Beiträge von Jörg Kokott

    Hallo,

    hab letztes jahr mit Frank M aus W darüber gestriten (kann auch schon 2 Jahre her sein), finde aber den Thread nicht mehr im Archiv. Wenn den einer noch findet, kann man den link posten und jeder kann sich dann durch 10 Seiten durchwühlen, wenn er/sie will. Fazit war: vor dem Fischkauf tauchen gehen ist gar nicht so schlecht.

    Kann mich Jens und Ilja aber nur anschliessen: Frage beantwortet (schliesse mich an das Acanthurus leucosternon (so heisst der übrigens auf schlau) und 350 L Aqua nicht geht) und Thema ist schon seit Jahren durch. Das passt tatsächlich mittlerweile ins U-Board das Thema.

    Frank M: ja, ja...ich verbiete Dir damit nicht das Wort

    Wenn Du schon Veron erwähnst,
    die abrolhosensis die bei Veron abgebildet ist, ist eine Acropora prostrata. Bin da auch schon drauf reingefallen. Hab die mal bei Jörg Griem gesehen und sie ihm gemäß Veron als abrolhosensis identifiziert, was aber falsch war. Im http://www.meerwasser-lexikon.de ist die Veron abrolhosensis auch drin, und wenn Du die mit dem Eintrag für prostrata vergleichst, dann ist das die gleiche Koralle.

    Die Art die Du hast ist in der Acropora Revision von Carden Wallace "Staghorn Corals of the world" als abrolhosensis aufgeführt. Nur um Verwirrungen zu vermeiden. Im wissenschaftlichen Bereich wird eigentlich nur noch die Wallace Revision verwendet, nicht das Veron Bilderbuch.

    Zitat

    Original von iP

    ----> Verar... mich nicht! :smiling_face:

    Wenn das klappt, wäre das einer DER durchbrüche zu den schönsten korallen die es gibt!! =) =) =)

    Grüße,


    Ip,

    was istl denn an dendros so tol?
    Die haben noch nicht mal zooxanthellen.

    Aber dreh ruhig weiter und kauf Dir schon mal einen gscheiten Abschäumer.... :grinning_squinting_face:

    Hi,

    wenn's mit den "alternativen Behandlungsmethoden" nicht funzt, dann bade den Fisch 10 - 15 min. lang in temperierten Süßwasser, idealerweise mit einem PVP-Zusatz, z.B. PVP als Reinsubstanz oder in Form von Preis Coli, Aquasafe oder ähnlichem. Vorausgesetzt Du bekommst ihn aus dem Becken...

    Hallo Robert,

    ich hatte so was ähnliches mal mit einer Acropora granulosa, die war braun mit blauen Spitzen und hatte weiße Polypen. So kam sie zumindest von Indonesien bei uns an. Einige Wochen später sah die Koralle zwar noch gleich aus, aber die Basalscheibe wurde quietsch grün, aber nix anderes.

    Es ist durchaus so, das insbesondere der Basalbereich zur Umfärbung neigt, was möglicherweise damit zusammenhängt, dass dieser Bereich kein direktes Licht bekommt, sondern das von den überliegenden Kolonieteilen gefilterte Licht erhält.

    Weiß nicht, ob es sicher ist, aber es gibt viele Exemplare, die einen verlängerte zweiten Flossenstrahl in der ersten Rückenflosse haben, also nicht wie bei Synchiropus der erste Rückenflossenstrahl, sondern der zweite. Aber wie gesagt, das ist mir nur aufgefallen.

    Das mit dem zusammensitzen ist aber auch nicht sicher, es gibt durchaus vermeindliche Pärchen, die ich extra setze, weil ich denke, das könnte ein Paar sein, die sich aber nach drei Tagen anfangen zu jagen.

    Hi,

    kann mich Claude und Frank nur anschliessen, hatte bei allen möglichen Importen auch noch nie etwas derartiges mit sterbenden Canthigaster-Arten erlebt.

    Ein Sauerstoffmangel wirkt sich auch ziemlich hefig auf Korallen aus! Von daher kann man Sauerstoffmangel auch ausschliessen.

