Beiträge von Burkhard Ramsch

    Formiat-Verstoffwechsler vermute ich eher sessil

    Das ist meist eine Frage der Konzentration: je höher die organische Konzentration desto eher wachsen Bakterien frei suspendiert, also im Wasser schwimmend.

    Tom, hast Du die Möglichkeit, eine Wasserprobe unter's Mikroskop zu legen? Mit ein bisschen Glück erkennt man, ob anorganisch oder lebend. Damit man etwas sieht, muss aber jede Menge der Trübstoffe im Wasser sein. Eine Konzentrierung der Stoffe ist für den Laien leider nicht möglich.

    Pumpe auf Minimum und Ablass der Box voll auf = Box nicht geeignet für die Wassermenge oder U-Rohr blockiert (mit was auch immer) oder Wasserablassrohr zu kurz und saugt damit nicht genügend Wasser aus der Box.
    RFP-Kammer während des Betriebs fast leer: zu wenig Wasser im System. Wenn bei RFP-Stopp zu viel Wasser nachläuft, dann eignet sich der Überlauf vom Aquarium nicht für diese Leistung -> Überlaufbox ohne Überlaufkamm verwenden. Systeme mit großen Sieben helfen da enorm weiter.

    Je einfacher die Lebensformen, desto hartnäckiger können sie sein. Allen chemischen Gegenmitteln ist gemein, dass sie sehr wirkungsvoll sein können - oft mit erheblichen Nebenwirkungen. Kurz Zeit später setzen sich die Ungeliebten meist wieder durch. Solange man nicht die Ursachen gefunden hat, ist ein dauerhafter Erfolg selten.
    Und da wären wir bei den Ursachen, die so vielfältig sein können, dass es keine generellen Erfolgsmethoden gegen Cyanos und Co. gibt. Deshalb auch die überbordende Anzahl von "guten" Tipps.
    Meine rein subjektive Meinung ist, dass die größte Gefahr durch einen zu schwachen Besatz an Korallen und Co. entsteht. In Becken mit wuchernden dichten Korallenbeständen ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass man Probleme mit Cyanos und fädigen Algen bekommt. Die "Guten " stehen mit den "Bösen" immer im Konkurrenzkampf. Fördern wir die "Guten", haben die "Bösen" das Nachsehen - fast wie im Leben.

    ausser der Kühler steht höher wie das Aquarium.

    Eigentlich egal, wo der Kühler steht. Die benötigte Förderpumpe für den Kühler entleert das Aquarium allemal, wenn ein Schlauch abgeplatzt ist.
    Bessere Wahl ist eine PVC-Verrohrung, wenn man einen Kühler anschließen möchte.

    Ein Split-Klimaanlage ist tatsächlich die beste Alternative: Die produzierte Wärme wird nahezu vollständig draußen abgegeben. Außerdem entfeuchten Klimaanlagen die Luft. Und die Lebensqualität während der extremen Sommertag ist erheblich höher. (Das junge Gemüse kommt noch ganz gut durch die Hitze. Hat man schon ein paar Jahre auf dem Buckel, kann es sehr schnell lebensbedrohlich werden. Die Zahl der Hitzetoten - auch in Deutschland - ist schon nicht mehr schön. Das Klima lässt grüßen.)

    Stromverbrauch: das Kühlen ist immer noch günster als das Heizen direkt mit Strom. Eine Klimaanlage ist im Prinzip eine Wärmepumpe, die "falsch herum" eingebaut wird.

    Nur zur Ergänzung. So viel ich weiß ist FIji-Sand ein Granulat aus einem Kalkbruch und kommt nicht aus der Südsee. Calciumcarbonat ist nie hochrein und hat immer Verunreinigungen: Hydroxide, Magnesiumverbindungen. In Verbindung mit Wasser können sich Stoffe heauslösen und den pH-Wert anheben - manchmal sogar drastisch. Der Effekt schwächt sich aber auf jeden Fall mit der Zeit ab. Deshalb beim Bodenaustausch immer nur kleine Teilaustausche vornehmen, damit der pH-Wert nicht in ungeahnt Höhen schnellt, insbesondere wenn auch Ammonium nachgewiesen werden kann. Zusätzlich sollte der neue Bodengrund gründlich gewaschen werden, um die sehr große Oberfläche des Materialstaubes von vorn herein aus dem Aquarium zu lassen.

    dass die Meere seit Beginn der Industrialisierung 155 Gigatonnen (155 Milliarden Tonnen) CO2-Emissionen aufgenommen haben, und der pH-Wert dadurch um 0,1 gesunken sei. Heruntergerechnet auf ein 500 Liter Aquarium entsprächen diese 155 Gigatonnen gerade mal 0,06 Gramm CO2. Glaubst Du, dass man den pH-Wert eines 500 Liter Aquariums mit 0,06 Gramm CO2 um 0,1 senken kann?

