Beiträge von Sandy Drobic

    Burkhart hat schon die kritischen Punkte angesprochen: Salinität ist an der unteren Grenze, hier solltest Du zuerst die Salinität korrigieren beim nächsten Wasserwechsel. Außerdem Jod und Fluor auf ein akzeptables Niveau heben, Jod wird schnell abgebaut muss also jetzt bei so einer Mangelsituation täglich zugeführt werden. Auch Fluor ist sehr wichtig und sollte in Relation zu Jod stehen. Das siehst Du auch in der Salinitätsrichtlinie als Verhältnis. Also nicht nur Jod anheben, sondern auch Fluor steigern. Gerade in neueren Becken wird viel Fluor von der Deko eingelagert.

    Noch nicht kritisch, aber auf dem Weg ist auch Dein Osmosewasser. Ideal ist, wenn nichts im Wasser nachgewiesen werden kann, aber der Zinkwert bei Dir zeigt, dass die Aufbereitung des Wassers nicht ganz funktioniert. Du solltest schauen, ob die Osmose richtig funktioniert oder die Mischbett-Harzfüllung erschöpft ist. In der Analyse ist der Zinkwert bereits deutlich erhöht.

    Diese Punkte sind jedenfalls die wichtigste Priorität, die Spurenelemente können noch etwas warten, aber irgendwann wirst Du sie doch anschaffen müssen, für ein kleines Becken wie Deines reichen die Flachen eine längere Zeit, deshalb ist es nicht die größte Ausgabe für Dich.

    ABER!!!! unser Junior hat seit einigen Jahren ein eigenes Aquarium (und seit einigen Jahren gab es dort auch keinen Nachbesatz). Und auch wenn er anders als ich, heute nicht mit Büchern groß werden will (als Kind hat er sehr gerne und sehr viel gelesen) nimmt er trotzdem Ratschläge gerne an und sieht dann (heimlich) im Internet nach, ob sein "Alter" ihn nicht auf Schippe genommen hat. Das werden wir vielleicht nicht verstehen, aber Leute wie Sandy helfen heute vermutlich mehr Usern als damals Fossa und Nilsen zusammen. Und wenn nur 50% der neunen Aquarianer irgendwann mal richtige Aquarianer mit Herzblut werden, dann ist das sehr viel wert.

    Hallo Daniel, Dein Lob in Ehren, aber ich denke, Du überschätzt dies deutlich. Die Reichweite von einem Artikel hier im Forum ist deutlich geringer als Du es denkst, denn viele lesen sie einfach nicht und sehen dann auch nur die Sachen aus ihrem eigenen Thread, wenn überhaupt. Aktive Teilnehmer in Threads sind nur wenige Dutzend, Leser vielleicht noch ein paar hundert, danach versinkt der Artikel aus dem Blickfeld der Teilnehmer und wird nicht mehr wahrgenommen.

    Von daher ist die Reichweite dieser Artikel sehr begrenzt. Selbst die Forensuche wird inzwischen wohl nur noch selten verwendet, ich denke über Google wird deutlich mehr noch ab und zu hochgespült. Teilweise merke ich das selbst, wenn ich im Internet am recherchieren bin und Forenbeiträge dabei mit auftauchen.

    "Aquarianer mit Herzblut" wie Du es so schön ausgedrückt hat kommen aber leider immer weniger, denn die heutige Auffassung vom Hobby begünstigt dies nicht mehr, eher ganz im Gegenteil, es ist deutlich wahrscheinlicher, dass das Hobby ohne großen Schmerz aufgegeben wird, denn es ist teuer, benötigt oft viel Zeit, Vorbereitung und Geduld und die Fähigkeit, Rückschläge zu verkraften und konstant dabei zu bleiben, und das sind inzwischen hohe Anforderungen, die immer weniger bereit sind zu erfüllen.

    Statt das man einfach mal versucht die Dame an die Hand zu nehmen und ihr unter die Arme zu greifen wird draufgehackt. Ja, da läuft viel falsch. Nein, ich habe auch nicht den Eindruck, dass man wirklich durchdringen wird. Na und? Ist das wirklich so schlimm?

    Es ist ein Symptom, das eigentlich alarmieren sollte, zumindest die langjährigen Forenteilnehmer. Was dort sich Luft macht ist Frust. Die Teilnehmerstruktur ist immer im Wandel, aber die Zahl der erfahrenen "alten Hasen" wird schleichend immer weniger und die Zahl der Teilnehmer mit, sagen wir mal, sehr lässiger Haltung zur Aquarienverantwortung steigt deutlich an. Wenn Du in der Fußgängerzone ab und zu einen kleinen Stupser erhälst kannst Du das noch hinnehmen, aber wenn Du kaum noch vorwärtskommst, weil nur geschubst und gedrängelt wird, kriegst Du irgendwann einen Koller.