    Selbst wenn der Canthigaster abgelaicht hat, dann verschwindet die Legeröhre innerhalb weniger Stunden. Dazu kommt, das frisch importierte, trächtige Fische in alle Regel an einer streßinduzierten Legenot in den ersten Tagen nach dem Import sterben.
    Bezüglich der Legeröhre würde ich mal vermuten, dass es sich dabei um weißlichen Kot andelt, der i.d.R. mit Darmparasiten (Nematoden, Trematoden, Metacercarien oder ähnliches) einhergeht. Diesen Kot können betroffene Tiere auch nicht so leicht ausscheiden, so dass die weisse Kotschnur durchaus für einige Zeit am After hängt.

    Was is nu mit dem neu angebrochenen Futter? Das wurde noch gar nicht diskutiert.

    Hallo,

    Rezept in Koralle 04/2004 - ist denke ich meins.

    Generell ist es alles andere als sinnvoll eine Phosphorlimitierung am Phosphatgehalt zu diagnostizieren, schon gar nicht an einer einzigen Messung.

    Eine Phosphorlimitierung kann nur an den Tieren selbst diagnostiziert werden, an entsprechenden Symptomen, die in der Literatur ausgiebig beschrieben sind. Die Phosphatmessung eignet sich dann dazu, die Diagnose ein wenig zu verifizieren: wenn man entsprechende Symptome sieht, und kein Phosphat messen kann, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Phosporlimitierung recht hoch. Dann kann man vorsichtig mit der publizierten Kaliumdihydrogenphosphatlösung versuchen, den Phosphatgehalt zun erhöhen. Wenn es den Tieren dann besser geht, ist es eigentlich praktisch bestätigt, dass es eine Phosphorlimitierung ist.

    Also zuerst beobachten, dann messen, dann dosieren. Nicht anders herum!

    Die Rezeptur, die ich in der Koralle publiziert habe, ist so gewählt, dass sie in vielen Becken ohne großes Risiko eines "explodierenden" PO4-Gehaltes angewendet werden kann. Im Artikel steht auch, dass man die Rezeptur individuell entweder über die Dosiermenge oder die Masse Phosphat pro Lösung abändern kann.
    Am besten tastet man sich zunächst über die Dosierung ran, schaut, wie viele mL/100L man dosieren muß. um eine nachweisbare Steigerung zu erzielen, und so den tägl. PO4-Bedarf des Beckens berechnen.
    Gerne rechne ich das auch aus, wenn man mir sagt, wieviel ml de Lösung täglich dosiert hat, um eine konzentriertere Lsg herstellen zu können.

    Spurenelemente, wenn sie nicht an einen Chelator wie EDTA oder PVP komplexiert sind, fallen generell in Meerwasser schnell aus. Das liegt weniger an der Konzentration, als an der Oxidationskraft von Meerwasser. Die meisten Metalle reagieren in Meerwasser zu unlöslichen Hydroxiden oder Oxiden.
    Ich würde daher nicht empfehlen, Spurenelemente über das Nachfüllwasser zu dosieren.
    Sinnvoll ist eine Spurenelementdosierung mittels Dosierpumpe mehrmals in geringen Volumen direkt ins Aquarium, damit die Spuris auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

    Ja, ja, diese Clavularia, zuerst freut man sich, bald haßt man sie...

    biologische Entfernung: Kaiser und Falter gehen daran, ist aber in einem Riffbecken so eine Sache. Chaetodon kleini könnte da ran gehen, hab's aber noch nicht versucht. Tangfeilenfisch geht vielleicht auch ran.

    mechanisches entfernen: mit einem alten Kartoffelschälmesser die Oberfläche des Steines (bei lokalem Befall) abschneiden und gut mit Seewasser ausserhalb des Beckens abspülen.

    verdunkeln: steine rumdrehen oder mit schwarzer Teichfolie für einige Wochen abdecken, das hilft zumindest bei Glasrosen oder majanos.

    Zitat

    Original von Thomas Geisel
    Wie wirkt sich das in kombination mit wodka aus ????

    Oder nur die bakterien und wodka ???

    Die gelisteten Bakterien auf der Verpackung sind heterotroph und sind bekanntermaßen dazu in der Lage, unter bestimmten Milieuzuständen (Anwensenheit von Nitrat oder Nitrit) Ethanol als Kohlenstoffquelle zu verwerten.
    Wodka fördert entsprechend die Vermehrung der dosierten Bakterien, wodurch der Nährstoffabbau ggf. beschleunigt werden kann.

