Beiträge von Sandy Drobic

    Es sieht zumindest der Abbildung sehr ähnlich. Ich würde es jedenfalls von der Euphy entfernen, denn man sieht am Gewebe des Kopfes, dass das normalerweise ein bis zwei Zentimeter unterhalb des Polypen auf dem Stamm sitzende Gewebe sich fast vollständig zurückgezogen hat. Danach kommt der Polyp selber dran. Nimm ein paar Stücke davon und setze sie im Technikbecken rein, vielleicht setzen sie sich dort hin.

    Man kann jedes Becken vor die Wand fahren, vor allem, wenn man so viel wie möglich Geld sparen möchte.

    Aber die meisten, die ein großes Becken aufstellen, planen für längere Zeit, denn es handelt sich um eine Investition im fünfstelligen Bereich. Allein das hält viele davon ab, das "mal eben" auf die Schnelle hinzustellen und ebenso schnell wieder aufzugeben.

    Hallo Werner, ich weiß es auch nicht. (^-^)

    Leitfähigkeit bringt Dich jedenfalls nicht zum Ziel. Worum es sich bei der kH-Lösung handelt ist eine gesättigte Lösung. Solltest Du also noch nicht gelöstes Pulver haben ist das kein Problem, Du kannst es für die nächste Lösung verwenden. Alternativ so lange Osmosewasser zugeben, bis alles Pulver gelöst werden kann.

    Bitte nicht heiß machen, das lässt nur Kohlendioxid aussprudeln.

    Einer der wichtigsten Grundsätze für den Start bei der Meerwasseraquaristik:

    Es gibt viele Methoden, ein Becken zu betreiben, und alle haben mehr oder weniger ihre Berechtigung und Anhänger. Aber man sollte sich an EINEN Weg und Ratgebenden halten und nicht ein Gremium befragen, denn viele Köche und Ratgeber verderben den Brei.

    Wenn Du das Gefühl hast, dass er Ahnung von der Sache hat, dann halte Dich an ihn und richte Dich nach diesen Ratschlägen.

    Vor einigen Problemen können wir die Fische bei bestem Willen nicht bewahren. Ich habe gestern einen Chromi, den ich seit drei Jahren hatte, tot aus einem dichten Korallenstock gezogen, wo er sich verrammt hatte und offenbar nicht mehr raus kam. Hatte ihn auch nur per Zufall gefunden, da ich gerade beim Umbau war.

    Mein Ablauf ist durch ein Sieb gesichert, weil ein Lippi bereits dort durchgegangen war und ebenfalls stecken blieb.

    Ja, Korallen sind Tiere, unter 20°C sollten sie nicht gehalten werden, dann werden sie eingehen. Es gibt natürlich auch Schlangensterne, die sich in tropischen Bereichen wohl fühlen. Du wirst sie tagsüber aber praktisch nie sehen, sie sind überwiegend nachtaktiv. Oft kommen kleine Schlangensterne bereits mit Lebendgestein ins Becken und vermehren sich kräftig. Ich habe reichlich davon im Becken. Auch einige Schnecken wie die Täubchenschnecke und kleine Turboschnecken können sich gut vermehren.

    Lebendgestein wird nicht zu den Tieren gerechnet, wird jedoch ähnlich transportiert, da es bevölkert wird von allen möglichen kleinen Tieren. Zumindest gutes Lebendgestein. Das meiste, was sich selbst in Meerwasser vermehren kann, wird übrigens zu den Plagen gezählt, da es sich oft auf Kosten des gewünschten Besatzes ausbreitet. Es sind diese hartgesottenen, anpassungsfähigen Überlebenskünstler, die eigentlich sehr geeignet wären für Anfänger, nur sind sie oft nicht sehr hübsch und sie fahren die Ellbogen aus und wollen unter sich bleiben. Darunter sind Glasrosen oder andere kleine Anemonen wie die Feueranemone.

    Das Problem mit dem Besatz ist, dass es immer ein Minimum an Technik benötigt, welche in Süßwasserbecken oft nicht gut untergebracht werden kann. Zentrales Element ist da der Abschäumer, die meist im Technikbecken untergebracht wird. Gibt aber auch welche, die man ins Becken direkt einhängen kann. Das kollidiert aber oft mit der Abdeckscheibe. Du könntest z.B. einen Rucksack anhängen wie den Hagen Aqua Clear 50/70 und dort den Abschäumer unterbringen. Gibt aber immer wieder mal nerviges Gebrumme von dem einen oder anderen Gerät. Das ist ein echtes Problem bei Meerwasser, die vielen Pumpen und das dadurch entstehende Vibrieren.

