Beiträge von Sandy Drobic

    Kugelseeigel ist nicht so groß wie der Pfaffenhut und weniger kräftig, daher auch nicht ganz so rüpelhaft unterwegs. Die sehr kleinen Salmacis "Pink Lady" wären auch noch eine Überlegung wert, aber bitte nicht die Salmacis bicolor. Fauna Marin hat noch einen Salmacis im Programm, der etwas größer als der Pink Lady wird und gut Algen fressen soll, kenne ihn aber noch nicht aus eigener Erfahrung.

    Trotz seines wenig lieblichen Verhaltens habe ich einen Pfaffenhut bei mir im 800l Becken, weil er eine Breitband-Wirkung gegen Algen, auch Kugelalgen darstellt.

    Die Percnon wachsen leider ziemlich schnell und erwachsen können sie schon etwas grob mit Korallen umgehen, gerade bei LPS.

    Pfaffenhut ist zu groß und vor allem ist er ein Räumkommando. In einem engen Ablegerbecken mäht der mehr Korallen nieder als Algen. Einfach auf dem Weg, weil sie stören. Der knickt die einfach weg. Ein Kugelseeigel wäre eine etwas schonendere Alternative. Ansonsten wäre ich auch bei Krabben, eventuell eine Percnon.

    Meersalat aus Lichtrasterplatte zu entfernen war fast unmöglich, eine schlichte Platte mit Löchern wie die Fauna Marin Decks ist da deutlich pflegeleichter und einfacher zu reinigen. Letztendlich war mechanische Reinigung bei mir wirksamer als alle Fressfeinde, und wenn man sich das einfach wartbar macht geht es auch.

    Völlig unabhängig von der Pumpe brauchst Du als absolutes Minimum 32mm Verrohrung, die allerdings bereits deutliche Leistungsverluste bringt, was sich in deutlich höherer Pumpenleistung und damit Stromverbrauch bemerkbar macht. Bei 40mm Verrohrung hast Du moderate Leistungsverluste mit denen Du gut leben kannst. Strömungsgeschwindigkeit im Rohr knapp unter 1m/s, da ist der Großteil der Leistung der hydrostatische Höhenunterschied, Du kannst im Diagramm also statt 2m Höhenunterschied bei 2,25m Höhe ablesen. Angenommen 800l Becken mit 4facher Umwälzung mit 40mm Verrohrung und ohne Winkel, nur Bögen.

    Eine Abyzz A400 wäre völlig überdimensioniert, selbst eine A200 hätte noch übertrieben Leistung. Zum Vergleich meine RE Speedy 100 läuft bei 800l und 1,25m Höhenunterschied bei 40W, um etwa 3500l/h zu fördern. Um das gleiche bei 2m Höhenunterschied zu leisten, müsste die Pumpe bei 60W Leistung arbeiten. Suche also eine Pumpe, die etwa 100-120W braucht und betreibe sie bei etwa 50 Prozent für effizienten Betrieb.

    Wenn man die typische Übertreibung mit berücksichtigt solltest Du die MDP-13000 ins Auge fassen, bei nicht so hohen Ansprüchen an dem Durchsatz durch das Technikbecken reicht auch die MDP-10000.

    Hallo Frischling,

    mein Beileid für den Tod der Tiere.

    Grundsätzlich sind die von Dir genannten Wasserwerte keine Katrastophe aber natürlich auch nicht perfekt. Vor allem aber würde ich den Werten nicht so ohne weiteres trauen. Grundsätzlich MUSST Du die Werte selbst messen, denn nur so kannst Du die Entwicklung des Aquariums selbst sehen. Zur Kontrolle der Wasserwerte, was gerade am Anfang wichtig ist, dient zum einen eine Meerwasserreferenz, mit der Du die Wassertests prüfen kannst und zum anderen kannst Du ein ICP abschicken, welche viele Werte messen kann und mit diesen Werten die Wassertests abgleichen.

    Da gerade beim Start des Beckens die Werte sich schnell ändern reicht es nicht, ab und zu die Werte über ICP oder den Händler prüfen zu lassen. Der einzige Wert, der etwas kritisch sein könnte ist Ammonium/Ammoniak, da dies ein starkes Gift ist, was sich in Abhängigkeit zum pH-Wert bildet. Ich gehe jedoch davon aus, dass nicht Ammoniak das Problem war, sondern mangelndes Futter die Einsiedlerkrebse und den Seeigel sterben liessen.

    Was die Korallen angeht vermute ich schlechte Technik, insbesondere das Licht. Ohne Angaben, welche Technik Du verwendest kann hier aber niemand helfen oder sagen, ob diese ausreicht für Dein Becken oder nicht.

