Beiträge von Burkhard Ramsch

    Die elektronische Messung des pH-Wertes ist m.M. nach im Meerwasserbereich unverzichtbar. Teststreifen und -tropfen sind einfach zu ungenau.
    Das Fabrikat ist für aquaristische Zwecke nicht so wichtig. Die Wartung ist ausschlaggebend. Wenn eine Meßkette monatelang nicht kalibriert wird oder dabei überalterte Kalibrierlösungen verwendet werden, kann aus der Messung nichts Vernünftiges werden. Wichtig auch: immer zur gleichen Zeit messen, wenn keine Dauermessung vorgenommen wird.

    Weiteres:

    https://www.aquacare.de/index.php/aqua…-verfahren.html

    Niedriger pH-Wert und vor allem starke pH-Wert-Schwankungen können einige Fische (insbesondere Doktorgruppe) nicht gut vertragen. Dieser Streß kann weitere Folgen auslösen, z.B. eine schnellere Infektion mit Parasiten.
    Und wenn wir schon einmal beim Streß sind: kommt ein neuer Fisch (ohne Krankheitsanzeichen) ins Becken, ist das purer Streß für ihn und für die anderen (wir haben auch Probleme damit, direkt aus eine Plastiktüte mitten in der City von Tokio ausgesetzt zu werden). Diese Streß führt zu einer Immunschwäche, auf die Parasiten nur gewartet haben.

    Die Bindung des CO2 im Atemkalk wird in drei Phasen durchgeführt, in der ersten Phase wird das CO2 durch Wasser H2O zu Kohlensäure H2CO3 gebunden. !!!!!!! Ohne Luftfeuchtigkeit ist hier bereits Schluss. Die Kohlensäure reagiert dann mit dem NaOH zu Natriumcarbonat (Na2CO3) und Wasser. Atemkalk sollte deshalb rund 14-19 % Wasser enthalten.

    Hallo Daniel,

    ob das so genau abläuft, weiß ich nicht.
    Ich kann mir vorstellen, dass das vorhandene Wasser der Luftfeuchigkeit erst die Natronlauge auf dem Adsorber bildet. In dieser Lauge kann sich das CO2 auf Grund des hohen pH-Wertes excellent lösen. Dann geht's weiter Richtung Carbonat.
    Warum aber ohne Wasser das Granulat heiß werden soll, ist damit nicht zu erklären. Da muss eine andere stark exotherme Reaktion ablaufen.
    Nichts desto trotz steht es auf dem Beipackzettel. Und den sollte man auch beachten.

    Bis UV wirkt kann dauern. Wenn es überhaupt noch wirkt. Ich habe 80 Watt an einem 350 Liter Becken zwecks Quarantäne. Da treten trotzdem Krankheiten auf.

    Bei UV-Leuchten muss man auch aufpassen, dass sie regelmäßig gewartet werden.
    - Die UV-Lampe sollte nicht zu viele Stunden auf dem Buckel haben. (die aquaristischen Leuchten haben leider keinen Stundenzähler oder gar UV-Sensor)
    - Das Quarzrohr sollte peinlich sauber sein. Mit der Zeit können sich Beläge bilden, die regelmäßig entfernt werden sollten (also aufschrauben und putzen).
    - Der Durchfluss sollte stimmen.
    :nauseated_face: Achtung: die Leuchte nie während des Betriebs öffnen. Verbrannte Haus heilt schnell wieder aus aber eine verbrannte Netzhaut ist irreversibel geschädigt.

    Die O3-Leistung nimmt prinzipiell mit steigender Luftfeuchtigkeit ab. Wasser bremst einfach die schnellen Elektronen ab und erniedrigt die Ozonreaktionsrate.
    Ob eine Trocknung nötig ist oder nicht, ist Auslegungssache. Wenn der Effekt (höheres Redoxpotential) nicht ausreicht, gibt es nur zwei Möglichkeiten: größeres Gerät oder bessere Nutzung des kleineren durch einen Trockner davor.

