Beiträge von Sandy Drobic

    Ich habe im Keller noch so ein Entfeuchtungsgerät stehen, welches nicht im Einsatz ist normalerweise. Wenn nicht gerade eine Hitzewelle kocht kann ich es mit normalem Lüften genauso in den Griff bekommen und ich habe gemerkt, dass mit diesem Gerät... ebenfalls die Wärme steigt. Ist so ein Trotec Teil.

    Wie sieht das mit dem von Dir gezeigten Gerät aus, welche Kapazität für das Kondensat hat Gerät?

    Hallo Rüdiger,

    das Problem ist, dass keiner dieser Vorschläge wirklich hilfreich ist. :face_with_tongue:

    Natürlich wird quer gelüftet wenn irgend möglich. In so einer Hitzeperiode habe ich meist Fenster und Türen nachts komplett offen.
    Tagsüber ist das deutlich problematischer, aber selbst nachts ist das Problem, dass schlicht kein Wind da ist und die natürliche Durchlüftung auch entsprechend langsam ist.
    In einer Hitzewelle, wo die Temperaturen nachts weiter gut über 20°C bleiben ist wenig Wind und daher auch die Querlüftung nicht so stark.
    Meist kommt erst früh morgens ein wenig Wind.

    Tatsächlich hatte ich mal den Fall, dass der Abluftschlauch von meinem Monoblock mal rausgerutscht war und die Abwärme in den Raum gepustet hat. Um 37°C hatte ich da, auch das Becken ging auf 30°C zu trotz Lüfter über dem Becken. Du möchtest nicht wissen, was für eine Luft das im Raum war. Das war wirklich Sauna. Während einer Hitzewelle zieht das Becken gut 10l pro Tag durch Verdunstung, die müssen ja irgendwo bleiben und werden durch Lüften (ohne Klimaanlage) nur sehr schlecht abgeführt.

    Bei Pumpen bin ich inzwischen sehr empfindlich und vor allem skeptisch, wenn ich Aussagen höre wie "unhörbar".
    Aber was für ein Lüftergeräusch hörst Du bei der MP40? Die haben gar keinen Lüfter. Sind allerdings wirklich empfndlich, wenn man sie nicht ganz sauber konzentrisch anordnet.

    Es kommt wie immer auf die eigenen Erfahrungen an. Ich habe gerade die ECM63 Hydrowizard abgeschaltet, weil sie unerträglich laut ist, da stimmt auch etwas nicht. Strömung ist super, aber Lärm ist einfach zu hoch. Im Wohnzimmer will ich Ruhe haben!
    Die Tunze Stream 3 hingegen ist extrem leise (ohne Umlenkwinkel). Ich werde jetzt erst mal eine MP40 und die Stream 3 verwenden im Becken.

    Hallo Rüdiger,

    das ist in unserem Fall leider eine Milchmädchenrechnung! Mit einem großen Aquarium hast Du beim Lüften bei hohen Temperaturen keine Erleichterung, weil Du dann schnell das Schlechte von beiden Welten hast: hohe Temperaturen UND eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der gute Herr Kachelmann rechnet leider nicht mit einem großen Aquarium mit Kühlbedarf.

    (ps : Eine nicht-split klima Anlag, also diese furchtbaren dinger wo man einen Abluftschlauch durch das Fenster hängen soll, kann man im Winter zum Entfeuchten nehmen wenn man den Ablauftschlauch einfach drinnen lässt. Dann funktionieren Sie genau wie der oben beschriebene Luftentfeuchter in gigantisch groß und gigantisch laut)

    So was nennt sich dann "Monoblock". Sie sind wie schon gesagt groß, laut und am schlimmsten noch sehr ineffizient. Im Winter sind sie unnötig, aber im Sommer bei einer Hitzewelle, wenn die Temperatur im Raum über 27°C geht heizt sich das Becken dann auf kritische Temperaturen auf. Die einfachste Möglichkeit ist dann mit Lüfterkühlung zu arbeiten. Allerdings steigt dadurch die Luftfeuchtigkeit sehr schnell an, Lüften nicht möglich, weil draußen über 30°C ist (Hitzewelle), also bleibt nur ein Monoblock zum Entfeuchten. Der Kühleffekt ist gering, aber zumindest entfeuchtet es den Raum und bringt durch die Luftbewegung etwas Erleichterung und die Lüfter können das Becken weiter kühlen. Zum Glück sind es meist nur wenige Tage, bis diese Qual vorbei ist.

