Beiträge von Sandy Drobic

    Also auch eher eine Stimme Pro RE?
    Verstehe ich das richtig, dass man die Pumpe und den Controller separat kaufen muss?
    Wenn die Pumpe 200€ kostet kann bei dem Preis ja der Controller nicht enthalten sein oder?

    Ich gehe davon aus, dass hier von verschiedenen Modellen die Rede ist. Die RD1 Reihe hatte keinen Controller war nicht regelbar und lief mit 220V. Äußerst robust, nicht regelbar, aber nicht wirklich lautlos. Die RD3-Serie hatte einen Controller, war damit auch regelbar in der Leistung und superleise. Allerdings waren die Controller der Schwachpunkt und gerade bei den frühen Modellen versagte öfter der Controller, insbesondere, wenn er hart ausgeschaltet wurde oder bei einem Stromausfall die Pumpe dann mit voller Leistung direkt eingeschaltet wurde. Mir sind auch von den RD3 ein paar Controller kaputt gegangen. Diese Pumpen kosten aber auch etwa 700€ und werden inzwischen von der neueren RD5-Serie und der RDX-Serie immer mehr verdrängt. Im Vergleich sehen sie wie Spielzeug aus, sind aber auch sehr leise und deutlich günstiger als die RD3-Serie.

    Die defekten Controller die Chris erwähnt hat dürften von der RD3-Serie sein, die RDX-Serie ist meines Wissens nicht durch anfällige Controller aufgefallen. Ich habe beide Modelle im Einsatz: die RD3 sind sehr groß, massig und haben durch diese Masse eine sehr hohe Laufruhe. Ob die Pumpen laufen musst Du am Wasser sehen, hören tust Du sie nicht. Sie sind sehr fein regelbar, meine sind im 2W-Schritten einstellbar.

    Die RDX 40W habe ich für meinen UV-Filter im Einsatz, dort verrichtet sich ohne Probleme oder Geräusche seit einem halben Jahr ihren Dienst. Diese Pumpe kostet etwas über 200€ (Inflation lässt grüßen!) und ist vollständig mit Controller und Netzteil. Daher würde eine Reparatur für 180€ sich nicht lohnen, da kann man besser direkt neu kaufen. Ich kann leider keine Langzeiterfahrung vorweisen mit der Pumpe, aber bisher hat sie ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis und ich höre sie nicht. Solltest Du eine neue RFP benötigen würde ich die RDX von RE definitiv in die engere Wahl nehmen. Nicht so fein einstellbar wie die großen RD3, aber nicht so kritisch.

    Das neue Becken ist so viel größer, dass es nicht sinnvoll ist, das kleine Becken gleichzeitig aufzulösen. Ich würde das neue Becken deshalb getrennt aufstellen und unabhängig starten, beim Besatz die Reihenfolge gut überlegen und wann was in das große Becken rüberwandert.

    Du kannst auch überlegen, ob Rüdigers Hinweis auf schrittweise Einrichtung des Beckens eine interessante Alternative ist. Dazu müsstest Du erst mal ein Konzept aufstellen, dass z.B. Beleuchtung und Strömung auch Teile des Beckens in Schritten möglich machen. Bei einer langen T5-Beleuchtung wäre das nicht drin.

    Du wirst Dir jedenfalls gründlich Gedanken machen müssen, was genau Du erreichen möchtest und in welchen Etappen Du es finanzieren kannst, da dies eine Investition im höheren vierstelligen Bereich wird. Alles, was starke Änderungen beim Licht erfährt wird eine Einfachphase durchmachen.

    Wegen des sehr geringen Gehalts und dem schnellen Ausfallen von Mangan kann dies schnell geschehen, dass Mangan mal n.n. ist. War auch bei mir passiert.


