Ich hatte vergeblich versucht meinen pH-Wert mit der Ansaugung von Aussenluft zu korrigieren. Hatte trotzdem morgens immer nur 7,8.
Nach 1 Woche Kalkmilch (und Traces von Tropic Marin) kam ich morgens auf 8,15, tagsüber auf 8,3. Tendenz steigend. Dummerweise hab ich mir vorgestern neuen Live-Sand eingebracht, der hat mir alles wieder durcheinander geworfen. Jetzt bin ich morgens wieder bei 8,0 
Ich bin da noch in der Startphase, bei mir muss das alles noch (auch durch ICPs) validiert werden. Aber im Grunde habe ich nur adaptiert was andere schon ein Jahr praktizieren. Chris Meckley dosiert grundsätzlich nur noch nachts, sobald sein APEX einen pH von unter 8,3 feststellt, wird dosiert um ihn oben zu halten.
Was bei mir wirklich gut geholfen hat, dass der DaStaco sich kein Salzwasser mehr aus dem Filter zieht, sondern reinstes Osmosewasser, was nochmal über Harze gelaufen ist, um die Kieselsäure raus zu ziehen. Osmosewasser zieht sofort Kalk, ohne Zugabe von CO2. Mit der Methode arbeite ich jetzt seit 2 Jahren und der Verbrauch von CO2 ist um mehr als die Hälfte, gefühlte 60-70 % reduziert worden. Alles CO2 was nicht im Becken landet, kann nur gut sein.
Nicht ganz so einfach ist es allerdings mit dem Dastaco gleichzeitig den Verdunstungsausgleich mit zu regeln. Geht, ist aber knifflig. Das verdunstete Wasser, bei mir gut 15-20 Liter am Tag wird komplett durch Osmosewasser was durch den DaStaco geht ersetzt.
Das klappt super und seit dem Tag ist auch Nachts der Ph nie mehr unter 8,15 abgefallen. Das Wasser aus dem DaStaco lasse ich noch mal über ein mit Kalkmaterial gefülltes Rohr/Rieselsäule laufen, was gegenbelüftet ist, um den Rest CO2 auszutreiben. Jetzt ist mein Wert sehr stabil und schwankt Tag und Nach vielleicht noch um 0,1 bis 0,15 das heißt, er fällt nicht mehr unter 8,2.
Das System habe ich aktuell so stabil eingestellt, dass ich am Dastaco nichts mehr verändere.... die kleinste Drehung an den Potis der Steuerung, ziehen oft gravierende Änderungen nach sich.... wenn mir der kh Wert trotzdem unter 7,5 abfällt, ergänze ich das lieber mit etwas kh-Lösung, als am DaStaco was zu verändern.
Geplant ist deswegen eine weitere Automatisierung mit einem Focustronic/Alcatronic, aber erst am neuen Becken.
Im Moment baue ich mir einen Prototyp um gezielt das CO2 auszutreiben und teste das noch mal ein Jahr, bis es vlt. in die Vermarktung geht. Aber im Moment sieht es sehr gut aus, was die Stabilität des PH-Wertes anbelangt ohne Zugaben von Calzimhydroxydlösungen.
Die Meerwasseraquaristik ist im steten Wandel. Man muss nur aufpassen, dass man nicht vorschnell auf einen künstlich aufgeblähtem Hype aufspringt, denn nicht alles was neu ist, ist auch automatisch gut. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit als Dupla versucht hat die Meerwasseraquaristik auf den Kopf zu stellen, die Berliner Methode als Auslaufmodell hinzustellen und als Maß aller Dinge, Abschäumer raus und die Becken massiv mit CO2 zu begasen, um Ph-Werte von 7,75 bis 7,8 zu erzwingen. Das Ergebnis waren völlig verkrautete Becken, wo man später bei Biotop Aquaristik bei Bonn, das ganze noch gehypt wurde mit 10-15 cm hohen Sandschichten, die einem als lebender Sand, verkauft wurden. Das alles wurde dann munter miteinander verknüpft, Eisendüngung war dann ebenfalls überlebensnotwendig usw... Und von alldem ist nix übriggeblieben, außer die Erkenntnis, dass das Berliner Modell eigentlich, in etwas modifizierter Form, immer noch angewendet wird.
Das Gleiche mit Licht : wir waren in der Universität Gießen und haben haben dort eine aktuell sehr populäre Lampe vermessen lassen. Das Ergebnis war ernüchternd . Diese Lampe wurde explizit gemacht für ein typisches US-Style-Becken, also extrem blaulastiges Licht. Schön für den Betrachter, aber gut für Korallen ? Sie war sehr weit entfernt von natürlichem Sonnenlicht. Und beim Vergleich unterschiedlicher Lampentypen, welches Lichtspektrum kommt dem Sonnenlicht unangefochten immer noch am nächsten ??? Voila ... das gute, alte HQI-Licht
Grüße ... Klaus