Beiträge von A.L.

    Wieviele M40 hast du in deinen 170cm Becken?

    Das grosse Becken, 170x120x80, muss sehr leise. Deshalb Closed Loop mit dicken RD3.

    Die MP40 (nur eine Strömungspumpe) habe ich an 120x50x70. Da das Becken in einer Ecke steht, habe ich sie wie bei einem Raumteiler an einer kurzen Seite. 120cm schafft sie locker, drehe nie voll auf, nur so etwa 60%.

    Strömung beim Raumteiler ist nicht ohne, auch wegen Kammhaut. Und Pumpen an der kurzen Sichtscheibe gehen m.A.n. gar nicht. Dieses Szenario hat ich beim alten Becken mit 150x100x80. Da hatte ich zum Schluss 2 x Panta 42 plus ein internes CL (mit diversen Bögen im Riffaufbau versteckt) um Wasser von der kurzen Sichtscheibe her zurückzudrücken.

    Funktioniert hat das zwar, Kammhaut war auch Geschichte, aber der Sand flog trotzdem und das interne CL war zu sehr stromverbrauchsintensiv. Zum Vergleich damals beim 1200 Liter hatte ich 186 Watt für Strömung verbraucht. Heute mit klassischem aber strömungsoptimiertem CL sinds noch 140 Watt. Das Becken hat jetzt aber gut 1600 Liter.

    Gruss
    Andi

    Hi

    Ich bin für die MP40. Habe beide durchprobiert, die Pantas liegen nun als Notpumpen im Schrank, die MP40 werkelt seit Jahren. War ein teurer Spass mit den hochgelobten Pantas.

    Vorteile der MP40

    • Leichter zu reinigen
    • weniger häufig Reinigung notwendig
    • Einfacher zu bedienen
    • Geräusch ist angenehmer als bei der Panta (diese hat so ein hochfrequetes Sirren)
    • Strömung fächert weit auf, Sand bleibt am anderen Beckenende liegen.
    • Optisch dezenter
    • Kein Strom im Becken

    Vorteil Panta

    • Strömung drückt weiter, was im Raumteiler von Vorteil sein kann. Bei 150cm flog bei mir dann aber dafür der Sand davon.

    Gruss
    Andi

    Hi Bernd

    Deine Feile hätt ich gern. Ich habs mit denen nach 3 Versuchen aufgegeben. Jede hat bei mir Krusten gefressen.

    Evtl. noch eine probieren?

    Mein Chelmon mampft auch teilweise Krusten, aber nicht alle Farben. Ich meine beobachtet zu haben, dass ihm gelb/grün/blau am besten schmeckt. rot/orange/braun/grau wird verschmäht.

    Bezüglich gelb hatte ich aber keine Erfahrung mit Terrazoanthus und Chelmon, denn diese wurden bei mir schon vorher von der Feile ausgerottet.

    Gruss
    Andi

    Hi

    Den mitreissenden Düseneffekt nütze ich bei meinem CL auch. Ursprünglich mit 4x 40mm Auslässen habe ich auf 4x 32mm reduziert. Würde das gemessen, wäre sicherlich weniger Flow feststellbar. Trotzdem konnte ich die Pumpenleistung von 200W auf 140W reduzieren, bei optisch gleich viel Wasserbewegung. Schneidend ist der Strahl deshalb aber noch nicht, aber ich möchte ja auch nicht direkt ins Riff pusten, sondern das Wasser möglichst weit schieben lassen.

    Gruss
    Andi

    Interessante Idee. Und sicher eine Herausforderung. Aber da die Wassermenge zur Spülung enorm ist und sicher auch einiges ins Becken gelangt, müsste meist mit Osmosewasser gespült werden. Und der Salzgehalt müsste gut überwacht werden, ich denke da geht nicht nur Spülwasser weg. Weiter filtert ein Vlies sicher feiner.

    Aber vom Ansatz der Verhinderung des Vlies-Mülls sicher spannend.