    @all: Die Beobachtung, dass das Wasser glasklar wurde, sollte auch mit einr verstärkten Abschäumung einher gehen. Gleiches passiert bei der Wodkamethode.

    Hi,

    kann sein, dass in dem Mineral Plus Magnesium drin ist.
    Aber der Wert ist nicht bedrohlich hoch, mach Dir keine Sorgen.
    Du must Dein Osmosewasser aber nicht aufhärten. Da nur Süßwasser verdunstet, und keine Mineralien, erhöhst Du durch das Mineral Plus nur Deinen Mineralien- und Spurenelementhaushalt.

    pH mach Dir keine Sorgen, der reguliert sich von alleine, bzw. hast Du wahrscheinlich abends gemessen, da ist der Wert aufgrund der tagsüber stattgefundenen Photosynthese eh immer höher als morgens.

    Wie gesagt, laß einfach Dein Becken in Ruhe und schau weiterhin, was so alles passiert. Besetzte Dein Becken weiterhin mit einfach zu haltenden und schnellwüchsigen korallenarten. Dadurch übst Du einen Konkurrenzdruck auf die unerwünschten Algen aus, und die Einfahrzeit ist schnell vorüber.
    Überwache weiterhin Nitrat und Phosphat, für die Einfahrphase sind diese Werte vollkommen in Ordnung. Wenn Deine Korallen wachsen, und Du noch auf einen Fischbesatz verzichtest, dann werden die Werte sehr wahrscheinlich ohnehin ohne weiteres zutun sinken.

    Hatte den test noch nicht,

    aber so wie ich es verstehe, geht es darum, welcher von beiden Dichtungsringen/Dichtungsgummis derjenige ist, welcher beim Ablesen relevant ist. Das ist der, der untem am Kanülenaufsatz abschliesst, wenn die Spritze komplett entleert ist. Irgendwie logisch, oder versteh ich da was falsch?

    Hallo,

    werden Aminosäuren nicht von irgend einem Organismus aufgenommen und verwertet, dann entsteht daraus über kurz oder lang Nitrat. Das ist schon richtig.
    Dazu kommt, dass Robert mit seiner Aussage nicht falsch liegt, besser ist es, vor der Fütterung zu messen.

    Den Zusammenhang in diesem Falle genau zu erkären, ist sehr schwer. Wenn Phosphat verbraucht wird, wächst i.d.R. irgend ein Organismus schneller, oder es wird chemisch ausgefällt.

    Ist mit Balling die Ca/Hydrogencarbonat-Methode gemeint, oder die Balling-Spurenelemente? Ist z.B. Eisen in Spurenelementlösungen stark konzentriert und in anorganischer Form vorhanden, könnte dieses Eisen auch Phosphat fällen.
    Es gibt also mehrere Möglichkeiten, ausschlaggebend sind aber wie so oft weniger die Messwerte, als die positiven oder negativen Bebachtungen, die man am gesamten System macht. Natürlich kann sich auch kein sichtbarer Effekt ergeben. Also keine Panik!

    Hi,

    ich bin mal so frei und copy & paste aus der Produktbeschreibung.

    Abgesehen von der scheinbar außerordentlichen Leistungsfähigkeit des Produktes, was soll denn

    "neurologische Reaktionen wie in der Natur"

    bedeuten :confused_face:

    In der Beschreibung des Testaquariums fehlen bei der Besatzauflistung sämtlich im Foto sichtbaren Algen, die maßgeblich am Nährstoffentzug beteiligt sind.

    Hi,

    ich will mich gar nicht einmischen in die Randdiskussionen, jeder hat mal klein angefangen, dass stimmt wohl, viele vergessen das halt, es gibt händler, die eine Litophyton nicht von einer Scleronephthya unterscheiden kann, es gibt solche und solche und irgendwie hat jeder hier ein bißchen Recht.

    Aber nun zu der Scleronephthya (es ist keine Dendro, was aber bei der Haltung fast egal ist). Das wichtige ist, dass man die am Anfang abgebildete Art erst Mal in die Strömung stellt, und zwar so, dass sie gleichmäßig von einer Seite eine "Durchzugsströmung", also eine laminare Strömung erhält. Genau so steht die auch in der Natur, nicht turbulent, nicht von allen Seiten, sondern so, dass die Flut einmal die Koralle nach links drückt, und die Ebbe sie dann wieder nach rechts zieht, je nach dem, wo man gerade steht. Das ist der 1. und wichtigste Schritt. Ob sie dann hell oder dunkel steht, ist völlig egal. Wenn es der Koralle schelcht geht,veralgt sie un löst sich rapide auf, dabei ist es egal, ob sie hell oder dunkel steht, dass tut dann nix mehr zur Sache. In der Natur wachsen Dendronephthyen auch direkt unter der Wasseroberfläche z.B. an Bootsstegen oder Anlegern.