    Das Problem ist bekannt, hat aber keine einfachen Lösungen. Und es ist leider auch keine Lösung zu sagen, wer keine Lust hat soll es einfach sein lassen, aber keinen Rabatz machen. Dann kommt irgendwann der Punkt, wo dieser Vorschlag still angenommen wird und die Fragenden unter sich bleiben. Ich habe das bei mir inzwischen auch schon bemerkt, dass ich oft die Antwort kenne, aber einfach keine Lust mehr habe, mir die Mühe zu machen, zu antworten.

    Und ich frage mich immer wieder: ist das wirklich mein Job, die Dame an die Hand zu nehmen, vor allem, wenn so viel an Grundlagen fehlt und ich absehen kann, dass viele weitere Fragen folgen, da die Dame die Antwort nicht versteht.

    Nein, das ist nicht schlimm (für mich), nur schade für die Tiere. Und verboten ist es auch nicht, ahnungslos zu sein.

    Es wäre wirklich hilfreich, wenn Du eine der Turbellarien mal in einer guten Aufnahme zeigen könntest, es gibt zig Arten, und Elimiphos-Rapid wird meinen Informationen nach z.B. nicht gegen Waminoa, und es hört sich an, als ob Du Waminoa hast. Relativ groß und braune Flatschen meistens auf Korallen.

    Da kann es helfen, wenn Du die Koralle zum Einziehen der Tentakel animierst und diese "nackte" Koralle dann eine Minute in ein Süßwasserbad (gleiche Temp wie das Beckenwasser) setzt. Da sollte ein Großteil der Waminoa abfallen.

    Weil hier mal wieder alle schlafen :sleeping_face: :smiling_face_with_sunglasses:

    Oder längst schon resigniert haben und im Zeitalter von Handy-Befummlern sich daran gewöhnt haben, dass die Leute ihren Krempel in beliebige Boards reinpusten und es meist keinen mehr juckt, weil sie es gar nicht mehr wahrnehmen.

    Nee, das sind Planktonfresser. Da musst Du schon die Turbellarien mit Omosewasser wegpusten, dann klappt es vielleicht (mit Deiner Mithilfe...).

    Meiner ist ungefähr 6cm groß, aber der kann noch etwas zulegen. Beim Joe hatte ich ein Exemplar in der Korallenanlage gesehen, das gute 10cm groß war. Ein echter Brocken, ist aber wohl inzwischen in gutem Alter gestorben, wenn ich mich recht erinnere. Hatte noch nie einen annähernd so großen Sechsstreifenlippfisch gesehen. Ist wohl ähnlich wie Chelmons, die in der Natur durchaus 20cm erreichen können, im Aquarium aber meist nicht mehr als 10cm haben.

    Da muss ich Chris zustimmen, der lässt selbst mein 800l-Becken klein aussehen, so flink und ausdauernd wie er durch die Gegend stromert.

    Meiner Meinung nach ist hier etwas Geduld gefragt und erst mal schauen, ob die Mandarins nicht allmählich unter den Turbellarien aufräumen. Das kann teilweise auch Monate dauern. Ein Fisch hat halt keinen Start-Knopf. In der Zwischenzeit muss man halt immer wieder selbst etwas absaugen und die Zahl reduzieren.

    Da gibt es zu viele Möglichkeiten:

    - zu geringe Dichte (Salinität GENAU kontrollieren), ohne automatische Temperaturkorrektur immer auch die Temperatur bei der Messung herausrechnen

    - Lichtstärke zu hoch im Vergleich zum ursprünglichen Becken, Alveopora ist normalerweise am Boden angesiedelt, Ausstoßen von Zooxanthellen führt dann zu hellerer Farbe

    - Spurenelementmangel (Mangan, Jod, Eisen) kann zu Problemen führen, insbesondere Mangan bei Alveopora und Goniopora

    Ohne deutlich mehr Informationen über Becken, Werdegang, Meßwerte, ICP, Pflegemaßnahmen und Fütterung/Versorgung ist es sinnvoller, die Kristallkugel zu putzen und zu würfeln.

