Beiträge von argonaut

    Hallo,

    spielt es eigentlich eine Rolle bei der Algenbekämpfung, wenn der pH Wert nachts nicht bei 8,5 ist? Nachts stellen Pflanzen ja auf Dunkelatmung um, d.h. sie können keine Photosynthese betreiben und geben CO2 ab.

    Also wenn ich nachts nur auf 8,2 komme, dürfte das doch keinen Einfluss haben, solange während der Beleuchtungsphase ein ausreichend hoher pH Wert vorherrscht, oder?

    Warum werden eigentlich die Algen in den Korallen nicht auch geschädigt? Das einzige was ich mir vorstellen kann ist, dass Korallen ja Tiere sind und daher Sauerstoff aufnehmen und CO2 abgeben. Eventuell reicht das schon für die Algen in den Korallen.

    Ich habe gestern am Abend angefangen zu dosieren. Erst 100ml, dann 200ml, dann 500ml. Hat sich auf den pH Wert nicht so spürbar ausgewirkt, d.h. man braucht schon ordentlich Mengen.

    Heute morgen habe ich mal 2g Calciumhydroxid in 100ml Wasser verrührt und direkt in den Vliesfilter gegeben. Da ist der pH Wert um 0,15 gestiegen. Ich habe vorher einen Test mit dem Vlies gemacht und die Lösung in einen Becher laufen lassen. Die Flüssigkeit ist ähnlich klar wie beim angesetzten Kalkwasser, aber nach einer Weile setzt sich am Boden etwas ab. Insofern entfernt das Vlies nicht alles.

    Die Idee ist, mit der konzentrierten Lösung morgens die Hauptmenge zu dosieren, den Rest dann über den Tag mit dem angesetzten Kalkwasser. So braucht man nicht soviel Kalkwasser.

    Hi Tina, ICP sieht gut aus, Eisen z.B. n.n. Die Philosophie von Sangokai ist ja "weniger ist mehr", daher sind manche Spuren nicht nachweisbar in der ICP.

    Klar, meine Nährstoffe sind etwas hoch mit 0,2mg/l PO4 und 10-15mg/l Nitrat, aber das war früher auch schon so hoch und da hatte ich keine Fadenalgen. Eventuell habe ich mir die einfach eingeschleppt.

    Ich habe in den letzten Wochen peu a peu den ganzen Sand abgesaugt, das war sehr aufwendig. Schon krass, was das für eine Brühe ist. Hatte auch zu viel reingepackt und zu schlecht beströmt dazu.

    Jetzt stelle ich gerade das Strömungskonzept um. Die Korallen sind vielfach an der Wasseroberfläche und so groß geworden, dass es nicht so einfach ist, das alles gut zu beströmen.

    Ich möchte wieder auf einen PO4 von 0,05-0,1 kommen, da kommt mir das Kalkwasser gerade recht :winking_face:

    Dann kommt auch wieder Sand rein.

    Hi Tina,

    es geht nicht um das Kallax Becken, sondern um das 5 Jahre alte Peninsula 500. Ich entferne schon mechanisch viel, aber das Zeug kommt schnell nach. Schnecken gehen da nicht wirklich ran, FluxRx hat nicht funktioniert und einen Seehasen setze ich nicht ein, der verhungert mir auf Dauer. Es sieht nicht schlimm aus, aber die Dinger sind nervig und stören dann auch so Korallen wie Euphyllias, da wachsen sie am Skelett bis zum Gewebe hoch. Und da komme ich auch mit Bürste schlecht hin. Es bleiben halt immer kleinste Rest übrig und nach ein paar Tagen sind die Algen wieder gut sichtbar.

    Hallo,

    ich möchte Kalkwasser gegen Fadenalgen einsetzen. Ich dosiere ja jeden Tag KH und Kalzium über Balling, durchs Kalkwasser wird vor allem der Kalziumgehalt im Wasser steigen. Wenn ich richtig informiert bin, hat eine gesättigte Kalkwasserlösung 900mg/l Kalzium. Wenn ich dann beispielsweise 10 Liter Kalkwasser in mein 500 Liter Becken gebe, sollte der Kalziumwert rechnerisch um 18mg/Liter steigen. Ist das so korrekt?

    Der pH Wert im Becken schwankt zwischen knapp 8 und 8,2. Ich weiß nicht, wieviel Kalkwasser ich benötige, um dauerhaft auf 8,6 zu kommen. Gibt es da Erfahrungswerte, mit welcher Menge Kalkwasser ich rechnen muss, wenn die Prozedur ein paar Wochen gemacht werden muss?

