Beiträge von FrankD

    Hallo Ingo,
    ich kenn mich ein bisserl mit Chemie aus und rate dir daher gerade am Anfang davon ab, mit chemischen Mitteln die Einfahrphase beschleunigen zu wollen. Sicherlich sollte sich der pH-Wert des stabilen Aquarienniveaus bei um die 8 bewegen, aber das dauert seine Zeit. Chemie ist es, wenn dein frisch angesetztes Salzwasser einen pH-Wert von 8 bis 8,5 hat. Dann ist alles in Ordnung. Wenn nicht, stimmt was mit deiner Salzmischung nicht. Biologie ist es, wenn in deinem Becken während der Einfahrphase der pH-Wert schwankt, also der ursprüngliche Wert des frisch angesetzten Wassers sich verändert. Das liegt dann an den unausgewogenen Bakterien- und Algenkulturen im Becken. CO2 und die Bildung organischer Säuren stehen nicht im biologischen Gleichgewicht. Da kann man nicht viel machen und sollte abwarten. pH 7,4 ist für ein gestandenes Becken zwar sehr niedrig, in der Einfahrphase aber tolerierbar.
    Die Zugabe von Kalkwasser ist ein alter Schuh und durchaus machbar mit all seinen Vor- und Nachteilen. Aber niemals sollte man mit Kalkwasser den pH-Wert von 7,4 auf 8 anheben, wenn überhaupt, dann über sehr lange Zeit. Mit solchen Aktionen störsts du aber nur das zarte Pflänzchen der wachsenden Bakterien. Also warte einfach ab und schau wie sich der pH-Wert weiter entwickelt. Wenn der pH-Wert in 2-3 Wochen immer noch so niedrig ist kannste dich ja noch mal melden.
    Frank

    PS: Dein Kalk hat die übliche Zusammensetzung und ist ok

    Hallo Ingo,

    wie alt ist denn dein Becken? Wenn der Nitrit-Wert fast null ist, heißt das, er ist nicht null. Nitrit sollte immer null sein, zumindest bei den verwendeten Aquarientests. Nur in der Einfahrphase gibt es anfangs Zeiten in denen Nitrit sich ansammelt und dann langsam zu Nitrat oxidiert wird. Wenn sich die Bakterien in deinem Becken erst entwickeln müssen kann das dauern mit dem Nitrat. Nitrat muss auch nicht nachweisbar sein, es kann auch schnell verbraucht werden.

    Dramatischer ist das mit deinem pH-Wert. Wenn dein Becken noch in der Einfahrphase ist, würde ich erstmal nichts machen. Kalk(wasser?) hinein zu kippen klingt sehr gefährlich. Stimmt den deine pH-Messung?
    Frank

    Hallo Interessierte !

    ich weiss zwar nicht was für euch die Diskussion jetzt interessanter macht, hatte nämlich langsam die Lust verloren. Aber 3 - 6% Magnesium sind immernoch 95 % nicht Magnesium und für einen starken Mg-Abbau schwerlich heranzuziehen. Da ist es egal ob die CaCO3-Struktur als Calcit oder Aragonit vorliegt. Würde sonst bedeuten, dass in einem Weichkorallenbecken die Versorgung im Gegensatz zum Steinkorallenbecken problematischer bzgl. Mg ist. Angebot und Nachfrage sind bei Mg und Ca gegensätzlich: Während Mg im Wasser mehr vorhanden ist als Ca, wird es wesentlich weniger konsumiert. Insgesamt ist der Mg-Haushalt damit sehr stabil. Ab und zu mal Wasser gewechselt uns schon ist evtl. fehlendes Mg wieder ausreichend da. In meinen Becken leben historisch bedingt ca. 50% Lederkorallen, und die wachsen nicht schlecht, daher auch soviele. Mein Mg-Wert ist dennoch stabil.
    Das mit den Skeletteinbauten bewegt sich ja wenn überhaupt bitte im Spurenbereich! Egal ob Endo-oder Ektoskelett. Ein Skelett mit nennenswerten Fehlstellen wäre wohl wenig stabil. Und ja ich Unterstelle der "Natur" dass sie im gesunden Zustand den Skelettaufbau sehr genau kontrolliert, alles andere sind schwere Krankheiten, die bekannt sind. Aus einer kleinen Acropora wird schließlich eine große Acropora und nicht eine Muschel. Und egal ob das Riff mittlerweile abgestorben ist, die Korallenskelette müssen ja aus einer Zeit kommen als die Korallen noch gut gewachsen sind.
    Frank

    Hans-Werner,
    ist doch genau meine Rede. Das was an Magnesium in Korallenskeletten eingebaut wird (meine Quellen schreiben max. 3% gerechnet als Carbonat in der lebenden Koralle) ist vergleichsweise gering. Also können unsere Korallen keine hohen Ansprüche an Magnesium stellen bzw. starke Mg-Verbraucher sein. Wenn ich ständig Mg-Versluste habe, stimmt mit der Chemie etwas nicht. Auch Algen und Weichkorallen bestehen nicht aus derart großen Teilen Magnesium.

    Ich kenne den Vortrag von Brockmann nicht, halte es aber für sehr fraglich, dass ein lebender Organismus solche Phosphateinlagerungen in sein Skelett aufnimmt. Wo sollen diese Korallen gewachsen sein? Im Hafenbecken von Antwerpen vielleicht. Klar ist, dass Phosphat in Form von gewollten Mineralien im Skelett eingebaut wird und teilweise im Kalkreaktor auch wieder in Lösung geht. Orthophosphate, also PO4 geht aber wohl nicht in Lösung. Wie gesagt, sollte ein Korallenbruch einen guten Durchschnitt über alle Qualitäten geben. In belasteten Gewässern sollten keine nennenswerten Korallen wachsen.