    Interessante Rechnung. Leider sind Aquarium vollständig durchmischt und die Ozeane nicht. Und schon ist Deine Rechnung irrelevant. Wie bei den Hummeln, bei denen man die Luftverwirbelungen, erzeugt durch die Flügel, nicht in die Berechnungen hat einfließen lassen.

    Die Art und Weise, wie Luft in einen Abschäumer kommt (Ausströmer, Injektor = Venturi, Nadelrad, Fadenrad, Fallstrom) ist vollkommen unerheblich. Nur die Luftmenge und die CO2-Konzentration spielen eine Rolle für die "Ausbeute" von CO2-Adsorbern. Bei kleinen Abschäumer ist Atemkalk durchaus sinnvoll.
    Andere Faktoren sollten ebenfalls überprüft werden:
    Ist genügend Strömung im Aquarium?
    Ist eine Abdeckung vorhanden und wirklich notwendig?
    Kann die Beleuchtung verstärkt werden?
    Kann der Besatz mit Korallen erhöht werden?
    Hat der Bodengrund anaerobe Zonen?
    Ist ein Filter vollkommen dicht mit Sedimenten?

    Bei Calciumhydroxideinsatz (Kalkwasser): gaaaaaaaaaanz langsam eintropfen lassen, um starke pH-Schwankungen zu vermeiden. In der Nacht ist die Zugabe besonders sinnvoll. Calcium und KH regelmäßig überprüfen.

    Ganz so konstant sind die Bedingungen in der Natur auch nicht. In vielen Riffen ändern sich die Strömungen, oft jahreszeitlich. Wenn mal wieder ein Schwung Tiefenwasser in die Riffnähe kommt, wird das Riff mit Spurenelementen und erhöhten Calciumkonzentrationen gedüngt. Ich gehe auch davon aus, dass die wichtigste Spurenelementversorgung von Korallen durch das Plankton geschieht. Und davon haben wir im Aquarium nicht gerade viel, um nicht zu sagen nix.

    Ganz so einfach würde ich es nicht sehen. Gerade in puncto Spurenelemente ist der Ozoneinsatz auch nicht das gelbe vom Ei. Je höher das Redoxpotential, desto eher oxidieren die Spurenelemente zu einer nicht bioverfügbaren Form. Bei starkem Ozoneinsatz wird auch eine Umwandlung vom Brom in das nicht gerade tolle Bromat erfolgen, das dann nur noch mit Aktivkohle oder Wasserwechsel zu beseitigen ist.

    Die Iod-Zahl ist "die" Kenngröße bei Aktivkohlen. Klar, denn Iod wird super durch AK aus dem Wasser gefiltert!
    Eine Kohle, die Iod und Spurenelemente minimal und "unerwünschte" Stoffe maximal aus dem Wasser zieht hätte ich auch gern... Ebenso gibt es keine phosphatfreie AK.
    Die für mich wichtigsten Kenngrößen sind:
    - Bleibt der pH-Wert unverändert?
    - Steigt die Leitfähigkeit nicht an?
    - Erhöht sich die Phosphatkonzentration nur minimal?
    Das sind sogar Parameter, die jeder selbst testen kann :winking_face:

    Iod wird auf jeden Fall aus dem Wasser gezogen und sollte - gerade für Krustentiere - nachdosiert werden, wenn AK eingesetzt wird.

    Anwendung von AK: siehe Beitrag 6 von Zanclus.

