehr nach Optik. Es gibt so viele schöne, interessante Fische, die gut haltbar sind.

    Hallo Johns,

    da sagst du was! Mich kostet es auch sehr große Überwindung, auszudünnen. Im Nachhinein hat es sich aber immer gelohnt, auch wenn es nach dem Jäten meist etwas bescheiden aussieht.

    So aus dem Bauch heraus würde ich auf Stickstoffmangel oder Jodmangel tippen. Da wirkt irgendwie vieles blass, farb- und kraftlos. Da du keine ICP machst, könnte man das höchstens mal ausprobieren. Aber wenn du schreibst, dass ein Fragment wieder dieselbe Farbe bekommen hat, ist das schon seltsam.

    Ich habe jetzt mehrere Becken gesehen, wo neben Korallen auch höhere Algen enthalten sind (grüne und rote). Das wirkt ziemlich schön und passt in so ein natürliches Aquarium. Ich finde auch die eine oder andere Gorgonie sehr schön und auch wenn die haltbaren oft weiß bis beige sind, sehen die echt interessant aus. Es gibt auch so "dickarmige", flauschige. Auch Pilzlederkorallen passen gut in so ein Becken. Ist natürlich alles Geschmacksache, aber ich finde bei so einem simplen Betrieb (kein high end Licht, einfaches Salz, keine Zugaben usw.) drängen sich solche Tiere geradezu auf.

    Wenn es mein Becken wäre und ich umbauen würde, würde ich eventuell die SPS zugunsten anderer Tiere etwas reduzieren. Auf der anderen Seite sieht es aktuell trotzdem schön und stimmig aus. Wenn die Farben etwas mehr zurückkommen würden, gäbe es da nichts zu mäkeln :smiling_face:

    Hallo Johns,

    schönes Becken! Ich plane aktuell was ähnliches, nur kleiner. Wo ist die Fächergorgonie hin?

    Du schreibst von einem Crash vor einiger Zeit und davon, dass aufgrund des hohen PO4 Werts einige Korallen Probleme hatten. Nun ist 0,2 PO4 nicht wenig, aber auch nicht besonders viel. Mein Becken lief über Monate mit 0,24 PO4 prima, die Farben waren satt, kein Tier hatte Probleme. Auf den aktuellen Bildern fällt mir auf, dass die Farben doch um einiges blasser sind im Vergleich zu früher. Kann natürlich täuschen. Haben die Probleme mit dem Einsatz der Adsorbers begonnen oder hattest du davor auch schon Probleme?

    Ich glaube, das alles sprengt mittlerweile die eigentliche Frage des Threaderstellers.

    Mir geht es nicht um einzelne Begriffe. Der Punkt, auf den ich hinaus will ist, dass manche Hersteller eben neben Balling + Spuren eine Nährstoffmischung unbekannter Zusammensetzung anbieten. Das Versprechen lautet: verwende unser Produkt und du hast alles abgedeckt, Ballling, Spurenelemente und Nährstoffversorgung. Das ist alles aufeinander abgestimmt und da ist nicht einfach nur P und N enthalten.

    Balling light und ATI Essentials ist Balling + Spurenelemente, mehr nicht.

    Regulator sind organische und anorganische Spurenelemente

    - Die Add-Ons P und N sind für die Nährstoffversorgung

    Das ist so nicht richtig. Regulator O enthält wie Sangokai #2 organische Nährstoffe, wie Aminosäuren, Stickstoffquellen, Kohlenstoff und was weiß ich noch. Die Hersteller geben das nicht genau an und verweisen auf den Schutz der eigenen Rezepturen. Balling + Spuren + Nährstoffe bilden das Komplettsystem. Bei EasyReef von Bartelt ist das ähnlich, da sind in Flasche 1 auch "Nährstoffe, Fettsäuren und Aminosäuren".

    P und N Lösungen gibt es wie Sand am Meer, das führt fast jeder Hersteller. Da geht es nur darum, Phosphat und Stickstoff einzeln zu dosieren.

    Hallo Burkhart, ich habe die unterschiedlichen Ansätze einfach nur nicht bewertend gegenübergestellt, so wie sie von den Anbietern beworben werden.

