Beiträge von argonaut

    Hallo zusammen,

    kurze Rückmeldung zur Anthelia. Im Hauptbecken hat die Koralle die Tangfeilenfische nicht überlebt. Im Quarantänebecken ist sie ganz gut gewachsen. Das Becken habe ich kürzlich aufgelöst und die Korallen in das neue Kallax Becken übersiedelt. Bei der Auflösung des Beckens habe ich an drei Stellen Anthelia Ableger gefunden. Den Hauptstock habe ich separat in den Sand platziert ohne Kontakt zu umliegenden Korallen oder Gestein. D.h. die Ableger sind durch die Koralle verteilt worden.

    Beim Herausnehmen und Einsetzen ins neue Becken hat sich auch gleich ein neuer Polyp abgemacht, der durchs Becken trieb. Insofern ist es bei meiner Unterart so, dass sich diese Koralle - auch wenn sie singulär steht - über kurz oder lang im Becken verteilt. In kleinen Becken dürfte das weniger ein Problem sein, weil man es gleich sieht und sofort reagieren kann.

    Danke Sandy, das kann ich auch so bestätigen. PLA unter Wasser hält zwar eine Weile, wird aber irgendwann spröde. Klappt das Drucken bei dir mit PETG ohne Probleme? Ich habe vor Jahren mal versucht für eine andere Anwendung TPE oder TPU (gummiartig) zu drucken, das war furchtbar. Seitdem habe ich gelassen mit anderen Materialien, da jeder PLA Druck perfekt klappt.

    Wobei ich auch selten etwas für Unterwasser drucken muss. Höchstens mal einen Futterring, der halb im Wasser hängt.

    Ja, gibt es. ABS (nicht alle), PETG und natürlich PLA. Ich drucke ausschließlich mit PLA, das ist halt sehr einfach zu drucken. PLA ist kompostierbar, ungiftig und hält auch lange. Wobei es auch nicht für die Ewigkeit ist, wenn man zu dünn druckt bricht es nach ein paar Jahren.

    Aber sofern es nichts tragendes ist, ist das kein Problem. Bei tragenden Teilen (meine Hybridlampe liegt auf vier gedruckten Ständern auf) muss man halt mit hoher Füllung drucken.

    Hallo Elisabeth,

    danke, das wäre dann die kaufbare Alternative, sofern man keinen 3D Drucker hat.

    Ich drucke relativ oft etwas. Der riesen Vorteil ist, dass man es individuell abmessen und gestalten kann. Oder man greift auf schon gemachte Vorlagen zurück, wie beim Beispiel oben.

    Ich denke, die wenigsten haben einen 3D Drucker. Aber für alle, die einen haben, fände ich es ganz nett, wenn sich die Sammlung hier vergrößern würde.

    ein Ammoniakadsorber

    Hallo Burkhard, das wäre dann Zeolith, richtig?

    Spielen im MW/Salzwasser nicht die Chlorid-Ionen und die durch Chlorid-Ionen reduzierte Aufnahme von Nitrit-Ionen eine Rolle? So zumindest mein Stand.

    So habe ich es auch gelesen. Chlorid verzögert die Aufnahme von Nitrit, daher kommt es im Meerwasser nicht zu den plötzlich auftretenden Fischvergiftungen, die man im Süßwasser durch Nitrit kennt.

    Hallo Michael,

    Mir war nicht Bewusst, dass der pH mit der Beleuchtung zusammen hängt.

    Der pH Wert ist kurz vor Anfang der Beleuchtung am niedrigsten, kurz vor Ende der Beleuchtungsphase am höchsten. Nachts wird keine Photosynthese betrieben, der CO2 Wert steigt und der pH Wert sinkt. 7,9 morgens ist ok, sollte aber nicht wesentlich tiefer gehen.

    Das mit den Starter-Bakterien ist halt so eine Sache. Was sollen die futtern, wenn nichts im Becken ist? Zudem kommen mit Korallen genügend Bakterien ins Becken, so dass man die eigentlich nicht zusätzlich dosieren muss. Du solltest möglichst bald einen guten Schwung Korallen ins Becken setzen und eventuell auch ein paar Brocken Lebendgestein. Damit gelingt der Start wesentlich besser.