    Hallo Henrik,

    Tröpfchentests sind mehr oder weniger zuverlässig und können auch mit jeder Charge schwanken. Sie sollten auch immer ein Ablaufdatum haben dass noch nicht erreicht ist. Grundsätzlich sollte jeder Test auch sehr sorgfältig mit einer Meerwasser-Referenzlösung verglichen werden, um die Abweichung zu "kalibrieren".

    Soweit zum bekannten Grundlagenwissen.

    Bei Nitrat ist es zusätzlich so, dass je nach Meßmethode teilweise auch noch vorhandenes Nitrit eine deutliche Abweichung produzieren kann. Dies ist z.B. beim Tropic Marin Test der Fall gewesen früher.

    Soweit ich weiss ist der Hanna oder Fauna Marin Test nicht davon betroffen, da hier zuerst alles Nitrat nach Nitrit reduziert wird und so höchstens das vorhandene Nitrit noch hinzukommt. Aber ob es nun 15mg/l oder 14,8mg/l Nitrat sind ist letztendlich völlig bedeutungslos.

    Grüne Farbe in Korallen wird viel durch Eisen in der Zudosierung gefördert, gleichzeitig aber auch Algenwachstum, da muss man schon etwas aufpassen.

    Wenn Du eine ICP machst bitte eine nehmen, die auch Werte wie pH-Wert und kH-Wert zusätzlich ermittelt, denn gerade jetzt im Winter ist etwa der pH-Wert wegen zu wenig Lüften oft viel zu niedrig. Selbst der Abschäumer hilft dann nicht viel, weil er nur mit der mit Kohlendioxid übersättigten Luft einen Gausaustausch vornehmen kann. Selbst ein richtig billiges Gerät wie der Arka MyAqua pH für unter 20€ kann Dir im Winter zeigen, ob Du ein Problem mit dem pH-Wert hast. SPS-Korallen sind deutlich empfindlicher dafür als LPS-Korallen oder Weiche, aber auch diese leiden unter suboptimalen Bedingungen wie pH-Wert dauerhaft unter 8.

    Ist es aber auch geeignet für normale Riffaquarien? Ich bin etwas mißtrauisch, wenn bei der Beschreibung steht, dass es sich für anspruchslose Korallen eignet. Nicht, dass man sich verschlimmbessert mit dem Gebrauch dieses Salzes.

    Ich hatte vorher immer das System von Triton genutzt, da ich aus alter Zeit früher die Tritonmethode verwendet hatte, bin jetzt jedoch vor kurzem auf Fauna Marin Balling Light umgestiegen und hoffe, dass auch bei mir der Kaliumgehalt im Laufe der Wasserwechsel sinken wird. Interessanterweise propagiert Triton sehr nachdrücklich den Gebrauch von Lebendgestein, deshalb denke ich nicht, dass sie einen erhöhten Kaliumgehalt verwenden.

    Da Zeolith auch Nährstoffe reduziert würde ich es erst mal mit einem Salz beim Wasserwechsel versuchen, wo nicht so viel Kalium enthalten ist. Das Aquaforest Reef Salt etwa hat nur 360-380 mg/l Kalium und ist recht günstig. Nimm es mal und mache ein paar Wasserwechsel, dann sollte der Kaliumgehalt etwas sinken.

    Aber wie Chris schon erwähnte, auch wenn die Zielvorgabe ist, dass Kalium immer etwas niedriger sein sollte als der Kalziumgehalt ist ein erhöhter Kaliumgehalt erst mal kein Problem für die Tiere. Interessanterweise ist bei vielen in letzter Zeit der Kaliumgehalt erhöht.

    Kleiner Tipp: Baue eine vorne halboffene Pappkiste mit den Maßen Deines Beckens, dies hilft enorm beim Austarieren, wieviel Deko sinnvoll und ob genügend Platz zu den Rändern vorhanden ist. 10cm zu jeder Scheibe, die Du mit dem Reiniger bearbeitest, sind für Reinigung und Wartung notwendig. Die Fläche, auf der die Steine sein dürfen, ist damit etwa 70x50cm oder sogar nur 70x40cm, wenn eine Riffhinterspülung stattfinden soll.

    Du musst besser aufräumen! :grinning_squinting_face:

    Aber mal im Ernst, zuerst musst Du die Platten mal so anordnen, dass man erkennen kann, was genau Du eigentlich modellieren willst, und dafür müssen die Platten am richtigen Ort sein. Nimm ein paar Platten Styropor (10-15mm etwa) aus dem Baumarkt und stütze die Steinplatten so ab, wie sie später idealerweise sein sollen. Es ist billig und lässt sich leicht schneiden und kleben. Egal ob Sekundenkleber oder mit Abklebestreifen. Kein besonderes Werkzeug notwendig.

