Beiträge von Sandy Drobic

    Die von Dir genannten Werte müssen definitiv erhöht werden. Ich frage mich eher, wie es überhaupt dazu kommen kann, dass die Werte derart stark sinken. Mit welchem System betreibst Du das Becken? Nur Wasserwechsel, Kalki, Balling, Triton, was-auch-immer?

    In einem Meerwasseraquarium haben wie im Unterschied zum Meer immer damit zu kämpfen, dass wir nur ein sehr kleines Wasservolumen zur Verfügung haben, welches ständig weiterverwendet wird. Also brauchen wir ein System, welches die Verbrauchselemente möglichst konstant und verbrauchsgerecht nachführt. Das scheint bei Dir im Augenblick nicht zu funktionieren. Wenn aber die Dichte stimmt und zwei Massenelemente so stark geschrumpft sind, dann müssen ja andere Elemente dafür nachgekommen sein, um die Dichte zu halten, wo sind die hergekommen?

    Wenn Deine Osmose eine Druckerhöhungspumpe hat, welche den Druck schön konstant hält, dann wird auch die erzeugte Wassermenge ziemlich konstant mit der Zeit sein. Das gibt Dir schon eine sehr brauchbare Zahl. Lasse mal 20 Minuten die Osmose laufen und fange dann an zu messen, wie lange es dauert, ein paar Liter zu füllen.

    Da gibt es eine breite Palette von Streuwerten. Teilweise halten die Nähte nur ein paar Jahre, wenn schlechter Silikon verwendet wurde, andere Becken laufen seit mehr als zehn Jahren ohne Probleme. Im Allgemeinen sagt man, dass die Lebenserwartung grob etwa 10 Jahre ist.

    Schaue Dir die Silikonnähte regelmäßig an, gerade auch die Querstreben oben auf dem Becken, wo die Lampe hohe Temperaturdifferenzen erzeugt, ob der Silikon dort spröde wird.

    Als ich sie eingesetzt hatte war es ein Paar, leider hat das Weibchen sämtliche Nahrung verweigert und ist einige Wochen später gestorben. Das verbliebene Männchen war immerhin noch knapp anderthalb Jahre bei mir im Becken, bevor es dann auch immer weniger gefressen hat und dann gestorben ist. :frowning_face:

    Bei den Lippfischen würde ich mir die Gattung Anampses anschauen, die brauchen ein größeres Becken, sind aber meisten doch nicht so übermäßig groß und sehr interessant. Schau Dir mal Anampses chrysocephalus an oder A. melanurus. Letzterer ist übrigens auch ein Strudelwurmfresser. Die sind alle nicht ganz einfach zu pflegen, aber mit etwas Sorgfalt beim Transport und der Eingewöhnung durchaus haltbar.

    Hallo Thorsten,

    funktionieren tut das schon, ich hatte schon mit einigen gesprochen, die das praktiziert haben. Es kommt auch dem Ideal der kaum schwankenden Wasserwerte am nächsten.

    Bei den Mengen brauchst Du aber schon besondere Dosierpumpen, die meisten Dosierpumpen sind nur für max. 2000ml pro Tag ausgelegt. Einige Dosierpumpen für Phytoplankton sind jedoch für höhere Volumina gedacht und sollten damit zurecht kommen, die sind aber recht teuer. Wenn Du einen günstigen Test machen möchtest, dann nimm einfach zwei Pumpen wie sie zum Osmosewassernachfüllen verwendet werden, messe die passende Zeit für die gewünschte Menge und schalte diese über eine mit Sekunden programmierbare Schaltuhr.
    Einer der größten Nachteile ist, dass man ständig zwei große Kanister oder Fässer da stehen hat, das könnte ich bei mir etwa nicht unterbringen.

    Das wiederlegt zumindest nicht meine Hypothese, dass frostfutter-lastige Fütterung nicht alle Bedürfnisse der Grundeln erfüllen kann. Wenn ich noch einmal Grundeln einsetze werde ich zumindest für die Grundel dann auch Granulat mit in den Boden einarbeiten und aufstreuen. Meiner Grundel hat es nämlich nach ein paar Monaten gereicht, das vorbeiziehende Frostfutter aufzuschnappen, von dem ich eine Menge füttere. Nur scheint dies nach einer gewissen Zeit zu einer Mangelerscheinung zu führen.

