Beiträge von klaus Jansen

    Haben die natürlich, aber für gesalzene Preise!
    Ich habe z.B. den 50l Tank, aber das Preis/Leistungsverhältnis sehe ich hier schon etwas kritisch.

    Und was genau siehst du daran kritisch ? Dass die Preise für Kunststoffe tagesaktuell um mehr als das doppelte, teilweise um das dreifache, gestiegen sind hast du mitbekommen ? Und die massive Bauweise, handverschweißt ? Nun ja, gute Mitarbeiter kosten Geld. Ob man sich teure RE Technik leisten will, ist eher symbolischer Natur. Meine Antwort lautet . ... man kann auch in einem 12 Jahren alten Renault Twingo mit 5 Mann von Hamburg nach München fahren, aber in einem Aston Martin macht es einfach mehr Spaß.
    Und genau so kann man sich auch ein 20.- Euro blaues Faß neben das Aquarium stellen, das tut´s genau so, aber sieht halt nicht so schön aus.

    Ich persönlich schätze schönes Design und gute Technik für die es zu arbeiten lohnt und mein Hobby erleichtert, denn mein letztes Hemd hat keine Taschen .......

    Grüße ... Klaus

    Hi Robert,

    nur auswaschen alleine wird nicht ausreichen. Korallensand ist innen sehr porös und da haben sich biologische Vorgänge abgespielt. Um dieses organische Material restlos zu entfernen, geht das nur mit Chlor. Früher habe ich Sand ausgewaschen und in Tonnen mit Osmosewasser gelagert. In nur wenigen Wochen war der Sand 5 cm unter der Oberfläche bis runter zum Boden, schwarz am faulen.

    Wenn, dann würde ich es in Chlorwasser lagern und vor Verwendung mehrere Male auswaschen.

    Deine Idee mit der ICP danach machen zu lassen, ist Top :thup

    Grüße ... Klaus

    Kann man „alten“ Sand wieder säubern und wieder benutzen?
    Man sollte Sand im AQ doch alle 1-2 Jahre wechseln… hab ich zumindest mal gelesen. Ich glaube auch Jörg Kokott hatte das mal in seinen Podcast erwähnt.

    Recyceln wäre ja vielleicht umweltbewussten?

    Aber muss man das auskochen? Und wie bekäme man z.B. das Phosphat wieder raus? Absorber?

    mit einer der Gründe warum ich seit Jahren keinen Sand mehr benutze. Man muss den Sand zig mal auswaschen und ggfs mit Flüssigchlor alles organisches Material entfernen. Ist aber alles sehr aufwändig.Aber wenn es bald gar keinen Korallensand mehr gibt, wohl die einzige Methode Korallensand wieder zu gewinnen.

    Grüße .... Klaus

    Ich habe im Hauptbecken gar keinen Sand und blase einmal in der Woche unter und hinter der Deko die Sedimente auf, so dass sie gleich vom Vlieser rausgeholt werden.
    Wir sollten uns entgültig von der Vorstellung verabschieden, dass wir so was ähnliches wie Plankton im Becken haben, was frei im Wasser schwebt. Das was wir sehen ist Detritus, schlichtweg einfach nur Dreck und den entferne ich vollständig und schnell mit einem effektiven Schrägbettvlieser.
    Sand ist für mich die Müllhalde in einem Meerwasserbecken. Wer ohne Sand fährt, muss eben auf einige Arten verzichten, wie Grundeln, Lippfische, Brunnenbauer, Knallkrebse usw.
    Aber die Vorzeile überwiegen nach meiner Einschätzung, das Gesamtmilleu ist einfach stabiler, es bilden sich keine Phosphatdepots.
    Wenn es um die Optik geht, ist Sand natürlich unschlagbar schön als Bodengrund.
    Alternativ kann ich natürlich den Boden auch zuwachsen lassen. Ich habe ein paar schöne Montis und Chalice die mittlerweile 30 cm im Durchmesser haben, das sind meine Bodendecker oder einfach mal grünes Füllhorn als Rasen anlegen.

    Überlaufkamm DeLuxe.
    Abgesperrtes System mit Bypass und Notüberlauf in der Kammer.
    Rucksack-Ablauf komplett verschlossen.
    Am tiefsten Punkt also direkt unten am Filter Feinregulierventil einbauen und den Wasserstand bis zum Bypass, anstauen.
    Membranventil verwende ich nicht, die Membranen sind aus Gummi und verhärten mit der Zeit in Salzwasser


    Diese Grün-gelbliche Sinularia habe ich als hässliches bräunliches Entlein mitgenommen und auf einen Stein geklebt.
    Innerhalb 3 Monate wandelte sie komplett ihre Farbe und wird immer flauschiger und grüner.
    Mittlerweile einer meiner schönsten Korallen im Becken.
    Wird stark beleuchtet mit einer ATK Hybrid 8 x 80 Watt und 4 x 75 Watt LED

    Bilder einmal mit, mal ohne Filter.