    Erst dann kannst Du richtig abschätzen, ob die von Dir gewünschte Deko funktionieren kann. Diese Stützen brauchst Du ohnehin, wenn Du das ganze Kontrukt(e) kleben willst.

    Im Augenblick ist das ein Steinhaufen ohne Struktur.

    Grundsätzlich macht es schon Sinn, mehrere Säulen zu bauen. Damit kannst Du dann auch das Wachstum von Korallen auf eine Säule begrenzen, so dass eine schnellwüchsige Art nicht das ganze Riff einnehmen kann.

    Ein Fuß mit vier Standrohen ist aber sehr groß im Vergleich und vor allem ein heftiger Schmutzfang, geradezu eine Einladung an Detritus, sich in den Winkeln zu sammeln. Einfacher ist eine Dreieckslösung, die steht immer stabil.

    Wenn rundherum kein weiterer Aquarianer zu finden ist wird es schwierig. Oft gibt es durchaus welche, nur erreicht man sie nicht. Versuche es ruhig auch auf anderen Kanälen. Was aber das Forum hier betrifft würde ich vorschlagen, einen Beckenthread zu eröffnen, dort kannst Du dann die Vorschläge und Fragen etwas bündeln, schließlich läuft das Becken bei Dir ja bereits. Bei Nachfragen zum Becken und was da vorhanden ist kannst Du immer gut dort hinverweisen und musst es nicht immer neu beschreiben.

    Ferndiagnose und -hilfe ist oft mühselig und zeitaufwendig, mache es Dir und den Helfern so bequem wie möglich. :smiling_face:

    Das wäre dann eine konservative Gestaltung, die altbekannte "Kaimauer". Die Strömungsgestaltung ist etwas schwierig, da es keine Kreisströmung gibt. Möchtest Du da eine Wechselströmung rechts und links von der Rückwand aus gestalten?

    Für Fische ist das gar nicht so schlecht, da diese es lieben, durch die vielen Lücken durchschwimmen zu können.

    Die Konstruktion wurde früher auch nur mit Stein gemacht, man hat dann einfach entsprechende Steine zusammengemörtelt, teilweise bei der Konstruktion mit etwas Styropor oder Holz abgestützt, inzwischen wird auch gerne mit Sekundenkleber oder auch Epoxidharz gearbeitet.

    Denke aber bitte daran, dass die Anemone am besten etwas separat vom Hauptriff gesetzt werden sollte und dort eine passende Strömung braucht, sonst fängt sie an, sich einen geeigneten Ort selbst zu suchen. Wilde unerschiedliche Strömungen tags und nachts könnten sie auch zum Wandern bringen.

    Ein Mentor sollte schon in der Lage sein, vor Ort vorbeizukommen, um Probleme direkt lösen zu können. Mit andern Worten: es hat nur Sinn, wenn Du in der Umgebung von Düsseldorf bist, sonst wäre es sinnvoller jemand anderen zu bitten. Dafür hilft es, den Wohnort im Profil zu vermerken.

    Nico,

    sei mir bitte nicht böse, aber all diese Fragen stehen mit der Becken- und Besatzplanung zusammen. Das kann man nicht einfach alleinstehend beantworten. Als allgemeine Empfehlung gebe ich immer, nicht mehr als die Hälfte des Wasserraums für die Deko zu verwenden, der Rest wird für das Korallenwachstum und Schwimmraum benötigt. Bei Dir wäre das etwa 20cm als oberste Schicht. Es hängt auch viel von dem geplanten Korallenbesatz ab, bei der deutlichen Vorliebe nach viel Fisch dürfte das eher in Richtung Weiche, Anemonen, LPS gehen.

    Wenn ich jetzt höre, dass Du Anemonenfische einsetzen möchtest, gehe ich davon aus, dass auch eine Anemone geplant ist und daher auch die Wasserwerte für Korallen geeignet sein muss, dann müssen wirklich viele größere Korallen rein, um das Nährstoffaufkommen der vielen Fische auch nur ansatzweise in den Griff zu bekommen. Sobald die Deko gesättigt ist an Nährstoffen gehen diese nämlich deutlich in die Höhe.