    Ich habe dann noch die Idee, für das Kalkwasser einen Bag-in-Box Einsatz für Apfelsaft zu verwenden. Das sind 10 Liter Beutel, die luftdicht sind und sich zusammenziehen, wenn Flüssigkeit entnommen wird. Auf diese Weise gibt es keinen Luftkontakt und das Kalkwasser bleibt frisch. Wenn 10 Liter allerdings schnell verbraucht werden, dürfte es ein zu großer Aufwand sein, die immer wieder nachzufüllen.

    Den Bag-in-Box würde ich dann an den GHL Dosierer anschließen und automatisch dosieren lassen in Abhängigkeit vom pH Wert. Oder ist das zu kompliziert gedacht und es reicht, morgens und abends Kalkwasser zuzugeben?

    Hallo Reinhard,

    nein. Wenn ich den Hahn aufdrehe, dann rödelt die Anlage so ca. 8 Sekunden und es plätschert Spülwasser in das Abflussrohr unter der Spüle. Da gibt es einen separaten Anschluss, der in der Nähe der Membran rausgeht und direkt mit dem Abwasserrohr des Waschbeckens verbunden ist. Ich kenne nur die Direct Flow Anlagen, wie das bei anderen genau ist, weiß ich nicht.

    Hallo Paul,

    also entweder wir reden alle aneinander vorbei oder ich blicke es nicht. Das Leitungswasser geht in die Osmoseanlage, danach wieder heraus zum Wasserhahn. Drehe ich den Wasserhahn auf, geht die Druckerhöhungspumpe der Osmoseanlage an und das Wasser plätschert aus dem Hahn. Wenn ich den Wasserhahn wieder zu mache, läuft die Pumpe noch etwas nach und dann ist vom Eingang bis zum Wasserhahn ein Druck von 3-4 Bar.

    Wenn ich nun die Säule zwischen Wasserhahn und Osmoseanlage hänge, ist das ganze kein Problem, SOLANGE der Hahn offen ist. Schließe ich ihn, wird wieder im ganzen System der Druck von 3-4 Bar aufgebaut, inkl. Harzsäule. Da die Säule aber nur 0,4 Bar laut Hersteller vertragen kann, habe ich den Druckminderer gekauft. Auf der Seite zur Osmoseanlage liegt der normale Leitungsdruck an, auf der Seite zum Knepo Filter kann man mit einem Rädchen den Druck bis auf 0 Bar runterregeln. Ich habe den Regler soweit aufgedreht, dass beim Öffnen des Wasserhahns die Osmoseanlage anspringt. Dann ist kein Druck im gesamten System bzw. nur ein minimaler. Sobald ich den Wasserhahn wieder schließe, schaltet der Druckminderer und die Knepo Säule ist praktisch druckfrei.

    Genau, ist echt super vom Handling her. Ich hatte bisher zwei hintereinander geschaltete 1 Liter Kartuschen. Zum einen waren die relativ schnell erschöpft, zum anderen war das immer ein Gewürge mit dem Auseinanderbauen, Reinigen, Befüllen und wieder Anschrauben.

    Die Knepo Säulen hat hier im Forum mal jemand erwähnt, allerdings war mir nicht klar, dass die nicht viel Druck aushalten, steht auch nicht beim Hersteller im Produkttext. Andere Verkäufer erwähnen das in roter oder fetter Schrift, habe ich aber erst hinterher gesehen.

    Hi Sandy,

    da ist ein TDS Meter vor dem Mischbettharz und eins dahinter. Aber klar, es sollte möglichst länger am Stück verwendet werden. Ich schaue schon, dass ich gleich mehrere Sachen auf einmal abdecke und die Anlage mindestens 10-20 Minuten laufen lasse (Teewasser, Gießwasser, Aquarien usw.). Wahrscheinlich ist das schon zu kurz...

    Hallo Stefan,

    viel Erfolg! Ich habe vor 2,5 Wochen FluxRx angewendet, allerdings juckt das meine Fadenalgen im Hauptbecken überhaupt nicht.

    Ist leider so, wenn die Algenart auf FluxRx nicht reagiert, dann gedeiht sie wie alles andere im Becken prächtig weiter. Kann man nur testen und hoffen...