    Der 2. Schritt ist, dass die Koralle täglich gefüttert wird. Am besten bleibt man den ganzen Tag neben der Koralle stehen und schiebt ihr einen Löffel von jens's Futtermischung nach dem anderen rein, so dass die genannte Strömung einen richtige Staubballen durch die Koralle durchzieht. Das geht nicht, ich weiß, aber es sollte so oft wie möglich passieren.

    Drittens, ich würde Dir empfehlen, damit habe ich nach ausgiebigen Test die besten Erfahrungen gemacht, die Futtermischung von Jens um Ultraclam erweitern (hat er Ultraclam erwähnt, weiß nicht, wenn ja, OK, dann doppelt). Ich mische 50% Ultralive mit 50% Ultraclam, dann schwemme ich es auf in Ultramin S, so dass es relativ zäh, aber doch noch flüssig wird. Und zum schluß kommt noch eine Pulle Ultrabac drauf. Das ganze packe ich aber nicht in den Kühlschrank, sondern lasse es bei Raumtemperatur die ganze Nacht über stehen. Am nächsten Tag wird es dann verfüttert.

    Mit dieser Fütterung und der genannten Strömung wachsen Scleronephthya und Dendronephthy. Fatal ist es nur, wenn man zwischen Weihnachten und Neujahr keine Möglichkeit hat, zu füttern, dann sind viele Wochen Arbeit innerhalb von einer Woche kaputt und man fängt wieder von vorne an. Allerdings war die Regenerationsfähigkeit bei meinen Tieren doch nicht schlecht.

    Das Problem ist dann natürlich die Beckentrübung, damit muß man sich eben abfinden, wenn man diese Tiere halten will. Ein wirklich guter Abschäumer muß unbedingt her, damit das Futter auch wieder rauskommt aus dem Becken. Ozon kann ich nur empfehlen. Allerdings wird dieser Prozedur ein normales Riffbecken nicht lange standhalten, von daher wird es irgendwann einmal Aquariensysteme geben, die von den Nährstoffumsatzraten sehr sehr viel effektiver sind.

    Dazu kommt, dass meiner Erfahrung nach diese Tiere auf Sand deutlich besser stehen als auf Steinen, ich denke Claude kann das aus seinen Erfahrungen heraus bestätigen.

    Aber alles Füttern ist für die Katz, wenn die Strömung nicht stimmt. Darauf kommt es an!

    Zitat

    Original von Thomas Andermann
    Fals er doch zu schnell wachsen sollte kann ich ihn ja wieder nach meinem händler bringen der hat ja das passende becken dafür (http://www.burdas-tierwelt.de) .
    Thomas

    Der Händler wird sich freuen, würden alle seine Kunden so denken... Kann Klaus nur Recht geben, heutzutage Info's über Fische und deren Endgröße/Haltungsansprüche zu finden ist mehr als einfach.

    Dummerweise wächst der hawaiensis sehr schnell bei der entsprechend notwendigen Fütterung. Ihn auf die doppelte Größe zu bringen bedarf keiner sechs bis acht Monate, wie gesagt, bei der entsprechenden Fütterung, die dem Tier angemessen ist.
    Aber genug der Schimpfe, wir haben alle Fehler gemacht, und vielleicht vergrößert sich ja Dein Becken.

    Hi,

    der Performance ist allerdings kein Violettstrahler, alle 10000K Brenner schon, da gebe ich Oliver Recht.

    Der Punkt ist, dass zuviel Blau auch nicht gut ist, auch wenn es photosyntethisch nutzbar ist, aber irgendwann ist mit der Photosynthese auch Schluß, heißt dass die Photosysteme überlastet sind, und das führt nicht selten zu Photostress. dazu kommt, dass die Bildung fluoreszierender Pigmente einer Menge Energie bedarf, und das geht nicht selten auf Kosten des Wachstums.