    Gruss
    Andi

    Hi

    Freitagabend tröpfelte mein Zweitbecken nach 6.5 Jahre. Ich habe die Sandblenden abgemacht und versucht herauszufinden wo das Wasser herkommt. Mit Blende tropfte es hinten an der Wand, ohne blende vorne mittig. Glück gehabt. Also einfach einen Eimer untergestellt. Es folgten knapp 1 Liter pro Stunde die ganze Nacht lang. Am nächsten Morgen tröpfelten 2 Liter pro Stunde, eigentlich bereits ein Rinnsaal. Zur allgemeinen Aufklärung der Ursache, hat sich der Verursacher bereit erklärt, Selbstmord zu begehen. Der Wurm lag nämlich frühmorgens im Eimer...

    Kennt jemand diesen Wurm?

    Becken ist wieder dicht, zumindest fast. Ich habe eine Kartusche Orca-Kleber innen über die Nähte geschmiert, das hat gut geholfen. Und das neue Becken ist schon bestellt... :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Andi

    Hi

    Das wird sich an der Oberfläche dann wie Stein verhalten und mit Kalkrotalgen usw überzogen. Die Sandoptik ist bald dahin.Wenn schon, dann würde ich groben Korallenbruch auf ein dünnes Harzbett streuen. Später dann ein paar Milimeter echten Sand drauf, welcher dann sicher viel besser liegenbleibt als auf nacktem Glas aber trotzdem etwas bewegt werden kann.

    Gruss
    Andi

    Grössere Manjanos müssten sich eigentlich auch so entfernen lassen, wie ich das mal mit Seeastern gemacht habe.

    - Strömung aus
    - Kleine Injektion von Zitronensaft direkt in die Anemone
    - Paar Minuten warten, die lösen sich dann vom Untergrund.
    - Absaugen oder pflücken

    Zumindest bei den Astern war die Methode super erfolgreich, weil so keine Reste der Anemone zurückbleiben, die sich wieder regenerieren können.

    Gruss
    Andi

    Hi Fabian

    Vielen Dank für die Fotos. :thumbs_up:

    Ich finde die Steine besser als erwartet. Struktur und so ist super. Aber wie du sagt, von der Gesamtform her etwas kugelig. Wenn man sie aber tatsächlich gut bearbeiten kann, dann passt das schon. Optisch kein Vergleich zu den ganzen Kunststeinen. Gefällt mir gut und ich werde diese Steine zu gegebener Zeit sicherlich auch anwenden.

    Bin gespannt, was Du nun daraus machst...

    Gruss & viel Erfolg beim Riffbau!
    Andi

    Hi

    Verwende ich ein probiotisches Salz, egal ob Aqua Forest oder Tropic Marin, spriessen schnell Cyanos. Verwende ich aber ein normales Reef Salt oder Pro Reef bin ich in meinen Becken cyanofrei.

    Vieleicht nicht ganz unwesentlich dabei ist, dass ich Leitungswasser verwende.

    Gruss
    Andi

    Hi Rüdiger

    Von Eporeef hört man viel Gutes. Hat ja bestimmt auch viele Vorteile. Ich kann mich aber absolut nicht mit den bunten Halbplastiksteinen anfreunden. Zumal ich ein Becken mit nur 50er Tiefe damit gestalten muss. Da sind die geschnittenen Marcorocks idealer geeigneter zum Aufbau einer Quaimauer.

    Bisher habe ich in dem Becken noch die Korallenwelt-Keramik drin. Leider muss ich das Glas tauschen und weiss nicht ob ich die Rückwand heil rauskriege.

    Und wenn wieder Keramik, dann nur Korallenwelt. Alle andern, welche ich bisher gesehen habe, gefallen mir optisch nicht. Andererseits habe mit Korallenwelt viele Andere Probleme gehabt.

    Deshalb mach ich mich schon mal auf die Suche nach Alternativen.