    Von einer Analyse zur anderen von erhöht nach nicht nachweisbar. Bei der Dosierungsempfehlung stand dann für mein 800l Becken "Bitte 0,35ml von FM Elementals Mn zugeben." Bei kleineren Becken musst Du wirklich Tropfen zählen. Meinen Gonis habe ich es nicht angesehen, da ich direkt nachdosiert habe.

    Ich vermute, dass sich im Laufe der Zeit etwas an den Wasserwerten verschoben hat. Eine ICP würde dies wahrscheinlich auch zeigen. Meine Empfehlung ist, einen großen Wasserwechsel zu machen von mindestens 30%, besser 50%, um die Wasserqualität deutlich zu verbessern. Wenn danach die Anemone anfängt sich zu öffnen hast Du die Sicherheit, dass das Problem wirklich bei den Wasserwerten zu suchen ist.

    Eventuell liegt es aber auch an den Werten, die hier nicht genannt wurden wie Temperatur und pH-Wert. Gerade die Temperatur in den letzten Wochen war teils schwer zu ertragen und könnte auch den Korallen stark zugesetzt haben. Bei meinen Becken ist die Temperatur auch heute ohne Kühlung auf gut 27°C geklettert.

    Hast Du eine Temperaturanzeige, mit der Du immer wieder prüfen kannst, ob das Becken überhitzt?

    Meist kommen mehrere Faktoren zusammen und man schenkte dem zuerst nicht so viel Beachtung, weil es ja sonst immer gut gelaufen ist. Zuerst wird das Becken abgedeckt, um die Verdunstung zu reduzieren, dann funktioniert der Oberflächenabzug nicht richtig, weil die Strömung nicht ganz sauber ausgerichtet ist und es bildet sich eine Kahmhaut und dann fällt der Abschäumer aus, weil er gewartet wird und ein Teil dabei kaputt geht, oder die RFP fällt aus und damit das Technikbecken. Dumm gelaufen, direkt nachbestellt, aber aus der geplanten kurzen Wartung wird ein längerer Ausfall und als es dann eintrifft steht man vor einem toten Becken. Ein oder zwei Probleme wären nicht tödlich, aber Murphy muss nur dafür sorgen, dass es ein Klassentreffen von Problemen gibt und die Katastrophe ist da.

    Oder man hat einen Biofilter, der viel Masse enthält und die Wartung dauert deutlich länger als erwartet, der Filter steht für ein paar Tage und nach ein paar Tagen beim Einschalten fangen die Fische an zu sterben. Das Problem ist oft, dass aus "mal eben" leider "dauert doch etwas länger" wird und man die Folgen nicht beachtet hat, weil das Gehirn noch auf "mal eben" fixiert ist.

    Das ist der Grund, warum ich Umbauarbeiten gerne in der Woche erledige, wo ich schnell bei geöffneten Geschäften reagieren kann und nur Wartungsarbeiten am Wochenende mache, wenn ich genügend Zeit für unerwartete Vorfälle habe.

    Im Augenblick habe ich mehr als genug Phosphat, aber wenn ich noch mal ein Becken starte werde ich es mit dem Ati Phosphat mal probieren.

    Staubfutter hat in der Tat das Mikroleben deutlich gefördert. Copepoden, Röhrenwürmer und Kleinkrebse haben deutlich zugenommen. Nur muss man gerade am Anfang eben darauf achten, dass sich auch Bakterienblüten bilden können, weil auch Bakterien sich gut vermehren, wenn ein UVC-Klärer dies in der Wassersäule nicht direkt unterdrückt.

    Hallo Burkhart,

    ich freue mich, dass es bei Dir so gut funktioniert zu haben scheint, aber meine Erfahrungen haben definitiv eine sehr ungleichmäßige Verteilung des Phosphatgehalts in der Flasche gezeigt, sprich, eine Entmischung. Es führte dazu, dass ich zuerst einen heftigen Phosphatpeak hatte, den wieder mit Adsorber gesenkt hatte, um dann wieder viel zu wenig bei der Dosierung zu erhalten. Dieses Verhalten habe ich bei zwei verschiedenen Flaschen gehabt, bei mir war dies somit nicht nur ein Einzelfall gewesen.

