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meinst Du damit die Überlegungen damals mit dem UWF Herausgeber?
Hi Wolfgang,
ja, das war damals, meine ich der Heinz Ritter, der ja leider nicht mehr hier schreibt... Die Idee ist ja schon ein paar Jahre alt, aber irgendwie dreht sich ja die Strömungsfrage seit langem im Kreis. Und so richtig zufrieden ist ja bis dato keiner.
Das von mir entwickelte Konzept, wurde damals von Kadatz gezeichnet, der das Verfahren sofort verstanden hat.
Vor Jahren las ich in einem US-Artikel etwas über die laminare Strömung. Da war der Autor der Meinung, dass eine gleichmäßige, also laminare Strömung, genau so wichtig sei, wie Licht. Das erste Bild stammt aus diesem Artikel. Ich habe mir dann weiter Gedanken gemacht, wie man das in einem Aquarium umsetzen kann. Hier mal der erste Versuchsaufbau und eine grafische Darstellung des Systems zur besseren Verständigung.


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Was mich davon abhält, und wahrscheinlich die meisten anderen auch, ist einfach das man die Sicht durch die Seitenscheiben verliert.
Ja, das ist dann leider so. Bei grundsätzlich neuen Dingen, muss man sich manchmal von alten Zöpfen trennen. Und ganz ehrlich, Wolfgang : .. ich hab selbst einige Becken mit Seitenscheiben gehabt. Das war, jedenfalls bei mir, immer die Stiefmütterchenseite mit den Class-B-Korallen. Es hat mir auch nie gefallen, die Seitenscheiben zu putzen. Scheibenputzen ist immer die Arbeit, die regelmäßig und oft gemacht werden muss. Irgendwann war ich froh, keine Seitenscheiben mehr zu haben. Später hatte ich dann nur noch die sog. Bilderrahmenaquarien, also wo man z.B. im Wohnzimmer nur noch die Frontscheibe gesehen hat, weil die Becken rückwertig eingebaut waren. Ich persönlich würde heute keine mehrseitigen Aquarien betreiben. Aber wie gesagt, reine Geschmacksache......
Dieses System ist aber völlig ungeeignet für Aquarien Typ Kaimauer oder Dekohaufen. Hier können die Seitenwände und das Becken selbst, nicht zugestellt werden. Das Augenmerk wird mehr in Richtung Mitte verlagert, also eher minimalistische Aquaristik.... auch das werden die Versuche zeigen, inweit man ein System zustellen kann, ohne dass der laminare Strömungseffekt, völlig zusammenbricht. Ich denke, dass Rifftürme und sehr verästelte Strukturen ideal wären. Perfekt wäre eine schwebende Deko, also, wenn der Boden nicht zugeparkt wird. Kann der Luther oder der Dammers sich ja mal Gedanken machen 
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Würde es rechnerisch reichen, etwa die Hälfte der Seitenscheibe zu nutzen, und ev leicht schräg nach vorne strömen zu lassen? ..
Besser so, als gar nicht... es würde auch evtl. gehen, wenn man eine PVC-Rohrringleitung einmal um die komplette Seitenscheibe verlegt....und in dem Ring vlt. 20 oder 30 Löcher bohrt.... Dann hat man natürlich einen Teil der Fläche als Abströmfläche genutzt, aber eben nicht nur einen Teil . Ziel und Zweck ist es aber die *gesamte* Wassermasse in Bewegung zu versetzen. Das bis dato gängige klassische Prinzip ist ja mehr oder weniger ein Mitreißeffekt, egal ob das Wasser aus nur einer Propeller-oder durch mehreren Förderpumpen geschossen kommt. Je härter der Strahl, umso mehr Bewegung.... stellenweise. Und genau das ist das Problem : .. stellenweise..... ich möchte aber die gesamt Fläche in Bewegung halten und nicht darauf hoffen, dass der harte Wasserstrahl mir nicht alle Korallen von den Ästen fegt und ich die Umfaller Dutzende male wieder vom Boden aufheben muss.
Das mit dem 8-Eckbecken kann funktionieren, wenn zwei Kästen verwendet werden, die jeweils in die andere Richtung blasen. Funktioniert das in einem normalem Rechteckbecken, sollte das auch hier gehen.
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....und wenn ja wieviel Energie aufgebracht werden muß.
.. und genau das kann noch keiner sagen... ich vermute mal: .. am Anfang tut sich erst mal gar nichts oder sehr wenig... so nach 2-3 Minuten fängt die Strömung an zu wirken.. nach 3-5 Minuten ist es vollbracht und die gesamte Wassermenge ist in Bewegung und wird sich weiter aufschaukeln bis zu einem Punkt, wo es dann zu viel wird. Und genau da setzt dann die Pumpe ein, die sich dann runter regeln soll. Anders ausgedrückt : ... am Anfang, wie ein Güterzug beim Anfahren : ... voll Power.. ist der Zug in Bewegung, halbe Kraft oder weniger, je nachdem wie die Steuerung konfiguriert/eingestellt wird ... Interessant wird die ganz Geschichte aber dann, wenn der Umkehrschluss einsetzt, also wenn die eine Pumpe runterfährt und die andere hoch.... bei dem Umkehrspiel dürften Strömungen auftreten, die das gesamte Becken durchblasen werden. Aber sanft, nicht brachial.... die Stärke ist abhängig davon, wie schnell die Pumpen hoch-und runter geregelt werden, also die Rampenlaufzeiten. Für dieses Szenarium haben wir extra bei der 230 Watt Speedy, der Pumpe 63er Einlässe verpasst, denn nichts ist so uneffizient, als dass bei einer CL-Pumpe, der Ansaugbereich zu eng ist. Ist wie atmen durch einen Strohhalm. Ich habe in langwierigen Versuchsreihen herausgefunden, dass die Effizienz einer Pumpe erheblich durch die Größe des Zulaufs und der Gestaltung des Ansaugbereiches am Pumpenkopf, abhängig ist... So konnten wir die Leistung der Pumpe, die anfänglich bei ca. 14.000 Liter lag, auf fast 20.000 Liter/h steigern. Und zwar nur durch die Pumpenkopfgeometrie. Wie das ganze sich nachher bei einem Realtest auswirkt, werden wir sehen....