    Bitte nicht anorganischen Kohlenstoff und organischen Kohlenstoff durcheinander bringen. Anorganisches C ist normalerweise immer im Aquarium verfügbar, nicht unbedingt als CO2 (siehe Rüdiger mit der CO2-Adsorber-Einschränkung) aber auf jeden Fall als Hydrogencarbonat. Die allermeisten autotrophen Organismen (Algen, einige Bakterien, Cyanos, Zooxanthellen und damit die meisten Korallen) können auch Hydrogencarbonat verwerten.
    Beim organischen Kohlenstoff ist noch Vieles ungewiss. Die Messsituation ist eher grottig; verlässliche Aussagen sind schwer zu bekommen. Organisches C kann die Denitrifikation ankurbeln (niedrigere NO3- und oft PO4-Werte als Ergebnis), kann aber auch das Wachstum von z.B. Korallen anregen. Hierbei ist die Form des organischen Kohlenstoffs ausschlaggebend. Einige Formen lassen nur die Polypen anschwellen ohne großen Nutzen, andere Formen werden direkt von den Korallen aufgenommen und verwertet. Das bedeutet Energieeinsparung, weil diese Stoffe nicht selber hergestellt werden müssen, und damit meist ein besseres Wachstum.
    Wichtig ist, dass sehr vorsichtig mit organischen C-Quellen umgegangen wird. "Viel hilft viel" ist der schlechteste Ratgeber. Jede organische Verbindung ist eine Belastung für das gesamte System und kann ein Becken zum Eutrophieren ("Umkippen") bringen.

    1. Aquarium füllen, bis die Overflow-Box gefüllt ist.
    2. Overflow in Betrieb nehmen.
    3. Technikbecken ca. halb füllen.
    4. RFP in Betrieb nehmen, wenn drosselbar, dann drosseln.
    5. Funktioniert Überlaufbox?
    6. Normalwasserstrom einstellen. Reduzierventil vom Überlauf einstellen.
    7. Technikbecken auf Sollhöhe auffüllen.
    8. Und gaaaaaaanz wichtig: RFP stoppen und beobachten, ob das nachlaufende Wasser vollständig im TB aufgefangen wird. Es sollte noch Reserve da sein, weil der Überlauf noch "verdrecken" wird.

    Silikate sind eine "Form" des Siliciums. Da es unterschiedliche Silikate gibt, kann man nicht wirklich eine exakte Umrechnung von Silikat in Si vornehmen. Wenn man von einer Summelformel von SiO4 ausgeht, ist das Verhältnis Si zu SiO4 = 28 : 92 also 0,3.
    Ist für die aquaristische Anwendung aber auch nicht notwendig. Die Beschreibung, dass soundso viel Material soundso viel Si aufnimmt, findet sich auf vielen Produkten (auch bei P-Adsorbern). Hat aber nichts zu sagen, da die Umgebungsbedingungen nicht erwähnt werden: gewünschte Endkonzentration, Temperatur, pH, Redox, Salzgehalt und vieles mehr.
    Also bleibt nur übrig, die empfohlene Menge des Herstellers/Anbieters auszuprobieren und ggf. anzupassen.

    Eine andere Frage, Markus, hast Du den Probleme mit Kieselalgen? Wenn nicht würde ich nichts machen. Silicium ist ein wichtiger Baustein der Nahrungskette. Und habe auf jeden Fall ein Auge auf Phosphat. Alle Adsorber beeinflussen P- und Si-Konzentrationen.

    Ab sofort sind alle AquaCare-Steuergeräte, die einen Schwimmerschalter benötigen, wieder erhältlich. Nach 358 Tagen zwischen Bestellung und Lieferung halten wir dieses HighTech-Produkt nun glücklich in unseren Händen - ein echtes Corona-Kind.
    Sollte wegen der Lieferzeiten vergoldet werden.
    Das ist natürlich keine wirkliche Neuigkeit sondern eher normaler Einkaufsalltag geworden, wie zum Beispiel die Tagespreise bei Kunststoffhalbzeugen.
    Neu ist aber das Gehäuse der Umkehrosmosesteuerung. Optisch in edlem Acrylglas gehalten zählen natürlich die inneren Werte. Diese sind ab jetzt gegen Spritzwasser geschützt: IP68. Die Funktion hat sich nicht verändert:
    Zwei Schwimmerschalter für Minimum- und Maximumwasserstand, in einem Behälter installiert, steuern die Elektronik an. Sinkt der Wasserspiegel unter das Minimum-Niveau öffnen das Eingangs- und das Spülmagnetventil - die Membran wird für ca. 30 Sekunden gespült. Danach schließt das Spülventil und die Umkehrosmoseanlagen produziert solange Reinwasser bis der Wasserspiegel den Maximumwasserstand erreicht. Es wird noch für 30 Sekunden die Membran gespült und danach schalten beide Magnetventile ab. Ist die RO-Anlage für längere Zeit nicht in Betrieb, sorgt die Standby-Spülfunktion dafür, dass das in der Anlage enthaltene Wasser nicht verdirbt. Die AquaCare-Umkehrosmosesteurung ist für nahezu alle Kleinumkehrosmoseanlage geeignet - wir sorgen für die passenden Fittings.