    Es gibt verschiedene Wege, Nährstoffe für die Korallen zur Verfügung zu stellen. Lebendgestein bringt immer etwas Nährstoffe ins Becken. Wer kein Lebendgestein möchte, kann Phosphat und Stickstoff separat dosieren, bei ATI gibt es eine Anleitung mit genauer Mengenangabe je nach Beckengröße, Alter und Besatz. Sangokai bietet das sogenannte START System an, da werden auch Nährstoffe dosiert, allerdings nicht so viel wie bei anderen. Es soll als eine Art Grundversorgung dienen für Korallen und Bakterien, ohne die Werte absolut zu erhöhen.

    Und schließlich kann man auch über Futter (Staubfutter, Pellets usw.) versuchen, Nährstoffe ins Becken zu bringen. Allerdings kann man das schlechter kontrollieren. Du gibst Futter ins Becken, das dann wiederum von Kleinstlebewesen und Bakterien zerkleinert und umgewandelt wird. Erst dann steht es den Korallen zur Verfügung, man sieht es am steigenden Phosphat und Nitratwert. Es gibt zwar auch Korallen, die das Futter direkt verwerten können, aber bei vielen habe ich da so meine Zweifel. Im schlimmsten Fall gibst du zu viel rein und das gammelt irgendwo.

    Und keine Sorge, die Einsiedlerkrebse holen sich das Futter von alleine. Du musst die nicht punktgenau füttern.

    Hallo Michael,

    immer erst die Dichte/Salinität bestimmen. Wenn die grob falsch ist, erst richtig einstellen und dann die anderen Werte messen.

    pH Wert: wann gemessen, wieviel Uhr bzw. in welcher Phase, Anfang der Beleuchtung, Mitte oder gegen Ende?

    Phosphat 0: nicht so gut. Gibst du irgendwas zu, anorganische Phosphatlösung, Futter?

    Ammoniak: kenne ich mich nicht mit aus, habe ich noch nie gemessen. Aber der Wert dürfte zu hoch sein.

    Ich habe am Wochenende ein neues Becken gestartet und was sehe ich heute: zwei weiße Fäden :winking_face: Kommt und geht auch wieder...

    Aber wenn Ca und Mg verbraucht werden dann sollte auch die Salinität, zum Beispiel auf 34/33 ppt senken.

    Ca macht ca. 1% aus. Wenn der Calciumwert z.B. um 40mg/Liter sinkt, hat das keinen messbaren Effekt auf die Salinität. Selbst wenn alles Calcium raus wäre, würde sich das nur minimal auf die Salinität auswirken.

    Durch Nachdosierung von Meersalz kann die Salinität auf 35 erhöht werden, was auch Ca und Mg automatisch erhöht.

    Wenn du die Salinität erhöhst, erhöhst du alle Werte gleichmäßig. Wenn du von 33 auf 34 erhöhst, steigt der Calciumwert um sagenhafte 12mg/Liter. Um beim Beispiel von oben zu bleiben: wenn theoretisch alles Calcium verbraucht werden würde, sinkt die Salinität grob um 0,34. Wenn du die Salinität dann von 33,66 auf 34 anhebst, führst du (wieder grob) 4mg/Liter Calcium zu. Du hättest dann wieder eine Salinität von 34 und einen Calciumgehalt von 4mg/Liter.

    Das ist natürlich komplett sinnfrei. Das was selektiv verbraucht wird, musst du selektiv zuführen.

    Hi,

    konnte ich auch schon beobachten. Wenn sie einen angenehmen Platz gefunden hat, verbleibt sie dort. Meine hat sich seit zwei Jahren nicht mehr wegbewegt, sie liegt auch eher etwas schattig. Bzw. lag, ich musste sie aus dem Becken nehmen.

    Hallo Michael,

    die Fäden können auch vom Schleim der Korallen stammen. Du schreibst, das Keniabäumchen kam am Mittwoch rein. Hat es da angefangen mit den Fäden?

    Grundsätzlich ist dieser Schleim sehr gut, er wird in einem eingefahrenen Becken schnell abgebaut und steht anderen Beckenbewohnern als Nahrung zur Verfügung.