    In meinem 70l Becken habe ich fast die gleiche Technik wie in dem 800l Becken, der Aufwand an Technik ist also ziemlich hoch. Blutige Anfänger ohne gute Vorkenntnisse und ohne Hilfe durch Aquarianer mit einigen Jahren Erfahrung laufen fast immer vor die Wand, weil sie einfach nicht deuten können, was die Probleme sind. Nach einiger Zeit hat sich das Problem erledigt, weil der Besatz gestorben und das Becken voller Schmieralgen ist.

    Grundlage für die Pflege ist deshalb die Kenntnis, welche Technik und Wasserwerte wichtig und notwendig sind, wie diese kontrolliert und beeinflusst werden. Ohne diese Kenntnisse geht es nicht und es gibt keinen Besatz, der für blutige Anfänger geeignet ist. Gerade am Anfang, wo das Becken eingefahren wird, schwanken die Wasserwerte teils deutlich, das System ist fragil und kippt schnell.

    Vergiß bitte den schnellen Start und eigne Dir zuerst die nötigen Grundkenntnisse an, bevor Du Tiere in das Becken setzt. Diese nötigen Kenntnisse sind nicht in ein oder zwei Stunden zu erlernen.

    Sagst du so, kannte mal einen Aquarianer, der ein offenes Becken, voller Schwertträger, im kaminbeheizten Wohnzimmer betrieb. "WW", bestand aus Nachfüllung des Verdunstungswassers.

    Konnte über 9000 MikroSiemens messen.

    Das waren aber hartgesottene Fische! Das sind wahrscheinlich diejenigen, denen man plötzlich in der Ostsee begegnen kann... Dort treiben sich ja so einige Süßwasserfische herum..

    So ganz einfach ist es leider nicht. Das Fiese an der Sache ist, dass es lange Zeit gut geht, aber bei genau der einen oder anderen Situation bricht alles auseinander. Ob dies für Dich relevant ist, da fehlen die notwendigen Informationen zur Beurteilung zu. Es hängt von Klimatisierung, Lüftung, Aufheizung der Wohnung und natürlich von den Tieren ab, die Du pflegen möchtest.

    Generell gilt aber:
    Wasserherstellung: in den meisten Fällen ist Leitungswasser nicht ohne Filterung verwendbar, weder als Verdunstungsnachfüllung noch zum Anmischen von Meerwasser. Ein erster Hinweis ist die veröffentlichte Analyse des Trinkwassers vom örtlichen Wasserwerk. Generell wird aber empfohlen, eine Umkehrosmoseanlage zu verwenden, optimal, wenn auch eine MischbettHarzpatrone hinter der Osmose verwendet wird. Das so gewonnene Reinwasser kannst Du für das Anmischen von Meerwasser und Verdunstungswasser-Nachfüllung verwenden. Dafür benötigst Du neben dem Meersalz zum Anmischen auch ein Gerät zur Messung der Salinität.

    Im Betrieb verdunstet Wasser aus dem Becken. Bei Süßwasser ändert sich lediglich der Füllstand, im Meerwasser hingegen auch die Salinität. Dies ist der wichtigste Parameter beim Messen der Wasserwerte, da praktisch alle Werte davon abhängen. Wenn Du nicht täglich nachfüllst brauchst Du eine automatische Nachfüllung.

    Wenn das Zimmer im Sommer in der Hitzewelle sehr warm werden kann brauchst Du eventuell eine Möglichkeit zum Kühlen, denn im Meerwasser sind viele Insassen sehr empfindlich für hohe Temperaturen. Zusätzlich sinkt der Sauerstoffgehalt in warmem Meerwasser stark ab. Nicht nur Korallen, sondern auch Fische und Garnelen sind anfällig für niedrigen Sauerstoffgehalt und hohe Temperaturen. Schnecken und Krabben etwa stecken das deutlich besser weg. Es geht auch ohne Abschäumer, aber wenn der heißeste Tag der Hitzewelle da ist solltest du entweder einen Abschäumer und/oder einen Lüfter zum Kühlen haben.