    Hallo Corinna,

    der unterlegende H. melanurus ist häufig zu meiner Grundel mit unter den Stein geflüchtet, wenn es zwischen den beiden Zoff gegeben hatte. Ich hatte eine sexguttata, die hatte mit keinem Lippfisch Probleme und umgekehrt. Ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass bei mir der H. melanurus mit den Waminoa aufgeräumt hat.

    Wäre schön, wenn es noch ein paar Tipps für die Eingewöhnung der kleinen Putzergrundel gäbe. Ich hasse es, Tiere so schnell zu verlieren.

    Elacatinus oceanops hatte ich ebenfalls als Pärchen versucht einzusetzen. Nach drei Tagen war die erste Grundel verschwunden, zwei Wochen später die zweite ebenfalls. Einen Agressor habe ich leider nicht ausfindig machen können, außerhalb des Beckens waren sie offenbar nicht durch Sprung gelandet.
    Weißbandputzergarnelen werden bei mir nicht von den Halichoeres attackert, zumindest nicht, wenn sie eine gewisse Größe haben (deutlich über 4cm Länge, kleinere habe ich nicht probiert).

    Hallo Corinna,

    sowohl der H. melanurus als auch der H. marginatus graben sich ein. Ich denke, dass gilt für alles Halichoeres-Arten. Ich habe viele Täubchenschnecken im Aquarium, die sich bei mir mehr als gut vermehren und deshalb auch in allen Größen immer vorhanden sind. Von denen holt der H. marginatus sich ab und zu welche, aber nur selten. Der H. melanurus scheint die Täubchenschnecken ganz zu ignorieren.

    Zwei Melanurus-Männchen haben sich bei mir auch bekriegt, jedoch nicht direkt getötet. Der dominante Melanurus hat jedoch den Unterlegenen dazu getrieben, in den Ablaufschacht zu springen, und dort ist er dann vor kurzem im Ablauf vor dem Kugelhahn gestorben. :frowning_face: Ein Pärchen kann ich definitiv ebenfalls nicht empfehlen. Meinen Bestand machen sie jedoch nicht nervös, vielleicht auch, weil ich sehr viel füttere.

    Hallo Corinna,

    als ich den H. marginatus halbwüchsig bei mir eingesetzt hatte war nicht der H. marginatus der Aggressor, sondern der kleine Sechsstreifenlippfisch, der ihn gnadenlos immer in die Ecke zurückbiss, obwohl der marginatus schon größer war. Später hat sich das dann beruhigt, aber es hatte volle drei Wochen gedauert, bis er nicht mehr von dem kleinen Stinkstiefel attackiert wurde. Er selbst war nie der Agressor.

    ich habe seit knapp drei Jahren bei mir im 800l-Becken sowohl den H. marginatus als auch den H. melanurus drin, sie vertragen sich untereinander und auch mit den anderen Fischen sehr gut. Wobei es jedoch deutliche Unterschiede im Gemüt gibt. Der H. marginatus ist einiges mehr unterwegs als der kleinere melanurus und stiftet auch allgemein mehr Unruhe. Das beginnt mit dem allgemeinen Schwimmverhalten, welches das Becken wirklich klein erscheinen lässt. Mit etwa 15cm Länge ist er auch einiges größer als der H. melanurus, der nur etwa 12cm misst. Ständig auf der Suche nach Fressbarem (obwohl er bei mir sehr gut gefüttert wird), dreht und wendet er alles um, was er nur bewegen kann, und er ist ein echtes Kraftpaket. Er ist wenig schüchtern und opportunistisch immer zu Stelle, wenn es etwas zu fressen geben könnte.

    Abends wird das Bett aufgeschüttet und teilweise erzeugt er da mehr Schwebeteilchen als jede Grundel. Seinen Schlafplatz ist er ständig am Wechseln, er scheint keinen Stammplatz zu haben.

    Jede Koralle, die nicht bombenfest ist, landet auf dem Boden. Selbst massive Korallenklötze mit 10cm Durchmesser auf dem Boden werden gewendet, um an die Schätze darunter zu kommen. Zum Glück nimmt er nicht nur die Flohkrebse und Schlangensterne, sondern auch Turbellarien, bei mir waren es Waminoa. Es hatte Monate gedauert, aber fast unmerklich wurden die Waminoa immer weniger, bis ich im Hauptbecken keine mehr fand, nur im Algenrefugium halten sie sich deutlich sichtbar.