    Ergiebigkeit ist nett, aber Zuverlässigkeit für die Dosierung ist deutlich wertvoller und würde ich als allererste Eigenschaft ansetzen.

    Falls es damit Unklarheiten gibt: es gibt Hersteller, wie Sangokai, TM?, die haben eine etwas andere Philosophie. Deren Produkten sind nicht dafür gedacht, den PO4 Wert messbar zu erhöhen, sie stellen eher eine Grundversorgung von verschiedenen Nährstoffen zur Verfügung.

    Mehr oder weniger erfolgreich. Wie ich bei mir feststellte, eher weniger erfolgreich. Beispiel etwa TM mit Phos-Start und Co, welches das Phosphor in partikulärer Form direkt für die Korallen zur Verfügung stellen soll. PHosphat soll dabei auch moderat steigen, die Dosierung bis Phosphat 0,05 mg/l weiterführen, was ich jedoch nie messen konnte. Tückischer sind Phosphatlösungen, die nicht über Bakterien aufgeschlossen werden sollen, aber trotzdem nicht richtig messbar sind. Auch dies habe ich erlebt.
    Angesichts der vielen Probleme mit Phosphatlösungen habe ich mich letztendlich dafür entschieden, über Korallenfutter die Nährstoffe zu steigern und gleichzeitig die Korallen zu versorgen. Am Ende war das Füttern der Fische die am besten und stabilsten funktionierende Lösung.

    Von den Phosphatlösungen selbst hat die Mrutzek-Lösung noch am besten funktioniert, solange man wie ein Irrer die Lösung kräftig durchrührt vor jedem Dosieren. Oder eben ein Rührwerk hat, was dies für einen automatisch erledigt.

    Ich denke inzwischen, dass es am Phosphat liegt. Durch die ständige nicht nachweisbarkeit habe ich die NP dosierung erhöht, von anfänglich 0,5ml auf 100l bzw. 3,5ml Tagesdosis auf zuletzt 8ml Tagesdosis. Zusätzlich sind ja auch Fische eingezogen und ich habe diese natürlich gefüttert. Ich kann zwar immer noch kein PO4 nachweisen

    Das Phosphat wird bei Dir vermutlich durch den Sand und das Gestein gebunden, diese reagieren oft wie ein Phosphatadsorber, bis sie gesättigt sind und dann explodiert plötzlich der Phosphatwert. Nimm einen Aluminiumphosphatadsorber wie den Al99 oder ähnliche, die ziehen direkt auch das Barium aus dem Wasser. Für die Nährstoffversorgung der Korallen würde ich eher auf Staubfutter wie Reefroids, Min S oder ähnliches gehen. Dies bitte nur sehr spärlich füttern, besonders, wenn kein UVC-Klärer am Laufen ist, da gerade bei frischen Becken es noch zu Bakterienblüten kommen kann, wenn das Becken noch labil ist.

    pH 8,4 geht eigentlich nur, wenn Du Atemkalk einsetzt,sonst ist das unmöglich.

    Temperatur könnte hier ebenfalls reinspielen. Ich empfehle jedem eine laufende Temperaturanzeige, wo man immer sofort die Temperatur des Beckens sehen kann. Temperatur kann ich den Aqua Medic T-Controller Twin empfehlen, die Genauigkeit ist recht gut und die Anzeige gut ablesbar. Steuermöglichkeiten für Lüfter oder so wirst Du wahrscheinlich ohnehin brauchen für heiße Tage. Wenn der Raum nicht gerade klimatisiert ist.

    Von Hanna kann ich zumindest die Eier für kH(HI-772) und Phosphor ULR (HI-736) empfehlen. Sie sind sehr einfach und bei sauberer Bedienung zuverlässig. Nitrat ist weniger genau, Nitrat LR ist schlecht bedienbar und ich verwende ihn praktisch nie.