    Um zum Kern der Sache zurück zu kommen. Der Kalkreaktor kann sicher nicht alle (bio) chemischen Vorgänge bzw. Verbräuche im Becken ausgleichen. Schon garnicht, wenn zeitgleich andere Mittelchen zugegeben werden, die die Chemie im Becken verändern. Aus biologischer Sicht sollte er aber zumindest die wesentlichen Bestandteile an anorganischen Verbindungen zur verfügung stellen, die eine Koralle zum Wachsen braucht. Sicher kann ich diese Ionen auch in Form synthetischer Salze ins Becken kippen, die Gefahr Fehler zu machen ist aber um ein Vielfaches größer. Beim Kauf der Salze, beim Anmischen und beim Dosieren (Messen). Beim Kalkreaktor kann es zu Unfällen durch Ionenverschiebungen nicht kommen. Das Bisschen was der Kalkreaktor zu wenig abgibt oder zuviel (z.B. Phosphat wenns ohnehin zu hoch ist) steht in keiner Relation zu den übrigen Stoffumsätzen und wird mit einem selbst sporadischem Wasserwechsel wieder ausgeglichen. Die vielen Threads "Ca-Werte zu hoch, Mg-zu niedrig, KH im Keller" etc. wird man nicht haben. Und noch weniger die daraus resultierenden schlimmen Überdosierungen von Chemikalien in Form von Salzen. Am Ende war es dann meistens mal wieder der Test der Schuld am Dilemma ist.
    Gruß
    Frank, Kalkreaktor Lobbyist

    Hallo,
    eines ist klar, ich kann kein Osmosewasser durch Behandeln mit einem Kalkreaktor zu Meerwasser machen. Es geht vielmehr darum, dass dem vorhandenen Meerwasser zurückzugeben wird, was überproportional entnommen wird, und das sind in heutigen Steinkorallenbecken die KH, also Calcium in Form von Hydrogencarbonaten. Dass diese in einer Suppe aus Chloriden, Sulfaten etc. "schwimmt" versteht sich. Wenn ich viel Wasserwechsel mache, muss ich bekanntlich garnichts nachgeben, ist aber eher ein Extremfall.

    Marcus,
    stimmt, pro Calciumion entstehen zwei Hydrogencarbonatanionen. Das sollte auch so sein. Und die Koralle macht daraus wieder ein Calciumcarbonat. Korallen bestehen bekanntlich aus über 80% Calciumcarbonat, nur zu ca. 3 % aus Magnesiumcarbonat. Der Rest sind Phosphate und Sulfate. Und da das so ist sollte man idealerweise der Koralle auch das Anbieten und nicht Natriumdyrogencarbonate und Calciumchloride oder Magnesiumchloride getrennt. Ich frage mich auch wo bei einigen das viele Magnesium hin gehen soll. Bei einem solchen Magnesiumverbrauch müsste der Calciumverbrauch mindestens mit dem Faktor 10 bis 100 mit abnehmen.

    Hans-Werner,

    was meinst du mit Korallenkalk? Redest du von Korallenbruch (wie ich) oder von irgendwelchen fossilen Mineralien? Im Korallenbruch sollte immer Phosphat enthalten sein, wie in unseren Zähnen und Knochen auch. Da gibt es kein gutes oder schlechtes. Dass die Magnesiumwerte (und auch Ca-Werte) mit der Zeit ohne Zutun absinken ist normal. Dieser Kesselstein-Effekt sehen wir in jeder Gießkanne. Die KH setzt CO2 frei und wird zu Calciumcarbonat, das ausfällt. Durch Kalki und oder Wasserwechsel soll das ja wieder ausgeglichen werden.
    Frank

    Hans-Werner,
    was heisst deutlich mehr Wasser im Becken als im Reaktor? Der Reaktor wird ja wohl kaum mehrere Hundert Liter haben. Ich erachte eine Verhältnis von V (Reaktor) zu V (Becken) von 1 zu 100 als optimal, d.h. ein 500 Liter-Becken sollte ein ca. 5 Liter fassenden Kalkreaktor haben.
    Und was meinst du für Mulm? Bei mir bleibt in der Tat vom Korallenbruch nichts übrig. Die Strömung in einem funktionierenden Kalkreaktor sollte aber auch turbulent sein, d.h. unlösliche Anteile werden früher oder später ausgetragen. Sollten also wirklich schwerlösliche Metallcarbonate anfallen, landen sie irgendwann im Technikbecken und werden beim nächsten Absaugen entfernt. Diese Carbonate bilden sich aber auch mit herkömmlichen Spurenelement-Lösungen.
    Und Magnesium? Wie gesagt, wenn nicht mehr rauskommt, brauchen sie auch nicht mehr. Ich behaupte mal im Korallenbruch ist ein fairer Durchschnitt über alle Steinkorallenarten. Und das Substrat löst sich schneller als meine Steinkorallen wachsen können. Da fällt auch noch genügend für Kalkalgen, Weichkorallen etc. an. Wichtig ist (mir), dass das natürlich ausgewogene Verhältnis der Verbindungen im Wasser konstant ist und nicht willkürlich das ein oder andere mit Chemikalien erhöht wird. Wer weiss denn schon welche Tiere nun wieviel von was benötigen? Wenn ich meine paar Werte messe (1x im Jahr) ist immer alles gleich und im grünen Bereich. ich gebe neben Spurenelementen kein Ca oder Mg zu. Und die Spuris sind auch eher was fürs Gemüt. Da weiss ja auch keiner was wirklich gebraucht wird und wieviel.
    Grüße,
    Frank

    Hallo Sven,

    habe es gerade in einem anderen Thread kommentiert: Kauf dir einen gescheiten Kalkreaktor und du bist diese Probleme los.
    Nichts verbraucht innerhalb so kurzer Zeit soviel KH! In deinem becken stimmt im wahrsten Sinne des Wortes die Chemie nicht mehr. Das führt dann wohl zum chemischen (Fällung) Abbau der KH. Auch "ausgehungerte" Korallen holen die fehlenden Komponenten nicht schlagartig aus dem Wasser.
    Frank