    Immerhin geht es den Glasrosen gut. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Welches System für die Aufrechterhaltung der Wasserwerte verwendest Du?

    Machst Du Wasserwechsel?

    Welche Technik verwendest Du für Lampe, Pumpen, Abschäumer, Dosierung, Wassernachfüllung?

    Wie kommt eine Standzeit von 1,5 Jahren mit einem Beckenstart vor vier Monaten zusammen?

    Aller Anfang ist schwer, bei Meerwasseraquaristik leider oft sehr holprig und mit vielen Rückschlägen. Hast Du vielleicht jemanden in der Nähe, der Dich etwas unterstützen kann?

    Molybdän ist erst mal nicht ganz so kritisch und wird von den Tieren im Becken auch bei höheren Werten ganz gut verkraftet. Da gibt es leider viele mögliche Quellen, angefangen von Magneten bis hin zu Frostfutter oder auch Flockenfutter. Klimagerät sollte jetzt nicht mehr im Kreislauf sein, ich denke, die nächste ICP sollte eine deutliche Reduktion zeigen, wenn es dieses gewesen war.

    Die farbigen Schläuche der DD-Dosieranlage sind häufig als Ursache für erhöhte Zinnwerte genannt worden und können schnell ersetzt werden, was ich auch unverzüglich tun würde an Deiner Stelle. Die farbigen Red Sea-Dosierschläuche haben keine Probleme verursacht, wenn Du nach Ersatz suchst. Zinn kannst Du wie in der Wissensdatenbank von FM geschrieben mit eisenbasierten Adsorbern herausholen.

    Die 5000er von Aquabee habe ich bei meinem 500l Becken gehabt und war sehr zufrieden. Sehr leise, leistungsstark und zuverlässig. Was mir nicht ganz so gefallen hat war die Haptik des Zusammensetzens (fühlt sich wie billigste China-Produktion an) und die Regelung, die nur in 5W-Schritten möglich war, also relativ grob. Im Betrieb hat die teils effizienter gearbeitet als die RE 3 Speedy. War immer etwas niedriger eingestellt als die Speedy, brachte aber etwa gleiche Leistung.

    So so, Du möchtest ein gebrauchtes Becken nehmen, daran dann die Silikonnähte ändern und mit Glasstreifen bepflastern und der Glaser soll das dann mit einer Garantie noch absichern, ohne dass er den ursprünglichen Silikon kennt? Ein schöner Traum, aber ich fürchte es wird einer bleiben. Kein vernünftiger Glaser wird das akzeptieren. Das macht auch ökonomisch keinen Sinn. Ein neues Becken mit präzisen Fertigungsangaben ist auch kaum teurer und hat dann die gewünschten Features.

    Den Otto S28 kann ich ebenfalls empfehlen, wenn Du es mal selbst bauen willst.

    Es ist zumindest ein Indiz von nicht ausreichender Quarantäne im Geschäft. Kann immer passieren, dass kranke Fische eintreffen, aber bei normaler Quarantäne sollten diese nicht in die Verkaufsbecken kommen, bis sie auskuriert sind. Wildfänge sind häufig mit geringen Mengen an Parasiten befallen, in der begrenzten Wassermenge unserer Aquarien vermehren diese sich dann unkontrolliert.

    Ich vermute ein großer Import, der die Kapazität der Quarantäne überstiegen hat. Keine gute Idee. Wollte eigentlich mal bald vorbeifahren, aber dann werde ich erst mal ein paar Monate warten.

    Denke auch mal nach was Garantie und Versicherung angeht wenn zu einem Schaden kommt!

    Bei DIY zahlt keine Versicherung!

    Grundsätzlich ja, man sollte auf jeden Fall einen Schaden und die Absicherung dessen überdenken, aber in diesem Fall wird das Becken selbst nicht strukturell verändert, das ist ähnlich wie das Hinzufügen einer Trennscheibe im Technikbecken. Eine andere Sache ist das, wenn das ganze Becken umgebastelt wird, mit Scheiben gebohrt und ähnliches.

    @HE:

    Das Einkleben einer Scheibe zum Abtrennen eines Technikabteils ist schon möglich, aber Du solltest etwas üben vor dem Akt und die notwendigen Halterungen der Scheibe sehr gut vorbereiten, sonst wird das nichts. Besser ist es wie schon erwähnt, das mit einer Glasscheibe zu machen und die Arbeiten an der Scheibe von einem Glaser mit Laser machen zu lassen. Dann kannst Du auch einen Ablaufkamm direkt in die Scheibe lasern lassen (kein Loch).

    Sinnvoll ist es auch, das Loch der Pumpe an der Seite zu machen, den Ablaufkamm dann auf der anderen Seite, weil Du eine Ringströmung anstreben wirst.

