Beiträge von Jörg Kokott

    Zitat

    Original von Marc P.
    Es geht bei der Seewasseraquaristik doch dauernd um reparieren.
    Wir vollführen hier mehr oder weniger erfolgreich eine Gradwanderung, ein bischen Spuries hier, ein bischen Baling da, hier ein Absorber, dort n bischen Kohle, Easylife und ver. S

    Hi Marc,

    das mag fuer einige Aquarien stimmen, und zwar - ohne jemanden angreifen zu wollen - bei vielen high-tech becken mit Steuerung hier, Mess-Sonde da, Regulierungskram und hast'e nicht gesehen. Da laeuft dann schnell mal was aus dem Ruder, obwohl man sich den Kram ja eigentlich angeschafft hat, um Ruhe zu haben. In vielen Faellen macht viel Technik nicht viel Sinn sondern stiftet eher Verwirrung, vor allem wenn man nicht weiss, was man eigentlich misst (Bsp. Redox-Potential).

    Aber fuer Aquarien, die nach einem eher oekologischen Stabilitaetsprinzip funktionieren, hat Aquaristik auch nicht annaehernd was mit einer Gratwanderung zu tun.
    Es gibt Becken, die einen relativ hohen Pflegeaufwand haben, andere laesst man einfach stehen und beide sehen top aus. Das ist aber nicht unbedingt gluecksache, sondern eine Frage der Beckenplanung, des Korallen- und Fischbesatzes, der Filterung etc. Sachen, die man einmal am Anfang plant und installiert, und dann muss man eigentlich nicht mehr viel machen, wenn man es denn richtig macht.

    Aber wie oft kommt es alleine hier im Forum vor, das Filterbecken im nachhinein neu geplant werden, ganze Wechsel auf andere Filtersysteme durchgefuerht werden etc. Das sind massive Eingrifffe von unserer Seite aus, wofuer aber das Aquarium an sich nichts kann. Klar kann es sein, dass man aufgrund eines nicht funktionierenden Filters auf einen neuen umsteigen muss, aber wie gesagt, das bedeutet nicht, das Riffaquaristik per se unberechenbar waere.

    Die Kontrolle und Nachdosierung von Spurenelementen, Haertebildnern und was weiss ich sehe ich auch nicht als Reparatur an. Die Tiere, die wir halten, dienen uns lediglich als Indikator fuer die Qualitaet des Milieus, in dem sie leben.
    Wenn man aber in einem Jahr von Kalkwasser auf Balling wechsel, dann aber wieder feststellt, das ein Kalkreaktor doch eigentlich das bessere ist, und man sich damit erst mal die KH in schwindelerregende Hoehen treibt,weil das Ding falsch eingestellt ist und dabei alles an Calcium ausfaellt was im Wasser drin ist, und man dann nachher gar nicht mehr weiss, was eigentlich los ist, dann ist das wiederum ein Problem des Aquarianers, wie er mit seinem Becken umgeht.

    Gerade Algenfilter, Sandbettfilter, das klassische Berliner System oder jede moegliche Kombination aus dem ohne viel Schnickschnack ist absolut nachvollziehbar und meiner Meinung nach keine Gratwanderung, wenn man nicht taeglich mit den Haenden ins Wasser langt und irgendwas rumfummelt.

    Zitat

    Original von MHeil
    Der Einfluß des Harzes auf das Wasser wird beim besten Willen nicht so groß sein, daß ein Tier darunter zu leiden hat. Maximal werden Natrium- und Chlorid-Ionen daran binden, so what??

    MAtthias

    Hi,

    woher weisst Du das? Hast Du eine Adsorptionsreihe vorliegen? Wenn ja, dann kann man die ja mal posten oder zumindest die Quelle angeben.

    Das Problem bei der Seewassertauglichkeit ist - wie es schon angesprochen wurde - die Ionenkonzentration. Man regeneriert mit NaCl um die auf dem Austauscher gebundenen Ionen mit einem hoeheren "Konkurrenzdruck" runter zu waschen. Wenn aber die "Ionenstaerke" -sprich im Salzwasser die NaCl-Konzentration - schon von Anfang an sehr hoch ist, wird die Bindekapazitaet des Austauschers entsprechend herabgesetzt.

    Der andere Aspekt ist die Ionenverschiebung. Als Austauschergruppen werden bei Anionenaustauschern i.d.R Sulfatgruppen oder Chloridionen verwendet, bei Kationenaustauschern oft Natriumionen.
    Das fuehrt dann nach der Regeneration des Materials und beim Neueinsatz zur Abgabe von Sulfat bzw. Natrium, und hier weiss immer noch keiner, was das fuer einen Einfluss auf die Tiere hat.

    Und dann spielt der pH-Wert noch eine Rolle bei der Adsorption. Und der ist in der Regel im Meerwasser hoeher als im Suesswasser, was sich ebenfalls auf die Kapazitaet auswirkt.

    Ich selbst wuerde den Einsatz synthetischer Ionenaustauscher nicht empfehlen, alleine schon, weil ich nicht in die Verantwortung gesteckt werden will, wenn sich damit jemand sein Becken abschiesst.

    Andererseits ist die Zeolithgeschichte auch nix anderes als ein Ionenaustauscher. Da wird auch Natrium rausgeloest und alles moegliche andere adsorbiert. Und hier hat es unter der Voraussetzung eines regelmaessigen Wasserwechsels meines Wissens nach bisher auch noch keine groesseren Probleme gegeben. Bei dieser Altbeckengeschichte und dem Zeolitheinsatz ist es aber vielleicht in der Tat ein Problem, v.a. wenn man wenig Wasser gewechselt hat, dass man beim Einsatz von natuerlichen oder synthetischen Ionenaustauschern die Wasserchemie so verunstaltet, dass in der Tat Korallen davon negativ beeintraechtigt werden.

    Also wenn dann wirklich mit viel Wasserwechsel! Aber ehrlich gesagt wuerde ich es sein lassen und lieber einen Algenfilter oder Sandbettfilter (in welcher Form auch immer) nehmen, da hat man mehr von.

    Zitat

    Original von kenny
    Um Sprung und Deelbeck zu zietieren(sicher nicht Wortgetreu) , den Aquarianer zeichnet ein gewisser Pragmatismus und Dinge und Sachen die wirken, die aber keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhalten werden werden trotzdem weiter geführt *g*

    Hi Kenny,

    ist vielleicht etwas offtopic, aber darauf wuerde ich gerne kurz eingehen. Das Problem mit der wissenschaftlichen Ueberpruefung von aquaristischen Erfahrungen - mehr ist es ja meistens nicht - ist einfach immer wieder das leidige Thema der Reproduzierbarkeit von Aquarien. Was bei dem einen funktioniert, nuetzt bei dem anderen gar nichts, bei einem dritten Aquarianer verschlechtert es sogar den Beckenzustand und der vierte schwoert wieder darauf. Genau das fuehrt zu dem Pragmatismus, der fuer den einzelnen Aquarianer eine absolute Berechtigung hat.