    Hallo Leute,

    da zeigt sich doch wieder, dass man mit zuviel Messen mehr falsch machen kann als es hilft. Warum ist bei vielen eigentlich der Kalkreaktor so verschmäht? Er ist doch neben dem Abschäumer das Instrument der Wahl! Statt mit chemischen Hilfsmittelchen wie Ca-, Mg-, Sr-,...- und Ballingsalzen zu versuchen die richtige Ionenbilanz aufrecht zu halten, brauche ich mich beim Kalkreaktor eigentlich um nichts zu kümmern, vorausgesetzt er ist mit Korallenbruch gefüllt: Es werden die Ionen genau in dem Verhältnis freigesetzt, in dem die Korallen sie zum Skelettaufbau benötigen, incl. der Mengen an Phosphat etc.. Je mehr Verbraucher ich im Becken habe, desto schärfer (mehr Kalk auflösen) fahre ich den Kalkreaktor. Messen kann ich das z.B. über die KH, und die lässt sich einfach und sicher bestimmen. Das Verhältnis zwischen Ca, Mg, Sr und anderer Skelettbildner bleibt im natürlichen Gleichgewicht.
    Frank

    Hallo Leute,
    also jetzt melde ich mich doch noch mal dazu. Im Endeffekt ist die Installation der Kugelhähne ziemlich schnurz. Drei Kugelhähne sind aber mindestens einer zuviel. Ich kann nicht alle drei Rohrabschnitte regeln (1. Schacht, 2. Ablauf, 3. UV-Klärer). Abgesehen davon, dass der 1. Hahn zum Rückstauen nicht zwingend notwendig ist, da er nicht die Durchflussmenge regelt, sondern nur den Luft-bzw. Geräuschpegel, kann ich entweder den 2. Hahn einsetzen oder den 3. Hahn. Ich kann nicht beide Abflüsse (UV und Ablauf) runterregeln, dann läuft mir das Becken über. Einer von beiden muss immer frei abfließen können und die Restmenge an Wasser passieren lassen. Diese ergibt sich durch den eigentlich einzigen notwendigen Hahn im Ablauf. Alles was nicht durch den Ablauf läuft, muss durch den UV-Klärer und umgekehrt. So betreibe ich auch meinen.
    Zu den Verschmutzungen: Ich weiß ja nicht was bei euch so alles über den Ablaufkamm springt, bei mir sind es aber nur kleine Schnecken. Die landen dann entweder im Ablauf (Technikbecken) oder im UV-Klärer. Dort kriechen sie durch und landen ebenfalls im TB oder schaffen es halt nicht :frowning_face: Da ich meinen nur sporadisch angeschaltenen 30 Watt HW-Klärer jetzt schon im 5. Jahr im Bypass mitlaufen habe, liegen am Boden etwa ein guter Teelöffel voll Schneckenhäuser. Na und? Und das nach 5 Jahren. Manchen schreiben hier so als würden da statt Meerwasser Suspensionen an Festkörpern durch die Rohrleitungen gehen. Da müsste sich ja im Technikbecken nach einigen Tagen mehr Bodengrund befinden als im Becken selbst :smiling_face: Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. :st:
    Frank

    Hallo Alexander,

    das mit der UV-Verschaltung ist hier im Forum anscheinend eine "Geschichte voller Missverständnisse". Baue bloss nicht eine weitere Pumpe ein, nur um den UV-Klärer zu beschicken! Das Aquarium braucht auch so sicher genug Strom, und was mich mittlerweile mehr stört, jede weitere Pumpe bring Lärm und brummt.
    Das ablaufende Wasser bringt alle Voraussetzungen mit, die du zum Betreiben der UV-Anlage brauchst. So wie du es gezeichnet hast oder ähnlich ist vollkommen ok. Ich betreibe meine beiden UV-Klärer auch so. Da immer soviel Wasser zurückläuft wie ins Becken gepumpt wird ist der Durchfluss nach einmaliger Einstellung mit den Stellhähnen genügend konstant. Und selbst wenns mal schwankt, was solls? Der Wirkungsgrad ist sowieso in einem weiten Bereich gegeben und ohne exakte Keimzahlmessungen willkürlich festgelegt.
    Frank

    Uwe, Stefan

    die Theorie mit dem Silikat stimmt ja, habe das selbst mal irgendwo hier im Forum gepostet. Nur gehe ich davon aus, dass der Austausch von Silikat gegen Ca und Mg erst viel später eintritt. Wenn deine Säulen allerdings so lang und dünn sind, wundert mich deine Beobachtung nicht. Grunsätzlich ist die Kapazität der Säule unabhängig von der Bauart, d.h. die Menge an Wasser, die entsalzt werden kann ist gleich und hängt von der Masse an Harz ab. Aber: Bei einer schlanken und dafür hohen Säule sieht das durchströmende Wasser viel mehr frische Harzkugeln als bei einer niedrigen dicken Säule, wenig turbulente Strömung vorausgesetzt (ist aber bei normaler Durchfluss-geschwindigkeit auch nicht turbulent). Das bedeutet, das Wasser aus deiner Säule kommt mit einer maximalen Reinheit heraus. Aufgrund des geringen Durchmessers ist der Durchschlagspunkt allerdings sehr schnell erreicht und man beobachtet den schnellen Anstieg von Leitwert und Silikat. Bei zu dünnen Säulen kann es aufgrund der starken Wandeffekte zu schlechtere Belegung der Harzkugeln kommen,d.h. oben schlägt schon Wasser mit hohem Leitwert durch obwohl am Rand der Säule noch frische Harzkugeln da sind. Also nicht zu extrem werden mit den langen dünnen Säulen. Aber fragt mich jetzt nicht was das ideale Verhältnis Länge zu Durchmesser ist. Sowas weiß ein Ingenieur.
    Ist aber auch eigentlich Aufgabe der Hersteller von Austauschersäulen sich um sowas zu kümmern.
    Frank