    Hallo Ralf,

    bei mir ist es in der Tat unerträglich, wenn ich das Becken offen betreibe. In wenigen Stunden geht die Luftfeuchtigkeit hoch bis das Saunagefühl perfekt ist. Eine Split-Klimaanlage kann ich nicht installieren (Mietwohnung), obwohl dies die optimale Lösung dafür wäre.
    Ich habe mich dafür entschieden, die Lampe selbst als Abdeckung zu verwenden und sie so groß wie das Becken gebaut. Damit kann ich die Verdunstung deutlich eindämmen und habe keine Probleme mehr mit Verdunstung. Im Sommer bei einer Hitzewelle aber gibt es immer wieder kritische Situationen, das Becken kann ich nur über Verdunstungskälte regulieren, muss dann aber einen Monoblock zum Entfernen der Luftfeuchtigkeit einsetzen.

    suche mal nach "PLEXIGLAS® Alltop Stegplatten 16/64 farblos 29080 - Die Edle". Die habe ich. UV stabil, aber UV durchlässig, verformen sich praktisch nicht (minimal), 91% Lichtdurchlässigkeit und die beschlagen irgendwie nicht. Die nennen das "no-drop", keine Ahnung wie das funktioniert.
    Ich habe mir Halterungen für die Scheiben gedruckt, so dass ich die Scheiben so einlegen kann, dass sie bündig mit dem Beckenrand sind. Musst mal schauen, es gibt sicher noch einfachere Varianten. Auf jeden Fall solltest du Plexiglas nehmen, Makrolon usw. verformen sich stark.

    Plexiglas an sich nimmt eine gute Portion Wasser auf und verformt sich unter dem Einfluß von Wasseraufnahme und der Wärme der Lampe stark. Es liegt also mehr an der Stegform oder einer Temperung als am Material Plexiglas selbst, wenn es sich nicht so stark verformt. Die 91% Lichtdurchlässigkeit ist für eine Plexiglasplatte gedacht. Bei einer Doppelplatte hast Du somit 91% von 91%, wenn alles perfekt sauber ist. Dabei kommt es übrigens nicht auf die Dicke der Plexiplatte an, der Verlust fällt bei den Medienübergängen an von Luft zu Plexi und wieder zurück Plexi zu Luft, jeweils 4,6%, wenn ich mich recht erinnere.Erst bei enormen Schichtdicken schluckt auch der Weg durch das Plexi etwas Licht.

    In der Praxis dürfte es entscheidender sein, wie ordentlich die Abdeckplatte geputzt ist, der Dreck und Salzbelag schluckt oft mehr als 20 Prozent des Lichts.

    Die Algensporen können lange Zeit überstehen bis wieder akzeptable Bedingungen vorherrschen. Das dürfte mindestens einige Monate dauern.
    Ich bin mir auch nicht sicher, dass ich die Schnecken in einem unbeleuchteten Becken überhaupt ernährt bekomme. Eventuell mit Nori Algenblättern.

    Auf den Schnecken wachsen häufig auch noch rauhe Kalkalgen, die bekomme ich auch mit einer Büster/Zahnbürste nicht richtig sauber.

    Ich habe schon an PhycoEx gedacht, aber ich glaube, gerade Schnecken reagieren darauf oft kritisch.

    In einem Becken bei mir habe ich Caulerpa brachypus, die ich auch nicht mehr los werde. Effektive Fressfeinde scheint es nicht für diese Alge zu geben, selbst der Seeigel kann nur geringe Mengen fressen. Offenbar ist die Alge mit einem sehr effektiven Fraßgift geschützt.
    Leider habe ich in diesem Becken auch eine regelrechte Schneckenzucht am Laufen, mehrere Arten von Täubchenschnecke zu Turboarten vermehren sich wild in dem Becken. Ein erster Versuch, ein paar Schnecken testweise überzusiedeln hat prompt zur Verbreiten von der Kriechsprossalge geführt. Jetzt schrecke ich also davor zurück, die Schnecken einfach umzusiedeln, ich würde mir die Pest direkt mit in das nächste Becken holen.

    Hat jemand einen Vorschlag, wie man die Algen niedermachen kann ohne die Schnecken direkt mit zu meucheln? Ich würde sie gerne retten.

    Da hast Du jetzt schon ein paar relativ spezielle Wünsche, die nicht so einfach unter einen Hut zu bringen sind.