    Warte nicht auf Algenphasen. Wenn du einen Schwung Korallen einbringst, bringst du auch immer Leben unterschiedlichster Art ins Becken. Da wo Korallen stehen und wachsen, wachsen keine Algen oder sonstigen Beläge. Hier ein aktuelles Beispiel, wie ein Becken nach 7 Wochen aussehen kann: RE: Zeigt her eure Becken! (Post Nummer #138)

    Zur Höhe des Aufbaus: kommt halt auf die Tiere an, die man pflegen möchte. SPS, die nach oben wachsen, sind schnell an der Wasseroberfläche. Auch viele Weichkorallen können sehr groß werden. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Korallen, die flächig wachsen oder insgesamt niedrig bleiben. Du kannst das schon so einrichten, dass die Höhe kein Problem darstellt.

    Hallo Michael,

    Wurmschnecken werfen solche Fäden/Netze aus. Man kann auf dem Bild nicht erkennen, woher das genau kommt. Was ist das für ein Stein? Sieht nicht nach der üblichen Riffkeramik aus, aber auch nicht wirklich nach einem lebenden Stein.

    Angenehm ist, dass sich viele Salate im Meerwasser lange nicht zersetzen. Man kann das einfach anklipsen und zur Not 2 Tage dort hängen lassen. Wenn es den Fischen immer vor der Nase herumwedelt, gewöhnen sie sich daran und vielleicht schnappt dann noch mal einer deiner Feinschmecker zu. :smiling_face: Ansonsten: vielleicht warten sie ja aufs Dressing :winking_face_with_tongue:

    Hallo Tina,

    bei mir frisst der Doc alle möglichen Kräuter und Salate. Ich mache die Blätter am Clip fest, so dass das ganze Blatt in der Strömung wedelt. Er frisst sehr gerne Rucola (habe ich von Frühjahr bis Winter auf dem Balkon), Löwenzahn, Endivien (bis auf den Strunk), Kopfsalat, Pflücksalat und Feldsalat. An ganz wenige Sorten geht er nicht ran, wie Pak Choi und Grünkohl.

    Habs eben mal wieder gefüttert. Klar, der Hawaii Doc und der Orangerücken Zwergkaiser gehen da immer ran, aber auch die Riffbarsche, Clownfische und auch einer der Tangfeilenfische fressen es. Normalerweise hänge ich die ganzen Blätter ins Becken und irgendwann sah ich einen der Tangfeilen daran knabbern, was jetzt regelmäßig der Fall ist. Er hat von Anfang an nur Mysis und Granulat gefressen.

    Insofern brauchts manchmal nur Geduld und ein paar unterschiedliche Darreichungsformen.

    Wenn man die Noriblätter in Osmosewasser einlegt für 5-10 Minuten, werden sie wie Elisabeth schreibt richtig weich und zerfallen leicht. Für die kleinen Fische habe ich das mal eine Zeitlang so vorbereitet. Dann zusammen mit dem Osmosewasser direkt in die Strömung gegeben. Kommt dann vielen Fischen zu Gute...

    Das worst case Szenario ist, dass man am Anfang in eine Limitierung rutscht, dann große Mengen an Phosphat dosiert, was zwar den Korallen gefällt, dann aber in Depots landet und nach 6-8 Monaten hat man dann steigende Phosphatkonzentrationen, die wiederum zu Folgeproblemen führen. Zudem fällt Phosphat auch gerne Eisen und Mangan aus und das freut Fadenalgen und Cyanos, die sich das als Nahrung aufschließen.

    Ist aber halt auch nicht so einfach als Anfänger. Und man liest es so oft mittlerweile. Michael, ich würde möglichst geringe Mengen Phosphat, im Idealfall über den Tag verteilt dosieren und zusätzlich wie Sandy vorgeschlagen hat Futter ins Becken geben. Aber auch hier nicht nach dem Motto "viel hilft viel".

    Hallo,

    Sandy, ich weiß du bist kein Fan von Phosphat. Aber wenn das Gestein viel Phosphat zieht und die Korallen sichtlich degenerieren, würde ich Phosphat dosieren. Das steht sofort zur Verfügung und sollte den Tag über verteilt in kleinen Mengen dosiert werden. Das gewaltsame Anheben auf einen "Sollwert" würde ich aber lassen. Meist wird das begleitet von ständigen Schwankungen, die viel mehr schaden.

    Ich würde trotzdem 1-2 Mal die Woche Futter ins Becken geben. Allerdings glaube ich nicht, dass angeschlagene Korallen, die nicht mal Polypen zeigen, sich da viel aus der Wassersäule rausholen . Das Futter landet dann im Becken, wird weiterverarbeitet und alles was übrig bleibt, wird am Ende dann verzögert zu Nitrat und Phosphat.