    Roger,
    du bringst hier zwei Sachen durcheinander, Chemie und Biologie. Natürlich schadet eine irgendwie chemisch vergiftete Muschel der Anemone. Ich meine aber die biologische Güte, wenn ich von verschimmelt rede. Tiere, und ja ich verallgemeinere das, sind wesentlich unempfindlicher als wir Menschen. Eine Katze frisst ohne Probleme einen bereits stinkenden toten Vogel, ein Fisch auch ein schon "angegammeltes" Artemia-Krebschen. Wenns nicht schmeckt wirds halt wieder ausgespuckt. Ob das auf Dauer (Nährwert, Vitamine etc.) wie im Falle deines Vogels gesund ist, ist wiederum eine andere Geschichte. Ebenfalls kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Futtertier eine Krankheit auf den Konsumenten überträgt. Ist im Falle Artemia, Muschel etc auf die Fische aber wohl eher unwahrscheinlich. Ich möchte nicht wissen was unsere Vorfahren alles gegessen haben (OK, die sind auch nicht sehr alt geworden ;)). Aber mal im Ernst, warum bekommen 90% aller deutschen Ägyptenurlauber Magen-Darm-Probleme? Weil wir verwöhnten Weicheier es nicht mehr gewohnt sind auch mal krass gesagt verdorbene Ware bzw. Bakterien-belastete Nahrung zu essen. Die Einheimischen kennen unsere Probleme nicht und schütteln den Kopf. Vielleicht sollten wir daher unsere Pfleglinge nicht nur mit Sheba und Co. verweichlichen, von Natur aus sind sie kräftig genug.

    Zu deinem Fisch-Problem: Es ist wohl so, dass man die Einfrier-und Auftauzeit als ungekühlte bzw. Temperatur-kritische Zeit ansieht und sich gerade bei Fisch oder Hackfleisch ein erneutes Einfrieren verbietet, es dauert einfach zu lange. Mit dem Zustand des Gefroren-seins hat das wohl nicht viel zu tun.

    Frank

    Naja,
    einen Leitwert von unter 1 Mikrosiemens bekommt man ohnehin nur mit einem Mischbettfilter hin. Mit meinem Kat + Anionentauscher habe ich minimal 4 Mikros. Und das obwohl der frisch regeniert ist und nach der UO geschaltet ist. Das mit dem Silikat würde ich auch nicht so tragisch nehmen. Wenn das Ausgangswasser 600 und das Reinwasser z.B. 10 Mikros hat, dann sind noch effektiv Bindungsplätze frei und es sollte kein Silikat oder ähnliches freigesetzt werden. Das ist, vergleichbare Ionenaktivität vorausgesetzt, nur der Fall wenn Eingangsleitwert ungefähr gleich Ausgangsleitwert. Ich behaupte mal bei unter 10 ist man immer auf der sicheren Seite. Wir wollen ja keine Atomkraftwerke betreiben oder Halbleiter herstellen :grinning_squinting_face:
    Höre ich da bei Uwe vielleicht ein wenig den erhobenen Finger des Händlers? Mein Reifenhändler hätte auch gerne, dass ich die Reifen schon bei einem Profil von 5 mm wechsle :winking_face:
    Frank

    Hallo,
    warum sollten die frischen bzw. lebenden Muscheln gesünder und weniger belastet sein als sie gefrorenen toten?
    Ist das nicht was man "Perlen vor die Säue werfen" nennt? Ich glaube im Gegensatz zum Menschen würde eine Anemone auch eine schimmelige Muschel ohne Konsequenzen fressen.


    Frank

    Hallo Andi,

    das mit dem Ca-Test klappt natürlich nicht! Calciumchlorat ist ebenfalls dissoziiert und zeigt nahezu den gleichen Ca-Wert an.
    Wie Reinhard schreibt, ist die Chemikalie im normalen Laboralltag nicht gerade üblich. Auch mir ist sie noch nie unter gekommen. Aber gerade deswegen ist es verwunderlich, wo die Abfüller/in den vermeintlich korrekten Namen zum Beschriften hergezaubert hat. Im Idealfall hat sie ihn von der Vorratsflasche abgeschrieben. Dann ist vielleicht wirklich das drin was draufsteht. Ich vermute auch, dass es eher nicht diese Verbindung ist, Problem ist aber dass 95% aller Salze weisse Pulver sind. Vom Ansehen weiss man nicht was es ist.
    Wie auch immer, die Beschriftung wäre dann definitiv falsch, gefährlich falsch. Eine Apotheke verkauft Medikamente. Aufgrund solcher Fehler sind schon Menschen gestorben. Denkt nur an den Fall als vor ein paar Jahren Infusionslösungen waren es glaube ich, statt mit Kaliumchlorid mit Glucose beschriftet wurden. Damals sind einige Babys daran gestorben. Warum sollst du das Risiko tragen. Die sollen neu abfüllen.
    Grüße,
    Frank

    Hallo,
    ich muss meinem Standeskollegen etwas widersprechen bzw. ergänzen. Calciumchlorat und Calciumchloratdihydrat sind beide bekannt und beschrieben. Letzteres hat z.B. einen Schmelzpunkt von 100°C und löst sich mit 177g in 100 ml Wasser*. Geben tuts das also schon. Ob und wo man das kaufen kann gilt es zu recherchieren. Vermutlich ist es in der tat wenig stabil. In jedem Fall würde ich ein so ausgezeichnetes Salz nicht kaufen und in keinem Fall einsetzen! Gerade in der Chemie und Pharmazie kommt es bei der Bezeichnung auf jeden Buchstaben an:
    Chlorid ist nicht Chlorit oder Chlorat, geben tut es aber alle drei. Eine solche Apotheke gehört geschlossen. Die verkaufen vermutlich auch Cyanid statt Cyanat.
    Frank

    *Nachtrag: Im Römpp-Chemielexikon steht, dass es in der Fotografie, Feuerwerkerei und als Pflanzenschutzmittel eingesetzt wird. Mir wäre das Risiko zu groß. Wer hat denn die Packung abgefüllt und beschriftet?