    Grüsse. Klaus


    Nein, ihr habt nur keine Ahnung von Kölner Braukunst. Bei uns trinkt man Bier nicht aus Eimern, sondern aus Stangen. Sobald die Stange leer ist und ihr keinen Deckel auf das Glas legt, ist der Köbes ( Köbes = Kellner für Nichtkölner) sofort zur Stelle und stellt ein frisch gezapftes Kölsch auf den Tisch und macht einen Strich auf den Deckel.

    Und währenddessen in Bayern das Bier im Humpen schon schal geworden ist und bestenfalls noch als Schneckentod in den Rabatten seine letzte Ruhe findet, trinkt man in Köln immer wieder frisch gezapftes, kühles Kölsch

    In Düsseldorf hingegen trinkt mal was anderes, das nennt sich auch irgendwie Bier, entspricht aber mehr Zanclus seinem PO4-11 Gebräu und soll angeblich das lichte Haupthaar eines Mannes wieder sprießen lassen, der in der Jugend zu viel gebürstet hat und im Alter nicht mehr kämmen muss.

    Ich hoffe ich konnte euch Kulturbanausen etwas die kölsche Lebensart näher bringen.

    Cheers.. Klaus

    Hallo Klaus,
    welche Menge verfütterst Du davon? Die Empfehlung von Polylab ist ja exorbitant hoch, danach müsste ich 5 Teelöffel reinwerfen.

    Lg Ralf


    Die Dosierempfehung von Polylab lässte mal besser stecken. Die ist viel zu hoch. Dein PO4-Wert schießt nach oben und zwar sofort. Auf ca.1800 Liter nehme ich anstatt 2,5 gehäufte Teelöffel, nur einen halben Teelöffel, mische es mit Beckenwasser in einem Gefäß und wenn die Lampen aus sind, gebe ich es vor eine Strömungspumpe damit es sich im ganzen Becken verteilt.
    Mit der Red Sea Empfehlung bekam ich sporadisch auf der Deko etwas Schmieralgen und durfte jeden Tag die Scheiben putzen. Das heißt, das Zeug wirkt wie Bombe, nur man muss sehr genau abschätzen wie viel das Becken, btw. die Beckenbiologie verträgt.

    Viel hilft nicht immer viel. Außer bei Kölsch-Bier,....... da geht auch mehr ...

    Cheers ....

    Klaus

    Ja, schon von gehört. Nur wie will die EU das durchsetzen ? Gehen die Korallen halt in nicht-EU-Länder und werden dann die letzten Kilometer über die grüne Grenze gefahren. Australien hat für die nächsten 3 Jahre den Export von genau den oben genannten Korallen erlaubt. Initiator ist natürlich, mal wieder, Deutschland, allen voran die Grünen, die am liebsten komplett den Wildtierimport verbieten wollen (steht auch so im Wahlprogramm) und zwar alle Importe, darunter auch Fische und Korallen.

    Ein Schlag für die Exporteure, die gerade im großen Stil wie Indonesien, von Wildentnahmen auf Nachzucht umgestiegen sind.
    Ich glaube nicht, dass man den Import ganz unterbinden kann, am Ende des Tages werden explizit diese Korallen nur teurer werden.

    Grüße ... Klaus

    Danke Ralf - die Links kenne ich.

    Bestätigt auch teilweise mein Verdacht.
    Frostfutter schließe ich mal aus - das verwende ich schon lange und hatte nie Auffälligkeiten beim ICP.
    Kleber und Riffkeramik würde ich auch mal eher ausschließen / die riffkeramik ist laut Hersteller (ohne Namen zu nennen) ausgiebig getestet.
    Kleber ist reefbond.


    Zum Thema Riffkeramik gab es hier mal einen Thread, der selbsterklärend ist : schau mal hier ....

    Kann mir bitte jemand erklären, was bremst Keramik so gewaltig aus?

