Beiträge von Sandy Drobic

    1:100 verdünnt hört sich gut an. Meine Dosierpumpe macht dies mit 10ml pro Minute wirklich Tropfen für Tropfen. Optimal wäre, wenn Du das Lanthan in etwas Eisenadsorber geben würdest, dann sollte ein guter Teil aufgefangen werden von dem Granulat und mit ihm aus dem Becken kommen. Ansonsten in die Zuleitung vom Abschäumer, damit es möglichst abgeschäumt wird.

    Lass den Fuchs besser raus, die wachsen einfach zu schnell. Schau besser erst mal, wieviel von dem Schmodder Du entfernen kannst, denn ein guter Teil des Phosphats kommt mit Sicherheit aus Depots.

    Wenn Du Lanthan verwendest bitte hoch verdünnt und langsam dosiert.

    Hallo Bernd, der enorme Vorteil der T5 ist zweifellos die flächige Beleuchtung, die bei LED nur mit sehr vielen LEDs annähernd erreicht wird. Bei meinem 800l Becken sind über 400 Hochleistungs-LEDs verbaut. Ich glaube, ich habe keine Möglichkeit, so eine kleine T5 einzusetzen. So langsam interessiert mich das auch mit der Leistung. :smiling_face_with_sunglasses:

    Habe noch etwas an Leistungsdaten herumgestöbert. Die Arcadia-Röhren brauchen grundsätzlich wohl nur ein Drittel der Leistung von den T5-Röhren und sollen dabei die doppelte Lichtmenge bringen. Whut?!? Also 8W statt 24W und doppelte Lichtleistung? Das nenne ich mal eine gewagte Aussage. Ich werde es weiter beobachten.

    Leider gibt es noch kein Pendant der 80W Röhre, bisher scheint nur 24W, 39W, und 59W Alternativen verfügbar zu sein.

    Ich hatte gehofft, dass Henning vielleicht eine Testreihe hat, scheint aber noch nicht der Fall zu sein. Sonst müssen wir eben ein oder zwei Jahre warten auf praktische Erfahrungen mit den Röhren. Eine gute Sache ist zumindest, dass die Investition nicht sehr hoch ist, verglichen mit einer kompletten LED-Lampe.

    Hallo Bernd,

    ich gehe natürlich von einer Aquariumsbeleuchtung aus mit der entsprechend notwendigen Energiedichte. Auf der 8x80W T5 Sunpower kann ich auch mit Lüfterbetrieb mir heiße Pfoten holen beim Anfassen des Gehäuses, von den Röhren ganz zu schweigen.

    Plexi hat als Kunststoff eine schlechte Wärmeleitung, was der Grund ist, warum Kühlkörper aus Metall, meist Alu gebaut wird. Da streicht jetzt also die Kühlluft über die Röhre mit eben so einer schlechten Wärmeleitfähigkeit. Was die angeben ist oft die theoretische Lebensdauer unter optimalen Kühlbedingungen, was genau nicht gegeben ist mit der umschlossenen Röhrenform.

    Hatte gerade mit etwas Hoffnung auf Hennings Seite mit den LED-Messungen nachgeschaut, aber er hat diese Röhren leider nicht in der Messung. Gerade eine Langzeitmessung fände ich auch sehr interessant.

    Mein großes Becken hat ein ähnliches Alter und ich habe es letztes Jahr noch einmal neu gestartet. Ich traue dem Becken mehr als einem frisch geklebten Becken. Du kannst auch den Silikon etwas befühlen, ob dieser aushärtet oder noch elastisch ist.

    Ja, auch LEDs altern und verändern dabei ihr Spektrum. Wie schnell dies passiert hängt stark von der richtigen Kühlung ab. Ist das Konzept falsch kann eine LED deutlich schneller altern als auf dem Papier angegeben, denn das stellt oft unrealistische Kühlerwartungen voraus. Meine Lampe über dem 500l Becken hat in fünf Jahren die Hälfte der Leistung verloren, weil ich die Kühlung nicht richtig ausgearbeitet habe. Ist jetzt korrigiert, aber die LEDs darf ich erst ersetzen vor dem erneuten Einsatz.

    sollten dann bei led-röhren auch eine wirksame temperaturreduzierung gewährleisten.