    Meiner Meinung nach macht es Sinn, wissenschaftliche Ergebnisse in die Aquaristik einzubringen und gegebenenfalls bestehende Methoden dahingehend zu aendern. Aber das heisst nicht, das dies dann auch zwangslaeufig Verbesserungen fuer die Riffaquaristik hervorbringen wuerde. Aber es ist zumindest ein Ansatzpunkt.

    Aber andersherum wird das eben alleine aus Gruenden der Reproduzierbarkeit nicht funktionieren. Dennoch, nur weil ein Experiment nicht reproduzierbar ist, heisst es nicht, das es ein schlechtes Experiment ist. Man kann es halt nur nicht publizieren. Trotzdem koennen die Daten absolut die "Wahrheit" wiedergeben. Also verbessert man das Experiment dahingehend, das es reproduzierbar wird, und wiederholt es, und moeglicherweise bekommt man das gleiche Ergebnis. Moeglicherweise aber auch nicht, weil das Experiment dadurch schlechter wird. Wie auch immer, dadurch kommen am Ende verschiedene Ergebnisse heraus, ueber die man sich dann auf Kongressen streiten kann.

    Die wissenschaftliche Forschung an Korallen (zumindest in der Oekophysiologie) wird fast ausschliesslich an offenen Systemen gemacht, und trotzdem gibt es Wissenschaftler die wortwoertlich sagen, das man Acropora Arten nicht ueber zwei-drei Monate hinaus halten kann (in einem offenen System mit natuerlichem Meerwasser und natuerlichem Sonnenlicht wohlbemerkt).

    Wenn die wissenschaftlichen Daten also soviel taugen wuerden, wie man das weitlaeufig annimmt, dann sollte es solche Wissenschaftler eigentlich nicht geben. Sie gibt es aber.

    Von daher bin ich zu dem Schluss gelangt, dass die Hobbyaquaristik der Wissenschaft in einigen Dingen weit voraus ist, zumindest was die Erfahrungen anbelangen, vielleicht weil wir uns ueber Statistikkram keine Gedanken machen muessen und uns auf das wesentliche konzentrieren koennen.

    Und was nuetzt mir die beste Statistik, wenn meine Korallen sterben?

    Wie gesagt ist offtopic

    Was die Fachartikel angeht denke ich auch, das die Erfahrungsberichte auf korallenriff.de fuer den Einsteiger eine ideale Moeglichkeit sind, um erstmal aquaristisch auf die Beine zu kommen. Und dem Argument, das nach und nach immer mal wieder Neuerungen oder Verbesserungsvorschlaege eingebracht werden, stimme ich vollkommen zu.

    Hi,

    ich habe diese Korallen seit etwa vier Jahren. Damals beim Haendler lag ein 5-Mark Stueck grosser Ableger davon abgebrochen auf dem Boden, und der ist nun zu einer recht schicken Koralle von ca. 15 cm Durchmesser rangewachsen.

    Die Polypen waren bei mir tagsueber immer auf. Sie sitzen im Abstand von 5-7 mm aufrecht auf der Platte und sind im Durchmesser etwa 3-4 mm gross.

    Sie waechst wie gesagt gut. Ist ein bisschen empfindlich gegen Detritusablagerung. D.h. nach ein paar Tagen Bedeckung wird sie an der Stelle sehr hell, was sich aber nach einer Woche wieder regeneriert.

    Die Polypen haben bei der Fischfuetterung auch Artemia gefangen und langsam gefressen.

    Ein echter Blickfang, v.a. weil die Farbe echt ist!

    Zitat

    Original von Frank Welk

    Ich gebe Magnesium über die Balling-Methode zu und da sind so schnelle Sprünge
    1. kaum möglich
    2. würde es den Ca-Gehalt stark anheben

    Hi Frank,

    diese Aussage läßt drei Möglichkeiten zu:

    1) Du überträgst die Balling Methode auf Magnesium und gibst in
    äquivalenten Massen Magnesiumchlorid, Natriumhydrogencarbonat und NaCl-freies
    Salz in Dein Aquarium.

    2) Du benutzt die Balling-Methode zur Calcium- und Karbonaterhöhung, und
    weil das NaCl-freie Salz zu einem großen Anteil aus Magnesiumsalzen besteht,
    erhöhst Du auch gleichzeitig und wissentlich Deinen Magnesiumgehalt.

    3) Du benuzt z.B. von Tropic Marin Biomagnesium, was Du mit der Balling-
    Methode gleichsetzt.

    Was genau meinst Du, oder gibt es noch eine vierte Variante, die ich
    nicht bedacht habe?

    Ich denke nicht, dass ein Magnesiumgehalt von immerhin > 1,2 g/L
    ein Problem mit der Stabilität von Calcium in Meerwasser gibt.
    Das tritt meistens bei Mg-Gehalten von <1,0 - 1,1 g/L auf. 1,3-1,4 ist
    zwar besser, aber auf Teufel komm raus auch nicht unbedingt das beste.

    Abgesehen davon, eine KH von 5-7 finde ich gar nicht so schlimm. Das wäre
    in der Mitte 6, und damit würde ich mich an Deiner Stelle sehr zufrieden
    geben.

    Wenn Du nur noch NaHCO3 dosierst, dann wirst Du auch Deinen Calcium-
    gehalt nicht anheben können, weil Dir wahrscheinlich Calcium, Magnesium und
    Strontium immer wieder mit dem Carbonat ausfallen, was gleichzeitig die
    KH wieder runterbringt. Theoretisch müßte dann natürlich auch der Calciumgehalt
    sinken, was Du aber sagst, wäre nicht der Fall und Calcium wäre stabil bei
    370 mg/L. Das hieße, Du hättest eine Dir bislang nicht aufgefallene
    Calciumquelle.

    Was benutzt Du als Nachfüllwasser und wie oft/wie viel wechselst Du
    Dein Wasser?

    Hi,

    Chemie-Buecher: Am besten geeignet waeren eigentlich Deine alten Schulbuecher, wenn Du die noch hast.

    Ansonsten haengt es davon ab, was Du genau an chemischen Wissen brauchst, und v.a. ob anorganische oder organische Chemie?