    Hallo zusammen,

    die Situation hatte ich ja. Hahn zu und der Druck wird im gesamten System aufgebaut, natürlich dann auch im Mischbettfilter. Die Idee mit dem Absperrventil hatte ich auch, aber dann hätte ich jedes Mal zuerst oben den Hahn und dann unter der Spüle den Sperrhahn aufmachen müssen. Da ich ziemlich oft Wasser entnehme, war mir das zu unpraktikabel.

    Burkhart, den Druckminderer kann man über ein Rädchen von 0-4 Bar einstellen. Das funktioniert wirklich sehr gut, er macht jetzt bei 0,1-0,3 Bar zu. D.h. auch wenn der Hahn oben geschlossen ist, ist zwischen Druckminderer und Mischbettsäule/Wasserhahn praktisch kein Druck vorhanden.

    Wenn ich mit dem Finger den Wasserhahn halb zuhalte, schaltet der Druckminderer sofort. Hätte nicht gedacht, dass das so einfach und auf Anhieb funktioniert. Somit habe ich meine Anlage unsichtbar im Unterschrank und kann bequem über den Wasserhahn das Osmosewasser entnehmen.

    Heute kam schon der Druckminderer, funzt einwandfrei:


    Pro Minute kommen 900ml aus dem Hahn, das reicht. Es benötigt bei dem Höhenunterschied von ca. 50cm nicht mal die 0,4 Bar. Ich habe es jetzt so eingestellt, dass so wenig Druck wie möglich in der Knepo Säule herrscht. Wenn ich den Wasserhahn zudrehe und der Druckminderer zu macht, ist die Anzeige bei knapp über 0 Bar. Auf jeden Fall weit unter dem zulässigen Maximaldruck von 0,4 Bar.

    Hallo,

    ich habe mir eine Knepo Leersäule 6 Liter gekauft für das Mischbettharz. Bisher hatte ich so zwei kleine 0,5-1 Liter Kartuschen und sowohl vom Handling als auch von der Effektivität her war das nicht optimal.

    Nun steht die Säule vor mir und es wird angegeben: bis maximal 0,5 Bar Druck. Somit kann ich die Säule nicht direkt nach der Osmoseanlage anschließen. Die Anlage ist unter dem Waschbecken, das Entnehmen geht über einen zweiten Wasserhahn in der Spüle. Das möchte ich so beibehalten. Jetzt habe ich ein Druckminderer gefunden, bei dem man den Druck einstellen kann (hier).

    Ich könnte den zwischen Osmoseanlage und Leersäule anbringen. Im aktuellen Betrieb liefert die Osmoseanlage ca. 1 Liter pro Minute Osmosewasser. Wenn jetzt "nur" noch 0,5 Bar rauskommen, reduziert das die Wassermenge nicht beträchtlich?

    So ganz verstanden habe ich dich glaube ich nicht. Wenn du mit der Kalibrierlösung eine bestimmte Abweichung ermittelst, kannst du das doch künftig bei deinen Messungen mit einberechnen. Wenn du eine neue Indikatorlösung kaufst, machst du wieder eine Referenzmessung und hast dann eventuell eine andere Abweichung, die du mit dem neuen Faktor berechnest. Oder meinst da was anderes?

    Ich habe heute mal Calcium mit drei Tests gemessen:

    Salifert 400

    Red Sea 405

    Hanna Ei 399

    Besser geht es glaube ich nicht. Allerdings lag mein erster Test mit Hanna bei 520 und ich weiß wirklich nicht, was ich da anders gemacht habe. Mir ist nur aufgefallen, dass die Messung C1 etwas länger gedauert hat als üblich, eventuell war das Glas nicht ganz sauber. Oder das verwendete Osmosewasser war nicht ganz sauber. Habe dann alles gewaschen und nochmal neu gemessen und dann hat es gepasst.

    Das hilft dir jetzt nur bedingt weiter, aber wenn es bei dir so große Abweichungen gibt, würde ich die Tests zurückschicken, falls möglich.

    Ich finde mittlerweile, der Hanna Ca Test war ein Fehlkauf. Er ist wesentlich aufwendiger und fehleranfälliger. Und der günstige Salifert Test funktioniert 1A, wie auch der Red Sea Test.

    Auch der Salifert KH Test ist recht genau, günstig und schnell gemacht.