    Einige Fische und eventuell auch Garnelen neigen zum Springen, da könnte ein Springschutz notwendig sein, wenn mein keinen Trockenfisch morgens aufsammeln möchte.

    Das einfachste und rudimentärste Becken bei mir ist ein 16l Becken, wo nur etwas Lebendgestein drin ist und eine Strömungspumpe. Das war's. Eine Markierung, um den Füllstand für die Wassernachfüllung anzuzeigen, aber weder Heizer, noch Licht noch Dosierung oder irgendwas. Einzige Pflegemaßnahmen sind Wassernachfüllung und gelegentlicher Wasserwechsel und ein wenig Futter ins Becken. Etwas Licht fällt von dem Becken nebenan herein, die einzigen Bewohner sind Bakterien und eine Schnecke, die mit dem Lebendgestein eingezogen ist und jede Menge Algen, die ich gar nicht näher bestimmen möchte, da ich den starken Verdacht habe, dass es Bryopsis-Arten sind.

    Ein "echtes" Becken braucht da schon deutlich mehr technische Unterstützung.

    Tipp: Trage Deinen Wohnort ein, eventuell bietet sich ein(e) erfahrene(r) Aquarianer(in) aus der Nähe an, etwas zu helfen beim Start.

    Noch'n Tipp: das Grundlagenwissen veraltet nicht so schnell, da kann ein Buch eine Menge helfen. Praktisch die Nano-Fibel.

    Nano-Riffaquarien - Einrichtung, Besatz und Pflege
    Terraristik, Meeresaquaristik, Süßwasseraquaristik, Kleinsäuger, Kinderbücher, Naturreiseführer, Fachmagazine und -bücher!
    www.ms-verlag.de

    Wenn ein Tier Dir gefällt und Du überlegst, ob Du es pflegen kannst, hilft das Meerwasser-Lexikon oft. Gibt es auch als Handy-App, um im Geschäft direkt nachzulesen, ob der Verkäufer Müll erzählt und das Tier gar nicht für das Becken/übrigen Besatz passt. Passiert leider öfter.
    Startseite Meerwasser-Lexikon.de

    Letzter Tipp: Lasse Dir Zeit, bis Du das Gefühl hast, einen Durchblick zu haben und bereit zum Starten bist. Ein Mentor, der hilft, den Überblick zu behalten, ist ein echter Segen für den Start. Viele scheitern leider am Anfang, und oft muss man erkennen, dass die Kosten um ein Vielfaches höher sind als ursprünglich angenommen. Verkäufer reden einem das gerne auch passend zurecht.

    Das Problem hat System. Nur weil die Fische, die jetzt im Becken verblieben sind, keine Symptome von Cryptocarion zeigen bedeutet nicht, dass der Erreger verschwunden ist. Meist ist der Erreger weiterhin latent vorhanden und bricht bei einer Schwächung der Fische aus.

    Ebenso können Fische Überträger von Pünktchen sein, obwohl sie keine Symptome zeigen, dies gilt gerade für den Altbestand, der einige Infektionswellen hinter sich hat. Diese Fische kommen mit dem Erreger klar, haben genügend Widerstandskraft entwickelt, dass der Erregerdruck sie nicht mehr überwältigen kann, aber sie können sehr wohl andere Fische anstecken, die weniger Widerstandskrauft haben.

    Ein weiterer Punkt ist, dass diese 4-6 Wochen Karenzzeit nur dann Sinn machen, wenn das Becken keine Wirte mehr hat, die für weitere Verbreitungszyklen sorgen können. Also 4-6 Wochen ohne Fische im Becken.

    Die effektivste aber auch schwierigste Methode wäre, ALLE Fische gleichzeitig in einem Quarantänebecken zu behandeln, das Schaubecken in dieser Zeit ohne Fische zu betreiben und erst nach 6 Wochen wieder neue Fische in das Quarantänebecken setzen, wenn die behandelten Fische wieder zurück ins Schaubecken kommen.

    Ein großer Korallenbesatz hilft hier auch, die Korallen können einiges an Erregern rausfischen. Die Finger aus dem Becken zu lassen und den Fischen viel Ruhe und Futter zu geben hilft auch, Stress minimieren.