    Es liegt nicht am Glas. Es liegt an der Keramik. Ich kenne zu viele Becken, die mit Riffkeramik ihre Becken zerschossen haben, dazu noch dieser ominöse Kleber um Keramik zu kleben. Daher kommen deine Probleme.
    Ich habe mal Riffkeramik eines Herstellers von drei ICP Anbietern testen lassen. Das Ergebnis willst du nicht sehen. Arsen u.a. in utopischen Höhen, aber auch andere Stoffe, die nicht ganz ohne sind, wie z.B. Chrom3. Als Aerosol über den Abschäumer in die Luft geblasen, extrem krebserregend.
    Wo ich die Ergebnisse erhalten habe, wurde an einem Wochenende die gesamte Keramik aus dem Becken genommen und entsorgt und siehe da, schlagartige waren nach einem großen Wasserwechsel alle Probleme beendet.
    Zur Analyse habe ich gebrauchte und neue Keramik eingesendet. Die Testmethode war folgende Prozedur : ... die Proben werden in Osmosewasser eingelegt und das Wasser nach 4 Wochen analysiert.

    Grüße ... Klaus

    Also, ich kann nur sagen, wenn mein PO4-Wert jenseits mehr nach oben als 0,1 abgerauscht ist, gab es Probleme. SPS wurden weiß und Algenwuchs stellte sich ein und zwar in allen Variationen, von Meersalat bis Büschelalgen. Cyanos kamen auch. Erst wo ich die Werte wieder deutlich unter 0,1 halte mit Abschäumer, Vliesfilter und Wasserwechsel, steht das Becken gut. Viele SPS Leute die ich kenne, bestätigen mir dass man SPS am besten zwischen 0,02 und 0,05 P04 pflegt. Nitrat bis max 15. Allerdings setzt das immer eine gute Versorgung voraus. Ich füttere zum Beispiel jeden 3. Tag ReefRoids von Polylab, das zieht zwar immer ein PO4-Sprung um 0,01-0,02 nach sich, ist aber am 3. Tag dann wieder abgesackt um den gleichen Wert. Was mir zeigt, dass Phosphat aktiv von den Korallen verbraucht wird.
    Das Thema Versorgung und Korallenfütterung, Aminosäuren und Elemente, ist ein außerordentlich wichtiger Beitrag Korallen ans wachsen zu bringen, kommt m.e. in Foren immer zu kurz.
    Sehr gute Erfahrung habe ich mit Reef Energy AB+ von Red Sea gemacht. Täglich 1 ml auf 100 Liter Wasser und die Korallen zeigten nach nur 4 Wochen einen deutlichen Wachstumsschub, teilweise Acropora mit bis zu 1 cm im Monat.
    Im Nebenbecken verwende ich die Balling Methode mit ATI Essentials Pro 1+2,
    Im Hauptbecken DaStaco Kalkreaktor kombiniert mit Fauna Marin Multielements A+B

    In beiden Systemen verwende ich täglich Reef Energy AB+ von Red Sea.

    Zusammenfassend kann ich sagen, erst seit ich die Werte mit guter Technik, und dem richtigen Licht, konstant halte, regelmäßig Wasser wechsle, zuverlässig die Korallen füttere und versorge, geht richtig die Post ab.

    Meerwasseraquaristik ist kein Hobby was man mal so eben nebenher mitlaufen lassen kann, es ist eine Wissenschaft für sich und jeder muss für sich selber rausfinden, welches System für sich selber am besten passt.
    Eine Erfolgsformel gibt es nicht, selbst dann nicht, wenn man die beste Technik sich gleistet hat. Einen salzigen Daumen kann man sich nicht kaufen.

    Das Gegenteil ist der Fall. Gerade das Zeovit-System zielt auf möglichst natürliche Bedingungen ab. Thomas Pohl spricht nicht umsonst immer wieder von "naturnah", wenn seinem System "nährstoffarm" unterstellt wird. Zwar erreichen PO4, NO3 und Ammonium in diesem System sehr niedrige, naturnahe Werte, doch werden die Korallen dafür ähnlich wie in der Natur mit Bakterioplankton und Aminosäuren ernährt. Und das muss auch so sein, denn: Hungernde Korallen wachsen nicht.