    Ist leider bauartbedingt deutlich schlechter. Das Ziel der Kühlung ist das LED-Die runterzukühlen. Dieses gibt seine Wärme an den Kühlkörper ab und dieser wiederum an die Luft, die der Lüfter abführt. Zum einen ist der Kühlkörper für die LED sehr klein, zum anderen ist er noch in eine Plexihülle gepackt, welches die Kühlung deutlich erschwert. Dann müsste man die Lüftung so umbauen, dass der Lüfter IN die Röhre reinbläst und so die LED effektiv kühlt. Auf den Fotos sehe ich bisher aber keine Öffnung für Kühlung, sondern eher eine geschlossene Hülle.

    Und das sorgt für deutlich erhöhte Wärme in der Röhre (im Vergleich zu normalen LED-Lampen), was LEDs mit vorzeitigem Altern honorieren. Vielleicht ist das auch die Annäherung an die gute T5-Röhre mit jährlichem Wechsel. :face_with_tongue:

    Hallo Christian,

    es gibt leider eine kleine Diskrepanz zwischen der Wissensdatenbank und der Auswertung der Analysen hierbei. In der Wissensdatenbank ist tatsächlich ein sehr niedriger Wert angegeben, bei der Auswertung der Analysen jedoch ist das ideale Ziel bei 0,06 mg/l Gesamtphosphat.

    In der Praxis ist es wichtiger, keine großen Schwankungen zu haben und das Becken mit stabilen Werten zu betreiben. Die absolute Höhe ist da weniger kritisch, solange sie noch einigermaßen im Rahmen bleibt. Dieser Rahmen hat sich bei grob etwa 0,03-0,10 mg/l Phosphat etabliert. Es gibt auch SPS-Becken mit noch höheren Werten mit üppigem Wachstum, aber grober Daumenwert ist ungefähr, dass 0,1 mg/l Phosphat eine sinnvolle Grenze ist. 0,2mg/l auf Dauer ist eine Grenze, wo häufig schon Probleme bei den Korallen auftreten können.

    Höhere Phosphatwerte haben durchaus ihre eigenen Probleme wie eine höhere Wahrscheinlichkeit von Algen und Bohralgen. Es ist eben ein Abwägen der Prioritäten. Das Beharren von absoluten Werten wird "Chasing Numbers" genannt im englisch-sprachigen Raum. Der erste Blick des Aquarianers sollte aber immer auf seine Tiere sein, wie diese sich präsentieren. Wenn diese voll expandierte Polypen haben, "fett aussehen" und durch guten Verbrauch deutliches Wachstum zeigen, dann ist das der beste Indikator, dass es den Korallen gut geht.

    In dieser Hinsicht hat es auch eine rasante Entwicklung gegeben, wie Nährstoffe und deren Messwerte einzuordnen sind. Vor 20 Jahren galten Nullwerte bei den Nährstoffen noch als erstrebenswerte ideale Werte, vor 10 Jahren wurde die 0,02mg/l Phosphat für Acrobecken angepriesen und inzwischen sieht man Nährstoffe als notwendig und nicht böse an.

    Teilweise dürfte dies ein ähnliches Phänomen sein wie der Leitwert beim Osmosewasser, der immer möglichst Null betragen soll. Nur weil dieser als Null angezeigt wird bei den TDS-Metern bedeutet dies natürlich nicht, dass kein Leitwert vorhanden ist. Selbst absolut reines Wasser hat immer noch einen geringen Leitwert, nur die günstigen und unempfindlichen Messgeräte können dies nicht anzeigen. Ähnlich waren früher auch geringe Mengen an Phosphat oder Nitrat schlicht nicht nachweisbar, aber meist nicht Null.

    Hallo Christian,

    gerade von Fauna Marin kenne ich eigentlich etwas höhere Idealwerte, die auch auf den ICP-Auswertungen immer draufstehen. Phosphat etwa bei 0,06mg/l und Nitrat bei 5-7mg/l.

    Unterhalb von 0,04 geht es schnell in die Limitierung, und wenn Du mit Phosphatadsorber arbeitet, um zu viel an Phosphat zu herauszuziehen ist die Gefahr hoch, entweder zu viel einzusetzen und eine Limitierung zu verursachen, oder zu spät zu wechseln, so dass der Wert hochschießt, um dann wieder zu stürzen, sobald der Phosphatadsorber gewechselt wird. Korallen mögen es nicht, wenn der Phosphatwert wie ein Lämmerschwanz hin und herschwenkt. Dann sind höhere Werte aber konstant der bessere Kompromiss. Korallen lieben konstante Werte, dann kommen sie auch mit ein paar Defiziten besser zurechtkommen. Acropora kommen mit höheren Nährstoffen durchaus zurecht, wenn sonst keine Mängel auftreten. Probleme gibt es bei der Überlagerung von mehreren Mängeln, wie etwa sehr niedriger Nährstoffe, zu hoher kH-Wert dabei und dann noch niedrige Elemente, die der Koralle helfen, mit viel Licht zurecht zu kommen wie Molybdän, Zink, Nickel und co.