    Meiner sah auch wie ein Streuselkuchen aus, nach wenigen Stunden sah er bereits so aus, hat sich nach ein paar Tagen aber schnell gelegt.

    Wahrscheinlich ernährt er sich viel von Aufwuchs und Algen im Augenblick. Meine Kaiser hatten früher sogar Glasrosen dezimiert, vielleicht macht auch Deiner das. Zumindest bei der Ernährung hat mein jetziger Blaustreifen-Samtkaiser keine Probleme gezeigt, er hat im Gegenteil viel gefunden, dass ihm zusagte im Becken und geht wirklich an jedes Futter. :loudly_crying_face:

    Welche Pflegemaßnahmen werden regelmäßig durchgeführt? Wasserwechsel, Futter,

    Wie haben sich die Werte entwickelt?

    Was für Korallen waren eingesetzt, welche Fische, welche Wirbellosen, Cleaning Crew?

    Welcher Sand/Welche Dekosteine sind im Becken?

    Welche Technik ist im Einsatz für Licht, Abschäumer, Filter usw.

    Hast Du mal eine ICP gemacht in der Zeit, kennst Du Deinen pH-Wert?

    Hallo Chris, es ist genau umgekehrt. (^-^)

    Wenn der pH-Wert steigt wandelt sich mehr Ammonium in das sehr giftige Ammoniak um. Das ist der Vorgang, wenn ein Fisch lange unterwegs ist im Transportbeutel und durch das Ausscheiden von Kohlendioxid durch Atmung das Transportwasser deutlich saurer ist als normal. Nur deshalb kommt der Fisch lebend an, auch wenn der Ammoniumgehalt zum umfallen ist. Wenn jetzt der Fisch im Transportwasser angepasst wird, steigt der pH-Wert im Wasser wieder an und ab etwa pH-Wert 7,5 fängt das Ammonium an, sich zum Teil in Ammoniak umzuwandeln. Dann möchte man den Fisch schön schonend und langsam anpassen und vergiftet ihn dann direkt dabei.
    Das sollte aber erst bei längeren Transporten passieren, nicht bei den üblichen Transporten Overnight auf den nächsten Tag. Deshalb schlängt Oceamo auch vor, frisch angesetztes Wasser mit anpasster Temperatur und pH-Wert auf die Werte des Transportwassers vorzubereiten und den Fisch direkt in das neue Wasser umzusetzen. Erst dann mit dem firschen Wasser anpassen auf das Beckenwasser.

    Jens, die Salinität wird immer unter Berücksichtigung der Temperatur der Probe ermittelt, da ist es egal, wie hoch Deine Beckentemperatur ist. Auch Deine eigene Salinitätsmessung sollte immer die Temperatur berücksichtigen, mein Hanna HI98319 braucht teilweise einige Minuten, bis es auf Beckentemperatur ist und die Salinität richtig anzeigt. Bei einer Spindel musst Du zusätzlich die Temperatur ermitteln und die Spindelwerte dann korrigieren. Von Refraktometer möchte ich lieber nicht reden, viel zu ungenau, das Teil.

    Das Problem mit dem Nopox ist, dass es wegen fehlendem Phosphat nicht arbeiten kann. Es fördert das Bakterienwachstum an und verbraucht dabei die Nährstoffe Nitrat und Phosphat. Nitrat hast Du reichlich, aber PHosphat ist Dein limitierender Faktor. Je nach Organismus wird Nitrat und Phosphat in einem bestimmten Verhältnis gebraucht. Wenn Dich das etwas tiefer interessiert kannst Du mal nach "Redfield Verhältnis" googlen. Das witzige ist, um Nitrat zu verbrauchen musst Du also Phosphat zudosieren, nur dann kann das Nopox arbeiten durch Vermehrung von Bakterien. Im Augenblick ist der Phosphatwert aber so niedrig, dass auch die Korallen wohl Probleme haben. Das Orthophosphat ist das, was für die Korallen zur Verfügung steht, das restliche kann eventuell für die Koralle verfügbar sein, rechnen solltest Du aber nicht damit. Idealerweise ist fast alles Phosphat als Orthophosphat vorhanden, wenn das Verhältnis zu stark abweicht stimmt meist etwas nicht.
    Starkes Bakterienwachstum kann auch viel Sauerstoff verbrauchen, das ist gerade bei Bakterienblüten immer wieder ein Problem. Gute Oberflächenbeströmung und richtig arbeitender Abschäumer sind dann wichtig.

