Beiträge von Sandy Drobic

    So, frisch wieder in den heimischen Wänden zurück kann ich sagen, dass mein Besuch bei Royal Exclusiv sich wirklich gelohnt hat. Nicht nur, dass der Chef persönlich sich Zeit genommen hat, um meine Speedy fachmännisch zu beäugen, es sind auch die vielen kleinen, fast beiläufig erwähnten Tipps, die wirklich Gold wert sind. Ich habe viel für die Pflege meiner Speedy gelernt.

    Das falsche Anziehen der Schrauben war es gewesen. Etwas zuviel und dann zu wenig. Jetzt wurden sie vom Meister persönlich angezogen und alles ist ruhig wie es sich gehört. :thumbs_up:

    Als Gaststar hatte ich noch einen kleinen etwas älteren Bubble King mini dabei, der direkt auch mit in das Testbecken durfte, damit das Blasenbild und die Vibrationen vom Experten beurteilt werden konnten. Das hat der kleine dann auch brav bestanden, er darf demnächst dann bei mir im neuen Becken arbeiten.

    Dann hat der Klaus mir den echten Gaststar gezeigt, auf dem Pumpenstand und in der Fertigung: die Speedy mit 230 Watt. Auf dem Pumpenstand hat sie dann gezeigt, wie effizient und ruhig sie arbeitet. Gerade, wenn sie heruntergeregelt ist ist die Effizienz beeindruckend. In der Fertigung vom Rohling zum endgültigen Pumpenkopf konnte ich dann erahnen, wieviel Arbeit und Arbeitsschritte notwendig sind, um den Rohling in den perfekt geformten Pumpenkopf zu verwandeln. Wenn der Klaus hier also von der Effizienz bei Closed Loop berichtet, dann deshalb, weil er dies in mühseliger Forschung zur richtigen Formung ausgearbeitet hat. Das Resultat ist sehr gut sichtbar in die große Speedy eingeflossen.
    Das war eine Demonstration mit viel Hintergrund.

    Der Kaffee zum Plausch am Ende war genau richtig und ein netter Abschluß.
    Einen ganz herzlichen Dank an Klaus und seine nettes Hilfsangebot!
    Das ist Service Made bei Royal Exclusiv, wie es nur noch wenige tun.

    Ich habe die Pumpe gerade noch einmal auseinander genommen und vorsichtig wieder zusammen gebaut. Sie läuft wieder sehr schön sauber und praktisch geräuschlos, das Brummen ist fast verschwunden. Was ich mehrmals verändert hatte war das Moment, mit dem ich den Pumpenkopf festgeschraubt habe.

    Kann es sein, dass man hier in einem relativ schmalen Band (nicht zu fest und nicht zu locker) arbeiten muss?

    Ich bringe sie jedenfalls heute noch einmal vorbei wie abgemacht.

    Die Speedy ist eine fantastische Pumpe,

    wenn sie sauber läuft höre ich von dem Abschäumer nur das Prasseln der Luftblasen, die RD 5000 mini ist doch etwas mehr am Brummen.
    Ich habe schon eine Speedy 6500 hier, die die mini 5000 ersetzen wird. :thumbs_up:

    Ich habe aber noch einen kleinen Bubble King mini 200 oder so im Kofferraum liegen, der ist für das neue Becken vorgesehen und soll etwas laut sein. Den kann ich dann direkt mit testen und notfalls die notwendigen Ersatzteile mitnehmen, dann ist das neue Becken direkt mit versorgt. So heimlich still und leise setzt sich die RE-Technik bei meinen Becken durch.

    Möchtet ihr vielleicht nicht auch eine Dosierpumpe auf den Markt werfen, die mit RE-Präzision und Robustheit arbeitet?!?
    Das wäre neben einer Strömungspumpe noch eine nervige Lücke.