    Es gibt sehr viele schöne SPS-Becken, die mit Nährstoffen von 0,15mg/l Phosphat und 20mg/l Nitrat betrieben werden, auch sehr farbige Acropora.

    Hallo Christian,

    Deine Zielvorgaben bei den Nährstoffen sind sehr niedrig, warum möchtest Du so niedrige Nährstoffe im Aquarium haben? Selbst kleine Schwankungen sind dann schnell mehrere Hundert Prozent, was die Korallen nicht toll finden.

    Du hast jetzt nicht erwähnt, ob Du irgendetwas fütterst oder ob die Nährstoffe aus Depots von der eingebrachten Deko (Steine und Sand) gekommen sind. So hohe Nährstoffe kommen normalerweise nur aus gebrauchtem Gestein, deshalb hätte ich das eingebrachte Totgestein oder den Sand ins Visier genommen, denn das ist eindeutig nicht normal für einen Beckenstart.

    Wenn Du viel Bakterien reingekippt hast, dann könnte es auch von den Bakterien kommen, denn oft enthalten die Bakterienlösungen Nährstoffe für die Bakterien.

    Hallo Bernd,

    solange es möglich ist, würde ich bei der T5-Röhre bleiben, denn es ist die einzige vernünftige Art, eine T5-Lampe zu betreiben. Ich habe wenige Röhren gefunden, die sinnvoll als Austausch waren und selbst diese waren technisch nicht sehr ansprechend. Grundproblem ist die Kühlung der LEDs, die in Röhrenform nur sehr schlecht möglich ist. Entsprechend gering ist die Leistung, die mit diesen Röhren möglich ist.

    Eine spezielle Entwicklung für T5-Umsteiger wirst Du wohl auch nicht erleben, denn es ist ein Übergangsprodukt, wo sich die Entwicklung bei der geringen Stückzahl einfach nicht lohnt bei der Herausforderung, diese auch nur annähernd mit ähnlicher Leistung und Lebensdauer wie mit einer von Grund auf neu konzipierten Lampe möglich ist. Ganz zu schweigen von der Integration in die Dimmung über die Lampe. Die ganze Konzeption der T5-Lampe macht keinen Sinn für LEDs.

    Dann lieber eine sauber konzipierte Lampe mit guter Flächenausleuchtung und einen sauberen Schnitt zur T5.

    Der grüne Schlangenstern soll bei Kohldampf auch mal Fische fangen, ansonsten sind die tatsächlich eher Detritusfresser und leben sehr zurückhaltend. So zurückhaltend, dass ich meinen Schlangenstern erst nach der Stilllegung des Beckens beim Ausräumen erneut gesehen habe. Hatte eigentlich gedacht, wer wäre schon lange tot. Im hintersten Eck unter der größten Säule im Schlamm hatte er sich dann doch noch bemerkbar gemacht. Lebte sehr zurückgezogen und kam auch nur tief in der Nacht wohl raus und ging auf Futtersuche.

    Er hatte fast 60cm Armspannweite, wahrscheinlich ein schwarzer Riesenschlangenstern, war aber sehr friedlich und ich konnte nie Übergriffe auf Korallen, Fische oder sonstige niedere Tiere feststellen. Übergriffe gab es eher von meinem früheren Seeigel Astropyga radiata auf den grabenden Seestern, wie leider dokumentieren durfte. Mespilia globulus oder der jetzt bei mir lebende Pfaffenhut sind dagegen harmlos, abgesehen von der Sammelleidenschaft.

    Als es wieder in das 800l Becken zurückging habe ich ihn leider nicht mehr wiedergefunden.

    Was meinst Du genau mit "schön"? Meinst Du die technische Qualität oder die Farbkitzelei? Ich bin leider kein Fotokünstler und habe Geld mit guter Ausstattung auf das Problem geworfen und mir vor zehn Jahren eine gute Kamera mit Makroobjektiv gekauft. Inzwischen sind aber auch die Handys extrem viel besser geworden und können fantastische Bilder machen, wenn man ein paar Regeln beachtet.