    Wenn ich es jetzt nochmal entscheiden müsste, würde ich PO4 und Nitrat mit dem Hanna Eiern messen, den Rest mit anderen Tests. Der KH Test von Hanna ist zwar bei mir gut, aber letztlich nicht weniger genau oder ungenau als andere Tests, dafür aber auf Dauer wesentlich teurer.

    Man kann sich manchmal auch in das Messen hineinsteigern. Mir ging das mal mit der Salinität so. Greisinger Leitwertmessgerät, die große Tropic Marin Spindel und ein Refraktometer mit Kalibrierflüssigkeit. Hat alles nicht übereingestimmt und ich habe die Spindel sogar zu Hans Werner eingeschickt, um sie testen zu lassen. War in Ordnung.

    Mit ein wenig Abstand und erneuter Messung hat es dann hinterher doch wieder gestimmt. Irgendwie seltsam manchmal.

    Ich will damit nicht sagen, dass immer der Anwender Schuld ist, die Tests können je nach Charge auch mal sehr daneben liegen. Das gilt übrigens leider auch für die Kalibrierlösungen, wo alle möglichen Sollwerte auf der Flasche stehen. Ist mir auch schon passiert und man liest es immer mal wieder. Daher ist im Zweifel da auch nicht wirklich immer Verlass drauf.

    Hallo,

    der Begriff Kalibrieren ist schon korrekt. Wenn man von der Definition ausgeht Kalibrieren ist "ein Messprozess zur Feststellung und Dokumentation der Abweichung von Anzeigewerten eines Messgerätes oder einer Maßverkörperung gegenüber denjenigen von einem anderen Gerät oder einer anderen Maßverkörperung, die in diesem Fall als Normal bezeichnet werden." (Wikipedia)

    Ich glaube, die Verwirrung rührt daher, dass man meint, man würde dann etwas am Gerät verändern können. Z.B. wie beim Refraktometer, wo man eine Kalibrierflüssigkeit hat und dann mit einem kleinen Schraubendreher das Gerät bzw. die Anzeige verstellt. Das muss aber nicht so sein gemäß Definition bzw. nennt man das dann Justierung.

    Also wenn man eine Kalibrierflüssigkeit von Hanna hat und den Test durchführt, hat man hinterher eine Abweichung, die man dokumentieren kann und künftig über einen Faktor berechnen muss.

    Ob man jetzt wirklich nochmal 30 Euro ausgeben sollte für ein Hanna Kalibrierstest, sei dahingestellt.

    Was man nicht vergessen darf, Hanna gibt z.B. beim Calcium Test eine Abweichung von +-6 % an. Das kann schon erheblich sein! Allerdings sind die gemessenen Werte von Andy weit über dieser Abweichung. Also entweder klappts mit der korrekten Durchführung der Messung nicht oder es liegt an einer schlechten Charge der Hanna Eier.

    Ich habe eben mal mit einer erst kürzlich geeichten Laborwaage die 0,1ml Spritze vom Hanna Ca Test überprüft. Bei korrekter Anwendung zeigt die Waage: 0,1 Gramm (Süßwasser). Passt.

    Dann zu der Markierung der Hannagläser. Wenn ich diese typischen grünen Spritzen bis zur 10ml Markierung auffülle, kommt fast immer 10g (ebenfalls mit Süßwasser getestet) heraus. Meist so 9,96g, 9,94g oder auch mal 10,02g. Das hängt natürlich mit der Ungenauigkeit des Strichs zusammen, bis wohin man die Spritze aufzieht. Aber ob jetzt genau 10,0g oder 9,94-10,02g, das wird sich auf das Testergebnis nur marginal auswirken. Und wenn ich diese Menge dann in das Glas von Hanna gebe, stimmt auch die Markierung bei Hanna.

    Insofern kann ich das mit der falschen Markierung bei meinen vier Hanna Eiern nicht nachvollziehen.

    Aber Claude, da wird doch eine Zahl angezeigt, das stimmt auf jeden Fall! Spaß beiseite, kenne ich von Kunden auch zur Genüge und leider sind viele der üblichen Waagen nicht sehr genau. Ich habe gestern eher zufällig noch dein Live Video gesehen (bzw. war es dann nicht mehr live, aber egal) und musste schmunzeln, als du erklärt hast, wie man den Behälter mit den Balling Lösungen auffüllt. Das ist eigentlich idiotensicher und extrem anwenderfreundlich und trotzdem geht es bei einigen schief.

    Daran wird sich nie was ändern, man kann es nur so einfach gestalten wie möglich.