    Ich werde dann etwa 13 Uhr aufschlagen, wenn es Dir recht ist. Ich freue mich schon wie Bolle und nehme wider besseren Wissens meine Kreditkarte mit! (^-^)

    Hallo Pauli,

    je nach Koralle zeigt sich das schon, wenn die Temperatur unter die Wohlfühlgrenze fällt. Ich hatte es vor zwei oder drei Jahren im Winter geschafft, durch sehr kaltes Osmosewaser mein Becken auf knapp unter 21°C runterzukühlen. Die Rhodactis Scheibenanemonen sind ausnahmslos alle zu Knubbeln zusammengefaltet gewesen, als ich morgens das Becken betrachtete, die Gorgonien waren zum guten Teil nackig mit eingefahrenden Polypen, obwohl einige das einfach geschluckt hatten. Die SPS waren diffiziler und hatten die Polypen immerhin noch teilweise draußen. Ich habe auch ein 800l-Becken, und die Temperatur steigt und fällt doch schneller als ich gedacht hatte.

    Besserung zeigte sich, als die Temperatur wieder 22°C erreichte, 23°C ist bereits wieder Wohlfühltemperatur, das verkraften die meisten Fische und Korallen ganz gut, auch wenn das Wachstum schon etwas nachlässt.

    Interessant wäre es, wenn jemand berichten könnte, der die Temperatur über längere Zeit kontrolliert tiefer als 23° steuert, ob die Tiere dann auch Zeichen von Unwohlsein anzeigen bei Temperaturen von 22°C und weniger.

    Ich muss sehen, dass ich die 450 Euro mal loseisen kann. In den letzten Tagen habe ich meinen DC 250 genau beobachtet und genau das Nachlassen der Leistung nachvollziehen können, wenn die Innenfläche des Reaktionsrohrs mit Adsorbat beschlagen ist nach zwei bis drei Tagen. Da ich gerade jedoch ein zweites Becken einrichte werde ich wohl noch ein paar Monate auf diesen schönen Luxus warten müssen.

    Hallo Klaus,

    das Angebot nehme ich gerne an! Diese Woche habe ich Urlaub und kann direkt vorbeifahren zu einer zivilen Zeit. (^-^)
    Ist das die Richard-Byrd-Str. 7 in Köln aus dem Impressum? Dann muss ich nur aufpassen, meine Gier nach schönen Geräten in Zaum zu halten...

    Ja, die leidigen kleinen Schnecken haben den Maxpect Gyre in wenigen Wochen zerlegt, der Bubble King hat immerhin schon über zwei Jahre treue und ruhige Dienste geleistet.

    Eine erfreuliche Ergänzung zu meiner wenig begeisterten Meldung vom Support bei Panta Rhei: gerade habe ich nach einer Woche endlich eine Email erhalten, in der bestätigt wird, dass im Augenblick die ECM42 nur mit den 2m Kabel zur Verfügung steht, aber in Aussicht gestellt wird, dass etwa Juni 2016 die ECM42 auch mit 5m Kabel angeboten wird. Ich bin gespannt und harre der Dinge! :thumbs_up:

    Hallo,

    in den letzten Wochen läuft die Pumpe nicht mehr so rund, was sich in einem pulsierenden Brummen bemerkbar macht. Der Ton ist ungleichmäßig und lässt mich befürchten, dass etwas buchstäblich nicht sauber rund läuft.
    Inzwischen ist der Ton ziemlich nervtötend und verleidet mir den Aufenthalt im Wohnzimmer. Ich habe die Pumpe schon ein paar mal auseinander- und wieder zusammengebaut ohne große Veränderung. Sehen tue ich keine wirkliche Unwucht, auch das Abschäumen funktioniert noch, nur nicht die vorher angenehme Stille.

    Was könnte da krumm sein und wie bekomme ich es gerade/Ersatz?