    Das ist ja im Grunde eine Art von prepaid Karte. So wie ich es verstanden habe, lohnt sich das für die Anbieter nur, wenn die Karte auch genutzt wird. Sie dürfen kündigen und wenn da nichts drüber läuft, höchstens mal sporadisch, kann es halt sein, dass die Karte gesperrt wird ohne dass du es mitbekommst. Daher ist es wohl zu unsicher über diese Karten.

    Hi Tina,

    wusste ich gar nicht, danke für den Hinweis. Wenn prepaid Karten nur 6 Monate gültig sind, macht das Ganze nur mit einer dauerhaften zweiten Simkarte Sinn.

    Ob es in diesem Fall was gebracht hätte, gute Frage. Aber da man ja an drei Nummern schicken lassen kann, könnte man den Partner oder Kinder noch mit einbinden. "Hey Papa, der Strom ist aus" :winking_face:

    Werner hat ja schon einige Erinnerungsfunktionen wie das Armband. Ob dann ein Zettel geholfen hätte, keine Ahnung, ist ja dasselbe Prinzip. Man muss halt dran denken...

    Ich selbst habe bisher gar keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen und fahre auf gut Glück. Ich werde mich jetzt mal bei meinem Handy Anbieter schlau machen, ob es so eine Zusatzkarte für wenig bis gar nix gibt und probiere es aus. Wir hatten in den letzten Jahren einmal einen Stromausfall für 3-4 Stunden, da war ich aber zu Hause. Ist halt riskant, es einfach so laufen zu lassen.

    Ich bin da früher schonmal drüber gestolpert, habe es aber aus den Augen verloren: https://stromausfallmelder24.de/

    Funktionsweise:

    Das ist eine App für 10 Euro, die man auf einem alten Smartphone installiert. Man braucht eine SIM Karte, entweder eine Zweitkarte oder eine prepaid Karte. Das Handy wird an einer beliebigen Stelle beim Aquarium in eine Steckdose gesteckt. Fällt der Strom aus, registriert das die App und schickt nach 5-30 Minuten (kann man einstellen) eine SMS an drei frei wählbare Empfänger. Geht der Strom wieder an, erhält man auch eine SMS.

    Finde ich ganz clever und es umgeht das ganze WLAN Gedöns. Mal abgesehen von den üblichen WLAN Problemen bringen viele Lösungen nichts, wenn der Strom im ganzen Haus ausfällt, dann fällt ja auch der Router aus.

    100% gibt es nirgends, aber diese Lösung finde ich noch mit am sichersten. Ersetzt natürlich kein Battery Backup, aber zumindest kann man nach 5 Minuten schnell reagieren.

    Ob das dir, Werner, was gebracht hätte, weiß ich nicht. Du hast ja bewusst den Strom für die Pumpen abgestellt. Die SMS wäre dann zwar verschickt worden, aber wenn du dann nicht mehr aufs Handy geschaut hättest, hättest du das auch nicht mitbekommen.

    Wer ganz sicher gehen will, kann auch zwei Handys verwenden. Eins für generelle Stromausfälle mit 5 Minuten Verzögerung, eins in der Steckdosenleiste für Pumpen, Aquariencomputer, Abschäumer, was auch immer, mit 30 Minuten Verzögerung. Das reicht dann in den allermeisten Fällen für Fütterung, Pumpenreinigung usw. aus.

    Hallo Dome,

    haste mal in die Sangokai Empfehlungen geschaut? Da gibt es auch eine Rubrik "Algenrefugium" und eigentlich ist da alles Wesentliche erklärt. Wenn du schon selbst was planst, wäre ein Algenrefugium im Bypass ideal. Lies das einfach mal alles durch, sind nur 2-3 Seiten.

    Hallo,

    was Sandy geschrieben hat, trifft den Nagel auf den Kopf. Ich bin selbst mal in jüngeren Jahren darauf hereingefallen beim LSD Mandarinfisch. Nach dem Motte Becken steht ja schon länger, also muss es reif sein und der Fisch hat genügend Futter. Er ist dann verhungert, ging nicht an andere Futtersorten und ich hatte damals auch keinen Zugriff auf Lebendfutter.

