Beiträge von Jörg Kokott

    Hallo Ingrid,

    danke für Deine Antwort.

    Ich nehme zu Deiner Liste gerne mal Stellung:

    1) gutes vorgehältertes Lebendgestein. Was meinst Du mit vorgehältert? Wenn es eine Woche in einem schlecht beströmten, extrem phosphathaltigen Becken vor sich hin gammelt? Ich nehm lieber frisches Gestein, das ein bis maximal zwei Tage abgesprüht ist, und dann sollte es ins Becken. Aber, wenn ich ein guter Händler bin, dann weiß ich, wie ich mit lebenden Steinen umgehen muss. Aber das ist kein Kriterium für die Einfahrphase, ein schlechter und belasteter Stein ist ein schlechter und belasteter Stein, nicht mehr und nicht weniger. Das betrifft die Lederkoralle genauso wie die Acropora.

    2) Wasser, das Frei von belastungen ist, gutes Salz, etc.
    So, jetzt lassen die Leute das frisch angesetzte Meerwasser erstmal eine Woche stehen, weil es ja reifen muss, oder weil sie schlicht und ergreifend erst mal auf Geschäftsreise sind. Hast Du dann immer noch die gleiche Zusammensetzung? Was sind denn passende Werte? Leute kaufen sich zur Beckeneinrichtung schon Salzsorten, die im KH und Calciumgehalt extrem erhöht sind, das fällt dann alles erst mal in schon 2 Tagen aus, weil die synthetische Mischung in der nicht belebten und damit nicht biologisch komplexierten Umgebung eine solche Kalksättigung gar nicht halten kann. Also auch hier, was sind passende Werte? Das ist aber auch kein großes Ding als Händler darauf aufmerksam zu machen, dass man ein normales Salz nimmt, und wenn dann vor dem Einbringen von SPS Defizite im Kalkhaushalt bestehen, dann kann man die ausgleichen. Steht doch in jedem Buch.

    3) Kenntnis über Wasserwerte: steht auch in jedem Buch, und das ist auch in einem relativ kurzen Gespräch einstweilen abgehandelt. Wir streben doch generell "optimale" (wenn's das überhaupt gibt) Wasserwerte an, und unterscheiden nicht zwischen Weichkorallenbecken und SPS. Den Anspruch sollten wir heute wirklich haben. Und eine Acropora stirbt nicht bei 10 mg/L Nitrat und ein bißchen Phosphat.

    4) Auch das ist Lehrbuchwissen und Beratung. Irgendwann muss man halt mal anfangen, also auch praktische Erfahrungen sammeln, aber nichts desto trotz sind wir heute praktisch wie theoretisch dazu in der Lage, die Umgebungsbedingungen auch für SPS Becken gleich einzustellen.

    Es geht auch nicht darum, am zweiten Tag eine 100 Euro Acropora aus einem Fiji-Import zu kaufen. Es geht darum, dass man die Tiere einsetzt, die man langfristig und nachhaltig pflegen möchte. Bei einem Mischbecken stellt das nie ein Problem da, und es gibt auch Kunden, die finden alles schön, die werden schon merken, dass eine Xenia irgendwann einfach nur abnervt. Aber so lange sie sie schön finden, ist das ok. Aber vor vorne herein zu sagen, SPS geht nicht, das ist nach meiner Erfahrung ein falscher Ansatz.

    Wer sich Tiere nach Hause holt, sollte sich vorher darüber informieren. Bei der Aquaristik ist die Vorbereitung eben etwas länger, aber jemanden ein becken mit Weichkorallen vollzumachen, weil ihm suggeriert wird, dass er das mit SPS vorher eh nicht schafft, finde ich das schade und deutet für mich nur auf einen "untüchtigen Berater" hin, als einen, der weiß, wovon er spricht. Vermutlich trete ich nun einer ganzen Menge an Leuten auf den Schlips, aber naja, wenn hier alte Weisheiten ohne Wenn und Aber gepostet werden dürfen, dann will ich das gleiche Recht für neue Ansätze geltend machen.

    Wie Du schon sagst, es wird hier einseitig gesprochen und es wird verallgemeinert. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Es gibt den reinen Verkäufer, und es gibt den Fachhändler. Wenn ich im Netz irgend was kaufe, dann kann ich nicht davon ausgehen, dass ich hier mit meinen Problemen ankommen kann. Dafür kann ich günstig kaufen. Wenn ich ein Ladengeschäft betrete, dann steht der Verkäufer mit allen Klamotten von Beratung, Verkauf und Support vor Dir, das hat er sich so ausgesucht, und dafür gehe ich da ja auch hin. Also sollte der Fachhändler vor Ort auch genau erklären können, was ich tun muss, wenn ich von anfang an ein reines SPS Becken pflegen möchte. Dafür zahle ich dann auch für entsprechendes Equipment etc.
    Jetzt gibt es riesen Aufschreie von Händlern, die sagen, "die lassen sich beraten und kaufen woanders". Ja, gibt es viele, die kommen aber alle zurück, und ich verschliesse nicht meine Tore weil es einige gibt, die sich so durchschummeln, sondern weil langfristig immer Fachwissen und Kompetenz gewinnt, und nicht der Preis.