    Ich habe mich jetzt für zwei MP40-QD mit Reeflink entschieden, nicht wegen der Technik, sondern hauptsächlich wegen dem Service. Eine Anfrage, ob die ECM42 auch mit mehr als 2m Kabel zu haben ist haben die einfach eine Woche lang verhungern lassen, trotz zwei telefonischer Nachfragen, wo ich immer nur einen Azubi dranbekam, habe ich immer noch keine offizielle Antwort vom Support. Der Azubi hat vermutet, dass es wegen der offiziellen Tests und Zertifizierungen nicht so einfach ist, weitere Kabellängen zur Verfügung zu stellen.

    Na ja, für ein Becken ist die Entscheidung erst mal gefallen. :frowning_face:

    Hallo Stefan,

    der Unterschied zwischen Osmosewasser und destilliertem Wasser ist zunächst, dass Osmosewasser nicht vollständig rein ist. Eine gute Osmose lässt noch ein paar Prozent der gelösten Stoffe durch, gerade Silizium wird zum guten Teil durchgelassen, deshalb setzen die meisten aus gutem Grund hinter der Osmose noch einen Harzfilter, der dann den Rest herausholt.

    Destilliertes Wasser wird viel aufwändiger produziert, da hier das Wasser durch Erhitzen zum Verdampfen gebracht wird und später in einem Destillierschleife der Wasserdampf sich abschlägt und dann aufgefangen wird. Der Reinheitsgrad ist erheblich höher als bei der Osmose.

    Im Fall der Nullpunktmessung ist das ziemlich egal, ob Du Osmosewasser oder destilliertes Wasser nimmst, Dein Gerät kann dies nicht unterscheiden. Meerwasser hat einen Leitwert von etwa 53000 µS, mein Leitungswasser hat einen Leitwert von 500µS, mein Osmosewasser (ohne Harzsäule) immer noch einen Leitwert von 8µS. Erst nach dem Harz ist der Leitwert Null.
    Wenn Dein Gerät z.B. auf 0,1 Prozent genau misst (in dieser Klasse ist die Genauigkeit vom Hersteller angegeben, was schon ziemlich hohe Auflösung ist) dann kann das Gerät so gerade eben noch anzeigen, ob das Wasser einen Leitwert von 50µS hat, es könnten aber auch 0µS oder 100µS sein. Das bedeutet eine Präzision auf 0,1 Prozent hier. Ob das Wasser nun 8µS oder 1µS oder 0µS hat, das ist schon zwei Größenklassen unter der Auflösung des Gerätes. Wenn es wirklich so präzise arbeitet kann es jedenfalls Leitungswasser bereits grob messen, was schon ziemlich beeindruckend ist für ein Gerät, dass Meerwasser misst.

    Der Physik-Prof hat die Leute, die bei einer Berechnung aufgrund von Werten aus einer praktischen Messung später den Taschenrechner abgeschrieben hatten mit sämtlichen Nachkomma-Stellen gerne dazu befragt, wie sie es geschafft haben, mit den Klapperteilen von Messgeräten eine Genauigkeit von fünf Stellen hinter dem Komma zu erhalten. Dann durften sie alles auf die tatsächlich mögliche Genauigkeit der Werte abklopfen und die Berechnungen noch einmal sinnvoll gerundet vorlegen. Ab und zu sitzen da eben auch Leute, die Praxis predigen und nicht nur im Elfenbeinturm sitzen. Das war mir eine Lehre, für die ich heute noch dankbar bin.


    Aber zurück zu der Frage, warum ich diese Nullpunkt-Messung nicht so sinnvoll halte. Bei den analogen Geräten wie etwa dem Refraktometer steht auch oft, dass man mit destilliertem Wasser kalibrieren soll. Dummerweise ist der Nullpunkt sehr weit vom Meßbereich entfernt und die Ungenauigkeiten skalieren entsprechend schön hoch. Gerade beim optischen Refraktometer ist eben die Genauigkeit der Messung desto schlechter, je weiter der Messbereich von der Kalibrierung entfernt ist.

    Diese Fehler-Skalierung mag beim elektronischen Gerät etwas geringer sein, aber er ist auch hier vorhanden.