    Fossa&Nilsen Bd. 1 (aktuelle Auflage) geben meiner Meinung nach einen recht guten Ueberblick ueber die aquaristisch relevante Chemie. Und Brockmann bezueglich alles rund um Kalk und Kalkskelettbildung bei Steinkorallen auch (Fisch und Korallen im Meer und im Aquarium, erschienen Schmettkamp Verlag).

    Ein recht gutes Lehrbuch der anorganischen und ein bischen auch der organischen Chemie ist von Mortimer: Grundlagen der Chemie, erschienen im Thieme Verlag.

    Es wurde aber auch schon recht viel in den aquaristischen Fachmagazinen veroeffentlich. Lohenswert finde ich immer den Originalartikel von Hans-Werner Baling zur Calcium/KH Erhoeung (Balling-Methode), aber auch seinen Artikel ueber Spurenelemente. Beide erschienen in der DATZ.

    Dann gibt es noch den Bericht ueber den Loebbecke Kalkreaktor, ein Artikel von Hebbinghaus, ebenfalls in der DATZ erschienen, glaube 1994.

    Und in das Aquarium sind in den letzten fuenf oder sechs Jahren auch einige Artikel bezueglich Calcium und Carbonat im Aquarium erschienen.

    Keine Ahnung ob das weiterhilft, aber man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Es wurde schon sehr viel in der Aquaristik publiziert, man muss nur ein bischensuchen :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Original von kenny
    Sollte der pH Wert runter gehen oder rauf?
    Bei mir sinkt er unmittelbar nach der Gabe von dem was angeblich Natriumhydrogencarbonat ist leicht ab. Die kH steigt aber genau im erwarteten Maß!

    Hi,

    das Hydrogencarbonatanion (HCO3-) reagiert im Meerwasser unter Abgabe eines Protons (H+) zum Carbonatanion (CO32-). Als Saeure (genauer Broensted-Saeure) bezeichnet man eine Substanz, die Protonen abgibt.
    D.h. der pH-Wert sinkt.

    Letztlich machen wir das gleiche im Kalkreaktor. Hier geben wir CO2 zum Wasser. Das CO2 reagiert mit Wasser zu Kohlensaeure (H2CO3). Und diese Kohlensaeure zerfaellt dann im (Meer)wasser zuerst zum Hzdrogencarbonat-Anion, und dann weiter zum Carbonat-Anion. Bei beiden Schritten werden jeweils 1 Proton abgegeben, die dann das Wasser ansaeuern (pH-Wert sinkt).

    Hallo,

    der Händler hat vollkommen Recht!


    Natürlich muß man in der Einfahrphase Geduld und Ruhe bewahren und abwarten,
    bis sich ein erstes biologisches Gleichgewicht einstellt. Dabei geht es im
    wesentlichen darum, abzuwarten das die Nitrifikation funktinoiert. Also der
    Umbau von Ammonium über Nitrit zu Nitrat. Ein sinkender Nitritgehalt und ein
    gleichzeitig ansteigender Nitratgehalt sind gute und einfach zu messende
    Indikatoren für eine funktionierende Nitrifikation.

    Aber: die Bakterienpopulationen müssen sich erst weiter etablieren und
    stabilisieren. Würde man anfangen, unmittelbar danach viele Fische
    einzusetzen, kann der Nitrifikationsprozess wieder gestört werden. Und nicht
    selten kommt es vor, dass man nach vielen Wochen Einfahrzeit dann
    plötzlich doch nochmal ein Nitritproblem bekommt, bei dem die Fische
    gefärdet sind.

    Algen wachsen vor allem dann, wenn sie keinem Konkurrenzdruck ausgesezt sind.
    Die Wasserwerte können perfekt sein: aber wenn man keine Korallen ins
    Becken setzt, werden die Steine mit häßlichen Fadenalgen bewachsen
    werden. Wachsende Korallen hemmen das Wachstum von Algen. Erstens besetzt
    eine Koralle ein Stück Siedlungsraum im Aquarium, das ansonsten von Algen
    überwachsen werden würde. Ausserdem - und das ist der wichtigere Punkt - nehmen
    wachsende Korallen und ihre Zooxanthellen die Nährstoffe aus dem Wasser auf,
    die ansonsten den Algen zur Verfügung stehen würden. Das ist letztlich
    der Konkurrenzdruck, den Korallen auf Makroalgen ausüben.

    Es ist - denke ich - für Jose an der Zeit, einige schnell wachsende
    Weichkorallen, Scheiben- und Krustenanemonen oder Röhrenkorallen einzusetzen.

    Mit Steinkorallen würde ich aber sicher noch etwas warten, bis das System
    richtig läuft.

    Ein Doktorfisch ist nicht nötig. Die Algen gehen auch von alleine weg,
    sobad die Korallen anfangen zu wachsen.

    Von nix kommt halt auch nix!

    Hi,

    ich halte seit knapp 1,5 Monaten zwei azooxanthellate Gorgonien in einem offenen System, ohne weiteres Zutun und ohne Fütterungen. Die Korallen stammen von Myrmidon Reef aus dem GBR, und das Problem ist hier, das die Korallen planktonreiches und sedimentfreies Wasser gewöhnt waren. Im Institutsbecken kriegen sie zwar natürliches Meerwasser, aber planktonarmes und sedimentbeladenes Küstenwasser. Also genau umgedreht. Und das finden die im Moment gar nicht komisch.
    Das macht die Haltung an sich schon schwieriger. Günstiger wäre es, küstennahe Gorgonien zu nehmen, die genau die gleichen Bedingungen gewöhnt sind.

    Was ich eigentlich schreiben wollte, betrifft die Bedeutung der Strömung - bzw. einer laminaren Strömung. Die würde ich im Moment nicht all zu hoch bewerten. Die beiden Kolonien stehen in einem 1000 L Plastiktank gar nicht mal so schlecht. Die Strömung ist relativ stark, aber nicht laminar, eben so wie in den meisten Aquarien zu Hause.

    Und trotzdem sind die Gorgonien beide schön auf, weil sie anscheinend mit dem bißchen Plankton, was im Wasser ist, auskommen.

    Ich würde das Thema laminare Strömung also nicht all zu hoch bewerten. Die Strömung im Riff war auf jeden Fall heftig stark. Leider habe ich diese beiden Gorgonien nicht selbst gesammelt, sondern ein Kollege. Der erzählte mir, das er beide in einer relativ dunklen Riffschlucht aus 10 bzw. 15m Tiefe sammelte, wo das Wasser ordentlich in eine Richtung durchpfiff. Das läßt sich natürlich nicht nachahmen. Ich denke, es geht aber auch ohne.