    Bastele leider auch sehr viel an meinen Becken, aber die Zeit, die es braucht ist echt teuer. Deshalb nehme ich meist fertige Sachen, wenn diese meinen Ansprüchen genügen. Für DIY stelle ich mir immer die Frage: kann ich das für meine Bedürfnisse besser/passender gestalten. Wenn nicht wird bestellt.

    Es kann so funktionieren, aber da es Individuen sind, kann immer wieder auch mal unerwartet Streit entstehen. Die meisten Probleme lassen sich durch passende Gestaltung der Dekoration und Bildung klarer Reviergrenzen vermeiden, aber eine Sicherheit gibt es nie.

    Knallkrebs und Grundel zusammen brauchen den passenden Bodengrund. Darin sammelt sich schnell Detritus. Entsprechender Besatz, etwa Nadelschnecken und andere Wirbellose wäre ratsam.

    Schnecken und Einsiedler sind wie Beute und Räuber. Die Schnecken werden oft nicht nur als Lieferant für die Häuschen gesehen, sie liefern direkt auch den Snack mit. Oft wird deshalb auch empfohlen, lieber nur eine Sorte zu verwenden, etwa nur Schnecken oder kleine Einsiedler und große Schnecken.

    Die Clownsfische werden auch Anemonenfische genannt und sollten bevorzugt zusammen mit einer Anemone gehalten werden. Eine Kupferanemone ist nicht das übliche Symbiosetier, wird aber oft von den Fischen akzeptiert und ist relativ robust. Trotzdem wird nicht ohne Grund empfohlen, erst nach einigen Monaten, wenn das Becken sich etwas stabilsiert hat, die Anemone mit den Ocellaris einzusetzen. Am besten direkt zusammen mit der Anemone kaufen, wo sie gezeigt haben, dass sie die Anemone akzeptieren. Viele Nachzuchtexemplare keinen keine Anemone und nehmen auch keine an.

    Kugelseeigel ist in Ordnung, allgemeiner Hinweis bei Seeigel ist nur, dass sie gerne umräumen und lockere Gegenstände oder auch mal ein oder mehrere Schnecken zur Dekoration verwenden und mitschleppen. Was im Weg ist, wird gerne auch umgerempelt. Es sind echte Grobiane.

    Du brauchst viele kleine Höhlen und Unterstände für die Fische, die meisten sind hauptsächlich am Boden.

    Kaufe Dir ein gebrauchtes Komplettset inklusive aller notwendiger Technik und Zubehör. Für einen Anfänger in Meerwasseraquaristik lohnt sich ein Neukauf der ganzen Ausstattun nicht. Schau lieber mal, ob Du in einem Jahr noch weiter machen möchtest, dann kannst Du gegebenenfalls überlegen, was für Dich in Frage kommt und hast Erfahrung mit Technik und den zugehörigen Vor- und Nachteilen gemacht.

    Überlege Dir lieber, was Du eigentlich pflegen möchtest, denn davon hängt die Beckengröße auch ab, und mit der Beckengröße schwankt der finanzielle Aufwand für die Pflege und Wartung.

    Grundsätzlich brauchst Du eine 40mm Leitung, da führt kein Weg dran vorbei, wenn Du nicht mit deutlich höheren Stromkosten und Leitungsgeräuschen leben willst. Laminare Strömung im Rohr ist ruhig, turbulente Strömung rauscht.

    So etwa sieht das idealisiert bei 32mm aus, wenn man 6000l/h und 1,2m geodätischen Höhenunterschied annimmt. Hier habe ich oben nur einen 90°-Bogen und zwei 45°-Winkel angenommen und unten nur einen 90°-Winkel. Real würdest Du wahrscheinlich noch etwas mehr einbauen. Zur Erklärung:

    Bei der 32er Verrohrung müsstest Du eine Pumpe suchen, die nicht bei 1,2m Höhe die 6000l pro Stunde schafft, sondern die bei etwa 2,5m Höhe die 6000l schafft. Wie gesagt, in Wirklichkeit wirst Du noch mehr an Verlusten haben und solltest eher bei 3m Höhe suchen.

    Was bedeutet das jetzt bei der Pumpe? Nehmen wir mal an, Du würdest ein fettes Arbeitstier dransetzen, dass die Leitung auch bei ungenügender Dimension einfach mit Gewalt auf den notwendigen Durchsatz powert. Hier als Beispiel mal die Royal Exclusiv RD5 Eco 200W. Da sind dann wenigstens noch Leistungsdiagramme vorhanden, bei den kleineren Pumpen sehe ich keine mehr. Dann würde die Pumpe mit 32er Verrohrung ungefähr 120-130W brauchen, um die 6000l pro Stunde zu schaffen. Wenn etwas mehr Leitungsverluste (mehr Winkel, schlechte Klebestellen, weitere Bauteile wie Kugelhähne usw.) auftreten dann auch gerne 150W bei der Pumpe. Die Läuft nun 24/7/365 immer durch. Mit der Leistung kannst Du auch eine 300W Lampe für 12 Stunden beitreiben, nur zum Vergleich!