    Hallo Artur,

    der in meinen Augen wichtigste Punkt ist die Kühlung der LEDs. Oft werden die LEDs bis an die Grenzen oder darüber hinaus thermisch belastet. Von passiv gekühlten Systemen (außer denen mit sehr niedriger Leistung) kann ich nur abraten. Über dem Aquarium kann man selbst im Winter Temperaturen von über 30°C erreichen. Wenn dann die Kühlung auf 25 oder gar 20°C ausgelegt ist, leiden die LEDs indem sie schneller altern und eine niedrigere Ausbeute haben.
    Große Ventilatoren, die langsam laufen, sind akustisch wesentlich angenehmer als kleine, die schnell laufen.
    Wenn Du Cluster einbauen willst, sollten diese mit heat pipes gekühlt werden. Da gibt es 'ne Menge Kram im Computer-Tuning-Bereich.
    Und welche LEDs? Da kann man nur ausprobieren. Ich würde immer bekannte LED-Hersteller bevorzugen. Denn auch Datenblätter bestehen nur aus Papier und schwarzer Tinte.

    Außenluft -> Atemkalk -> Lufttrockner -> Ozon -> Abschäumer

    Wenn ein Lufttrockner eingesetzt wird, darf der Atemkalk auf keinen Fall danach geschaltet werden. Der Atemkalk könnte sich zu stark erhitzen - es wird eine Mindestrestfeuchte von 20% benötigt.
    Ozon immer als letztes Element vor dem Abschäumer, um keinen Ärger mit nicht-ozonresistenten Materialien zu bekommen.

    Gibt es da tatsächlich noch was, das Osmose mehr rausholen könnte?

    Vollentsalzer können nur geladene Teilchen (Ionen = Salzbausteine) aus dem Wasser herausholen. Umkehrosmose filtriert nicht nur Partikel wie z.B. Mikroplastik (tatsächlich auch schon im Trinkwasser angekommen) sondern auch ungeladene Teilchen, einige Hormone, Medikamentrückstände u.v.a.. Da man als Aquarianer nicht weiß, was tatsächlich im Wasser herumschwirrt, empfehle ich immer die Kombi RO+VE. Wenn dann diese Bausteine auch tatsächlich gewartet (Filterwechsel, Membranwechsel, Harzregenerierung) und überwacht werden (Leitfähigkeitmessung), kann (fast) nichts mehr passieren.
    Eine ICP-OES-Analyse wird leider für diese Thematik nichts nützen, da nur die Elemente erfasst werden, nicht aber die Verbindungen.

    Es wird hierbei nicht die Alkalität (KH) beeinflusst

    Habe ich auch lange Zeit gedacht. Im allgemeinen stimmt es wohl. Doch scheint es Fälle zu geben, bei der die KH trotzdem ansteigt. In unserem Fischsystem (kein Kalkreaktor, kein Ballling) steigt reproduzierbar die KH (wenn man nicht aufpasst sosgar über 12°dH), wenn der Kalkwasserreaktor in Betrieb ist. Warum weiß ich nicht. Es scheint sich CO2 bei hohem pH-Wert (im Becken ca. 8,2) zu Hydrogencarbonat/Carbonat umzuwandeln.

    Auf die Pumpen bezogen, was den dreifachen Preis wirklich rechtfertigt

    schau Dir einfach mal die Stundenlöhne an. Ich glaube kaum, dass Du für 500 EUR (das sollen iPhone-Arbeiter verdienen) arbeiten möchtest. Aber das geht jetzt wirklich in Richtung Politik.
    Aber ein anderes Beispiel: wenn die Hauptpumpe des Aquariums den Geist aufgibt, bleiben Dir, wenn Du Glück hast, 24 Stunden Zeit, um den Kreislauf wieder in Gang zu bekommen. Wenn eine Firma einen 24h-Service anbieten (kostest übrigens auch Geld), bist Du auf der sicheren Seite. Ansonsten würde ich mir ganz schnell eine baugleiche Pumpe (oder zuminstest eine Pumpe mit gleichen Anschlüssen und ähnlicher Leistung) anschaffen, um nicht das komplette Aquarium zu verlieren. Der Wert übersteigt bei Weitem die Einsparung durch Billigprodukte - vom ideellen Wert und der ethischen Verantwortung einmal abgesehen.
    Und Klaus muss ich Recht geben, Produkte aus China, die eine Topqualität haben, kosten auch richtig Geld. Ein Beispiel ist die Blue Eco, da geht eine 240 W-Pumpe bei ca. 1000 EUR los.

    In China bekommst Du alles von absolutem Schrott bis HighEnd. Wie übrigens in Deutschland auch.

    Hi Nils,

    leider kann man nicht alle Bakterien über einen Kamm scheren. Ich zähle mal die wichtigsten Gruppen für die Aquarstik auf:

    - autotrophe Bakterien: sie nehmen anorganischen Kohlenstoff aus Kohlendioxid, bzw. Hydrogencarbonat oder Carbonat zum Einbau in die Zellen. Die Energie zum Leben nehmen sie aus z.B. Ammoniak oder Nitrit (die Nitrifikanten) oder z.B. aus Schwefel (die Bakterien im Schwefel-Nitratfilter). Diese Bakterien brauchen keinen organischen Kohlenstoff (können teilweise aber mit organischem Kohlestoff ein wenig besser wachsen; dann spricht man von mixotroph).

