Beiträge von abronia

    "so einfach ist das mit den Spitzkopfschleimfischen nicht, man könnte ein ganzes Becken mit den verschiedenen Arten besetzen" ... wobei aber auf dem vorletzten Bild kein Tripterygion sondern ein Lipophrys abgebildet ist.

    Trotzdem: Tolle Bilder, schöne Tiere = Neid!!! :smiling_face:

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Moin!

    Das sieht aus wie die 1000 W-HQI-Brenner, die wir über den großen Schaubecken hängen haben.
    Was seht denn auf dem Glaskolben? Der ist doch bedruckt, daß erkenne ich auf dem Bild. Da müssen ein paar Zahlen und Buchstaben drauf stehen. Wenn Du uns sagst, was da steht ist das einfacher....

    Daß das Brennerelement so schwarz angelaufen ist, ist ein Zeichen, daß das Ding schon lange lief. In der Praxis muß man die spätestens nach einem Jahr austauschen, weil sich beim Altern das Farbstpektrum verschiebt.

    HQI-Brenner benötigen ein Vorschaltgerät das mehrere Tausend Volt Zündspannung erzeugt. Wenn die so an den Strom angeschlossen werden fliegt lediglich die Sicherung raus.

    Wenn Du HQI für ein 80 l-Becken suchst, schau nach 70 W. Oder LED, oder auch T5-Röhren. Mit diesem Monster wirst Du keine Freude haben.

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Also zumindest eine Phymanthus sp. ist es nicht. Eine andere Gattung, die im Deutschen als "Sandanemone" bezeichnet wird, fällt mir nicht ein, auch wenn viele Anemonen genau so leben (geht ja schon mit den kleinen Sagartia s.l. bei uns im Watt los).

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Moin!

    zu 1.:
    So weit ich weiß, verhalten sich diese Tiere bereits wie Männchen. Ist kein Alpha-Männchen vorhanden, können sie (bei guter Kondition) innerhalb weniger Tage komplett umfärben.
    zu 2.:
    Würde ich nicht machen. Wenn die Tiere so viel Schwimmraum und Sichtbarrieren haben, daß sie sich nicht ständig sehen müssen, können mehrere Männchen in einem Becken gehalten werden (bei Hagenbeck hatten wir im 54 m³-Riffbecken etwa 50 squamipinnis, bei denen sich mindestens 3 zu Männern entwickelt haben)
    zu 3.:
    siehe zu 2..
    Es ist möglich, daß der vorhandene Mann den nachwachsenden erkennt und "zur Frau zurück prügeln" will, es kann aber auch sein, daß er ihn ignoriert. Das hängt auch davon ab, wie weit die Umwandlung fortgeschritten ist.

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Tolle Tiere. Interessanterweise scheinen die die Gesellschaft von ihresgleichen zu suchen. sobald man mehr als einen im Becken hat, sitzen die meist zusammen.
    Bei der Arbeit hatte ich viel mit denen zu tun. Ich mag die sehr. Sind zwar meist etwas "zurückhaltend" am Anfang aaber mit etwa Geduld kann man die an Futter von der Pinzette gewöhnen.

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Neee. Das war schon vieeeel früher. In dem kleinen Kosmos-Büchlein "Das Meeresaquarium" von Wolfgang Wickler (5. Auflage 1975) schreibt er in dem Kapitel "Kann man Meerwasserfische züchten?":
    "Den Herren M. Casimir und Dr. H. Herkner gelang es, junge Blennius pavo im Aquarium aufzuziehen. Ihnen kam als glücklicher Umstand ein Meerwasserbecken mit hellgrüner Wasserblüte zu Hilfe, in dem es viele Protozoen und andere Kleinstlebewesen bis hinauf zu Krebsnauplien gab. Die frisch geschlüpften Blennius-Larven, die zuerst ruhelos zur Wasseroberfläche streben und immer wieder absinken, schwammen nach 10 Tagen frei schwebend. Zwischen dem 12. und 15. Tag starben zwar auch hier - wie immer - viele Tiere, einige aber wuchsen weiter, jagten im Alter von 3 Wochen Copepoden und gingen nach 4 Wochen als 12-15 mm lange Jungfische plötzlich zum Bodenleben über und nahmen auch Enchyträen an."
    Der von Wickler beschriebene Artikel erschien 1962 in der DATZ (S. 141-144).

    Grüße vom Deich!
    Sven

    Mit den Spiculae und den relativ schmalen Armbasen ist das für mich definitv kein Asterina, nicht mal einer aus der direkten Verwandschaft.