    Wenn Du noch keine Fische eingesetzt hast, wie sind die Wasserwerte für Nitrat und Phosphat? Wenn da gar nichts drin ist, dann finden die Pilzleder das nicht so toll.

    Am Anfang macht die Pilzleder erst mal einen Wassertausch, deshalb ist es normal, wenn sie einige Zeit verschnupft ist nach dem Einsetzen. Die Häutung kann durch gute Strömung unterstützt werden, da vertragen die Pilzleder einiges.

    Wenn sie sich dann noch nicht öffnet ist sie mit dem Wasser unzufrieden, Nährstoffe und Spurenelemente wären dafür ein Kandidat. Ich würde bei sehr niedrigen/n.n. Nährstoffwerten etwas Reefpepper und lebendes Phytoplankton dosieren und schauen, wie sie darauf reagiert.

    Schön wäre eine Triton- oder Ati-Analyse für die Beurteilung der Spuris.

    He he, so unterschiedlich können Meinungen sein.

    Die Form der Steine finde ich gut, die Höhe der Steindeko aber viel zu hoch, da haben die Korallen kaum noch Platz zum Wachsen.

    Ganz wichtig: die Messwerte für Nitrat und Phosphat müssen wirklich stimmen, deshalb als erstes eine Multireferenz kaufen und diese Werte überprüfen. Bitte denke daran, dass Phosphat bei einer Multireferenz oft sehr hoch zugefügt wird, damit sie stabil bleibt. Deshalb die Probe in den Bereich verdünnen mit Osmosewasser, den wir messen möchten (ca. 0,05mg/l).

    Du hast mit der Ati Hybrid eine sehr starke Beleuchtung, was für Wachstum normalerweise gut ist. Wenn aber die Nährstoffmessungen stimmen und Du wirklich nichts im Becken hast, dann ist dies durch Bakterientätigkeit umgesetzt worden. In dem Fall ist das viele Licht der Hybrid nur Stress für die Korallen. Wie hoch hast Du die Ati gestellt?

    Nochmal meine Frage zur Fütterung: wieviel fütterst Du pro Tag etwa?

    Ich habe ja ein ähnlich großes Becken mit ebenfalls ein paar großen Fischen drin und trotz Bubble King hohe Nährstoffwerte, deshalb irritiert mich das schon etwas, wenn trotz sechs Doktoren die Nährstoffe so gering sind. Zum Vergleich: ich füttere etwa 50g Frostfutter pro Tag plus Flocken und Norialgen an der Klammer.

    @OP: bitte keine Bakterien reinwerfen, diese verbrauchen ja auch Nährstoffe und hungern dann Deine Korallen noch mehr aus. Erst eine Analyse, wie genau der Stand Deines Beckens ist, dann die Zielvorgabe, wo wir hinwollen und wie wir das erreichen möchten. Bitte keine Reaktionen aus der Hüfte geschossen.

    Cyanos sind immer ein Ausdruck, dass das Gleichgewicht gestört ist. Das nutzen die Bakterien als schnelle und robuste Primärsiedler dann aus und sind eben zuerst zur Stelle. Ziel ist, das Gleichgewicht wieder herzustellen, dann gehen die Cyanos wie von selbst zurück. Das ist kein Prozess, der in ein zwei Wochen abgeschlossen ist, sondern über längere Zeit angesteuert wird.

    Kannst Du mal eine Gesamtaufnahme des Beckens machen und eine Liste, was Du an Fischen im Becken hast?
    Wieviel fütterst Du für die Fische pro Tag, Frostfutter, Flocken, Granulat, Nori/Algen...?
    Wie schäumst Du ab, trocken oder feucht, wieviel landet pro Woche im Topf, welcher Abschäumer?
    Hast Du ein Algenrefugium?
    Welches System verwendest Du zum Aufrechterhalten der Wasserwerte (Ati Essentials, Triton, Balling, Wasserwechsel, Kalkreaktor und Spuris....)?
    Wieviel dosierst Du pro Tag?
    Hast Du eine Analyse von Triton oder Ati mit einigermaßen aktuellen Daten?

