Hi Christopher
Ablegerbecken = Quarantänebecken finde ich ungünstig.
Ablegerbecken braucht Riff-Bedingungen mit viel Strömung und Licht.
Quarantänebecken sollte soweit leer sein, ruhige Wasserbewegung und nicht zu hell. Korallen sollten für einen eventuellen Medikamenteneinsatz nicht vorhanden sein. Zur Filterung ist ein Abschäumer meines Erachtens nicht zwingend notwendig, ein Schwammfilter reicht da aus.
Deshalb habe ich mein Ablegerbecken im dauerhaften Bypassbetrieb (also eine Art Korallen-Refugium). Das Quarantänebecken ist ein leeres Aq, welches ich bei Bedarf füllen und verwenden kann. An Technik habe ich eine dimmbare Lampe, eine kleine regelbare Strömungspumpe, einen Schwammfilter und eine UV bereitliegen. Zur Not auch noch einen Tunze 9004 AS.
Durch den Rollermaten geht ordentlich Wasser durch, mehr als angepriesen. Aber Gefälle ist notwendig. Vom Wasserstand im Ablaufschacht des Aq's zum maximalen Wasserstand des Rollermaten und von diesem dann wieder zum Wasserstand des Ablegerbeckens. Der Rollermat ist dann wie ein zwischengeschaltetes Aquarium, die Wassersäule geht nicht von ganz oben bis ganz unten. Somit wird viel weniger Druck aufgebaut und der maximal mögliche Durchfluss durch die Rohre viel geringer.
Bei mir läuft das Wasser vom Aq im OG ins Ablegerbecken im UG, dann vom Ablegerbecken in den Rollermaten, dann ins TB. Für den Vlieser habe ich Total 35cm Höhendifferenz (Wasserstand Ablegerbecken bis Wasserstand TB, Rollermat irgendwo dazwischen). Da stehe ich nun bei ca 4'000l/h an, mehr kriege ich nicht durch, trotz dicken und sehr kurzen Rohren. Hätte ich mehr Gefälle, würde der Rollermat auch mehr Wasser durchlassen. Mehr Höhe würde auch sparsameren Vliesverbrauch ermöglichen, denn Gerade der Höhenunterschied vom Rollermaten zum TB ermöglicht, dass der Ablauf des Vliesers besser zieht, also das Vlies etwas verschmutzter sein kann, bis es weitergezogen wird.
In Deiner Situation würde ich den Vlieser direkt ins TB ablassen um mindestens 50cm Höhenunterschied vom Wasserstand des Schachts zum Wasserstand des TB's zu erreichen. Undbedingt mehr als meine 35cm, da Du wesentlich längere Leitungen und einge Bögen verbauen wirst. Der Durchfluss wir da durch Reibungsverluste spürbar gebremst. Das Ablegerbecken würd ich dann entweder mittels einer eigenen kleinen Förderpumpe versorgen. Da reicht ja eine ganz kleine Pumpe. Oder alternativ zum Strom sparen, das TB um den Ablegerbereich vergrössern, dann hast Du gleichzeitig auch mehr "Ablassvolumen" durch den Bodenablauf und somit sind auch mehr Liter Wasserwechsel möglich.
Zum Wasserwechsel an der Druckseite der Pumpe. Meinst Du da die CL-Pumpe? Förderpumpe kann ja nicht sein, denn diese kann ja nicht mal das TB ganz leersaugen.
Reicht der Rücklauf des Aq's und das Volumen des TB's nicht für den Wasserwechsel, reichen 2 PVC Winkel und etwas Rohr, gekoppelt an einen Schlauch, um zusätzliches Wasser aus dem Aq ins TB abzuzapfen und dieses dann auch durch den Bodenablauf abzulassen. 180Grad Bogen mit Rohr am Anfang und Rohr und Schlauch am Ende einfach über Beckenkante hängen, ansaugen und ins TB laufen lassen, bis zur definierten Literzahl (Eintauchtiefe des Rohrs im Aq). Sobald Luft gezogen wird stoppt der Ablauf automatisch. Ich kann 200 Liter aus dem TB Ablassen und weitere 100 aus dem Ablegerbecken. Also 300 Liter Wasserwechsel mit fast keinem Aufwand. Natürlich ist der Fischwasservorratstank ebenfalls auf 300 Liter ausgelegt.
Gruss
Andi