    Die simpelsten sind immer gerade in das Becken fotografieren, jedes Schrägstellen der Kamer führt zu starken Verzerrungen. Wenn möglich, Objektiv oder Handy auf die Scheibe auflegen, damit es nicht wackelt und ganz gerade gerichtet ist.
    Genügend Licht ist notwendig, um schnell zu belichten, ansonsten Blitz hinzunehmen.
    Wenn es trotzdem unscharf ist, Strömung für den Moment ausstellen, damit die Bewegungen der Koralle minimiert werden oder eben Blitz.
    Ansonsten viel Geduld, gerade wenn Fische fotografiert werden sollen. Das oberste Bild habe ich von oben gemacht, Plexigefäß auf das Wasser gelegt und Kamera reingesetzt, um in das Wasser fotografieren zu können, ohne Oberflächenspiegelungen.

    Beim Farbabgleich führt normalerweise kein Weg an Lightroom vorbei, ich habe das Foto oben mit dem kostenlosen Irfanview schnell über Automatischen Farbabgleich "korrigieren" lassen, da kommen manchmal wilde Sachen bei raus.

    Licht ist gerade angegangen, Zeit für einen aktuellen Schnappschuss. So sieht es gute fünf Monate später aus. Es herrscht Drängeln und Schubsen. Keine Ahnung, welche Zoa das ist, mit den Namen kenne ich mich nicht aus. Sie wächst jedenfalls gut und ist strahlend gelb.

    Ich warte eigentlich nur noch darauf, das andere Becken zu starten, damit ich die Ableger auslagern kann. Ableger zu machen sollte keine große Sache sein. Ich habe im Augenblick nur keinen Platz dafür!

    So würde das ganze dann wahrscheinlich bei Instagramm erscheinen:

    Ist im Augenblick nur Blauphase, der Unterschied mit Filter ist schon wild. Und dann suchen die Leute mit wilden Blicken im Geschäft nach diesen strahlenden Teilen. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Das macht die Internetbestellungen immer so zur Überraschungskiste, was man da letztendlich erhält.

    Die meisten Arten dürften keine besonderen Probleme machen wie hier auf dem Korallendeck bei mir. Dies ist der Stand vor fünf Monaten, inzwischen sind sie bereits etwas üppiger geworden, das Gedrängel noch etwas schlimmer. Es gibt bei mir keinen Nesselkrieg bis auf das Messer, aber sie versuchen natürlich, sich gegenseitig zu überwuchern. Friedlich ist nicht wirklich Korallenart.

    Meerwasseraquaristik ist teuer, keine Frage. Deshalb ist solide Planung wichtig, um nicht doppelt Geld auszugeben. Wenn Du die Möglichkeit hast, das Wasser zwischenzubunkern kannst Du dies gerne tun, aber dann hast Du für unbestimmte Zeit eine Tonne rumstehen. Oder alternativ die Badewanne besetzt mit Wasser. Ich habe für solche Zwecke ein paar 210l-Regenwasser-Tonnen, die ich für ein paar Euro gekauft habe und die sich gut stapeln lassen.

    Lohnt sich aber nicht, wenn Du dafür später nicht immer wieder Bedarf hast. In dem Fall überlege mal, was Du an Möglichkeiten hast, die Du später immer wieder benötigt. Etwa einen Behälter für Nachfüllwasser. Ich habe z.B. auch einige 20l Kanister hier stehen, da ich immer auch einiges an Osmosewasser für viele Zwecke auf Vorrat mache.

    Ich würde es als Lehrgeld verbuchen und die Zähne zusammenbeißen und nicht noch mal befüllen, bevor nicht alles bereit und getestet ist. Auf lange Sicht ist das immer noch deutlich billiger.

    Wenn das eine Reliefwand ist, wie es aussieht gibt es ein weiteres Problem: Vieles im Becken wird mit Magneten gehalten und diese haben oft eine sehr geringe Wandstärke, wo sie noch halten. Bei 60cm Höhe hat das Becken 10-12mm Glasstärke. Wenn dann die Dekowand noch ein 5-10mm dazusetzt brauchst Du Magnete für Wandstärken von 15-19mm, die richtig teuer sind, denn Du möchtest bestimmt nicht die Geräte an die Frontscheibe klatschen.

    Weichmacher und ähnliches wirst Du nicht mit einer ICP feststellen können.

    Meine Empfehlung: die Wand muss raus. Silikon bekommt man von einer glatten Wand recht gut runter. Bestes Hilfmittel: Ceranfeld-Herdschaber mit frischer Rasierklinge. Das entfernt den größten Teil davon sehr gut und schnell. Für den Rest einfach einen harten Schwamm mit Silikonentferner nehmen. Danach gut durchspülen, da dieser unverträglich ist für Tiere.

