Beiträge von Burkhard Ramsch

    Es hat sehr lange gedauert. Aber nun ist wieder unser Phosphat-X-Globuli verfügbar. Es war gar nicht leicht, einen Hersteller zu finden, der uns das Spezialmaterial mit den gewünschten Merkmalen zu einem vernünftigen Preis herstellt.

    Für diejenigen, die noch nicht unser Phosphat-X-Globuli kennen, hier die wesentlichen Eigenschaften:

    • hohe Adsorptionsfähigkeit - auch Silikat wird aufgenommen
    • sehr niedrige Phosphatkonzentrationen sind möglich
    • kein Abrieb / kein Staub: insbesondere bei modernen Energiesparpumpen können kleinste Partikel aus herkömmlichen Adsorbern auf Eisenbasis einen kapitalen Schaden verursachen
    • keine Abgabe von Farbstoffen
    • ideal anwendbar im Fließbettreaktor / Wirbelbettreaktor


    Probiert unser Phosphat-X-Globuli am besten in unseren Fließbettfiltern von 0,5 bis 88 Litern Volumen aus.

    Für die Profis haben wir eine Adsorptionsisotherme, die genau Auskunft über die mögliche Kapazität gibt:

    Jörgs Einwände pflichte ich bei. Zumindest ein Vorhang o.ä. sollte das Aquarium abschirmen.

    Die UP8000e halt ich für ein bisschen klein. Die UP11000e wäre da meine Wahl. Bei 1000 Litern sollte ca. 5000 l/h durch das System laufen. Das schafft die UP8000 auch bei bester Verrohrung nicht. Die UP11000e hat den Vorteil, dass sie wahrscheinlich leicht gedrosselt laufen wird: leiser und energiesparender.

    Hallo Küstenkind,

    kleine Borstenwürmer halte ich für unbedenklich. Sie helfen sogar den Bodengrund umzugraben. Von riesigen Exemplaren oder Feuerborstenwürmern würde ich mich trennen, weil man zu schnell diese berührt. Borstenwürmer sind mit die Letzten, die im Becken verhungern.
    Glasrosen sofort entfernen - sie werden langsam (wenig Futter) oder schnell (viel Futter) zur Plage.

    Hallo Christoph,

    mit dem Kühlschrank wäre ich vorsichtig. Das kann bei einigen Reagenzien nach hinten losgehen, nämlich, wenn etwas ausfallen sollte. Ich habe mal auf einen Ammonium-Merck-Test 14752 gesehen. Die Lagertemperatur wird mit 15-25°C angegeben.
    Chemikalien habe grundsätzlich nichts im Kühlschrank verloren, es sei denn, der Kühlschrank ist für Chemikalien zugelassen (Ex-geschützt).
    Sicher ist jedenfalls, dass hohe Temperaturen vermieden werden sollten - der warme Unterschrank des Aquariums ist suboptimal.
    Auch sollte jeder Test von Zeit zu Zeit mit einem Standard überprüft werden.

    Hallo Ralf,

    Fittings aus PP sind bedingt ozonfest (bei aquaristischen Konzentrationen).

    Absolut beständig sind Fittings aus PVDF - sind aber unbezahlbar: so ab 15 EUR pro Stück.

    Man kann auch ein ganz kurzes Stück Silikonschlauch (aber nicht der hauchdünne China-Schlauch) als Verbindungsstück nehmen und jedes halb Jahr erneuern. Besonders bei Kunststoffanschlüssen ist diese Variante ratsam, da man sehr leicht mit dem starren Teflonschlauch einen Kunststoffnippel abbricht.

    ***Edit***
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    Das Forenteam

    Hat ein wenig gedauert. Nach einem kapitalen Steuerungsschaden bei unserer Portalfräse war erst einmal Chaos angesagt und die Prototypenentwicklung musste zurückgestellt werden.

    Es nun soweit: die erste Größe unseres ExFlow ist nun fertig und im eShop eingepflegt. Der ExFlow 25 ist für 1100 bis 1800 l/h gedacht. Mit anderen Transferrohren können auch niedrigere Durchflussraten sicher betrieben werden.


    Leider mal wieder um 90° gekippt. oben (links) ist der Einlaufteil, unten (rechts) ist der Ablaufteil.


    Wir haben noch einen Halter für einen Schwimmerschalter integriert, damit das System zusätzlich abgesichert werden kann (bei Überschreiten -> Rückförderpumpe AUS)


    Die Gitter werden standardmäßig aus schwarzem PMMA mitgeliefert - das Orange des Prototypen war vielleicht ein wenig zu provokativ. Die Abdeckung verhindert, dass Fische in die Einlaufkammer springen.