    Da aber fast keine Informationen über Dein Becken und den Werdegang verfügbar sind ist es schwierig gute Ratschläge zu geben. Zuerst würde ich empfehlen keine weiteren Mittel reinzukippen und alles zu verschlimmbessern. Dann lieber einen großen Wasserwechsel machen, der definitiv nicht schadet.

    Laut Analyse hast Du nicht zu wenig, sondern zu viel Phosphat. Ich kenne das nur von einigen Phosphatlösungen, wo ich viel weniger messen kann als tatsächlich dosiert wurde. Meine Korallen fanden das damals auch nicht lustig.

    Wenn in einem relativ neu aufgesetzten Becken die Korallen so schnell sterben ist etwas deutlich verkehrt. Ich sehe aber in der kleinen Analyse nicht so tödliche Werte, dass es sich daraus erklären würde. Der 10fach überhöhte Bariumwert ist nicht gut, sollte aber nicht so schnell zum Sterben der Korallen führen. Licht schließe ich auch als Faktor aus, der in wenigen Tagen zum Tod der Korallen führt. Bleibt für mich eigentlich nur ein Wert übrig, der nicht in der ICP direkt sichtbar ist. Wie etwa ph-Wert oder kH-Wert.

    Wie sind pH-Wert, kH-Wert und Nitrat?
    Sind die Wassertests mit einer Referenz abgeglichen?

    Ich hab den ClariSea 5000 im Einsatz. In wie weit kann das Flies da mit rein spielen?

    Die älteren Clarisea Filter hatten ein paar schlechte Chargen, wo das Vlies eher zum Wegwerfen war. Ich habe das Teil auch ausprobiert und den Einsatz aufgegeben: Der Durchsatz war sehr gering und führte bei mehr als 2000l pro Stunde zu Mikroblasen. Ein anderes Vlies von Genesis hatte dieses Problem nicht, aber die große 100m Rolle war für den schwachen Motor einfach zu schwer. Trocken ging es so gerade, nass war die Reibung zu stark und transportierte das Vlies nicht richtig. Letztendlich bin ich bei einer Dreambox gelandet, habe aber das Vlies durch ein anderes mit 100m Länge ausgetauscht. Das ist jetzt seit fast 3 Monaten drin und geht jetzt dem Ende zu.

    Wenn Du den Verdacht hast, dass eventuell das Vlies Bleichstoffe ans Wasser abgibt nimm denFilter einfach raus für ein paar Tage. Oder öffne die Bypassklappe und setze ihn so außer Funktion.

    Erste Fische würde ich einsetzen, wenn die Korallen gewachsen sind und Versteckmöglichkeiten bieten.
    Im Zweifel lieber weniger Gestein. Wenn alles nach und nach mit Korallen bewachsen ist, gibt es für die meisten Fische genügend Versteckmöglichkeiten. Meist findet man zu den Fischen genügend Informationen und kann dann entscheiden, ob es passt oder nicht- je nach Art.

    Bis die Korallen so weit gewachsen sind, dass sie als Lebensraum dienen können kann es eine beträchtliche Zeit dauern. In dieser Zeit dann auf Fische als Nährstofflieferanten zu verzichten kann die Stabilisierung des Beckens deutlich erschweren. Ich hatte große Probleme ohne Fische die Nährstoffe zu regulieren. Als Übergangslösung stehe ich deshalb den Fischen einige PVC-Röhren zur Verfügung, bis die Korallen ausreichend gewachsen sind.