    Neben Fressfeinden ist die Ausgangssituation eher ungünstig für die meisten Kleinstlebewesen. Benthisch heißt ja nicht, dass die Tiere ständig am Untergrund kleben, die bewegen sich teilweise auch etwas ins "Freiwasser". Starke Strömung, Filterung, Pumpen, damit werden viele entfernt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es vom Nahrungsangebot reicht, einfach etwas Phytoplankton zu dosieren. Wahrscheinlich landet viel davon wieder in den Filtern.

    Was ich schon öfters gesehen habe sind große Populationen in wirklichen Algenrefugien. Also nicht ein paar Drahtalgen zur Nährstoffreduktion, sondern richtige Refugien mit viel Grünzeug, Steinen, Sand und moderater Strömung. Hier sollte zumindest ein Teil der Kleinstlebewesen dauerhaft überleben.

    Das Animpfen mit Lebendgestein wird so oder so nicht schaden, allerdings muss man sich auf die Quelle und Frische verlassen können und ich fürchte, lange hält das auch nicht vor. Aber immerhin besser als nichts.

    Hi,

    bei der ersten Kammer könntest du den Wasserlauf nach unten leiten, also nicht über die Glasscheibe, sondern unten durch. Die zweite Kammer ist nutzlos, den UVC kannst du auch einfach in das Abteil mit dem Abschäumer einbauen. Die Wasserdurchführung unten herum hätte auch den Vorteil, dass du dort die Pumpe bzw. die Ansaugung für den Abschäumer hast. Dann geht das frisch durchgeleitete Wasser direkt zum Abschäumer. Wenn du es oben drüber machst, fließt viel am Abschäumer vorbei. Zudem plätschert es.

    Die Beruhigungskammer würde ich ans Ende setzen, bevor es zur Rückforderpumpe geht. Da hängt man dann auch den Schimmschalter für das Osmosewasser rein.

    Drahtalgen sollten bewegt werden, darf also durchaus etwas Strömung sein. Ich habe dazu sogar eine Strömungpumpe im Einsatz, der "Ball" Drahtalgen rotiert ständig um die eigene Achse. Sonst bringt das nicht viel. Oben wächst es, unten stirbt es ab und gibt wieder Nährstoffe frei.

    Ob du überhaupt ein Algenrefugium brauchst, ist eine andere Sache. Aber die zusätzliche Kammer ist ja nicht verkehrt, da könnte man falls notwendig Kohle und andere Asorber mitlaufen lassen.

    Wenn man sich die Rezensionen bei Amazon zu dem pH-Buffer von Reef Microbe-Lift durchliest, schreiben viele, dass es zu einer massiven KH Erhöhung kam. Das wird schon der Grund sein.

    Ich würde folgendermaßen vorgehen:

    Blick ins Becken. Wie stehen die Tiere? Geht es 1-2 Tieren schlecht, der Rest steht ok da? Wenn Polypen offen sind, es keine Degeneration gibt und nur einzelne Korallen oder gar nur eine betroffen ist, würde ich nicht allzu viel ändern bzw. kann es dann auch am Standort (Licht, Strömung) liegen oder diese oder jene Koralle in dem Becken "will" einfach nicht.

    Wenn man sich nicht sicher ist, kann man auch mal Phosphat dosieren und nach 2-3 Stunden ins Becken schauen, ob die Tiere weiter aufmachen und optisch besser da stehen.

    0,03 ist nicht nichts und wenn die Tiere gut dastehen, muss man nicht zwangsläufig erhöhen.

    Allerdings muss das auch richtig gemessen worden sein und falls ja, kann aus 0,03 schnell n.n. werden, vor allem wenn man keine Erfahrung hat oder nicht regelmäßig misst. Am Anfang würde ich fast täglich, aber zumindest alle 2-3 Tage Phosphat messen.

    Daher gibt es die Empfehlung, Phosphat auf 0,05-0,1 zu erhöhen. Den Korallen schadet es nicht, aber es führt halt zwangläufig zu einer Depotbildung, d.h. irgendwann wird der PO4 Wert weiter steigen. Außerdem fällt Phosphat Eisen, Mangan und auch Aluminium aus. Letzteres ist oft in Keramik enthalten und das ist auch mit ein Grund, warum Phosphat so schnell "verschwindet".

    Mittlerweile sehe ich es daher so, dass man nicht unbedingt mit Gewalt höhere Phosphatwerte anstreben sollte. Aber im Zweifel und vor allem bei Anfängern, lieber mehr Phosphat als tote Korallen!