    Bin gespannt, wie sich beide Kolonien weiter entwickeln. Die Umstellung von Off-Shore auf In-Shore Wasser macht ihnen auf jeden Fall sehr zu schaffen und die Stellen, an denen Transportverletzungen aufgetreten sind, wurden von Fadenalgen befallen. Keine Ahnung ob ich sie durchkriege, mal schauen. An den Spitzen wachsen sie jedenfalls sehr langsam.

    Ich schau mal, ob ich die Tage ein Bild mache und ins Forum stelle. Auch muß ich die beiden Arten noch bestimmen.

    Der Anfang dieses Beitrags fand ich aber ein bißchen zu abwertend. Klar kann man die Gorgonienhaltung nicht mit der von Tubastrea vergleichen. Aber ich würde die Tubastrea-Haltung gar nicht so in den Schatten stellen. Die bisher in der Literatur beschriebenen Haltungserfolge sind nicht unterzubewerten. Es ist schon eine tolle und aufregende Sache. Man bedenke, das vor ein paar Jahren z.B. Tubastrea noch ein ordentliches Problem war, heute aber schon eher dem Azooxanthellaten-Neueinsteiger als "Anfängerkoralle" empfohlen wird. Ich empfinde die Tubastrea-Haltung aber immer noch alles andere als trivial.

    Daran sieht man, dass wir alle nicht jünger werden :grinning_squinting_face:

    Hallo Fritz,

    man darf nicht vergessen, das Seegräser höhere Pflanzen und keine Algen sind. Sie sind also eher mit Süßwasserpflanzen verwandt als mit marinen Algen, auch wenn sie im Meer prinzipiell die gleichen Bedingungen vorfinden.

    Wie Harald schon schrieb haben sie echte Wurzeln, und zwar als sog. Rhizom ausgebildet (soz. eine Kriechwurzel). Die Pflanze wächst in der Natur - z.B. im Mittelmeer - etwa 10-25 cm tief unterirdisch und bildet dann in regelmäßigen Abständen Triebe, die durch den Boden durchstoßen und das bilden, was wir sehen.

    Man könnte es versuchen, allerdings in einem Artaquarium, das z.B. eine quadratische Grundform besitzt, aber sehr hoch ist. Du müßtest einen Bodengrund einrichten, der mindestens 25 oder 30 cm hoch ist.

    Ob Seegräser überhaupt haltbar sind, weiß ich nicht. Ich kenne nur ein Bild in Adey & Loveland, wo glaube ich in einem Algae Turf Scrubber System Seegras wächst. Aber ich kann hier auch nicht sagen, ob es sich dabei um ein geschlossenes oder ein ans Meer angeschlossenes (=offenes) Aquariensystem handelt.

    Wäre sicherlich ein Versuch wert. Darfst Dir dann nur keine Caulerpa taxifolia einschleppen :grinning_squinting_face:

    Hallo zusammen,

    ich kenne den LiveSand noch nicht. Kann jemand was zur Korngröße sagen?

    Ich denke, für die Einfahrphase ist dieser Sand eine sehr gute Sache. Das wenig Trübung autritt, spricht dafür, das der Sand gut gereinigt ist. Das mit der Nährlösung ist so eine Sache:

    erstens würde ich gerne wissen, was das für eine Nährlösung ist.
    Das Problem, das ich dabei sehe, ist das sich unter den Verpackungsbedingungen und je nach Länge der Lagerung die Bakterienflora durch diese Nährlösung enorm verändern kann.
    Und zwar deshalb, weil möglicherweise nicht alle Bakterien mit dieser Nährlösung etwas anfangen können. Diejenigen, die sich dabei munter vermehren können, werden am Ende die Oberhand gewinnen. Das ist Mikrobiologie, d.h. wir kriegen davon nix mit. Ob die gleiche Diversität also am Ende noch in der Verpackung herrscht, ist sehr fraglich!

    Im Laufe der Zeit wird sich in dem Sand (nach einbringen ins Aquarium) eine handvoll weniger Bakterienarten oder Stämme durchsetzen, und langfristig wird man nicht mehr Vorteile haben als mit einem toten Sand, der langsam zu Leben beginnt.

    Wie gesagt, interessant wären Informationen über die Korngröße, denn die ist insgesamt bei der Bodengrundauswahl entscheidend.

    Und dann muß man natürlich abwarten, welche Erfahrungen gemacht werden.

    Für die Einfahrzeit würde ich doch eine geraume Zeit warten, bis alle viel zu hoch dosierten Spurenelemente im frischen Meerwasser ausgefallen sind, damit man sich nicht gleich den LiveSand desinfiziert ... Schwermetalle!!! Also mindestens zwei oder besser drei Wochen nach dem Anmischen des frischen Wassers.

    Mensch, so nette Worte! Vielen Dank. Das macht mich schon etwas sentimental. Aber es ist schon unglaublich einfach mit eMail-Verkehr, billigen Telefonanrufen etc. So richtig merkt man die Entfernung dann gar nicht, weil man sich immer noch so gut austauschen kann.

    Das Forum fehlt mir auch sehr, aber ich kriege es einfach nicht hin, regelmäßig zu schauen. Und dann bin ich bei Euch mitten in der Nacht der einzige User weit und breit ... das ist mir zu einsam :grinning_squinting_face:

    Und ehrlich gesagt habe ich echt den Überblick verloren. Es fällt mir wirklich auf, wie viel im Forum los ist... trotz eventueller Sommerflaute!

    Also danke für die Seitenangaben Bernd & Sabine, und ich grüße Euch alle! Gleich hab' ich Feierabend und morgen kommt meine Freundin für drei Monate zu Besuch ... d.h. noch weniger Zeit für das Forum :grinning_squinting_face: Sorry ...

    Jörg

    Hallo Leute,

    kann mir jemand den Gefallen tun, und mal im letzten Meerwasser Aquarianer (Heft 02/2003) die Seitenzahlen vom Stüber-Artikel über den Schwefelnitratfilter raussuchen?
    Habe mein Exemplar nicht zur Hand ...

    Das wäre sehr nett :smiling_face:

    Grüße aus Down Under,

    Jörg

    Tim,

    Dein Becken läuft doch erst mal seit ein paar Wochen halbwegs richtig. Was willst Du jetzt direkt einen Klotz drauf setzen? Und wie stellst Du Dir das mit dem Umzug vor? Sei froh, wenn die Fische die Tortur überleben. Selbst erfahrene Leute wie Monica haben mit der Umzieherei zu kämpfen gehabt. Ich selbst kenne das Trauerspiel auch, wenn Dir nach einem Umzug zwei Wochen später zwei Fische wegen Nitritvergiftung einfach so umkippen.