    Jetzt die gleiche Rohrführung in 40mm:

    Jetzt muss nur noch ein knapper halber Meter zusätzlich aufgeschlagen werden. Immer noch spürbar, aber nicht mehr so dramatisch. Die gleiche Pumpe steht jetzt auf etwa 70 Watt. In der Praxis würdest Du die kleinere Version nehmen und Geld bei Anschaffung UND im Einsatz sparen.

    Ideal wäre es, wenn kaum Verluste eintreten würden und die Arbeit fast ausschließlich durch die Geodätische Höhe verursacht würde. Aber es ist halt eine Frage, ob Aufwand zu Ergebnis noch gerechtfertigt ist. Bei einer 50er-Verrohrung etwa würde das auf 1,36m sinken, eine 63er Verrohrung würde den Druckunterschied auf 1,24m reduzieren.

    Wenn Du 30 Jahre mit dem Aquarium arbeiten würdest wäre klar, die Verrohrung wird mit 50mm gebaut. 40 ist für Hobby-Arbeiten akzeptabel, 32er Verrohrung ist es aber nicht.

    Und ja, der eine Winkel im Zulauf ist natürlich blöd, sehe das jetzt aber nicht so dramatisch.
    Ich sehe die RFP auch nicht als Strömungspumpe an, dafür habe ich ja entsprechende Strömungspumpen im Becken, von daher ist mir das ehrlich gesagt egal wenn ich da etwas an Leistung verliere. Möchte auch bewusst Pumpen mit entsprechenden Leistungsreserven verwenden.

    Ich sehe das auch nicht dramatisch, vor allem, weil es schlicht nicht mein Problem ist. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Denke einfach daran, dass bei mehr als 2m/s Fließgeschwindigkeit in der Leitung die Verluste deutlich zunehmen, besser sogar noch bei weniger als 1,5m/s liegen sollten, wenn Du noch so Sachen wie 90°-Winkel einbauen möchtest. Damit kannst Du Dir schnell ausrechnen, welchen Querschnitt Deine Verrohrung braucht für den gewünschten Durchsatz (hier für die Druckleitung).

    Ich war mit der 5000er von Aquabee sehr zufrieden. Leise und hat nie Probleme gemacht. Für Deine Anforderungen sollte es dann wohl diese sein:

    Universal BLDC Kreiselpumpe UP 11000 electronic V24 | Aquabee

    Grenzwertig. Ein erfahrener Aquarianer, der wenig Fehler macht wird damit vermutlich zurecht kommen. Bei einem Anfänger mit wenig Erfahrung auf dem Gebiet Meerwasseraquaristik wird dies schnell kritisch, da ein kleines Becken viel schneller auf Probleme reagiert als ein größeres.

    Ich würde da eher auf 100-120l gehen. Ein Würfel 50x50x50 z.B. gibt Dir deutlich mehr Möglichkeiten. Wenn Du anfängst würde ich ein gebrauchtes Becken nehmen aus einer Beckenauflösung, die gibt es am laufenden Band und sind deultlich billiger als Neukauf.

    Beim Besatz hast Du viele Zwerggrundeln und einige Partnergrundeln (Symbiose mit Knallkrebs etwa) zur Auswahl. Du kannst auch einige Wirbellose wie Garnelen dazunehmen. Als Anregung zum Stöbern kannst Du hier mal sehen was im MeWaLex für 40-60l und "grundel" als Suche ausgegeben wird.

    Suche

    Das ist für ein Aquarium in der Anfangsphase leider sehr häufig, aber nicht so gut. Frischer Sand und Kalkstein der Dekoration wirken wie Phosphatadsorber und ziehen die Nährstoffe regelrecht heraus.

    In der Natur sind die Nährstoffe auch extrem niedrig, ABER... die Korallen können sich nötige Nährstoffe über den Fang von Plankton beschaffen, und sie haben viel mehr Futter zur Verfügung als wir ihnen jemals im Aquarium bieten können. Weil die Bedingungen im Aquarium eben nicht wie im Meer sind werden die Wasserwerte deshalb auch meist etwas anders gesteuert. Nitrat n.n. ist nicht direkt ein Problem, aber wenn Du die Korallen nicht fütterst hungern sie. Üblicherweise wird dafür Staubfutter für die Korallen verwendet. Gutes Staubfutter kann die Korallen ausreichend versorgen, aber es ist immer die Gefahr, dass dieses Staubfutter auch für Algen oder Bakterien ein gefundenes Fressen darstellt und Du eine satte Bakterienblüte bekommst. Das siehst Du dann an milchigem trüben Wasser. Ohne UVC-Klärer passiert dies gerade am Anfang oft.

