Beiträge von Nestor

    Guten Morgen zusammen,

    ich habe schon wieder eine Frage! :]

    Ich fahre über das WE weg und da ich noch keine automatische Dosierung habe, wird die Bacto Balance am Samstag ausgesetzt. Soll ich dann am Sonntag die volle 100% Dosis (= 4ml) zusetzen als wäre nichts gewesen oder lieber wieder etwas zurücknehmen?

    Und noch eine! Hat der Zeitpunkt der Zugabe zu Beleuchtungsbeginn etwas mit der Sauerstoffversorgung zu tun oder liegt es eher an den Organismen, deren Stoffwechselaktivität dann bereits erhöht ist?

    Danke! :smiling_face:


    Viele Grüße,
    Björn

    Guten Morgen,

    Spurenelementgabe werde ich weiter aussetzen. Habe die letzten 4 Wochen bisher nur einmal etwas zugegeben.

    Die Weichkoralle ist wegen irgendwas stink beleidigt. Ihre Ableger in direkter Nachbarschaft stehen gut. Schnecken oder sonstige Fraßfeinde sehe ich nicht. Die Koralle ist total zusammengezogen und von einer " klebrigen Staubschicht" bedeckt, als wenn die Partikel im Wasser daran haften würden. In einer Woche habe ich diese nun 2 mal abgeschüttelt. Die Strömung an der Stelle ist eigentlich recht stark.
    Die Lederkoralle wächst gut, eigentlich zu gut Richtung SPS. Die muss ich bald teilen damit sie nicht alles zuwuchert. Die Bäumchen stehen auch gut.
    Am Wochenende fiel mir auf, dass der pH-Wert im Mittel leicht sinkt. Ich war nach circa 4 h Beleuchtung bei etwa 7,9, statt sonst 8,2. Werde das mal weiter beobachten. Was kann ich im Fall der Fälle tun? Natrium oder Calciumcarbonat zugeben?

    Was ist für dich ein niedriger KH-Wert? Wieso ollte der niedrig sein?

    Viele Grüße,
    Björn

    Hallo Hans-Werner,

    ein paar Beobachtungen mehr:
    Heute abend konnte ich das auch teilweise an meiner grünen M. digitata beobachten. Polypen recht halbherzig expandiert. Aber es ist nur teilweise und mutet eher zufällig an. Die silber-blaue M. digitata steht meiner Meinung nach super da. Ich habe heute morgen (8:00; Beleuchtung beginnt zum Mittag! Brauche noch dringend eine Dosierpumpe) 3,5 ml auf circa 400L netto gegeben. Aktivkohle und Diakat hab ich raus. Mal sehen was passiert. Ich meine irgendwo mal was über die Aktivkohle und deren Adsorptionsverhalten gegenüber lipophilen Substanzen gelesen zu haben. Daher läuft jetzt nur der Abschäumer; der allerdings recht feucht.
    Irgendwas tut sich in meinem Becken. Allerdings fehlt mir jedliches Gefühl in welche Richtung es geht. Erschwerend kommt dazu, dass ich vor 10 Tagen Korallen und Fische nachgesetzt habe und sich eventuell gerade diese Effekte überlagern. Das kommt mir jetzt aber auch erst im Nachhinein, dass ich unbewusst an vielen Stellschrauben gedreht hab. War vielleicht nicht so klug. Unter anderem hab ich den Springschutz wieder komplett aufgebaut und dafür die Lampen ca. 5 cm tiefer gehängt.
    Mir fällt abends ein brauner Belag an den Pumpen auf und zwar direkt am Auslass, also Bereich höchster Strömung. Teilweise reduzieren neue LPS ihre Symbionten. Der braune Belag, welcher sich über die Kalkrotalgen an der Rückwand (und eben Pumpen) legt wird recht fix von den Cerithium-Schnecken gefressen.
    Die roten Cyanos die ich seit einer Pünktchen-Erkrankung vermehrt im Becken habe, werden sichtbar weniger. Mal sehen ob das so bleibt.
    Eine C. imbricata ist seit einigen Tagen total eingezogen und schleimt käftig. Das passt mir gar nicht, weil es der Sichtschutz vom "Nest" meines großen G. loreto war, der sich nun stetig versteckt, obwohl er der größte Fisch im Becken ist. :frowning_face:

    Ich verwende im Übrigen noch Reef actif und pro-coral Mineral. Letzteres allerdings unterdosiert, da die Korallen noch recht klein sind. Ich hatte mal überlegt die Pellets zusätzlich zu verwenden. Allerdings hab ich keine Ahnung wo ich das im Percula unterbringen soll. Eventuell wäre der Rieselfilter mit den Biobällen ein geeigneter Platz. Oder müssen die stetig submers eingesetzt werden?