    Hallo Mike,

    als Chemiker nutze auch ich den absoluten Alkohol statt des Wodkas. Wenn die ganze Theorie, die hinter der Wodka-Methode steckt stimmt, macht es keinen Sinn Wodka dem reinen Alkohol vorzuziehen. Die neben dem Alkohol vorhandenen Bestandteile im Wodka sind unnützes Beiwerk und können nur noch Probleme erzeugen, helfen tun sie sicher nicht.
    Ich habe nun seit fast einem Jahr Erfahrung damit und bin zufrieden. Nitrat und Phosphat habe ich nie wirklich verfolgt. Aber meine Cyanos sind seit Beginn der Zugabe weg.
    Die Kombination mit Zeolithen erachte ich als unproblematisch. Zeolithe verändern die Biologie im Becken nicht. Sollten die Bakterien auf dem Zeolith siedeln, ist das eine gute Methode, die Biomasse aus dem Becken zu entfernen. Ich mache das ebenso, allerdings mit billigerer Filterwatte. Bereits nach wenigen Tage ist sie derart zu mit Bakterien, dass nichts mehr durchfließt, dann wird gewechselt. So galube ich, mehr an Biomasse (und Nitrat, Phosphat etc.) aus dem Becken zu holen, als darauf zu vertrauen, dass die Bakterien abgeschäumt werden. Die meisten Baks sitzen wohl ohnehin auf Substraten und schweben nicht im Becken (ausgenommen es sind soviele, dass es zu einer Blüte kommt).
    Frank

    Wo bin ich hier gelandet?

    Zum Thema zurück: Wenn es keine Unmengen von Kerzen sind (zuviel CO2 im Raum) sollte es keine Probleme geben. Das bisschen Duft konkurriert mit tausenden anderen "Giftstoffen" in der Luft.
    Frank

    Bei mir läuft auch alles über eine Nachfüllautomatik. Du hast halt je nach Füllhöhe der Ablaufkammer Schwankungen im Wasserstand des Technikbeckens. Von normalem Niveau bis normalem Niveau plus Volumen Ablaufschacht. Führt in meinem Fall hin und wieder zu geringen Dichteschwankungen, da das im Ablaufschacht befindliche Wasser mit Osmosewasser aufgefüllt wird.
    Frank

    David, wenn dein Ablaufrohr nur 10 cm unter der Wasseroberfläche beginnt, dann hast du ja je nach Höhe von Becken und Unterschrank ein Fallrohr von mind. 1 m. Das kann ich mir sehr laut vorstellen.
    Bei mir ist das 40iger Ablaufrohr im Ablaufschachr bündig mit der Bodenscheibe. Es geht gewinkelt ins Becken darunter, d.h. nicht ein steil fallendes Rohr, sondern erst ca. 20 cm fallend, dann waagerecht, dann ca. 40 cm wieder fallend bis ins Technikbecken. Ich habe weiter nichts im Ablaufrohr. Man kann aber sog. Biobälle etc. hineinlegen, das bremst das Plätschergeräusch ohne die Durchflussrate zu minimieren.
    Frank

    Hallo Andre,
    ja ist vielleicht schwierig in wenigen Sätzen zu erklären. Aber ich versuchs. Ich habe in meinem kleinen 200 Liter-Becken ein 20iger Zulauf und ein 25iger Ablauf. Das hat bei der betriebenen Pumpenstärke (1000-2000 l/h) genau das zur Folge, was David beschreibt: Zunächst sammelt sich das Wasser etwas im Schacht und fließt langsam ab (Luft im System). Irgendwann steht soviel Wasser im Schacht, dass der Druck dieses mitsamt der im Rohr befindlichen Luft nach unten wegdrückt bis der Ablaufschacht komplett leer ist (Abhebereffekt). Dieses Abschnorcheln des Inhalt ist, da Luft enthalten ist und aktiv eingesaugt wird sehr laut und kommt ganz plötzlich. Hört sich ungefähr so an, wie wenn (bei mir zumindest) die letzten Liter Wasser aus der Badewanne in den Abfluss laufen. Der Abfluss röhrt und rülpst dann regelrecht.
    Abhilfe schafft die Drosselung des (eigentlich zu kleinen) 25iger Rohres, was zunächst widersprüchlich klingt. Durch die Drosselung wird verhindert, dass es immer wieder zu Lufteintrag in das Ablaufrohr kommt, weil jetzt immer nur Wasser im Ablaufrohr steht. Die Drosselung stelle ich so ein, dass sie genau dem Sog des Hebereffekts entspricht. Nach Theorie ist dann der Wasserstand im Ablaufschacht konstant. Keine Luft, keine Geräusche. Leider funktioniert die Theorie halt nicht immer. Wenn sich der Hahn verstellt, etwas aus dem Wasser ausgast, oder einfach Algenfilme die Strömung im Rohr verändern, kommt es hin und wieder doch zum Abschnorcheln. In der Praxis heisst das, dass ich alle Wochen entnervt am Drosselhahn spielen muss um ihn wieder einzustellen, schließlich verliert auch die Pumpe kontinuierlich an Leistung.
    So, aber warum dann ein großes Rohr ohne Drosselung? In meinem "großen" Becken (500 l) habe ich auch ein 20iger Zulauf, aber ein 40iger Ablauf. Da kommt natürlich auch zwangsläufig Luft mit aus dem Ablaufschacht, aber aufgrund des dicken Durchmessers kann es nicht zu dem Abhebereffekt kommen, d.h. ich habe einen konstanten Luft/Wasserstrom ins Technikbecken. Die dabei entstehenden Geräusche sind vergleichsweise gering (übliches Plätschern) und können durch Ein-und Umbauten (Verringerung der Fliessgeschwindigkeit) nochmals reduziert werden.
    Boa, das wars. :O
    Frank