    Auch die Nachfüllautomatiken und Pumpenschutzschaltung sind ab sofort im neuen, spritzwassergeschützten Acrylglasgehäuse erhältlich.

    in verbindung mit bekannten, notwendigen pars für diverse korallenarten

    Und um es noch komplizierter zu machen: die ermittelten PARs oder PURs oder Sättigungswerte gelten natürlich unter ganz bestimmen Umständen: Temperatur, pH, Redox, Strömung, Expositionszeit, Zustand der Polypen und jede Menge Faktoren, die ebenfalls Stress auslösen können und damit die Werte verschieben. Auch genetische oder epigenetische Anpassungen machen einen Strich durch die Rechnung. Interessant ist eigentlich nur die grobe Unterteilung in lichthungrig und genügsam, damit wir einen groben Anhaltspunkt für den Standort im Aquarium haben. Wir kleben mal wieder in "chasing numbers" fest. Die ganzen Theorien sind nur nützliche Hinweise und auf keinen Fall ein Rezept zum Erfolg.
    Zurückkommend auf die eigentliche Frage: learning by doing. Man kann die Intensität und Beleuchtungsdauer absenken und sehr genau auf die Tiere achten. Macht es ihnen nichts aus (oder fühlen sie sich sogar wohler), hat das Energiesparen geklappt. Treten negative Effekte auf, sollte alles beim alten gelassen werden.
    Übrigens: Nicht-SPS-Aquarien haben auch ihren Reiz.

    Thomas, ganz so verallgemeinern würde ich Deine Aussage nicht. In der Tat sind Ökosystem erheblich komplexer als früher einmal geglaubt.
    Es kann aber etwas getan werden. Bei Trüffelfarmen wird z.B. gezielt ein Wald gepflanzt und die passenden Sporen ausgesäht. Teilweise funktioniert das schon recht gut.
    Bei Korallenriffen kann die gezielte Anpflanzung nur ein kleiner Schubs in die hoffentlich richtige Richtung sein. Riffe haben ein sehr hohes Regenerationsvermögen. Die Häufung von El Niños steht dem gegenüber. Teilerfolge von wieder aufgeforsteten Riffen lassen hoffen. Dass die Artenzusammensetzung nicht mehr die gleiche sein wird, ist klar. Es geht aber nicht um die Riffe als solche, sondern um den Küstenschutz und damit um den Schutz der Küstenbewohner - viele haben das noch nicht verinnerlicht.

    Die Berechnung ist wirklich etwas für Fachleute. Wenn ich so ein Becken mir PRIVAT bauen würde, nähme ich Faktor zwei für die Glasstärke. (Es haben sich schon einige Leute ihr Aquarium mit einem Wellengenerator geschreddert. Trifft man die Resonanzfrequenz kann man mit relativ kleinen Pumpen enorme Wellen produzieren.)
    Das Gestell sollte einige Traversen aufweisen, um genügend Steifigkeit aufzuweisen.
    Ein gefülltes Aquarium zu bewegen, wird nicht einfach sein. Die Masse und Trägheit des Wassers wird Probleme bringen. Der Boden muss auf jeden Fall sehr glatt und sehr eben sein und muss die Punktbelastung der Rollen aushalten.

    Habe das mal grob überschlagen: ca. 700 Liter Volumen. Da werden 2000 l/h Rückförderung schon ein wenig knapp für ein Riff mit SPS. 3500 l/h effektiv wäre da schon besser.
    Ich würde die Red Dragon X85 W nehmen und die dann gedrosselt betreiben. Leiser geht es nicht (außer kein Aquarium).