    Bunte Korallen sind meist lichthungrig, aber eine Abdeckung erfordert gerade für ein Meerwasserbecken mit einer starken Beleuchtung ein gutes Lüftungskonzept.
    Meist führt das zu einem Bastelprojekt für die Lampe.

    Die meisten Meerwasserlampen sind für offene Becken ausgelegt, deshalb decken die meisten die Becken ab, wenn sie die Verdunstung eindämmen oder springende Fische verhindern möchten.

    Wenn die Technik jetzt auch für einen ungeübten bedienbar sein soll wird es kritisch. Vieles kann man mit dem gesunden Menschenverstand ohne viel Aufwand verstehen, aber irgendjemand muss sich die Mühe machen aufzuschreiben, was normal ist und wie man es prüft.

    Das einfachste sind diese kleinen LED-Strips oder -stäbchen ca. 40cm lang, welche Du einfach ankleben kannst. Wenn Du es elegant haben möchtest nimm einen Tastschalter, der sich aktiviert, wenn die Tür des Schrankes geöffnet wird.

    Die Ableger-Idee im Technikbecken ist zwar möglich, hat aber ein paar Tücken:
    - Mit Licht wachsen Kalkalgen im Technikbecken, vor allem im Abschäumer, wenn etwas Licht dort mit hin fällt
    - Denke bitte auch an Strömung im Ablegerabteil, der normale Durchsatz wird wahrscheinlich nicht reichen.
    - es benötigt dann ähnlich viel Pflege wie das Hauptbecken

    Hallo Michael,

    leider ist das nicht so einfach, denn Frostfutter ist Saisonware und ständigem Wandel unterworfen. Bis sie ins Geschäft kommt ist sie oft schon allein durch fehlende Kühlketten in der Qualität deutlich reduziert. Es kommt auch darauf an, welche Sorten Frostfutter Du füttern willst.
    Mysis etwa ist sehr empfehlenswert...in der Theorie zum Nährwert bei optimalem Fang, Einfrieren und Lagerung. In der Praxis kommt es darauf wan, was Du erhälst, nachdem die ganze Kette bis zu Dir durchlaufen ist. Meist kannst Du anhand des Verwesungsgeruches schon deutlich merken, dass es mehr Ähnlichkeit mit biologischem Abfall als mit Futter zu tun hat.
    Artemia ist z.B. nicht so ausgewogen von der Nährstoffzusammensetzung, aber Artemiafarm z.B. hat ein Produkt im Direktvertrieb mit eigener Zucht, Fang und Schnellgefrieren. Die Qualität der Artemia ist meist deutlich besser als die Qualität von Mysis, die praktisch immer aus dem Ausland kommt und entsprechende Wege hinter sich hat.

    Ich werfe im Frühling ein paar Blumenpötte raus! Allerdings habe ich ein 800l-Becken, wo demnächst hungrige Fische einziehen werden, mit der kontinuierlichen Zucht aus ein paar dutzend Liter wird das nicht klappen.

    Seufz. Ich habe einen umgedrehten Wasserfaßständer als Miniteich missbraucht, der jetzt zum zweiten Mal in diesem Winter geschlossen zugefroren ist. Hoffentlich leben ein paar Libellenlarven noch, wenn der Frühling kommt. Von einer Tiggerpodzucht kann ich auf meiner Miniterasse gar nicht träumen.

    Ohne Abschäumer, der die Luft anzieht ist Atemkalk nicht einsetzbar. Der Hinweis auf Sauerstoff/Gasaustausch ist dafür aber umso wichtiger.
    Vor allem jetzt im Winter, wo man wenig lüftet. Wie funktioniert bei Dir der Oberflächenabzug? Bei mir läuft ein Eheim Skim 350 dafür, wenn er nicht gerade durch eine Schnecke blockiert ist...
    Wichtigster Check ist immer auf die Wasseroberfläche schauen, von unten, wo man sieht, ob die Oberfläche frei ist oder durch Kahmhaut geblockt.

    Ja, die Nährstoffe sind wirklich extrem niedrig und bieten keinen Pufferraum. Ich habe da auch etwas Probleme in meinem kleinen Quarantänebecken, da dort keine Fische drin sind.Ich füttere Reef-Roids täglich, um die Nährstoffe etwas hochzuhalten. Ich sehe von den bei Dir gefütterten Sachen jetzt nichts, wo ich mit dem Finger drauf zeigen könnte. Eine Fütterung mit Reef-Roids führt da eher schon zu einer Bakterienblüte.