    In der Praxis sieht es wieder anders aus. Wie du berichtet hast, funktioniert die Kombination. Sangokai./ Oceamo wunderbar, was bei mir auch so ist, da juckt es nicht, ob man theoretisch nicht so flexibel ist. Es funktioniert und gut ist.

    Aber wenn man keine Erfahrung hat, bleibt dann erst mal nichts anderes übrig, als die einzelnen Versorgungssysteme miteinander zu vergleichen, die Pros und Contras abzuwägen und sich dann für eine Versorgung zu entscheiden.

    Hallo Burkhart,

    ja, aber alle Spuren und auch die Nährstoffversorgung werden jeweils aus einer Flasche nach Plan dosiert. Du kannst natürlich insgesamt weniger oder mehr dosieren, aber du kannst nicht wie z.B. bei Balling light einzelne Mischungen erhöhen oder erniedrigen. Du kannst auch nicht sagen, ich möchte kein Kohlenstoff dosieren, was in Flasche 1 enthalten ist. Ist halt eine fertige Gesamtmischung, die man höchstens in der Menge anpassen kann, aber nicht in der Zusammenseztung. Das meinte ich mit flexibel. Um bei Sangokai zu bleiben: du bekommst einen Dosierplan nach Beckengröße und dosierst 1 und 2 zu gleichen Teilen - fertig. Wenn jetzt z.B. Jod fehlen würden oder zu viel dosiert wird, musst du separat nachdosieren (wei bei deinem Beispiel bei ATI) oder die Gesamtmenge reduzieren, was wieder zur Folge haben könnte, dass andere Spuren fehlen.

    Bei Balling light könntest du die Mischung, in der Jod ist, etwas erhöhen oder erniedrigen - je nachdem. Es wirkt sich nicht gleich auf alle Spuren aus. Ist somit etwas flexibler.

    Vielleicht sollte man noch unterscheiden zwischen Balling, Spurenelement- und Nährstoffversorgung.

    Anbieter wie Balling light, ATI Essentials und bisher Oceamo bieten mit ihren Sets eine Balling und Spurenelementversorgung an. Da hat man dann die Wahl zwischen flexibleren Produkten, wie Balling light oder einfachen "all-in-one" Lösungen. Bei ATI beispielsweise sind alle Spurenelemente fix enthalten, die Menge orientiert sich am KH Wert. Bei Balling light kann man mit drei Spurenelement Mischungen "jonglieren", was das Ganze flexibler macht.

    Bei Anbietern wie Bartelt, Sangokai und neuerdings auch Oceamo ist neben Balling und der Spurenelementversorgung auch die Nähstoffversorgung inklusive. Im Idealfall hat man dann mit einer Versorgung alles abgedeckt. Ist einfach, aber dann eher unflexibel.

    Man kann es im Detail allerdings schlecht vergleichen. Es gibt bei jedem Versorgungssystem grandiose Becken, aber auch Becken, wo es nicht gut funktioniert, man oft Einzelstoffe nachdosieren muss oder einfach was fehlt. Das hängt hauptsächlich vom Besatz ab. Sangokai hat die Unterscheidung Basic, NRG (für Mischbecken) und HED (für SPS Becken), bei Balling light kann man flexibel die Spuren erhöhen oder verringern, zudem gibt es Nährstoffversorgungen wie AMIN oder MINS, die man dann zusätzlich dosieren kann.

    All diese Produkte funktionieren bei korrekter Anwendung. Wenn nicht, das muss man leider sagen, liegt es größtenteils am Anwender. Die Hoffnung, einfach das Versorgungssystem zu wechseln und es läuft, ist meist ein Trugschluss.

    Im Grunde ist es auch etwas übertrieben, von "Systemen" zu sprechen. Man könnte einfach auch Ballingsalze kaufen, sich das selbst anmischen und dazu noch eine bewährte Spurenmischung, vielleicht noch ein Nährstoffpräparat und das wars auch schon. Der Unterschied ist, dass die Anbieter halt erprobte Zusammenstellungen anbieten, wo man nicht groß experimentieren muss. Aber an sich ist das alles recht simpel.