    Gruss
    Andi

    Das hilft mir aber nicht wirklich weiter. TB unterm Aquarium, Fallhöhe ergo 1,5 m.
    Welcher Ø für 1000 oder 2000 Liter Umwälzung?

    Bevor Du keine Aussage zur Fallhöhe machtest, konnte ja auch nicht geholfen werden. Jetzt ist es klar, und ich würde Dir zu 25 oder 32mm raten.

    25 reicht zwar bei den angegebenen Volumen locker, aber oft kommt es anders wie erwartet, z.B wenn Du mal mit Triton liebäugelst. Da wird dann ein 10-fache Umwälzung empfohlen, was z.B. bei einem 500er Becken netto 5000l/h bedeutet. Also vermutlich eine +/- 8000er Förderpumpe. Ganz schön viel. Deshalb würde ich nie minimal planen, sondern direkt auf 32mm gehen. Reduzieren geht einfacher wie erweitern.

    Gruss
    Andi

    P.S. Sandy war schneller...

    Hi

    Ich glaube zuweit darf man gar nicht suchen, denn alle Abläufe müssen ja bloss Wasser runter lassen.

    • Ruhig wirds wenns gemächlich fliessen kann. Also wenig Durchfluss und/oder dicke Rohre. Zudem einen möglichst breiten Kamm verwenden.
    • Schacht hoch anstauen, wenig Fallhöhe vom Aq zum Wasserstand im Schacht.
    • Feineinstellung mittels Membran oder Schrägsitzventil. KEIN Kugelhahn, weil dieser schwer einstellbar ist. Idealerweise hier 1-2 Nummern verjüngen. Bei mir sind die Abläufe in 50mm, mit 32mm Membranventil und lassen sich so recht gut regulieren.
    • Immer ein Rinnsaal durch den Notablauf lassen. Damit bleibt der. Wasserstand im Schacht konstant.
    • Notablauf mit Schalldämpfer versehen, z.B. Maggie Muffler
    • Ganz Perfekte arbeiten mit einem 3 Ablauf, welcher dann nur noch ein reiner Notablauf mit über dem Maximalwasserstand liegendem offenen Fallrohr ist. Wenn der laut ist, soll das so sein, denn wenn dort Wasser durchgeht, dann stimmt was mit den ersten beiden Abläufen nicht.
    • Bei der Variante mit 3. Ablauf kann der 2. Ablauf fürs Ausgleichs-Rinnsaal durchaus recht klein dimensioniert werden.

    Bean Animal kenne ich nur von Bildern, ist aber so wie ich bisher verstehen konnte, auch nix anderes. Dass die mit flachen Schächten arbeiten können, ist bloss für die Verwendung von Schlitzrohren hinderlich. Und aufs Schlitzrohr würde ich nie verzichten wollen.

    Gruss
    Andi

    Hi

    Ich brauche ein Alugestell für ein 130x50 Ablegerbecken. Stecksystem will ich nicht, als z.b. Gestell von Motedis. Die haben fertige Bausätze im Angebot. Soweit fein.

    Eben mal ein Untergestell „leicht“ mit L 130 B50 H92 eingegeben und nun das grosse rätseln. Was bekomm ich denn da? Und Hilfe oder zumindest eine Erklärung von Motedis gibt‘s offenbar nicht.

    Problem ist, dass ich anhand der Skizze im Konfigurator annehmen muss, dass das Untergestell auf dem Bild hochkant gestellt dargestellt ist. Also für mein Projektchen müsste ich ein 130 hohes Gestell mit Breite 92 und Tiefe 50 bestellen? Im Warenkorb sieht das Bild dann wieder anders aus.

    Kennt das Problem jemand?

    Gruss
    Andi

    P.S. Gerne auch Tipps von alternativen Anbietern...

    Hi

    Danke für Eure Hinweise. Befestigungsmöglichkeit ist aber mal wieder Standard. Hinstellen oder ans Glas klemmen.

    Ich habe bereits den da https://www.dohse-aquaristik.com/de/p/10810/Easy-Feeder.
    Aber da meine Becken alle umlaufende Glasstege haben ist der nicht so einfach zu befestigen. Schon gar nicht an einer Dreambox.