    Auf der anderen Seite gibt es genügend Leute, die solche Sachen ohne Probleme hinbekommen. Insofern wird es auch immer die geben, die sich das selbst herstellen und eben den großen anderen Teil, die es fertig von einem Hersteller kaufen möchten.

    Zu deinen Bildern: Der Füllstand ist zu hoch. Das Wasser wölbt sich leicht und in der Mitte sollte der Wasserstand die Linie berühren. Ist die Wage geeicht oder hast du Eichgewichte? Ohne Überprüfung bringt das nichts. Ich habe eine 10 Euro Billigwage aus China. Die zeigt beim selben Test, den ich eben gemacht habe, 10,11 Gramm an. Und mein Wasserstand ist niedriger. Welche ist nun korrekt? Wahrscheinlich beide nicht, ohne Eichung oder Eichgewicht (Referenz) bringt das ebenso wenig...

    Hallo Andy,

    ja, ich meine die Referenzlösung von ATI.

    Ich habe mir über die Kalibrierung der Eier noch nie Gedanken gemacht, weiß auch gar nicht, was Hanna dazu schreibt. Ich habe noch Nitrat und Phosphat und mit allen komme ich zu vernünftigen Ergebnissen im Vergleich zu ICP und anderen Tests.

    Der Ca Test ist etwas aufwendig. Ich habe am Anfang überlesen, dass man die kleine Mini Pipette nicht komplett durchdrückt, sondern nur bis zum ersten Anschlag. Und dann beim Umfüllen in das Röhrchen drückt man über den ersten Anschlag bis zum Ende, so dass wirklich alles Wasser im Röhrchen landet.

    Das sind so Fehlerquellen, die man leicht übersieht.

    Natürlich ist es extrem nervig, wenn man zwei Tests hat, die beide weit auseinander liegen. Im Zweifel würde ich zunächst nochmal jeden Schritt des jeweiligen Tests genau durchgehen und nochmal messen. Wenn das alles nicht hilft, kommt man ohne Referenz nicht wirklich weiter.

    Hallo Bernd,

    ich bin ja auch in Fan von DIY und natürlich kann man Balling auch selbst ansetzen mit guten Salzen. Allerdings kostet das Hobby eh schon viel Geld und Zeit und es gibt heutzutage so einfache, sofort anzuwendende Produkte, da habe ich persönlich keine Lust, das immer neu abzuwiegen, zu mischen, ewig zu schütteln usw.

    Für das neue Kallax Becken verwende ich seit einer Woche All for Reef und werde da meine Erfahrungen sammeln. Wenn das dauerhaft klappt, wäre das natürlich der Hit. Eine Dosierpumpe, ein Produkt und fertig.

    Hallo Andy,

    von ATI gibts ne Literflasche Kalibrierflüssigkeit für 16-17 Euro, da sind alle die von dir genannten Werte enthalten. Oder wie Chris vorgeschlagen hat, ICP machen und vergleichen. Wobei KH in den Laboren auch per Titration bestimmt wird.

    Noch dazu ist mir aufgefallen, dass die Makierung an den Reagenzgläsern nicht stimmen kann.

    Ich hab mal ne Grammwage und eine gute Tranzferpette gegen gehalten.

    Das wäre extrem ungewöhnlich. Wieviel Gramm hast du für 10ml genommen?

    Die Fehlerquellen sind mannigfaltig, ich würde zuerst eine Gegenprobe machen mit Referenz oder ICP und dann schauen...

    Ich habe den Hanna Calcium und den Red Sea Calcium Test und den Hanna KH und den Salifert KH Test. Die liegen alle jeweils +-0,1-0,2 im selben Bereich.

    Hi Claude,

    danke für die Rückmeldung. In diesem Zusammenhang habe ich vor kurzem einen Podcast von Jörg Kokott gehört, in dem er sagte, dass sich alle 6-7 Jahre die Community extrem wandelt bzw. neu zusammensetzt. Neue Leute steigen ein, alte hören auf oder sind nicht mehr aktiv an Diskussionen beteiligt. Er erzählte das in Zusammenhang mit Veröffentlichungen von ihm und anderen, in denen bestimmte Themen schon vor 20 Jahren eigentlich erschöpfend abgehandelt wurden.

    Allerdings in Quellen, die dann nicht mehr zur Verfügung stehen, weil es die Magazine und Bücher nicht mehr gibt. Und dann tauchen diese Themen immer wieder von Neuem auf und werden teilweise auch gehypt.