    - heterotrophe Bakterien: sie nehmen organischen Kohlenstoff (Alkohol, Stärke, Zucker, Eiweiß....) auf, entnehmen die Energie und bauen den Kohlenstoff in ihre Strukturen ein. Für diese Prozesse wird Sauerstoff gebraucht. Den nehmen sie aus dem Wasser. Wenn dort keiner mehr ist, können einige Bakterien auch den Sauerstoff aus Nitrat verwenden (heterotrophe Denitrifikation). Wenn auch kein Nitrat mehr vorhanden ist, kann wiederum ein Teil dieser Bakterien Sulfat als Sauerstoffquelle verwenden - dann stinkt es nach Schwefelwasserstoff (faule Eier) und der Bodengrund wird schwarz. Und wenn nicht einmal mehr Sulfat vorhanden ist, geht's in die Gärung - dann ist das Aquarium endgültig am Ende. :smiling_face_with_halo:

    Weitere Infos:
    https://www.aquacare.de/index.php/aqua…blick-welt.html

    https://www.aquacare.de/index.php/aqua…ick-welt-2.html


    Lebende Stein sind etwas ganz Besonders: außen leben die sauerstoffbedürftigen Bakterien und je weiter man nach innen kommt, nimmt die Sauerstoffversorgung ab und es wird Nitrat verwertet (abgebaut). Ähnlich funktioniert Siporax und andere Sintermaterialien - sie müssen nur offenporig sein. Wenn aber kein abbaubarer Kohlenstoff vorhanden ist, funktioniert die Denitrifikation nicht.

    So extrem wird es bei ein und dem selben Aquarium nicht sein. Aber genaue Zahlen kenne ich nicht. Um das auszurechnen müßte man das Reaktionsvolumen in der Rieselkolonne, den Arbeitsdruck und die Häufigkeit der Entlüftung kennen. Das habe ich bei unseren Systemen auch nicht gemacht. Herauskommen würde nur die Aussagen "unser Reaktor verbraucht x% mehr an CO2" - ist PR-technisch nicht gerade optimal. :thinking_face: Außerdem kann der Reaktor im Sparbetrieb laufen (ob das der DaStaCo kann, weiß ich nicht), wenn der Bedarf niedrig ist.

    Ich möchte niemanden zu nahetreten. Aber die Frage ist genauso wie "wieviel Liter verbraucht mein Auto?". Auch der Kalkverbrauch in einem Aquarium ist extrem unterschiedlich. Wir haben schon Unterschiede von mehr als Faktor 20 bei ein und der selben Aquariumgröße gemessen.
    Man kann es nur selbst ausprobieren und ob 2 oder 40 kg pro Jahr dabei herauskommen, wird sich zeigen.
    Die leistungsstarken Systeme DaStaCo (=AquaCare-Prinzip) haben eine Falschgasentlüftung und damit einen etwas höheren Verbrauch. Dafür können sie aber auch SPS-Plantagen mit Extrembeleuchtung versorgen. Die herkömmlichen, leistungsschwächeren Kalkreaktoren sind ein wenig sparsamer, versagen leider bei Maximalleistung, indem der pH-Wert im Aquarium einfach zu weit fällt (in meinen Augen die Ursache, warum oft gegen Kalkreaktoren gewettert wird. Bildlich gesprochen: 10 Tonnen Steine können mit einem Fiat 500 einfach nicht transportiert werden).

    Der Profi liebt das Chaos: ist eine Methode, definitiv. :winking_face:

    Aber bitte auch einmal an den Fall denken, wenn der Profi - aus welchen Grund auch immer - einmal ausfällt. Wer soll da den Überblick bewahren? Selbst Kleinigkeiten können dann nur sehr schwer ausgeführt werden.

    Der Verbrauch an CO2 steigt mit der Leistung an. Je höher die geforderte Leistung desto mehr wird CO2 verbraucht. Diese Regel ist unabhängig vom Kalkreaktortyp.

    Auch der pH-Wert am Auslauf des Reaktors beeinflusst den CO2-Verbrauch. Je niedriger er liegt, desto mehr CO2 wird verbraucht. Der Auslauf-pH-Wert ist sehr stark vom Reaktortypen und dessen Einstellung abhängig.