    Es ist sehr wichtig herauszufinden, ob im Wasser noch Nitrat und Phosphat in wenigstens geringen Spuren zu finden sind oder ob Du wirklich schon in der Nährstoff-Limitierung bist, wie ich stark vermute.

    Einfach ist der Weg zur stabilen Biologie nicht, aber es ist notwendig, die Nährstoffe zumindest so weit zu steigern, dass sie noch nachweisbar sind mit einem vernünftigen Test.
    Welche Tests verwendest Du für Nitrat und Phosphat?
    Sind diese mit einer Multireferenz mal überprüft worden?

    Du siehst, dass eine Menge Fragen offen stehen.

    Das Licht wird schon stark behindert, wenn die Wand nicht transparent ist. Selbst gutes Plexiglas, das absolut sauber ist, schluckt beim Durchleuchten schon 8 Prozent des Lichts. Nimm besser einen wirklich durchsichtigen Behälter. Das hilft Dir auch für die Sichtkontrolle, ob tatsächlich alles in Ordnung ist mit der Kultur.
    In Baumärkten gibt es ab und zu 5l-Flaschen, die durchsichtig sind, die sind dafür sehr schön und dazu billig.

    Gerade der Zusammenbau hat es wirklich in sich: zum einen sind die vibrationsdämpfenden Gummiringe am Ende ziemlich frickelig wieder hineinzufriemeln, zum anderen kann der Außenkäfig beliebig aufgesteckt werden mit teil skurrilen Effekten wie gleichzeitig in zwei Richtungen pusten oder ein Rotor, der sich gar nicht dreht. Robust und einfach wartbar sieht anders aus. Da muss man schon etwas aufpassen, sonst baut man das Ding mehrmals auf- und wieder ab.

    Wenn Du einen Abschäumer nach dem Berliner System verwendest, dann würde ich weder Jaubert noch DSB einsetzen. Auch im Aquarium würde ich nur ein bis zwei Zentimeter Sand verwenden, sonst wird das nur ein Depot für Schmodder. Setze da auch einige Bodentiere Nassarius vibex oder Archaster angulatus ein, wenn Du für die Mandarins und Röhrenwürmer schon am Füttern bist. Um die Röhrenwürmer unterzubringen würde ich eher auf kleine Röhren setzen, die in Totgestein gesetzt werden.

    Hallo Simon,

    die Röhrenwürmer fütterst Du mit Staubfutter, Phytoplankton und Kleinstkrebsen. Wenn ab und zu etwas Detritus aufgewirbelt wird sind die Röhrenwürmer ebenfalls schnell am Tisch. Lebendfutter zu züchten lohnt sich meistens, einige Weichkorallen nehmen auch gerne das Phytoplankton. 200l ist für ein Pärchen Mandarinen möglich, wenn Du Dir direkt beim Kauf zeigen lässt, dass sie tatsächlich Frostfutter nehmen. Wenn das nicht der Fall ist benötigst Du zwingend eine Lebendfutter-Zucht mit Artemia und Copepoden. Dafür wiederum ist Phytoplankton sehr wichtig.

    Hallo Markus,

    bedenke bitte eines: wenn der Boden etwas uneben ist, dann können sehr starke Spannungen auftreten. Beim Aufstellen eines Aquariums bemühen wir uns ja nicht ohne Grund, den Unterschrank möglichst waagerecht und mit vollem Bodenkontakt für den Unterschrank aufzustellen. Da würde ich den Unterschrank schon auf eine sehr stabile und formfeste Unterlage stellen, um das auszugleichen.

    Versuche es doch mal mit einem Regenbogenlippfisch. Die Gruppe Halichoeres insgesamt scheint ein sehr guter Fressfeind gegen Turbellarien zu sein. Meine haben mit den Waminoa hervorrragend aufgeräumt. Es hatte bei meinen Fischen etwas gedauert, bevor sie auf den Geschmack kamen, aber dann haben sie die Turbellarien heimlich still und leise weggeräumt. H. melanurus ist sehr friedlich und zudem noch sehr hübsch.