    Insgesamt würde ich ihn nicht für kleinere Becken empfehlen, es sollten schon Becken in der 1000l-Klasse sein. Er braucht ein Becken mit viel Winkeln und Ecken, wo er stöbern kann. Er braucht eine sehr abwechslungsreiche Dekoration, sonst wird ihm langweilig und er sucht sich Beschäftigung, die meist bei mir zu Flüchen führt. Beim Futter ist er sehr problemlos: er frisst praktisch alles, das beginnt bei Frost- und Lebendfutter, geht über Flocken und Granulat in fast allen Formen und selbst Algen verschmähnt er nicht. Auch von den Norialgen holt er sich seinen Teil. Dazu bedient er sich bei Schlangensternen, Flohkrebsen, kleinen Schnecken und auch einigen Würmern. Vorsichtig muss man bei ihm mit kleinen Garnelen und sehr kleinen Fischen sein. Die laufen Gefahr, bei ihm auf dem Speiseplan zu landen. Eine Weißbandputzergarnele von etwas über 4cm Länge hat er jedoch verschont, sie ist bis heute bei mir im Becken. Futtergarnelen sieht er jedoch genauso: als Futter.

    H. melanurus ist ähnlich gesittet, jedoch im Verhalten einiges ruhiger und nicht ganz so eine Wühlmaus. Lose stehende Korallen schubst er zwar auch herum, jedoch bei weitem nicht mit der Energie des H. marginatus. Ebenso wieder H. marginatus frisst er Turbellarien und ist gegenüber allen anderen Fischen sehr friedlich. Er scheint auch in der Beckengröße deutlich besser aufgehoben. Vorsichtig muss man jedoch bei offenen Becken sein, ich musst zwei mal in der ganzen Zeit erleben, dass er auf dem Boden vor dem Becken landete. Einmal sogar mitten in der Nacht, als ich noch am Computer saß und plötzlich einen "Patsch" hört und er auf dem Boden lag. Wer keinen Sprungschutz hat sollte sich eine Abdeckscheibe für die Nacht überlegen.
    Beim Futter und in der Gemeinschaft ähnlich unkompliziert wie der H. marginatus und auch nicht so auf Garnelen aus wie der H. marginatus.

    Korallen haben die beiden in der Zeit nie auch nur eines Anblicks gewürdigt. Nur einmal habe ich gesehen, wie der melanurus der Wunderkoralle etwas Granulat stibitzt hatte, was ich der Wunderkoralle zugefüttert hatte. Er hat dafür aber nicht die Koralle selbst angebissen.

    Ich hoffe, die Beschreibung hilft.

    Der Klaus hat schon recht, wenn auf das Korallenknabbern hinweist. Individuen können mal mehr, weniger oder gar nicht knabbern, aber eine Garantie bekommt man nicht. Eher die Garantie, dass sie früher oder später doch etwas finden, was sie auf die Speisekarte setzen. Selbst wenn man sie nicht dabei sieht nippen sie meistens ab und zu mal an einer Koralle, welche deshalb die Polypen nicht mehr so schön zeigt. Eine Sarcophyton bei mir etwa fährt seit über einem Jahr die Polypen nicht mehr richtig aus, weil der zweite Rauchkaiser nach dem Einsetzen eine regelrechte Kraterlandschaft in ihr hinterlassen hat. Der hat die Polypen wirklich bis ins Grundgewebe abgebissen. Inzwischen macht er dies nicht mehr oder nur selten, aber seit dem zeigt sie die Polypen nur noch im Ansatz.

    Auch nach Jahren des friedlichen Zusammenlebens mit Korallen ist es schon vorgekommen, dass urplötzlich ein Zwergkaiser Heisshunger auf eine Koralle bekam und diese dann in kurzer Zeit dezimierte. Einige Arten sind dabei besonders in Verruf geraten, dazu zu neigen. Dazu gehört auch der hübsche eibli, der loricula und der bicolor. Wer Zwerg- oder irgendeinen Kaiser ins Becken setzt muss damit rechnen, dass Korallen leiden.

    Ein Pärchen Multifasciata wäre ein toller Anblick, aber sie sind empfindlich und nicht leicht ans Futter zu bekommen. Wenn Du davon ein futterfestes Pärchen bekommen kannst würde ich sofort zuschlagen. Die scheinen Korallen auch wenig zu schädigen.

    Alle zusammen ist schon deshalb besser, weil dann das häufige Mobbing des alteingesessenen Besatzes gegen den neuen Fisch deutlich schwächer ist oder komplett wegfällt.