    Calcinus elegans Blauer Halloween-Einsiedlerkrebs

    Was man für Schätze hier im Forum sieht merkt man erst, wenn man die Suchfunktion nutzt. (^-^)

    Marubis
    15. September 2014 um 22:26
    Marubis
    25. März 2015 um 07:47

    Stöbere ruhig mal hier:

    Haltungsempfehlungen sonstige Wirbellose

    Die Halloween werden relativ groß und machen mit guter Wahrscheinlichkeit Deine Schnecken nieder. Nimm es ihnen nicht übel, denn ohne Licht wird ohnehin nichts wachsen und sowohl Schnecken als auch Einsiedlier keine Algen haben, die auch erst Zeit brauchen zum Wachsen. Algen werden auch erst reinkommen mit Korallenablegern oder Lebenden Steinen. Die Korallen brauchen auch Licht, um zu wachsen.

    Ob diese Dekorückwand für Meerwasser geeignet ist?

    So ist es auch bei mir gelaufen und ich war froh, die übrigen Korallen zuerst im Quarantänebecken untergebracht zu haben, denn die brachypus kam aus winzigen übersehenen Fitzeln noch einmal heraus. Erst nach der Reduzierung auf das Korallengewebe bin ich sie losgeworden. Sei bitte vorsichtig beim Übersiedeln in ein noch größeres Becken.

    Du solltest zuerst mal überlegen, welche Prioritäten Du für die Lampe und die zugehörige Technik hast. Insbesondere, wie es mit der Abdeckung aussehen und ob die Lampe dort eingebaut werden soll. Die Chance, die vorhandene Beleuchtung mit nutzen zu können ist relativ gering, da sonst zu wenig Platz für die Meerwasser LED-Leuchten zur Verfügung ist.

    Bei der Leistung kannst Du Dich grob am Wasservolumen orientieren und die Hälfte als Wattzahl für die Beleuchtung ansetzen. Es sollte also eine Lampe im Bereich von 70-100 Watt sein, etwa das drei- bis vierfache der vorhandenen Beleuchtung mit Schwerpunkt im blauen Bereich.

    Beim Budget kannst Du von 300 bis 1500€ viel Geld einsetzen. Im einfachsten Fall etwa eine zusätzliche blaue LED wie die Reef Flare Bar 2 M. Die hat 45W und nur blaue LEDs. Zusammen mit der weißen vorhandenen Beleuchtung würde es für nicht so anspruchsvolle Korallen reichen, aber ob das vom Platz zusammen reicht kann ich nicht sagen, auch die Steuerung von zwei unabhängigen Leuchten ist etwas lästig. Unter der Abdeckung verbaut wäre es ein schneller Hitzetod für die Leuchte. Sie müsste also so integriert werden, dass sie "atmen" kann.

    Eine Ati Straton Flex 51 mit 90W würde ich bevorzugen. Da kann man alle Korallen drunter pflegen.

    Skimmer(engl) = Abschäumer(deu)

    Ein Oberflächenskimmer sorgt lediglich dafür, dass an der Oberfläche das Wasser angesaugt und darunter wieder herausgeschoben wird. Dies befreit die Oberfläche von der Kahmhaut und sorgt so für mehr Licht und besseren Gasaustausch mit der Luft. In einem kleinen Becken wird auch noch etwas Strömung dadurch erzeugt. Dies ist notwendig, wenn kein Technikabteil oder Überlaufschacht mit Überlauf existiert, wo die Oberfläche automatisch herunterfließt.

    Ein Abschäumer lagert an der Grenzschicht von Wasser und Luft organische Partikel an, erzeugt so einen braunen Schaum und befördert diesen dann in den Auffangbecher, wo man ihn entfernen kann. Gleichzeitig wird durch das Vermischen von feinen Blasen und dem Wasser ein hoher Gasaustausch mit der Luft erreicht. Durch die enorme Oberfläche der vielen Blasen ist der Gasaustausch ein Vielfaches von der Oberfläche des Aquariums.