    Bei der Größe der Fische sind 32mm Rohre meist rausreichend, ein oder zwei 40mm Röhren für größere Fische mehr als ausreichend. Die meisten Riffbarsche oder kleinere Fische wie Leierfische, Schleimfische oder kleine Riffbarsche sind mehr als zufrieden mit Röhren von 20-25mm Durchmesser. Biete deshalb lieber eine gute Auswahl an und nicht nur eine Größe. Eventuell reicht es auch, beim Arbeiten mit Riffzement die PVC-Rohre lediglich als Rohling zu verwenden und diese nach dem aushärten wieder rauszunehmen.

    Riffbarsche sind territorial, die Reviere selbst aber eher klein, wenn sie gut angegrenzt sind, deshalb ist es vorteilhaft für die Revierbildung, nicht ein megalithisches Gebilde zu machen, sondern mehrere kleine Gebilde, die einzeln stehen, das erleichtert die Revierbildung, sonst hast Du ein großes Revier aus dem ganzen Becken, und alle Fische prügeln sich um die Vorherrschaft über das Revier.

    Ein weiterer Vorteil von einzelnen Blöcken ist, dass man sie deutlich einfacher für Wartungen aus dem Becken nehmen kann, wenn Du Algen wegputzt oder Korallen aufkleben möchtest.

    Welche Stärke von Rohr Du nimmst hängt hauptsächlich davon ab, wie die Rohre zusätzlich verwendet werden sollen und für welche Fische sie gedacht sind. Anhand des Lichtrastermusters kannst Du sehen, dass ich 20mm Rohr verwendet habe, ein 40mm Rohr wäre ein echter Brummer und so wuchtig, dass dies nur in größeren Becken Sinn macht.

    Die Stabilität kommt eher aus der Bauweise und dass es mit PVC-U und Tangitkleber gebaut ist. Du kannst auch durchaus schwebende Bögen bauen, was teils deutlich besser aussieht.

    Was für ein Becken und was für Fische hast Du denn angedacht?

    Das hier ist ein Gestell, wo ich eigentlich die Pumpe im Aquarium mit Steinplatten abschatten und verdecken wollte, was aber überflüssig wurde, weil ich ein Korallendeck dort hingestellt hatte. Ich habe es dann für Quarantänezwecke umfunktioniert mit Lichtrasterplatte besetzt.

    So ähnlich könntest Du es etwa machen, nur dass ich einige Sachen offen lassen würde, z.B. statt Winkel ein T-Stück reinsetzen um es für die Fische offen zu lassen.

    Du kannst es auch direkt mit Riffzement umhüllen, um die Rohre zu verdecken oder eben Platten dort dann einbauen.

    Rohre dürfen nicht dicht sein, da sonst im Innern Luft für Auftrieb sorgt, das stört die Stabilität des Konstrukts. Notfalls lieber gute Löcher basteln. Der Königsweg ist aber, diese Röhren für die Fische zur Verfügung zu halten, die nutzen sie nämlich sehr gerne.

    Baue mit PVC-U-Röhren, -Winkeln, -T-Stücken Deinen Unterbau und klebe dann mit Riffmörtel oder Sekundenkleber die Steine da dran. Je nachdem, wie Du die Stücke verwenden willst. Größere Stücke mit Riffzement, aus vielen kleinen Stücken eher mit Sekundenkleber.

    Weil ich auch eine faule Socke bin habe ich einige Sachen einfach dauerhaft laufen wie pH-Wert und Temperatur, dann kann ich einfach schnell draufschauen ob alles gut ist.

    Dann würde ich noch einmal prüfen, ob die Sachen wirklich so funktionieren wie sie sollen. Hatte da nämlich zwei Probleme in der letzten Zeit, die mich verblüfft hatten. Meine Küchenwaage, mit der ich jede Woche meine Brote abmesse und backe hatte beim Abwägen der kH-Menge offenbar einen falschen Wert angezeigt, da ich das Pulver auf Biegen und Brechen nicht vollständig lösen konnte. Eine neue Batterie hat das Problem dann gelöst. Der zweite Fehler hatte für kaltes Wasser gesorgt, denn der T-Control von Aqua Medic hatte mir plötzlich einen irre hohen Wert angezeigt (über 70°C) und wollte ständig kühlen, im Winter hing da aber zum Glück keine Lüfterreihe dran. Das Kabel vom Temperatursensor hatte eine undichte Stelle und so zeigte sie einen heftigen Wert an, abgesehen davon, dass so blankes Kupfer im Wasser hing.

    Das waren nur zwei lästige Probleme der letzten Tage. Technik ist leider anfällig und ab und zu muss sie überprüft werden.