    Dein kH-Wert ist an sich nicht kritisch, aber zusammen mit dem sehr geringen Phosphatgehalt kann es gerade für SPS zum Problem werden.

    Wissensdatenbank - Fauna Marin
    www.faunamarin.de

    Schau mal ziemlich weit unten in dem Link bei "Karbonat - P Relation", gerade empfindlichere Acros können schon bei weniger hohen kH-Werten leiden, bei kH 10 dürften deutlich mehr Korallen schon Probleme machen.

    Hallo Jens, Du brauchst erst mal eine verlässliche Basis für Deine Wasserwerte, ohne dem ist alles nur raten.

    Als nächstes brauchst Du EINEN Mentor, der Dir hilft und mit seinem Weg zeigt, wie Du zu einem gesunden Becken kommst. Es gibt viele Wege, die zum Ziel führen, aber sie sind nicht alle miteinander kompatibel und schließen sich teilweise gegenseitig aus. Suche einen, dem Du vertraust und halte Dich an ihn oder sie, am besten jemand, der in der Nähe ist und bei Bedarf auch mal vorbeikommen kann.

    Dein Beckenstart ist ziemlich holprig abgelaufen, das ist am Anfang leider oft so. Besonders, wenn kein Lebendgestein am Anfang verwendet wird.

    Bitte setze keinen weiteren Besatz rein, bevor Du nicht die Grundlagen abgeklopft hast. Darunter verstehe ich Dichte, Temperatur, Strömung, Licht, kH-Wert, pH-Wert, Nährstoffe Nitrat und Phosphat. Ich misstraue Deinen Werten sehr. Wenn diese Werte in Ordnung sind sterben Tiere nicht so schnell wie Du berichtet hast.

    Ein Foto mit Gesamtansicht wäre hilfreich. Auch eine Beschreibung, welche Technik Du verwendest für Licht, Strömung, Abschäumung und Filterung im Technikbecken.

    Es ist kein Kompressor für die Kühlung mit Lüftern nötig, aber der Haken ist, dass es nur so lange funktioniert wie die Luft noch Feuchtigkeit aufnehmen kann. Bei großen Becken kommt man da durchaus an die Grenze ran im Laufe eines Tages, dann sitzt man in einer Sauna. Große Becken sind für mich ab etwa 500l.

    Hallo Johannes,

    frische Ideen sind immer willkommen! Kühlen ohne Lärm wäre mir auch willkommen. Ich denke aber, bevor Du Dich in Unkosten stürzt solltest Du ein paar Punkte abklopfen. Vor allem die Frage, wieviel Wärmekapazität über das Element eigentlich in das Aquarium gegeben werden kann. Glas ist kein guter Wärmeleiter, aber wenn es funktioniert warum nicht?

    Probleme mit der Aquarientemperatur bekommen wir ja gerade dann, wenn die Raumtemperatur deutlich höher ist. Im Sommer komme ich gut auf 27°C Raumtemperatur, das Aquarium heizt sich dann um 1-2 Grad mehr auf. Daher würde ich mit 28°C Raumtemperatur rechnen.

    Das Testverfahren ist natürlich genau so sein wie normal: ein Becken mit Wasser und Strömung und darin ein Thermometer. Wenn es dieses Becken nicht schafft runter zu kühlen, brauchen wir gar nicht über schwierigere Bedingungen wie große Becken mit starken Scheiben zu reden. Das Becken durch das Glas zu kühlen geht, das habe ich aus Versehen schon gemacht im Technikbecken, als das Abteil mit Osmosewasser einmal richtig kaltes Wasser bekommen hat und über Nacht die Temperatur auf 19°C etwa runtergezogen hat.

    Für den Test würde ich das Becken deshalb von Raumtemperatur 22°C auf 17°C versuchen runterkühlen.

    Allerdings ist der Konkurrent ein Lüfter, der das mit Verdunst macht. Nicht lautlos und schön, aber wahrscheinlich deutlich günstiger als eine Peltier-Lösung und wie groß die Fläche sein muss ist auch noch eine gute Frage. Wenn ich ein Quadratmeter brauche wäre das nicht so praktikabel. Im Sommer ist das für ein paar Wochen notwendig, daher sollte die Lösung nicht zu teuer sind im Vergleich zur Lüfterlösung.

