Beiträge von klaus Jansen

    Aber : .... es werden natürlich nicht nur RE Produkte verwendet. Wir bauen keine Lampen.
    Reine LED Lampen kommen für das Wohnzimmerbecken nicht in Frage. 160 cm Wasserstand im linken Teil packen die LED´s nicht. Möglicherweise dieser neue Kessil-Trümmer, aber die Lampe muss auch optisch in unseren Lebensmittelpunkt passen.
    Deswegen kommt da eine Kompaktleuchte mit 3 x 400 Watt HQI + 12 Röhren zum Einsatz.

    Die Anforderungen Beleuchtung für das Filterraumbecken war mir klar :

    * Deutscher Hersteller mit einem funktionierendem und existentem Support
    * garantierter Ersatzteilversorgung
    * mit besten Referenzen
    * Hybrid-leuchte
    * Wifi
    * weiße Pulverbeschichtung

    Meine Entscheidung fiel in dem Fall auf eine ATI Hybrid 8 x 80 Watt + 4 x 75 Watt LED. Die leuchten mir das 300 x 100 cm Becken perfekt aus.

    Grüße ... Klaus

    Das alles hier zu zeigen grenzt schon fast an Körperverletzung :base:

    :geil:

    Gruß
    Bernd

    Hi Bernie ..

    ganz ehrlich ? Habe ich mir auch lange überlegt das öffentlich zu machen. Man stellt ja privates ins Internet. Eigentlich nicht so meine Ding, mein Auto, mein Haus, mein Aquarium.
    Andererseits kann der ein oder andere sich auch gerne Anregungen ziehen, für seine eigene Beckenplanungen.
    Da hier vornehmlich,( klar oder,) RE-Sachen eingebaut werden, habe ich es in unserem Herstellerbord eingebunden, nicht im freien Teil des Forums. Privates und geschäftliches lässt sich hier leider nur schwer trennen.

    Grüße ... Klaus

    Das ungemütliche Herbstwetter am Wochenende genutzt, um die Waschzelle fertig zu machen. 12 mm PVC Platten an die Wand gezimmert und vorher Nuten eingefräst um Regale zu platzieren. Danach alles heißgasverschweißt. Natürlich alles in Rot-Weiß. Mit Hinterbeleuchtung und Sichtblende

    Da macht das Abschäumertopf saubermachen gleich wieder Spaß .....

    Grüße ... Klaus

    Was Klaus gemeint hat war wohl folgendes:

    Wenn die Pumpe 4000 Liter einen Meter hoch fördert in einer Stunde, dann kann die Leistung so bereichnet werden:

    4000l * 1,023 * 9,81 * 1 / 3600 = 11,15 Watt
    Volumen * Dichte * Erdbeschleunigung * Höhe / Zeit (sek) = Leistung

    Das ist die ideale Leistung ohne Verluste bei der Umsetzung von elektrischer in mechanischer Arbeit, ohne Reibungs- und Strömungsverluste im Rohr. Einfach nur die rein mechanisch berechnete Leistung.

    Klasse, Sandy .... Das die Formel stimmt, könnte ich sogar beweisen. Am Pumpenprüfstand läuft gerade eine 230 Watt RD3 in Flowausführung. Die minimalste Leistung die man einstellen kann, ist 20 Watt. Tiefer geht nicht.... und bei 20 Watt fördert sie als Closed Loop im Rohrnetz etwas über 8000 L/h

    Wie ich schon sagte : ... die Gesetze der Physik kann niemand überlisten.

    Also wurden alle anderen pumpen unter gleichen Bedingungen getestet außer aquabees? Das wäre schon heftig

    Hi Tommy ,...

    kannst du Pumpen elektrisch, hydraulisch und Flowmäßig messen ? Wir schon. Wir sprechen nicht schlecht über Mitbewerber. Wenn der ein oder andere wüsste, was seine Pumpe tatsächlich bringt, würde er sich anders entscheiden beim Kauf. Was ich aber sagen kann, wer gute Förderpumpen baut und korrekt labelt, dann fallen mir nur wenige Hersteller ein : Deltec E-Flow, AquaBee Elektronik, Abyzz (und RD3 Speedy) Alle anderen kannst du unter ferner liefen einordnen. Und ja, wir haben alle durchgetestet, deswegen auch meine obige Aussage, dass es kein Hersteller gibt, der mit 5 Watt, bei 1 Meter Wassersäule, 4000 l/H fördert. Das schaffen nicht mal wir :smiling_face: 4000 Liter sind aber möglich, z.B. mit halbaxialen Impellern oder gleich Propeller.... die brechen dann aber sofort weg, sobald sie auf Druck gehen müssen. Das heißt in einem Meter Höhe kommt nix mehr raus. Das sind dann entweder reine Propeller-oder Rohrpumpen.

    Grüße ... Klaus

    Da die Pumpe richtig Power hat und beim Ein-und ausschalten sich gerne mal was bewegt, ich aber nicht will dass die schwere Pumpe nur am Abflussrohr angeschlossen ist, habe ich ich sie am Boden fixiert mit einem exakt dem Durchmesser des Bodensiebes entspechendem Ringes, welcher mit dem Behälterboden fest verklebt wurde. Jetzt bewegt sich die Pumpe keinen Millimeter mehr.
    Ein nicht ganz unwichtiges Feature, denn wenn der Schalthebel beim hochschwenken bei steigendem Wasserstand, die Tankwand berührt, die Pumpe nicht einschaltet, kann die Senke überlaufen. Ist mir bei der alten Senke mehrmals passiert. Dann darf der Aufnehmer wieder ran. Learning by doing....

    Da der Filterraum keinen Kanal hat und auch keinen Wasseranschluss muss ich da auch selbst was machen. Ist eine Herausforderung. Der Hauskanalanschluss ist leider ca. 15 Meter in einem anderen Raum.
    Mal eben eine eigene Senke gebaut mit einer Jung-Pumpe die auch schon früher sehr zuverlässig war und nicht gleich die Grätsche macht wenn die mal Salzwasser abpumpen muss.
    Deswegen habe ich die Senke auch bewusst klein gehalten, damit man nach jedem salzigen Spülgang, die Entwässerungspumpe mit Süßwasser durchspült wird. Die sollte dann ein paar Jahre halten.
    Die Senke wird direkt an die Waschbecken angeschlossen. Warm-und Kaltwasser hole ich aus dem gegenüberliegendem Heizungsraum.

    Da wir weder die Abwasser und Frischwasserleitungen unter der Flurdecke später sehen wollen, werden wir den Kellerflur mit einer weißen Hochglanzdecke mit eingebauten LED-Lampen in RGB+CCT ca. 5 cm tief abhängen.

    Nö. 1 meter
    Geht doch einfach mal bei mrutzek oder so auf die seite bevor man unwissen verbreitet, ist doch nicht so schwer

    Gesendet von meinem LG-H815 mit Tapatalk

    Naja, man sollte schon eine Leistungskurve auch richtig lesen können. Es gibt keine Pumpe, die in 1 Meter Höhe, 4000 Liter Wasser fördert bei nur 5 Watt.

    Das hat nichts mit Unwissen, sondern mit Physik zu tun :winking_face:

    Grüße ... Klaus

    @Nils ... Auf die Idee mit dem Ballon bin ich noch drauf gekommen. Genial :smiling_face:

    Was ihr meint ist die Spindelabdichtung. Bei den GF Hähnen sind die doppelt ausgeführt. Undicht werden können die auch, ist aber eher selten und auch nur dann, wenn der Hahn sehr oft betätigt wird.
    Früher hatten wir motorische 3-Wege Kugelhähne eingebaut für Wechselströmunng. Nach spätestens 2-3 Jahren mussten die Hähne zur Revision weil die Spindeldichtungen undicht wurden. Hat man die nicht gleich stillgelegt bei Leckage, ist das Salz dann ins Getriebe und Elektronik gekrochen und dann wurde es richtig teuer. Kennt man also.

    Aber auch diese Spindeldichtungen kann man tauschen gegen Silikon-O-Ringe. Das ganze Prozedere, also das revidieren eines neuen Kugelhahns ist sehr aufwändig und wird deswegen nicht gemacht oder angeboten. Für mich selber kein Thema, aber offiziell ins Programm aufnehmen, kann man sich sparen. Die Teile blieben Exoten, bzw. Ladenhüter. Das ist das Ergebnis der Geiz-ist-Geil Mentalität.


    Grüße ... Klaus

    Hi Andi ..

    ja, genau um diese Flachdichtungen geht es. Gibt es leider nirgendwo zu kaufen, ergo muss man sich die selber machen oder aus Silikonplatten stanzen lassen.
    Das Problem ist aber, dass man auf dem Markt nur sehr harte Silikon O-Ringe oder Dichtungen findet, teilweise bis 90 Shore. Ideal ist aber 30-40 Shore Härte und das sind absolute Exoten.

    Da es keine für mich brauchbare Tankverschraubungen am Markt gibt, war mal wieder selber machen angesagt. Ich schließe keine Closed Loop Pumpen mit Gummidichtungen an. Warum noch keiner gute Verschraubungen auf den Markt gebracht hat, kann ich mir nur erklären, dass geeignete Verschraubungen teuer sind und daher Exoten bleiben.

    Hat mich aber nicht davon abgehalten, die trotzdem selbst zu fertigen. Über die nötigen Maschinen verfügen wir ja, nur ist *Zeit haben* immer das Problem. Aber jetzt musste es einfach sein.



    Nach einigen Überlegungen kam für mich nur eine Lösung in Betracht : es muss oben und sowohl als auch von unten abgedichtet werden, so dass man doppelte Sicherheit hat. So was gibt es auf dem Markt nicht und so habe ich mal angefangen, die Verschraubungen zu zeichnen und die Maschinen programmieren für die Fertigung. Zum Glück haben wir eine Maschine, die in einer Aufspannung drehen und auch fräsen kann mit angetriebenen Werkzeugen.

    100 mm dicke POVC Vollstäben wurden erst auf Maß gesägt und dann in die CNC Maschine eingespannt. Vorher werden extra für dm 100 mm, geeignete Drehbacken ausgedreht.

    Wichtig war für mich, dass ich anstatt Gummi-Flachdichtungen, zwei sehr weiche Silikon-O-Ringe verwenden kann mit einer Shorehärte von 30 bis max. 40 Shore. Die gibt es natürlich nirgendwo auf Lager, also musste ich mir erst mal welche anfertigen lassen.






    Die untere Verschraubung ist sehr speziell. Erst mal hat es mich immer gestört, dass die Schrauben nur sehr flach sind. Wenn man eine Unterlegplatte unter dem Aquarium hat von 30-40 mm Stärke ist es ein Mordsgefummel, diese Schrauben vom unten anzuziehen, weil man mit dem Schlüssel ja nicht richtig rankommt, denn die Holz-Kernlöcher sind meistens ja nicht viel größer ausgesägt worden, als die Schraube selbst. So kann man versuchen mit einer großen Rohrzange die Schrauben irgendwie fest zu ziehen. Das ist dann im Bereich *Gefrickel* einzuordnen.

    Ich habe meine Schrauben so konstruiert, dass sie sehr hoch sind, ergo der Vierkant weit über die Holzplatten rausragt, so dass man mit einem speziellem Schlüssel sehr einfach diese Schrauben von unten festziehen kann.



    Die Schraube hat innen eine aufwändige Abdichtung. Einmal über die Fläche und einmal im unteren Bund. Die Verschraubung ist so konstruiert, dass sie exakt auf eine 19 mm Bodenscheibe ausgerichtet ist. Das heißt, ziehe ich Schraube an, wird das Gewinde unten bereits auf den innenliegenden O-Ring auflaufen. ZIehe ich jetzt die Schraube richtig fest, drückt der Schraubenbund gegen den Silikon O-Ring und dichtet ihn zuverlässig ab.
    Da Silikon 100 % meerwasserfest ist, sollten diese Verschraubungen auch nie mehr undicht werden. Und selbst wenn, ist der äußere O-Ring im Bund immer noch als zweite Sicherheit vorhanden.




    Im übrigen ist es auch kein Problem, eine undichte CL-Verrorhung im laufenden Betrieb zu tauschen oder zu reparieren : ... man verstopft einfach die Rohrenden im Aquarium, lässt das CL-Rohrsystem leerlaufen und schon kann man daran arbeiten.

    Grüße .... Klaus

    Ein anderes Thema sind die Glasverschraubungen. Da gibt es eigentlich nicht viel brauchbares am Markt. Viele Verschraubungen sind einfach nur Schrott und die wenigen brauchbaren haben auch alle einen entscheidenden Nachteil : die Gummi-Flachdichtungen !

    Jeder weiß, dass Gummi nach einer Zeit XY hart und spröde wird und selbst die als meerwassergeeignet klassifizierten Gummis härten aus, wenn das Wasser mit Ozon behandelt wird.

    Die serienmäßigen O-Ringe aus Gummi sind irgendwann plattgedrückt, ausgehärtet und spröde und dann leckt es .........



    Da bei mir ausschließlich Closed Loop Strömung zum Einsatz kommt ist das Thema Verschraubungen natürlich ein ganz großes Thema. Bei Diskussionen, Closed Loop vs. Strömugnspumpen kommt immer das Argument, es könnte ja undicht werden. Das kann nur dann stimmen, wenn man allerbilligste Kugelhähne verwendet oder ungeeignete Gummi-Dichtungen bei Glasdurchbrüchen, bzw. deren Verschraubungen.
    Das Thema Kugelhähne können wir abhaken, es kommen nur die sehr guten +GF+ Kugelhähne bei mir an den CL-Anlagen zum Einsatz. Diese Kugelhähne spannen wir noch mal in eine Drehmaschine und drehen die O-Ring Nut noch um ca. 1 mm ab, so dass im Falle eines Falles, die Verschraubung noch etwas fester gezogen werden kann, was sonst nicht geht, weil die Bundbuchse ja auf den Nutsteg aufläuft und somit nicht weiter festgezogen werden kann. Die Gummi-O-Ringe werden getauscht gegen Silikon-O-Ringe. Dieser so modifizierte Kugelhahn wird nicht mehr undicht.

    Nachdem die Untergestelle an ihrem Platz standen, war ich mit der Lösung für das Nachzuchtbecken nicht zufrieden. Nicht zufrieden heißt bei mir, das wird mich immer wurmen, jeden Tag und jedes mal sobald ich den Kellerraum betrete. Was macht man da ? Richtig. Neu machen ! Am besten sofort, dann muss man sich nicht lange ärgern, soll ich oder soll ich nicht.
    Die Untergestelle sind zu niedrig. Ursprünglich wollte ich das Nachzuchtbecken 80 cm hoch machen aber zum Glück kam mein Verstand zeitweise dann doch wieder zurück und habe das Becken auf 50 cm Höhe bestellt. Da waren die Untergestelle aber schon fertig.
    Metalluntergestelle zu bauen dauert länger als mit X-Profilen. Das Pulverbeschichten geht nur nach Voranmeldung und Wartezeiten von mehreren Wochen sind normal bei Beschichtern. Doof nur dass das Glas schon bestellt war und zeitnah kommen sollte.

    In der Firma hatten wir noch Maschinenbauprofile der Fa. ITEM, die haben wir dann genommen und selber ein neues Untergestell gebaut. Profile aufrecht 60 x 60 mm und die oberen Streben 120 x 60 mm.
    Die Füße zum ausrichten haben wir selbst hergestellt, die wollte ich aus Kunststoff haben und nicht aus den gängigen Metallteilen am Markt.

    Das Nachzuchtbecken hat die Maße 300 x 100 cm und eine Höhe von 50 cm. Poolausführung, ohne Streben. Das Becken ist dreiseitg zugängig, Frontscheibe und Seiten aus Weißglas.
    Vorgesehen für eine Closed Loop Strömungsanlage und 2 x 230 Watt RD3-Speedys, die im Intervall laufen.

    Das Nachzuchtbecken wird nicht mit dem Hauptbecken in einem Wasserkreislauf zusammen laufen. Das Becken bekommt einen eigenen Filterkreislauf. Auch werden hier erst mal alle Korallen zur Quarantäne eingesetzt, bevor sie ins Hauptbecken umgesetzt werden. Auf die Art versuche ich die üblichen Plagen wie Glasrosen, Mayanos und ähnliches, aus dem großen Becken fern zu halten. Auch neue Fische werden hier erst mal untergebracht, weil das Becken mit sehr effektiven UV-Lampen betrieben wird.






    Hi Bernhard ....

    laut Bauunterlagen wurde im gesamten Haus ein Fließestrich verwendet, die Isolierung sind 80mm PU-Platten, die eine sehr hohe Punktbelastung aushalten. Das Dropp-Off Becken hat unten eine 40 mm Multiplexplatte im Sockel und noch zuästzliche Ausfütterungen, die lediglich für den Gabelstapler ausgepart wurde. Der Sockel hat ca. 100 mm Höhe. Das heißt, das Becken steht vollflächig auf dem Platten. Zum Glück war der Boden kerzengerade. Der Natursteinverleger hat gute Arbeit geleistet. Da sollte nichts passieren.

    @Fabian ... ich werde gerne in Abständen gerne weiter berichten.

    Grüße ... Klaus

    Dann ging es an den Bau der Filter

    Das Hauptaugenmerk ist natürlich die Filteranlage. Da sollte auch das Beste zum Einsatz kommen, was derzeit verfügbar ist. Bei mir kommen Schrägbett-Vlieser-Dreamboxen zum Einsatz. Für das Hauptbecken das Modell 250 x 60 cm und für das Nachzuchtbecken/Quarantänebecken mit eigenem Wasserkreislauf, eine Vlieserdreambox mit den Maßen 140 x 60 cm.

    Die Filteranlage wird vollständig abgedeckt um die Wasserverdunstung im Keller so gering wie möglich zu halten. die Abdeckungen sind aus einem speziellem Kunststoffmaterial, die sich nicht verbiegen mit der Zeit, so wie Acrylplatten

    Beide Modelle in Vollaussattung.

    Das heißt für die 250er Vlieserbox :

    1 x Bubble King Deluxe intern mit RD3-speedy
    2 x Patronen-Medienfilter 125 mm
    2 x RD5 4000 L/H für jeweils einem Patronenfilter
    1 x RD3 Speedy, 230 Watt als Kreislaufpumpe in der Druckversion
    1 x RD3-Speedy, 100 für Nebenaggregate, Refugien und UV-Lampen
    Cockpit für die Controllermontage direkt an der Dreambox
    Kabelklemmen
    LED-Beleuchtung, 3-fach,
    Bypass in 25, 32 und 40 mm Ausführungen

    Da unser Zugang zum Keller leider schön eng ist, musste die große Dreambox Vor-Ort geschweißt werden




    Ein wesentlicher Bestandteil eines Filterraumes ist die Verfügbarkeit eines ordentlich großen Waschbeckens um die notwändigen Pflegearbeiten auszuführen.
    Es gibt nichts schlimmeres, als mit den vollen Abschäumertopf quer durch die Wohnung zu laufen um im Badezimmer oder in der Küchenspüle das Ding sauber zu machen. Die Frauen finden das auch immer ganz toll :smiling_face:

    Da es nichts vernünftige käuflich zu erwerben gab, musste ich da auch wieder selber ran und was bauen..... Hier das Ergebnis : eine Waschbeckenkombi aus einem großem, einem kleinen und ein Säurebecken zum entkalken. Schön mit Schwallkante, damit das Hemd trocken bleibt beim hantieren.

    Trägermaterial 40 mm Multiplexplatte, ( gefräst auf der CNC-Portalfräsmaschine mit Vakuumtisch ), Deckplatten 8 mm PVC-weiß, heißgasverschweißt. Boden gewölbt wegen besserem Ablauf, Säurebecken wird abgedeckt.






    Untergestelle sind aus 40x40 und 80 x 40 x 3 mm Stahlvierkanrohr hergestellt worden. Schutzgasverschweißt, sauber verputzt und anschließend zum pulverbeschichten gegangen.
    Ich halte gar nichts von diesen Alu-Stecksystemen die man mit dann mit Holzplatten aussteifen muss um überhaupt Stabilität zu bekommen. Anders hingegen die Alu-Maschinenbau X-Profile, z.B. von Bosch-Rexroth oder Item. die sind sehr gut geeignet für die Aquaristik sofern man ordentliche Verbinder benutzt.


    Jetzt ging es nach und nach an den Ausbau des Filterraumes. für mich stand fest, dass ich an diesem Projekt keinerlei Kompromisse eingehen werde !! Entweder richtig oder gar nicht. Ich bin berufsmäßig im hochpreisigem Segment tätig und werde für mich selber gaz bestimmt keine Billigschiene verwenden.
    Ich werde auch, soweit es möglich ist, alles automatisieren, aber mit Industriequaltät und nicht mit umgelabeltem Made-China Billigkram. Wenn es auf dem meerwasserfachspezifischem Markt keine adäquate Qualität zur Verfügung steht, verwende ich Industrieprodukte. Ich habe keine Lust meine mühsam groß gezüchteten Korallen und Fische einem NoName Billig Produkt anzuvertrauen und ggfs. zu opfern.
    Ich werde auch kein Wasser schleppen oder mit Schläuchen hantieren, Schlamm absaugen, Bodengrund auswaschen usw...

    Fangen wir mit den Wassertanks an : da ich die Filteranlage auf einen Sockel stellen werde, um ohne mich zu bücken an die Technik ran zu kommen, nutze ich den Platz unter dem Filter für große Tanks.
    Fassungsvolumen etwas über 300 Liter je Tank. Zwei mal für Salzwasser, einmal für den Verdunstungsausgleich. Hier die fertigen Teile, hergestellt in unserem Betrieb aus 8 mm PVC Platten, heißgasverschweißt, mit Revisionsöffnugnen und Pumpenanschlüssen sowie Schaugläsern.

    Ein großes Thema ist die Elektrik. Wir haben im Zählerschrank nach dem Zähler und vor dem Haus-Fi die drei Phasen abgegriffen und eine extra leitung 5 x 4mm Kabel verlegt, jede Phase einzeln abgesichert mit selektiven Fi-Schalter, die deutlich langsamer reagieren, als ein Haus Fi.
    Zeitgleich wird auch noch ein Fehlerstrom-Schutz-Kompensator eingebaut, der ein versehentliches auslösen des Fi´s zuverläassig verhindert.
    Die ganze Aquariumanlage, läuft jetzt unabhängig vom Haus, über drei einzelne Phasen. Hat mal ein Fi ausgelöst aus Gründen auch immer, steht nicht die ganze Anlage.
    Zeitgleich suche ich jetzt noch ein adäquates Notstromaggregat. Am besten sind die Teile aus Bundeswehrbeständen, die ab und wann in Ebay angeboten werden.

    Alle Zuleitungen erfolgen in einem Aluminium Kabelkanal, weiß Pulverbeschichtet. Steckdoseneinsätze, klar, in Rot :smiling_face:






    Nachdem die Kernbohrungen gesetzt, das Aquarium an seinem Bestimmungsort stand, konnten wir Abends dann auch gleich mal den ersten Sonnenuntergang genießen mit einer Flasche Rotwein.

    Was für ein Kontrast !! In Köln haben wir jehrzehntelang auf Häuserfronten gestarrt, 4-seitig Nachbarn, Straßenlärm, Stadthektitk...... jetzt diese grandiose Aussicht und Ruhe ..... Unbezahlbar.


    Als erstes wurden die Kernbohrungen gesetzt, denn für mich war klar, dass die gesamte Filteranlage nicht unters Becken, sondern im Keller installiert wird.
    Es gibt nichts besseres als einen extra Filterraum im Keller oder einen Nebenraum zu haben.

    Die Kernbohrung im Boden war riskant, wegen Fußbodenheizung. Ein guter Freund (Thorsten Werner) hat mir aber eine Wärmebildkamera geliehen und nach einschalten der Heizung konnten wir eine Stunde später genau den Schlangenverlauf erkennen unter den Marmorplatten.





    Nach nunmehr 12 Jahren salzlosem Haushalt, bedingt durch Familie, Job und Karriere, fang ich jetzt wieder an mit dem salzigen Hobby. Damals habe ich meine beiden Großbecken aufgegeben, weil ich einfach nicht mehr die Zeit hatte, mich vernünftig darum zu kümmern.

    Vor genau 2 Jahren mussten wir noch einen Firmenumzug stemmen und sind von Köln-Nord in den äußersten Süden Kölns, nach Wesseling, gezogen, weil die Produktionshalle einfach zu klein geworden war. Ein Top-Kaufangebot unseres ehemaligen Nachbarn, der Kofferhesteller Rimowa, hat den Entschluss beschleunigt, eine größere Halle zu suchen.
    Allerdings war das nicht einfach, denn in Köln gibt es nicht nur einen extremen Wohnungsmangel, sondern auch Gewerbeflächen sind äußerst rar und im Großraum Köln werden auch keine neuen Gewerbeflächen mehr erschlossen. Man hat fast schon den Eindruck, Gewerbetreibende werden von der Kölner Bezirksregierung nicht gerne gesehen. Die Gewerbesteuer nimmt man zwar gerne entgegen, aber als Gewerbetreibender generell kommt sich eher vor wie ein Bittsteller.

    Mit viel Glück konnten wir im April 2016 in sehr guter Lage ein Objekt mit 3500 qm käuflich erwerben, so dass wir im September 2016 nach umfangreichen Renovierungsarbeiten, umziehen konnten.

    Zeitgleich haben meine Familie und ich uns entschlossen im Zuge des Firmenumzuges auch unseren Lebensmittelpunkt zu verlagern. In Köln habe ich jetzt 48 Jahre gewohnt und der Drang nach Tapetenwechsel wurde immer stärker. Verstärkt vor allem, durch die schulische Situation unseres Jüngsten und der daraus resultierenden Problemen in der Grundschule, ( 32 Kinder in der Klasse, davon nur 4 deutsche Kinder) auf die ich im einzelnen hier aber nicht eingehen möchte.

    Die Haussuche innerhalb Köln entwickelte sich zum Desaster.... die letzten Bruchbuden, die man vor 10 Jahren hätte nie verkaufen können, werden hier in Köln zu horrenden Preisen angeboten und verkauft. Bessere Eigentumswohnungen in guten Lagen mit ca. 180 qm Wohnflächen gehen für +/- 1 Mio Euro weg. Nach drei Jahren intensiver Suche wollten wir schon aufgeben, als uns ein neues Angebot im Rhein Sieg-Kreis in Immobilienscout auffiel.
    Ein kleines Dorf nähe Lohmar, ca. 30 km von Köln entfernt, mit nur 40 Häusern inmitten einer traumhaften Landschaft, umgeben von Wiesen und Wäldern, Wahnbachtalsperre ganz in der Nähe. Letztes Haus am Dorfrand in einer verkehrsberuhigten, schmalen Straße.
    Natürlich war für mich auch ausschlaggebend, das im Haus ein vernünftiger Platz für ein Meerwasseraquarium vorhanden sein muss, am besten Keller mit extra Raum für die Filteranlage.
    Bei der ersten Hausbesichtigung kam dann genau das Gefühl, was wir drei Jahre vorher vermisst haben : ... DAS-IST-ES ! Wir haben unser Traumhaus gefunden. Es musste nichts gemacht werden am Haus, es befand sich in Top-Zustand und war ein Notverkauf wegen Scheidung des Vorbesitzers.

    Nachdem das finanzielle geregelt und wir umgezogen sind, wurden bereits die ersten Vorkehrungen getroffen für das Aquarium. Das Aquarium selbst steht schon. Es war unser Ausstellungs Drop-Off Becken, was in Köln in unserer Ausstellung stand. Dieses Becken hat jetzt einen perfekten Platz bekommen.

    Ich werde nach und nach den Werdegangs des Beckens und den Bau der Filteranlage dokumentieren.

    Die technischen Daten :

    Länge des Beckens : 200 cm ( ohne die Türme links und rechts)
    Tiefe : 100 cm
    Höhe : rechts 60 cm, links 160 cm

    Hersteller : Royal-Exclusiv, Anlagenbau.

    Bauart : Panzerbauweise, Trägermaterial 40 mm Multiplexplatten, innen mit 8 mm Kunststoffplatten ausgekleidet und heißgasverschweißt.
    Frontscheibe : VEGLA Verbundsicherheitsglas 2 x 15 mm + 1,5 mm spezielle Aquarienfolie
    Scheiben lagerung : 4-seitiges Auflager, hinterspritzt mit Perennator Silikon V-23/1 schwarz.

    Verkleidung : 20 mm Simona PVC-Schaumplatten, gespachtet und mit Klavierlack 5 x lackiert und hochglanzpoliert.

    Strömung : komplett Closed Loop, 4 x 230 Watt RD3-Speedys in Flow-Ausführung mit je Pumpe 24.000 L/H Flowleistung
    Steuerung : SciTronic Steueranlage mit Nachtabsenkung

    Beleuchtung : Old-school : 4 x 400 Watt HQI + 12 T5 Röhren, 10 x blau und 2 x weiß


    .

    Zitat von Coralik

    Ich bin auf diesen Thread gekommen, weil mich interessiert hat, was man in Deutschland zum Thema Orphek überhaupt so vorfindet.


    Naja, was findet man vor ? : ... eine Menge geprellter Kunden, die einem Orphek Händler (Marco R) Vorkasse gleistet haben, aber nie die Lampen geliefert wurden.

    Ich habe mich mal kurz für die Orphek-Atlantic V4 interessiert, die war aber hier nirgendwo verfügbar, nicht mal der einzige Händler in Deutschland dieser Leuchte hatte eine auf Lager.
    Direkt aus den USA bestellen, mit nur 1-jähriger Garantie für ein Produkt was zu 100 % in China hergestellt wird, ohne verfügbare Ersatzteilversorgung in Deutschland, war mir dann doch etwas zu viel des Guten. Was nicht heißen soll, dass die Lampe schlecht ist, im Gegenteil, aber der Vertriebsweg ist mir persönlich zu heikel. Gerade weil man ja auch davon liest, dass gerne nach Ablauf der Garantie, sich die Cluster nach und nach verabschieden.
    Hier ein Beitrag aus Juli 2019 von Stephan99


    Zitat von Stephan99

    (Ja, selbstverständlich habe ich die UV Lens nicht mit gezählt) kaputt sind......nach 13 Monaten, versteht sich bei 12 Monaten Garantie.
    An allen 3 Lampen fallen auch ganz unterschiedliche LED aus.
    Hier die "roten" (nicht so tragisch) da die blauen und die grünen dort......
    Auch ist kein Muster der ausgefallenen LED zu erkennen.

    Grüße ... Klaus


    Ich vermute mal, du arbeitest für Orphek, oder ? :smiling_face:

    Und deine Anmerkung, * Aussagen von Sandy würde ich ignorieren, * finde ich grenzwertig.


    Grüße ...Klaus

    Hallo Klaus ...

    Titan Grade2 kann nicht rosten. Ich vermute eher, wie Sandy, dass es Rückstände sind von eisenhaltigen Absorbern. Der Fleck ist ja noch harmlos, wir haben schon Läufer zurück bekommen, die waren komplett rostbraun. Deswegen würden bei mir auch niemals Einsenhydroxyhaltige Absorber zum Einsatz kommen.
    Man sollte darauf achten, dass erst gar kein Phosphat entsteht....

    Dass die Rotorkammer mit Wasser gefüllt ist, liegt in der Natur der Sache. Sonst würden die Gleitringe, Achsen und Lager ja trocken laufen.

    Grüße und schönen Sonntag

    Klaus Jansen

    Ich brauch auch noch ne neue Küche. Kannst du mir mal deine Küchenkataloge schicken :winking_face:

    Ok, Spaß beiseite, aber mit deinen Möglichkeiten würde ich das genauso machen. Gefällt mir.

    Grüße


    Hi Galferitz ...

    als gelernter Schreinermeister habe ich in der Tat früher mal Küchen gebaut. Ist aber schon länger her. Meine zuletzt gebaute Küche war 2009 meine eigene. Danach habe ich die Schreinerei in Köln bis heute mit allen Maschinen und Werkzeugen verpachtet.... Hat sich einfach nicht mehr gelohnt bei den vielen Küchencentern an jeder Ecke.

    Grüße ... Klaus


    Mal was ganz anderes : ...

    Für meine eigene Filteranlage im Kellerraum, möchte ich große Waschbecken installieren. Was man so fertig kaufen kann, gefällt mir nicht und so bau ich die Waschbecken selbst.
    Trägermaterial 40 mm Multiplex Birke, gecovert mit 8 mm weißen PVC-Platten, mit der Mulitplexplatte unlösbar verpresst und heißgasverschweißt.
    Ein großes, hohes Becken, ein mittleres und ein kleines für Entkalkerflüssigkeiten.

    Das fertige Ergebnis stelle ich bald hier im Forum vor....

    Grüße ... Klaus





    Zitat von Wolfgang S.

    Vielleicht wäre eine gewisse Steuerung sogar ohne teure Sensoren möglich, nämlich einfach zeitorientiert. Wenn die Fütterung immer zu den gleichen Zeiten erfolgt, müsste man nur herausfinden, wann die abschäumbaren Nähstoffspitzen anfallen und wie lange der AS braucht, um sie herunterzubügeln. In dieser Zeit könnte man die regelbare AS-Pumpe z.B. mit dem GHL Profilux hochfahren und dann wieder (schrittweise) herunterregeln. Nicht sehr elegant und auch recht grobsinnig, aber vielleicht ein Denkansatz.


    Das ist leider nicht ganz so einfach..... Abschäumer neigen ja manchmal aus unerklärlichen Gründen überzulaufen. Ich selbst habe daszu Genüge erleben können, als sich Fadenalgenkolonien aufgelöst haben, Caulerpa abgeerntet wurden oder wenn man mit Korallenkleber arbeitet, frische Filterwatten ins System einträgt, fettreich füttert usw... . Auch Eisenhydroxydbasierte Phopshatabsorber verändern die Oberflächenspannung des Wassers so rapide, dass sie entweder keinen Schaum mehr bilden, oder heftig überlaufen.
    Eine zeitweise Leistungssteigerung/Minderung mittels drehzahlgeregelter Pumpen ist daher nicht so einfach, weil man ja nicht weiß in welcher Art und Weise das eingebrachte Futter den Abschäumer beeinflusst. Bricht der Schaum zusammen oder läuft er über.

    Wenn, dann sollte man gleich die wasserstandsgeregelte Option versuchen. Erste Versuche in der Richtung haben wir schon unternommen. Technisch möglich, aber eben recht teuer. Außerdem gibt es noch eine weitere Schwierigkeit: ... wenn man die Leistungswerte eines Abschäumers nach unten setzt, gibt es ein Problem mit dem Schaumrohr, denn das wird ja nicht automatisch kleiner. Behält es aber den Durchmesser um z.B. 1500 Liter Luftleistung zu verkraften und es werden nur 800 Liter eingeblasen, kann der Schaum nicht hoch genug steigen. Er wird in der Mitte kollabieren und wieder runter fallen. Der Schaum schafft es dann nicht, über den Rand zu kriechen.
    Das kann man erzwingen, indem man einfach den Ablauf zudreht, so dass der Wasserstand steigt, ist aber sehr gefährlich, da die kleinste Veränderung der Oberflächenspannung den Abschäumer so richtig überlaufen lässt. Bei der Methode kann man gleich den Wasserwechsel praktizieren.
    Aus diesem Grund sind wir schon übergegangen, für alle neuen Modelle ein verschraubbares Schaumrohr in die Abschäumertöpfe einzusetzen, um zukünftig gewappnet zu sein, auch mal kleinere Steigrohre zu verwenden, mit geringeren Durchmessern, falls es wirklich mal eine elektronisch geregelte, überlaufsichere Technik geben sollte.


    Zitat von Hans-Werner

    das ist ein extrem interessantes Zitat. Sowohl Armin als auch Burkhard haben geschrieben, es müssten Stoffe mit einem polaren und einem unpolaren Bereich vorhanden sein, die abgeschäumt werden können. Diese sind genauer als amphiphile Substanzen zu bezeichnen (macht Armin auch so). Das bedeutet, die Substanzen sind "beides liebend", weil sie sowohl einen fettliebenden als auch einen wasserliebenden Bereich haben. Ich habe diese Aussage immer ziemlich skeptisch betrachtet weil sie sowohl meinem theoretischen Verständnis als auch meinen praktischen Erfahrungen widersprach. Jetzt schreibt da einer, es sind (bi)polare Moleküle, die sich an Luft/Wasser-Grenzflächen anlagern. Soviel ich weiß, haben wegen der Ausrichtung der bipolaren Wassermoleküle diese Grenzflächen eine Ladung, an die sich geladene Moleküle anlagern. Geladene Moleküle können aber auch reine Kohlenhydrate wie z. B. Alginat sein, die keinen unpolaren und somit fettliebenden Bereich haben und rein polar aufgebaut sind.

    ach sieh an :yidee .... dass eine gewisse Elektrizität eine entscheidende Rolle bei der Abschäumung spielt, habe ich im vorangegangenen Beitrag schon mal erwähnt und schon vor über 10 Jahren rausgefunden. Diesen Effekt habe ich sogar mal irgendwo hier im Forum gepostet. (müsste ich jetzt suchen)
    Man kann das sogar simulieren. Nimm einen Trafo und leite mal ein paar Volt Gleichstrom ins Wasser und schau mal was passiert :winking_face: ... wirste dich wundern. Learnign by doing, ohne jeglichen wissentschaftlichen Hintergrund. Sag ich doch .... leider nicht für die Praxis geeignet, denn welcher Fisch schwimmt gerne unter Spannung. Obwohl ... eine gewisse Grundspannung im Millivoltbereich und teilweise bis zu 10 Volt ist immer im Meerwasseraquarium vorhanden, dafür sorgen schon die Pumpen mit ihren starken Neodym-Magneten und Spulen, die wie ein Dynamo wirken. Wer´s nicht glaubt, hält mal eine Redox-oder Leitwertelektrode an eine Pumpe. Die schlägt dann Kapriolen.

    Auch so ein unerforschtes Feld, in welchem Ausmaß diese immer vorhandene Elektrizität im Aquarium Einfluss auf die Korallen und Fische nimmt.

    In diesem Sinne ... ein fröhliches weiteres Rätselraten...

    Grüße vom Voodomaster aus Kölle ... Klaus :peace:

    Hallo Klaus!

    Hast du eine Erklärung dafür, dass ein Modell schneller anschlägt als ein anderes, dafür ein anderes TOC weiter reduziert? Liegt es an der Luftmenge, der Art der Blasenerzeugung, am Wasserdurchsatz oder woran auch immer?
    Das wäre nämlich schon interessant, warum ein Abschäumer schneller reagiert und ein anderer im Endergebnis effektiver ist, obwohl sie sich konstruktiv gar nicht so sehr unterscheiden (sofern man die o.g. Untersuchungsergebnisse überhaupt als signifikante Unterschiede wertet). Das könnte ja z.B. für die bedarfsorientierte Steuerung hilfreich sein, z.B. mehr Lufteinzug nach der Fütterung, mehr Wasserdurchsatz eine Stunde später (nur so als Gedankenspiel).

    Gruß

    Wolfgang

    Hallo Wolfgang ..

    ( ich hoffe die Moderation lässt mal einen Vergleich mit Eigenprodukten zu )

    die Erklräung ist relativ einfach. Es sind mehrere Faktoren. Der entscheidende ist aber, dass der SM 250 wesentlich mehr Volumen (Zylinder) hat als der DC 180 (Weinglasbody) und der SM konstruktionsbedingt durch die riesige Eindüsungspfanne am tiefsten Punkt der Säule mehr Kontakthöhe aufweist als der DC. Durch den innenliegenden Trichter wird das Wasserluft-Gemisch senkrecht nach oben in komprimierter und wirbelreduzierter Form nach oben geleitet. Dadurch ist bei diesen Modellen eine nassere Abschäumung garantiert, als z.B. bei einem DC. Deswegen warnen wir auch immer, einen SM dort einzusetzen, wo wenig Fische und viele Weichkorallen gehalten werden, denn da wird er nicht gut funktionieren. Wenn Wert auf extreme Nährstoffarmut gelegt wird, wie z.B. beim Zeo-System und an gleicher Stelle mit Zusätzen gearbeitet wird, da ist der SM zuhause. Wer Wert auf eine trockene, sichere und nicht übermäßig aktive Abschäumung Wert legt, ist der DC die bessere Wahl. Der DC ist der Nachfolger der rein konischen Skimmer, die wir mal für Vertex gebaut haben. Der rein konische Abschäumer haben wir 2006 entwickelt, aber nicht selbst auf den Markt gebracht, weil er einfach zu wenig Volumen hatte was ich zum entgasen nicht vorteilhaft finde. Das heißt, es werden zu viele Luftbläschen mit raus gezogen. Die Weiterentwicklung war der DC, der unten eben eine Art Bauch erhielt, so dass das Volumen anstieg. Trotzdem empfehlen wir diesen Typ nur für leichten bis mittleren Besatz.
    Der sichtbar vorhandene Unterschied zw. einem 180 DC und 250 SM sind die unterschiedlichen Leistungswerte. Ein DC 180 läuft am besten zw. 20 und max. 30 Watt, das heißt ca. 800 bis 1000 Liter Lufteinzug bei ca. 1500 bis 2000 L/H Wasserdurchsatz verhältnis 1 : 1,5
    Der SM 250 kann bis zu 1800 liter Luftleistung und max. 5000 L/H Wasserdurchsatz vertragen. Verhältnis 1 : 2,5 Zusammengefasst heißt das, es wird schneller und intensiver abgeschäumt. Das setzt natürlich voraus, dass auch der Durchsatz im Filter entsprechend hoch ist, sonst *verhungert* er.

    Viel Leistung hilft aber nicht immer viel. Es gibt Fälle, wo eine hohe Luft-Treiberleistung kontraproduktiv sein kann. Aus diesem Grund hat RE als erster Hersteller regelbare Pumpen für Abschäumer entwickelt. Ab diesen Modellen war es möglich einen Abschäumer sehr genau auf seine Wasserqualität einzustellen. Jedenfalls Aquarianer, die ein geübtes Auge haben, denn wir können nicht wirklich eine ehrliche Empfehlung geben, wie der Abschäumer eingestellt werden muss. Bei einem läuft er optimal mit 23 Watt, bei anderen bei 44 Watt. Was auch wieder die Komplexitität der Abschäumung ansich unterstreicht. Denn jedes Meerwasseraquarium ist anders beschaffen.

    Ich kann da nur Burkhardt seine Aussage unterstreichen, dass wir viele Dinge noch nicht wissen warum und wiso etwas funktioniert. Tatsache ist, dass sich dennoch in den letzten 20 Jahren die Meerwasseraquaristik enorm weiter entwickelt hat und das ist ausschließlich dem Einsatz vieler engangierter Aquarianer geschuldet, wie z.B. einem Dietrich Stüber, der schon Steinkorallen nachgezüchtet hat, wo viele noch gar nicht wussten, wie die Namen derselben geschrieben wurden. Das Verfahren wurde bekannt unter dem Synonym *Berliner System*


    Zitat von Daniel Rother

    Das wäre eine tolle Sache, zumal es inzwischen etliche Abschäumer mit regelbarer Pumpe gibt.

    Die regelbaren Pumpen eröffnen heute ganz neue Perspektiven, wenn sie einen Regeleingang haben. Z.B. könnte man in der Tat einen Abschäumer entwickeln, der nach der Fütterung extrem abschäumt um dann nach Zeit XY in der Leistung automatisch runterfährt.
    Oder einen überlaufsicheren Abschäumer. Technisch wäre das möglich mit den entsprechenden Sensoren. Das würde allerdings gut Geld kosten, denn gute Sensoren bekommt man nur in der Industrie, nicht in der Aquaristik. Die hintergeschaltete Elektronik und Peripherie wäre auch nicht billig, von daher glaube ich nicht, dass sich das auf breiter Front durchsetzt.

    Zitat von Ewald

    Das Aborb wie auf dem Bild, ist das Resultat von einer Woche, das muss mir mal einer zeigen, wie das ein kleiner AB schaffen soll.

    Danke für das Bild, Ewald. Und wie ich sehe hast du sogar noch ein *älteres* Modell, welches aber tadellos zu funktionieren scheint. Wahrscheinlich noch eins mit Nadelrad aus Titan. Die Teile waren unübertroffen gut. Warum ? Keine Ahnung ....weiß ich bis heute nicht. Ich bin Techniker, kein Wissenschaftler... möglicherweise können die Herren aus der USA-Studie das erlären, denn das sind ja schließlich auch Wissenschafter. Und Wissenschaftler glaubt man ja alles.
    Gibt es nicht auch Wissenschaftler, die behaupten, einen durch Menschen verursachten Klimawandel gäbe es gar nicht, oder Glyphosat, Rauchen und kiffen ist gar nicht schädlich ? :thumbs_up:

    In diesem Sinne ... der Voodokönig aus Kölle .... Klaus :peace:

    Ps .. Zu aruffs Copy+Past Beiträgen schreibe ich nichts mehr.