    LG Burkhard

    eigentlich sollte es per ICP-OES passieren. Ich habe aber auch mal ein Ergebnis gehabt:
    nach RO-Anlage: 0 mg/l
    nach dem Vollentsalzer: deutlich über 1 mg/l

    Bei einem Kunden-Meerwasseraquarium wird seit ewig um die 2-4 mg/l Si gemessen - aber von Kieselalgen keine Spur.

    Was da läuft, weiß ich leider auch nicht.

    LG Burkhard

    Wichtig! Alle Pumpen, die starke Magneten haben, müssen sehr vorsichtig behandelt werden, wenn die Läufer aus dem Gehäuse gezogen werden. Noch mehr, wenn die Läufer wieder eingesetzt werden. Knallt der Läufer ungeschickt ins Gehäuse auf das Gegenlager, können diese schnell zerstört werden - dann wird's teuer. Und natürlich: RTFM :smiling_face:

    LG Burkhard

    Hallo Roli,

    ich hoffe, dass die Pumpe des CLs mit Kugelhähnen am Rohrleitungssystem geklebt ist. Kugelhähne zu und Pumpe abnehmen. Eine flache Auffangschale unter der Pumpe ist dabei besonders praktisch.
    Wenn nicht, wird es schon komplizierter:
    1. Wenn Du an die Auslassöffnungen im Aquarium herankommst, kannst Du PVC-Kappen draufstecken (mit Teflonband eingedichtet sogar vollkommen dicht) und die Pumpe bequem ausbauen.
    2. Man kann ein Rohr auch mit aufblasbaren Gummiblasen verschließen - zur Not tut's ein Luftballon.
    3. Auf längere Sicht sollten aber Kugelhähne installiert sein. Wichtig! Kugelhähne öffter mal schließen und wieder öffnen, damit sie nicht festwachsen/verkalken. Gilt übrigens für alle im Meerwasser installierten Kugelhähne.

    LG Burkhard

    Kugelhahn/Ventil und Verschraubungen

    Leider sind die meisten Kugelhähne bzw. Verschraubungen nicht kompatibel, d.h. jeder Hersteller hat seine O-Ring-Größe beim gleichen Bautteil bei gleicher DN. Und schon hat man mehrere Dutzend unterschiedliche O-Ringe im Programm und nur ein Bruchteil der Aquarianer ist dazu bereit, einen anderen O-Ring/Flachdichtung nachzurüsten - "wieso, da ist doch einer". Und dann kommen noch die ganz einfach gestrickten und verlangen beim Kauf von einem O-Ring von z.B. 5 EUR kostenfreien Transport.

    LG Burkhard

    Strömungstechnisch sind alle Varianten suboptimal - da sticht nur der Rücksackablauf positiv ins Auge.
    Ob Mitte oder Ecke: die Position sollte immer vom Gesamtkonzept abhängig gemacht werden. Wenn eine Seite neben der Frontscheibe ebenfalls eine Hauptblickrichtung ist, wäre es unschön, gerade dort einen Schacht zu bauen.
    Beim Seitenschacht muss an einer Ecke mit der Strömung gebastelt werden, beim Mitteschacht hat man schon zwei Baustellen.
    Jeder Schacht kostet Strömung, jeder Aufbau und jedes Tier jedoch genauso.
    Wichtig ist, dass man genügend Reserven hat. Im leeren Aquarium ist die Strömung Hurrikan-mäßig, sobald die Aufbauten und Tiere im Becken sind, sieht es schon anders aus. Schnell müssen Zusatzpumpen installiert werden. Die Strömungspumpen im Aquarium sind heutzutage so klein geworden, dass man schnell Veränderungen mit nicht allzu großen optischen Einbußen realisieren kann. Ein Closed Loop System hingegen muss sehr, sehr gut vorausgeplant werden. Veränderungen am CL können nicht oder nur sehr schlecht vorgenommen werden.

    LG Burkhard

    Eine Weichkoralle abzuschneiden, ist grundsätzlich Stress für das Tier. Kommt es zu weiteren Stressfaktoren (Transport, neues Wasser, Temperaturkarussell) wirken diese bestimmt nicht positiv auf das Tier. Die von der besagten Fachverkäuferin gemachte Aussage würde ich somit nicht ganz verunglimpfen. Sie weiß ja auch wirklich nicht, ob das Tier in Meerwasser oder einfach nur in Salzwasser landen wird. Das Risiko, dass das Tier nicht überleben wird, steigt mit der Schneiderei.
    Auch die Größe des Tieres spielt eine Rolle: je größer sie sind, desto öfter schmollen sie. Mit sehr großen Weichkorallen (so ab 20-30 cm) haben wir auch schon Probleme gehabt, obwohl sie im gleichen Wasser umgesiedelt wurden.