    Foto ist leider gekippt. Hier haben wir mal ein vollständiges Verdrecken der Einlaufsiebe simuliert (Platten ohne Durchlässe). Das Wasser läuft anstatt durch die Siebe durch die beiden Notüberläufe in beiden Seitenteilen. Wenn jetzt noch der Zulauf zu stark eingestellt wäre, würde der Schwimmerschalter auslösen.


    Etwas zu stark gedrosseltes Ablaufventil: das Wasser steigt bis über den Notablauf (rechts) und läuft gefahrlos ab. Zum Einstellen des Ablaufvolumenstroms empfehle ich Membranventile oder Schrägsitzregelventile. Kugelhähne sind nicht zum Regeln konzipiert und haben eine ganz bescheidene Einstellcharakteristik. Der Notüberlauf sollte nie mit einem Absperrventil versehen werden.

    Die Größe 32 wird als nächstes in Angriff genommen. Sie soll für 1600 bis 2800 l/h gedacht sein. Eine kleinere Größe werden wir nicht konzipieren - man bricht sich jetzt schon die Finger bei der Montage des 25er.

    Hallo Daniel,

    nix dämlich.
    Auch bei Ionenaustauschern gibt es ein Phänomen, wenn kein Wasser durch das Harz läuft: einige Ionen werden wieder freigesetzt. Der erste Schluck Wasser nach dem Starten der Produktion ist deshalb auch nicht 100%ig. Für die Aquaristik spielt der Effekt aber keine Rolle. Im Reinstwasserbereich (Labor) werden Harze bei Nichtbetrieb regelmäßig durch eine Kreislaufpumpe auf Trab gehalten, um das Ionen-Leaching zu verhindern.

    Der Controller sollte nicht immer nur 0 anzeigen.
    Gemessen wird immer die elektrische Leitfähigkeit als Maß für den Salzgehalt im Wasser. Ob nun in der Anzeige "ppm" steht (amerikanisch) oder "µS/cm" (international) spielt dabei keine Rolle. Der ppm-Wert ist um ca. den Faktor 2 niedriger als der µS/cm-Wert.
    Ich kenne jetzt Deine Anlage nicht genau. Im Allgemeinen sind so einfache Messgeräte nicht kalibrierbar. Du kannst einen einfachen Test machen. Baue den Sensor aus und halte in in Trinkwasser. Dann muss auf jeden Fall etwas anderes als "0" stehen.

    Ein wichtiger Grund der Nachtabschaltung ist wohl die Reduzierung der Geräusche, wenn das Aquarium nachts wirklich leise sein soll/muss.
    Wenn das Aquarium jedoch nicht in einem sensiblen Bereich aufgestellt ist, würde ich die Nachtabsenkung nicht aktivieren. Wenn es um Stromsparen geht: Aquarium abschaffen und einen passenden Bildschirmschoner für den PC laden.

    Das dürfte bei allen Reaktoren, die eine zweite Kalkstufe haben, passieren. Aufgrund der geringen Strömungsgeschwindigkeit setzt sich alles Kleines aus der 1. Stufe ab. Meine Gedanken oben (Beitrag :smiling_face_with_sunglasses: bezogen sich nur auf die 1. Stufe.
    Eine Neutralisierung ohne Kalkmaterial ist da von Vorteil - die Sedimente müssen trotzdem gesammelt werden, um eine Verschlammung des Aquariums vorzubeugen.

    Ein wenig Sediment setzt sich immer ab und ist nicht schlimm. Falls dadurch aber die Zirkulation im Reaktor gestört wird, dann stimmt etwas nicht mit der Konstruktion des Gerätes. Kann ich mir beim DaStaCo nicht vorstellen (ich habe allerdings noch keinen in Betrieb gehabt).

    Ein Kalkreaktor ist im Prinzip sofort auf voller Leistung. Im Gegenteil: weil das Kalkmaterial noch neu ist, kann die ersten Tage eine deutlich erhöhte Leistung auftreten - gilt aber nicht für alle Materialien. Leider wird von einigen der Peak gemessen und als Dauerleistung angegeben. Nach spätestens 1 Woche kann der gemessene Wert als Dauerleistung definiert werden (alle Einstellungen natürlich konstant: Durchfluss, interner pH).

    Hallo Johns,

    interessantes Projekt!