    Was Sandy schon angesprochen hat: Stabilität schaffen, bei allen Werten. Korallen kommen mit vielen absoluten Werten wunderbar klar, es sind meist die abrupten und ständigen Änderungen, die Probleme schaffen.

    Da ich das Becken nicht wirklich sehen kann, würde ich sofern die anderen Korallen gut dastehen, den KH absinken lassen, eventuell Phosphat dosieren, aber in jedem Fall regelmäßig messen.

    Wenn du große Wasserwechsel machst, musst du auf jeden Fall Phosphat und eventuell auch Stickstoff dosieren. Ich würde das alles wirklich vom Bild der Korallen abhängig machen.

    Halte ich für unnötig, das mit dem 100% Wasserwechsel. Die KH sinkt von alleine wieder, 13 ist kein Drama. Und das Problem mit den genannten Korallen bestand ja schon vorher.

    Es ist schwierig, das aus der Entfernung zu beurteilen. Vielleicht standen die Korallen beim Händler in deutlich nährstoffreicherem Wasser, zudem anderen Wasser von der Zusammensetzung her und Licht spielt natürlich auch eine Rolle. Etwas zu aggressiv beleuchtet + Umsetzen von nährstoffreichem in nährstoffärmeres Wasser kann schon reichen.

    Ich sehe auf den Bildern auch gesunde Korallen, insofern würde ich erstmal abwarten. Sich schnell auflösende SPS kann man nicht retten, höchstens fragmentieren mit gesunden Teilen.

    Wenn du die Korallen aus Witten hast, wäre doch Joe der richtige Ansprechpartner.

    Phosphat= 0,032

    Gemessen oder ICP? Ich frage wegen der dritten Stelle hinterm Komma :winking_face: Bei ICP wäre ich vorsichtig, kann stimmen, muss aber nicht. Der Orthophosphatgehalt wird berechnet, die ICP kann das nicht separat bestimmen. Also lieber nochmal mit Hanna oder Tröpfchentest gegenmessen. Um auf der sicheren Seite zu sein, würde ich einen Wert von 0,05 anstreben.

    Hallo Markus,

    ich habe auch noch Aqua Medic Coral Sand, aber ich möchte im Hauptbecken einen etwas feineren Sand 1-2mm. Auf die Idee mit den Kleinanzeigen bzw. privat bin ich nicht gekommen, schaue ich gleich mal. Ansonsten wird es der CaribSea. Ich hoffe, der schlämmt nicht wie der Steinbruchsand...

    Hallo Michael,

    Lag es an der Zugabe des PH-Buffer, dass der dKH-Wert so angestiegen ist?

    Ziemlich sicher, was ist das genau für ein Produkt?

    Habe ich noch eine andere Chance nur den dKH-Wert zu senken?

    Nein, die KH kann man mit keinem Mittel senken. KH, Ca und Mg beeinflussen sich gegenseitig, ich würde in nächster Zeit öfters messen. Wasserwechsel, da wirst du den KH nicht groß absenken, die meisten Salze haben ja auch schon eine KH von 8. Wenn du große Wasserwechsel machst, kannst du in eine Nährstofflimitierung kommen.

    Ein Paar Korallen (Stylophora und Seriatopora) verlieren Polypen und werden nackt/weiß.

    Schon vor dem pH Buffer oder erst danach? So große KH Sprünge in kurzer Zeit verkraften viele Korallen nicht gut.

    Ich würde etwas vorsichtig sein mit der Dosierung von irgendwelchen Mitteln. pH niedrig --> pH Buffer, Goldalgen --> DinoX .

    So ein paar Algen und Aufwüchse gehören am Anfang dazu, das muss man nicht alles gleich bekämpfen.

    Wenn du Atemkalk verwendest, ist ein pH von 7,6 etwas seltsam. Zieht der Abschäumer nur aus dem Atemkalk Reaktor Luft? Ich hatte es kürzlich, da hat sich ein Schlauch etwas gelöst und der Abschäumer hat normale Raumluft angesogen. Kaum repariert, ist der pH wieder um 0,2 angestiegen.

    Sonde kalibriert? Die pH Sonden müssen regelmäßig geprüft werden.

    Ansonsten regelmäßig lüften, falls das Aquarium in einem Raum steht mit hoher CO2 Belastung.