    Vermutlich muss ich mal die Zeit finden um selber zu basteln. Die Idee ist, den Automaten auf alte Tunze-Magnete zu packen. Dann noch den Auswurf in einen Trichter der ins Rohr geht und feddich wärs dann schon. Theoretisch, aber irgendwie leide ich an einem Überfluss an Zeitmangel, ob's wohl am Hobby liegt? :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Andi

    Hallo,

    welche technische Voraussetzung muss der Futterautomat haben?

    Viele Grüße

    Klaus

    Hi Klaus

    Futter spenden viele Geräte. Ich wünsche mir:

    1. Standfestigkeit, also keine Halteklammern oder ähnliches. Am liebsten eine haftstarke Magnetbefestigung, damit die Trommel einfach und einhändig zum Futter nachfüllen entnommen werden kann und kein Risiko besteht das die ganze Geschichte ins Wasser plumpst.
    2. Futterausgabe nicht einfach im den freien Fall ins Wasser. Besser in ein transparentes Rohr (wegen Verschmutzungserkennung) um das Futter ausserhalb einer Abdeckung auszuschütten und zielgenau durch ein relativ kleines Loch in der Abdeckung in einen Futterring im Becken zu schütten.
    3. Mindestens optionaler Akkubetrieb wäre sinnvoll, damit das Teil ohne zusätzlich Kabelzuführung wirklich flexibel aufgestellt werden kann.

    Gruss
    Andi

    Hi

    Kostenmässig schenken sich Acrylbecken und hochwertige Glasbecken nix. Mein Tank 170*120*80 in 19mm Opti White und mit allen erdenklichen Sicherheitsfeatures lag bereits über der von Torsten genannten Zahl. War aber auch eine Vor-Ort-Verklebung. Aber 400 Kg Glas hebt man nicht mehr so einfach rum.

    Acryl hat klare Vorteile. Wären da bloss nicht die guten alten Kalkrotalgen und Ferienabwesenheiten...

    Gruss
    Andi

    Ich baue mir demnächst ein Testbecken aus 20 mm vollmassiven PVC-Platten, Frontscheibe aus Ultra-Weißglas. PVC, einmal fachgerecht verschweißt, wird nie mehr undicht. Die Weißglasscheibe wird mit umlaufendem Rahmen und einer speziellen Silikondichtung gegen einen Rahmen mit Titanschrauben geklemmt und ist austauschbar. Hier dichtet schon der Wasserdruck die Scheibe von selbst ab.

    Ist ein brandneues Verfahren, was ich aber selbst bei mir ausprobieren werde. Die 20 mm weißen PVC-Platten habe ich schon hier liegen. Da hat man die Vorzüge eines Kunststoffbeckens mit Glas vereint. Macht sonst keiner, weil es ist schon aufwändiger, weil ja alles mit Hand verschweißt wird, aber das sind dann wirklich für alle Zeiten 100 % dichte Becken, eben weil alle Durchbrüche verschweißt sind und der Silikon auf Druck beansprucht wird und nicht auf Zug.

    Hi Klaus

    Bauweise ultramassiv. Liest sich genial! Wenn man sich das mal laienhaft vorstellt, wird das optisch aber recht massig. Also vermutlich vor allem für Wandbecken mit nur einer Sichtscheibe, oder?

    Bin dann mal gespannt wie das in der Realität dann aussieht und freu mich auf Bilder.

    Gruss
    Andi

    Lass Dich nicht entmutigen Robert. Wirklich platzende Aquarien sind selten. Und gut geplant und sauber gebaut ist das Risiko doch recht klein.

    Und ob Du mit kratzempfindlichem Acryl leben kannst musst Du selbst entscheiden. Für mich wärs kein Thema - hauptsächlich wegen dem Urlaub.