    Wie lang sind denn die großen Arme?
    Wo kamen die lebenden Steine (oder die zuletzt gekauften Korallen...) denn her?

    Es gibt viele Sterne, die so auffällig gestachelt sind, wie z.B. Mithrodia, Coscinasterias, Orthasterias.....

    Mein Tip:
    Setz ihn in ein kleines Extrabecken und versuche was über sein Nahrungsspektrum herauszufinden.

    Grüße vom Deich

    Sven Vogler

    Davon hatte ich vor einigen Jahren mal in Hamburg am HBF ein Exemplar bekommen und war sehr begeistert:
    http://reeflifemagazine.com/
    allerdings sieht es auf der Website so aus, als wenn es nicht wirklich viele Ausgaben gegeben hätte...

    Seit einiger Zeit lese ich das australische Redfish. Süß- und Seewasserartikel halten sich die Waage:
    http://redfishmagazine.com.au/
    Wegen der Anzeigen lokaler Firmen lese ich immer die australische Ausgabe - ich finde sowas interessant.

    Grüße vom Deich!

    Sven Vogler

    Wunderhübscher Furchenkrebs, ich tippe auf Allogalathea. Die meisten bleiben wohl unterhalb der zwei Zentimeter-Marke. Es gibt einen Haufen Arten als Kommensalen auf Korallen oder Haarsternen. Die größer werdenden Arten (so bis etwa 10 cm) können kleinere Mitbewohner durchaus mal auf ihren Geschmack prüfen.
    Machen einen Heidenspaß im Aquarium, auch wenn die meisten der Kleinen, die ich eine Zeitlang gezielt aus Lebendgestein und Korallen gepickt habe, nach wenigen Wochen nicht mehr auffindbar waren.
    Ich würde ihn in der Tubastraea lassen, aber beobachten. Da die Koralle aber ja wohl gezielt gefüttert wird, sollte es kein Problem sein, dafür zu sorgen daß der Kleine immer satt ist, damit er nicht auf dumme Ideen kommt....

    Grüße vom Deich!

    Sven Vogler

    Die Bohrungen/Rohrdurchmesser sind viel zu klein. Bei einer 22mm-Bohrung wirst Du nur eine Tankverschraubung für 16er (oder gar 12er?) Rohr befestigen können. (gitb es überhaupt so kleine? ich glaube mich zu erinnern daß die kleinsten Tankverschraubungen für 20/25mm-Rohr sind....und für die brauchst Du - wenn ich mich richtig erinnere - eine 27mm-Bohrung!) Das gibt zu hohe Leistungsverluste bei der Föderpumpe. Nimm für den Ablauf 32mm Rohre, für die Rückförderung 25er.

    Ansonsten wäre für mich persönlich das Becken zu schlauchartig (ich würde da eher ein Bachlaufaquarium draus machen als ein Seewasserbecken....)

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Das ist für mich ganz eindeutig eine frisch strobulierte Mangrovenqualle (Cassiopeia). Wenn Du die bei sehr wenig Ströung unterbringst (2 - 3 Liter mit grober Durchlüftung etwa 2 Blasen/sec) kannst Du die groß machen. Die haben Zooxanthellen und nutzen nach wenigen Tagen ihre Bewegungen nur noch um Saugnapf-artig auf dem Boden oder an den Wänden zu sitzen und die Tentakel in die Sonne zu halten. ("upside-down-jellyfish") Je nach Art und Futterangebot können die 10-20 cm Durchmesser kriegen. Die Polypen sitzen häufig auf lebenden Steinen und bei eintsprechendem Nahrungsangebot oder Milieuwechseln fangen die an fleißig zu strobulieren.
    Da nicht frei schwimmend m.E. die bei weitem am einfachsten zu haltende Qualle, sieht auch noch toll aus.


    Grüße vom Deich!
    Sven

    Moin!
    Beim Chaetodon kleini kommt es nach meiner Erfahrung darauf an, wo er her kommt:
    Die Tiere die über Sri Lanka importiert werden sind in der Regel großartige Glasrosenfresser, kommen sie hingegen von den Philippinen so würde ich persönlich sie nicht ins Riffbecken setzen ...
    Ich glaube, Peter Wilkens hatte sowas ähnliches auch mal geschrieben, bin mir bezüglich des Autors aber nicht mehr sicher.

    Bei der Arbeit hatte ein kleiner Chaetodon auriga es geschafft, ein 250 l-Becken voller Tubastraea optisch glasrosenfrei zu halten und dabei die Korallen völlig zu ignorieren. Jetzt im großen Schauaquarium sind die Glasrosen zwar auch nicht mehr (von vorne) zu sehen, aber er sucht sich von den ursprünglich zwei Dutzend Tripneustes immer wieder einen aus und pickt an dem rum. Erst wenn der tot ist, ist der nächste dran. Diese Woche will die Seeigel rausnehmen (den Fisch kriege ich eh nie wieder....)