    Die andere Methode sind Nitrat- und Phosphat-Lösungen vorsichtig zu dosieren, damit die Korallen die Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen können.

    Generell dauert es meist einige Monate, bis sich die Nährstoffe sich stabilisieren auf einem deutlich messbaren Niveau. Dann kann es leider oft passieren, dass es genau umschlägt und man plötzlich viel zu hohe Nährstoffe hat und sie nicht mehr in den Griff bekommt.

    kH von 8,7 ist etwas hoch, aber nicht schlimm. Üblicherweise sollte der kH etwa bei 7-8 sein. Ca ist in Ordnung.

    Beim Nitrat sieht es nicht so gut aus. Die Nährstoffe im Aquarium werden als Nitrat und Phosphat gemessen und beides ist notwendig, damit die Korallen wachsen können. Der kritischere Wert ist dabei tatsächlich Phosphat, dieses kann nicht so einfach ersetzt werden. Wenn die Nährstoffe so niedrig sind, dass sie mit einem guten Test nicht gemessen werden können bist Du in einer Nährstofflimitierung. Das ist für ein Aquarium in der Anfangsphase leider sehr häufig, aber nicht so gut. Frischer Sand und Kalkstein der Dekoration wirken wie Phosphatadsorber und ziehen die Nährstoffe regelrecht heraus.

    In der Natur sind die Nährstoffe auch extrem niedrig, ABER... die Korallen können sich nötige Nährstoffe über den Fang von Plankton beschaffen, und sie haben viel mehr Futter zur Verfügung als wir ihnen jemals im Aquarium bieten können. Weil die Bedingungen im Aquarium eben nicht wie im Meer sind werden die Wasserwerte deshalb auch meist etwas anders gesteuert. Nitrat n.n. ist nicht direkt ein Problem, aber wenn Du die Korallen nicht fütterst hungern sie. Üblicherweise wird dafür Staubfutter für die Korallen verwendet. Gutes Staubfutter kann die Korallen ausreichend versorgen, aber es ist immer die Gefahr, dass dieses Staubfutter auch für Algen oder Bakterien ein gefundenes Fressen darstellt und Du eine satte Bakterienblüte bekommst. Das siehst Du dann an milchigem trüben Wasser. Ohne UVC-Klärer passiert dies gerade am Anfang oft.

    Die andere Methode sind Nitrat- und Phosphat-Lösungen vorsichtig zu dosieren, damit die Korallen die Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen können.

    Ganz am Anfang würde ich folgende Werte beobachten:

    Temperatur, Salinität, kH-Wert, Phosphat, Nitrat, Calcium. Im Winter, wenn wenig gelüftet wird auch pH-Wert.

    Dann kannst Du einfach so dosieren wie der Verbrauch des Beckens ist und Deine Dosierpumpen es am einfachsten verwirklichen können. Am Anfang kann eine einzige Dosis kH und Ca-Lösung pro Tag vielleicht schon reichen, wenn Du erst wenig Korallen im Becken hast. Musst Du zum Ausgleich des Verbrauchs nur wenig Flüssigkeit dosieren, sollte jede Dosierung so groß sein, dass die Dosierpumpe das auch gut schafft. Es macht keinen Sinn, alle fünf Minuten einen halben Tropfen zu dosieren. Das kann auch keine Dosierpumpe vernünftig realisieren. Kann durchaus sein, dass Du nur ein oder zwei mal pro Tag dosieren musst. Hauptsache ist, dass die Wasserwerte aufrecht erhalten werden. Also kH und Ca einigermaßen konstant bleiben.

    Bei mir z.B. muss ich jeden Tag ungefähr einen halben Liter kH-Lösung dosieren und verteile es der Einfachkeit halber auf 24 Dosierungen pro Tag. Damit es keine Ausfällungen zwischen kH-Lösung und Ca-Lösung gibt darf man sie nicht zusammen dosieren, deshalb sind mindestens fünf Minuten Abstand immer dazwischen, sonst gibt es starke Ausfällungen.

    Bei der Bolus-Methode von Fauna Marin etwa wird der gesamte Tagesbedarf an kH-Lösung morgens in einem Schub reingegeben, aber das ist eher ein Ausnahmefall. Die übliche Methode ist, die Wasserwerte konstant zu halten.