    Im Refugium ist kein Bodengrund, nur ein paar Steine, an denen die Algen sich festkrallen können. Dort kommt genügend Detritus über den Ablauf rein, so dass ab und zu auch gereinigt werden muss. Teilweise setzen einige deshalb auch noch eine kleine Pumpe ein, um zum einen die Algen besser zu durchströmen und zum anderen zu verhindern, dass sich der Detritus dort absetzt.

    Kleiner Kommentar zum Maxpect Gyre 150 als Nebenschauplatz: das Strömungsbild gefällt mir hervorragend, Lautstärke geht mit dem neuen Halter auch noch einigermaßen, leider gibt es einen fiesen kleinen Spielverderber: die Täubchenschnecke. Sie vermehrt sich in meinem Becken sehr stark und ist deshalb in allen Größen reichlich vorhanden im Becken. Diese kleine ansonsten harmlose kleine Schnecke verkriecht sich tagsüber gerne in Spalten und Ritzen und kommt nachts dann zum Algen weiden heraus.

    Im Gegensatz zu den vorher verwendeten Tunze 6105 jedoch sind die Abstände zwischen Rotor und Außenkäfig erhelblich geringer beim Gyre 150, was zur Folge hat, dass irgendeine Schnecke immer genau die richtige Größe hat, um dem Gyre das Leben schwer zu machen und in einen scheppernden Oldtimer zu verwandeln. Nachdem ich jetzt mehrmals in den letzen zwei Wochen die Schalensplitter aus dem Gyre herausfliegen sah war heute der Punkt gekommen, wo die Schnecke nicht direkt geschrottet wurde, sondern den Gyre zum Klackern brachte. Der Rotor haute immer fröhlich am Schneckengehäuse entlang, ohne es loszuschlagen.

    Das passierte natürlich heute morgen direkt, bevor ich ins Büro musste. Nach meiner Rückkehr vorhin war dann das leichte Klackern immer noch zu hören, ich durfte den Gyre also auseinandernehmen und die ganzen Schnecken rauspuhlen. Ich denke nicht, dass ich den Gyre gegen diese kleine Schnecke abgesichert bekomme, also muss ich mir etwas anderes für die Strömung überlegen. Der Gyre kommt dann ins andere Becken, wo ich die Täubchenschnecke hoffentlich weitgehend heraushalten kann, sonst muss ich mal einen Drücker dort speisen lassen.

    Hallo Wolfgang,

    wenn die Algen tatsächlich gut wachsen sollen, dann brauchen die schon eine gehörige Menge Licht. Von nichts kommt auch nichts. Ich habe dafür auch eine LED-Lampe gebaut, die vom Spektrum ähnlich ist wie für Korallen, die Algen nehmen das Licht dankbar an.

    Danke für den hervorragenden Vergleich! Die Skala wurde also lediglich auf den interessanten Bereich reduziert, aber nicht gestreckt auf den zur Verfügung stehenden Sichtbereich. Das kann man mit gutem Gewissen als Mogelpackung bezeichnen.
    Da bleibe ich doch lieber bei der TM Spindel.

    Hallo Stefan,

    gerade die Lautstärke ist für mich auch wichtig. Wenn Du Dich für die Hydrowizard entscheidest warte ich hoffnungsfroh auf Deinen Bericht. Die einzige Alternative, die ich sehe ist die MP40 mit Reeflink. Preislich ist die auch nicht weit weg, von daher sind Lautstärke und Leistung tatsächlich die entscheidenden Faktoren. :thumbs_up:

    Ein Schwefelfilter arbeitet genauso wie der Pelletreaktor mit Bakterien, Du hast also die gleiche Verzögerung beim Aufbau der Bakterienpopulation wie beim Pelletfilter, obendrein musst Du mehr aufpassen, damit nicht giftiger Schwefelwasserstoff entsteht. Halbwegs sicher wird das nur, wenn Du das Redoxpotential im Reaktor überwachst und den Durchfluß mit einem Computer entsprechend regelst.