    Das war jetzt recht viel Info ... :confused_face:

    Viele Grüße,
    Björn

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Björn,

    von größeren Mengen frischem Phosphatadsorber würde ich abraten da sie das Nährstoffverhältnis verschieben. Das gilt weniger für die Bedingungen wenn die Nährstoffe stark heruntergefahren sind, da wäre die Aufnahme durch die Organismen in der Tat schneller, als für das Vorfeld und den Dosierungsbeginn. Bei sehr niedrigen Phosphatkonzentrationen halte ich aber gerade die Eisen-Phosphatadsorber für unsinnig, was sollen die dann noch bringen?

    Aktivkohle beeinflusst das Nährstoffverhältnis allenfalls in dem Sinne, dass sie, je nach Sorte, Phosphat abgeben kann. Das sollte aber keine große Rolle spielen. Aktivkohle ist also kein Problem.

    Grüße

    Hans-Werner


    Hi,

    naja Diakat B z.B. adsorbiert ja ebenfalls Silikat und mir wurde mal geraten daher immer etwas zur Sicherheit mitlaufen zu lassen.

    Die Frage mit der Aktivkohle hat den Hintergrund, dass ich nicht weiß, ob im Bacto Balance nicht irgendwelche organischen Verbindungen enthalten sind, die ich gleich an die Kohle verliere, wie der gewollte Fall der Gelbstoffreduzierung.

    Diakat B lasse ich dann mal aus dem Becken und fahre weiter Richtung Maximaldosis. Das hatte ich unterbrochen, weil meine rote Montipora digitata kaum noch Polypen zeigt (seit circa 1 Woche). Das ist auch der Grund meiner Fragerei (Anwendungsfehler). =)

    Danke!

    VG Björn

    Hallo Hans-Werner,

    ich verfolge den Thread so nach und nach und bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob es schon gefragt wurde.
    Wie beeinflussen denn Phosphat-Adsorber auf Al oder Fe Basis oder gar Aktivkohle das zudosierte Nährstoffverhältnis? Ist die Aufnahme durch Organismen so schnell, dass diese kaum Einfluss haben? Sollten die generell aus dem Wasser bei einer solchen Anwendung? Wenn ja würde eine regelmäßige kurze Aktivkohle-Anwendung immer wieder das Gleichgewicht stören, welches du ansprichst?!

    Ich hoffe ich hab die Antwort nicht überlesen. Fände das aber ganz interessant, weil ich ab und an über Aktivkohle/Diakat B filtere und mich frage, ob ich das so beibehalten sollte.


    Viele Grüße,
    Björn

    Zitat

    Original von Joerg Kokott

    Außerdem zeigen viele Bryopsis-Arten Stickstoffmangel an, und nicht Phosphormangel.


    Hallo Jörg,

    wie meinst du das? Das vermehrte Vorkommen der Alge generell? Oder das Wachsen auf der Koralle? Finde das eigentlich ganz interessant! :smiling_face:
    Bei mir wächst eine Rotalge in einer S. calendrinum, die ich da nicht mehr raus bekommen habe und ich mich gerade Frage, ob das ein ähnlicher Fall ist (Nitrat ebenfalls 5 mg/l, PO4 > 0,1, Bacto Balance, keine Pellets).


    Viele Grüße,
    Björn

    Hi zusammen,

    hilft euch vielleicht das weiter? Bin da gerade drüber gestolpert und dachte das passt zum Thema?! :yidee

    "Piscine ocular oxygen secretion syndrome differs from gas bubble disease and decompression disorder and has been reported to develop in the absence of supersaturated water and rapid ascents. [17], [21] and [23] Piscine ocular oxygen secretion syndrome is a relatively uncommon and acute disorder that may be linked to abnormally high levels of carbonic anhydrase within the choroid. Oxygen secretion within ocular tissues of affected fish may be precipitated by handling and trauma. [17], [21] and [23] It has not been determined if the elevated carbonic anhydrase within the choroidal rete is a primary or secondary event in the diseased fish.21"

    Quelle: http://dx.doi.org/10.1053/j.jepm.2007.03.008


    Viele Grüße,
    Björn

    Hi,

    das Gleiche ist mir bei meinem Becken auch aufgefallen. Da ist zwar noch meiner Meinung nach Platz, aber ich beobachte das auch etwas mit Sorge. Allerdings betrifft es bei mir die Verklebungen der Seitenscheiben. Der belebte/unterwanderte Streifen ist aktuell 1-2 mm. Arbeitet es sich bei dir merklich in die Tiefe vor? Bei mir handelt es sich um ein gebrauchtes Becken. Diese "Abnutzungen" hatte ich von Beginn an und sind mit unter der Grund warum ich das Becken nicht allzulange stehen lassen möchte (sollte ein Einstieg sein).