    Hallo Lisa,

    eine kleine Begriffsklärung. Unter Spurenelementen verstehe ich in erster Linie die Elemente, die eher im Bereich Mikrogramm pro Liter einzuordnen sind. Was hauptsächlich dosiert wird im Aquarium sind die Massenelemente in der kH-Lösung und der Calcium-Lösung. Meinst Du jetzt wirklich die Spurenelemente wie etwa Jod oder Eisen oder geht es auch (oder hauptsächlich) um die Ballinglösungen?

    Eine Garantie gibt es leider nie, es sind immer Individuen und keine Maschinen. Wenn jedoch die Größenverhältnisse stimmen ist die Chance deutlich besser. Sind die Fische beim Händler noch in einem Sammelbecken wo keine dominanten Weibchen sich entwickelt haben, ist die Chance hoch, dass es klappt.

    Hallo Lisa, ich würde erst mal einen Gang runterschalten und gut überlegen, was da nun schiefgelaufen sein könnte und wie Du es bei einem zweiten Versuch besser machen kannst.

    Empfehlenswert ist auch, etwas über Anemonenfische zu lesen und wie sie sich verhalten untereinander und zu anderen Fischen. Dann würdest Du auch die kleinen Racker besser einordnen können.

    Grundsätzlich sind die Männchen DEUTLICH kleiner als die Weibchen. Wenn sie nicht in einem gewissen Verhältnis zueinander stehen sträubt das dominante Weibchen die Schuppen. Selbst wenn das Größenverhältnis passt wird das Weibchen ordentlich den Besen rauskehren und das kleine Männchen kräftig unter Druck halten. Denn wenn das Männchen gestresst ist bleibt es klein und ein Männchen und macht dem Weibchen nicht den Rang streitig. Das ist also normal, dass das Männchen gestresst ist. Erst wenn das dominante Weibchen nicht mehr vorhanden ist und der Stress nachlässt, kann das Männchen sich hormonell umstellen und zum Weibchen werden.

    Deshalb glaube ich nicht, dass es ein Stressproblem war, dafür ging das auch einfach viel zu schnell. Tatsächlich sind viel zu wenige Informationen und keine Wasserwerte bekannt, eine ernsthafte Analyse, was genau da passiert sein könnte ist deshalb auch nicht möglich.

    Lies Dich bitte auch etwas in die Haltung von Anemonen ein, denn diese sind oft noch zickiger gerade bei ziemlich neuen Becken.

    http://www.mathgame.de/Aqua/Anemonen-FAQ_Deutsch.pdf

    Ich habe vor ein paar Tagen ein größeres Becken angefangen meinen alten Besatz aber mit reingenommen. Zu Beginn war mein KH Wert immer im 7er Bereich. Jetzt ist er gesunken auf 5,8 dann 5,3. Ist das normal oder muss ich schon anfangen so langsam was dazu zu dosieren? Durch einen Wasserwechsel würde der Kh Wert ja sinken oder? Und nicht steigen

    Da das Becken ja erst ca. Eine Woche läuft hab ich ja noch keinen wasserwechsel gemacht. Würdet ihr dann jetzt einen wasserwechsel machen oder schon was dazu dosieren?

    Immerhin misst Du Werte und kannst so einen Überblick behalten, was im Becken vor sich geht. Grundsätzlich solltest Du zusehen, dass die Werte im gewünschten Bereich bleiben. Wenn Du dies mit Wasserwechseln erreichen kannst ist es gut. Bei einem kH von unter 6 geht dies sichtbar nicht. also dosierst Du etwas kH, um das auszugleichen. Das kann auch gerne manuell sein, es muss nicht über Dosierpumpe geschehen.

    Jedes Becken ist anders und allgemein gültige Empfehlungen, was wann getan werden muss, die für jedes Becken gültig sind gibt es nicht. Daher solltest Du Dich nach den optimalen Wasserwerten und dem Aussehen der Korallen richten.

    Das ist ähnlich wie ein Navi im Auto. Meistens ist es verlässlich, aber es kommt immer wieder vor, dass die Straßenführung nicht dem Stand im Navi entspricht, und da ist etwas Verständnis der Gesamtsituation gefragt und nicht blindes Vertrauen in eine Empfehlung.

    Immerhin misst Du Werte und kannst so einen Überblick behalten, was im Becken vor sich geht. Grundsätzlich solltest Du zusehen, dass die Werte im gewünschten Bereich bleiben. Wenn Du dies mit Wasserwechseln erreichen kannst ist es gut. Bei einem kH von unter 6 geht dies sichtbar nicht. also dosierst Du etwas kH, um das auszugleichen. Das kann auch gerne manuell sein, es muss nicht über Dosierpumpe geschehen.