    Du hattest bisher sogar Schwierigkeiten eine Lederkoralle am leben zu erhalten ... und jetzt willst Du schon Steinkorallen pflegen?

    Laß Dir doch einfach mehr Zeit. Die brauchst Du erstens und zweitens hast Du die Zeit auch. Übe Dich in Geduld, das ist das A und O an der ganzen Sachen.

    Dann hättest Du mit dem neuen Fischbesatz in einem 90 X 60 X 60 alleine schon drei Docs: die zwei Z. flavescnes und Deinen Z. veliferum :confused_face: Oder gibst den nicht mehr, der fehl nämlich in Deiner Auflistung! Das ist schon mit den drei vielschwimmenden Tieren überbesetzt. Klar, für Deinen Z. veliferum wäre das schon mal eine Art Erlösung, aber nicht mit zwei anderen Docs! Und dann soll noch der Rest an Fischen dazu?

    Ich rate Dir davon ab, auch wenn Du jetzt enttäuscht sein solltest, das Dir der erst beste nicht direkt vor Freude aus der Hose springt. Die Entscheidung liegt bei Dir, aber ich würde mich da noch nicht rantrauen, ganz ehrlich.

    Zitat

    Original von diseiner
    Dinoflagellaten werden es dann auch nicht sein.

    Es sind linsenförmige, etwas ovale Lebewesen, die sich angeregt fortbewegen.

    Hi Ralf,

    ich denke, es sind Dinoflagellaten. Angeregtes fortbewegen... das ist relativ. Dinoflagellaten schwimmen charakteristischerweise wie besoffen, die torkeln eher in der Gegend rum als das sie gerade aus schwimmen. Sie sind aber echt flink und müssten bei der Vergrößerung recht schnell aus dem Occular verschwinden. Also kein kriechen, wie man es von Cyanos oder manchen Diatomeen kennt.

    Sabine's Bild trifft bei Dir womöglich schon ins schwarze. Wenn es so ist, dann mühe Dich nicht mit allen möglichen Weisheiten ab, die bei allem anderen helfen. Hier helfen sie wahrscheinlich nicht. Benutze das Zeugs vom Michael (ist an vielen Becken erprobt und sehr sicher!) und dann ist der Spuk meist schnell vorbei. Ansonsten kannst Du wahrscheinlich nicht auf Besserung hoffen.

    Hi Frank,

    ist so eine Sache. Bedenke das Wachstum von Kalkrotalgen, das Du sozusagen als Basis-Calciumzehrung schon mal einrechnen mußt. Das heißt, wenn jetzt noch Steinis dazu kommen, dann wirst Du mit Wasserwechsel sicher nicht mehr auskommen. Viele Calciummischungen enthalten ohnehin zu wenig Calcium und Magnesium.

    Das Wachstum der Steinkorallen wirst Du bei einer starken Beleuchtung nicht unbedingt niedrig halten können. Klar, wenn der Calciumgehalt runter geht, dann wachsen die Steinkorallen auch langsamer, stehen aber auch nicht all zu gut da. Ausserdem wird Dich der Ehrgeiz packen, glaubs mir :grinning_squinting_face:

    Ich finde, man sollte das Steinkorallenwachstum nicht als Sportart betreiben. Aber eine vernünftige Wuchsform sollte schon dabei rauskommen! Und die kriegst Du nicht mit einem kümmerlichen Wachstum mit einem Calciumgehalt von 360 mg/L hin.

    Ich denke, Du wirst Dich zwangsläufig mit der Balling-Methode auseinandersetzen müssen, spätestens wenn Deine Korallen anfangen, langsam aber sicher größer zu werden. Um so früher Du Bescheid weißt, desto besser ist das. Alternativ Kalkreaktor, halte ich aber bei einem geringen Steinkorallenbesatz für überflüssig, bzw. die Balling-Methode ist da finde ich besser geeignet. Aber Geschmacksache, viele werden Dir vielleicht auch zu einem Kalki raten. Ich aber nicht.

    Balling-Methode: Da gibt es auf Korallenriff.de den Artikel/Vortrag von Hans-Werner höchstpersönlich, mit Hintergrund und Rezeptur. Kannst Du nicht viel falsch machen.

    Messen ... naja, die KH solltest Du messen, auf jeden Fall. Calcium und Magnesium würde ich auch messen, besser ist das. Wenn Du Dir die Testergebnisse auf Korallenriff.de anschaust, wirst Du schon einen brauchbaren Test finden. Und die kosten auch nicht die Welt, wenn man es mit der Messerei nicht übertreibt.

    Dennoch ist ein Wasserwechsel v.a. bezüglich der Spurenelementversorgung sehr wichtig!

    Hi,

    Seesterne als Frostfutter sind geeignet. Zumindest ein Bekannter hat sich von einer Forschungsschiffsausfahrt in die Nordsee Seesterne mitbringen lassen und dann einzelnd abgetrennte Arme verfüttert ... da ging auch die Wurdemanni dran und wurde dick und rund :smiling_face:

    Blasentang = Fucus vesiculosus. Würde mir außer dem Naso kein Fisch einfallen, der da eventuell ran gehen könnte. Fucus ist voll mit Terpenoiden und anderen phenolischen Substanzen, und die schmecken nicht allzu lecker (Fraßschutz). Ausserdem ist der Thallus sehr sehr derbe.

    Großblättrige Braunalgen: da hast Du wahrscheinlich eine Laminaria Art. Gilt das gleiche. Derber Thallus und ist voll mit Fraßschutzsubstanzen.

    Aber einfach mal ausprobieren. Vielleicht kannst Du das Zeug trocknen (gefriertrocknen wäre am besten, wenn Du die Möglichkeit dazu hast) und zu einer Art Flockenfutter verarbeiten.

    Hättest Dir besser Rotalgen mitgenommen. Das Meer ist Richtung Polarkreis doch voll davon. Die sind wegen ihrer feinen Thalli sehr viel besser geeignet!

    Zitat

    Original von Frank Mohr
    Freud mich das dir das Becken gefällt, auch wenn die Fischis nicht so deinen Vorstellungen entsprechen.

    Frank,

    wie gesagt, der Anemonenstein gefällt mir echt gut, und den Heteractis magnifica sicher auch. Am besten links und rechts je eine kleine Tunze Stream und dann ist das ganz nach magnifica-Geschmack!