    Ohne Abschäumer:
    Gasaustausch findet nur über die Oberfläche statt. Deshalb darf das Aquarium nicht geschlossen sein, sonst ersticken die Tiere. Höchstens eine Sprungsicherung mit Netz, aber keine Scheibe oder sonstige geschlossene Abdeckung. Wegen der Kahmhaut sollte ein Oberflächenabzug vorhanden sein, da sonst die Kahmhaut den Gastaustausch blockiert und zusätzlich das Licht schluckt, was eigentlich zu den Korallen kommen soll.
    Je wärmer das Wasser desto weniger Sauerstoff kann es aufnehmen. An heißen Tagen im Sommer können Tiere mit hohem Sauerstoffbedarf wie Garnelen und Fische dann ersticken, wenn nicht für starke Oberflächenbewegung gegengesteuert wird. Eine Strömungspumpe sollte deshalb zusätzlich zum Oberflächenabzug dafür sorgen, dass die Oberfläche gut bewegt wird.
    Im Winter wenn wenig gelüftet wird, reichert sich die Luft mit Kohlendioxid an und das Becken, das seinen Gasaustausch mit der Raumluft vornimmt, wird im Laufe der Zeit immer weiter versauern. Niedriger pH-Wert sorgt dann für Probleme bei Kalkablagernden Tieren wie Steinkorallen, Muscheln, Schnecken. Teilweise können auch Fische unter niedrigem pH-Wert leiden. Ohne Abschäumer kann nur regelmäßig und häufig gelüftet werden. Ergänzend kann man mit Kalkwasser arbeiten, um den pH-Wert zu erhöhen.
    Ohne Abschäumer kann nach Methode von Anker und Meer ein Außenfilter verwendet werden, dieser sollte dann Filtermaterialien enthalten für Bakterien zur Nährstoffumwandlung.

    Mit Abschäumer:
    Wenn ein Abschäumer aktiv ist sollte die Luftzufuhr zum Abschäumer immer mit Frischluft versorgt sein. Ähnlich wie wenn Du Deinen Kopf in eine Tüte steckst wirst Du ersticken, auch wenn Du noch so heftig am Keuchen bist. So ist es auch, wenn der Abschäumer unter der geschlossenen Abdeckung arbeitet oder der Unterschrank mit Technikbecken gut abgedichtet wird. Idealerweise wird von draußen eine Luftzufuhr zum Abschäumer zu legen, um das Versauern des Beckens zu verhindern.
    Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, die Luftansaugung über Atemkalk zu filtern, wenn im Winter wenig gelüftet wird. Kalkwasser kann dies noch unterstützen.

    Wenn Fische im Becken sind wird wegen der Sauerstoffzufuhr ein Abschäumer empfohlen. Wird im Sommer der Raum mal 25-27°C warm, ist es sehr angeraten, einen Abschäumer zu verwenden, das Becken wird dann noch ein paar Grad wärmer sein und schnell an die Grenze kommen, wenn Du nicht über Lüfter gut das Becken runterkühlst im Sommer.

    Bei einer Lampe geht der Großteil der elektrischen Leistung leider in Wärme über, deshalb ist eine geschlossene Abdeckung auch immer kritisch bei Meerwasser.

    Ich habe es umgekehrt gemacht und meine Lampe zur Abdeckung gemacht. Die Lampe wird durch Lüfter gekühlt, wobei die Luft von oben angesaugt und an der anderen Seite wieder nach oben abgegeben wird.

    Voraussetzung für so etwas ist aber, dass Du etwas handwerkliches Geschick und Verständnis für Technik hast. Billiger ist das meistens nicht, nur eben genau das, was Du haben möchtest.

    Ich habe die Helia Lux LED Haylight mit 28 Watt oben in der Abdeckung. IP 67 Einstufung.
    Sie wurde als Süßwassrlampe vom Vorbesitzer benutzt. Er hat sie nachgerüstet.

    Vom Spektrum her ist es keine Katastrophe, aber leider viel zu wenig Licht. Da müssten zumindest ein oder zwei blaue Balken dazu die genügend Leistung bringen, sonst sind auch genügsame Korallen unzufrieden. Schwierig wird es immer dann, wenn Du möchtest, dass die neue Beleuchtung auch unter der Abdeckung sein soll, dann ist oft Bastelarbeit gefragt. Geht, ist aber nicht so einfach im Handumdrehen gemacht.

    Sehe ich selbst für Acros nicht als wirklich kritisch. Solange gut Spuris vorhanden sind und die Nährstoffe stabil bleiben. Wo einem die Acros dann wegkrachen ist, wenn die Werte hin und hertanzen, und dies of ziemlich schnell. Manchmal kann man es nicht direkt zuordnen, wenn der Acrotod sich etwas verzögert, nur ein paar Tage nach dem flotten Tanz sterben die Acros plötzlich "unerklärlich".

    Eine andere Problematik ist, dass unter manchen Umständen auch Algen stark wuchern und das richtig nerven kann. Solange der pH-Wert im guten Bereich gehalten wird, geht das normalerweise.