    Bakterien dürfte schon zutreffen, aber es sind eben nicht nur welche in der Wassersäule, welche von dem UVC-Klärer erfasst werden können, sondern auch Verklumpungen von Bakterien, die sich zu schleimigen Fäden und Belägen gesammelt haben. Etwas ähnlcihes hatte ich vor ein paar Jahren auch einmal, da war die Ursache ein Ungleichgewicht im Verhältnis Phosphat zu Nitrat. Ob der niedrige pH-Wert eine Auswirklung der Bakterien ist kann ich nicht sagen, zu der Zeit hatte ich noch nicht den pH überwacht. Bei mir hatte es sich in der Einfahrzeit abgespielt, später kam das nicht mehr vor.

    Wenn Du den pH überwachst würde ich temporär Atemkalk verwenden, um den pH in den richtigen Bereich zu ziehen, sonst können allein dadurch die Korallen schon ins trudeln kommen. Irgendetwas hat den Bakterien jedenfalls die Steilvorlage gegeben um so stark zu wachsen. Eventuell eine Kohlenstoffzufuhr?

    Es hört sich mehr nach Knöpfchendrück-Methode als nach Steuermethode an. Du hast den Phosphatwert jetzt an die Nachweisgrenze gedrückt (warum eigentlich?, sinnvoll wäre 0,05-0,1mg/l Phosphat)..
    Gleichzeitig werden Fische und andere Nährstoffproduzenten reingesetzt. Das Endergebnis wird ein Schweinezyklus sein, wo die Nährstoffe ständig rauf und runterwippen.

    Mein Rat: erst noch mal hinsetzen und gut überlegen, was Du eigentlich erreichen/anstreben willst und welche Tiere optimal versorgt werden sollen.

    Bei diesen detaillierten und präzisen Angaben wäre ein Wahrsager eventuell der bessere Ansprechpartner.

    Wenn die Wasserwerte in Ordnung sind und keine gravierenden Probleme vorhanden sind gibt es keinen Grund für einen kompletten Wassertausch.
    Wenn die Wasserwerte sich stark von neu angesetztem Wasser unterscheiden solltest Du besser nicht ruckartig die Wasserwerte ändern (Ausnahme Gift oder andere Schadstoffe).

    Wenn die Korallen nicht in schlechtem Zustand ist hast Du Zeit, graduell durch passende Wasserwechsel die Werte in der gewünschte Richtung zu lenken.

    Oh, die Glaskugel wird dunkel...

    Das kann ich in der Praxis erst sagen, wenn das Becken ein paar Monate mit Strömung und plätschernden Fischen gelaufen ist. Notfalls muss ich die Lampe etwas höher setzen oder häufiger putzen.
    Dank dem Motor ist es ja kein Problem,die Lampe so weit hochzuziehen, dass ich gut putzen kann.

    Hallo Erwin, die Lampe ist tatsächlich nicht so einfach auszutarieren, weil die Befestigung der Stahlseile unten ziemlich hakelig ist. Im Augenblick z.B. ist sie links etwa 1cm höher als rechts, aber auf 2m ist das nicht viel. Wichtiger ist, dass der Stopppunkt nicht aufschlägt. :grinning_squinting_face:
    Ob das beim Hochziehen vielleicht ein cm mehr oder weniger wird ist da herzlilch egal, schließlich wird die Lampe nur zum Arbeiten hochgezogen. Normalbetrieb ist kurz über dem Becken. Die Lampe sitzt nicht auf dem Becken auf, da sind noch 2-3cm frei. Das muss sein, damit man die Lampe zur Seite schieben kann, um Futter reinzugeben etwa.

    Ich habe es bereits mit Wasser getestet, da verdunstet dann nicht so viel Wasser, kein Saunaerlebnis mehr im Wohnzimmer. :winking_face_with_tongue:

    So, hier mal ein paar schnelle Fotos, wie ich das gemacht habe. Zuerst die Gesamtübersicht zur Orientierung:

    Das (jetzt noch leere Becken, die darüberhängende Lampe genausogroß wie das Becken und darüber die Zwischendecke, wo Rolladenmotor und Netzteile sind, links an der Wand die Fernbedienung für den Rolladenmotor.