    Insofern ist dieser Thread auch ein Teil dieser Entwicklung. Im Internet finde man schon genügend Seiten, die das Thema ausführlich behandeln und eben auch die Nachteile aufführen. Aber wie es halt so ist im Internet, gibt es zig Seiten mit teils widersprechenden Infos und Interessen und dann kann man auch mal die Übersicht verlieren.

    Mich hat das Thema in Zusammenhang mit der Bekämpfung von Fadenalgen interessiert. Als Hauptbeckenversorgung käme das für mich nicht in Frage, weil es eben auch diverse Nachteile gibt und es heute gut entwickelte, funktionierende Versorgungssystem gibt.

    Osmotischen Druck etc. etc. sehe ich nicht so Problematisch . Z.B. Soleier! Da nimmst 1 Ltr Wasser und 50 Gramm Salz um die Eier Haltbar zu machen!

    Hallo Jürgen, naja, Soleier sind gekochte Eier, die man dann nochmal in heißes Salzwasser gibt. Unser Futter kann man ja im Grunde wie frische Meeresfrüchte/Fisch behandeln, das ist schon nochmal ein Unterschied. Und klar, in die Eier gelangt kein Salz, da funktioniert das mit der Osmose nicht.

    Aber wenn du einen Fisch in 10% Salzlake legst, hat er nach eine Weile auch 10% Salz im Inneren.

    Die Haupteinflussfaktoren für die Haltbarkeit sind Temperatur, Dauer der Lagerung und Keimbelastung. Keime sind immer vorhanden, man sieht sie nicht und weiß letztlich nicht, wie belastet das Frostfutter ist. Auch der unsaubere Umgang kann zusätzlich Keime einbringen. Dummerweise merkt man das erst, wenn es stinkt oder sich verändert. Aber davor kann das Futter durchaus schon hohe Keimzahlen aufweisen und das würde ich den Fischen nicht füttern.

    Und es ist ganz klar, dass Salz erst aber 10% aufwärts sicher gegen den meisten Keime wirkt. Hier mal ein Beispiel für die Wachstumsrate von verschiedenen Bakterienstämmen in Abhängigkeit des Salzgehalts:

    Das ist der Grund, warum in den Liquid Foods verschiedener Hersteller ein Salzgehalt von ca. 12% enthalten ist. Sonst ist da ja nichts enthalten, was gegen Keime wirkt.

    Wenn du aus Erfahrung weißt, dass bei 2 Grad C. ein wenig Salz ein paar Tage oder ne Woche reicht, ok. Aber wir sollten das hier nicht als Empfehlung hinstellen. Nicht dass Leute, die keine Erfahrung haben, das einfach mal pi mal daumen zusammenmischen. Könnte nach Hinten losgehen...

    weshalb nicht die Hauptfütterung?

    Hi Klaus, die Fütterung der Fische komplett zu automatisieren ist für den Urlaub ok, aber ich finde, man sollte einmal am Tag dabei sein und "bewusst" füttern. Fressen alle Fische, sind sie gesund, bekommen alle was ab usw. Dann wirft man auch gleich noch einen Blick auf die Korallen und das gesamte Becken und damit ist die tägliche Visite erledigt.

    Natürlich spielt es keine Rolle, wenn man eh öfters am Tag vor dem Becken ist, aber für mich ist die Fütterung eine tägliche Konstante, bei der ich immer ins Becken schaue. Deswegen würde ich die Hauptfütterung bei mir nicht automatisieren.

    Du bist ja zuchtmäßig ziemlich aktiv, da könnten solche Automatisierungen schon interessant sein. Vor allem wenn Larven sehr konstant gefüttert werden müssen. Kenn mich da aber zu wenig aus.

    Was mich interessieren würde ob man die D.pumpe auch IN den Kühlschrank montieren könnte???

    Würde ich nicht machen bzw. nur, wenn du den elektrischen Anschluss der Pumpe wasserdicht bekommst. Da entsteht ja immer Schwitzwasser, das irgendwo kondensiert...

    Eventuell muss man den Schlauch gar nicht spülen. Du hast ja, wenn er gefüllt ist, die Salzlake drinnen, da sollte nicht viel passieren, vor allem wenn täglich soviel dosiert wird, dass immer frisches Futter drinnen ist. Wenn du es mit Wasser spülst, bekommst du es ja nicht wirklich sauber, aber salzfrei. Dann hätten Keime wahrscheinlich eine bessere Grundlage.