    Alu-Stecksysteme sind wirklich nur etwas für kleine Aquarien (wo auch immer die Grenze liegt). Und wie bereits erwähnt müssen sie sehr gut durch Seiten-, Rück- und Auflageplatten stabilisiert werden.
    Professionelle Alusysteme sind schon erheblich besser für größere Lasten geeignet.
    Das Non-plus-Ultra sehe ich auch in der geschweißten Stahlversion, pulverbeschichtet. Die Beschichtung muss aber zu jeder Zeit in Takt bleiben, sonst rostet es.
    Bei rollbaren Systemen und bei starkem Wellenschlag müssen alle Systeme inkl. Aquarienscheiben auf dynamische Lasten berechnet werden. Die rein statischen Berechnungen können ganz schön in die Hose gehen.

    Hallo Willi,
    zu Punkt 1)
    Ob ein Harzfilter benötigt wird,solltest Du von der Kieselsäurekonzentration im Leitungswasser abhängig machen. Die kann selbst nach der RO-Stufe noch Ärger im Aquarium bereiten. Kupfer wird bereits durch die RO nahezu vollständig entfernt, dafür ist kein Harzfilter notwendig.
    Eine RO-Anlage mit Druckpumpe ist notwendig, wenn der Leitungsdruck in Deinem Haus unter 3 bar liegt. Über 5-6 bar Vordruck kann es schon für die Komponenten einer Anlage mit Druckpumpe kritisch werden - der Arbeitsdruck an der Membran kann dann schon über 8 bar liegen (gut für die Membran, aber schlecht für das Gehäuse).
    Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit für eine Anlage von der Stange oder eine Anlage, die für Deine Voraussetzungen und Bedürfnisse angepasst wird. Hersteller nenne ich da mal keinen.
    zu Punkt 5)
    Mit den aquabee-UP-elektronik-Typen kannst Du nichts falsch machen. Die RX-Reihe von RoyalExklusiv hat auch ein super Preis-Leistungsverhältnis.
    zu Punkt 6)
    Filtermedien nacheinander zu durchströmen kann u.U. Probleme verursachen. Ich würde sie parallel betreiben. So können sie auch besser gesteuert werden.

    Ein paar Angaben zum geplanten Becken wären nicht schlecht. Mir ist aufgefallen, dass Du eine Rückförderpumpe mit 2000 l/h suchst (also eher für mittlere Becken) und gleichzeitig von Scheibenstärken für richtig große Aquarien sprichts. Da passt etwas nicht zusammen.

    Ein Mesgerät, dass Null anzeigt, ist schon einmal eine Sicherheit, die nicht da ist. Es kommt im Reinstwasserbereich auf den Messbereich an. Bei einem Bereich von z.B. 0-1999 µS/cm lässt die Genauigkeit im Reinstwasserbereich so zu wünschen übrig, dass keine Messung genauso gut wäre. Bei einem Bereich von 0-19 µS/cm wäre die Anzeige "0" ein dicker Fehler, da selbst das sauberste Wasser immer noch eine Restleitfähigkeit hat (wenn ich mich nicht irre: 0,045 µS/cm bei 20°C und pH 7,0).
    Um mit Hilfe der elektrischen Leitfähigkeit eine Aussage machen zu können, sollte das benutzte Messgerät einen Messbereich von nicht mehr als 0-199 µS/cm aufweisen, besser 0-19 µS/cm.
    Lupita, wenn Dein Messgerät für Reinstwasser geeignet ist, dann vergiss die 783 mg/l Schwefel: ziehmlich eindeutig ein Messfehler.

    Gut eingewöhnte Händler sind schon eine Seltenheit :smiling_face: . Es gibt und es wird immer schwarze Schafe geben. Der Aquarianer hat die Verantwortung, dass der Anteil der unfähigen und unwilligen Exemplare abnimmt. Leider kaufen viele Aquarianer rein nach dem Preis - Schwund ist ja immer :frowning_face: .
    Unsere beiden letzten Zugänge Acreichthys tomentosus von Coralaxy (nur Nachzuchten) sind nach ca. 24 Stunden Transport in einem perfekten Zustand angekommen. Die beiden Feilenfische schwammen sofort selbstbewusst im Becken und fraßen alles an Frostfutter, was in die kleinen Schnauzen passte. Zugegeben, Feilenfische sind nicht gerade als empfindlich einzustufen. Es macht trotzdem viel Freude, dass der Fischverkauf besser gemacht werden kann. Und die Auswahl an Nachzuchten wird artenreicher werden. Schon jetzt werden Tiere angeboten, die vor wenigen Jahren noch als unzüchtbar galten.
    Ausnahmsweise habe ich mir das oben zitierte Video angetan. Geht es mir nur so, oder macht dieses Aufeinanderdreschen irgendeinen Sinn außer einem gewissen Konzern mehr Umsätze zu generieren?