    Du kannst gelassen auf die ICP reagieren, die meisten Ergebnisse sind Übergangswerte, die Du nicht tragisch nehmen musst. Aluminium kommt am Anfang typischerweise vom Mörtel, mit dem das Riff zusammengesetzt ist, ähnlich wie Lithium. Dies kann je nach Mörtel auch andere Metalle enthalten. Mit regelmäßigen Wasserwechseln werden diese Werte sich im Luafe der Zeit deutlich verringern. Normalerweise kommt ein Manganpeak durch einen großen Wasserwechsel, der kurz vor der Analyse gemacht wurde, da Mangansalze als Rieselhilfe beim Salz verwendet werden.

    Der Phosphatwert dürfte auf das NP Bacto Balance zurückzuführen sein. Was Du misst mit den normalen Tröpfchentests oder Hanna Checker ist Orthophosphat, was für die Korallen direkt zur Verfügung steht. Dieses NP Bacto Balance hingegen ist nicht direkt verfügbar und muss erst von Bakterien aufgeschlossen werden. Wenn diese gar nicht da sind, weil gerade erst im Aufbau und das Eporeef ohnehin als künstliche 'Deko keine Bakterien mitbringt dauert die Verarbeitung deutlich länger als in einem Becken mit Lebendgestein. Der Lifesand sollte etwas mitbringen, aber den meisten angeblichen lebenden Sänden traue ich nicht über den Weg.

    Der Nutzen der kleinen Analyse am Anfang ist sehr eingeschränkt, da die interessanten Werte wie Orthophosphat und Nitrat nicht gemessen werden, ebenso nicht pH-Wert oder kH-Wert, die zur Überprüfung eigener Messungen dienen können. Der ICP-Total bietet zusätzlich noch die Analyse des Osmosewassers mit an, die am Anfang interessant sein könnte.

    Die etwas erhöhten Werte der Massenelemente deuten auf eine leicht erhöhte Dichte hin, ansonsten ist das relativ normal. Deshalb würde ich mich um die einzelnen Ausreisser nicht so verrückt machen, weiter Wasserwechsel machen, nicht so viel NP Bacto Balance mehr reingeben und einfach warten, bis die Nährstoffe mit dem Einzug der Fische sich dann langsam erhöhen. Bei mir hat es mit ähnlicher Startbasis etwa zwei Monate nach Übersiedeln der Fische gedauert, dann kam ein dicker Phosphatpegel, der jetzt endlich abklingt. Also schluckt auch die EpoReef Deko etwas Phosphat am Anfang, ist aber relativ schnell abgesättigt.

    Rechne also damit dass demnächst dann ein schneller Phosphatpeak kommt, den Du abpassen musst.

    Einfachste ist eine Ablegerplatte oder notfalls eine Lichtrasterplatte. Die Korallen kannst Du dann einfach auf Ablegersteinen fixieren und für diese dann in LS, Totgestein oder sonstiger Deko mit einem Bohrer passende Löcher bohren, am besten bevor sie in Wasser versenkt werden. So kannst Du auch verschiedene Stellen für die Korallen prüfen, ob es ihnen dort passt und sie erst danach wirklich ankleben.

    Styropor hat man früher häufiger ins Becken gesetzt, etwa unter den Steinen, aber es gibt auch Untersuchungen, dass Styropor teilweise unerwünschte Stoffe an das Wasser abgegeben hat. Schließlich weiss niemand, was alles an Zusatzstoffen im aktuellen Styropor drinsteckt.

    Frage an Sandy: Ich habe gesehen das deine Lampe auch flächige LED hat.
    Brauchen diese nicht einen gewissen Abstand zur Wasseroberfläche, damit sich die einzelnen Lichtfarben mischen?
    Bei meiner Orphek schreiben sie 30 cm über der Wasseroberfläche vor.

    Bei mir haben die LEDs keine Linsen, sondern breite 90° Reflektoren, wo sich das Licht sehr schnell flächig verteilt. Die Reflektoren fangen nur das Streulicht ein, welches zum Rand und guten Teil über Totalreflektion verloren wäre. So verteilt sich das Licht sehr breit und mischt sich sehr schnell.