    Mit dem Fischbesatz ... naja, bist ja nicht alleine. Der Weißkehl ist ja noch klein und scheint noch ein wenig blaß um die Nase, aber ich hoffe Du kriegst ihn durch. Der Naso ist auch ein Brummer und wird sicherlich noch eine Kante größer, keine Frage. Und ... deshalb habe ich das schon angesprochen - der Oxycirrhites hat sich in diesem Becken wohl auch etwas verlaufen. Heißt ja nicht umsonst Korallenwächter und nicht Scheibenmagneten-Wächter. Springfreudig ... oh ja, da können denke ich viele ein Lied von singen. Altbekannt! Aber lassen wir das.

    Einen schönen Fischschwarm würde ich zum Beispiel den Großfischen in Deinem Aquarium sicher vorziehen. Der würde sich ziemlich gut machen, denke ich... (nur kein Schwarm junge Palettis, ok? :D))

    Ich finde den mittigen Steinaufbau sehr gelungen und damit will ich auch gar nicht länger unken :winking_face:

    Hi Frank,

    chiques Becken ...
    Der Anemonenstein sieht klasse aus. Sind das alles Heteractis magnifica's? Wie lange hast Du die denn schon, die stehen wirklich prächtig.
    Gesellt sich Dein Oxycirrhites manchmal auch zu dem Premnas ... oder trainierste den zum Langstreckenschwimmer? :grinning_squinting_face:

    Grüße, Jörg

    Zitat

    Original von Frank Mohr
    Damit muß ich halt leider Leben. Manche Sternträger haben halt scheinbar was gegen mich (obwohl sie mich ja garnicht kennen) war beim Weiskehlthread ja auch so.

    Frohe Ostern, Frank!

    ach, das klappt doch ganz gut mit dem 'damit klarkommen':)
    Zumindest hält es Dich nicht von weiteren Threats zur Haltungsoptimierung bei Großfischen ab ;).

    Ich denke, und da gingen ja auch so manche Sternchenbefunkelte mit Dir konform, dass man - wenn überhaupt - bei einem Becken mit schwimmfreudigen Fischen dieses so gestalten muß, das die Fische maximalen und gleichzeitig abwechslungsreichen Schwimmraum geboten bekommen.

    Das hatten wir ja vor wenigen Wochen schon geklärt. Das steht auch in so manchen Büchern drin, die es schon länger gibt, z.B. Luty's Doktorfischbüchlein.

    Also mehrere Riffpfeiler, Durchhöhlungen und Versteckplätze und vor allem viel Schwimmraum. Ich denke, das auch bei solchen Becken ein schöner Korallenbesatz gut möglich ist, warum auch nicht. Das 2000 L relativ sind, ist vollkommen klar und, wie es Joe so schön treffend formuliert hat, Becken vom Typ "Ankerschaden" taugen nicht viel bei der Fischhaltung.

    Allerdings bin ich auch der Meinung, das diese geschilderte Voraussetzung eben nicht alles ist und die Haltung von Naso, Acanthurus und was sonst noch so alles in die Kategorie fällt (lange Liste) nicht rechtfertigt. Aber die Diskussion führen wir nicht nochmal, Du kennst ja u.a. meine Einstellung und die von Helmut, und wir kennen Deine.

    Hi Bernd,

    vielleicht zahlt dann doch jeder sein Bier selber :grinning_squinting_face:

    das Kalium etc. extra so angesetzt wurde ist schon klar, hatte nur versucht das ganze als Modifikation meerwassertauglich zu machen.

    Das mit den Ausfällungen ist ja eben der Punkt, der uns hier seitenweise zum Schreiben veranlaßt:

    Die Metalle fallen so oder so aus bzw. werden abgeschäumt, d.h. um einen Effekt zu sehen, muß man die Lösungen sowieso etwas höher konzentrieren. Nur wie viel höher? Und das ist ja genau unser Problem: bei dem einen ist es viel zu viel, bei dem anderen genau richtig und beim dritten immer noch zu wenig.

    Fakt ist, das wir mit einer täglichen Dosierung erst einmal die Grundlage dafür schaffen, das kontinuierlich mehr oder weniger viel Eisen im Wasser vorhanden ist. Das zweite ist dann eben fingerspitzengefühl jeden einelnen Aquarianers. Schwierig bei käuflichen Lösungen, einfacher bei eigenen Lösungen, wenn man denn über das theoretische und praktische chemsiche Handwerkszeug verfügt.

    Ein Teufelskreis :grinning_squinting_face:

    Chelatoren: es ist wohl schwer, einen Chelator oder überhaupt einen Komplexbildner zu finden, der in Meerwasser stabil ist und nicht gleich dissoziiert. Der tolle Effekt, das im Süßwasser die Liganden nach und nach ins Wasser freigesetzt werden, kann man im Meerwasser wohl vergessen. Das wäre aber zumindest ein Punkt, wo Dr. Kremser sicherlich etwas beizutragen hätte.

    Problem der Ablagerungen im Sediment/Gestein: schwammig, kann niemand überhaupt messen oder nachvollziehen. Wenn dann irgendwann der Boden mit Cynobakterien übersäht ist, kann man sich ja seinen Teil denken. Deshalb ist weniger oft mehr, wie von uns ja schon festgestellt wurde.

    Überhaupt sprechen wir ja hier mehr von einer Spurenelementlösung als von einem reinen Eisendünger.

    Ich denke - und das tangiert dann wieder die Frage von Ulrike - mit einem Wasserwechsel von 5-10% wöchentlich tragen wir zu einem großen Teil zur Aufrechterhaltung der Spurenelementverfügbarkeit bei. Eisen - als ein wichtiger Parameter - kann dann soz. manuell und individuell zudosiert werden. Sprich weg von Spurenelementlösungen und noch weiter hin zum Wasserwechsel. Wie es der Artikel von Atkinson (oder war er von Shimek), ich glaube Shimek war's, gezeigt hat (was wir aber auch schon vorher wußten) sind auch im frisch angesetzten Meerwasser die Spurenelemente viel zu hoch dosiert. Will ich besser nicht weiter drauf eingehen, das führt zur Unendlichkeit dieser Diskussion!

    All zu kritisch dürfen wir also die theoretisch möglichen negativen Begleiterscheinungen nicht sehen, weil wir sonst nachher nur noch natürliches Meerwasser in einem offenen System benutzen dürften. Ausfällungen lassen sich nicht vermeiden. Dennoch müssen wir darauf hinarbeiten - wie auch immer - das wir diese unkontrollierbaren Ausfällungen und Ablagerungen minimieren.