    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Natürlich sind Verbote das falsche Mittel. Sie sind aber das Mittel der Zeit, der aktuellen Politik, des Geschreis der Tierrechtler.
    Als Terrarianer bin ich so etwas seit Jahren gewohnt. Daß aber seit geraumer Zeit die private Wildtierhaltung immer stärker unter Beschuß gerät müssen auch die Aquarianer endlich realisieren. Auch wir sind gemeint, wenn Aktion Tier oder andere ein "Exotenverbot" fordern.
    Erste - durch Lobbyarbeit der Tierrechtler mit erlogenen Behauptungen stark geförderte - politische Ansätze kriegen wir dieser Jahre mit den neuen Gefahrtiergesetzgebungen verschiedener Bundesländer um die Ohren gehauen.
    In der letzten DATZ hatte der gute Dr. Rössel etwas zu der neuen Verordnung in Bremen geschrieben und sich leider geirrt als er schrieb, daß jetzt erstmals auch Fische mit erfaßt seien. Die waren nämlich schon in der alten Fassung drin, da hieß es lapidar "giftige Fische" (womit ja z.B. auch Panzerwelse und Kugelfische in Privathaltung verboten waren, was allerdings wohl niemanden interessierte, es waren zumendest keine giftigen Fische im Bundesland gemeldet.) Jetzt es heißt es genauer:
    "- Steinfische (Synanceiinae)
    - Skorpionsfische (Scorpaeninae)
    - Petermännchen (Trachinidae)
    - Stechrochen (Dasyatidae)
    - Süßwasserstechrochen (Potamotrygonidae)
    - Zitterrochen (Torpedinidae)
    - Zitteraal (Electrophorus electricus)
    - Zitterwels (Malapterurus electricus)
    Von den Kegelschnecken (Conidae): (genaue Auflistung von 23 Arten)
    - Kleiner blaugeringelter Oktopus (Hapalochlaena maculosa)
    - Großer blaugeringelter Oktopus (Hapalochlaena lunulata)" (Zitat aus dem Gesetz, lediglich die 23 Conus-Arten habe ich mir gespart.)
    An diesem Listenausschnitt merkt man schon, daß die Leute, die die erstellt haben maximal taxonomisches Halbwissen besitzen (schonmal ein Schritt nach vorne gegenüber den Vollblindgängern der alten Liste....) :
    - Durch das muntere Durcheinanderwürfeln von Familien und Unterfamilien sind jetzt auf einmal Feuerfische (Pteroinae) wieder legal.
    - Die einzigen Zitterrochen, die ich in über 25 JAhren im Handel gesehen habe, Vertreter der Gattungen Narkine und Narce (Narcidae bzw. Narkinidae) sind auch nicht erfaßt
    - Wie viele Kegelschnecken-Arten gibt es? Wer kann die tatsächlich auseinander halten? Warum diese 23 Arten und nicht alle?
    - Ähnlich mit den Blauringelkraken, da gibt es noch genug Hapalochlaena-Arten, die man sich ohne gesetzliche Konsequenzen nach Hause holen kann - wenn man will.

    Noch ärger sind diese Listen für die Terrarianer, fast willkürlich sind Reptilien- und Wirbellosengattungen aufgeführt....

    Hamburg plant zur Zeit auch ein neues Gefahrtiergesetz, in dessen Anhang unter anderem Scorpaenidae (also auch Schaukel- und Napoleonfische!) und Würfelquallen (!!!) gelistet sind.

    Anfang 2012 hatte die DGHT die für März angekündigte Novellierung in Bremen noch als Meilenstein in der Gefahrtiergesetzgebung angekündigt, weil viele wirkliche Fachleute bei der Planung involviert waren, die waren dann aber bei den maßgeblichen Sitzungen im August 2012 (!) nicht dabei. Aus Sitzungsprotokollen, die im Netz zu finden sind steht dann daß die Listen "auf Antrag des Deutschen Tierschutzbundes" erweitert wurden......

    Solche Leute wollen uns verbieten, uns zu Hause mit Regenwald- oder Riffausschnitten zu beschäftigen, weil "Exoten grundsätzlich nicht artgerecht gehalten werden können" und eine "Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen".