    Ich halte die daylight Brenner auch für geeignet, allerdings nicht die D Brenner sondern eher N oder NDL Brenner. Aber die Kombination aus Performance mit daylight oder coolwhite Röhren ist auch nicht schlecht. Die Aquablue von ATI ist prinzipiell in meinen Augen das erste Leuchtmittel, dass sowohl die blaue Photosynthesestrahlung und andere bereiche der sichtbaren Strahlung günstig kombiniert. Solche Kombinationen lassen sich sonst nur mit zwei verschiedenen Leuchtmitteln, also z.B. blauer Brenner weiße Röhren, oder blaue Röhren und daylight Brenner verwirklichen.
    Ich persönlich würde auf HQI nicht verzichten wollen, und finde die Kombination aus Blaustrahler und weißen Röhren nicht schlecht. Auf 10000K Brenner als alleinige Lichtqelle würde ich aber aus meiner Erfahrung heraus nicht empfehlen, und kann mich hier Oliver nur anschliessen, dass aufgrund der dominierenden Violettstrahlung auch hier eine Kombi mit baluröhren nicht fehlen darf, denn diese Brenner haben einen Blaumangel!

    Hallo Christian,

    wie bereits angesprochen kommt es weniger auf die Absolutwerte als auf das Verhältnis zwischen Stickstoff und Posphor an, und das scheint bei Dir zu stimmen. Von daher mach Dir keinen Kopf, würdest Du jetzt Änderungen herbeiführen, würdest Du wahrscheinlich nur mit Problemen konfrontiert. Was bei Dir helfen könnte wäre ein externes Sandbettsytem, das Du z.B. als Refugium betreiben könntest. Dadurch kannst Du die Fütterungen der Tubastrea ausgleichen. Wodka, OK, kann auch gehen, aber denke daran, Dein System läuft so wie es ist scheinbar gut, wenn Du etwas änderst, dann wirklich nur sehr langsam.
    An Deiner Stelle würde ich nichts weiteres unternehmen, allerdings gilt für Tubastrea das gleiche wie für Fische: Du hast die Verantwortung für das Tier und damit auch die Verpflichtung, es entsprechend der Bedürfnisse zu füttern. Ich würde Dir wie gesagt einen extrenen Sandbettfilter empfehlen, erstens wegen der gesteigerten Nitratabbauleistungen, zweitens weil Du darin auch interessante Tier- und Pflanzengruppen pflegen kannst, z.B. Seegras und Seenadeln oder Seepferdchen, Sandseeigel/Seesterne, diverse Schnecken, etc.

    Hi,

    soweit ich weiß, wird der Osram online Katalog gerade überarbeitet, und einige Produkte sind noch nicht drin.
    Den Brenner, den Du meinst, ist der Powerstar HCI-TS, also mit der Keramikfassung, der NDL ist schon drin.
    Es ist definitiv nicht der daylight (D) Brenner, sondern der N Brenner. NDL ist ähnlich wie der D Brenner vom Spektrum.
    Hab den N aber auch gerade nicht gefunden.

    Kann man aber über den Elektrohandel bestellen.

    Die beiden Bilder zeigen Isopoden, hier eine tropische Wasserassel, keine Amphipoden. Flohkrebse gehören zu den Amphipoden und haben ihren Hinterleib nach unten hin gekrümmt, Isopoden haben keine Körperkrümmung.
    Kommt aber aquaristisch gesehen bezüglich der Haltung auf's gleiche drauf raus.

    Frank,

    Du verallgemeinerst das ziemlich stark. Ich bin der Meinung, dass es den meisten Lippfischen langweilig wird, aber auch nicht jedem und schon gar nicht jedem beliebigen Fisch.
    Man kann das auch schwer beurteilen, weil wir die Fische im Aquarium ganz anders halten: ich erinnere nur an die Centropyge resplendens Beobachtung von Peter und Jens: die Fische stehen in 30 Meter Tiefe, damit fängt es ja schon an.

    Zitat

    Original von Jens Kallmeyer


    Allerdings hingen die auch recht weit oben und soweit haben die sich nicht vom Riff entfernt. Sie pickten eigentlich nur an den Steinen

    Jens

    Das scheint genau der Punkt zu sein, sie sind sehr sehr fixiert auf die Steine. Bei mir gehen ein Großteil der (in Deutschland erhältlichen wohlbemerkt!) Zwergkaiser an Nori's, ich weiß es vom bicolor, loriculus, bispinosa, acanthops, eibli, vroliki, tibicien, heraldi, flavissimus und potteri. Hab gestern einen nox bekommen, teste das morgen mal, und ein multicolor hab ich auch noch rumschwimmen.