    Algenrefugien tragen dazu sicher schon mal wesentlich bei! Auch scheint diesbezüglich das MM System klare Vorteile zu haben. Ist halt die Frage, ob es einen Unterschied zwischen im Sediment ausgefällten Spurenelementen in Form von Oxiden und im MM-Substrat gebundenen Spurenelementen, die nach und nach rausgelöst werden, gibt?

    Hi,

    die Färbung von Schwämmen ist hoch variabel, weil sie in erster Linie von dem filtriertem Futter und deren Inhaltsstoffe abhängig ist. Es kann also sein, das der SChwamm durch die abgestorbenen Fadenalgen eine neue Nahrungsquelle erhalten hat, und bestimmte Stoffe eingelagert hat, die ihn jetzt gelb färben. Kann sein, dass nach einer gewissen Zeit der Schwamm wieder grün wird.

    Hat hier also nix mit Beleuchtung oder den Nährstoffgehalten im Wasser zu tun, sondern wie gesagt mit der Nahrung.

    Hi,

    normales Fensterglas zieht alles unter 320 nm raus, d.h. es bleibt immer noch ein langfristig schädlicher UV-A Anteil zwischen 320 - 380 nm im Spektrum vorhanden. UV-A zwischen 380 und 400 nm ist schon weniger problematisch und fördert die Synthese von fluoreszierenden Chromoproteinen.

    Auch wenn UV-B der wesentlich schädlichste Anteil ist, würde ich kein Fensterglas nehmem, unabhängig von der Hitzebeständigkeit: zur Not reicht es aber erst mal aus, damit man v.a. durch die UV-B Strahlung nicht bald zusammen mit den Fischen zum Augenarzt muß!

    Hallo und frohe Ostern!

    es sehr lobenswert, dass die Zusammensetzung des Düngers von A. Kremser bekannt gegeben ist. Das ist nicht nur vorbildlich, sondern zeigt auch die naturwissenschaftliche Denk- und Vorgehensweise, die Kremser hier beispielhaft an den Tag legt.

    Ich werde gleich noch einige Punkte ansprechen, weshalb dieser Dünger meines Erachtens nur bedingt für Meerwasser geeignet ist. Zur Meerwassertauglichkeit will ich auch noch eins vorwegnehmen: wir kippen Spurenelementlösungen ins Wasser, und weil die Inhaltsstoffe von den Firmen nicht bekannt gegeben werden, hinterfragen wir hier grundsätzlich nie, ob diese Spurenelemente überhaupt geeignet sind. Wir verlassen uns dann auf die Deklaration der Hersteller. Wenn ich die Rezepturen wüßte, könnte ich mir gut vorstellen, das ich so manches Mittelchen nicht mehr ins Becken kippen würde!

    Deshalb denke ich, sollten wir schon ein unvoreingenommenes Auge auf diesen Eisendünger von Kremser werfen!

    1) Der Kaliumgehalt ist sehr hoch. Im Gegensatz zu Süßwasser spielt Kalium im Meerwasser für das Pflanzenwachstum wohl eine untergeordnete Rolle, weil Kalium eine Hauptkomponente von Meerwasser ist. Negative Auswirkungen wird diese Kaliumzugabe aber nicht haben, es sei denn wir versteifen uns auf das Thema Ionenverschiebung: Bei einer längerfristigen Dosierung ohne Wasserwechsel oder mit nur geringem Wasserwechsel wird Kalium recht schnell akkumulieren. Auswirkungen? Schwierig zu sagen, eventuell könnte Kalium inhibitorische Effekte (als Hemmeffekte) auf den Stoffwechsel ausüben.

    2) Das Kaliumhydrogencarbonat erhöht die Karbonathärte. In wie fern das v.a. bei Verwendung der Balling-Methode relevant ist, läßt sich schwer sagen. Es dürfte bei einer täglichen Dosierung dennoch ein leichter Anstieg der KH zu messen sein, was man bei der Dosierung der Balling-Komponenten eventuell berücksichtigen muß.

    3) Magnesium. Im Prinzip gar nicht schlecht für Meerwasser. würde ich Magnesium aber lieber kontrolliert selbst dosieren.
    Allerdings könnte man zum Beispiel anstatt Magnesiumsulfat eine Magnesiumchloridverbindung nehmen, also z.B. MgCl2X6H2O. Und dies in meerwasser-äquivalenter Menge, um die ganzen Sulfate, die da in der Düngerlösung mit drin sind, gegen Chlorid auszugleichen. Somit gibt man eine Spurenelementlösung ins Wasser, die zumindest den Chlorid:Sulfat Haushalt nicht stört. So wie es Thomas Chronz mit seiner Magnesiumdosierung auf seiner HP vorstellt.

    4) Eisen ist zu hoch dosiert, als das ich es täglich dosieren wollte. Eine Senkung des Eisengehaltes auf 1:10 würde allenfalls für wirklich nährstoffbelastete Becken in Frage kommen. Für "normale" Becken sollte die Eisenkonzentration lieber 1:100 des hier genannten Wertes entsprechen.

    5) Gleiches gilt für Mangan: das sollte mindestens 1:10 verdünnt sein.

    6) Kaliumiodid würde ich rauswerfen, das ist ein eigenes Thema. Im Meerwasser wenn überhaupt dann Lugol'sche Lösung oder PVP-Iod, aber kein Kaliumiodid.

    7) Borsäure: ist im Meerwasser vorhanden und spielt hier neben Hydrogencarbonat/Carbonat eine Rolle als pH-Puffer. Würde ich aber nicht in Form eines Düngers zugeben.

    :smiling_face_with_sunglasses: Die übrigen Spurenelemente wie Molybdän, Zink, Cobalt, Nickel und Kupfer müßten 1:10 verdünnt werden, dann sollte das bei einer täglichen Dosierung gut gehen.

    9) Ascorbinsäure = Vitamin C: ist ein Reduktionsmittel und hält v.a. Eisen-II in Lösung, weil es z.B. Eisen-III zu Eisen-II reduziert. Hat Renke auch so gemacht.

    Zu den Komplexbildnern: bei dieser Mischung bleibt einem nix anderes übrig, Chelatoren dazu zu geben. Sonst fällt da munter alles aus.

    In Meerwasser wird - da hab ich jetzt noch mal nachgeschaut - v.a. pH-abhängig ein Fe-EDTA Komplex schnell dissoziieren, d.h. Eisen wird recht schnell und beinahe vollständig freigesetzt. Das erklärt womöglich auch die Beobachtung von Frank, das diese Süßwasser-Tabletten sich binnen eines Tages aufgelöst haben.