    Hallo David,

    also wenn ich das richtig verstehe, dann drosselst du das Ablaufrohr vom Überlauf, was dazu führt, dass in der Regel eine bestimmte Menge Wasser im Schacht steht. Diese Menge Wasser erzeugt einen hydrostatischen Druck, der gerade reicht, um das neu hinzufließende Wasser durch die gedrosselte Öffnung zu drücken. Das mache ich aus Geräuschegründen ebenso. Es funktioniert grundsätzlich, ist aber sehr anfällig. Es braucht die Strömung nur durch z.B. eine Luftblase im Rohr/Hahn gestört zu werden, schon geht alles durcheinander: Der Wasserstand im Ablauf steigt weiter an, eventuell bis zum Notüberlauf. Der hydrostatische Druck steigt und hoffentlich irgenwann drückt dieser die Luftblase nach unten weg. Der Wasserstand sinkt mit hoher Geschwindigkeit, evtl. über das normale Maß. Ich halte es für wahrscheinlich, dass die Luftblase eine Sauerstoffblase ist, die aus dem gesättigten Wasser in der turbulenten Rohrströmung ausgetrieben wird (Sprudelflascheneffekt). Das würde für die Mittagszeit sprechen, wenn die O2-Sättigung zugenommen hat. Manchmal beobachte ich bei mir auch, dass das dann Luftleere Rohr eine Wassersäule aufbaut und aufgrund der Heber-Effekts den Schacht komplett leersaugt.
    Wie auch immer, solange du einen Notüberlauf oder wie bei mir eine bei zu hohem Level anspringende Pumpenausschaltung hast, kann eigentlich nichts passieren. Ich würde aber nie wieder ein Becken bauen, bei dem ich das Ablaufrohr drosseln muss. Besser ein überdimensioniertes Rohr.
    Frank

    Stefan, Peter,

    wenn ich eure Erfahrungen richtig verstanden habe, spricht das aber nicht gerade für eine Anwendung von Ozon im Abschäumer. Entfärbung ja, aber was ist mit der Abschäumung? Beide berichtet ihr, dass es ohne Ozon besser abschäumt. Wenn der Ozonisator an ist schäumt es schlechter, wenn er aus ist normal oder zumindest kurzzeitig sehr stark. Wird da vielleicht einfach nur das abgschäumt, was der Abschäumer aufgrund der geringen Leistung unter Ozon zuvor nicht abschäumen konnte und sich ansammelte?
    Dann würde ich allerdings auf Ozon ganz verzichten, denn Abschäumung muss sein.
    Frank

    Hallo,
    da sind gerade ein paar andere Threads zum Thema Ozon am laufen , solltest du mal reinschauen.
    Zu deinen Fragen kurz:
    Wenn der Abschäumer noch genügend Luft zieht, kannst du den Ozonisator direkt anschließen, ohne extra Pumpe. Bei meinem ATK ging aber die Ansaugleistung stark zurück, und damit die Abschäumung, weshalb ich ganz auf Ozon verzichte. Hatte irgendwie keinen Effekt gesehen (Ist aber bei anderen anders gewesen!).
    Die Kohle soll als "Polizeifilter" dienen. Falls noch Ozon aus dem Abschäumer kommt, reagiert es mit der Kohle zu CO2. Die Kohle löst sich dabei auf. D.h. solange noch Kohle da ist, und die hält ewig, ist es ok. Viele verzichten aber wohl auf die Kohle.
    Frank

    Hallo,

    dazu wäre noch zu sagen, dass Ozon die Gelbstoffe zunächst nur entfärbt, nicht aber entfernt. Man kann dann nur hoffen, dass dies der Abschäumer übernimmt. Die Kohle nimmt die Farbstoffe dagegen aus dem System. Ozon kann auch heikel in der Dosierung sein und gefährlich für die Tiere. Daher wird ohnehin emphohlen am Auslauf des "Ozonreaktors" über Kohle zu filtern um Reste an Ozon zu zerstören (es bildet sich CO2). Dann kommst du um die Kohle nicht herum. Ich benutze ebenfalls die Dupla-Kohle, derzeit kein Ozon.
    Frank

    Hallo Udo,

    ich glaube ich kann dir aus Sicht des Chemikers in allen Punkten nur zustimmen. In die Diskussion um das (Salz)wasser wird mal wieder zuviel Esoterik gepackt. Das Osmosewasser hält sich zunächst unendlich, was soll auch schon passieren. Wasser ist unkaputtbar :face_with_tongue: Selbst wenn sich Algen darin bilden, was eigentlich eher selten der Fall ist da keine Nährstoffe enthalten sind, was solls? Im Salzwassermillieu des Beckens haben die keine Chance und gehen sofort kaputt, gleiches gilt für alle möglichen Süsswassererreger die sich darin gebildet haben könnten (ebenfalls sehr unwahrscheinlich). Und ob die noch im Osmosewasser enthaltenen Nährstoffe in Form von Salzspuren oder in Form von toten Algen einbringst ist dann auch egal. Eine Umwälzung für Osmosewasser wäre Energieverschwendung.
    Ausreichend Salzwasser immer zu bevorraten ist sicher ein Luxus den ich auch gerne hätte. Ich glaube die Gefahr von zu frischem Salzwasser ist größer als die von zu altem. Dass etwas ausfällt wird immer behauptet aber nie dokumentiert. Wer hat denn die Analysendaten zu den Spurenelementen? Theoretisch möglich ist das mit dem Ausfällen. Es sind dann aber keine Oxide sondern Carbonate die ausfallen. Ich habe es aber nie beobachtet. In meinem kleinen Vorrat fällt nichts aus. Und selbst wenn, dann lieber im Fass als im Becken. Was nicht gelöst bleiben will fällt sowieso aus. Eine Umwälzung für komplett gelöstes Salzwasser ist ebenfalls reine Energieverschwendung. Die darin gelösten Ionen brauchen weder Sauerstoff noch Bewegung. Eine Lösung hält sich aufgrund der Brownschen Molekularbewegung selbst homogen.