    Muss man vielleicht einfach mal ausprobieren. Fauna Marin empfiehlt ja sein Ocean Plankton für die Dosierpumpe. Wenn es grundsätzlich Quatsch wäre, würde es sicher so nicht draufstehen.

    Der Wasserentzug wird wohl nix machen! Wenn man nur Granulat füttert ist auch kein Wasser drin!

    Danke für den Erfahrungsbericht. Granulat ist neutral, aber die Salzlösung enthält das 4fache an Salz. Und durch Osmose dringt das Salz in die Mysis oder was auch immer drinnen ist ein und verdrängt das Süßwasser. Die Futtertiere enthalten dann das konzentrierte Salz. Was ich nicht weiß ist: wieviel Salz gelangt überhaupt in die Futtertiere und ist die Entsalzung für Fische eine ganz normale, nicht belastende Stoffwechselfunktion oder bekommen die auf Dauer auch Probleme mit zu viel Salz. In dem Fall übers Futter.

    Mach ich schon länger! Die ewige Auftauerei ging mir auf die Nerven. Bei Fauna Marin kannst auch z.B. flüssiges Artemis kaufen und das ist meines Erachtens auch nicht anders gemacht!

    Da hatte ich die Idee her :winking_face: Claude Schumacher sprach in einem seiner Videos von einer sehr alten Methode, Stoffe haltbar zu machen. Und da habe ich dann halt den Salzgehalt gemessen, etwas recherchiert und im Grunde ist das eine einfache und effektive Methode. Der Vorteil ist zudem, dass man es immer wieder alle paar Wochen frisch machen kann und es nicht lange beim Händler rumsteht.

    Das mit dem Kühlschrank habe ich mal in einem Video gesehen (siehe hier) Da wird ein Mini-Kühlschrank aufgebohrt für die Schläuche, wieder verschlossen und dann kann man tatsächlich Stoffe dosieren, die gekühlt werden müssen. Cool wäre das schon, nicht bezüglich der Hauptfütterung, die man aus verschiedenen Gründen schon selber machen sollte, aber für Zwischendosierungen, Phytoplanktion und spezielle Futter wäre das schon sehr nett.

    Mal abgesehen vom Platz hätte ich aber Bedenken was die Schläuche anbelangt. Das dürfte recht schnell verkeimen.

    Was es wohl bald geben wird, ist ein Frostfutterautomat, siehe https://www.indaquatics.com/

    Allerdings geht das schon eine Weile, ich habe da letztes Jahr schonmal reingeschaut, da war er immer noch nicht im Verkauf.

    Sieht seltsam aus, sind die Algen mit Dinos überzogen?

    Ich kann da gar nicht hinschauen, wenn Korallen so drumherum mit Algen zuwachsen. Rupf sie raus! Du bist der Chef der Cleaning Crew, vielleicht schauen die Schnecken sich was ab :winking_face:

    Hi Torben,

    ich habe letztens welches bei White Corals gekauft. Die kündigen immer den frischen Import an und haben recht viel. Qualität super, allerdings war ich vor Ort und habe es selbst ausgesucht. Keine Ahnung, wie die das über den Versand machen und ob man da immer so glücklich ist. Hängt sicher davon ab, wie gut man es beschreibt und wie der jeweilige Mitarbeiter dann passend (oder eben nicht) auswählt.

    Faunamarin hat weniger LS, aber hier dürfte die Qualität auch sehr gut sein.

    Ideal wäre aber, wenn du in der Nähe einen Händler hättest, wo du dir das raussuchen kannst.

    Hallo Ralph,

    was die Algen anbelangt kann man aus der ICP nicht wirklich was ablesen. Hast du mal eine Nahaufnahme gemacht?

    Ich würde die Algen regelmäßig mechanisch entfernen. Hast du die Cleaning Crew erweitert, fressen die den Algenaufwuchs?

    Es gibt verschiedene Algenarten und nicht immer sind die Wasserwerte die Ursache. Bryopsis ist es ziemlich egal ob viele oder wenig Nährstoffe im Becken sind. Auch die häufig vorkommenden Derbesia Fadenalgen gedeihen in nährstoffreichem- wie armen Wasser.

    Manchmal reicht halt eine Spore, die man von einem Ableger mit ins Becken bekommt. Findet diese Alge gute Wachstumsbedindungen, d.h. Nährstoffe, wenig Konkurrenz, breitet sie sich aus. Normalerweise gehen diese Phasen auch wieder vorbei, allerdings hängt es auch von der Algensorte ab.

