Hi,
ich will mich gar nicht einmischen in die Randdiskussionen, jeder hat mal klein angefangen, dass stimmt wohl, viele vergessen das halt, es gibt händler, die eine Litophyton nicht von einer Scleronephthya unterscheiden kann, es gibt solche und solche und irgendwie hat jeder hier ein bißchen Recht.
Aber nun zu der Scleronephthya (es ist keine Dendro, was aber bei der Haltung fast egal ist). Das wichtige ist, dass man die am Anfang abgebildete Art erst Mal in die Strömung stellt, und zwar so, dass sie gleichmäßig von einer Seite eine "Durchzugsströmung", also eine laminare Strömung erhält. Genau so steht die auch in der Natur, nicht turbulent, nicht von allen Seiten, sondern so, dass die Flut einmal die Koralle nach links drückt, und die Ebbe sie dann wieder nach rechts zieht, je nach dem, wo man gerade steht. Das ist der 1. und wichtigste Schritt. Ob sie dann hell oder dunkel steht, ist völlig egal. Wenn es der Koralle schelcht geht,veralgt sie un löst sich rapide auf, dabei ist es egal, ob sie hell oder dunkel steht, dass tut dann nix mehr zur Sache. In der Natur wachsen Dendronephthyen auch direkt unter der Wasseroberfläche z.B. an Bootsstegen oder Anlegern.
Der 2. Schritt ist, dass die Koralle täglich gefüttert wird. Am besten bleibt man den ganzen Tag neben der Koralle stehen und schiebt ihr einen Löffel von jens's Futtermischung nach dem anderen rein, so dass die genannte Strömung einen richtige Staubballen durch die Koralle durchzieht. Das geht nicht, ich weiß, aber es sollte so oft wie möglich passieren.
Drittens, ich würde Dir empfehlen, damit habe ich nach ausgiebigen Test die besten Erfahrungen gemacht, die Futtermischung von Jens um Ultraclam erweitern (hat er Ultraclam erwähnt, weiß nicht, wenn ja, OK, dann doppelt). Ich mische 50% Ultralive mit 50% Ultraclam, dann schwemme ich es auf in Ultramin S, so dass es relativ zäh, aber doch noch flüssig wird. Und zum schluß kommt noch eine Pulle Ultrabac drauf. Das ganze packe ich aber nicht in den Kühlschrank, sondern lasse es bei Raumtemperatur die ganze Nacht über stehen. Am nächsten Tag wird es dann verfüttert.
Mit dieser Fütterung und der genannten Strömung wachsen Scleronephthya und Dendronephthy. Fatal ist es nur, wenn man zwischen Weihnachten und Neujahr keine Möglichkeit hat, zu füttern, dann sind viele Wochen Arbeit innerhalb von einer Woche kaputt und man fängt wieder von vorne an. Allerdings war die Regenerationsfähigkeit bei meinen Tieren doch nicht schlecht.
Das Problem ist dann natürlich die Beckentrübung, damit muß man sich eben abfinden, wenn man diese Tiere halten will. Ein wirklich guter Abschäumer muß unbedingt her, damit das Futter auch wieder rauskommt aus dem Becken. Ozon kann ich nur empfehlen. Allerdings wird dieser Prozedur ein normales Riffbecken nicht lange standhalten, von daher wird es irgendwann einmal Aquariensysteme geben, die von den Nährstoffumsatzraten sehr sehr viel effektiver sind.
Dazu kommt, dass meiner Erfahrung nach diese Tiere auf Sand deutlich besser stehen als auf Steinen, ich denke Claude kann das aus seinen Erfahrungen heraus bestätigen.
Aber alles Füttern ist für die Katz, wenn die Strömung nicht stimmt. Darauf kommt es an!