    Viele Grüße,
    Björn

    Hallo Hans-Werner,

    das ist meine erste Fungia und daher ist für mich die Ursachenfindung nicht so leicht, aber vom Rand her stirbt das Gewebe nicht ab. Ich dachte an eine mechanische Schädigung durch kletternde Einsiedler etc?! Naja schade! Ich hoffe, dass dann zumindest ein paar Ableger erscheinen.

    Von dem Bacto-Balance bin ich angetan, auch wenn ich nicht auf langjährige Erfahrungen zurückblicken kann. Allerdings tut sich seit 2 Wochen merklich was im Becken. :smiling_face:

    VG Björn

    Hallo zusammen,

    ich habe ein Problem mit meiner Fungia. Mir ist gestern abend aufgefallen, dass die Koralle Risse im Gewebe hat und ziemlich zusammengefallen wirkt. Der "Mund" steht leider auch offen. Das wirkt auf mich jetzt nicht sonderlich vital. Vorgestern sah ich dafür noch keine Anzeichen. Wie das nun so schnell kommt verstehe ich nicht. Die Wasserwerte habe ich zuletzt am Sonntag gestestet (PO4 < 0,03 mg/l, NO3=0,5 mg/l, Ca= 450 mg/l, Mg=1320 mg/l, KH = 8; dosiere TM Bacto Balance seit 2 Wochen; zuvor P04=ca. 0,1, NO3=5 mg/l)
    Meint ihr ich kann in dem Zustand noch etwas retten und diese erholt sich wieder? Sie lag die Zeit über auf dem Sand. Eventuell haben die Grundeln ihr Baggeraktivitäten verlagert und tragen eine Mitschuld? Ich habe die fragile Koralle auf einen Stein gelegt in der Hoffnung, dass es wieder wird (ohne Sand). Aber die stetig offene Mundöffnung verheist doch eigentlich nichts Gutes?!.
    Mir fällt in letzter Zeit auch eine Actaeodes tomentosus auf, der es wohl den Schalter umgelegt hat und die nun stetig auf Jagd ist. Meine Einsiedler flüchten abends panisch in die Korallen (mit entsprechenden Folgen & Schäden). Ich hoffe ich bekomme das Tier bald gefangen! Das vergangene Jahr hatte ich mit dieser keine Probleme. Aber sie ist doch recht groß geworden und auf einmal greift die alles an was an ihr vorbei kommt.


    Danke für euren Rat wie ich mit der Fungia bzw. Krabbe umgehen sollte!

    Viele Grüße,
    Björn

    Zitat

    Original von DennisAusHamm
    Es wird ja wieder besser mit den Algen das wollte ich nur zeigen.
    und alle meine Pumpenteile und wellen sind aus kunstoff oder Keramik.

    Hi,

    ich denke er meinte eher, dass der Rotor (Läufer) einen Knacks hatte und so der Dauermagnet mit dem Wasser in Kontakt kam?!

    VG Björn

    Hallo zusammen,

    ich weiß nicht, ob dieses Paper für euch zugänglich ist: http://www.sciencedirect.com/science/articl…387181108001042

    Allerdings passt es ganz gut zum Thema, da diese u.a. die Adsorption von Vit B12 im Hinblick auf verschiedene Porengrößen & aktive Oberflächen untersucht haben. Diese beeinflussen scheinbar die Adsorption ziemlich. So wie ich das verstehe, besitzen die handelsüblichen "Aktivkohlen" allerdings eine recht schlechte Affinität.

    VG
    Björn

    Hallo Martin,

    ach jetzt bin ich mit den Namen durcheinander geraten. :grinning_squinting_face: Sorry ...


    Ja aber dein System würde mich auch sehr interessieren. Die pH-Sonde ist ziemlich fein. Mal was anderes... ich bin kürzlich über Calcium bzw. Phosphat-selektive Sonden gestolpert (~150€) und musste drübernachdenken, ob die nicht zukünftig einen Ersatz für die Tröpfchentests sein könnten. Hast du Erfahrung mit solchen Teilen?