    Grüße,
    Frank

    Hallo Tom,

    die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Je langsamer die Strömungsgeschwindigkeit, desto besser erstmal die Adsorption weil mehr Zeit dafür bleibt. Gleiches gilt auch für z.B. Ionentauscher und Aktivkohle. Der Hintergrund ist das Verhalten gemäß der sog. Langmuirschen Adsorptionsisotherme. Die besagt, dass bei genügend Zeit ein maximaler Grenzwert an Stoff adsorbiert wird (Was eben draufpasst). Danach stellt sich ein Gleichgewicht zwischen Adsorption und Desorption ein. Je mehr Zeit du dem System gibst, desto wahrscheinlicher hast du den optimalen Ggw-Zustand erreicht.
    Problem ist nur, dass das unwirtschaftlich ist, weil bei so geringer Flussrate zuwenig Wasser gereinigt wird. Du must daher einen Kompromiss aus optimaler Reinigung und Flussrate wählen:
    Zwei Extreme:

    1.) Wenig Wasser verlässt den Adsorber, ist aber praktisch PO4-frei
    2.) Viel Wasser verlässt den Absorber, enthält aber noch Reste von PO4, dafür hast du aber eine größere Menge gereinigt.

    Für das geschlossene System Aquarium bedeutet das, dass es mehr oder weniger egal ist, ob du z.B. das Beckenwasser einmal langsam über den Adorber jagst oder in der gleichen Zeit zweimal schnell. Da gemäß der besagten Isotherme die anfängliche Adsoption besonders stark ist würde ich dennoch eher die letztere Variante bevorzugen. Einfach weil nicht gewährleistet ist, dass alles Wasser den Adorber auch wirklich gesehen hat.

    Ich hoffe, jetzt alle Klarheiten beseitigt zu haben.

    Frank

    Andreas,
    der Nährstoffgehalt sollte in beiden becken aber gleich sein, da sie ja miteinander verbunden sind. Die Bakterien können nicht so schnell wachsen wie das Wasser zwischen den Becken ausgetauscht wird, selbst wenn in einem mehr gefüttert wird. Es sei denn sie sitzen wirklich auf Futterresten. Nein da muss (noch) ein anderer Faktor dahinterstecken. Strömung? Licht?

    Ich hatte vor zehn Jahren auch schon Cyanos, eher mehr als heute. Aber z. Zeit sieht es bei mir ohnehin gut aus.
    Frank

    Hallo Heiner,

    ich würde das nicht nur oder unbedingt auf den Verlust von Zooxanthellen zurückführen. Möglich wäre auch, dass sie nie wirklich welche hatte. Viele Tiere ernähren sich in den Tiefen in denen sie vorkommen mehr von Plankton als von "Licht". Erst im Planktonarmen Aquarium stellen sie sich auf die Ernährung über Zoos um. Ich habe das auch schon bei Tridacnas erlebt. Als ich sie kaufte waren sie weiß, schön pigmentiert aber Grundfarbe weiß. Nach ein paar Wochen im AQ waren die Wildfänge dann eher braun, es hatten sich Zoos gebildet.
    Gut ging es ihnen wohl in beiden Fällen, nur die Diäten waren anders :face_with_tongue:
    Frank

    Hallo Joe,

    interessante Feststellung von dir (Zitat Joe):

    wie erklärt sich der umstand, dass bei becken, die an einem kreislauf hängen und alle aus dem selben überlaufbecken versorgt werden, dass
    schmieralgen/cyanos in einem becken auftauchen und in anderen nicht.

    Ich habe die gleiche Beobachtung in meinen Becken gemacht, im Großen hatte ich immer Cyanos (bis Wodka kam), im angehängten Kleinen nie. Dies ist aus meiner Sicht der klare Beweis, dass eine Cyanoplage nicht unmittelbar etwas mit der (Leitungs)wasserqualität zu tun hat. Es muss mindestens einen anderen entscheidenden Faktor geben.
    Danke noch mal für den Hinweis.
    Frank

    Andreas,

    wir Verwenden UO um die bekannten, nennenswerten Verunreinigungen wie Silikat, Nitrat und Phosphat zu entfernen. Auch wenn sie bereits im Becken vorhanden sind, will man sie ja nicht unnötig anreichern. Um die Spuren an Quecksilber und Uran zu entfernen nutzen wir die UO nicht, sie wirkt da auch nicht.

    Mein Punkt ist nur der, dass ich nicht glaube, dass wir das Millieu im AQ (zugunsten von Bakterien) dadurch verändern, dass wir etwas mit dem Nachfüllwasser zugeben, was in so geringen Mengen enthalten ist, dass es niemand weiss. Wenn es der Einfluss der genannten Hauptionen wie PO4, SiO2 etc. ist dann schon eher. Da kennen wir ja auch mittlerweile Abhängigkeiten. Alles andere ist genügend da, damit die besagten Bakterien leben können, da braucht es kein Leitungswasser.

    Das Reinwasserphänomen oder "Sterilität" wie du es nennst halte ich daher für ein Wunschdenken. So "sauber" und limitiert bezüglich Spurenelemente ist kein Becken. Nicht wenn lebende Steine, Futter, Dekoration etc. hineinkommen.


    Grüße,
    Frank

    Hallo David,

    ich selbst sammle das Abwasser derzeit nicht, werde es aber in meinem "Projekt 2000+" berücksichtigen. Natürlich kannst du das für alles nehmen, für das du auch das Leitungswasser selbst nehmen würdest. So hart ist das garnicht. Rechne selbst. Wenn du das Splitverhältnis von z.B. Reinwasser zu Abwasser 1:2 wählst, und ein mittelhartes Leitungswasser nimmst (Deutsche Härte 10) dann hat nach der UO das Reinwasser DH 0 und das Abwasser DH 15. Bei einem oft empfohlenen Split von 1 zu 4 hat das Abwasser DH 12,5.
    Also mein Leitungswasser hat etwa DH 20-25. In dem Rechenbeispiel würde ich dann gerne dein UO-Abwasser zum Teekochen haben :grinning_squinting_face:
    Frank

    Hallo Leute, Andreas, Stefan,

    ich glaube ihr macht es euch ein bisschen zu einfach. Grundsätzlich mal entzieht man dem Becken nichts wenn man ultrareines Wasser zugibt. Wenn überhaupt, dann verhindert man die Zugabe von etwas. Das Wasser, dass aus meinem Becken verdunstet und nachgefüllt werden muss, ist destilliert und frei von Allem. Entsprechend sollte ich nach der Theorie auch nur solches wieder nachfüllen.