    Jod und einzelne Spurenelemente wurden auch immer wieder monatlich zusätzlich verlangt und von Hand supplementiert.

    Dieselbe Erfahrung habe ich auch gemacht, sowohl früher bei den Essentials der ersten Generation als auch beim Nachfolger plus.

    Bei Sangokai und OCEAMO werden die Spurenelemente und Nährstoffe täglich getrennt von der Kalkversorgung in ausreichender Form dazu gegeben, können beide aber gemischt und gemeinsam dosiert werden.

    Gut zu wissen, ist mir neu!

    Hi Burkhart,

    so ist es! Das mit den drei Dosierpumpen habe ich allerdings nicht verstanden. Jeweils eine für DUO KH und Ca und jeweils eine für Sangokai 1 und 2, also vier. Oder mischt du Sangokai?

    ATI Essential pro/plus ist ziemlich ähnlich zum Oceamo duo.

    Das ist schon was anderes. ATI hat neben der Grundversorgung KH/Ca noch alle Spurenelemente mit drinnen. Bei Sangokai DUO ist das primär die KH/CA Versorgung. Sonst wäre das nicht kombinierbar mit Sangokai, denn da sind ja in Flasche 2 die Spurenelemente enthalten.

    Sangokai ist ja eins der wenigen Komplettsysteme. Neben den Spuren werden auch Aminosäuren, Kohlenstoff und andere Stoffe dosiert. Oceamo hat übrigens vor einiger Zeit ein ähnliches System zur Ergänzung von DUO rausgebracht (Regulator A+O)t. Kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, aber soll Sangokai sehr ähnlich sein. Ist halt um einiges günstiger.

    Da ich mit Sangokai sehr zufrieden bin und die Art von Jörg schätze, werde ich wegen den paar Euro nicht wechseln. Es sei nur erwähnt für alle, die es interessiert.

    Hallo Marko,

    ich habe auch ein 500 Liter Becken und wie Burkhart hatte ich mit ATI begonnen und bin jetzt seit 4 Jahren bei Sangokai/Oceamo DUO. Läuft wie am Schnürchen. Ich brauche auch 60-80ml pro Tag, obwohl ich ein Mischbecken habe (Bild dazu hier). Sangokai hält lange, da dosiere ich 2,3ml/Tag.

    Kosten: ca. 70 Tage Oceamo DUO/5 Liter, sind ca. 25 Euro/Monat. Sangokai NRG knapp 14 Euro/Monat. Finde ich ok!

    Hallo Marko,

    so wie du an die Sache rangehst finde ich prima. Auch wenn du nach einem Jahr sagst, dass du dir von den genauen Berechnungen, ICP Auswertungen und Einzeldosierungen mehr versprochen hättest, so basieren diese Erkenntnisse auf eigenen Erfahrungen - und nicht aufgrund von Höhrensagen bzw. aus zweiter Hand.

    Die Ratschläge sind alle gut gemeint. Wenn man es selbst überprüfen und eigene Erfahrungen sammeln möchte - umso besser.

    Hallo Andreas,

    das Produkt von FM heißt "Arctic Plankton", ist schon ne Weile her, dass ich das gekauft habe. Ich habe mir dann nochmal ein Video angeschaut, Claude sagt darin, dass die Mysis teilweise etwas zerschreddert sind. Das erklärt, warum mir meine Frostfuttermysis intakter vorkommen.

    In dem Video sagt er auch nochmal ganz deutlich, dass da keine Konservierungsmittel enthalten sind und das Ganze auf einer alten Konservierungsmethode basiert = Salzlösung. Er empfiehlt es zudem als Ergänzungsfutter, nicht als Hauptfutter. Kann am Preis liegen, aber auch am hohen Salzgehalt.

    Ich habe mir im Internet mehrfach einen Wolf gesucht, habe viel gefunden über Talapia Fische, die mit Salzzugabe übers Futter größer werden oder Lachsforellen, die man durch 12g Salz im Futter besser ans Salzwasser gewöhnen kann. Da geht es aber immer nur um kommerzielle Fischzucht.