    Hallo Andreas,

    wenn Du nicht gerade einen alten Trupp Fahnenbarsche hast, die sich der Altersgrenze nähern kann es noch ein Jahrzehnt oder mehr dauern, bis sie an Altersschwäche sterben. Selbst einige Riffbarsche haben es schon geschafft 30 Jahre zu werden. :grinning_squinting_face:

    Keine Maxpect Razor ist schon mal gut, mit T5 solltest Du auf der sicheren Seite sein. Wenn die Technik funktioniert würde ich kein Technikbecken verwenden. Wenn möglich immer nach der Devise arbeiten "Keep it simple". Sonst wären zwei Punkte noch eventuell interessant für Dich abzuklopfen:

    - pH-Wert: vor ein paar Jahren bin ich da übel erwischt worden, als das 500l Becken im Abstellraum lief und dort schlecht gelüftet werden konnte. Im Winter standen die Steinkorallen dann immer schlechter und selbst der kleine Mandarinfisch hatte Probleme bekommen. Erst nach einiger Zeit hatte ich einen Argwohn und den pH-Wert gemessen, den ich vorher nie beachtet hatte. Mit dem Einsatz von Atemkalk verschwanden die Probleme zusammen mit den Fadenalgen in drei Wochen. Das billige MyAqua pH von Arka scheint zum überprüfen auszureichen. Wäre einen Versuch wert. In den letzten 20 Jahren hat sich der allgemeine Kohlendioxidgehalt der Luft deutlich erhöht mit spürbaren Folgen. Die Versauerung der Meere findet auch in unseren Aquarien statt. Ein gesteigertes Auftreten von Algen bei gleichzeitigen Problemen von Korallen könnte in die Richtung deuten.

    - Allelopatische Ausscheidungen von Weichkorallen, die es den Steinkorallen schwer machen, sich zu etablieren. Wenn die Weichkorallen sich über Kampfstoffe als dominante Art durchsetzen wollen könnte eine Filterung über Aktivkohle oder der Einsatz von Ozon helfen, diese zu unterdrücken. Wenn jetzt überwiegend Weichkorallen im Becken sind und die meinen, sie wären im Film "Highlander, es kann nur eine Art im Becken geben" könnte dies vielleicht das Problem lösen, dass keine LPS sich etablieren können.

    Stell Dir als erstes die Frage, warum Du die Meerwasser-Aquaristik betreibst und was Dich daran fesselt, und dann schau mal, warum die Begeisterung so nachgelassen hat. Vermutlich liegt es zum großen Teil daran, dass es nicht so gut lief mit dem Becken und deshalb der Spaß daran sehr gedämpft wurde. Wenn nur noch braune Weiche überleben und die teils teuren farbigen LPS abnippeln kann das den Spaß schon etwas trüben.

    Ich würde deshalb auch die vorhandene Technik auf den Prüfstand setzen, ob diese wirklich noch taugt. Ganz offen, eine gebrauchte Maxpect Razor LED-Lampe würde ich nicht mal geschenkt akzeptieren, weil die älteren Maxpect-Lampen relativ stark bestromt wurden, deshalb auch gerne warm wurden und schnell alterten. Nach drei Jahren Betrieb mit einigermaßen Leistung haben die deutlich an Leistung verloren. Vielleicht ist es also nicht das Old-Tank-Syndrom sondern eher eine abgeleierte LED-Lampe, die zu schnell gealtert ist. Keine Ahnung wie alt die LED Lampe ist, aber ich vermute stark, dass sie nicht einmal die Hälfte der ursprünglichen Leistung bringt und auch das Spektrum stark gelitten hat, einige LEDs altern dabei schneller als andere und mit dem Altern verschiebt sich auch das Spektrum bei den LEDs.

    Leihe Dir doch mal einen PAR-Meter oder den PAR-Wise aus, der kann auch noch etwas das Spektrum anzeigen. Dann weisst Du, ob die Lampe noch weiter verwendet werden kann, oder anstelle des neuen Beckens zusätzlich neues Licht ansteht.

    Oberstes Ziel sollte es sein, dass das Becken Dir wieder Spaß macht und dann überlege auch direkt, ob vielleicht es deutlich teurer ist, mit der alten unbefriedigenden Technik zu arbeiten und wieder sterbenden Korallen zuzusehen. Der Vliesfilter etwa hat bei mir deutlich die Nährstoffe gesenkt, deutlich mehr als den Abschäumer zu optimieren.