    Hi Stefan,

    wie schade um den Hasen!

    Ich habe in meinem Refugium Becken vor ca. 3 Wochen FluxRX dosiert. Die meisten Fadenalgen sind weg. An der Strömungspumpe hängen noch welche, teilweise etwas gräulich, aber auch noch mit grünen Bestandteilen. Da müsste ich jetzt eine zweite Runde dosieren.

    Schnecken, Flohkrebse, kleine Würmer sowie allen Korallen geht es gut. Auch höhere Algen werden von dem Mittel nicht beeinträchtigt.

    Allerdings kann man vorab schlecht sagen, ob es wirkt.

    Flucozanol blockiert die Synthese des Zellmembranbausteins Ergosterin. Pilze produzieren besonders viel Ergosterin, deswegen ist es ein gutes Pilzmittel. Ganz wenige Pflanzen bilden auch Ergosterin, darunter Bryopsis und manche andere Fadenalgen. Es wirkt nur bei diesen Pflanzen. Für alle anderen Organismen ist das Mittel komplett wirkungslos, daher kommt es zu keinen unerwünschten Kurz- oder Langzeitfolgen. Im schlimmsten Fall wirkt es nicht, weil deine Algen kein Ergosterin bilden.

    Hallo,

    ist nicht böse gemeint, aber die Kombination "möchte schönes buntes Becken" + keinerlei Erfahrung und Wissen + darf nicht zu viel kosten und Arbeit machen, das wird nichts.

    Wenn dich das Hobby wirklich interessiert, würde ich mit einem wesentlich kleineren Becken anfangen, u.U. gebraucht. Einfach um herauszubekommen, ob dich das packt oder nicht, wieviel Zeit und Geld du investieren musst, wie man mit Plagen zurecht kommt, wie Cynanos, Glasrosen, Algen, mit dem Messen, Dosieren und und und.

    Du wirst sehr schnell feststellen, ob es was für dich ist oder nicht. Mit einem kleinen gebrauchten Becken machst du nicht viel kaputt und wenn du dabei bleibst, hast du viel gelernt mit so einem Becken.

    Überleg mal, du stellst jetzt so einen Klopper ins Wohnzimmer und kommst dann zur Erkenntnis, dass du darauf gar keine Lust mehr hast. Es gibt einfachere Korallen, die mehr verzeihen, aber täusche dich nicht. Hinter jedem toll aussehenden Becken, egal mit welchem Besatz, steht ganz viel Arbeit und Wissen.

    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Im Netz gibt es sehr umfangreiche Infos, z.B. die viel zitierten Sangokai Empfehlungen A-Z. Lies dir das mal komplett durch, einfach um die ganzen Themengebiete mal kennenzulernen. Ist nicht alles immer relevant, aber du bekommst einen tiefen Einblick in fast alle Bereiche unseres Hobbys.

    Hallo zusammen,

    weiß jemand, wo man noch echten Korallensand herbekommt? Ich habe nichts gefunden, scheint nicht mehr in die EU importiert werden zu dürfen ohne weiteres. Ich bin noch auf "Nature's Ocean Premium Atlantik Coral Sand" gestoßen, kennt den jemand? Die Beschreibungen sind alle für die Tonne, jeder schreibt "natürlich", "echt" usw.

    Beim sogenannten Live Sand bin ich mir auch nicht sicher. Echter Sand, mit Bakterien geimpft oder einfach Steinbruchsand mit Wasser+Bakterien? Kennt jemand den Mrutzek Sand? Brauche eine Körnung zwischen 1-2mm.

    Was spricht gegen ein Zewa? Welches Reinigungstuch ist denn da besser geeignet?

    Zewa, Taschentücher, T-Shirts hinterlassen alle Fusseln und sind vergleichsweise rau. Außerdem schieben sie den Dreck gerne von A nach B. Man sollte ein Mikrofasertuch/Brillentuch verwenden und das auch ab und zu mal waschen. Die Tücher kosten fast nichts und sind speziell für Glas geeignet.

    Abgesehen von defekten Tests/Geräten findet halt jeder "seine" Messmethode. Viele kommen mit den Farbtests nicht klar, weil sie die Nuancen nicht unterscheiden können, bei anderen klappt es sehr gut. Die einen lieben die Hanna Eier, für andere sind sie ein Graus.