    Hallo Peter,

    das ist nicht eindeutig zu beantworten, weil es mehrere Faktoren gibt, die dort hineinspielen. Zum einen der Zustand der Membran. Sie sollte immer feucht gehalten werden und vor jedem Gebrauch ein paar Minuten gespült werden. Wenn sie ab und zu mal etwas trocken gefallen ist, dann können sich kleine Weitungen und Risse bilden, wo etwas Wasser nahezu ungefiltert durchgeht. Die Qualität des Reinwassers sinkt also und enthält mehr Ionen. Wenn die Membran zu wenig gespült wird und sich etwas zugesetzt hat, dann sinkt die Leistung, aber die Qualität sollte ungefähr gleich bleiben.

    Alle sechs Monate etwa sollten jedoch die Filter der Osmose ausgetauscht werden, um die Verkeimungsgefahr zu senken.

    Beim Harz kommt es darauf an, ob Du ein Mischbettharz oder eine Zweisäulenkonfiguration mit Anionentauscher und Kationentauscher hast. Die meisten haben normale Mischbettharz-Säulen, dort muss das Harz getauscht werden, wenn es verbraucht ist. Wann das verbraucht ist kommt auch viel auf die Säulenform und die Qualität der Osmose an. Bei mir hier in Düsseldorf etwa habe ich Leitungswasser mit ca. 500µS Leitwert, nach der Osmose ist der Wert schon auf 8 µS gesunken, das geht dann in eine hohe 3l-Säule mit Mischbettharz, danach ist der Leitwert nicht mehr messbar.

    Wenn Du eine Harzkartusche mit einem Liter Inhalt hast, dann hast Du theoretisch 1500 Härteliter an Adsorptionsvermögen im Harzfilter. Theoretisch wohlgemerkt, denn zum einen bekommt man heute oft Harz, das schon mehrmals aufbereitet wurde und eine geringere Kapazität hat und zum anderen ist das Durchflußverhalten durch den Filter meist nicht optimal. Zusätzlich geht gerade Silikat schon wieder durch lange bevor die Kapazität des Harzes wirklich erschöpft ist. Bei mir kommt das Wasser mit 8µS in den Harzfilter, das entspricht etwa einem einem Härtegrad von einem Viertel. Theoretisch sollte ich also 3 x 1500 x /0,25 an Wasser erzeugen können. In der Praxis komme ich bei WEITEM nicht an diese Leistung heran und tausche das Harz nach einem Jahr aus. Dann habe ich nur ein paar Tausend Liter Osmosewasser gemacht und bin auf der sicheren Seite.

    Hallo Andreas,

    die Zwergkaiser unter sich vertragen sich bei mir alle sehr gut, was aber auch an der reichlichen Fütterung liegen dürfte. Auch die Indischen Rauchkaiser knuffen höchstens mal einen Fisch zur Seite, wenn sie der Meinung sind, dass sie unter dem Überhang ihren Stammplatz haben, mehr nicht. Ich gehe deshalb davon aus, dass viel von der häufig berichteten Unverträglichkeit der Zwergkaiser schlicht der Versuch ist, Futterrivalen zu vertreiben, weil sie Kohldampf haben. Ein anderer Grund ist, wenn zu viele Fische auf engem Raum gehalten werden. Beides ist bei Dir nicht der Fall, deshalb gehe ich nicht von Problemen aus.

    Bei mir im Becken sind zwei C. bispinosa, ein C. eibli(Mischling?) und zwei Apolemichtys xanthurus. Alle vertragen sich und alle lassen die meisten Korallen in Ruhe. Nur das Keniabäumchen, welches sich quer durch das Becken gestreut hat, wird von allen fünf als Nahrungsergänzung gesehen und sie nippen immer wieder mal an der einen oder anderen. Das kann man immer schön sehen, weil es sich das betroffene Keniabäumchen dann so blass zusammenzieht für ein paar Minuten.

    Hallo Andreas,

    die Verpaarung von Clarki und dem Bispinosa sollte genau so klappen wie Du es bereits geschrieben hast, bei mir hat das Nachsetzen eines jungen Bispinosa so problemlos funktioniert. Mit dem Clarki würde ich mir das eventuell überlegen, wenn Du dem Pärchen eine Anemone gibt sind die gerade mit Gelege bekannt dafür, sehr ruppig zu sein. Bei einem 1000l-Becken sollte es aber genügend Ausweichraum geben.