    Dieselbe Lobby (sucht im Netz mal nach "Snorkel Bob") versucht aus den selben Gründen z.B. auf Hawaii den Fischfang für aquaristische Zwecke zu verbieten.
    Dagegen wäre eine CITES-Listung von Pterapogon m.E. mehr als nur sinnvoll und letztendlich (bei entsprechenden geringen oder gar Nullquoten) für unser aller Hobby auch nur förderlich (siehe Seepferdchen!), bei der letzten Vertragsstaatensitzung ist aber der Antrag nicht durchgekommen....

    Da unsere Gegner uns in der Regel nicht einmal anhören, müssen wir versuchen selber Stimmung PRO Vivaristik zu machen. Und wenn wir es jeder nur schaffen drei Hunde- oder Meerschweinhalter in unserer Verwandschaft davon zu überzeugen PETA, Aktion Tier, ... nicht mehr zu unterstützen, weil deren langfristige Ziele in dem Verbot sämtlicher Tierhaltung gipfelt (Ja! auch Hund und Katze!) ist das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.
    Wer jetzt noch was zum Nachdenken braucht sollte sich das hier mal durchlesen:
    http://www.terraristik.com/assets/TERRARI…htler_Essay.pdf


    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Das Bild ist reichlich unscharf, trotzem sieht das wie etwas aus, daß sich bei uns in der Quarantäne gut entwickelt.
    http://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/3127_Cereus_sp.htm
    Ursprünglich dachte ich auch mal Stichodactyla tapetum, aber die spitzen Tentakel passen nicht, außerdem strecken diese den Stamm immer so weit aus, während sich die tapetum, die ich kenne, immer ins Gestein kuscheln.

    Allerdings traue ich den Viechern nicht. Hohes Vermehrungspotential, zooxanthellat, können aber erstaunlich große Brocken fressen und haben kein Problem mit Manjanos zu koexistieren....

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Im Buch "Aquarientechnik" von Sander (Ulmer-Verlag) gibt es im Anhang Tabellen mit Strömungswiderständen von verschiedenen PVC-Formteilen und Rohr-Durchmessern, so daß man mit wenig Aufwand die Leistungsverluste, die durch die Verrohrung auftreten berechnen und entsprechend die Rohrduchmesser und die Pumpenleistungen wählen kann.

    Aber es geht auch einfach: viele Aquarienbauer nehmen 32er oder 40er für den Ablauf und 25er (bei kleinen Anlagen auch 20er) Rohre für die Druckleitung und sparen sich die Rechnerei.

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Alsooooo:
    theoretisch sind Quallen problemlos zu halten.
    Grundvoraussetzung ist die Unmöglichkeit, mit festen Gegenständen zu kollidieren (Wände, Technik) und gleichzeitig die Tiere in Schwebe zu halten. Da ist die Kreisströmung nun mal die einfachste Möglichkeit.
    Hauptproblem ist nach meinen Erfahrungen die Kontamination mit fremden Organismen. Daher können wir in der Lebenserhaltung nicht mit Lebenden Steinen arbeiten. Sockenfilter, kräftiger Abschäumer, evtl. Pelletfilter, ansonsten viel Wasserwechsel und alles klinisch sauber halten. Auch wenn die Quallen mal abferkeln sollten (was bei Aurelia schnell passiert, wenn ein nicht ausreichend dimensioniertes Kühlgerät zeitweise die Temeperatur um 3-4° ansteigen läßt) reagieren die auf ihren eigenen Nachwuchs sehr allergisch. (Es nesselt alles unterschiedlich stark.....) Kann man dann nicht mit wenigen Handgriffen die Verrohrung auseinander nehmen und durchbürsten, kann man die Anlage halt nur noch komplett desinfizieren - wohin in der Zwischenzeit mit den Quallen?
    Vom Job her habe ich schon öfter Quallen gepflegt. Mein Fazit: Viel was arbeitsaufwendigeres kann man im Zoo nicht präsentieren. Will man so etwas zu Hause machen, sollte man möglichst wenig andere Hobbys haben....

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Sieht aus, wie die Anemone, die ich in meinem allerersten Seewasserbecken mit Lebendgestein "eingeschleppt" hatte. Die fraß erstaunlich große Brocken und hat sich rasendschnell um die Beute herum zusammengezogen. Ist aber nicht größer als etwa 15 mm Mundscheibendurchmesser geworden und hat sich auch nie vermehrt....
    Aber konkretere Aussagen wage ich dazu nicht machen. (s.o. :winking_face: )

    Grüße vom Deich!
    Sven Vogler

    Sorry Leute, aber alles was ich auf Bildern als "Dofleinia" bezeichnet sehe hat spitz ausgezogene Tentakel. Wenn die Tentakelspitzen verdickt sind, muss es etwas anderes sein.
    Anemonen wirklich zu bestimmen ist schwierig. Mit Bildern vergleichen bringt nur bei wenigen gut erkennbaren Arten und/oder geografisch eingeschränkten Regionen vernünftige Erlebnisse. Für alles ander fehlt es mir an Primärliteratur. Und wenn diese vorliegt kommt man ohne Mikroskop und weitergehende taxonomische Kenntnisse nicht weit (sind Acontien vorhanden? Form, Größe und Anzahl der Saugwarzen - so welche da sind. Form, Größe und Menge(nverteilung) der Nesselzellen. Form, Größe und Anzahl der Tentakel....)