    Hab ich da nicht was in Erinnerung dass gerade beim Zeo-System explizit die Zoxanthellen abgetötet werden und Korallen mit Ersatzstoffen zwangsernährt werden müssen ? Ich habe mich nie richtig mit dem Zeo-System beschäftigt, weil ich doch von vielen gehört habe, dass man zwar Traumfarben in die SPS zwingen kann, das ganze System aber mehr oder weniger zu einem Heroinabhängigem Junkie verkommt und tagtäglich seine * Dosis * benötigt. Das ganze System ist ständig ein Ritt auf der Klinge und wehe man setzt ein paar Tage aus und will auf ein anderes System umsteigen, da sind Totalabstürze von 100 % gar nicht selten. Ich denke, das ist nur was für die SPS- Hardcore-Fraktion die auf Bubble-Gum / LSD-Farben stehen :smiling_face:

    Grüße ... KLaus

    Tun wir das nicht alle? Natürliche Werte dürften im Riffaquarium nicht vorkommen, die nächste Welle bringt nicht schnell mal 1 Mio. Liter Wechselwasser ins Riff, auch fehlen die im Riff zahlreich vorhandenen organischen Nährstoffe. Im alten Becken sind wir mit 0,08 - 0,1 mg/l PO4 und 2-5 mg/l NO3 recht gut gefahren. Aktuell sind wir dabei die Werte ganz langsam wieder in diese Richtung zu bringen.
    LG Ralf


    Aber genau das versuchen wir doch alle, Ralf, möglichst natürliche Werte zu generieren. Dafür lassen viele Meerwasseraquarianer monatlich eine ICP machen und passen die Werte dann mit Mikroelementen wie Jod, Strontium, Vanadium usw. an, wenn das Versorgungssystem nicht perfekt passt.
    Ohne Versorgungssystem wird das nix mit SPS auf Dauer.
    Die Leue die ich kenne und SPS auf höchstem Niveau betreiben, frag die mal welche Werte sie anstreben, oder die Korallenzucht-Coburg-Jünger, die schon Schnappatmung bekommen , liegen die Werte mal jenseits der 0,02 PO4 :grinning_squinting_face:
    An meinem eigenen Becken habe ich jetzt in 3 Jahren rausgefunden, dass 0,04-0,08 und Nitrat um 5-10 am besten passt. Das Erfolgsgeheimniss liegt weniger bei diesen niedrigen, oder auch höheren Werten, ( ist völlig egal) sondern die Kontinuität ist der Schlüssel zum Erfolg. Gewöhnt man Korallen langsam an niedrige oder höhere Werte, machen viele das mit, aber nicht alle. So eine Acropora tenuis Homewrecker ist da eine richtige Zicke, die zeigt dir morgen ihren weißen Arsch wenn die Werte hüpfen.
    Viele SPS Leute die ich kenne ( und ich kenne viele) bestätigen mir immer wieder genau dieses fest zementierte Gesetz : Kontinuität, Kontinuität und nochmals Kontinuität, denn nichts können SPS- Korallen weniger ab wenn der Kh-Wert heute 7.8 nächste Woche um die 6, dann wieder 8,5, weil man hat Kh-Lösung nachgeschüttet, usw.... und genau so betrifft es auch andere Werte. Hohe Nährstoffwerte geht oft mit einem Farbverlust einher, hellrosa Acros werden knatschbraun oder verlieren ihr Gewebe von unten. Um die Werte zu halten, ist eine Automatisierung mittels Dosierpumpen unumgänglich. Man kann aber auch wöchentlich 30 % Wasser wechseln, brauchst den ganzen Aufwand nicht, oder eben Weichkorallen halten, die machen vieles mit. Aber SPS ? Ne, die benötigen Zuwendung.
    Und wenn man sich jetzt fragt, wenn SPS so schwierig sind, warum wollen so viele SPS halten ?
    Weil es für einige SPS Jünger eine Art Herausforderung ist, gerade die als unhaltbar geltenden Korallen nicht nur zu halten sondern auch zu vermehren. Denen sollten wir dankbar sein, denn ohne diese Enthusiasten wären wir heute nicht da wo wir sind. Ich kenne noch die Zeiten, wo man froh war eine Acropora Enzmann am Leben zu halten.

    Grüße .... Klaus



    Warum sollte ich Korallen Werte zumuten, die im natürlichem Habitat nicht vorkommen ? Wenn ich sehe, was die letzten 30 Jahre so alles an revolutionären Neuigkeiten in Bezug auf Korallenhaltung angepriesen wurde und wieder verschwunden ist kann man heute sicher sein, dass die Natur immer noch das beste Vorbild ist und nicht Randgruppenaquaristik mit abenteuerlichen Werten, die der Natur widersprüchlich sind.

    Just my 2 Cents.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Acropora_nasuta

    Ich hatte mal eine schlechte Salzcharge erwischt als ich das 300 cm Übergangsbecken neu befüllt habe, da lag PO4 bei neu angesetztem Osmose-Wasser bei 3,1 laut ATI-Analyse. Das Becken war innerhalb 7 Tagen mit 5 cm langen Algen zugewuchert und musste gleich wieder geleert werden. 11 glaube ich im Leben nicht, die hellgrüngelbe Acropora batunai im unteren Bild würde bei PO4 ab 0,1-0,15 bis max 0,2 die Grätsche machen.