    Bei dem Halichoeres bin ich mir nicht so sicher, meiner ist ausgewachsen nur wenig kleiner als mein Papagei und er hat einen enormen Schwimmbedarf. Er ist außerdem ein unverbesserlicher Stöberer und pustet mehr Sand durch die Gegend als so manche Grundel. Was nicht niet- und nagelfest ist wirft er um und schaut nach, ob etwas fressbares drunter steckt. Kleine Garnelen werden dankbar akzeptiert und auf die Speisekarte gesetzt.

    Auf der anderen Seite ist es ein wunderschöner und interessanter Fisch, leider habe ich bisher glaube ich nur ein einziges Weibchen gesehen, alles andere waren schon Männchen. Deshalb bleibt meiner auch weiterhin ein Einzelgänger. Zwei H. melanurus Männchen (es wurde kein Paar, beides wurden Männchen) haben sich nach der Geschlechtsreife ein Jahr lang bekriegt, bis vor kurzem der Dominante den Unterlegenen in den Ablaufschacht hat springen lassen, dort ist er dann vor dem Kugelhahn im Ablaufrohr stecken geblieben und gestorben.
    Anderen artfremden Fischen gegenüber habe ich nie auch nur die Andeutung einer Streitigkeit gesehen.

    Meinen Chelmon wage ich auch nicht zu verpaaren. Seit Jahren ausgewachsen und Einzelgänger, das geht sehr selten gut, einen zweiten hinzuzusetzen. In den meisten Fällen wird es wohl eine Mischung aus etwas Eigenbrötler/Alleingänger und viel Futterneid sein, wenn nicht sehr viel gefüttert wird. Chelmons haben in der Natur recht große Reviere und brauchen diese auch, da sie keine Planktonjäger sind. Deshalb gehe ich davon aus, dass in normalen Aquarien um 1000l dem eingestandenen Revierbesitzer die Flossen zu Berge stehen, wenn er einen Futterrivalen sieht.

    Ich gehe davon aus, dass der Amtsveterinär der Behörde diese Bedingungen überprüft und gegebenenfalls die Bescheinigung dann ausstellt. Der muss dann halt sehen, ob man die Kenntnisse hat, das Tier verantwortlich zu pflegen, so dass man weder sich selbst, das Tier oder andere gefährdet. Bei einer Privatperson sollte dies in einem Gespräch mit dem Amtsveterinär möglich sein. Wenn man da dann direkt auf eine Beckendokumentation verweisen kann, die jahrelange Erfahrung bezeugt und das Becken mit Besatz für das Tier geeignet ist sollte das eine relativ unkomplizierte Sache sein.

    Hat jemand dies schon praktisch gemacht, der keinen Sachkundenachweis nach §11 hat? Das würde mich jetzt auch interessieren. Hier in NRW ist das lockerer.

    Hallo Torsten,

    bei der Nährstoffsituation spielen viele Dinge rein, nicht nur der Abschäumer. Ich habe z.B. einen Bubble King Double Cone 250 an einem 800l-Becken und trotzdem sehr hohe Nährstoffwerte.
    Starkes Licht für viel Wachstum kann da eine Menge ausmachen, um die Nährstoffe niedrig zu halten. Genauso eine gute Strömung, welche den Detritus regelmäßig aufwirbelt, so dass er zum Abschäumer überhaupt gelangen kann!

    Genauso spielt da auch rein, wieviel und was Du verfütterst. Ohne einen wirklich umfassenden Gesamtüberblick zu haben ist es sehr schwierig, die richtigen Maßnahmen vorzuschlagen.

    Das kann verschiedene Ursachen haben. Unreinheiten, welche als Kristrallisationskeime dienen, sind da ganz vorne der Grund. Je länger Du die Dosierschläuche in Gebrauch hast, desto eher passiert das. Kälte, welche die Löslichkeit herabsetzt (stand die Flüssigkeit irgendwo mal kühl?) usw.

    Ich würde den kH-Dosierbehälter gründlich reinigen und den Dosierschlauch austauschen und beim nächsten Ansetzen der kH-Lösung darauf achten, dass der Behälter sauber und das Pulver wirklich komplett gelöst ist. Da ich bequem bin verwende ich einen Eimer und setze eine Strömungspumpe mit rein. Nach ein paar Stunden ist die Lösung komplett klar.