    LG Burkhard

    Meerwasser ist grundsätzlich übersättigt an Gelöstkalk (mal Extrema ausgeschlossen), deshalb löst sich Kalkstein (Korallenskelette, Lebendgestein) nicht im Meerwasser auf.
    Der Unterschied zwischen Abschäumer und Aquarium kann nicht besonders hoch sein, sodass eine nachgeschaltete Kalksäule nichts ausrichten kann.
    Ich habe mal gerade nachgemessen: Aquarium pH 8,35, direkt nach dem Abschäumer pH 8,33 - dabei können die 2/100stel Unterschied aufgrund der unterschiedlichen Anströmung an der pH-Messkette liegen.

    (Aquarium: zur Zeit 1500 l, Abschäumer H2O: 2000 l/h, Luft: 500 l/h; KH 8°dH; ziehmlich geschlossenes Technikum, so dass der pH-Wert ohne Manipulation deutlich unter 8,0 sinkt)

    Bei erhöhter CO2-Konzentration im Raum sinkt der pH-Wert im Aquarium langsam unter pH 8,0. So bleibt einem nichts anderes übrig, als Gegenmaßnahmen zu treffen:
    1. CO2-Adsorber "Atemkalk"
    2. Kalkwasserdosierung
    Mit beiden Methoden habe ich den pH-Wert ähnlich anheben können.

    LG Burkhard

    Oft ist es ja nicht *was*, sondern *wie* es gesagt wird.

    Das ist für mich in der heutigen Zeit der allerwichtigste Punkt. Zu schnell wird drauflos gehetzt, gemeckert, "gehatet"...
    Man kann alles sagen - ist sogar sehr wichtig, auch negative Kritik kann ins Positive verlaufen, wenn man sich Gedanken macht und manchmal sogar einen Fehler einsieht und es nächstes Mal besser macht. Und wenn die Forenleitung einigermaßen neutral bleibt läuft's.

    LG Burkhard

    Hallo Fabian,

    und schon wieder jemand auf den Namen hereingefallen "real reef rock". Das Material kommt nicht aus dem Meer; da legt der Hersteller sogar selber wert drauf. Es soll die gleiche Zusammensetzung haben.
    Das soll keine Wertung des Produktes sein. Mir gehen bloß diese ganzen Bezeichungen auf den Wecker, die vortäuschen, dass man ein Naturprodukt hätte: Fiji White Sand, Bora Bora u.v.a.

    LG Burkhard

    Hi Spooner,

    grundsätzlich ist alles zu einem sehr hohen Prozentsatz Calciumcarbonat (mal von den Magnesiumgranulaten und Dolomitgestein abgesehen). Selbst ein Granulat, dass schon grau statt weiß aussieht, hat normalerweise mindestens 99% Calciumcarbonatanteil. Der Rest sind irgendwelche Elemente, die einfach dazwischengeraten sind.
    Es ist ein Trugschluss, das dieser Rest sich genauso auflöst, wie das Calciumcarbonat. Nehmen wir einmal an, dass Barium als Bariumsulfat im Kalkbruch enthalten ist. Bariumsulfat ist praktisch unlöslich. Selbst mit konzentrierter Salzsäure löst es sich nicht auf - da muss schon kochende Schwefelsäure her. (Dass Barium mit der ICP messbar ist, liegt daran, dass das Plasma praktisch alles kaputtschießt - auch das Bariumsulfat - die vorhergehende Salzsäureauflösung hat da nichts mit zu tun).
    Als was Barium im Kalkbruch tatsächlich vorliegt, wüßte ich auch gern. Vielleicht gibt es hier im Forum einen Mineralogen (w/m), der weiter helfen kann.
    Das Argument der Spurenelementversorgung wird auch immer von Befürwortern von Korallenbruch angeführt. Dabei werden die Spurenelemente nicht in dem Verhältnis in das Kalkskelett eingebaut, wie Korallen sie benötigen und was eingebaut wurde, wird nur z.T. wieder im Kalkreaktor aufgelöst (s.o.). Für Korallenbruch spricht nur die gute Löslichkeit, weil das Calciumcarbonat eine andere Struktur hat (Aragonit / Calcit); die oft unbekannt Herkunft spricht jedoch gegen Kalkbruch. Übrigens: Aragonit aus einem Steinbruch gibt es nicht, auch wenn die Gesteinsschicht von Korallen hergestellt sein sollte. Mit Druck und genügend Zeit wird aus Aragonit immer Calcit.