    Bis zur Wasseroberfläche ist das Licht aber tatsächlich nicht homogen verteilt. Da ich aber davon ausgehe, dass das Licht auch im Wasser noch weiter hineinstrahlt, darf es sich auch etwas tiefer vermischen. :face_with_tongue:

    Ich habe aber noch etwas Zeit, bis die Korallen tatsächlich so weit gewachsen sind, dann muss ich tatsächlich die Lampe etwas höher ziehen und einen Sprungschutz auflegen.

    Hi Rüdiger,

    Oberfläche, die nicht mit Korallen besetzt und dazu noch gut beleuchtet wird ist klar ein hervorragender Siedlungsgrund für andere Organismen. Diesen zu limitieren auf das benötigte macht durchaus Sinn. Dies kann aber nicht der einzige Grund sein, denn Cyanos und Algen wachsen auch durchaus an Scheiben und nacktem Boden.

    Ähnlich wie ich Ende Mai die Fische ins große Becken umgesiedelt hatte und nahezu schlagartig das ganze Mikroklima sich verbesserte und normale Algenbeläge sich etablierten, während die braunen pelzigen Bakterienbeläge sich regelrecht in Luft auflösten. Vorher hatte ich lange Wochen mit Nährstoffen und den Bakterienbelägen gekämpft.
    Ich führe das in erster Linie auf ein besseres Nährstoffverhältnis zurück, das durch die Fütterung der Fische entstanden ist. Ob die Bakterienflora, welche die Fische mitgebracht haben, einen Einfluß hatte kann ich nicht beurteilen, aber die Geschwindigkeit, mit der sich die Mikrobeläge stabilisierten war erstaunlich.

    Da war jetzt nicht ein "schlechter" Stein dabei (was soll das überhaupt sein?!).
    Ich halte deine Aussage für völlig überzogen und für Polemik. Ich bin mir sehr sicher, dass gerade Anfänger mit Lebendgestein wesentlich besser fahren als mit künstlicher Deko, zum Einen weil die meisten Lebensräume schon besetzt sind -> Plagen haben es schwerer sich ungehindert auszubreiten und zum Anderen hat man mit Einbringen des Gesteins sofort ein funktionierendes, lebendiges Ökosystem.

    Siehe den Beitrag #65, da habe ich einen Stein erwähnt, der mit Bryopsis und Dictyota bewachsen war. Lasse mal einen Anfänger diesen Stein einsetzen und sehen, was passiert. Das ist genau die Situation, wo ein Anfänger sich eine Plage einsetzt und diese das etablierte System ist.

    Es ist toll, dass Du nur Gewinner gezogen hast, aber meine Erfahrung ist eben deutlich anders. Vor einem Dutzend Jahren hatte ich auch LS gekauft, wo tatsächlich ein paar Korallen rauskamen, aber das sehe ich inzwischen als absolute Ausnahme.

    Ich würde gerne Lebendgestein nehmen, welches ich zusätzlich gesehen habe, aber ich wohne etwas abgelegen und ein Auto besitze ich zur Zeit nicht, da ich Keines benötige.

    Dann musst Du halt Lotto spielen mit LS Kauf. Nimm nicht zu viel, es ist das Geld meist nicht wert. Wenn Du ein Auto hättest oder mit einem Kumpel mitfahren könntest wäre es möglich, vor Ort das Becken, wo die Koralle drin steht zu sehen und zu prüfen, ob Du auffällige unerwünschte Gäste wie Glasrosen oder Turbellarien direkt sehen kannst. Sonst wäre der Königsweg wie schon vorgeschlagen große Weichkorallen mit entsprechend großem Ablegerstein zu nehmen, da kommt die Biologie direkt huckepack mit ins Becken. Wäre halt nur ratsam vorher einen Blick ins Becken zu werfen, ob unerwünschtes schon sichtbar ist.