    Als Anregung, was ich bei mir gemacht hatte:

    - riesigen Ablaufschacht entfernt, zugeklebt und durch einen Rucksackablauf mit Ausschnitt sägen ersetzt (Riesenarbeit, würde ich nicht noch einmal selbst basteln) Strömung hängt nicht mehr am Ablaufschacht.

    - Aufsetzlampe durch Hängelampe ersetzt

    - Hängelampe ist türgroß, deckt das Becken ab (Verdunstung deutlich reduziert), ist daher sehr schwer, darum einen Rolladenmotor zum automatischen Hoch- und Runterfahren installiert

    - Wegen Leichtbaudecke eine Zwischendecke installiert, auf der der Rolladenmotor sitzt, Klappen montiert für zusätzlichen Stauraum

    - offenes Technikbecken durch Dreambox ersetzt, Verdunstung auch hier reduziert, Geräte deutlich sauberer sortiert

    - Übrige Technik ebenfalls Kabel sortiert, gebündelt, Geräte an die Wand gesetzt (Halter viel mit 3D-Druck erstellt) Boden ist sauber keine Kabel hängen herum.

    Ich weiss gar nicht, wie oft ich früher Probleme mit Salzwasser hatte, das an elektrische Geräte kam, weil sie auf dem Boden unten im Schrank lagen und ich "mal eben" im Technikbecken etwas rausgeholt hatte für die Wartung und es von Gerät oder meinen Händen tropfte. Ist jetzt kein Problem, selbst wenn ein paar Zentimeter Salzwasser im Technikschrank steht (Teichfolie dichtet den Boden). Nicht hängt mehr in der Gegend rum.

    Die Netzteile meiner Lampe sind jetzt oben in der Deckenklappe, sind außerdem wasserdicht und können nicht mehr durch Spritzer kurzgeschlossen werden.

    Kleine Wartungsarbeiten kann ich direkt schnell und einfach machen, was ich früher gerne aufgeschoben habe "Lohnt sich ja noch nicht für den Aufwand, die Lampe umzuräumen..."

    Es ist oft die Summe der vielen kleinen Ärgernisse, die letztendlich einem den Spaß vermiesen.

    An den Nährstoffen liegt es wahrscheinlich nicht, ich habe bei 0,15 mg/l Phosphat und 20 mg/l Nitrat im Becken auch einige robuste Acropora bei mir am Wachsen, deshalb würde ich keine Panik vor deutlich messbaren Nährstoffen haben. Nur musst Du eine gewisse Konstanz bei den Werten haben und die Wartungsarbeiten dann auch ordentlich durchführen, dann geht einiges im Becken mit Korallen.

    Ja, ich hatte auch mal so ein Tief und für einige Zeit gar kein laufendes Becken. Diese Zeit hatte ich genutzt, um ohne weitere Ablenkungen einmal die gesamte Technik und Ausrichtung komplett zu überdenken und von Grund auf alles abzuklopfen, was mich gestört hatte und zu überlegen, wie das deutlich besser realisiert werden kann.

    Es hat dann ein gutes Jahr gedauert, bis ich endlich zufrieden war und das Becken neu gestartet habe. Denke auch, dass dieser Aufwand sich gelohnt hat und die Wartung jetzt deutlich transparenter ist. Ich habe dann immer noch das eine oder andere geändert, aber das sind dann eher Wechsel im laufenden System wie Pumpen oder so.

    Vielleicht ein Zufall, aber seit ein paar Tagen ist es sehr kühl, was sagt denn das Thermometer für das Becken?

    Wenn die Probe für die Analyse vor der Jodzugabe geschah zeigt dies zumindest das Vorhanden-Sein von Jod an, auch wenn das Level ziemlich niedrig ist. Jod baut sich sehr schnell ab, da ist eine tägliche kleine Dosis deutlich besser als eine Wöchentliche Dosierung.

    Bessert sich das Polypenbild, wenn Du einen Wasserwechsel machst? Das würde auf ein Problem bei den Spurenelementen hindeuten, die Analyse zeigt ja einige Lücken an.

    Beim Phosphat würde ich etwas höher gehen, das würde auch besser zum Nitratwert passen.

    Ich fürchte für den Anspruch musst Du DEUTLICH tiefer in die Tasche greifen. Auch wenn es Dir nicht gefällt. Etwa den Faktor 10 tiefer.

    Suche mal für pH, Salinität, Redox usw. nach WTW 3320, meist kommen da noch die einzelnen Elektroden dazu, da landest Du selbst bei wenigen Werten wie Salinität, Temperatur, pH-Wert, Redox-Wert schon bei mehreren Tausend Euro.