    Viele Grüße,
    Björn

    Hi Martin,

    lange hab ich nichts mehr geschrieben. Mir fehlte ein wenig die Zeit. Ich glaub im Moment scheidet die S7 für mich aus, da es doch gut teuer ist. Ich benötige ja nicht nur die S7, sondern auch Sonden, Relais, etc. Da sehe ich mich im mittleren vierstelligen Bereich?! :confused_face:

    BTW: Hat von euch eigentlich jemand einen Überblick über derzeitig verfügbarer Aquariensteuerungen? Sowohl open source wie auch proprietär? Wäre doch mal ein guter Thread zum Anpinnen?!

    LG Björn

    Hi,

    Bodiwodi

    Was du auf der Glasfläche siehst, sollte das Gemisch aus Halogenen, Metallen etc. sein, was in der Lampe nach der Zündung verdampft bzw. ionisiert. Daher hast du auch das langsame "Anfahren" der Intensität bzw. Lichtfarbe. Je nach Lampe ist das eben ein Gemisch aus festen, flüssigen oder bereits dampfförmigen Bestandteilen.
    Ein wichtiger Punkt des Alterns dieser Lampen ist die Elektrodenabnutzung. Durch bspw. den Zündvorgang können Wolframatome verdampfen und sich am kalten Teil des Leuchtmittels niederschlagen. Dadurch ergibt sich ein grau-schwarzer metallischer Niederschlag, der als Gebrauchsspur interepretiert werden kann.
    Ich kenne dieses Leuchtmittel nicht; bei mir waren die besagten "Niederschläge" gelblich und wurden über die Zeit immer gräulicher-schwarz, was für dich aber gar nichts heissen muss.

    VG Björn

    Hi,

    PulpRider

    Schau mal in diesen Thread. Vielleicht hilft das schon!

    http://www.meerwasserforum.com/index.php?page…&threadID=56847


    @ Martin

    Die Idee find ich nicht schlecht. Nur - wie schon von toto geschrieben - rechnet sich das? Schaffst du es die Abwärme effektiv ins Becken zu übertragen? Das sind keine 10K Temperaturdifferenz oder?

    Aber grundsätzlich finde auch deinen Selbstbaugedanken sehr interessant. Verwende aktuell T5 ... aber vielleicht bau ich ja mal um! :]

    Viele Grüße,
    Björn

    Hi Daniel,

    viele Fragen hat Stefan schon gestellt. Ich wüsste im Moment gar nicht wo ich anfangen sollte. Eine Füllstandsmessung für die Nachfüllanlage wäre mal ein Einstieg. Allerdings müss ich für so ein Teil wohl noch etwas sparen! :winking_face:
    Meinst du so ein S7 bekommt man gut gebraucht? Die käuflichen fertigen Systeme sind ja recht fix. Ich hätte gerne was flexibles, da ich irgendwann man mit ionenselektiven Membranen rumprobieren möchte. Hatte erst das Logo! im Hinterkopf.

    Viele Grüße,
    Björn

    Hi Daniel,

    Respekt! Sowas geistert mir schon lange im Kopf rum. Damals noch für Terrarien, heute für Aquarien. Leider hab ich es zeitlich nie so richtig auf die Reihe bekommen. Du hast nicht zufällig eine "Projekt-Homepage" auf der du Details vorstellst? :grinning_squinting_face:
    Für mein jetziges Becken lohnt es sich vielleicht nicht wirklich, aber ich glaub das hab ich nicht so ewig! :]

    Viele Grüße,
    Björn

    Hallo,

    mal wieder ein aktualisierter Stand der Dinge. Pünktchen gehen sichtbar zurück. Das Verhalten der Fische ähnelt nun auch wieder mehr dem mir Bekannten. Sie verstecken sich nun viel weniger und auch das Scheuern hat nachgelassen. Allerdings bin ich noch auf der Hut.
    Ausfälle gab es bisher keine!

    Viele Grüße,
    Björn

    Hallo zusammen,

    kurz zum Stand der Dinge. Die Pünktchen sind ziemlich zurückgegangen, was mich allerdings nicht wirklich beruhigt. Mal abwarten wie das in wenigen Tagen ausschaut.

    @ Torsten

    Ja, was diese Regularien angeht, bekomme ich das gerade über die Arbeit etwas mit (KHV). Nur eben doof, wenn man im Ziefischbereich auch immer weniger Möglichkeiten gegen soetwas hat. Das poppt aber auch regelmässig in allen Bereichen der Tierhälterung auf, dass irgendwas missbräuchlich eingesetzt wird.