    Mein großes Becken habe ich vor ein paar Monaten wieder gestartet nur mit künstlicher Deko und Korallen. Der Anfang war sehr mühselig, bis die Fische einzogen, dann kam mit den Nährstoffen die Stabilisierung.

    Hallo Torben,

    der größte Teil von Lebendgestein, den man heutzutage kaufen kann ist Abfall. Weder Korallen noch interessante Wirbellose Tiere kommen heraus, viel eher Algen, die man nicht etablieren möchte. Auf dem "Premium-LS", was icih vor kurzem kaufte, waren etwa Bryopsis und Dictyota. Von daher würde ich ein LS empfehlen, was Du persönlich gesehen und als plagenfrei eingestuft hast. Den Versandhandel von LS würde ich als Abfallbeseitigung einstufen.

    Generell sollte das Gestein direkt auf dem Glasboden stehen, sonst können grabende Tiere wie Grundeln das Gestein unterhöhlen und sich selbst erdrücken.

    Der grabende Seestern wird verhungern, wenn nicht genügend Nahrung im Sand steckt, ist also nur etwas für ein bereits eingefahrenes Becken mit genügend Algen und Mikroleben im Boden.

    Am sinnvollsten ist es, wenn ein etwas erfahrenerer Aquarianer sich mal anschaut, was Du da machst während der Messung, Dir fehlt komplett der Boden unter den Füßen. Wenn die Messungen derart daneben sind kannst Du den Verlauf des Beckens auch nicht steuern.

    Die Kahmhaut kannst Du am besten entfernen mit einem Oberflächenskimmer wie dem Eheim Skim 350, wenn Du keinen Überlauf in ein Technikbecken hast.

    Hallo Patrice,

    ich habe versucht, das von Dir erwähnte "Aqua Marine Pro Reef Salz" zu finden und nichts gefunden, Schreibfehler? Ist es vielleichtz das Tropic Marin Pro Reef?

    Bitte besorge Dir eine Meerwasserreferenz wie die FM oder TM und überprüfe Deine Wassertests, denn ich gehe davon aus, dass einige Deiner Werte nicht stimmen. Solange die Korallen einigermaßen stehen ist keine Panik nötig. Fotos wären hilfreich.

    Hi Sandy, bekommst du da nicht immer eine ziemliche Salzkruste auf das Lampenglas wenn sie so tief hängt?

    Inzwischen habe ich ein halbes Jahr Praxis damit und kann tatsächlich bestätigen, das etwas Salz sich anlagert, allerdings moderat. Einmal im Monat putzen reicht, da habe selbst ich Faulpelz kein Problem mit, dies einmal für 10 Minuten zu putzen, wenn überhaupt so viel Zeit notwendig ist.

    An den kurzen Seiten etwas mehr, weil dort die Strömung aufschlägt. Solange die Korallen noch nicht übermäßig gewachsen sind sollte dies sich nicht viel ändern. Erst wenn ich die Strömung hochfahren muss könnte es mehr werden.

    Die FA. Arka empfahl/empfiehlt bei ihren Refraktometer mit drei Tropfen Osmosewasser zu kalibrieren.

    Was ich davon halte habe ich ja bereits gesagt. Hintergrund ist, dass die Messung umso ungenauer wird, je weiter entfernt man vom Kalibrierwert arbeitet. Diese Anleitung ist wahrscheinlich seit 20 Jahren unverändert mit dem immer gleichen Billigteil aus China veröffentlicht worden.

    Bei den Refraktometern kann ich mich glücklich schätzen, wenn ich 34 von 36 Promille unterscheiden kann. Der Refraktometer sollte natürlich in dem Bereich kalibriert werden, wo später auch gemessen wird. Mit Osmosewaser oder noch besser destilliertem Apothekenwasser kann man völlig vergessen. Das ist wie ein Fieberthermometer mit siedendem Wasser zu kalibrieren.