    Ein Blick auf die Achse des Motors mit der Befestigung der Seile.

    Hier die andere Seite mit der Steckdosenleiste, dem Stahlträger (weiß gestrichen vorne) und der Klappenhalterung. Die Halterung sorgt dafür, dass die Klappe auch in offener Stellung bleibt, aus dem Möbelbau.

    Die Fernbedienung, nur drei Knöpfe: hoch, runter, halt. Gehörte schon zum Rolladenmotor direkt dazu (hatte es so bestellt). Ich kann auch noch einen Taster per Kabel dransetzen, aber der Schalter ist nur mit einer dicken Aufputzdose unterzubringen, deshalb schiebe ich das noch vor mir her.

    Ein kurzes Video, wo der Motor die Lampe hoch- und runterbewegt ist hier:
    Rolladenmotor

    Hallo Erwin,

    die Rolladenmotoren sind nicht so teuer, meiner war etwa 70€ oder so. Heben tut meiner reichlich, meine Lampe ist etwa 35kg schwer.
    Foto kann ich erst heute abend machen, wenn ich wieder zuhause bin.

    Mein Becken steht in einer Nische, deshalb kann ich links, reichts und hinter dem Becken an den Wänden die Zwischendecke abstützen und vorne einen Stahlträger ziehen, weil sonst die Holzplatte stark durchhängen würde. Ich habe dann eine kleine Holzkonstruktion zur Lagerung der Rolladenwelle gebaut und die Stahlseile mit Ösen an der Welle angebracht. Über Umlenkrollen geht es dann zur Lampe. Oben ist dann auch eine Steckdosenleiste für die Netzteile der Lampe und die Stromversorgung des Motors.
    Ich mache heute abend mal ein paar Fotos, die Konstruktion ist sehr simpel und selbsterklärend.

    Etwas in der Art: ich habe eine große Lampe aus vier Einzellampen in einem großen Rahmen 200x70 gebaut und wegen dem Gewicht ziehe ich das elektrisch mit einem Rolladenmotor rauf und runter. Dadurch habe ich auch automatische Stops unten und oben und kann das ganze einfach hoch- und runterfahren.

    Wegen des Gewichts musste ich ohnehin eine Zwischendecke einziehen, wo die Lampe dran hängt und der Rolladenmotor mit installiert ist.

    Die Lehre aus meinem Bericht sollte auch sein, dass man immer einen Plan B in der Tasche haben sollte. Wenn es eben nicht so glatt läuft wie man eigentlich dachte.
    Dies gilt z.B., wenn bei der Technik etwas ausfällt und man einen Workaround für die Ausfallzeit haben muss. Am besten, wenn man für eine Aufgabe mehrere Komponenten hat, so dass ein Ausfall einer Komponente nicht alles absterben lässt. Z.B. Ausfall von Heizstab -> ein zweiter Heizstab im Becken oder Amoklauf Heizstab -> Abschaltung über Temperaturcontroller. Ausfall einer Strömungspumpe -> weitere Strömungspumpen laufen im Becken usw.

    Es ist wirklich erstaunlich, wieviel Technik bei mir schon versagt hat, oft am Wochenende, wenn man nicht schnell Ersatz besorgen kann. Die meisten Aquarienarbeiten finden bei mir am Wochenende statt, da hat man halt Zeit dafür.

    Einen UVC-Klärer solltest Du direkt zur Verfügung haben, denn gerade beim Start wird er am meisten gebraucht, da kommen neue Fische und Korallen und die Beckenbiologie ist nicht eingefahren.

    Was die Preise für Korallen angeht sollte jeder seine eigenen Erfahrungen machen, die Spannbreite ist enorm. Am besten aktiv auf die Suche gehen und fragen nach größeren Anfängertieren, diie andere vielleicht los werden wollen, weil sie neue Korallen einsetzen möchten. Wenn Du günstig Korallen erwerben möchtest musst Du oft warten oder weite Reisen in Kauf nehmen.