    Sind die Tentakel an den Spitzen verdickt/kugelig? Hast Du ein Bild davon?
    Bei Hagenbeck hatten wir sowas in den kleinen Becken ("Schatzkammer"). Ich habe mich über die weißen Schwanzenden der Seepferde gewundert, bis ich einmal nachts dort war.... Viele Anemonen, die beachtliche Größen erreichen können (einzelne bestimmt 6-7 cm Mundscheibendurchmesser). Da in über 30 Jahren Substrat aus allen Ecken der Welt verwendet wurde, ließ sich natürlich keine Herkunft feststellen - was die Bestimmung nicht leichter macht. Ich habe aufgrund der geknöpften Tentakel (mit hellen Spitzen, das Tier selber so fleisch- oder lachsfarben) immer an Telmatactis gedacht, konnte das aber auch nie verifizieren.
    Bei kräftiger Fütterung mit lebenden Mysis und viel FroFu scheinen die ein gutes Vermehrungspotential zu haben, obwohl die definitiv keine Zooxanthellen enthalten. Versuche, einzelne kleine Tiere in einem Nanobecken zu halten schlugen regelmäßig fehl, trotz unterschiedlicher Beleuchtungs- und Nährstoffvariationen.

    Grüße vom Deich

    Sven Vogler

    aber auch für eine cyanoscelis ist das Becken zu klein wenn sie noch Gesellschaft haben soll.
    Ich hatte mal ein Pärchen Blaubeiner in einem 250 Liter Riffbecken. Das Weibchen wurde bei gezielter Fütterung gigantisch. Fast 5 cm Körperlänge. Die Scherenarmer sind noch etwas länger. Kommt auf 12 cm Spannweite wenn sie "die Arme breit macht". Die weißen Antennen dreimal so lang wie der Körper.
    Es gibt viele Stenopus-Arten die deutlcih gesellschaftsfähiger sind als die hispidus, cyanoscelis gehört auf jeden Fall dazu, aber wenn das oben genannte Tier sich einmal vernünftig gehäutet hat und komplette Antennen hat, nimmt die selbst halbwüchsig das halbe Volumen des Beckens ein. Und jeder der sich im Antennenbereich aufhält macht dort durch pure Anwesenheit Streß und gehört verjagt.....
    Ich persönlich würde auch die Kardinäle aus dem Becken rausnehmen und einen Trupp Thor und vielleicht ein Pärchen Periclimenes brevicarpalis oder ein Grüppchen Periclimenes pedersoni oder Urocaridella dazu setzen - aber das ist nur meine persönliche Meinung.

    Grüße vom Deich

    Sven Vogler

    Für mich ist zeigt das 2. Bild eindeutig einen Schnurwurm.
    Angeblich sollen die Tiere räuberisch sein. Ich habe nie irgendwelche Übergriffe auf lebende Tiere oberhalb von Mysis-Größe erlebt. Futterreste werden auch gefressen.
    Allerdings sind die Tiere, die ich aus LS kenne auch deutlich kleiner als z.B. der in der Literatur immer wieder aufgeführte Lineus longissimus (auch in der Nordsee vorkommend) der "offiziell" als längstes Tier der Welt gilt....

    Grüße aus Bremerhaven!
    Sven Vogler

    Bei mir hatte mal ein Pärchen Trimma rubromaculata regelmäßig abgelaicht. Die Gelege hatten etwa 1Mark-Stück-Größe und wurden an der Rückscheibe in der Deckung einer Strömungspumpe abgelegt.
    Die Eier waren winzig! Wenn die Tiere nicht die Ablagestelle geputzt hätten, wäre das Gelege optisch gar nicht aufgefallen. (Da denke ich immer wieder dran, wenn ich bei der Arbeit die Chromis viridis und Dascyllus trimaculatus ablaichen sehe, aber die Gelege durch die Scheibe nie erkennen kann.)

    Grüße aus Bremerhaven!
    Sven Vogler