    Grundregeln für Glasbecken:
    - Glasstärke nicht auf Minimum (Nicht nur wegen der Bruchgefahr, auch die Klebestelle werden breiter und tragen mehr Last).
    - Mindestens Sicherheitsnähte innen, besser eingeklebte Glasstreifen auf den vertikalen Nähten.
    - Umlaufende Verstrebungen oben und vor allem am Beckenboden.
    - Bei grösseren Becken Bodenscheibe geteilt. Naht ebenfalls mit Glas abgedeckt.
    - Wenn zeitlich kein Stress besteht, Becken in 1K kleben lassen obschon ich mit azetatvernetzendem 2K auch ein gutes Gefühl habe.

    Wenn's das Budget dann noch zulässt:
    - Ab einer gewissen Beckenhöhe (bei mir wäre das spätestens ab 70cm) geschraubten Rahmen rund um den Beckenboden.
    - Glasstärke des Ablaufschachts nicht zu dünn, max. 1 Grösse weniger wie beim Becken selbst (z.B. Becken 15mm, Schacht 12mm).
    - Auch die Nähte des Schachts mit Verstrebungen verbreitern. Ein undichter Ablaufschacht kann bei Stromausfall übel enden.
    - Über einen Rucksack-Schacht nachdenken. Die Bodennähte sind dann nicht im Sand verborgen (wg. Borstenwürmern)

    Wichtigste Regel beim Aquarienkauf - Geiz ist geil sollte beim Tank definitiv ein Tabu sein. Später kann alles verändert und ersetzt werden, nur nicht das Glas. Sind die Kosten beim Glas bereits zu hoch, dann besser ein kleineres Aquarium planen, aber keineswegs Abstriche bei der Bauweise.

    Gruss
    Andi


    Hier mal ein paar Bilder von meinem eigenen Becken..... während des Aufbaus.

    Hi Klaus

    Ist das das Becken das undicht wurde? Jammerschade drum, tut mir leid für Dich!

    Wie war denn die Bauweise des Beckens und was für Silikon wurde verwendet? Verstrebungen?

    Das selbst dem Aquarienguru himself sowas passiert ist ärgerlich, lässt einem aber das eigene Leid in diesem Thema besser ertragen.

    Gruss
    Andi

    Hi Klaus

    Die Multiplex ist über der Dämmung. Das Alugestell ist exakt ausgerichtet. Aber 2.5 Tonnen Druck können das auch geringfügig ändern. Die Dämmung würde das ausgleichen.

    Zudem hatte ich bei Propellerpumpen manchmal das Gefühl, dass nicht entkoppelte Aquarien zu Resonanzkörpern werden. Und die CL-Speedies wollte ich nicht mit Silikonschlauch entkoppeln, sondern fest verrohren.

    Deshalb habe ich mich dafür entschieden, das ganze Aquarium schwimmend zu lagern. Dafür habe ich aber nicht bloss irgend eine Neoprenmatte drunter gepackt... :thumbs_up:

    Gruss
    Andi

    Hi Robert

    Mit genau Deinen Fragen war ich auch konfrontiert. Ich wollte ebenfalls das bestmögliche Becken. Also Stahlrahmen, Glas einen Ticken dicker als die Norm verlangt. Scheiben auf Druck von innen eingeklebt. 1K Silikon, auf Empfehlung von Klaus das Olive v/1 negro (obwohl Klaus vorhin einen anderen Hersteller genannt hat. Und natürlich gefühlte hunderttausend innenliegende Verstrebungen über allen Nähten.

    Ich musste aber schnell feststellen, dass der gute Plan schwer umsetzbar ist. Erstens finde mal einen Aquarienbauer der das a kann und b auch macht. Teilweise habe ich nicht mal Antworten auf Anfragen erhalten. Da waren auch die ganz grossen Namen in diesem Geschäft offenbar überfordert.