    Schöne Pfingsten!

    VG Björn

    Hi Skaarj,

    ich hatte kürzlich auch eine schnelle Abnahme beobachten können, nachdem ich den Stein wegen der Wuchergefahr vom Riff in den Sandbereich befördert habe. Das haben mir einige übel genommen, die Zahl hat sich reduziert und steigt nun aber wieder. Was es war kann ich nicht sagen. Einzig meine Grundeln machen ihnen jetzt hin und wieder zu schaffen, wenn sie den Sand umgraben. Ich fand bei meiner Suche eben diese zwei Threads.
    Mehr kann ich leider nicht beitragen. :confused_face:

    Schönes WE!

    LG Björn

    P.S.: @Corinna Machen sich die kleinen Seesterne so über Krusten her?

    Hallo Bernd,

    mit meiner Fragerei bis ins Detail geh ich hoffentlich nicht auf die Nerven. :smiling_face:

    Der Unterschied zwischen den beiden Wirkstoffen scheint marginal. Da scheint es schlicht ein OH mehr am zentralen Kohlenstoff zu geben, statt einer Doppelbindung bzw. positiven Ladung. Sowas wird auch unter dem Trivialnamen Malachit Grün Carbinol verkauft (z.B. Sigma-Aldrich). Beide Formen scheinen auch irgendwie im Gleichgewicht zu stehen. Somit hätte sich ja doch (fast) nichts geändert (= juristischer Bypass?)?! Oder bin ich auf dem falschen Dampfer?

    "The carbinol forms of the triphenylmethane dyes are much more lipophilic than
    the cations
    from which they are derived, and it is most likely in this form that
    malachite green enters cells (...)
    Antibacterial activity is often found for triphenylmethane dyes, which is associated
    with the ability of the cation to undergo equilibration to a lipophilic carbinol
    form
    (Albert, 1979). (...)"

    [Quelle:
    Malachite Green: A Toxicological Review
    Sandra J. Culp and Frederick A. Beland
    International Journal of Toxicology June 1996 vol. 15 no. 3 219-238
    doi: 10.3109/1091581960900871
    http://ijt.sagepub.com/content/15/3/219.abstract ]


    In dem Paper sind auch noch die ganzen Schädigungen aufgelistet, die durch den Wirkstoff in verschiedenen Tieren/Organismen entstehen. Find ich recht interessant, daher der Link hier im Thread. Hoffe das ist ok!

    LG Björn

    Hi,

    war die zwischenzeitlich mal trocken gelagert? Ich kenne nur die typischen Versagensfälle, wenn der Elektrolyt verarmt ist, das Diaphragma zugegammelt oder z.B. das Glas erschöpft ist. Die Ansprechzeit ist aber nicht stark erhöht? Wie läuft denn die Kalibration mit dem IKS ab?

    Viele Grüße,
    Björn

    Guten Morgen,

    ich kann dir leider nur Erfahrungen mit Elektroden aus den Labor mitteilen. Diese haben wir in unseren Reaktoren; verwenden diese somit auch im Dauereinsatz. Seit mehreren Jahren haben wir die Sonden (Gel-Elektrolyt) von Mettler Toledo. Ich habe allerdings nicht die Preise im Kopf und bin mir auch nicht sicher, ob das für den Hobbybereich nicht zu teuer ist (vermute 300 - 500€ pro Sonde).
    Was meinst du mit einer starker Abweichung? Also von Kalibration zu Kalibration hinter einander weg gänzlich andere Werte? Ist die Sonde temperaturkompensiert oder hat durch Ablagerungen ein schlechtes Anpsrechverhalten? Was verwendest du aktuell? Hast du die Sonde schon mal versucht zu regenerieren?

    Viele Grüße,
    Björn

    So guten Abend nochmal! :smiling_face:


    Warum ich nach dem zweiten Wirkstoff von Protomarin intensiv frage war, dass scheinbar das Produkt Protomarin coral umgestellt wurde. Ich habe es noch mit Malachitgrünoxalat (und weiteren), im Internet finde ich es allerdings nur noch mit Tetramethyl-4,4-diamino-triphenyl-carbinol.