    Ich kann Dir nur sagen, wie es mir aktuell ergangen ist beim Einrichten meines kleinen Quarantänebeckens. Dieses habe ich eingerichtet, weil ich nicht direkt ein 800l-Becken mit allen Plagen bepflanzen möchte, die ich auf privat gekauften Korallen so erhalte.
    - für 500€ günstig Korallen gekauft.
    - kurz danach Ausfall des Filters und Einsetzen einer Schmieralgenplage mit starker Wassertrübung
    - Filter nach ein paar Tagen wieder am Laufen und einen UVC-Klärer eingebaut
    - große Wasserwechsel haben in der Zwischenzeit geholfen, die Probleme zu lindern.
    - nach Einbau des UVC-Klärers ist die Schmieralgenplage bald im Griff.
    - bei jedem Wasserwechsel (30% pro Woche) viel Dreck abgesaugt.
    - Jetzt wachsen die Korallen wieder und der Verbrauch hat angezogen
    - Geschlampt beim Wertemessen weil Corona eine Menge Energie gekostet hat und kH bis auf 4,6 gefallen
    - Dosierung deutlich erhöht und gerade noch die Kurve bekommen

    Erkenntnis: sparen beim Aquarium ist das teuerste, was man machen kann. Wenn ich gespart hätte und nicht sofort mit UVC-Klärer und großen Wasserwechseln gearbeitet hätte (und viel Futter für Korallen) dann hätte ich wohl eine Menge Geld verloren an Korallen.

    Bei so einem großen Becken musst Du schon klotzen und nicht nur für ein paar Hundert Korallen reinsetzen. Das sind durchaus auch ein paar Tausend, die für den Anfangsstock an Korallen fällig werden, wenn ein SPS-Becken eingerichtet werden soll. Weichkorallen sind deutlich günstiger und größer.

    Hallo Elvis,

    ich vermute leider, dass diese Kalkplättchen nicht herauswachsen, sondern eher das Skelett sind, welches die Koralle freigibt, weil das darüberliegende Gewebe schrumpft.
    Sowohl vom Licht als auch den Nährstoffen scheint dort nicht genügend vorhanden zu sein. Gerade LPS kann man normalerweise gut gezielt füttern, nur ist diese Koralle jetzt schon vorgeschädigt und nimmt Futter vielleicht nicht mehr auf. Eventuell mit Staubfutter etwas anbieten und beobachten.

    Hallo Erkan,

    für mich sieht das nicht nach normalen Fadenalgen aus, die sehen deutlich stärker aus. Was ist nun ist kann ich nicht wirklich erkennen, außer "blaue Suppe".
    Mache besser mal ein Bild mit weisser Beleuchtung, Strömung aus und möglichst scharfer Detailaufnahme von den Algen. Teilweise sieht es wie Schmieralgen aus und auch eine Glasrose am Algenrand rechts.
    Aber genau kann man das mit dieser Beleuchtung einfach nicht sehen.

    Hallo,

    einige Werte sind auch nicht ganz so optimal. kH jenseits von 8,5 ist schon recht hoch, aber besonders der Phosphatwert von 0,36mg/l ist sehr hoch. Wenn es den Korallen alle nicht so gut geht würde ich ein allgemeines Problem annehmen und gerne etwas zum Werdegang des Beckens hören.

    1. War der Phosphatwert schon immer so hoch oder hat er sich erst im Laufe der Zeit allmählich gesteigert?
    2. Wie sieht es mit dem Verbrauch allgemein aus (Dosierung kH-Lösung)? Ist dieser in letzter Zeit gesunken?
    3. Welche Fische sind im Becken und wie viele?
    4. Wieviel wird gefüttert und was?
    5. Welche Technik ist verbaut, insbesondere Abschäumer, Vliesfilter, sonstige Filter (Phosphatadsorber, Aktivkohle, Zeolith usw.)
    6. Welches System benutzt Du zur Aufrechterhaltung der Wasserwerte(Balling, Triton, Ati Essentials, Wasserwechsel)
    7. Was gibst Du noch ins Becken an Spurenelementen usw?
    8. Könntest Du die ICP-Analyse mit einhängen, vielleicht sehen wir mehr?

    Interessant wäre auch der pH-Wert, da dieser im Winter wegen mangelnder Lüftung oft deutlich niedriger als gewünscht oder ratsam ist.

    Als vorsichtige Vermutung würde ich erst mal die Wasserwerte als größtes Problem sehen, was Du auch bald angehen solltest z.B. mit großzügigen Wasserwechseln.
    Aber bevor Du jetzt direkt loslegst würde ich vorschlagen, erst die ganzen Fragen abzuklappern, damit wir uns ein besseres Bild machen können und eventuell Ratschläge nicht nur zur Behebung des akuten Problems, sondern vor allem einer Vermeidung weiterer Probleme geben können.