    Das ist entweder ein Meßfehler oder England-Tims Märchenstunde ... :smiling_face:

    Grüße ... Klaus

    Also morgens habe ich 22 Grad im Becken. Unter 22 Grad geht ein Titanheizer mit 600 Watt an, damit die Temperatur nicht weiter abfällt. Wenn die 2 ATI Hybid 8x80 Watt + 4 x 75 Watt abends ausgehen, hat mein Wasser 24 Grad. Das Ganze bei ca 19 Grad Raumtemperatur. Das heißt die Lampen haben über Strahlungswärme ins Wasser und über Eigenwärme der Lampen ( Lüfter blasen Warmluft in den Raum ) 1800 Liter um 3 Grad aufgeheizt. So gesehen hat Thomas Recht, dass man Lampen mehr oder weniger auch als Heizer, btw. Aufheizer bezeichnen kann, auch wenn sie explizit nicht als Heizer verkauft werden

    Grüße. Klaus

    Hallo Klaus,
    ich finde die dünnen Röhren in meinem Link von oben spannend. Damit müsste sich doch eine gute Flächenbeleuchtung verwirklichen lassen. Wie effizient sie tatsächlich sind, kann ich aber natürlich nicht sagen.

    Gruß

    Wolfgang

    Ich versuche jetzt mal an diese Plasmalampen zu gelangen. Besonders die Große interessiert mich. Optik ist für mich erst mal nicht von Relevanz. Da ich mit den Kessils nicht zufrieden sind, fliegen die als erstes wieder raus, wenn Plasma besser ist.
    Die Gavitas waren nicht so der Hit, da kenne ich zwei Leute, die das versucht haben.


    Auch wir haben einige Weiche mit aufgenommen, das hat aber nichts mit Wachstumsproblemen unter LED zu tun, sondern mit Sabines Vorliebe für alles was puschelt und wabert

    LG Ralf

    Genau der Grund, warum ich meine Frau niemals mitnehme, wenn ich auf Korallentour gehe. Die nimmt mich ja auch nicht mit, auf ihren Thermomix-Runden :smiling_face_with_halo:

    Klar, die hat auch die 5,5 fache Leistung einer PCC Gen2. Man muss da schon Äpfel mit Äpfel vergleichen.


    Ja, da hast du Recht.... Aber du siehst : wo nix reinkommt, kann auch nix rauskommen. Ist wie mit einem Auto : 500 PS kann man nicht mit 4 Liter Benzin fahren :winking_face:

    Als ich 1987 an Kenias Südküsten geschnorchelt habe, also wo es dort noch intakte Korallenriffe gab, fand ich knapp unter der Wasserobefläche farbige SPS, die teils sogar bei Ebbe trocken lagen. Die waren extrem farbig. Und es war, begründet durch den schneeweißen Sand so hell, dass man unterwasser fast eine Sonnenbrille gebraucht hätte. Diese Helligkeit habe ich damals nur mit einem 2000 Watt hQI Brenner nachbilden können. Danach nie wieder. Mit LED versucht man heute SPS- Korallen zu Hungerkünstlern umzugewöhnen. Wenn ein entsprechendes und exakt austariertes Nährstoffangebot zur Verfügung steht und man das penibel überwacht/steuert, könnte das sogar klappen. Das beherrschen aber nur die wenigsten.

    Von daher gilt heute noch wie vor 25 Jahren :

    Licht ist Leben

    Mittlerweile stehen aber schon LED in den Startlöchern mit wirklich hohen Leistungen, aber wie Rüdiger oben schon angedeutet hat, kommen sie trotzdem dem Sonnenlicht nicht nahe und wenn, dann haben sie annähernd den gleichen Stromverbrauch wie die alten HQI. 1 Watt pro Liter galt damals schon als Faustformel.

    Ich denke Plasmalampen werden die SPS-Haltung positiv beeinflussen, wenn sie denn zur Verfügung stehen.

    Wer SPS auf höchstem Level pflegen will, wird um eine ausreichende Beleuchtung nicht drumherumkommen. Lieber das Becken eine Nummer kleiner bauen, als am falschen Ende zu sparen.

    Just my 2 Cents.

    denke, dass es weniger mit einem trend zu tun hat als mit unzureichendem licht aus led's zur sps-pflege.