    Was bei mir für höhere Nährstoffe gesorgt hatte waren Futterreste-Ecken, besonders die Vorflutkammer meines Vliesers. Wann immer ich inzwischen "Strömungsberuhigung" höre übersetze ich das mit "Gammelecke". Auch zwischen meinen Zoanthus und den Kalkröhrenwürmern im Technikbecken hatte sich jede Menge Müll gesammelt. Manchmal muss man da einfach mal etwas aufräumen. Ähnlich im Ablaufschacht und der vollgepflanzten Deko. Es hatte bei mir die Nährstoffwerte fast halbiert. Inzwischen muss ich eigentlich wieder tätig werden, habe aber noch mit dem anderen Becken zu tun.

    Deren Wuchs ist für meine Begriffe optimal, als Anhalt dazu, dass auf die 400 l täglich derzeit 110 ml Karbonatbildner verbraucht werden

    Wenn es FM Balling ist wäre das ein mäßiger Verbrauch, hast Du eine Karbonatlösung von anderen Herstellern könnte das ein sehr hoher Verbrauch sein. Bei FM Balling brauche ich im Augenblick auf doppelter Größe über 600ml kH. Bei Triton oder Ati etwa wäre das ein knappes Drittel, und dann würde es wieder passen (200ml bei 800l).

    Ich habe in meinem Becken 0,2 Po4 und über 30 Nitrat. Das schlimme/gute, eigentlich siehts im Becken richtig gut aus. Aber die Angst im Hinterkopf lässt mich irgendwie nicht in Ruhe. Mit Po4 Adsorber habe ich aber ständig nur schwankendes Po4, während Nitrat oben bleibt.

    Schwankendes PO4 ist das schlechteste überhaupt. Lieber entweder hoch oder niedrig. Ich habe mich für relativ hoch entschieden, da es einfach stabiler läuft und ich viel füttere. Risiko ist eben, dass bei höherem Phosphat auch Bohralgen besser wachsen und eventuell die Acros niedermachen, sobald das Wachstum nachlässt.

    Im Allgemeinen sollte der Überlauf 5cm unterhalb der Beckenhöhe sein. Je nach Staudruck kann sich nämlich vor dem Ablaufkamm auch mal 1-2cm anstauen, und 3-4cm Platz für das Schwappen von Wasser ist nicht sehr viel. Die Höhe des Kamms selbst ist optimal auf Beckenkante oder je nach Bauart des Springschutzes knapp 1cm darunter.

    Am häufigsten ist ein Fehler bei der Befüllung der Harzpatrone. Das Wasser nimmt immer den Weg des geringsten Widerstandes. Wenn es in der Patrone am Harz vorbeifließen kann wird es das tun. Teilweise ist das Harz so locker gepackt, dass nach dem Fluten mit Wasser sich Kanäle für das Wasser bilden, wo es zum größten Teil gar nicht durch das Harz gehen muss, um durch die Patrone zu kommen. Deshalb sollte das Harz so dicht gepackt sein, dass es gezwungen ist, durch das Harz zu strömen.

    Ich füttere meinen Fischen hauptsächlich Frostfutter, habe aber in den letzten Monaten damit begonnen, das Frostfutter mit Multisanostol und Knoblauch anzureichern und auch etwas Granulat und Flocken darin ziehen zu lassen. Hauptsächlich, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Algen bekommen sie auch täglich angeboten.

    Der Hinweis von Elisabeth auf das weiche kleine Pelletfutter ist ein sehr guter Hinweis. Sollte ich noch mal eine Sandgrundel pflegen werde ich das versuchen mit Pellets, Frostfutter und Algen. Notfalls im Mörser leicht zerkleinert. Ohne Strömung aus dürfte das tatsächlich nicht funktionieren.

    Es würde eine eigene Futterzeit für die Grundeln notwendig machen, da ich das Futter im Augenblick einfach in die Strömung gebe, das holt sich zum Glück selbst der Chelmon da aus der Wassersäule.

    Hier in Düsseldorf habe ich sehr hartes Wasser, der TDS-Meter geht hoch bis auf knapp 200, bevor er dann schnell fällt bis etwa 20. Danach geht es laaangsam runter bis zu 7-9, je nach Jahreszeit. Hinter der Harzsäule sollte es immer Null sein, wenn der Wert dann auf mehr als 1-2 steht hinter der Harzsäule ist es Zeit, das Harz zu wechseln. ich habe noch eine alte 3l-Gralla-Säule dahinter.

    Ein billiges TDS-Meter reicht völlig, da es nur die Tendenz anzeigen muss und keine absoluten kalibrierten Werte.