    Ich würde auf mechanisches Entfernen, Cleaning Crew und weitere Konkurrenz in Form von Korallen setzen. Am Wasser liegt es nicht.

    Hi,

    Ca und KH ist klar, aber was dosierst du von der Menge her an Basis 1 + 2? In einer der Flaschen sind Spurenelemente enthalten, in der anderen organische Inhaltsstoffe. Es gibt ja den Basis Dosierplan, da fängt man mit 0,1ml/100 L pro Tag an und ab der 6. Woche 0,5ml/100 Liter.

    Normalerweise ist das schon recht ausgewogen, deine Werte sind da etwas ungewöhnlich, vor allem bei dem schwachen Besatz an Korallen.

    Insgesamt wirkt es etwas planlos, sorry. KH 15, Phosphat sehr hoch, Jod extrem niedrig, Dichte zu niedrig usw. Du musst da irgendwie für dich einen Weg finden, die Hauptwerte stabil zu halten. Du hast sehr robuste Korallen, die kaum tot zu kriegen sind. Bei anderen sähe das schon wieder anders aus...

    Ist etwas schwierig mit der Beratung. Stehen bei dir Fische im Vordergrund? Es gibt ja auch Leute, für die stehen Fische im Zentrum, Korallen sind da nur Hintergrund Deko. Und dann muss man auch nicht jeden Wert perfekt einstellen, Weichkorallen, Affenhaar usw. vertragen einiges.

    Hallo,

    wie ist die Dichte/Salinität? Die ist zu niedrig oder ist das so gewollt? Jod ist kritisch wenig vorhanden.

    Bei den anderen Elementen schwankt es auch sehr, tendenziell ist oft zu wenig enthalten. Wenn du da jetzt mit Adsorbern rangehst, werden die auf jeden Fall noch weiter absinken. Vor allem der Eisenadsorber zieht viel aus dem Wasser.

    Phosphat ist natürlich schon ne Menge. Hast du einen hohen Fischbesatz oder wie ist das gekommen? Du kannst mit verschiedenen Methoden Phosphat und Nitrat senken, aber wenn die Ursachen gleich bleiben, kämpfst du da immer gegen an.

    Ich weiß nicht, welche Korallen du drinnen hast, aber ich würde größere Wasserwechsel machen. Zum einen, um die Zusammensetzung des Wassers wieder mehr ins Lot zu bringen und zum anderen um Phosphat und Schadstoffe zu reduzieren. Dann die Ursachen für den hohen Phosphatwert (und wahrscheinlich auch Nitratwert) abstellen und dann kannst du immer noch vorsichtig mit Adsorbern arbeiten.

    Hast du Nitrat mal gemessen?

    Spurenelemente sind KH/CA1/Ca2 von Sa.....ki auserdem nutri-Basic 1/2/3

    Verwendest du das normale Basis System von Sangokai? Wie lange und wieviel dosierst du pro Tag?

    Hallo,

    ich wäre wirklich sehr vorsichtig mit diesen Adsorbern. Die Durchflussgeschwindigkeit spielt auch eine Rolle. Hoher Durchfluss, schnelle PO4 Absenkung. Ich würde da nicht erst nach einer Woche messen, sondern ziemlich oft, vor allem wenn man damit wenig Erfahrung hat. Die Spurenelemente müsstest du auch im Blick behalten, vor allem Eisenadsorber ziehen ne Menge aus dem Becken. Siehe z.B. hier: Reaktormedien

    Hallo Torben,

    hast du mal ein Bild vom Becken? Wie alt sind die Lebendsteine?

    Es gibt wohl Leute, die können mit Riffzement unter Wasser mörteln, ich habe es einmal versucht und gleich wieder gelassen. Riesen Sauerei!

    Wenn du das alles umbaust und die Steine auseinanderbrichst, bringst du alles ziemlich durcheinander. Evtl. könntest du es dann auch komplett neu machen mit frischen Steine, außerhalb des Beckens geklebt.

    Wenn du die alten Steine verwenden möchtest, kannst du dann nicht Säule für Säule machen? Ich würde es draußen kleben/mörteln oder wie Erwin geschrieben hat, die lebenden Steine auf ein PVC Rohr auffädeln. Das ist wahrscheinlich die cleverste Variante.