    Am Anfang überwachst Du die Salinität, misst kH und Nährstoffe und ab und zu Calcium, das reicht, um den Fortschritt des Beckens zu beurteilen. Meist gibt es eine Nährstofflimitierung am Anfang, dann ist eine Fütterung der Korallen sinnvoll. Und immer schön die Korallen beobachten, die zeigen schon, wenn sie knötterig werden, dass sie mit den Bedingungen nicht zufrieden sind.

    Hallo Lisa,

    es ist normal, dass der kH am Anfang absackt, denn der kH-Wert zeigt nicht nur den Verbrauch der Korallen an, sondern auch den Verbrauch von Algen, Bakterien und der ganzen Mikroflora und -fauna. Am Anfang hast Du eben eine explosive Wachstumsphase der Beläge.

    Da Du den Altbestand übernommen hast gibt es auch bereits Verbraucher (Korallen) im Becken, die bei guten Wasserwerten und Bedingungen schnell anfangen, wieder zu wachsen und dann auch zum Ausgleich Dosierungen benötigen. Hast Du jetzt neben kH Verbrauch auch noch einen sinkenden Calcium-Wert, dann solltest Du auch sehen, dass die Korallen wachsen. Ab dem Zeitpunkt kann ein Wasserwechsel eventuell nicht ausreichen zum Ausgleich. Dann ist es spätestens Zeit, mit den Dosierungen des Versorgungssystems zu starten.

    Handbuch Abschäumer lesen? Angeblich gibt es solche Sachen, wo drinsteht, wie das Gerät bedient wird.

    Und ja, die Grenze wo der weiße Schaum der braune Schaum ist sollte deutlich höher sein. So hat es wenig Sinn, weil die braunen Ablagerungen im Steigrohr den Schaum zusammenbrechen lassen. Also schauen, wie der Abschäumer richtig bedient wird, dann säubern und danach einmal richtig einstellen.

    Grundsätzlich würde ich in Frage stellen, dass eine ganze Zwergkaiser-Art reef-safe ist. Eher gibt es Exemplare aus einer Art, die eher nicht an Korallen gehen und andere, die deutlich wahrscheinlicher an Korallen gehen. Es hängt auch viel mit dem Futter zu sammen, ob und wie sehr sie an Korallen gehen.

    In meinem alten Becken hatte ich zum Glück eine "Opferkoralle" an der alle genascht haben, auch die beiden C. bispinosa. Das Keniabäumchen zeigte dies auch sehr deutlich durch Zusammenziehen und Farbwechsel an, dass einer der Fische genippt hatte. Daher konnte ich es gut zuordnen, auch wenn der harmlos vorbeischwimmende Kaiser ganz unschuldig in die Gegend schaute.

    Meist bemerkt man nach einiger Zeit, wenn der Zwergkaiser im Becken ist, dass die Polypen vieler Korallen "unerklärlich" deutlich schlechter aussehen, obwohl niemand den Kaiser je dort zupfen sieht. Und wenn der (Zwerg-)Kaiser aus dem Becken entfernt wird, erholen sich die Korallen ebenso "unerklärlich".

    Daher sollte jeder, der mit dem Gedanken spielt, einen Zwergkaiser anzuschaffen, vorher klären, was nun Priorität hat, Fisch oder Koralle. Diese Saubatzen sind teils wirklich schön, aber wenn so ein Kaiser dann ganz lässig die Ancantho annippt und genüßlich zur Catalaphyllia weiterschwebt für den nächsten Snack im großen Buffet, dann können echt die Tränen kullern. Es sind alles Individuen, und nur weil jemand Glück hatte bedeutet dies nicht, dass alle Fische gleiche Vorlieben oder Abneigungen haben. Und selbst wenn es ein paar Jahre gut geht geht kann es dann urplötzlich umschlagen und ein Kaiser vernichtet eine Koralle, weil er meint, dass er das braucht. Im Laufe des Lebens verändert sich nicht nur bei Menschen der Geschmack, auch bei Tieren ist das so.

    Der limitierende Faktor ist, wie Sandy bereits schrieb, allein der Vliesfilter.

    Nein, das ist nicht ganz korrekt. Es gibt mehrere Faktoren, die den Durchsatz begrenzen oder ungünstig beeinflussen können.

    Fallhöhe: Das ist der hydrostatische Druck, der auf die Leitung wirkt, nominell der Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel Schaubecken zu Wasserspiegel Technikbecken bzw. Vliesfilter. Je geringer die Fallhöhe desto stärker macht sich der Vliesfilter als limitierender Faktor störend bemerkbar. Bei einem Becken mit 78cm Unterschranköhe war das teils brutal, wie der Vliesfilter das ausgebremst hat. Wenn das ganze aus dem Stockwerk über dem Becken runtergeht macht das kaum noch etwas aus.