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Klaus werden die Kästen ganz banal mit einen Rohren angeschlossen und fertig ? Oder werden die Kästen mit ein Drucksensor überwacht ?
Der Kasten wird ganz banal auf die Rohrverschraubungen gesteckt, verklebt oder verschraubt... wie genau, das weiß ich noch nicht. Der Ansaugbereich wird von IHM-Müller in den hinteren Ecken mit 70mm Lochbohrungen versehen, wo wir selbst gedrehte Verschraubungen verwenden, die natürlich sehr kurz in das Becken ragen. Der Kasten wird unten ca. 40 mm vom Boden entfern,t erst anfangen, man will ja nicht den Sand wegspülen. Der Kasten darf also nicht bündig im Sand stehen, bzw. die löcher fangen erst ein wenig nach oben versetzt an.... Der Kasten selbst muss nicht breit sein, 2-3 cm reichen völlig, vielleicht sogar nur 10-15 mm... das müssen Versuche hier ergeben, wie breit sie sein müssen, um die Wassermenge gleichmäßig zu verteilen. Und genau das ist der Punkt : ... Gleichmäßigkeit. Das heißt also : ....
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Oder werden die Kästen mit ein Drucksensor überwacht ?
..... dass die Probekästen auf jeden Fall Feindrucktransmitter an der obersten Stelle bekommen um zu sehen, wie viel Druck anliegt. Es muss permanent ein ganz leichter Überdruck anliegen, nur so sieht man, dass aus allen Löchern gleichmäßig das Wasser ausströmt. Bei zu wenig Druck kann passieren, dass das Wasser nur am leichtesten Punkt rauskommt und genau das darf nicht passieren. Ein Closed-Loop System, also ein in sich geschlossenes System arbeitet ja nicht gegen die Schwerkraft, sondern nur durch Rohrwiderstand. Bei einer günstigen Installation, dürfte der aber zu vernachlässigen sein. So werden wir nicht, wie auf dem Bild oben, die Pumpen auf den Boden stellen, sondern die Pumpen hängen/saugen senkrecht stehend, unter der Aquarium-Multiplexplatte, direkt aus der Box an, drücken aber in die gegenüberliegende Box rein. Das ist der widerstandsloseste Ansaug überhaupt. Die Pumpen sind leise genug, dass sie wahrscheinlich nicht mal entkoppelt werden müssen. Auch das wird ein Versuch zeigen, ob es so geht....
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hi so ne iddeehab ich vorlängern auch hier gepostet wurde als schwachsinig abgetan leider...
helmut...
Haha.... tja... das *Neue* ist immer ein Feind des *Alten* Es ist immer leicht, etwas theorietisch zu verneinen, als es selbst praktisch mal zu versuchen. Versuche sind immer sehr teuer und zeitaufwändig. Wenn dann etwas funktioniert und die Kunden sind begeistert, ahnst Du nicht, wie schnell das dann nachgebaut und als Eigenidee, angepriesen wird. Ist in unserem Bereich auch nicht anders. Könnte Dir Dutzende Beispiele nennen.
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...nicht schon wieder mit was anderem "rumspielen" - verkünde uns endlich die Neuigkeit, dass die "Strömungsspeedy" bestellt werden kann!...
Hi Günther....
das Propeller Pumpen-Projekt ist schon fast abgeschlossen... die ersten Muster-Steuerungen werden gerade gebaut, die Titanteile für den Body und Flansch sind bestellt und an die 20 unterschiedliche Propeller warten hier auf ihren Einsatz.... wir brauchen eine fertige Steuerung, um den Motor auf die Propeller anzupassen. Leider ist es immer so, dass solche Projekte, wenn man das in Deutschland machen lässt, extrem lange dauert, gerade wenn es um Musterteile geht. Die 230 Watt Speedy hat über 2,5 Jahre gedauert, bis alles klar war.... und immer noch werden täglich neue Vorgaben gemacht, so haben wir beschlossen, dass die 230 Watt und die 12 Volt Propellerpumpen, alle serienmäßig die WLan Schnittstellen eingebaut bekommen, damit später nicht wieder Pumpen mit oder ohne Schnittstellen auf Lager liegen. Damit kann man später wunderbar die Pumpen auf sein Smartphone legen und eine FernüberwachungsApp sich runterladen.
Also, wir sind dran, aber die Warterei macht uns selbst kirre, aber schneller schießen die Preußen leider nicht....
Alles in allem haben wir an die zehn neue Projekte in der Pipeline... als nächstes kommt eine 500 Watt DC-Tauchpumpe, dann die 12 Volt Abschäumerpumpen, 12 Volt Mini-Förderpumpen, den Biotower für Dreamboxen, Calziumreaktor, Zeolith-Reaktorund einiges mehr....
Grüße ... Klaus