Ich glaube auch, dass in vielen Fällen noch Einsparpotential bei der Beleuchtungszeit liegt. Es gibt sicher einige Zwänge, was z.B. die Fütterung der Fische am Morgen betrifft, weil ich dann erst am Abend wieder da bin. Aber eigentlich müsste man danach das Licht wieder ausmachen. Wenn man abends noch etwas vom Becken haben möchte und die Lampen bis z.B. 22:30 brennen, ist das ein Tag, den es in dieser Länge in keinem tropischen Gewässer gibt.
Volle Beleuchtung hatte ich nie (auch nicht beim alten Becken) mehr als maximal sechs Stunden. Der Rest ist blau/weiss beleuchtet. Diese Formeln mit 1Watt/Liter gelten sowieso nicht, weil sie nichts über die Qualität des Lichts aussagen, was hier in diversen Lampentests auch immer wieder bestätigt wird.
Sicher ist Sonnenlicht, wenn es denn senkrecht von oben kommt, sehr intensiv, aber nicht alle Korallen leben in 0-10m Tiefe, sondern sehr viele auch darunter. Und da ist es bei weitem nicht mehr so hell, schon gar nicht wenn die Sonne nicht mehr senkrecht steht, was ja sowieso nur um die Mittagszeit der Fall ist, und sie wachsen trotzdem.
Ich habe auf Hawaii genau darauf geachtet, wie so ein Tag unter Wasser dort aussah. Es war jeden Morgen stark bewölkt, weil sich die Wolken an den Vulkanen gefangen haben. Zwischen 9 und 9:30 waren die Wolken schlagartig weg und die Sonne schien. Jedoch zunächst mit schrägem Einfallwinkel. Jeden Tag bildete sich zwischen 14 und 14:30 wieder eine starke und auch relativ dunkle Wolkendecke, so daß es unter Wasser schon leicht düster war. Ab 15 Uhr konnte man sogar schon merken, dass weniger Fische unterwegs waren, weil vermutlich die ersten schon wieder ihre Schlafplätze aufgesucht haben. Die tatsächliche Sonnenscheindauer betrug also nur 5 bis 6 Stunden.
Vielleicht wachsen die "Sachen" bei etwas weniger Licht nicht ganz so schnell, aber einen Tod muss man halt sterben. Dann trinkt man halt ein Bier weniger oder das Becken muss weg. Aber ne riesen Kiste hinstellen und dann stöhnen ist doch Quatsch. Und damit meine ich jetzt nicht Mike, der diesen Thread eröffnet hat, denn bei ihm scheint es noch andere Stromfresser zu geben. Aber hundert Euro Strom/Monat muss man für ein größeres Becken halt einfach kalkulieren.
Das Gegenargument mit den teuren Geräten ist widersprüchlich, da diese Geräte eher weniger verbrauchen. Aber manchmal wundere ich mich auch über die unzähligen Zusatzgeräte und einen Haufen Wirbelbett-/Medienfilter und das ganze Computerzeugs, sonstige Steuerungen und Pegelmessgeräte. Ob das wirklich immer sein muss? Wer drauf steht...keine Frage, aber dann nicht jammern!
Christian