    Genau so sehe ich das auch. Im übrigen auch viele SPS Freaks die ich persönlich kenne und kommerziell nachzüchten. Meine Vergleichsmöglichkeiten sind :

    ATI-Hybrid 8 x 80 Watt + 4 x 75 Watt LED
    ATI-Sirius X6
    AIT-Sirius X8
    Philips Coral Care Gen.2
    Kessil APX 9
    Kessil A 360X
    Kessil A 500X
    Radion G5Pro ( wieder verkauft )

    Wenn es um SPS geht, ist die Hybrid die 1. Wahl. Von der Kessil bin ich sehr enttäuscht, die Radion G5 Pro habe ich gleich wieder verkauft. Nach 6 Monaten unter Kessil mit null Wachstum, habe ich ich eine blau-graue Acropora unter die Hybrid gestellt und innerhalb 4 Wochen bilden dei Stämme mehr als 100 Wachstumsspitzen aus. Mehr muss ich nicht wissen um zu sehen, welche Lampe besser ist.

    Ich werde mir jetzt Plasmalampen besorgen, Optik ist mir egal. Dann schauen wir mal was die Korallen sagen.

    Grüße ... KLaus

    und sich die alten Bilder von Klaus, Stübner und Co anzusehen und etwas die Zeit Revue passieren zu lassen.

    Ooops... da haste ja tatsächlich noch ein altes Bild von meinem damaligem 3 Meter Becken gefunden ? Da waren mal 3 x 1000 Watt Sill HQI Strahler drüber plus 12 blaue T8 Röhren von Philips.
    Das Licht war damals echt super. Und wie man sieht stand alles 1 A obwohl wir damals noch gar nicht so viel wussten wir heute. Wenn´s bergab ging, haben wir mit Kalkwasser, CombiSan und viel Wasserwechsel gegen gesteuert. Hat auch funktioniert über viele Jahre.

    Ich werde mich dieses Jahr intensiv um Plasmalampen bemühen, das ist so gut wie sicher.
    Weichkorallen standen auch unter HQI Top

    Heute eine schöne knallgrüne Sinularia bekommen aus Theos letztem Australienimport. Ist erst seit 2 Stunden im Becken. Gleich mal auf einen großen Stein geklebt... die ist so flauschig, steht einer Steinkoralle in nichts nach. Theo importiert neuerdings verstärkt wieder Weichkorallen, die Nachfrage steigt wieder. Sollte es eine Trendwende geben ? Ich persönlich würde es begrüßen.

    Grüße ... Klaus

    Genau das meine ich. So sahen viele Becken in den 80ern aus.

    Mal schauen, wann der Mainstream Kaltwasserkorallen für sich entdeckt. Da gibt es auch herrlich farbige Exemplare. Wilsonis und Trachys aus Australien, gesammelt südlich von Perth. Faktisch nicht über einen längeren Zeitraum haltbar, wurden aber trotzdem zu Tausenden importiert, auch heute noch. Wird aber weniger.

    Hier Korallen aus Norwegen....

    Ich finde die häufig anzutreffenden Konzentration allein auf ein möglichst autonom laufende Korallensammlung ohne Rücksicht auf ihr Umfeld einfach scheußlich!
    Wer sein Hobby wirklich mit Interesse betreibt, muss sich nicht die paar nötigen Handgriffe mit Unmengen Gerätschaft ersparen, und mit ein bisschen Erfahrung lassen sich die nötigen Werte und Einstellungen auch ohne großen Aufwand manuell stabil halten. Für manche Leute scheint die technische Ausstattung eher zum Selbstzweck zu werden, als Ersatz für die Spielzeugeisenbahn.

    Ich kann mich nur wiederholen, ein schönes Meerwasseraquarium sollte für mich ein Schmuckstück sein, dass auch Besucher fasziniert und kein technisches Großlabor im Stil der von dir trefflich beschriebenen Intensivstation.
    Dass es auch anders gut - und preiswerter - geht, kann man bei mir gern besichtigen.