    Mache lieber einen großen Wasserwechsel von 40-50 Prozent und lasse den Pelletreaktor langsam wieder anfahren.

    Hallo Stefan,

    ich bin ebenfalls am Überlegen, habe aber gerade eine kalte Dusche bekommen: anscheinend gibt es die ECM42 nur mit 2m Kabel, was ich ziemlich erbärmlich finde. Damit ist die Pumpe für mich gestorben. 1300 Euro für zwei Pumpen mit Steuerung und nur 2m Kabel?!?

    Hallo Corinna,

    ich nehme an, dass Dein Browser etwas gutmütiger ist als der Firefox, den ich verwende.
    Dann kann ich jetzt bei meinem Beitrag den Link jetzt rausnehmen, ist ja schließlich nicht meiner. :smiling_face:

    Original, nur Äppel-geeignet:

    Code
    [media]http://youtu.be/xxxxx[/media]


    richtig, alles können sehen:

    Code
    [media]xxxxx[/media]

    Hallo David,

    die Beleuchtung wird nicht nur den Korallen gefallen, sondern auch dem Biofilm auf der Dekoration. Nicht nur die ungeliebten Schmieralgen reagieren auf viel Licht mit Wachstum, sondern auch die unauffälligen normalen Bakterien und Algen, welche die Dekoration überziehen. Mit der Steigerung der Beleuchtung sollte sich dies auch bei den Nährstoffen bemerkbar machen. Manche Becken sind mit dem Wechsel auf eine starke Beleuchtung sogar in die Nährstofflimitierung hineingerutscht. Dies dürfte bei Dir nicht passieren, aber unterschätze den Einfluß von guter Beleuchtung nicht!

    Hallo David,

    Strömung ist ein Bereich, der sehr oft unter "ferner liefen" und "ach ja, gibt es ja auch noch" wenig Beachtung findet. Regelbare Pumpen haben den großen Vorteil, dass die guten mit Controller Programme ablaufen lassen können, die z.B. für kurze Zeit die Strömung stark erhöhen, so dass Detritus wieder aufgewirbelt und in der Wassersäule vom Abschäumer erfasst werden können. Als Workaround kannst Du eine sehr schwache Pumpe nehmen wie die Koralia 900 Nano, diese an eine Verlängerung befestigen wie ein PVC-Rohr und damit dann vorsichtig die Steine abwedeln. Dabei bitte aufpassen, dass Du nicht die Korallen direkt anstrahlst. Gerade die LPS finden das nicht so toll, wenn die weichen Arme gegen das Kalkskelett gedrückt werden.

    Wenn die Steine von dem Detritus befreit sind werden sie auch besser durchströmt und helfen durch den Biofilm aus Bakterien und Algen die Nährstoffe zu senken. Ab und zu die Steine freilegen, wenn die Pumpen dies im normalen Lauf nicht schaffen kann die Filterwirkung der Steine deutlich erhöhen!

    Ich hatte die RW-15 ohne große Begeisterung bei mir im Becken, aber sie ist mir zu laut. Ich hatte sie nur im Konstantmodus laufen und selbst da habe ich sie stark heruntergeregelt, damit es erträglich ist. Der Maxpect Gyre 150 ist da schon besser, auch vom Strömungsbild, aber noch immer nicht so ruhig wie ich mir das im Wohnzimmer wünsche. Wenn ich mal Geld zuviel habe werde ich mir die MP-40 näher ins Auge fassen oder Pantha-Rhei heranziehen, auch wenn die sündhaft teuer sind.

    Bei Detritus im Sand kann ich den grabenden Seestern empfehlen, der reinigt den Sand tatsächlich sehr schön. Auch die Nassarius vibex buddelt sich durch den Sand und mampft dabei Detritus durch. Mit etwas Glück vermehrt sich diese Schnecke sogar im Becken.