    Ich sehe einen Kalkreaktor als Methode zur Anreicherung mit Gelöstkalk. Spurenelemente würde ich immer regelmäßig dosieren, um sicher zu sein, dass sie zumindest zeitweise vorhanden sind. Auch die ICP gibt in meinen Augen nur eine gefühlte Sicherheit: es wird zwar die Konzentration des Spurenelements gemessen, jedoch nicht sein Zustand: ist es überhaupt für die Organismen bioverfügbar? Die Natur ist zum Glück sehr flexibel; das sieht man schön an der Fähigkeit vieler Lebewesen, unwirksames Eisen in geringsten Konzentrationen durch Siderophore aufzunehmen und umwandeln zu können.

    LG Burkhard

    Die Angaben von Spurenelementen in Kalkmaterialien für Kalkreaktoren sind in meinen Augen vollkommen nutzlos. Es ist vollkommen unklar, welche Elemente in den doch eher harmlosen Bedingungen eines Kalkreaktors (pH 6,5 oder gute Systeme mit pH 5,5) tatsächlich gelöst werden. Eine Feststoffanalyse (ich gehe davon aus, dass es eine war, obwohl die Einheit dann eigentlich mg/kg wäre; evtl. ein Übersetzungsfehler von ppm) des Granulats sagt nichts darüber aus, was wirklich im Aquarium ankommt.

    - Man kann auch einen Gold-Nugget ins Wasser werfen und sich wundern, dass die Gelöst-Goldkonzentration nicht ansteigt.
    - Adsorbermaterialien auf Aluminiumbasis wäre sonst auch sofort tödlich.

    Mit der Angabe Phosphat nicht nachweisbar wäre ich vorsichtig. Calciumcarbonat ist ein Naturprodukt, dass durch Sedimentierung und/oder Kalkskelettablagerungen entstanden ist. Wenn alle Angaben im deutlichen Mikrogrammbereich gemessen wurden, muss fast zwangsläufig auch Phosphat nachweisbar sein.
    Der Reinheitsgrad des Kalkmaterials ist aber in einer anderen Hinsicht sehr wichtig: je reiner das Material, desto besser löslich ist es. Verunreinigungen (=Spurenelemente) behindern eher den Löseprozess und senken die Leistungs des Kalkreaktors.
    Die Kalkmaterialien werden nicht aus dem gleichen Steinbruch stammen (evtl. nur rein zufällig). Selbst aus ein und dem selben Steinbruch werden unterschiedliche Kalkmaterialien gewonnen - je nachdem, welche Gesteinsschicht man abbaut.

    LG Burkhard

    Das taue ich dann auf und mische unterschiedliche Sorten zusammen. Der Brei wird mit Knoblauch und Vitaminen angereichert und direkt wieder in Portionsgröße eingefroren.

    Auftauen und wieder einfrieren ist keine gute Idee. Bei diesem Prozess geht eine ganze Menge an Gutem drauf und Bakterien vermehren sich ratzfazz.
    Besser die großen Tafeln im gefrorenen Zustand z.B. mit eine Eiszange in kleine Protionen zerstückeln und wieder zurück in den Gefrierschrank (so luftdicht wie möglich, z.B. Plastiktüte mit Zip-Verschluß). Jeden Tag die unterschiedlichen Würfel mischen und auftauen lassen. Nach dem Abspülen kann das Futter dann noch mit Zusätzen angereichert werden. Nach eine 1/4 Stunde verfüttern.

    LG Burkhard

    Die Algen werden wahrscheinlich Caulerpa sein - werden sowieso bald gefressen. Wenn nicht, dann herauszupfen.

    Die Krebse sind leider gar nicht zu erkennen, aber wenn so viele davon herumschwirren, sind es normalerweise Gammarus - lecker Futter für Fische.
    Ich gehe davon aus, dass das Aquarium ganz neu eingerichtet ist und noch keine Fische vorhanden sind.

    LG Burkhard

    Tja, welches Material? Wenn es PE sein sollte, kannst Du es nur schweißen, da hilft kein Kleben - nicht einmal mit Primer. Frag einfach den Hersteller des Filters an, welches Material verwendet wurden.

    LG Burkhard