    Hallo Bernd,

    ich halte das eher so wie Daniel das auch sieht : frei nach Kölner Mundart : .... Jeder Jeck ist anders * .....

    ich kenne Aquarianer, für die ist es geradezu eine Herausforderung, extrem schwer zu haltende Korallen, egal mit welchem Aufwand, nicht nur ans Halten sondern auch ans wachsen zu bringen. Denen ist das aquaristische Umfeld ziemlich egal. Das sind genau die Aquarianer, die uns weiter bringen, wenn sie ihr Wissen mit uns später teilen. Ich kenne einige dieser Spezialisten, aber deren Anlagen willst nicht sehen :smiling_face:

    Gerade im Bereich der Ästhetik ist man heute von der Deko von Schutt,-Geröllhalden, Kaimauer, Keramikböden-und Wände , Steinhaufen, weg zu teils minimalistischer Deko, übergegangen. Gerade überdekorierte Becken bekommen oft später Probleme mit Phosphatdepots, die kaum unter Kontrolle zu halten sind. Dass überdekorierte Becken für Fische besser sind als minimaldekorierte Becken, steht außer Frage. Da sind wir uns einige. Minimaldekorierte Becken dienen meist einem ganz anderen Zweck als die typische Fischhaltung. Da geht es, wie oben beschrieben, um ganz andere Dinge. Daher bewerte ich diese Becken auch nicht als * hässlich * oder * unnatürlich * sondern ordne sie dem Zweck unter, für welchen Zweck sie eingerichtet wurden. Das ist Randgruppenaquaristik, klar, wie man sie explizit in vielen Bereichen der Meerwasseraquaristik antrifft. Es gibt Vertreter von reinen Algenaquarien, die waren mal in den späten 80ern sehr populär, oder Kaltwasserbecken, also Leute die hier nur Wilsonis oder Trachys aus Australien bei 18 Grad halten. Mittelmeeraquarien, reine Fischbecken, ja es soll sogar noch Anhänger der Dupla-Rieselfiltertechnologie geben, die ohne Abschäumer fahren und ihre Becken mit Co2 begasen um ganze Wälder von Caulerpa-Algen im Nebenbecken ans wachsen zu bringen..

    Du siehst,.... es gibt Hunderte unterschiedliche Arten der Meerwasseraquaristik, deswegen bewerte ich sie nicht, denn man kann über vieles streiten, aber nie über Geschmack.


    Zitat von Bernd Koberstaedt

    das stimmt, aber sind solche Becken mit ihrem häufigen Kabelsalat, Schlauchgewirr, brummenden und blinkenden Geräten im Umfeld und blauem Geisterlicht im Wohnraum auch schön anzusehen ?

    Man kann auch Unterschränke und Technik so gestalten, dass man keine Kabel sieht. Alles eine Sache der Organisation und Planung. Ich habe da einige schöne Beispiele gezeigt im RE-Blog,


    Auf Sockel geklebte Ableger in Reihe und Glied passen in eine Zuchtanlage, eine solche aber kaum in einen geschmackvollen Wohnraum, ebenso wenig wie überall sichtbares technisches Equipment und Gerümpel.


    Meerwasseraquarien, die auf höchstem Niveau betrieben werden, ähneln eher Intensivstationen.
    Besonders im Bereich der Automation, hier im Speziellem Versorgung der Korallen, hat sich viel getan. Dichte, kh, Ca, Temp, Jod... alles kann man heute regeln, steuern, dosieren und automatisch messen. Mastertronic, Focustronic Alkatronic, Reef-Factory, GHL-Doser usw. alles Geräte, die helfen, eine gewisse Kontinuität im Becken zu halten.
    Denn Kontinuität in der richtigen Bahn verankert, ist oft der Schlüssel zum Erfolg.

    Grüße ... KLaus

    Daniel, es gibt immer mal wieder Diskussionen. Das Vlies hängt ja eine Weile im Wasser und wenn die Schweb- und Schmutzstoffe, Futterreste usw. da lange drinnen hängen, werden diese Stoffe umgewandelt in Nitrat. So ist zumindest die Argumentation.

    Das ist auch, wenn ich mich richtig erinnere, ein Argument für den schrägen Filter von Klaus/RE, da bleibt das Vlies nicht so lange im Wasser. Ist sicher die ideale Konstellation, aber zumindest bei mir gibt es keine Probleme mit der senkrechten Bauweise.