    Soviel Unbekanntes ist im Leitungswasser sowieso nicht. Silikat, sicher, fördert Kieselalgenwachstum. Ist aber auch in nennenswerten Mengen drin, so wie Na, Ca, Mg, Cl, S04, Po4 etc. Aber daraus zu schließen, dass irgendwelche anderen Bestandteile das Wachstum verschiedener Bakterienarten fördern ist wohl unwahrscheinlich, dafür ist es zu wenig. Lege einen lebenden Stein in Osmosewasser und du hast zigmal mehr Salze und Spuren im Wasser als vor der Osmosebehandlung je drin waren. Die Verhältnismäßigkeit ist einfach anders. Wir geben mit dem Leitungswasser nichts ins Becken was nicht schon in mind. zehnfacher Menge vorhanden ist. Osmosewasser aufzuhärten allein um Bakterien wie Cyanos zu bekämpfen macht daher wenig Sinn. Spätestens wenn das Wasser im Becken ist, sind diese Elemente genügend darin enthalten. Oder gibst du etwas zu, was im Meersalz nicht enthalten ist?

    Die unbekannten Ultraspurenelemente im Leitungswasser (letztendlich ist jedes Element darin enthalten) sollten auch nach der Behandlung noch in Ultraspuren da sein, oder wie gesagt durch die zahlreichen anderen Quellen im Wasser sein (einmal mit der schwitzigen Hand ins Wasser gefasst und du findest zehn weitere Elemente ;)).

    Da würde aus meiner Sicht schon eher eine Theorie wie z.B. dass Cyanos sterben weil durch Kupferrohre geflossenes und ungereinigtes Leitungswasser entsprechend mit Kupfer verunreinigt ist, wahrscheinlicher sein, obwohl ich das jetzt wiederum nicht glaube, wäre aber denkbar.

    Frank

    Hallo Joe,

    leider habe ich es mit Computern nicht so, soll heissen ich weiss nicht wie man Zitate oder Links hier einfügt (Ja, steht bestimmt hier irgendwo beschrieben). Aber das mit dem trocken versenden bei Steinkorallen, wurde schon mehrfach geschrieben, einmal im Zusammenhang mit Eigenimport per Flieger. Bei meiner Suche nach "Versand" hier im Forum wurde in einem Thread geschrieben "man" habe Anemonen schon des öfteren verschickt, immer trocken, also ohne extra Transportwasser, weil das dann schlecht werden würde, wenn die Anemone es einsaut. Also nur Tier samt dem eingesaugten Wasser. Mir kommt das selbst etwas heikel vor, traue ich mich nicht einmal die Anemone so aus dem Wasser zu heben, sie würde schlichtweg platzen.
    Also doch alles in Wasser und hoffen, dass es innerhalb 24h ankommt?

    Frank

    Hallo Herbert,

    Doktorfische als Aufwuchsfresser hätte ich ohnehin als erste(n) Fisch(e) eingesetzt. Ob das in deinem Fall hilft bezweifel ich aber. Es dürfte eher kontraproduktiv sein. Doktorfische fressen keine braunen Schmieralgen. Entweder du hast ein Silikatproblem oder Cyanos. Ersteres ist einfach zu beheben, letzteres ein aus meiner Erfahrung eher langwieriges Problem an dem ich an deiner Stelle in dieser frühen Phase erst mal nicht herumdoktoren würde. Ein weiterer Fischbesatz hilft aber bestimmt nicht wegen der Mehrbelastung.

    Grüße,
    Frank

    Hallo Leute,
    da gibt es ja so etwas wie die Nachzuchtenbörse, oder allg. man ist ja bestrebt Nachzuchten, die einem aus dem Becken wachsen sinnvoll unterzubringen.

    Wenn ich jetzt Tiere versenden möchte, wie mache ich das denn am wirtschaftlichsten, ohne gleich eine Spedition zu beauftragen? Bei Steinkorallen hieß es ja immer feucht , ohne Wasser in einem Plastikbeutel. Und bei Weichkorallen (Leder, Kenia, Xenia etc.). Versendet man die Schlabberdinger auch ohne Wasser? Wer hat Erfahrung? Kann ich denn ein wie auch immer verpacktes Tier einfach als Päckchen mit der Post verschicken oder kommt da nach ein bis zwei Tagen nur noch stinkender Schlamm beim Empfänger an?

    Vielleicht kann der eine oder andere mal ein kurzen Tip geben. Unter der "Suchen"-Funktion fanden sich bei "Versand" zu viele andere Themen, meist Technikversandhandel.

    Frank

    Uwe,
    Problem bekannt. Wenn man Schwierigkeiten mit Silikat hat sollte man auf Nummer sicher gehen. Aber die Grenze ist fließend. Ich glaube einfach man sollte auch versuchen wirtschaftlich zu sein. Immer das reinste, das hellste und stärkste zu nutzen macht unser Hobby einfach zu teuer. Ich glaube ein guter Kompromiss reicht in den meisten Fällen aus.
    Frank

    Hallo,

    ich glaube das ist nur die Umstellung. Schließlich kriegen die Korallen ja mit, dass da auf einmal Licht brennt. Vor dem Hintergrund soll ein solches Licht ja auch zum Ablaichen anregen, also sind Korallen sehr wohl sensibilisiert auf ein so schwaches Licht. Klar dass die irgendwie darauf reagieren. Ich würde jetzt nicht weiter herumspielen und es brennen lassen.

    Aber mal was anderes: Wer hängt sich denn 2x100 watt Mondlicht übers Becken? Was soll das sein? Mitternachtssonne?

    Frank