    Ich sehe zwei Probleme, die eigentlich nur eins sind.
    1. bei nur 2 cm Niveauunterschied müssen die U-Rohre schon einen gewaltigen Durchmesser haben, damit die gewünschte Wassermenge hindurchkommt. Das schwarze vordere Rohr scheint keinen Filterkorb zu haben: dort werden sich flache Fische festsaugen können und kleine Fische hindurchschwimmen. Ein Filterkorb wird schnell die Leistung drosseln, wenn er nur wenig verschmutzt ist.
    2. bei nur 2 cm Nivauunterschied ist die Strömungsgeschwindigkeit in den U-Rohren sehr niedrig, so dass sich im Laufe der Zeit Luftblasen ansammeln werden, die nicht herausgespült werden können. Das System wird kollabieren und das eine Aquarium wird schnell überlaufen.

    Abhilfen:
    1. nicht so elegante Lösung: die Rückförderpumpe vom einen in das andere Becken würde ich mit einer Nivaukontrolle ausrüsten, die die Pumpe abschaltet, sobald das zweite Becken droht überzulaufen.
    2. aufwändigere Methode: zwei Bohrungen in die Seitenscheiben der beiden Aquarien fertigen und beide Aquarien direkt verbinden.

    Im Moment hast Du eine Zeitbombe installiert (wenn ich Dein System richtig verstanden habe), die früher oder später Deinen Holzboden ruiniert.

    Hi Jörg,

    wenn es um nur wenige Klebestellen geht, sollte es kein Problem sein.
    Vorher so viel wie möglich vorbereiten,
    Kreislauf außer Betrieb nehmen,
    Klebestellen penibel säubern (Spezialreiniger; an den alten Teilen darf auf keinen Fall Salz vom Meerwasser verbleiben!!!),
    kleben,
    das Überschüssige wegwischen.

    Nach 2 Stunden bei dem warmen Wetter kann der Kreislauf wieder in Betrieb genommen werden. Das meiste an Lösemitteln ist verdampft und die letzten Reste werden schnell von Bakterien aufgefressen. Wir haben in den letzten 25 Jahren nicht einen Fisch verloren bei diesem Vorgehen.
    Wenn Du die Rohre mit Leitungswasser spülen kannst, dann mache das nach 2 Stunden. Die volle Druckfestigkeit ist natürlich erst nach 1 Tag gegeben, aber wer hat schon 10 bzw. 16 bar - niemand im Aquarienbereich.
    Vielleicht hilft die angehängte Datei ein wenig.

    Die verborgenen Schwämme werden wahrscheinlich stark unterschätzt. In der sogenannten Schwammschleife sorgen die kryptischen Schwämme dafür, dass ein Großteil des Korallenschleims aufgenommen, zu partikulärem Substanz umgewandelt und wieder in das Wasser abgegeben wird. Diese Partikel können von anderen Organismen weiter verwertet werden. Gerade in den heutzutage doch eher leeren Aquarien (wenig Riffkeramik, LS) könnten ich mir vorstellen, das zusätzlicher Platz für Schwämme, z.B. in einem gesondertem Filter, einen wirkungsvollen Beitrag zur Stabilisierung der gesamten Biocönose (Lebensgemeinschaft) leistet. Wir stellen bald einen solchen Filter vor, der mit einem Durchflussmesser ausgestattet sein wird, um zu gewährleisten, dass die Strömung immer konstant bleibt. Starke Schwankungen mögen diese Schwämme nämlich gar nicht.

    Deshalb, Tina, lass den Schwamm wo er ist und nichts verändern. (Im Gegensatz zu einigen photosynthesetreibenden Schwämme, die ganz schnell zur Superplage werden können)

    Es sind ja auch nette Tierchen. Bei uns sind sie zum Glück auch nie zur Plage geworden. Aber es gibt zu viele geplagte Aquarianer, die deshalb drastische Lösungen empfehlen.
    Eine Glasrose ist ja auch ganz schön, EINE! Und wer hat sich zu Beginn nicht gesagt, "ach, das wird schon nicht so schlimm".

    Hallo Thomas,

    Dein Problem möchte ich auch haben. :loudly_crying_face:

    Je mehr LS zuwachsen, umso besser. Dann haben Cyanos und Konsorten weniger Chancen. Pocillopora gilt jetzt nicht als besonders aggressiv. Wenn dennoch ein anderes Tier in Mitleidenschaft gerät oder Du den Platz für andere Tiere benötigts, dann kannst Du immer noch ein paar Kolonien abhacken und an den Mann/Frau bringen.

    Schönes Becken.