    Die Kühlung muss notfalls auch 24/7 fast laufen, da in einer Hitzewelle mit tropischen Nächten die Temperatur selbst nachts nicht unter 25°C geht. Lüften ist dann erst tief in der Nacht möglich, so war es zumindest hier in Deutschland am Niederrhein so bereits der Fall.

    Die Grotech Aquarienzange ist sehr lang (85cm) und einigermaßen robust. Damit kann man auch etwas größere Stücke versetzen. Sie ist aber leider nicht unbegrenzt meerwasserfest. Mir ist der im Innern angebrachte Stahldraht mal durchgerostet nach einiger Zeit. Wie immer, mit Süßwasser spülen nach dem Gebrauch deshalb gilt auch für den GroTech Greifer. Ist aber deutlich besser als das Maxpect Spielzeug mit Wackelmechanik.

    Durchschnittlich gibt es nicht, als Tendenz ist das Licht kaltweiss mit einem starken Stich blau.

    Aber wenn Du Dir das Aquarium als einen winzigen Ausschnitt des Riffes vorstellst hängt es sehr von der Tiefe ab, welches Spektrum dort vorkommt. Und ähnlich ist es für die Korallen, was diese gewohnt sind an Licht vom Spektrum und Stärke. Eine Lampe, die das Riffdach mit vielen SPS-Korallen simulieren soll ist eher sehr stark mit deutlich mehr weiß als ein LPS Riff, welches ein 15-20m tiefen Bereich zeigen soll, hier gibt es kein rot mehr und das Licht deutlich blauer. Dann hast Du die blaue Suppe, die auf so vielen Fotos überschwappt.

    Nein, dieses Gerät zeigt nur den aktuellen pH-Wert an. Es gibt keine Möglichkeit, die Daten irgendwohin zur Auswertung weiterzuleiten oder auch nur Höchst- und Tiefstwerte abzurufen. Außer dem Anschluß der Elektrode und zwei Kalibrierpunkten für pH4 und pH7 ist da nichts dran. Okay, Stromanschluß, das wär's dann aber wirklich. (^-^)

    Gelegentliche Messungen:

    https://www.amazon.de/ARKA-pH-Messger%C3%A4t-Osmosewasser-Vorkalibriert-Kalibrierungspulver/dp/B0BN22BHTN

    Daueranzeige:

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    Habe beides hier und funktionieren beide. Erwarte keine wissenschaftliche Präzision, aber sie reichen für einen Aquarianer allemal aus.

    Wie sieht das mit dem Salz aus? Es gibt ja etliche Anbieter die unterschiedlichste Dinge da verkaufen. Gibt es da ganz klare Empfehlungen, welches Salz das beste wär?

    Und lohnt sich so in Flaschen abgepacktes Meerwasser? Das sehe ich auch oft, aber das kommt mir irgendwie komisch vor. :grinning_face_with_sweat:

    Du brauchst ein normales Salz, wo die Elemente in normaler Konzentration vorliegen. Es gibt auch spezielle Salze, die etwa für Korrekturmaßnahmen der Salinität verwendet werden.

    Die meisten Anbieter haben ein taugliches Salz. Wenn die Bezeichnung ein "Reef Salz" oder "Coral" enthält sollte das passen. Du kannst auch fertiges Meerwasser kaufen, ist natürlich deutlich teurer.

    Der zweite nötige Posten ist natürlich Osmosewasser. Dies wird auch als Nachfüllwasser für Verdunstung benötigt. Wenn Du eine Osmose hast ist alles gut.

    Ein ganz großer Unterschied zu Süßwasser ist die Einhaltung der Salinität. Wenn bei Süßwasser etwas Wasser verdunstet macht die... nichts aus. Im Meerwasserbecken verdunstet Wasser und die Dichte steigt. Du musst also fortwährend die Verdunstung ausgleichen, damit die Salinität gleich bleibt. Einmal täglich Osmosewasser nachfüllen reicht. Du brauchst aber eine Markierung, welche die korrekte Füllung zeigt.