    Hi Frank,

    denke schon, dass wir alle unterschiedlich füttern, dahingehend, dass wir alle unterschiedliche Aquarien besitzen, in denen unterschiedliche Sachen wachsen. NIcht jeder benutzt eine Osmoseanlage mit nachgeschaltetem Reinstfilter zur Silikatentfernung, d.h. es gibt auch jede Menge Becken, die sicherlich eine ständige Population z.B. von Diatomeen besitzen.
    Für mich ist die Langeweile-Theorie insofern fraglich, als dass ich es komisch finde, dass es einem Fisch potentiell erst nach 2 Jahren oder 5 oder 7 Jahren langweilig wird.
    Es passieren jedoch auch nach 2, 5, oder 7 Jahren Veränderungen im Aquarium, so dass z.B. bestimmte etablierte Algenarten oder andere Organismen, die potentiell von Centropyge-Arten gefressen werden, plötzlich verschwinden, oder plötzlich auftauchen.
    Ich hatte in meinem Becken drei jahre lang eine stabile Population an Stomatella-Schnecken, aber plötzlich war die innerhalb weniger Wochen verschwunden, vielleicht weil irgendwie eine für deren Ernährung existentielle Nahrungsquelle endgültig verbraucht war.

    Aber um nochmals auf das Thema Langeweile zu kommen: wenn ich mir so manchen Lippfisch, z.B. thallasoma Arten oder manche Haliochores, anschaue, die sind 1) für einen Fisch sehr intelligent, und 2) fangen sie nach relativ kurzer Zeit an, nur Blödsinn zu machen, z.B. Seenadeln in der Mitte durchbeissen, Korallen runterwerfen (was Drückerfische ja noch viel lieber machen), Einsiedler ärgern und umwerfen, und und und.

    Also es ist schon viel an der Langeweile-Theorie dran.

    Hi,

    also moment mal, bevor ich gleich wieder eine Anklageschrift angedroht bekomme, es kann ja jeder das Produkt kaufen, ich sag ja auch nicht, dass es schlecht ist, noch weiß ich nicht, was drin ist, dass sind ja nur Vermutungen.

    Kann mir vorstellen, dass Aminosäuren auch von Fischen verwertet werden, v.a. wenn es um die Schleimhautbildung geht.

    Also, fangen wir mal mit Jens Aussage an: Frank, Du warst noch nie tauchen. klaus, wenn Du den Doc von Peter dick findest, der ist halb so dünn wie ein Doc im Meer, auch wenn ich noch nicht auf Hawaii war, aber scopas im GBR sind doppelt so dick wie der von Peter. Im Meer erkennt man einen Doktorfisch von vorne nicht, erst wenn er sich zur Seite dreht, von vorne sieht der aus wie ein Torpedo. Schon mal Valencienna Grundeln oder phalaenas im Meer gesehen? Fett wie die Sau. Futtermangel im Meer? nur wenn das Riff kaputt ist. Chelmon, ist in der Natur ein fettsack, 15 cm hoch, 15 cm lang, 5 cm breit.

    Ich kann Jens nur recht geben, was in unseren Becken schwimmt sind zum großen teil Hungerhaken.

    Zur Exportstation, die direkt verschicken: stimmt, die meisten verschicken schnell, man weiß aber nich, wie lange die Fische auf dem Fischerboot waren, dass kann schon ein paar Wochen dauern.

    Zur Centropyge-Diskussion: für mich ist es nicht unbedingt Langeweile, sondern ein Ernährungsproblem. Klar, wir füttern die Fische auch mit Norialgen, Eisbergsalat und Löwenzahn ist ohnehin pillepalle, davon werden die Fische vielleicht dick, aber es fehlt ihnen v.a. an Fettsäuren, die es nur im Meer gibt. Norialgen sind ja gut und schön, und sicherlich nahrhafter als Löwenzahn, aber es ist nicht vergleichbar mit der Viehlzahl an verschiedenem Algenaufwuchs, den die Fische in der Natur täglich abweiden. Ich kann mir gut vorstellen, auch wenn ich es nicht belegen kann, dass die Zooxanthellen als Dinoflagellaten v.a. Fettsäuren biden, die die Fische brauchen, die man aber nicht in Norialgen findet. Norialgen heissen eigentlich Porphyra, das ist eine Rotalgenart mit einem völlig unterschiedlichem Fettsäuremuster wie von Diatomeen (die haben wir eh nicht im Becken, da wir schleunigst alles an Silikat rausziehen was geht), Dinoflagellaten und den vielen anderen Algengruppen die es auf den Lebenden Steinen im Meer gibt.
    Es ist ja auch nicht nur ein Zwergkaiserproblem: Ctenochaetus machen das gleiche, die beissen auch in Weichkorallen.