    Gruß

    Zitat

    Original von Lightgear
    es gibt[...] etliche positive Ausnahmen, aber leider nicht viele.


    Hi Philipp,

    also gibt es jetzt etliche, oder doch nicht so viele :smiling_face:

    Klar, es gibt wirklich gute Händler, nur ist das Ungleichgewicht einfach zu groß. Das liegt dran, dass es dafür keine Ausbildung gibt. OK, es gibt die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann Zoofachbranche, aber was ist, wenn Du da nix lernst oder Dein Ausbilder einfach kein Plan hat? Wer bildet denn die Ausbilder aus? In Handwerksbetrieben musst Du einen Meister machen, wenn Du einen Maurerhandwerksbetrieb gründen möchtest. Einen Korallenladen kannst Du heute aufmachen, meldest ein Gewerbe an, und so lange Du nix an Wirbeltieren da schwimmen hast, bist Du stolzer Besitzer eines Fachhandels! Super. Jeder Süßwasserhändler will dem Mitbewerber im Nachbarort Konkurrenzmachen, in dem er nun auch "Meerwasser macht". Ich war schon in manchen solcher Läden in der jüngsten Vergangenheit, Süßwasserabteilung ok, schaut gut und gepflegt aus, Meerwasserabteilung...grottig. Und das sind die Fälle, die ich meine.

    Das geht hier nun absolut offtopic, deshalb denke ich, wir sollten das Randthema "Handel" abschliessen, so dass die Anderen, die ja sicherlich auch noch über die Einfahphase weiter diskutieren möchten, zu Wort kommen können.

    Gruß
    Jörg

    Hallo,

    wir müssen mittlerweile die Dinoflagellaten-Problematik aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Vermutlich denkt jeder, dass man sich Dinoflagellaten mit irgend was einschleppt. Das ist auch gar nicht so falsch. Die wenigsten werden nämlich vermuten, dass die Dinoflagellaten nichts anderes sind, als die Zooxanthellen aus den Korallen. Und was wiederum auch spannend ist, ist die Tatsache, dass eigentlich jede Dinoflagellaten-Problematik zumindest mit einer kurzfristigen Nährstofflimitierung, zumeist im Phosphatgehalt einhergeht, wenn also Korallen heller werden!

    Es wird meistens diskutiert, dass die Dinoflagellaten bei einem nicht nachweisbarem Phosphatgehalt irgend eine andere Phosphorquelle rekrutieren, die wir nicht selbst messen können. Auch das ist richtig.

    Der Kreis schließt sich nun mit einer nicht ganz so alten wissenschaftlichen Publikation die nachweist, dass es auch innerhalb des sehr sehr großen Symbiodinium-Komplexes Vertreter gibt, die sich ausserhalb des Korallenwirtes "mixotroph" ernähren können. Das bedeutet, sie funktionieren nicht wie Pflanzen und betreiben Photosynthese, sondern sie fressen aktiv und räuberisch andere Einzeller, darunter z.B. das einzellige Cyanobakterium Synechococcus, aber auch andere tierische Einzeller. Der Modus scheint als Überlebensstrategie sinnvoll zu sein, wenn eine aus dem Korallengewebe ausgeschleuste Zooxanthelle zunächst einmal keinen Nischenplatz im Riff besetzen kann. Also ist es einfacher, den Biofilm zu attackieren und darüber einen offenbar erheblichen Nahrungsanteil zu erwerben.

    Aquaristisch ist das hier geschrieben so ziemlich Neuland, ich glaube, da hat noch niemand drüber geschrieben. Und hypothetisch ist es zudem auch, weil man einen molekularbiologischen Beweis erbringen müsste, um die Herkunft aus den Korallen nachzuweisen. Das sollte aber nicht allzuschwer sein.

    Nur, es erkärt eben, dass die Dinos teilweise vom Licht unabhängig sind, so wie hier beschrieben, dass sie schon vor "Licht an" da sind, und auch, dass sie bei sehr niedrigen Nährstoffgehalten extrem gut gedeihen. Hier ist glaube ich im AquaCalculator 0,01 mg/L Phosphat eingetragen, nun ja, dass ist eben die untere Nachweisgrenze der gängigen Tests, da kann man schnell auch mal drunter liegen.

    Da sich die Dinoflagellaten hier v.a. auf dem Sand anlagern, und gerade im Sand sehr viele Einzeller unterwegs sind, die für eine mixotrophe Dinoflagellaten Art (und davon gibt es jede Menge) als Nahrung in Betracht käme, könnte man diskutieren, ob eine sukzessive Entfernung des Sandes über einen recht überschaubaren Zeitraum zumindest die Initialentwicklung der Dinos bremsen kann.

    Die chemische Keule hilft da auch nicht unbedingt weiter, weil wenn die Hypothese stimmt, dann hat eine oder mehrere Korallen genug Potential, um bei der nächsten Gradwanderung in Richtung Nährstofflimitierung Zooxanthellen auszustoßen.

    Das sei hier mal zu Diskussion gestellt!

    Grüße
    Jörg

    Hallo Philipp,

    und genau das ist das Problem, dass viele Leute dann einfach die weiße Fahne hochziehen und sagen, dass sie ja keine Biologen sind und man sowas ja alles gar nicht wissen kann.
    Ich erinnere in diesem thread an Seite 1, wo der "Biologe" als zunächst aquaristisch unwissend dargestellt wird, aber wenn's dann mal drauf ankommt, dann ist der Biologe plötzlich doch wieder derjenige, der von der aquaristischen Materie mehr versteht als der normale Aquarianer? Ausbildung hin oder her, wenn man sich mit einem fachlichen Thema beschäftigt, dann kann man das heutzutage auch in einem solchen Forum wie diesem tun und anhand von Fakten diskutieren. Und durch Diskussion lernt man immer dazu. Aber das hier ist keine Diskussion, sondern teils bis hin zur Polemik abgleitende Meinungsbildung. Was bitte hat die jahrtausend lange Konstanz in den Meerwasserparametern mit der Riffaquaristik zu tun, oder mit der Einfahphase? Wäre ein Toleranzbereich in allen möglichen Parametern nicht gegeben, dann hätten wir gar keine Meerwasseraquarien. Das kann doch nicht wirklich eine Rechtfertigung für eine Einfahrphase sein, wenn Steine unter Licht und mit Nährstoffen brach liegen und sich jede Algenspore freut, aufkeimen zu dürfen, weil der Siedlungsraum nicht besiedelt ist.

    Wenn ich von Außen "Fachhändler" an meine Tür schreibe, dann sollte man wirklich in der Lage sein, gute Beratung liefern zu können. Und das allgemeine Fachkompetenzniveau in deutschen Meerwasseraquaristikläden ist katastrophal. Fast 7 Jahre lang war ich im Einzelhandel tätig und hatte mehrmals wöchentlich mit Problemfällen zu tun, und immer hieß es: "mein Händler hat mir das aber so empfohlen". Unabhängig jetzt von der Einfahrgeschichte. Eine riesen rote Liste mit Händlernamen hätte ich erstellen können, wenn ich mir als privater Sammler die Zeit hätte vertreiben wollen.
    Katastrophal... und so Leute haben auch noch Paragraph §11!

    Und das sind auch keine 3-4 Stunden Beratung, die man einmal am Stück aufbringen muss. Das ist vielleicht mal eine Stunde zum Anfang für das ganz Grobe und das Wichtigste, und dabei steht z.B. bei mir im Vordergrund überhaupt darzustellen, wie wichtig die eigene Initiative und Verantwortung ist, wenn es darum geht zu ergründen, was eigentlich gepflegt werden soll. Weil alles andere darauf aufbaut, und nicht umgekehrt. Das scheinen aber die meisten Händler nicht zu kapieren. Klar kann man irgendwo im Becken eine Lederkoralle hinsetzen. Ich kann mir aber auch Gedanken darüber machen, wie ich eine Bäumchenweichkoralle platzieren kann, wenn ich denn diese pflegen möchte. Bei dieser Vorgehensweise steht nämlich der Organismus im Vordergrund, und darum geht es doch. Der Aufbau ist dann nichts anderes als der für den Organismus optimierte Lebensraum. Aber das Becken erstmal wochenlang brach liegen lassen, und sich dann zu überlegen, was man dann einsetzt, das ist Roulette. Und nicht anders herum.

    Dann kommen die Leute doch bevor sie das Aquarium überhaupt kaufen oder man das fertig geplant und gebaut hat mehrere Male in den Laden. Es sei denn ich verkaufe ein Komplettaquarium. Was das Vermitteln von Fachwissen angeht ist das aber eine absolute Sackgasse.

    Wie auch immer, ich verweigere mich gegen unfachliche Aussagen oder solche, die einfach nur spekulativ sind. Wenn man mit praktischen Erfahrungen argumentiert, und man dann daraus ein statistisches Mittel ableiten kann, wie es am besten funktionieren könnte, dann ist mir das Recht. Aber alte Bücher aus Wilkens Zeiten und irgendwas über Nitrifikation auszukramen, dass ist unproduktiv.

    Hallo zusammen,

    vielleicht tut es der Sache nicht schlecht, wenn ich mich hier an dieser Stelle mal als der angesprochene "Biologe" zu erkennen gebe. Ich hab zwar ewig nicht mehr geschrieben und wollte damit eigentlich auch gar nicht erst wieder anfangen, aber offenbar wir hier so extrem verwirrende Aussagen gepostet, dass ich dazu gerne Stellung nehmen möchte.

    Ich weiß nicht mehr, wer das gepostet hat, aber die Aussage:"Du must weniger als 10 mg/L Nitrat haben, vorher kann man nicht anfangen", oder so. Meinst Du das wirklich ernst? Und das kommentiert auch keiner der "alten Hasen"... mir schauderst.

    Oder "man muss warten, bis die Nitrifikationsprozesse laufen". Folgendes mal zur biologischen Variante, was Nitrifikation angeht: Ammonium wirkt auf die Nitrit-oxidierer toxisch, dass es heißt es werden zunächst die Ammoniumoxidierer höhere Konzentrationen von Ammonium in Nitrit oxidieren, damit sich die Nitrixoidierer überhaupt erst entwickeln können. Das ist der typische Nitritpeak, den wir alle kennen und der letztlich einer der Schlüsselpunkte für all diejenigen ist, die eine Einfahrphase für existientiell wichtig erachten.

    Soweit so gut, jetzt sind wir aber alle ein wenig schlauer geworden in den letzten Jahren, und wissen, dass Korallen Ammonium sehr effizient aufnehmen, und dadurch wird bei einem zügigen Korallenbesatz der Ammoniumkonzentrationsdruck auf die Nitrit-Oxidierer vermindert, d.h. dass die Nitrifikation unter Einbeziehung von Korallen als Amminumbinder viel schneller und ohne den berüchtigten Nitritpeak etabiert wird. Das steht nur leider in keinem Buch weil die alle fachlich veraltet sind, und sich keiner der bekannten Autoren, die zum Bücherschreiben Zeit haben, die Mühe macht, gewisse Dinge mal aus einer moderneren Perspektive zu betrachten.

    Aber was Ammonium angeht, noch etwas: wir reden hier nun von Ammonium, wo genau soll das denn her kommen, damit überhaut eine Nitrifikationskette entstehen kann? Ihr geht immer alle davon aus, dass das schon wird und die Natur das schon richtet. Was im Aquarium stattfindet und was nicht, hängt maßgeblich davon ab, wie das System belastet wird, und was an Nährstoffen reinkommt. Und wenn man keine Nährstoffe zudosiert, dann wird sich auch kein Bakterium entwickeln, das mit den Nährstoffen etwas machen wird. Die Nitrifikation fängt dann an, wenn in kontinuierlicher Art und Weise Ammonium in das System eingebracht wird, und de facto passiert dass v.a. erst dann, wenn man Fische einsetzt, die Ammonium über ihre Kiemen abgeben. Wird man vorher schon einen Korallenbesatz haben, dann wird Ammonium zu einem gewissen Teil von den Korallen aufgenommen und verwertet.
    Was ist denn mit den ganzen Keramikbecken? Warum warten Leute monatelang auf eine Nitrifikation, die gar nicht de novo entstehen kann, weil im Aquarium kein bißchen Ammonium drin ist. Wenn man sich olle faulige Steine einsetzt, dann kann ich das schon nachvollziehen, dass man mit Ammonium Probleme bekommt und man eben mit einer Überlastung der Nitrit-Oxidier zu rechnen hat. Selbst schuld, wer heute noch "gut eingefahrene gebrauchte lebende Steine" kauft, der ist halt selber schuld. Aber kurioserweise werden ja Kermaikbecken noch länger eingefahren als Berliner Systeme! Bloß warum, das hat mir bis dahin auch niemand erklären können. Gerade auf einem toten Material muss ich doch schauen, dass ich was hinpflanze.

    Aus ökologischer Sicht ist es einfach schwachfug, irgendwelche Algenphasen abzuwarten, die in kein Aquarium hingehören. Jeder hat Angst oder Sorge vor Algenplagen, und dann werden Anfängern oder Einsteigern sogar noch empfolen, dass man darauf wartet? Ist das nicht paradox?
    Und die Aussage, dass man doch mit etwas Pech Korallen verlieren kann, wenn dann nach zwei Wochen doch extrem viel Algen kommen: was ist nun daran Schuld, die Vorgehensweise, oder nicht vielleicht doch eher die Tatsache, dass man vielleicht belastete Steine eingebracht hat, oder zu viel oder zu blaulastig beleuchtet hat, oder vielleicht ein sehr schwermetallbelastetes Meersalz benutzt hat? Oder was auch immer. Man sucht immer ganz gerne mal den einfachsten Schuldigen. Was ist denn dann aus dem Becken geworden, frage ich mich? Sind die Algen dann von alleine verschwunden und irgendwann war alles gut, ohne jedes weitere Zutun? Würde mich wirklich interessieren.

    Und noch eins: die Aussage, dass man dann erst mal mit robusten Tieren anfangen soll. Und was ist, wenn ich ein reines SPS Becken pflegen möchte, soll ich dann nachher die ganzen Krusten- und Scheibenanemonen wieder mit der Pinzette abfriemeln und hoffen, dass ich alle rausbekomme? Wir stehen heute in der Modernen Aquaristik vor der eigenen Entscheidung, was wir pflegen möchten, und welche Rahmenbedingungen wir dazu schaffen müssen. Und fachlich sind wir heute dazu auch in der Lage. Also warum soll ich mit Lederkorallen anfangen, wenn ich die gar nicht pflegen will? Jeder Einsteiger sollte heutzutage so beraten werden, dass ihm die Entscheidung zukommt, was er eigentlich möchte. Und das funktioniert auch, kostet eine Menge Mühe und Beratung, aber es lohnt sich. Aber ihn mit veralteten Meinungen mehr oder weniger aufs Glatteis zu schicken, finde ich sehr zweifelhaft.

    Wer biologisch und chemisch in der Lage ist, eine längere Einfahrphase plausibel zu rechtfertigen, der kann das gerne tun. Bis jetzt hat das jedenfalls noch keiner getan.

    Jörg

    Lieber Markus,

    Dir nochmals vielen Dank für die Einladung nach Tirol. Es hat uns sehr gut gefallen und das gesamte Programm hat viel Spaß gemacht. Über die "location" und die Bewirtschaftung muss man wirklich sagen, dass hier viel Potential für zukünftige Treffen besteht. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr ein 11. Meerwassertreffen gibt. Ich würde den weiten Weg von Bremen nach Tirol gerne nochmal auf mich nehmen :smiling_face:

    An alle hier mitlesenden/schreibenden Teilnehmer des Treffens möchte ich ebenfalls nochmals meinen Dank für das große Interesse an meinen Vorträgen und auch an meinen sangokai Produkten richten.

    Bis hoffentlich bald,
    Jörg

    Hallo alle zusammen!


    Das letzte Statement nehme ich mal zum Anlass, mich an dieser Stelle einzuklinken:
    Es gibt sicherlich einige gute Händler und wir alle versuchen im Interesse unserer Tiere, die wir pflegen, zu handeln. Da kenne ich eben auch noch den ein oder anderen befreundeten Mitbewerber, der sich wie Michael und ich auch daran erinnernt, dass wir eigentlich nicht nur Händler, sonder auch seit langem mit Leib und Seele eingefleischte Aquarianer sind.

    Und das ist gerade der Punkt: ich denke wir kennen das alle, dass am Samstag Nachmittag kurz nach Ladenschluss die Hauptförderpumpe verreckt und man dann etwas ratlos und panisch dasteht...und hier kann sich v.a. Michael sehr gut reinversetzen und hilft dann im Rahmen der Möglichkeiten auch gerne kurzfristig aus, auch wenn es eben Sonntag ist.

    Vielen herzlichen Dank für die netten Zusprüche und wir nehmen das Lob als Ansporn, unseren Service und unsere Leistungen weiter zu verbessern. Vielen Dank für Euer Vertrauen!

    Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen

    Jörg, Michael und unser gesamtes Team

    Hi,


    Aminosäuren können durchaus Cyanobakterienwachstum verstärken. Es gibt viele Aquarien die generell etwas empfindlicher auf Cyanobakterien reagieren und hier sind Spurenelemente, Aminosäuren, bestimmte Salzsorten und auch übermäßig viel Blaudstrahlung potentielle Cyanoförderer.

    In solchen Fällen empfehle ich die empfohlene Dosierung zu halbieren bzw. generell die Dosierung so abzustimmen, dass es für das individuelle Becken optimal ist.

    Ggf. würde ich die Dosierung zunächst aussetzen und bei Weiterverwendung mit einer 3/4 Dosierung anzufangen, also nicht 1 mL/100 L sonder 0,25 mL/100 L.

    Grüße,
    Jörg

    Hallo,

    konzipiert ist Organotrace als eigenständige Spurenelementlösung, die allerdings im Vergleich zu anderen Produkten auf dem Markt die Spurenelemente kombiniert mit stoffwechselrelevanten organischen Nährstoffen für Korallen anbietet. Die Dosierung jeglicher anderer Spurenelementelösung (außer dem sog. Iod/Fluor/Brom Komplex und Strontium/Barium) ist überflüssig bzw. bezüglich der Konzentrationssteigerung durch die Kombination mit anderen Lösungen gefährlich. Überdosierungen durch Kombination mit anderen Spurenelementlösungen können Schmieralgen bzw. Algenwachstum generell begünstigen, langfristige Ablagerung mit potentieller Rückösung von Schwermetallen hervorrufen und ggf. dann auch was die Schwermetalle anbelangt v.a. für einzellige Organismen toxische Wirkung haben).

    Die Dosierung von Aminosäuren ist aber eine andere Sache, dafür ist das amino+ genau auf Organotrace v.a. bezüglich der organischen Nährstoffe abgestimmt und daher sinnvoll.

    Die Lösung kann (so tun wir dies auch) über Dosierpumpen gegeben werden. Es sind keine (bzw. kaum( herstellungsbedingte Rückstände vorhanden, die aufgeschüttelt werden müssen.

    Ich hoffe, Deine Fragen sind damit beantwortet?

    Grüße,
    Jörg

    Hi Peter,

    Glückwunsch auch von mir. Hoffe, Deine Tiere waren schon gut eingewöhnt beim Händler. Ist neben A. ephippium meines Erachtens einer der beim Import empfindlichsten Anemonenfische, der oft noch nach 2-3 Wochen einen bakteriellen Hautbefall bzw. Uronema bekommt, und das geht dann ganz schnell. Im Anfangsstadium ist das noch ganz gut mit Süßwasserbädern zu behandeln, aber nur, wenn die Tiere soweit noch fit sind.

    Die Fische brauchen am besten von Anfang an biologisch eingefahrenes "Korallenwasser" (kein Fisch, den ich in die Fischanlage setze).

    Aber super schöne Tiere, keine Frage! Mal gucken, wer dann bei DIr später aggressiver wird, Deine Premnas oder Dene nigripes :smiling_face:

    Viel Glück!

    Jörg

    Hi,

    sind definitiv Mesenterialfilamente, entweder zum Beutefang, oft aber auch als Stressreaktion ausgeworfen, z.B. wenn man Salze ins Wasser gibt, die aufs Gewebe fallen, oft aber auch bei Nährstofflimitierungen oder zu stark abgeschäumtem Wasser.

    Ist aber so jetzt nicht weiter wild, wenn die KOralle die ab und zu mal raus wirft.

    Grüße,
    Jörg

    Hi,

    hab die laut Soft Corals & Sea Fans eigentlich als Anthogorgia bestimmt :confused_face:

    Der Name Acalycigorgia ist ein Synonym für die aktuelle Gattungsbezeichnung Acanthogorgia. Aber meiner Meinung nach handelt es sich bei der abgebildeten Art um eine Anthogorgia.

    Hi,

    das ist mal wieder eine schöne Diskussion, aber wieder eine, die in die Leere Läuft, weil wir/Ihr über Dinge diskutiert, die man nicht messen oder durch Fakten belegen kann. Was an wissenschaftlichen Daten bei Korallen vorliegt hab ich mal in einem Artikel in der Koralle vor zwei Jahre glaube ich publiziert, als die Aminosäuregeschichte gerade am boomen war.

    In der Regel ist es so dass man akute Stickstofflimitierungen schlecht mit Aminosäurepräparaten ausglechen kann, weil man vorher Schmieralgenprobleme bekommt. Wir reden hier über Stickstoffkonzentrationen die im nanomolaren Bereich liegen. Die meisten N-limitierten Becken haben starken Korallenwuchs so dass eine deutlich höhere Stickstoffdosierung nötig ist.

    Der wichtigste Punkt bei der Aminosache war und ist, dass die Korallen-Zooxanthellen-Symbiose teilweise über die Konzentration von ungebundenen Aminosäuren in den Korallenzellen reguliert wird, und hier spielt u.a. das Abbauprodukt Taurin (2-Aminosulfonsäure) eine leicht übergeordnete Rolle.

    Ist zwar auch nicht so ganz belegt aber man geht davon aus, dass fast alle proteinogenen Aminosäuren von Zooxanthellen synthetisiert und auch transloziert werden. Es geht also hauptsächlich um die Stickstoffverfügbarkeit im Becken.

    Das Aminosäurepräparate tatsächlich in der Aquaristikpraxis wirksam sind hat meiner Meinung nach nicht viel damit zu tun, dass die Korallen dadurch mehr Stickstoff zur Verfügung hätten.

    HI,

    sieht von der Kopf/Stirnregion aus wie eine Stegastes Art. Bei dieser Gattung besteht eine extreme Altersdimorphie was die Färbung angeht. Du hast ja offensichtlich ein Jungtier, welches im Alter möglicherweise ganz anders aussieht.

    Habe aber genau dieses Tier noch nie gesehen.

    Organschäden lassen sich oft im Bauchbereich schon abtasten, eine Delle gehört da definitiv nicht hin.

    Auch wenn der Fisch gut genährt ist und entsprechende Masse aufweist, kann er trotzdem krank sein.

    Wie gesagt, ich tippe auf eine bakterielle innere Infektion. Für einen Giftfang hat es meiner Meinung nach zu Lange gedauert.

    Hi,

    man was muss ich viele tote Fische haben... so viel Wodka wie ich dosiere ... :face_with_rolling_eyes:.

    Teilweise reagieren bei hohen Dosierungen empfindlichere Fische mit Pünktchenbildung, davon stirbt aber auch nicht sofort ein Fisch.

    Naja, ich halte es eher für fragwürdig einen Naso elegans in einem 400 Liter Spielzeugbecken zu pflegen, aber das ist wieder etwas anderes.

    Auf dem Bild im Netz sieht es so aus, als habe er eine eingefallene Bauchfalte. Giftfang ist sicher möglich, dabei ist die Leber bei der Obduktion in der Regel schon flüssig. Kann aber auch eine innere bakterielle Infektion sein, die oft nicht nach aussen durchbricht. Nach dem Tod sind aber die meisten Organe auch hierbei nicht mehr nachzuweisen.

    Hat er rote Schwellungen im Kiemenbereich?

    Hi,

    der Kohlendioxidhaushalt im Riffaquarium unterscheidet sich etwas von dem in den meisten Süßwasserbecken. Im Riffaquarium reagiert gelöstes CO2 relativ schnell zu Kohlensäure und tritt damit in das Karbonatgleichgewicht ein. In den meisten Süßwasserbecken wird sehr weiches Wasser mit geringer Pufferkapazität angestrebt, von daher lässt sich der pH-Wert leichter runter bringen als im Meerwasser. In einem normal eingefahrenen Meerwasserbecken muss man schon eine Menge CO2 einblasen, um den pH Wert zu senken.

    Eine CO2-Düngung im Meerwasserbecken, z.B. bei falschem Kalkreaktoreinsatz, führt in der Regel schnell zu Fadenalgenblüten. Die hast Du aber nicht.

    Wie hoch ist Deine Karbonathärte???

    Dein Salarias ist im Baubereich sehr eingefallen (siehe Bild), von daher wird er wahrscheinlich verhungert sein.

    Haben die Fische weissen Kot?

    Wenn das schnelle Atmen über Tage hinweg ein Dauerzustand ist, würde ich davon ausgehen, dass es eine Begleiterscheinung ist. Verätzungen im Kiemenbereich sieht man bzw. das ist ziemlich schnell lethal.


    Hoffe auch Dir helfen zu können, ist aber sicherlich schwer.

    Mir fällt auf das einige Deine Korallen sehr hell sind. Was hast Du für eine Beleuchtung drüber? Hast Du einen HQI Brenner ohne Schutzscheibe?

    Hi Ilja,

    sehen gut aus, noch echte Winzlinge aber Hauptsache sie sind fit. Sind traumhafte Fische die choatis, Macropharyngodon ist ohnehin eine Gattung die auch bei mir auf der top-genus list steht. Leider spielt bei mir die Beckengröße noch nicht mit.

    Hallo,

    Du meinst man sollte mit den Absolutenwerten arbeiten? Dann vergleichst Du aber Äpfel mit Birnen.

    Es geht doch genau darum, wie die Lichtverteilung ist, nicht welche Lampe am hellsten ist. Von daher muss man die Werte normieren. Du hast sicherlich recht, dass die Diagramme nicht verraten, welche Lampe am hellsten ist, d.h. welche Lampe bzw. Lichtquelle (da ist auch schon wieder ein Unterschied, den man dann nicht vernachlässigen könnte) pro Fläche die höchste Strahlungsintensität hat. Das z.B. die gleiche Lampe mit einem 250 W Brenner eine höhere Strahlungsintensität erzeugt als mit einem 150 W Brenner ist von vorne herein klar. Allerdings ist in dieser einen Lampe die Lichtverteilung mehr oder weniger identisch, wenngleich Unterschiede durch die Bauform der Brenner wieder einen Unterschied machen.

    Kenne einen ähnlichen Effekt bei der Photon 4x T5. Die Leuchten waren zu tief im Gehäuse eingesetzt, so dass sie nur in eine Richtung abstrahlen konnte, d.h. im Prinzip hat man nur die 1/2 an Lichtausbeute. Die Strahlung bleibt sozusagen im Gehäuse hängen. Die inneren Röhren strahlen nach aussen ab, die äusseren nach innen. Jeweils eine Seite bleibt am Lampenprofil hängen.

    Eben ein Konstruktionsfehler.

    Sicherlich ist das aber ein Problem aller Gehäuselampen. Die modularen Balkensysteme sind zwar nicht verleidet, dafür strahlen die Leuchten aber sauber in alle Richtungen ab.

    Hi,

    es gibt glaube ich nicht mehr viele Leute, die sich Baustrahler übers Becken hängen.
    Sorry, kann Dir über die Lampe an sich nichts sagen, ausser: Baustrahler haben früher funktioniert, und so wird es sicher heute auch noch sein. Der Reflektor ist sicherlich nicht so ergiebig wie die in modernen Lampen, aber Licht kommt da schon raus. Wie gesagt, wenn man nicht das non-plus Ultra will und Design eher im Hintergrund steht, kann man solch einen Strahler durchaus empfehlen. Technisch betrachtet ist an dem Ding nicht so viel dran, als dass man da was falsch machen könnte.

    Dass die Diskussion nicht so läuft, wie Du Dir das gewünscht hast bzw. Deine Frage so nicht beantwortet wurde, liegt wohl daran, dass die Leuchtmittel von methline (Lampe und Leuchte und Leuchtmittel geht manchmal durcheinander) durchaus eine Diskussion wert sind. Leider gibt es zumindest auf der HP keine Spektren.

    Jörg

    Das mit dem Licht erinnertet mich an einen Artikel von Knop wo freie Radikale den Abtransport der Wtoffwechsel Produkte in der Korallle behinderten.


    Hi,
    dafür gibt es keinen Beweis, dass war wiederum eine Mutmassung von mir ihm (D. Knop) gegenüber, die wohl publikationswürdig war... Wie gesagt, sowas kann man messen, ich habs aber nicht gemessen und von daher...wieder nur Spekulation.

    Das die Korallen von oben verbrutzeln wenn sie insgesamt ein Problem haben ist durchaus normal. Das ist nicht die Ursache Deines Problem, sondern entssteht dadurch, dass die Symbiosalgen, die normalerweise dass Licht

    a) nutzen, und
    b) abschwächen

    in Deinen Korallen einfach absterben. Die Korallen können sich also gegenüber der Strahlung nicht mehr schützen und verbrennen dann leicht.

    Jörg

    Hallo,

    armer Peter...hat echt ein Problem :frowning_face:

    Armin,

    hast Du bei den Daten auf pesticideinfo.prg bei Korallen resp. Tieren oder bei Symbiodinium resp. Algen/Phytoplankton geschaut?

    Leider gibt es für Symbiodinium (also Zooxanethellen) nur Angaben für Kupfer und Zink glaube ich wars, leider nicht für Al, Cr und Co.

    Die Empfindlichkeit gegenüber Schwermetallen ist bei tierischen und pflanzlichen Zellen möglicherweise deutlich unterschiedlich.

    Peters Phänomen beginnt symptomatisch mit einem Ausbleichen = Verlust an Symbiosealgen. Es muss also nicht sein, dass die Korallen selbst davon betroffen sind, sondern inderekt daran sterben, dass sie Symbiosealgen verlieren und dadurch nicht ausreichend ernährt werden. Gleichzeitig werden sie krankheitsanfälliger und gerade RT/brown jelly kann potentiell leichter auftreten.

    Aber das sind nur Spekulationen hinsichtlich Deiner Aussage, dass Chrom bzw. Cobald erst im 1000stel g Berech toxisch wirken. Wie gesagt, reden wir hier über tierische oder pflanzliche Zellen?

    Erwähnenswert ist sicherlich, dass Peter das Becken schon komplett mit neuen Steinen besetzt hat und durch andere zeitgleich erfolgte Massnahmen massiv in die BEckenbiologie eingegriffen hat. NUn sind die Probs dennoch wieder da, sympotmatisch identisch mit früher.

    Es muss also
    a) an seinem bzw. genau diesem Becken liegen (und nicht am Ausgangswasser)
    b) mit einer Akkumulierung zu tun haben (da es einige Zeit gut war und nun sukkzessive wieder kommt).

    Hi,

    füttere meine im 150 L Becken in letzter Zeit nicht mehr geziehlt. Da noch eine Scleronephthya und eine Stereonephthya (ehemals Neospongodes) im Becken sind, vermische ich aufgetaute Artemien und etwas Mysis (für die Fische) mit recht viel geschälten Artemiaeiern, gelegentlich noch Frostcopepoden und CyclopEeze, das ganze dann angereichert mit TM Lipovit und Selco (letzteres aber wiederum für die Fische). Fütter 2x am Tag unter der Woche, am Wochenende 3-4 x.
    Die Tubastrea faulkneri kriegt genug passiv ab und hat sich zumindest einmal sexuell vermehrt. Der "neue" Polyp hängt aber dermassen blöde unter einem Riffvorsprung, dass ich den ohnehin nicht direkt füttern kann, aber auch der wächst v.a. wegen den kleinen Futtersorten zwar langsam aber OK.

    Hab aber einen relativ großen Abschäumer dran (Tunze Doc 9015) und fahr das Becken mit Wodka auf nicht nachweisbar Nitrat und max. 0,01 mg/L Phosphat runter (wegen Acros).

    Ist aber sicherlich für einen Einsteiger etwas zu aufwändig und vielleicht auch nicht unbedingt zu empfehlen. Ohne Abschäumer würde ich das nicht laufen lassen. Sicherlich geht sowas einfacher ab 250 Liter aufwärts.

    Grüße,
    Jörg

    Hi,

    Du brauchst Nährstoffe im Sediment. Das sind echte Pflanzen, keine Algen, d.h. sie nehmen v.a. Nährstoffe über ihre Wurzeln auf.
    Du brauchst schon ein recht feines Sortiment. Ich hab bei Seegras immer selbstgemachte Düngekugeln aus Tonmineralien, Eisenoxid und Lehm hergestellt und das dann in die Nähe der Wurzeln gedrückt. Funzt gut.
    Kannst natürlich auch Düngekugeln aus dem Süßwasserbereich nehmen.

    Jörg

    Der Nitritpeak auch.
    Mach Dich nicht verrückt und hör auf alle 5 Minuten zu messen.

    Je weniger Du machst, desto besser ist das.

    Ich würde relativ zügig mit Korallen besetzen, damit aus der Kiste auch ein Korallenriffbecken wird.

    Aufbau haben ja viele schon was zu gesagt, aber 12-15 kg Steine hätten gelangt. Übung macht den Meister.

    In der Gruppe sind sie mehr mit sich selbst beschäftigt, nichts desto trotz sind es kleine mistbiester, wenn neue Fische reinkommen.

    einen hardwickii willst du nicht wirklich haben... ggg

    Spitzkopfkugelfische fressen Strudelwürmer (da kommt auch demnächst ein Artikel drüber Ende des Jahres). Aber denke nicht, dass sie an die Acropora-Strudelwürmer gehen.