    Ist genauso wie bei der Bestimmung der Salinität. Spindel, Refraktometer, Leitwertmessung, alle haben Vor- und Nachteile. Man muss halt das finden, mit dem man am besten zurecht kommt.

    Hi,

    @Sandy: Oceamo ist das einzig mir bekannte Labor, dass den Phosphatwert photometrisch bestimmt. Sollte somit mit unseren Tests übereinstimmen.

    Ansonsten misst der Checker schon recht genau. Wichtig ist wie oben beschrieben, dass penibel sauber gearbeitet wird. Man sollte das Glas auch immer mit dem entsprechenden Reinigungstuch sauber machen. Kein Papier- oder Taschentuch verwenden. Eventuell mal das Ersatzglas verwenden. Auf dem Glas ist oben so ein schwarzer Ring eingezeichnet, der an einer Stelle unterbrochen ist. Das ist eine Markierung, um das Glas immer an der selben Stelle in den Checker stellen zu können.

    Wenn man das Pulver eingefüllt hat, 1-2 Minuten gut schütteln, damit sich alles auflöst.

    Wenn das alles nicht hilft, ist der Checker wahrscheinlich defekt.

    Ich habe mehrere Checker und bei allen ist das Ergebnis sehr gut. Es reichen halt schon minimale Fehler, um das Ergebnis zu verfälschen. Trotzdem können die auch mal defekt gehen oder fehlerhaft sein, das kann man nie ausschließen.

    Hallo zusammen,

    ich habe in dieser Woche relativ viel am Becken gemacht. Die SPS sind so groß und ausladend geworden, dass es nicht nur zunehmend schwierig wurde, das Becken gut zu beströmen, ich musste auch beim Scheibenreinigen ständig um die Korallen herum putzen.

    Ich habe eine Art Gartenzange, mit der ich Korallenäste abknipse. Das geht bei kleineren Ästen ganz gut, bei größeren ist es problematisch. Ich muss oft ansetzen, gleichzeitig aufpassen, dass ich mit den Händen nicht andere Korallen beschädige. Zudem übt man beim Zudrücken immer recht große Kraft in irgendeine Richtung aus. Bei mir hatte das zur Folge, dass drei ineinander gewachsene SPS sich von ihren Sockeln lösten. Zum Glück ist nichts passiert und ich habe es wieder so hinbekommen, dass die Korallen stabil stehen.

    Allerdings war ich noch nicht fertig mit Schneiden und jedes Mal wenn ich die Schere ansetzen wollte, wackelte das Ganze bedrohlich. Also musste eine andere Lösung her.

    Hier im Forum habe ich gelesen, dass jemand mal mit dem Dremel + Verlängerung unter Wasser gesägt hat. Mir war zwar etwas mulmig, habe es dann aber doch gewagt.


    Den Dremel mit dem Motor habe ich aufgehängt, die mechanische Verlängerung habe ich mit einem langen Handschuh (aus dem Veterinärbereich) vorsichtshalber umschlossen. Frei im Wasser hing nur die Diamant Trennscheibe und der Stiftaufsatz von 3mm. Wichtig ist, dass man das Gerät unter Wasser anmacht, sonst gibts ne riesen Sauerei.

    Was soll ich sagen, es hat sehr gut funktioniert. Die Äste waren im Nu ab und die Schnittkante ist sehr sauber.


    Man kommt mit dem Dremelaufsatz natürlich auch nicht überall hin, aber das ist dann halt so. Ich war überrascht wie gut es funktioniert hat. Der Einsatz ist jetzt knapp ne Woche her und allen Tieren geht es gut.

    Wer das nachmachen möchte sollte darauf achten, dass der Dremel weit genug vom Wasser entfernt ist (Spritzwasser), am besten man hängt ihn irgendwo auf. Die Welle von dem Dremelaufsatz ist geschmiert, hier besteht die Gefahr, dass ein Teil davon mit dem Wasser in Kontakt kommt. Nachdem ich den langen Handschuh abgenommen habe, war noch alles trocken bis auf ganz vorne.

    Ich werde es im Notfall auch weiter mit dem Dremel machen, vor allem große Äste bekommt man damit gut weg. Aber lieber wäre mir Handarbeit. Benutzt sonst jemand was anderes als so eine Schere? Es gibt ja die Zangen aus dem Medizinbereich, bekommt man damit fingerdicke Äste mit einem Schnitt durch?