    Die Schrägbauweise hat den entscheidenden Vorteil, das schwere Grobstoffe oder Futterreste, wie Krill fein und Grob, oder Granulatfutter, welches sonst im Filter landet und vor sich hin gammelt, auf einer schrägen Fläche mit mindestens 45 Grad Neigungswinkel, aus dem System abtransportiert wird, was bei senkrechten Filterflächen nur sehr unzureichend funktioniert. Bei einer Rolle geht das gar nicht, da fällt der grobe Schmodder auf den Boden und gammelt. Der Vorteil der senkrechten Bauweise und vor allem der Rolle, ist die platzsparende Bauweise, die mit den aufgeführten Nachteilen erkauft werden.
    Der große Nachteil fast aller Vliesfilter, dass sie nicht regelbar sind. Mann muss die Zeit steuern können, wie weit der Motor das verschmutzte/verstopfte Vlies raus rollt. Nur schubweise ein paar cm das bingt nichts, weil der Dreck viel zu lange im System bleibt.
    Nichts siedelt sich auf verdreckten Vlies schneller an als Bakterien, die sich freuen über diese Futterquelle und gleich beginnen, den mühsam gesammelten Dreck zu verwerten, diesen in Nitrat, Phosphat und Bakterientoxinen zu verwandeln. Lässt man das Vlies lange genug im Wasser, wird es wieder hell. Ein Zeichen dass die Bakterien ganze Arbeit geleistet haben.
    Das ist extrem kontraproduktiv, weil man auf die Art seine Nitrat-und Phosphatwerte nicht in den Griff bekommt.
    ich selber nutze eine Dreambox 3.0 mit Schrägbettbauweise und trotz vieler Fische schaffe ich es nur mit dem Vlieser Nitrat auf 5 und Phosphat zw. 0,04 und 0,06 z dauerhaft zu halten. Phosphatadsorber brauche ich schon lange nicht mehr.
    Steigt der PO4 doch mal auf über 0,1 regel ich mit verdünntem Lanthan, was direkt in die Vorflutkammer eingetröpfelt wird, gegen. Das klappt seit 1,5 Jahren perfekt. Allerdings hat es etwas gedauert, die richtige Balance nicht nur zu finden, sondern auch zu halten.
    Seitdem die Werte wie festgenagelt stehen, geht es richtig ab mit dem Wachstum.
    Der Vorteil bei einem Vlieser : der Abschäumer kann 1-2 Nummern kleiner gewählt werden. In meinem Becken mit ca. 1800 Liter Wasser arbeitet nur ein 200er BK Deluxe. Ein weiterer Vorteil : das Wasser ist immer kristallklar. Das hat aber auch einen Nachteil : wenn man nachts Plankton füttert, landet es mir zu schnell im Vlieser.
    Deswegen werde ich im neuen Becken eine Umleitung mit einplanen : wenn Plankton gefüttert wird, schließe/ öffne ich zwei Kugelhähne und das Wasser wird um den Vlieser und Abschäumer vorbeigeleitet. Erst morgens wieder, wird gefiltert. Damit das Wasser im Vlieserabteil und Abschäumerkammer nicht eine ganze Nacht stillsteht, wird noch ein kleiner Bypass von der Hauptleitung, abgezweigt.

    Grüße ... Klaus

    Plasmalampen werden nur Sinn machen, wenn man sie in Verbindung mit LED einsetzt.

    Es ist nicht möglich mit Plasma das von vielen gewünschte Blaulastige Licht nachzubilden.
    Bis 10000K, kein Ding aber darüber (noch) nicht.

    Hi Torsten ...

    das stimmt so nicht ganz. In Wolfgang seinem Link ist eine Grafik eingebunden, die zeigt, dass man bis zu 22.000 Kelvin mit Plasma nachbilden kann. Und nach mir vorliegenden Informationen eines Plasma-Herstellers, ist dies alles nur eine Frage der Steuerung, Plasma ist regelbar von 3300 bis 22.000 Kelvin, das heißt Plasmalicht selbst gibt das her.

    Es muss nur jemand mal Geld in die Hand nehmen und so eine Steuerung bauen...

    Grüße .. Kraus


    Eigentlich sonderbar, dass diese Entwicklung irgendwie nicht wirklich weiterging, oder ging sie nur an mir/uns vorbei?


    Nicht wirklich vorbei, einige Firmen aus der Aquaristik haben bereits versucht diese Technologie nutzbar zu machen in unserem Bereich.
    Allem voran eine bekannte englische Firma, die sich aber beleidigt zurück gezogen hat, nachdem ihr die Welt-Alleinvertretung nicht zugesprochen wurde.
    Aus erster Hand weiß ich aber dass sich was tut hinter dem Vorhang.
    Ich sehe auch ein sehr gutes Potential, wenn man so eine Lampe speziell für die Meerwasseraquaristik entwickelt. Vor allem wenn sie dimmbar ist und man selbst die Lichtfarbe einstellen kann, so wie die Philips CoralCare Gen.2 Ich habe gute Chancen so eine dimmbare Plasmalampe für Testzwecke zu erhalten. Dauert aber noch was.

    Grüsse…. Klaus