    Ich weiß nicht was es hier für Sticheleien gab, aber die Diskussion ist zu interessant als das man sie durch sowas kaputt machen kann.

    Hallo Stefan,

    prinzipiell können sich Korallen nach einem natürlichen Bleaching regenerieren, das Problem ist nur, dass dabei die Korallen dem Bleaching auslösenden Faktor nur für kurze Zeit ausgesetzt sein dürfen. Das ist bei temperaturbedingtem Bleaching das Problem, denn die Warmwasserströmung z.B. im Falle eines el nino Auftretens hält mehrere Wochen an, und das ist zu viel.
    Prinzipiell macht es z.B. Fadenalgen nix aus, höheren Temperaturen ausgesetzt zu sein, und so hat eine Koralle in der Natur, die ausgeblichen ist, einen enormen Konkurrenzdruck von Seiten solcher Organismen, die nur darauf warten, neues Siedlungssubstrat zu finden.

    In meinem Experiment waren die Korallen allerdings in einem Aquarium, und Diuron wirkt auf alle photosynthetisierenden Organismen, die ein Photosystem I besitzen. Dass heißt, dadurch, dass keine Algen Konkurrenz auf die Korallen ausgeübt haben, waren die Korallen nicht so sehr bedroht. Dazu kommt, dass die Korallen scheinbar eine sehr günstige Nahrungsquelle zur Verfügung hatten, welche auch immer, wahrscheinlich Bakterioplankton und Sedimente. Dadurch konnten sie weiterwachsen. Ein damaliger Studienkollege hat dann das Experiment in seiner Arbeit wiederholt, und einen Versuchszeitraum von 2 Monaten gewählt: und wie gesagt, die Korallen sind munter weiter gewachsen.
    Die interessante Frage ist also, von was ernähren sich Korallen in dieser Zeit. Die Meinung, dass Zooxanthellen die Nahrungsquelle für zooxanthellate Korallen sind, hat sich ohnehin seit einigen Jahren etwas geändert. Zwar können die Zooxanthellen den Kohlenstoffbedarf symbiontischer KOrallen bis zu 90% decken, müssen sie aber nicht. Die Korallen müssen sich also sowieso mind. zu 10% selbst heterotroph ernähren, und wenn sie es können, und das Nahrungsangebot entsprechend gut ist, dann sollte es leicht vorstellbar sein, dass eine Korallen auch 100% ihres Kohlenstoffbedarfes decken kann. Ich spreche jetzt hier nur von Kohlenstoff, da gibt es sicherlich noch einige andere essentielle Nährelemente, aber prinzipiell schien dieses Nahrungsangebot in meinem Experimentierbecken ausreichend zu sein.
    Das war nur eine Beobachtung, die ich während des Diuronexperimentes gemacht habe, der eigentliche Sinn des Experimentes war aber ein anderer. So ist Forschung halt. Ich weiß nicht, ob das noch weiter untersucht wurde, interessant war die Beobachtung allerdings schon.

    @all: wenn es keine Auswirkung auf Makroalgen hat, dann spricht sehr viel für eine Fluorverbindung in entsprechender Konzentration, aber wie gesagt, dass ist nur eine Vermutung.
    Letztlich finde ich es aber ziemlich panne, tschuldigung, Korallen so zu manipulieren, nur um Farbe herauszubekommen.

    Fluor ist übrigens bekannt dafür, dass es die Farbigkeit in Korallen steigert, ist wohl ausser T. Pohl nur noch keiner auf die Idee gekommen, das entsprechend zu konzentrieren und damit auch gleichzeitig eine Reduktion der Zooxanthellendichte hervorzurufen.
    Ich werde mal einen getrennten Versuch mit Natrium- und Kaliumfluorid machen, mal schauen was dabei rauskommt, es liegt nämlich nicht unbedingt nur am Fluor...