    Sollte ich doch noch mal eine Grundel einsetzen würde ich es mit fein zerkleinerten Nori gemischt mit Copepoden und anderem kleinen Plankton versuchen. Anreichern des Futters ist bstimmt auch nicht schlecht. Ohne Zweifel geht es nicht ohne eine recht aufwendige Pflege.

    Ich hatte bisher nur einmal eine Grundel ins Becken gesetzt, die bei mir nur 14 Monate durchgehalten hat. War übrigens auch eine puellaris. Wenn Du von Jahren sprichst gibt mir das immerhin Hoffnung, dass sie mit dem richtigen Futter tatsächlich auch jahrelang pflegbar sind.

    Wie siehst Du die passende Gesellschaft für die Grundel? Bei mir hatte ich auch Regenbogenlippfische dabei und die waren immer sehr hinter dem Futter her und hatten der Grundel wenig übrig gelassen, auch von dem, was bis auf den Boden gekommen ist.

    Das Problem ist vor allem der Zwiespalt in der Erwartungshaltung der Aquarianer und der Ernährung der Grundel. Der Aquarianer wünscht, dass die Grundel den Sand sauber hält, die Grundel sucht nach Fressbarem im Sand.

    Vieles an ihrer natürlichen Nahrung können wir den Fischen nicht anbieten und müssen notgedrungen schauen, was wir an Ersatzfutter besorgen können, was die Bedürfnisse des Fisches erfüllt und der Fisch dann auch als Futter anerkennt. Da gibt es dann immer wieder einige Gattungen, die durch offensichtliche Probleme bei der Pflege auffallen, auch die Grundeln sind leider dabei. Hier kommt noch dazu, dass wir kaum wissen, was eigentlich genau das natürliche Futter der Grundel ist und so auch deutlich schwieriger das passende Ersatzfutter auswählen können.

    Elisabeth, hast Du vielleicht Erfahrungen sammeln können was für Futter für Sandgrundeln sinnvoll ist und in welcher Form dies der Grundel zur Verfügung gestellt werden sollte? Bringst Du das Futter auf den Bodengrund oder in den Bodengrund ein?

    Du kannst durchaus nur mit toter Riffdeko starten, solltest dann aber viele Korallen einbringen und mit den Problemen umgehen können. Ein kleiner Lebender Stein kann die notwendigen Bakterien mitbringen, aber bis diese sich im ganzen Becken verteilt haben sind längst schon drei Plagen durch das ganze Becken getobt und haben die gesamte verfügare Oberfläche jeweils einmal eingehüllt. Die Zeit, bis das Becken stabil läuft verlängert sich ohne LS deutlich. In der Zwischenzeit "genießt" Du die sogenannte "häßliche Phase", wo die Deko teilweise aussieht wie mit Yeti-Fell bezogen.

    Dafür ist dann eine kleiner UVC-Klärer sinnvoll, der dabei hilft die Schmieralgen zu unterdrücken. Die Du wahrscheinlich nicht bekommst, wenn Du mit einem Großteil gutes Lebendgestein starten würdest. Gehupft wie gesprungen, teuer wird es immer. In meiner Erfahrung der letzten Jahre habe ich zwei mal ohne LS gestartet und zwei mal eine Schmieralgenplage bekommen, die ich nur mit UVC und etwas Mühe losgeworden bin.

    Muss nicht passieren, die Chance ist aber sehr gut, dass es so geschieht.

    Totgestein wirkt in der ersten Zeit wie ein Phosphatadsorber, so dass die Korallen erst mal in einer Nährstofflimitierung sind. Dann musst Du im Anfang erst mit Phosphatlösung oder partikulärem Phosphat wie Phos-Feed und ähnlichem zufüttern oder Du nimmst Korallenfutter wie Min S, Coral Sprint, Coral Dust und ähnliches. LPS kannst Du auch mit feinem Frostfutter und kleinem LPS Grow füttern.

    Am Anfang ist es etwas so, als würdest Du mit mehreren Bällen gleichzeitig jonglieren und musst aufpassen, dass Du keinen fallen lässt. Am besten, Du machst eine Tabelle und misst alle zwei Tage die Werte. pH-Wert, kH-Wert, Nitrat, Phosphat. Temperatur am besten ständig anzeigen, Salinität bei jedem Wasserwechsel. Viel mehr brauchst Du am Anfang wirklich nicht. Und wenn das Becken mit den Korallen läuft sollten bald ein paar Fische folgen, die Nährstoffe ins Becken bringen.