    Hallo Tade,

    eine optimale Strömung ist mit das Kniffeligste in der Meerwasseraquaristik. Mit einer Pumpe wirst Du nicht sehr weit kommen. Wechselnde Strömungen mit mindestens zwei Pumpen haben sich bewährt.
    Sand wird immer irgendwo verschoben. Die besonders schlimmen Stellen können mit z.B. Lebengesteinsplatten abgedeckt werden.
    Auch sollte sich Mulm nirgendwo ablagern (außer man saugt ihn regelmäßig ab).
    Die Trübung wird verschwinden, spätestens wenn niedere Tiere eingezogen sind und mit ihrem Schleim feinste Partikel binden.
    Wenn dann die Tiere endgültig eingezogen sind, wird sich alles wieder verändert haben. Und man fängt fast von vorn wieder an. Viele Aquarianer haben aus dem Grund den kompletten Bodengrund herausgeschmissen: kann man, muss man aber nicht. Ich persönlich finde Bodengrund mit seinen Bewohnern so interessant, dass ich ihn nicht missen will.

    Die Ebay Bars (tatsächliche Leistungsaufnahem ca. 54 W) werden leider knalle heiß.


    Bei LEDs gibt's drei Grundsätze:
    1. Kühlen
    2. Kühlen
    3. Kühlen
    Bei zu hoher Temperatur sterben die LEDs nicht nur einen vorzeitigenHitzetod sondern die Leuchtleistung geht deutlich herunter. Die Grafik zeigtdas Verhalten eines weißen 100-W-LED-clusters.

    Wenn man genügend kühlt, kann man die Leistung (fast) beliebig heraufsetzen: die obige 4 A Kurve wurde bei 200 W Leistung erstellt - allerdings wurde mit einem Flüssigkeitskühler das LED-Panel gekühlt. Für die Praxis vielleicht ein wenig aufwändig.
    Leuchten mit 50 oder mehr Watt, die passiv gekühlt werden, müssen extrem große Kühlkörper haben, damit die Wärme überhaupt abgegeben wird. Punktförmige LEDs (cluster) müssen dann zumindest mit heat-pipe-Technologie ausgestattet sein, damit es überhaupt etwas wird.


    Den Unterschied zwischen aktiv undpassiv gekühlten LEDs (100 W) sieht man hier:
    Es wurde mit unterschiedlichen Lüftern gearbeitet. Aber egal welcher Lüftergenommen wird: sobald er auf unterster Stufe arbeitet, fällt die LED-Temperaturdrastisch. Zum Beispiel die grüne Kurve: ohne Lüfter (nur der Kühlkörper mit 1,45 K/W) sind es 55°C; bei nur 0,07W Lüfterleistung (ich habe den Lüfter nicht mehr gehört) fällt die Temperaturbereits auf 34,1°C. - Die Versuche wurden bei 12°C Raumtemperatur gemacht, d.h. im Sommer (30°C) werden alle Kurven um weitere 18°C nach oben verschoben.
    Man hört - glaube ich -, dass ich kein Fan von passiver Kühlung für Leistungs-LEDs bin.

    Ob nun ab und zu oder im Dauerbetrieb (wenn man nicht jeden 2. Tag die Kohle wechselt!) - da ist eigentlich kein Unterschied. Die AK verliert relativ schnell ihre Aktivität, weil die Oberfläche belegt und verschmutzt wird. Nach wenigen Tagen ist keine bedeutende Adsorptionsaktivität mehr zu verzeichnen. Dann wird die AK als Aufwuchskörper für Bakterien benutzt.
    In Aquarien, die biologisch nicht so toll aufgestellt sind (z.B. Ammoniak und/oder Nitrit messbar) würde ich die Kohle längere Zeit im Filter lassen und nur alle 2-3 Monate teilweise austauschen. In allen anderen Aquarien würde ich die Kohle nur alle 2-3 Monate einsetzen und dann nach wenigen Tagen aus dem System nehmen. Oder Einsatz nach Bedarf, wenn z.B. eine Gelbverfärbung des Wasser erkennbar ist oder eine medikamentöse Behandlung abgeschlossen wird.

    Einzige Möglichkeit: dosieren von Karbonathärte, ob nun als Flüssigkeit (kleine Becken und/oder automatische Dosierung) oder Pulver. Aber immer schön KH messen, der Verbrauch an KH kann sich auch drastisch ändern. Auch mal den Test mit einem Standard überprüfen.

    Über die Ursachen kann man erst spekulieren, wenn Du ein paar Daten über Dein Aquarium mitteilst: Größe, Technik, Besatz, Standzeit...