Leitfähigkeit Reinwasser: einen festen oberen Wert gibt es nicht, weil die Leitfähigkeit nicht nur vom Zustand der Anlage sondern auch von der Leitfähigkeit des Rohwasser abhängt. Erst das Verhältnis LF-Reinwasser zu LF-Rohwasser ergibt einen sinnvollen Wert. Im Reinwasser sollten nicht mehr als 5% zu messen sein. Also ausrechnen oder Werte in einen RO-Rechner geben:
https://www.aquacare.de/index.php/aqua…se-rechner.html
Leitfähigkeit Reinstwasser (vollentsalztes Wasser): ab ca. 2-3 µS/cm kann Silikat zum Problem werden. Deshalb das Harz tauschen. Einige Aquarien reagieren nicht großartig auf 1000 µg/l Si, andere lassen bereits bei unter 50 µg/l eine Kieselalgenplage entstehen. Die Konzentrationsempfehlungen sind also mit großer Vorsicht zu genießen.
Druckpumpe: die Leistung ist normalerweise auf die Leistung der Membran abgestimmt. Bei einer zu kleinen Membran kann der Arbeitsdruck den zulässigen Gesamtdruck überschreiten - je nachdem wie die Anlage aufgebaut ist. Da sollte ein Fachman dran. AUF KEINEN FALL DIE LEISTUNG DER ANLAGE DURCH EIN VENTIL DROSSLEN!
Membran: stimmen Rückhalterate und/oder Wasserleistung nicht mehr -> austauschen. Membranen halten 1 bis 10 Jahre, je nach Rohwasserqualität. Als Faustregel: je höher die Wasserhärte desto kürzer die Lebensdauer.
Vorfilter: spätestens alle 12 Monate ersetzen.
Harz: sollte nicht durchmischt werden. Weil die beiden Komponenten unterschiedliche Dichten haben, entmischen sie sich (sieht man an zwei unterschiedlichen Farben der Harze). Die Leistung geht dann herunter. Bei hohen Durchflüssen die Durchflussrichtung von oben nach unten wählen. Zuvor muss der Filter aber entlüftet werden (einzelnen Luftblasen machen nichts). - Ich habe von Harzabrieb noch nicht gehört.
Betrieb/Spülung: gute Steuerungen haben eine Standby-Funktion, die gewährleistet, dass nach einer längeren Stillstandzeit die Membranen kurz gespült werden. - Die Anlage produziert besseres Wasser, wenn sie länger am Stück produziert. Kurzes Ein- und Ausschalten ist kontraproduktiv.
Nicht messbare Stoffe: man bekommt immer für Aquarianer nicht messbare Stoffe ins das Reinwasser, z.B. alle gasförmigen Stoff wie z.B. Kohlendixoid. Im Trinkwasser problematische Stoffe haben meist ein hohes Molekulargewicht und werden super durch RO-Technik zurückgehalten.
Lagerzeit Reinwasswer: Tank ohne Weichmacher (bei Baumarkttanks weiß man meist nicht, was drin ist); Tank abdecken; Tank regelmäßig sauber machen (wenn ein Glitsch auf der Innenfläche ist, sind das Bakterien); länger gelagertes Reinwasser nicht für Mikroalgenzuchten verwenden - für das Aquarium ist es unproblematisch.