    Ich bleibe jetzt einfach beim Frostfutter. Organe halten ne Menge aus, wir Menschen können auch über Jahre oder Jahrzehnte viel zu hohe Salzmengen verarbeiten. Irgendwann sind die Nieren dann geschädigt. Wenn man so gar kein Wissen darüber hat, wie es bei Fischen ist, lasse ich es im Zweifel lieber. Oder halt wie Claude empfiehlt, als schnelles ab und zu Futter.

    Hallo Klaus,

    wie gesagt, Mimose :winking_face:

    Die Mysis sind im Großen und Ganzen noch intakt. Ich bilde mir aber ein, dass mein derzeitiges Frostfutter besser es. Es sind fast ausschließlich ganze Mysis.

    Aber an dem Produkt von FM gibt es an sich nichts zu mäkeln, auch die das "Ocean Plankton" habe ich mal gehabt, das könnte man sogar mit der Dosierpumpe zugeben, z.B. nachts.

    Egal ob FM oder andere Firmen, mir sind diese Flaschen generell zu teuer. Wenn man die Mysis vom Wasser trennt und das mit Frostmysis vergleicht, zahlt man ein Vielfaches. Daher die Idee, es selbst zu machen.

    Hi Klaus,

    ich verwende Osmosewasser. Ich nehme das auch zum Trinken, Tee machen usw. Daher ist mein Wasserkocher immer gefüllt. Wasserkocher und Teemaschine sehen übrigens aus wie am ersten Tag :winking_face:

    Ich weiß nicht, hatte auch mal Platten und klar kann man die auch zerbrechen. Aber dann passt es doch nicht, man muss drauf rumhämmern, Hände stinken... Bin da vielleicht etwas mimosenhaft, aber als ich mal Liquid Mysis von FM ausprobiert habe, war ich begeistert.

    Ich würde daher vor dem Füttern "längere Zeit" *) in gelegentlich bewegtem Osmosewasser ausschwemmen.

    *) Aus dem Techniker-Bauch heraus geschätzte 30 - 45 Minuten

    Naja, die Idee ist ja, ein schnell einsatzbereites Futter zu haben. Jeden Tag Frostfutter auftauen ist jetzt kein Drama, aber mitunter nervt es. Man könnte sich eine eigene Mischung machen, in die Salzlösung geben, dann in einen Pumpspender und für ein paar Wochen easy füttern.

    Ist auch etwas flexibler, manchmal sind zwei Frostfutterwürfel zu viel und einer zu wenig.

    Faunamarin hat vor Jahren damit angefangen, mittlerweile gibt es auch ein paar andere Hersteller. Im Grunde ist das nichts anderes, ich habe den Salzgehalt ja gemessen in den käuflichen Mischungen. Die Firmen bewerben es als Dauerfutter.

    Der Zweifel bleibt trotzdem, denn wir du richtig schreibst, hat das Futter halt einen 4x so hohen Salzgehalt im Vergleich zu Meerwasser. Fische müssen ständig trinken und ihre Organe müssen ständig entsalzen. Somit könnte man meinen, das macht denen (auch auf Dauer) nichts aus. Wissen wäre aber schöner als vermuten.

    Allerdings müssten die Fische beim Händler auch betroffen sein

    Nein, viele Händler haben eine sehr niedrige Dichte, was den Ausbruch von Krankheiten entgegenwirkt. Außerdem könnten die Fische behandelt sein. Sind alles Mutmaßungen, aber ich habe auch einen Händler im Verdacht. Ist halt auffällig, wenn Fische nach dem Einsetzen verhältnismäßig oft krank werden und bei anderen Händlern nicht.

    Wenn die Dinger mit normalem Mischbettharz befüllt werden, reinigt ein Liter Harz 1500 Liter Wasser mit 1 dKH. Wie haben hier 14 dKH, d.h. ich käme auf 107 Liter Reinstwasser pro Liter Mischbettharz. Bei 8,8 Liter Füllvolumen käme ich auf 941 Liter Reinstwasser.