    Bei Wechselstrom sollte es nicht zu einer starken Elektrolyse kommen. Aber genaue Daten habe ich leider auch nicht, wieviel zum Beispiel ein Titanheizer bei 20 mA Fehlerstrom abgeben kann.
    Vielleicht haben hier Aquarianer mal auffällige Titanwerte in der ICP gehabt und verwenden einen Titanheizer? Ein paar Daten wäre toll.

    Die Wissensvielfalt (und Unwissensvielfalt) hat sich nicht nur durch neue Medien rasant vermehrt. Die Meeresbiologie ist nun auch eine vollständig anerkannte Sparte der Wissenschaft und es werden dementsprechend umfangreiche Untersuchungen gestartet. In den 70-80ern waren die paar Biologen eher Exoten. Noch weiter davor (Jacques-Ives Cousteau, Hans Hass) waren es Abenteuerer. Doch nun hat man plötzlich entdeckt, dass die Menschheit ohne funktionierende Meere wohl die größten Problem mit dem Überleben haben wird.

    Die Schego-Titan-Heizer sind geerdet.
    Viele Aquarianer haben ein Aluminiumgestell auf dem das Aquarium steht. Auch dieses Gestell sollte unbedingt geerdet werden.

    Der FI löst übrigens auch aus, wenn der Strom nicht durch einen Menschen geht, sondern irgend einen anderen Weg Richtung Erde findet. Wenn z.B. mit der Zeit die Isoierung einer 230V-Pumpe nachläst, macht es irgendwann einmal Peng und der FI hat ausgelöst. Deswegen immer mindestens zwei Stromkreise mit eigenem FI für ein Aquarium verwenden und die Geräte sinnvoll auf die beiden Stromkreise verteilen. Es haben schon einige defekte Pumpen oder Heizer über's Wochenende ein Aquarium gekillt.
    Vorbeugend kann man alle elektrischen Geräte im und am Aquarium regelmäßig testen. Um Fehlerströme bzw. Isolationswiderstände zu messen, benötigt man allerdings ein Spezialmessgerät. Das geht nicht mit einem normalen Multimeter.

    Genau so war's. Ohne Ahnung von Tuten und Blasen zu haben (mal vom Fachlichen abgesehen) ins eiskalte Wasser gesprungen. Ohne meine Frau wäre das nicht möglich gewesen. Sie ist nämlich die treibende Kraft in der Firma. Und ja, es ist in den ersten 10 Jahre teilweise grottenschlecht gelaufen, so dass ich mir öfter gewünscht habe, bei McDonalds einen ordentlichen Job zu haben.

    Den Fischen würde ich empfehlen, einen Selbstfindungskurs, z.B. Überlebenscamp im Wald, zu belegen oder die Termine beim Fischphsychologen dichter zu legen. Spaß beiseite.
    Neben der Überinterpretation einzelner Punkte ist hier gleich wieder das zweite große Problem aufgetaucht. Es werden Kausalitäten erkannt, die keine sind, sondern wahrscheinlich nur zufällig parallel auftauchen. "Ich habe Durst, es ist Sommer. Also wenn ich Durst habe, muss Sommer sein."
    Der Markt ist komplex und hat schon lange nicht mehr viel mit Angebot und Nachfrage zu tun. Von stabilen Fischpreisen auf stabile Fischbestände und weiter auf intakte Riffe zu schließen ist eine nette Gedankenkette - leider nicht mehr. Man kann auch weiter fabulieren: weil die Flugpreise extrem in die Höhe geschossen sind und die Fischpreise trotzdem stabil blieben, müssen die Korallenriffe jetzt prächtiger sein als jemals zuvor.