    Das könnte eine Kalkausfällung sein, was durch die kH-Dosierung ausgelöst wird. Ist die Strömung an der Stelle stark genug für schnelle Verdünnung?
    Es könnte aber auch auskristallisiertes Natron sein, welches schon fest aus dem Schlauch kommt, dass hatte ich einmal auch. Sauge doch etwas davon mal ab und versuche, es in Wasser wieder zu lösen. Wenn es sich nicht löst ist es Kalk.

    Hallo Eva,

    die Bilder sind wirklich nicht so toll, aber auf dem vierten Bild konnte ich immerhin die Form der Scheren einigermaßen sehen. Die abgeflachten Enden deuten eher auf einen Graser hin als einen Räuber. Ich würde die Krabbe erst mal drin lassen. Lasse der Krabbe ab und zu mal eine Futtertablette zukommen, wenn Du ihren Bau entdecken kannst. Solche Krabben sind meist Allesfresser mit Vorliebe für Algen. Solange sie Algen finden lassen sie das tierische meist in Ruhe.

    Wenn möglich würde ich eine Krabbenfalle aufstellen (größeres Glas, wo sie nicht wieder rausklettern kann) und sie für einen Fototermin herausholen. Dann kannst Du gute Fotos machen, sie bei http://www.panzerwelten.de einstellen zur Identifikation und sie später wieder einsetzen, wenn sie eindeutig harmlos ist.

    Dadurch würdest Du aber einen Gegendruck für das Wasser im Abschäumer erzeugen, welches die Effektivität des Abschäumers reduzieren würde. Kannst Du das ganze nicht viel besser mit einem Technikabteil anstelle eines Technikbeckens erreichen? Das Abteil wäre dann unsichtbar neben dem sichtbaren Teil des Beckens, das wäre doch perfekt.

    Wenn es denn unbedingt das getrennte Technikbecken sein muss kannst Du die Nachfüllung relativ einfach erledigen, in dem Du der Rückförderpumpe ein eigenes Abteil durch eine Trennscheibe spendierst. Dann sinkt nur dort der Wasserpegel und Du kannst einen Nachfüllsensor dort einsetzen.

    Genau diese Brüche im Durchmesser sind der Grund, dass ich jetzt keine Verschraubungen und keinen Kugelhahn zusätzlich einbaue in die Verrohrung. Ich habe gemerkt, dass die Verschraubungen nicht annähernd einen glatten Durchgang haben. Also nur zwei Bögen und die Tankverschraubung und das GF Membranventil, mehr kommt nicht rein für den Ablauf.

    Die Entkoppelung mit dem Silikonschlauch habe ich auch vor, da komme ich beim Rücklauf nicht drum rum.

    Jetzt muss ich erst mal sehen, wie gut die Rohre in die Bögen passen oder ob ich tricksen muss, um sie anzugleichen.

    Hallo Berndt,

    da ist wohl etwas falsch rübergekommen.

    wenn du wirklich richtig gute Farben haben möchtest, musst du auch stark und in den richtigen Spektralbereichen beleuchten. Andreas hat dir dies ja schon geraten. Dem Beitrag #23 von Sandy würde ich deutlich widersprechen. "Schmieralgen" (ich denke er meint Cyanobakterien) werden nicht durch starkes Licht gefördert.

    Cyanos brauchen für Wachstum Licht und viel Licht lässt Cyanos, wenn sie denn vorhanden sein, dann auch gut wachsen. Ich habe jedoch nicht gesagt, dass durch viel Licht Probleme mit Cyanos entstehen. Ich hoffe, diese Verdeutlichung beseitigt das Missverständnis.

    Hallo Klaus,

    von solchen Gesprächen lerne ich immer sehr gerne, da dort auch Hintergrundwissen einfließt, welches ich als Endverbraucher mit nur wenigen Pumpen kaum selbst erschließen kann. Aber ich weiss auch, wie teuer Zeit ist und dass sie ein kostbares Gut ist. Deshalb bin ich auch immer noch sehr beeindruckt, dass Du Dir so spontan die Zeit genommen hast und gründlich nachgeschaut hast.

    Jetzt bin ich leider infiziert mit Träumen von einem richtig großen Becken und lautlosen Pumpen, die unsichtbar ihre Dienste tun. Nun muss ich nur noch sehen, wo ich das nötige Kleingeld herhole, um ein Haus zu bauen, ein richtig großes Becken aufzustellen und dann darin Tauchen zu üben neben dem Scheiben putzen. :grinning_squinting_face: