Ich fasse mal die Kurzform aus meiner Sicht zusammen, ansonsten gilt, was Reinhard schon gesagt hat:
Im Detail ist jede Frage ein komplexes Thema für sich, da gilt Suchen und Lesen 
Im Internet habe ich irgendwo über das Thema Bioballs gelesen. Wie toll diese doch sein sollen und und und. Nun mitlerweile lese ich, dass es eigentlich die reinsten Nitratschleuder sind. Wenn ich es richtig verstanden haben, ist die Idee dahinter, dass man den Siedlungsraum für Bakterien erhöht. Ich dachte mir ich mache ein paar in mein TB rein und schaue mir die Veränderung an, doch mitlerweile habe ich.bedenken über das Vorhaben.
Bioballs machen in meinen Augen im MW keinen Sinn, die sind was für Süßwasser, wo man höhere Nitratwerte haben kann und muss, für´s Pflanzenwachstum. Das spart einem Nitrathaltige Dünger.
Es sind Nitratschleudern und damit im Riffaquarium eher unerwünscht.
Zitat
Als nächstes wollte ich auch Zeolith ausprobieren. Wie viele Quellen im
Internet entzieht diese die Giftstoffe aus dem Wasser.(vereinfacht
ausgedrückt). Nun lese ich aber auch Infos darüber dass Zeolith so
ziemlich alles dem Wasser entzieht und man die Spurenelemente wieder
dosieren muss. Welche Aussage ist den nun richtig? Lohnt sich hier ein
Versuch oder kann es schnell passieren dass ich das Becken gegen Wand
fahre?
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Ich habe kein Zeolith ausprobiert, da können Dir andere besser helfen (bzw Suchfunktion nutzen).
Meine Grundeinstellung dazu:
Ein Becken kann auch ohne Zeolith hervorragend funktionieren. Solange es das tut, würde ich nicht anfangen, mit irgendwas zu experimentieren. Das kann nämlich gerade beim noch unerfahrenen Aquarianer schnell dazu führen, daß einem die Kontrolle über das Wasser entgleitet, man panisch drölfzig Threads aufmacht, weil alles aus dem Ruder läuft und man dann eine Batzillion teurer Mittelchen ins Wasser kippt, was die Situation noch verschlimmert.
Zitat
Thema DSB: Hier erhoffe ich mir die besten Ergebnisse. Es
ist ja sozusagen ein Naturprodukt. Ne hohe Sandschicht in welchem Leben
existiert und durch die Sauerstoffzonen mein Becken unterstützt.Hatte
hier an ein kleines Becken gedacht welches auch an mein jetziges
angeschlossen wird.
DSB macht nur Sinn in einem Artenbecken, wenn Du Tiere halten möchtest, die hohen Bodengrund benötigen.
Ansonsten ist die Filterwirkung eines DSB schon beachtlich, allerdings auch nur für erfahrene Leute ratsam. Mit einem DSB solltest Du auch bestimmte Tiere nicht mehr halten, z.B. buddelnde Grundeln oder Lippfische, die sich darin vergraben wollen etc.
Ein DSB birgt auch große Risiken, wenn mal was falsch läuft. Die Sauerstoffproduktion, die Du ansprichst, ist z.B. eine Sache. Ein DSB zieht durch die schiere Menge an Bakterien, die darin leben, sehr viel O2. Wenn die eigentliche Sauerstoffversorgung des Beckens mal ausfällt (Strom weg o.ä.) kann ein DSB Becken noch viel schneller kippen als ein "normales" Becken.
Aber auch hier gilt: Lesen oder Leute fragen, die ein DSB betreiben.
Zitat
Wenn ich es richtig Verstanden habe, entfernt Akzivkohle das gelbe aus dem Wasser? Woher wisst ihr wann diese erschöpft ist?
Aktivkohle entfernt alles mögliche aus dem Wasser, nicht nur Gelbstoffe, sondern auch Giftstoffe bzw in einem gewissen Maß so ziemlich alles.
Auch hier gibt es verschiedene Philosophien, es gibt Leute, die haben Kohle im Dauereinsatz. Ich denke aber, daß die meisten Leute Kohle nur bei Bedarf einsetzen, denn ihr Hauptzweck ist die Entfernung vermuteter Giftstoffe im Wasser.
Wann sie erschöpft ist, ist Erfahrungssache, da es sehr stark davon abhängt, wie belastet das Wasser ist und wie sauber das Wasser ist, das durch die Kohle geleitet wird. Die Poren der Kohle können sich relativ schnell zusetzen, wenn das Wasser siffig ist.
Gegen Gelbstoffe im Wasser hilft auch Ozon (einfacher und auf Dauer billiger, entfernt keine erwünschten Stoffe) und natürlich der regelmäßige Wasserwechsel. Das Becken sollte auch nicht mit Fischen überbesetzt sein, denn die sind die Hauptverursacher der Gelbstoffe.
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Thema
Refugium: Hier erhoffe ich mir auch sehr viel und soll dann zusammen
mit dem DSB laufen, sprich in einem Beleuchtet soll es dann nur Nachts.
Hier stelle ich mir das so vor dass die Algen eine Konkurenz gegenüber
Cyanos und Schmieralgen darstellen und diese Probleme haben zu wachsen.
Vergiss das Refugium als Wunderwaffen gegen Cyanos, Dinos etc. Das kann unterstützend wirken, ja. Aber wenn es für Cyanos einen Grund gibt, es sich bei Dir gemütlich zu machen, dann tun sie das so oder so, die interessiert ein Refugium dann wenig.
Ansonsten ist ein nachts beleuchtetes Refugium eine sinnvolle Sache. E stabilisiert den PH-Wert über Nacht, indem auch nachts CO2 durch die Photosynthese der Algen verbraucht wird. Die Algen verbrauchen auch etwas NO3 und PO4 und helfen damit bei der Filterung des Wassers. Ob dieser Verbrauch allerdings überhaupt ins Gewicht fällt, hängt natürlich stark davon ab, wie groß das Refugium ist und wie beleuchtet.
Der Vorteil am Refugium, gerade für Anfänger:
Da kann man eigentlich nix falsch machen, es kann das Wasser kaum negativ beeinflussen.
Als ich mein Becken starten wollte, habe ich mich auch für alles interessiert, was der Markt so hergibt.
Fazit:
Nicht übereifrig sein, bei einem sinnvoll besetzten und eingerichteten Becken braucht man 90% des ganzen Krams nicht.
Im Notfall Kohle oder Adsorber (z.B. wenn PO4 aus dem Ruder läuft).
Ein gut eingefahrenes normal besetztes Becken , z.B. mit einer vernünftigen Portion LS, braucht eigentlich nur einen guten Abschäumer.
Viel wichtiger als der ganze andere Krempel für einen guten stabilen Betrieb sind:
Strömung
Abschäumung
Beleuchtung
Bevor Du viel Geld für Zeolithfilterung, Kohlegedöhns und literweise Wundermittelchen ausgibst, würde ich lieber in gute Technik investieren.
Ein gut beströmbarer Riffaufbau mit entsprechend guter Strömung (am besten regelbar) verhindert viel potentiellen Ärger, da es keine Gammelecken gibt.
Eine gute Beleuchtung zusammen mit guter Strömung sorgt für ein gutes Wachstum der Korallen und Kalkalgen, das ist die beste Konkurrenz gegen unerwünschte Algen, Cyanos&Co, dann braucht´s den Rest nicht.
Kräftige Abschäumung holt den Großteil des Schmodders aus dem Wasser.
Dazu regelmäßige WW und Balling (Light), als Beispiel sei mal das System von Fauna Marin genannt.
Mit den genannten Punkten hast Du alles, was den erfolgreichen Betrieb eines Riffbeckens ausmacht.
Wenn das Bekcne älter als 1-2 Jahre ist und Du es kennst und weißt wie es läuft, kannst Du immer noch entscheiden, ob Zeolith etc nötig sind.