    Mööp ... sorry ... wenn mich meine Chemiekenntnisse gerade eben nicht verlassen, habe ich einfach ein Problem mit dem Trivialnamen versus IUPAC-Konformität... richtig?! :grinning_squinting_face: Peinlich ... :face_with_tongue:


    @Michael

    Ich hänge mal ein Bild an. Bessere bekomm ich mit meiner Cam leider nicht hin. Was hat es mit der Beleuchtung auf sich? Beruhigend für die Fische oder Auswirkungen auf die Schwärmer?
    Verstehe ich dich richtig, dass ich nur eine Chance mit UVC + Malachitgrünoxalat habe, aber beide alleine nicht so viel bringen? Das würde für mich bedeuten, dass ich mit Malachitgrün auch keine Hinhaltetaktik erreiche?!


    Danke für Deine / Eure Tips!

    VG Björn

    Hallo Torsten,


    ok dann verwerf ich den Gedanken. Aber rein interessehalber: Kupfer wird in reinen Fischbecken empfohlen. Ist es dann im Wasser weniger mit Langzeitfolgen für die Fische verbunden (im Gegensatz zu futter)? Neben dem Kupfer hätte mich der zweite Wirkstoff noch interessiert (Tetramethyl-4,4-diamino-triphenyl-carbinol ). Ebenfalls toxisch für Wirbellose?

    In einem anderen Forum konnte ich im Übrigen die Behauptung lesen, wegen der hohen Giftigkeit von Malachitgrünoxalat bzw. Methylenblau, lieber den Kupfergehalt im Becken zu erhöhen.

    Was hälst du von den Proto Marin Produkten?

    Grüße Björn

    Guten Morgen zusammen,

    ich muss vielleicht an der Stelle etwas weiter ausholen. =)

    Bisher war ich in diesem Forum mehr stiller Mitleser als fleissiger Schreiberling. So hab ich auch diesen Thread in letzter Zeit verfolgt. Ich habe ein paar Jahre Süßwasser hinter mir und bin bisher von Ichtyo verschont geblieben. Die hier geschilderten Folgen haben mich allerdings dann doch etwas nervös gemacht, da ich ja meinen Bestand gerade erst aufbaue und das eher langsam (Geld ist leider endlich). Vor einiger Zeit stellte ich hier im Forum die Frage, wie und welche UVC-Anlage ich gut in das Percula integrieren könnte (dauerhafter Betrieb aus dem Hauptbecken). In der Zwischenzeit hab ich mir einen Bestand an Medikamenten zurückgelegt, um handlungsfähig zu sein. Unter anderem habe ich mir Protomarin coral bestellt und ein abgelaufenes (das MDH Datum 2008 der Packung war auch noch unkenntlich gemacht; das auf der Flasche wurde vergessen) Protomarin intensiv bekommen. Dass ich das wegen dem Kupfer schlecht ins Becken kippen kann, war mir klar. Allerdings bin ich auch der Empfehlung aus dem Meerwasser-Lexikon gefolgt und hab mir Sera Costapur besorgt, welches dort ja zur Herstellung von entsprechendem Futter genannt wird. Das enthält als weiteren Bestandteil Formaldehyd, was m.M. auch nicht so unbedenklich sein dürfte?!
    Daher war der etwas naive Umkehrschluss von mir, dass ich evtl. das protomarin intensiv ähnlich nutzen könnte. Das Kupfer wäre dann im Becken recht verdünnt und vielleicht (!) ohne Folgen und der andere Wirkstoff käme konzentriert im Fisch an. Was ich allerdings nicht weiß ist, ob diese Wirkstoffe über den Fisch wirken oder das Wasser?

    Torsten Sause

    Ich werde im Moment nichts anderes machen als Malachitgrün und Vitamine über das Futter zu geben und sobald eingetroffen UVC über das Hauptbecken laufen zu lassen. Desweiteren senke ich die Dichte langsam ab und halt die Becken Temperatur möglichst niedrig.
    Ich hatte vor kurzer Zeit eine Temperaturspitze von knapp 29°C im Becken. Wenige Tage danach konnte ich ein Scheuern der Fische beobachten, die nun diese Pünktchen bekommen haben. Kann das der Trigger gewesen sein?
    Das mit den anderen Wirkstoffen war nur ein Einfall den ich zur Diskussion stellen wollte. Mach das aber nicht! =)
    UVC und Malachitgrün kenne ich aus meiner Teich-Zeit und da gab es immer wilde Diskussionen darüber, ob nun nötig oder gar gefährlich sei. Für das Riffbecken gibt es bisher anscheinend noch keine alternativen Wirkstoffe, wenn ich euch richtig verstehe?