    Zitat

    Original von Matthias Kapaun
    Was kann man tuen dass die seriatopora ihre zooxanthellen wieder bekommt und zumindest braun statt weiß wird ?
    Gruß


    Brech von einer pocilloporiden Art (Pocillopora, Stylophora, Seriatopora) einen Ast ab mit sichtbar hoher Zooxanthellendichte, dann zermörserst Du diesen Ast mit ein bischen Meerwasser, kippst das ganze dann in einen kleinen Eimer mit Beckenwasser, hängst einen Belüftungsstein rein und badest darin die ausgebleichte Koralle für eine halbe bis dreiviertel Stunde, dann setzt Du die Koralle zurück ins Becken.

    In der Zeit kann die Koralle einige der freien Zooxanthellen aufnehmen und diese dann vermehren. Stell die Koralle an einen schattigeren Platz, hohe Strahlungsintensitäten machen der Koralle nur Stress.

    Hi,

    nachdem mich Thomas Pohl im US Forum vor Gericht zerren wollte, weil ich was über seine Produkte geschrieben habe, muß ich wohl etwas aufpassen, was ich schreibe.

    Aber vorweg, ich weiß nicht, was in Zeospur 2 drin ist.

    Ich weiß nur, dass es nicht stimmt, dass – wie Alexander Girz es schreibt – die Zooxanthellen in der oberen „Schicht“ liegen, sondern in der unteren: in den Gastrodemiszellen. Es ist zwar möglich, dass die farbigen Proteine in beiden Zellschichten vorkommen können, aber die plakativen Farben (die, die nicht oder nur wenig fluoreszieren) beruhen auf farbigen Proteinen in der Epidermis, also in der oberen Zellschicht. Trozdem interferrieren die Lichtabsorptionscharakteristika der Zooxanthellen mit denen der farbigen Proteine, und so kommt es, dass auch wenn die Zooxanthellen unter den farbigen Proteinen liegen, die Farbe abgeschwächt wird und das braun stärker durchkommt.

    Das zweite, wenn A. Girz schreibt, dass das Produkt nicht bei Pocilloporiden wirkt, dann fällt mir dabei nur ein, dass pocilloporide Arten andere Zooxanthellenstämme haben als acroporide Korallen (also Acropora, Anacropora, Montipora, Madracis). Das hieße, dass Produkt würde spezifisch auf Zooxanthellenclades wirken, das wäre dann schon wissenschaftlich eine tolle Beobachtung.

    Man kann ein bleaching – und um ein „bleaching-inducer“ handelt es sich wohl bei dem Produkt – experimentell hervorrufen (induzieren). Das macht man am einfachsten über Erhöhung der Wassertemperatur, über UV-Bestrahlung, Absenkung der Salinitat, oder über bestimmte Chemikalien. Letzteres hab ich während meiner Diplomarbeit gemacht: das Herbizid Diuron ins Meerwasser gegeben und schwupps, Zooxanthellen sind weg und Koralle lebt. Das interessante dabei war, dass die Korallen gleich schnell weitergewachsen sind, also ohne Zooxanthellen bzw. mit einer Zooxanthellendichte, die kaum mehr nennenswert war. Allerdings wirkt Diuron auch auf Pocillopora.

    Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, über oxidativen Stress ein bleaching zu erzeugen, also z.B. über stark oxidierende Reagenzien wie z.B. Fluor. Geht auch, allerdings ist das langfristig nicht wirklich nett für die Korallen.
    Kupfer geht wohl auch, hab ich aber noch nicht probiert. Hier aber ein paper, dass sich mit Diuron (DCMU) und Kupfer als chemical inducers beschäftigt:

    Jones, R. (2004): Testing the photoinhibition model of coral bleaching using chemical inhibitors. MEPS (Marine Ecology Progress Series) 284: 133-145.

    Mehr weiß ich nicht, nur, dass ich das ganze, wenn das Produkt denn auf Chemikalien beruht, es also ein „chemically induced bleaching“ wäre, als Perversion bezeichnen würde.

    Hat mal einer Zeospur in einem Becken probiert, in dem Algen wachsen (Fadenalgen, Caulerpa, was auch immer)? Würde mich interessieren, wie es auf Pflanzen allgemein wirkt.

    Jörg