    Der einzige der sich wieder perfekt auf meine Wünsche eingelassen hat, war mein bisheriger Aquarienbauer. Das tönt jetzt etwas schräg, aber mir ist mein erstes Becken von ihm nach 1,5 Jahren ausgelaufen. Das 2. hat gehalten, musste aber nach 7 Jahren wegen Unterwanderungen der Silikonnähte durch Kalkrotalgen frühzeitig abgebaut werden. Mieses 2K Silikon von einem Namhaften D-Hersteller war das Problem. Natürlich hat der Chemie-Riese das Produkt dann recht schnell vom Markt genommen, angeblich mangels Nachfrage. Der Beckenbauer und seine Kunden wurden im Regen stehen gelassen. Dies als Erklärung, weshalb ich trotz schlechter Erfahrungen wieder auf den selben Beckenkleber gesetzt habe.

    Mein neues Aquarium steht jetzt seit gut einem Jahr gefüllt da und ich bin sehr zufrieden damit. Auch wenn ich schlussendlich nicht alle meine Wünsche umsetzen konnte.

    Das Becken ist aus 19mm Opti-white gebaut. Ursprünglich wollte ich VSG, aber 24mm VSG ist weniger bruchfest wie die 19mm starke Einfachscheibe. Und 30mm VSG war mir dann etwas zu heftig, und nur unwesentlich zäher als 19mm. Offenbar kannst Du bei VSG rund ein Drittel abziehen um die Bruchfestigkeit zu vergleichen. Bei VSG müssen die Kanten zudem besonders geschützt werden, damit die Sicherheitsfolie keine Feuchtigkeit nach innen ziehen kann. Sonst könnte die Scheibe von den Rändern beginnend milchig werden.

    Den Stahlrahmen musste ich aus Kosten und Logistikgründen verwerfen. Gewicht war da auch noch so ein Thema...

    Das Becken steht nun auf einem 45mm Alugestell. Dieses hat eine Auflage aus einem Dämmstoff (grün im Bild) um das Becken bestmöglich zu entkoppeln. Schweineteures Hi-Techmaterial... Dann kommt eine 21 mm Multiplexplatte. Dann ein 4mm Acrylglas, dann direkt das Becken drauf. Das Becken hat dann einen umlaufenden 5mm Alurahmen erhalten, welcher mit Edelstahlschrauben fest mit der Multiplexplatte verschraubt ist. Dieser Rahmen nimmt den grössten Druck auf und entlastet die meistbelasteten unteren Silikonnähte.

    Im Becken drin ist oben und unten ein umlaufender Glasrahmen verklebt, plus eine Zugstrebe. Alle horizontalen und vertikalen Nähte sind mit eingeklebten Glasstreifen verstärkt. Auch im Rucksack-Ablaufschacht.

    Geklebt wurde wieder mit 2K. Nach Angabe meines Aquarienbauers wären mit 1K - aufgrund der massiven Nähte - zu lange Aushärtungszeiten angefallen. Und es wäre in drei Etappen geklebt worden, jeweils mit 2 Wochen Wartezeit. Bei der notwendigen vor Ort Verklebung ein heftiger zusätzlicher Budgetposten. Das 2K ist jetzt aber was Neues. Der Aquarienbauer hat vor ein paar Jahren ein eigenes Becken damit geklebt. Dieses Silikon hält, ist wie die 1K Silikone auf azetatvernetender Basis aufgebaut und härtet nicht ganz so schnell aus. Eine 2 wöchige Wartezeit bis zur Befüllung musste ich in Kauf nehmen. Vorher waren es nur 24 Std.

    Da mein altes Becken auch im Wohnzimmer stand, wären 2 Monate Aquarienbaustelle nicht realistisch gewesen. Bis die CL-Verrohrung, Deko, Elektrik usw. fertig war, ist auch so fast ein Monat vergangen.

    Ich bin der Meinung, so das für mich sicherste und noch finanzierbare Aquarium aufgebaut zu haben. Bisher bin ich sehr zufrieden. Allerdings wäre ein Plexibecken sicher nicht teurer gewesen. Dies wollte ich wegen der Kratzempfindlichkeit auf keinen Fall.

    Gruss
    Andi