    @ Michael Kuhn

    Wie geschrieben, ich kippe nicht einfach was auf Verdacht ins Becken! Versprochen! :winking_face:
    Ich bin nur etwas aufgeschreckt, weil es denkbar ungünstig kommt und ich nach Möglichkeiten schaue.
    Soll ich das Malachitgrün mit jeder Fütterung geben oder abwechselnd füttern? Im Moment gebe ich sowohl Flocken/Granulatfutter sowie Frostfutter mit Malachitgrün (seit dem ersten Punkt).
    Die Pünktchen sind variabler Größe. Pro Fisch schwankt die Zahl zwischen 1 und schätzungsweise 20 Punkten. Nicht alle haben sichtbare Punkte, aber das Scheuern zeigt sich öfter. Die Atmung scheint mir noch relativ normal. Die Aufgen sind auch klar. Die Tiere sind agil und fressen auch relativ normal. Sie stehen nicht nur vor der Strömungspumpe, sondern schwimmen aktiv im Becken.
    Einzig der kleinere Gramma zieht sich öfters ins Riff zurück und liegt auf seinem Schlafplatz. Sobald es dann aber was zu Mampfen gibt kommt er meistens auch wieder hervor.
    Der große Gramma hat neben den Punkten auch immer wieder mal eine Art Schleier auf den Schuppen. Das sind aber nicht wirklich kleine Punkte. Kann das schwer deuten. Es sieht auch immer ein wenig anders aus. Der Fisch scheuert sich recht häufig. Kann es daran liegen? Oder hab ich gar eine Mischinfektion?
    Eine 18W UVC ist unterwegs zu mir, also leider noch nicht in Betrieb (Sch.... Timing). Derweil zieht das Technikbecken vermehrt das Wasser aus Bodennähe statt über den Überlauf. Ich hoffe, dass ich so ein paar Schwärmer mehr in den Filter & Abschäumer bekomme. Die UVC wird ASAP in Betrieb genommen.

    Bilder werde ich nachreichen, wobei diese meist nicht so toll gelingen. Hab nur eine uralt Digicam.


    Danke euch schonmal & schönen Tag!

    LG Björn

    Guten Abend,


    so jetzt hab ich meinen Salat. Nun gehts bei mir auch rund... meine Grammas haben Pünktchen. :loudly_crying_face:
    Ich halte mich so gut es geht an das Vorgehen hier.

    Gibt es eigentlich Erfahrungen Protomarin intensiv über das Futter zu verabreichen? Für Wirbellose ist dieses wegen dem Kupfer recht unbekömmlich?! Neben dem Kupfersulfat ist noch Tetramethyl-4,4-diamino-triphenyl-carbinol als Wirkstoff angegeben. Oder riskiere ich da wohlmöglich mein Becken?

    Danke und gute Nacht!
    Björn

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    Hallo Björn,

    wenn eine UO mit 50 GPD-Membran nur 90 Liter am Tag bringt, dann hast du entweder einen extrem niedrigen
    Wasserdruck oder die Anlage hat ein Konstruktions- oder Zusammenbauproblem.

    Der Leitwert von 160 µS/cm geht auf eine defekte Membran zurück, nicht auf den Ionenaustauscher. Hol dir eine neue
    Membran, am besten eine 75 GPD Filmtec, nicht die 100 GPD, die hat schlechtere Werte.

    Achte beim Kauf einer Membran unbedingt auf die Rückhalterate für Silicat, bei einer guten brauchst du keinen
    Ionenaustauscher mehr.


    Hallo Armin,

    danke für den Hinweis. Ich hab die Anlage damals beim Händler gekauft und sie sollte 90 l/d schaffen. Aktuell ist es ja weniger. Ich dachte, dass ich noch irgendwo einen Tank unterbekomme, dann wäre die Tagesleistung ja ok gewesen. Allerdings wird es nichts mit dem Tank. Nun, als ich letztens die Anlage aus genannten Gründen zerlegt habe, ist mir die 50 GPD Membran aufgefallen. Das passt ja nicht so recht zu der 90l/d Angabe. Der Wasserdruck (circa 3-4 bar) ist bei uns nicht der höchste, das stimmt. Daher wird für mich eine Booster-Pumpe Pflicht sein.
    Die "Anlage" sind eigentlich nur 3 hintereinander geschaltete Filtergehäuse; also keine Inline-Filter oder sowas. Wüsste ehrlich gesagt nicht, wo da ein konstruktives Problem sein könnte. Drehe ich das Spülventil auf, kommt auch gut was durch.
    Was hälst du von den 300 GPD Direct-Flow-Anlagen? Ich denke mit einer neuen Membran + Boosterpumpe dürfte ich immer noch günster wegkommen als eine komplett neue Anlage ... sei denn eben eine Direct-Flow... das wäre schon interessant. Im übrigen haben wir circa 10 mg/l Silicat im Wasser. Das sollte wohl so nicht ins Becken. :winking_face:

    Viele Grüße,
    Björn :wink

    Hi André,

    ja genau sowas meine ich. Das ist aber prinzipiell ein Mischbett-Tauscher und holt mir neben Silikat eben auch noch andere Ionen raus die ggfs drin sind. Nichts anderes verwende ich. Das Harz ist bei mir scheinbar erschöpft, da der Leitwert bei knackigen 160 µS/cm (Leitungswasser circa 500-600 µS/cm bei gleicher Temp) liegt. Jedoch müsste der LW hinter der Membran doch trotzdem niedriger liegen?! Ich glaube, dass diese einen weg hat. Im Moment gehe ich von einer kompletten Neuanschaffung aus. Wird wohl auch nicht viel teurer kommen.
    Aber du hast Recht, machen kann ich mit der nicht viel, außer mir Ärger mit der besseren Hälfte einzufangen! :winking_face:
    Ist im übrigen eine Rowa Membran. Dachte eigentlich, dass die ganz gut sind?!

    VG
    Björn

    Hallo!

    Das klingt doch schon mal super. Ehrlich gesagt weiß ich nicht so ganz, was mit meiner "Anlage" nicht stimmt.

    Andre

    Ja die 300er ... das wäre zu Beginn der richtige Kauf gewesen. Aber nein, ich hab mir das Teil geholt.

    Fischegucker

    In der Anlage ist eine 50 GDP Membran verbaut, die komplette Anlage selbst ist mit 90 L/d angegeben. Ich kann mir das hauptsächlich mit der nachgeschalteten Vollentsalzung erklären. Somit hätte ich evtl Pech und hab dann keine wirkliche Steigerung der Durchflussrate?
    Ich würde halt gerne meinen 25L Nachfüllbehälter schneller füllen und nicht immer das ganze WE drauf verwenden. Mit Pegelschalter geht es leider nicht, da ich die Leitung nicht dauerhaft liegen lassen kann. :confused_face:

    @ Steffen

    Danke! Ich schau mir das mal genauer an.


    Was mach ich dann allerdings mit der jetzigen. Das sind im Endeffekt nur leere 10" Behälter passt ja nicht für 300 GPD... na mal sehen.


    Danke

    Viele Grüße,
    Björn

    Hallo,

    da ich mir zu Beginn eine UO-Anlage habe aufschwatzen lassen, mit der ich so gar nicht zufrieden bin, wollte ich euch um euren Rat fragen. Ich habe für eine dreistufige (Aktivkohle, UO-Membran 50 GDP, Ionentauscher) Anlage gute 250€ hingelegt und habe nicht mal eine Boosterpumpe dabei.
    Da ich nun bereits im Permeatwasser Phosphat nachweisen konnte und sich der Leitwert verdreifacht hat, muss ich etwas ändern (Standzeit 10/11).
    Bei der Gelegenheit würde ich gerne die Anlage effektiver gestalten und vorallem für mehr Durchfluss sorgen, da ich keinen Tank betreiben kann.
    Denkt ihr es macht Sinn eine 100 GPD Membran zu besorgen oder lieber auf eine Direct-Flow-Anlage (300 GPD)umzustellen? Ich suche schon seit einiger Zeit nach einem guten Shop hierfür. Könnt ihr mir etwas empfehlen? Eine Boosterpumpe ist vermutlich auch Pflicht damit auch noch genug durch den Ionentauscher kommt?
    Im Moment brauche ich für 5 Liter UO-Wasser gute 2-3 Stunden, was größere Wasserwechsel ziemlich zeitintensiv macht.

    Danke euch für Ratschläge und Links!

    :wink Gute Nacht
    Björn

    Hi,

    auf Grund der Diskussion in einem anderen Thread geistert mir das wieder durch den Kopf. Ich gehe doch richtig in der Annahme, dass die meisten UVC-Anlagen für den Betrieb außerhalb des Wassers gedacht sind und mit einer Pumpe gespeist werden. Ideal für mich wäre eine Anlage, welche ich quasi an die Strömungspumpe anschließen könnte. So würde ich direkt das Wasser aus dem Becken ziehen können.
    Allerdings hab ich keine Ahnung in wie weit diese Teile unterhalb des Wasserspiegels betrieben werden dürfen.

    Schönes WE!

    VG Björn