    Strömungshindernisse: im Prinzip alles, was eine laminar fließende Strömung behindert. Turbulenzen sind laut und behindern den Durchfluss. Dazu gehören Winkel, besonders 90°-Winkel, zu lange Leitung, schlechte Verklebung (keine glatten Übergänge, aufgeschobene Kleberreste, die in das Rohr ragen, Durchmesserveränderungen aller Art). Baust Du eine saubere Verrohrung, wo drei 90° Winkel in der Leitung sauber dem Verlauf der Wand folgen, hast du eine elegante Rohrverlegung, aber ein Drittel des Durchsatzes verloren allein wegen der Winkel.

    Verhältnis Durchsatz/Rohrdurchmesser: Wenn die Fliessgeschwindigkeit im Rohr mehr als etwa 2m/s ist steigt der Anteil turbulenter Strömung stark an und behindert den Durchsatz und erhöht den Geräuschpegel des Fliessens. Dann muss der Durchmesser der Leitung erhöht werden. Dies gilt insbesondere für die Rückförderleistung. Besser ist es noch, wenn die Fliessgeschwindigkeit nicht über 1,5 m/s geht.

    Die 9000 l/h waren wohl aus der maximalen Kapazität gekommen, welche der Reefmatfilter angeblich hat.

    Spasseshalber habe ich mal ein RE Speedy 80W bei 32er Leitung auf voller Leistung betrieben, da kam schon ziemlich heftig Durchsatz zusammen. Ich schätze mal 5000l/h waren das netto. Bei optimierter Leitung geht das. Der Clarisea hat den Durchsatz brutal gedrosselt, andere Vliesfilter werden da ähnlich sein. Nimm diese Durchsatzangaben einfach als Werbeversprechen und ähnlich realitätsnah wie Waschpulverangaben oder Spritverbrauch von Autoherstellern. Da steht dann meistens "bis zu..." wenn etwa das Becken 2m hoch ist und das Wasser dann mit gewaltig Druck durch die Leitung donnert. In der Praxis ist das ganze deutlich weniger.

    Der RE Vliesfilter etwa schafft deutlich mehr Durchsatz kostet aber auch deutlich mehr. Entweder Du baust den Vliesfilter um, suchst Dir einen besser geeigneten Filter oder gibst Dich mit einem eingeschränkten Durchsatz zufrieden. Einen Tod musst Du sterben.

    Du solltest zuerst mal überprüfen, ob der Vliesfilter überhaupt den Durchfluss aufnehmen kann, wenn da ein 40er Rohr volle Socke Wasser einleitet. Ich hatte z.B. ernüchtert feststellen müssen, dass der Clarisea SK5000 nicht wie angegeben 5000l pro Stunde schafft sondern kaum 2000l, und selbst dann enstanden Kavitationsblasen im Filter. Bei so einer Gurke kannst Du beruhigt runterdrosseln, musst aber mit dem geringen Durchfluss leben.

    Zweiter Punkt ist, der Durchfluss wird auch von der Fallhöhe bestimmt. Wenn der Unterschrank niedrig ist wird auch der entsprechende Druck niedrig sein. Durch das Aufstauen im Filter reduziert sich diese Höhe noch einmal, der Filter selbst bremst also den Durchsatz.

    Letztens: wenn Du 40er Rohr Anschluss haben möchtest, was hindert Dich, das entsprechend umzubauen? Vorausgesetzt die oberen Punkte machen das nicht schon hinfällig.

    Wenn jemand nach der "Riffverträglichkeit" eines Tieres fragt denke ich oft, dass es die falsche Frage ist. Statt nach der Wahrscheinlichkeit zu fragen, dass ein Fisch an Korallen geht würde ich eher die Frage stellen "Was mache ich als Aquarienpfleger, wenn der Fisch an Korallen geht?".

    Ist die Antwort "Dann muss der Fisch sofort raus" würde ich klar raten, keinen Fisch aus der Gruppe Zwergkaiser ins Becken zu setzen. Nur wenn die Antwort ist "Dann muss die entsprechende Koralle raus" oder "Ich kann mit etwas Verbiss leben" gibt es eine Chance für längerfristige Pflege.

    Das Problem ist also nicht der Fisch, sondern der Pfleger vor dem Becken. (^-^)

    Grundsätzlich kannst Du den Teil oberhalb der Tankverschraubung im Ablaufschacht einfach einstecken/aufstecken, er muss nicht absolut dicht sein. Das macht Wartung und eventuelle Modifikationen deutlich einfacher. Bei mir habe ich auch das letzte Teil, ein 45°-Winkel einfach aufgesteckt und kann ihn in beliebige Richungen drehen.

    Bewegliche mehrgliedrige Ausläufe sind mir nur in geringen Durchmessern und wenig Durchsatz bekannt. Und natürlich alles als China-Ware.