    Da hast Du dann die gewünschte Genauigkeit, aber leider zu einem Preis, der jenseits von fast allen Hobby-Aquarianern liegt. Trotzdem gibt es einige mit großen Becken und teuren Tieren, die sich genau so eine Profi-Qualität mehrere Tausend Euro kosten lassen.

    Für mich ist das aber leider auch jenseits meiner Budget-Grenze.

    Die Fotos sind auch nichts besser, wahrscheinlich, weil Du schräg in das Aquarium fotografierst, das führt zu starken Verzerrungen.

    Immer schön senkrecht zur Scheibe fotografieren.

    Kannst Du ein besseres Foto machen? Ich bekomme Augenkrebs bei dem Teil.

    Interessant ist dabei vor allem, ob Du einen charakteristischen Doppelkranz von Tentakeln sehen kannst, dann würde das deutlich auf Manjano hinweisen.

    Anemonia manjano Feueranemone

    Je nach Standort, Strömung und Lichtstärke kann sie von braun zu stark grün unterschiedliche Farben entwickeln. Schau Dir die Bilder im Mewalex dazu mal an, ob sie es sein könnte.

    Das geht natürlich, ein identisches System von einem guten Aquarienbauer nachbauen zu lassen. Meist wird es aber wohl ein leicht abgewandeltes System sein, schließlich soll ein neues Becken ja besser als das alte sein, nicht wahr?

    Das vorhandene neu zu silikonieren ist ein ziemlicher Aufwand, vor allem das Entfernen des Silikons und das Reinigen der Scheiben. Da werden auch Aquarienbauer wohl direkt abwinken, wenn man dies machen lassen möchte.

    Ich habe schon fast einen Anfall bekommen, als ich nur die Trennscheibe im Technikbecken neu eingeklebt hatte und dafür vorher das alte Silikon entfernen und säubern musste. Wenn man das nicht schon öfter gemacht hat dauert das Stunden, das wirklich sauber zu machen. Und schließlich möchte man ja nicht die eigene Pfütze von Murphy bauen lassen, was bei etwas unsauberer Arbeit ganz schnell passieren kann. Eine Trennscheibe in Technikbecken ist eine Sache, die kaum Auswirkungen hat, wenn mal etwas leckt, aber die Außenscheibe eines größeren Aquariums schon eine ganz andere Sache.

    Generell wäre meine Empfehlung ohnehin, ein neues Becken mit vernünftiger Verklebung zu wählen und unabhängig von RS-Becken zu planen. Eventuelle Ersatzlieferungen würde ich direkt weiter verkaufen und nicht selbst mehr verwenden. Besser ein Ende mit Schrecken als ein stetig wiederkehrender Schrecken ohne Ende.

    Ich verwende das billigste vom Billigen, den pH-Monitor von Aqua Medic. Er ist relativ schlecht zu kalibrieren, sehr träge und die Genauigkeit ist nicht sehr gut. Aber es reicht, um den Einsatz von Atemkalk zu überwachen, bzw. zu schauen, ob Atemkalk notwendig ist. Ein Abgleich erfolgt ab und zu mit den ICP Total, Kalibrierung etwa alle 3 Monate. Das reicht, um den pH-Wert zu kontrollieren und bequem jederzeit auf die Anzeige zu schauen.

    Zweck ist keine Wissenschaft, sondern genau wie beim Thermometer als Absicherung, ob irgendetwas aus dem Ruder läuft und jederzeit ohne Mühe schnell nachschauen zu können.

    Gibt mit Sicherheit bessere Geräte, aber die Frage war für mich nicht, was das beste ist, sondern was ausreichend ist für meinen Bedarf.

    Bei der ICP sind einige Spurenelemente und Ca deutlich abweichend, aber ich glaube nicht daran, dass dies etwas mit dem Tod der Fische zu tun hat. Zumindest nicht unmittelbar. Das einzige, was deutlich heraussticht sind das schräge Nährstoffverhältnis und die teils sehr niedrigen Spurenelemente.

    Ich würde deshalb eher in Richtung Sauerstoff oder schlechte Stickstoffverhältnisse suchen. Hast Du einen Ammoniaktest? Wenn Nitrat so hoch ist bei sehr geringem Phosphat würde ich erst mal den Phosphatpegel etwas steigen lassen, um sicher zu stellen, dass der Nährstoffabbau überhaupt vernünftig möglich ist. Beim nächsten Wasserwechsel auch auf Schmodderecken achten, um diese gut abzusaugen.