    Eine gute Spindel ist sehr brauchbar,aber das Ergebnis muss wie hajo schon sagte auf 25°C umgerechnet werden. Der Unterschied ist signifikant, gerade, wenn mit kühlem Osmosewasser aufgesalzen wird.

    Ein guter Kompromiss ist der Hanna 98319, der die Salzdichte temperaturkompensiert misst. Sehr bequem und für Aquarianer ausreichend genau.

    Wenn man Tiere entdeckt, die man nicht zuordnen kann es einem komisch vorkommt, kann man immer noch dippen.
    Das Problem beim Dippen ist halt, dass man Gelege nicht erwischt und auch nicht immer alle Tiere.
    Was so in der Regel abfällt sind nützliche Tiere wie kleine Borstenwürmer, Flohkrebse usw.

    Meiner Erfahrung nach sind es genau Borstenwürmer und Flohkrebse, die ein leichtes Dippen erstaunlich gut überstehen. Meistens sind es Schlangensterne und ähnliches, die nicht in einer Röhre oder tief im Gestein sind, die zuerst sterben beim Dippen.
    ist die Koralle erst im Becken und später fällt einem unerwünschter Besatz auf ist es meist viel zu spät, sie haben sich schon über das ganze Becken verteilt. Von daher ist die Frage eher, womit kann ich leben und womit nicht. Glasrosen und Kugelalgen sollten bei mir Chelmon und Fuchgesicht auf kontrollierbares Maß halten, aber bei anderen Plagen könnte es übel werden.

    Kalkwasser: pH steigernd, etwas Phosphat fällend, etwas Ca steigernd, mehr ist mir nicht bekannt. Ist also relativ gut abgrenzbar.

    Gerade bei Balling mit getrennter Ca-Dosierung sollte das kein Problem sein.
    Ich grüble immer noch, was Claude da negativ findet. Hauptaspekt ist immer noch die pH-Steigerung.

    Diese pauschale Ablehnung gegen Kalkwasser ohne eine Nennung, was er als bessere Alternative anführt hat mich auch ziemlich irritiert. Ob er vielleicht Atemkalk in Verbindung mit Lanthan meint? Es bleibt Claudes Geheimnis...

    Ich fand sie schon dramatisch und bin sie nicht losgeworden, es hat mich dazu auch einiges an Korallen gekostet bis ich einen Schlußstrich gezogen habe und das Becken aufgab. Letztendlich habe ich nur sehr wenige Korallen retten können und selbst diese sind erst in ein Quarantänebecken gekommen, was auch gut war, denn die Alge hatte sich in den wenigen Korallen noch einmal rübergesetzt. Dort ohne Lebendgestein konnte ich die Algen dann endlich loswerden, nachdem ich die immer noch betroffenen Korallen entsorgt oder zerlegt in kleine Ableger und das Becken noch mal komplett gesäubert hatte.

    Die meisten anderen Algen werden von Seeigeln gefressen.Da bei mir keine Algen mehr wachsen muss ich den Seeigel ständig zufüttern mit getrockneten Algen. Er sorgt für eine Menge Krawall durch seine Umräumaktionen. Nimm lieber Schnecken dafür wie Turbo fluctuosus, die mäht auch längere Algenrasen nieder.

    Hallo Tina,

    leider gibt es keinen echten Fressfeind, der diese Alge bekämpfen kann. Meine Seeigel fraßen sie gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen, da sie offebar ein starkes Fressgift enthält, so dass weder Krabben noch Seeigel oder Schnecken an diese dran gehen. Auch Doktoren und das verfressene Fuchsgesicht haben sie verschmäht. Ich habe letztendlich das Becken komplett geräumt, um sie loszuwerden.

    Du kannst das als PDF abspeichern und hier einhängen, dann ist es nicht auf die Seite gekippt und auf zwei Bilder verteilt.

    Das wichtigste scheint die Dichte zu sein, diese ist etwas zu niedrig, danach erst kommt alles andere wie Jod und Ca.