    Meerwasser ist leicht alkalisch, der pH-Wert sollte im Bereich von 8,0-0,3 liegen. Im Winter, wenn viel geheizt und wenig gelüftet wird steigt der Kohlendioxidgehalt in der Raumluft deutlich an. Folge ist, dass das Beckenwasser versauert, denn der Gasaustausch des Aquariums findet mit der Raumluft statt. Soviel kann man kaum lüften, um das auszugleichen.

    Meerwasserbecken werden sehr stark beleuchtet, dies führt zur Bildung einer Kahmhaut aus Algen und Bakterien an der Oberfläche, welche den Gasaustausch und das Licht behindert. Eine Oberflächenabsaugung ist deshalb sehr ratsam.

    Temperatur: die Temperatur im Becken ist relativ eingeschränkt. Gerade im Sommer muss gekühlt werden, da die Korallen bei hohen Temperaturen über 28°C bereits gestresst werden, zusätzlich nimmt die Fähigkeit von Salzwasser, Sauerstoff aufzunehmen, deutlich ab. Fische und Garnelen können ersticken, wenn die Temperatur zu hoch geht.

    Last but not least: aus dem Meerwasser werden von den Tieren einige Bestandteile verbraucht, diese müssen wieder nachdosiert werden. Das führt zu einem Versorgungssystem. Wenn der Verbrauch nicht sehr hoch ist kann man gerade bei einem kleinen Becken auch durchaus mit Wasserwechseln den Verbrauch ausgleichen.

    Und bitte auch an Wassertests (für Meerwasser!!) denken. Gerade am Anfang schwanken die Wasserwerte und bei einem kleinen Becken besonders.

    Hier der Wermutstropfen: Nachhaltigkeit ist sinnvoll, aber leider auf Meerwasser nur sehr begrenzt anwendbar. Gerade für Anfänger ist es sehr sinnvoll etwas Lebendgestein zu verwenden, da es die Biologie mitbringt, um das Becken stabil zu betreiben. Ohne ist es deutlich heikler, das Becken zu starten.

    Hallo Andreas,

    normalerweise komme ich gut mit dem Teil zurecht. Du hast bereits zwei der großen Probleme genannt: Batterie muss in Ordnung sein und die Glasküvette gut geputzt. Zusätzlich achte ich darauf, dass die Küvette immer gleich in das Gerät eingesetzt wird. Du kannst auch einen Markierstrich dort machen, um das sicher zu stellen.

    Ein weiterer Punkt ist das Reagenz. Das ist nicht sehr lange haltbar. Teilweise ist es schon vor Ablauf der Haltbarkeit unbrauchbar. Deshalb würde ich immer ein nicht angebrochenes Päckchen noch in Folie eingepackt auf Vorrat liegen haben, das noch einige Zeit auf dem MHD übrig hat.

    Die kH-Reagenz war noch nach 10 Jahren nutzbar, nur mal zum Vergleich.

    Habe ruhig noch etwas Geduld. Schließlich muss er sich erst mal an die Anemone gewöhnen, und bevor dies möglich ist, muss er erst von dem Weibchen akzeptiert werden, und hier hat eindeutig die Frau die Hosen an und ist Hausherrin und die Stärkere. Er dürfte ohnehin noch nicht geschlechtsreif sein und nicht so interessant sein für die Dame. Deshalb gib ihnen Zeit.

    Oha, hier muss man acht passen! :winking_face: Ich präzisiere: In ca 20 Jahren habe ich 2 mal einen Bispinosa verloren und nachgesetzt. Keine Angst, die sterben mir nicht massenweise weg. Ich denke die 20 jahre die Sandy genannt hat, sind nicht immer der Regelfall?

    Die erreicht der Fisch nur, wenn nahezu alles optimal verläuft. Das ist leider selten der Fall. Allein die Technik fällt öfter aus als einem lieb ist, und teilweise ist man auch nicht direkt vor Ort, um das Problem zu beheben. Gibt nicht viele Becken, die zehn Jahre und länger mit Meerwasser kontinuierlich gut laufen. Da gehört schon einige Beharrlichkeit und viel Fleiß und Kontinuität dazu.

    Ganz zu schweigen davon, dass Nachzuchten für viele Arten erst seit kurzer Zeit verfügbar sind, wenn überhaupt.