    Wenn EDTA durch die UV-C Anlage aufgebrochen wird ... naja, dann wird nicht unbedingt Acrylamid entstehen... Von daher sollten Eisen-EDTA Komplexe bei Verwendung von UV-C Anlagen nicht das Problem sein. Ähnliches gilt wohl auch für andere Metall-EDTA Komplexe.

    Bei den übrigen in Kremser's LÖsung vorhandene Komplexebildner setzt mein chemisches Wissen dann etwas aus, weil ich die meisten KOmplexbildner nicht kenne. Aber er beschreibt ja (...wirklich gut gemacht!) die pH-abhängige Stabilität der verwendeten Chelate auf seiner Glossar-Seite ... und hier sieht man, das bis auf EDDHA alle Chelate in Meerwasser instabil sein, sprich dissoziieren.

    Wir sollten also keine Befürchtung haben, das die chelatisierten Metalle in Meerwasser nicht in Lösung gehen würde. Im Gegenteil, sie werden sehr schnell (vielleicht sogar zu schnell) freigesetzt und wenn dann die Komplexverbindungen in einer UV-C Anlage aufgebrochen werden, naja, dann juckt es auch keinen mehr. Der Rest wird entweder abgeschäumt oder mikrobiell zersetzt.

    Auch wenn Ulrike's Beobachtungen bislang positiv sind, sollte man einen regelmäßigen Wasserwechsel nicht auslassen, v.a. um die Kaliumakkumulation zu reduzieren. Ansonsten, in täglich geringen Dosen und bei guter Beobachtung des Aquariums würde ich diesen Dünger wohl sogar noch lieber benutzen als manch andere, weil ich eben weiß was drin ist.

    Vielleicht läßt sich der Dr. Kremser ja mal selbst hier im Forum blicken, ich denke das könnte durchaus eine bereichernde Diskussion geben!

    ... wer mit Lesen bis hier hin durchgehalten hat, bekommt von BerndQ ein Bier :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Original von Peter Müller
    da das Farbspektrum ja bei 6500 Kelvin liegt, muss man ja auch eine menge Blaulicht drüber hängen. Ich bin bei mir am überlegen ob ich in meine System 400 außen jeweils einen Iwasaki Brenner und in der Mitte einen 20.000 K Brenner reintun soll. Hat das schon von euch einer getestet. Und wie lange hält der Brenner denn sein Farbspektrum, bzw. wann muss er ausgewechselt werden.

    Hi Peter,

    eine zusätzliche Blaubeleuchtung ist nicht nur aus optischen Gründen zwingend erforderlich. Der photosynthetisch wichtige Blauanteil ist hier zu gering ... bei den 10000 K Brennern im übrigen auch.

    Ich würde Dir von den 20000 K Brennern abraten. Selbst wenn sie in einem spektralen Bereich emittieren, der photosynthetisch nutzbar ist, würde ich zur weitreichenden Verstärkung des Spektrums zum Aquaconnect 14000 K Performance raten. Hier ist der Blauanteil sehr gut und hier wird sicherlich ein recht guten Gesamtspektrum erzielt. Auch emittiert der Performance Brenner im grünen Bereich recht günstig.
    Diese Kombination wäre für mich eindeutig das Optimum, wenn es darum geht, eine sehr gute Farbwiedergabe zu erreichen, bei den sowohl die Fluoreszenzfärbungen durchkommen als auch die plakativen roten und gelben Farben der kleinpolypigen.

    Was die Stablilität der Iwasaki Brenner angeht, kann ich noch nicht viel sagen, aber sie werden sicherlich die Haltbarkeit "unserer" Leuchtmittel nicht unterschreiten. Die Performance sind sehr farbstabil!

    Unter einem Iwasaki 400W 6500 K stehen meine Korallen insgesamt sehr gut, vor allem die Lederkorallen (Sarcophyton und Lobophytum) sind so pralle auf wie noch nie zuvor gesehen.

    Zitat

    Original von Ulrike Hardt

    Wie siehts eigentlich aus mit Jod? Manche Arten reichern Jod doch in großen Mengen an, erkennbar am Geruch?

    Hallo Ulrike,

    Jod ist ein schwammiges Thema und wenn man es mit Eisen vergleicht mit Sicherheit nicht weniger unproblematisch was Messung und Dosierung angeht.

    Iod wird von vielen Phaeophyten, also Braunalgen (z.B. Tange wie Laminaria) stark akkumuliert. Allerdings weiß man über die physiologische Bedeutung von Jod nicht wirklich viel. Es gibt ein Enzym, dessen Name mir gerade entfallen ist, an dem Iod beteiligt ist, das aber keine sonderlich wichtige Rolle spielt.

    Über das Jod, das von manchen Phaeophyten akkumuliert wird, hat meines Wissens bisher auch noch keiner was anständiges rausgefunden, für was es gut sein könnte. Jod ist ein Oxidationsmittel, gegenüber den übrigen Halogenen zwar ein schwächeres, aber immerhin. Es nimmt also bei einer Redoxreaktion ein Elektron auf (das Elektron, das den Halogenen noch für eine vollständige Elektronenschale fehlt) und wird dabei selbst reduziert, und oxidiert dabei das andere Molekül/Teilchen (deshalb Oxidationsmittel).

    Von daher könnte es durchaus eine wichtige Rolle bei oxidativem Stress spielen, in dem es z.B. mit reaktiven Sauerstoffverbindungen interagiert, die Elektronen zu viel haben. Beobachtungen, die deutlich positive Effekte einer Joddosierung bei akutem Korallenbleichen im Aquarium schildern, gibt es zahlreich.

    Viel mehr gibt es aber eigentlich nicht zu sagen. Vom Geruch her kann man das glaube ich nicht riechen, aber ich weiß auch nicht, in welcher Form das Iod in den Algen gelagert wird. Vielmehr ist Dimethylsulfit (DMS) oder Dimethylsufoniumpropionat (DMSP) für manch üblen Geruch von Algen verantwortlich.

    Irgendwie geht die Seite von Andreas Kremser nicht. Was ist das für ein Dünger?

    Hi Bernd,

    nochmal wegen der Eisen-Düngetabletten: Ich habe im Netz eine Messung von Anton Gabriel gesehen. Hier der link:

    http://members.telering.at/anton.gabriel/dungden1.htm

    Er hat eine Tablette in 200 mL Süßwasser gelöst und dann einen FeII-Gehalt von etwa 20 mg/L gemessen. Wenn ich das umrechne komme ich auf 4 mg FeII pro Tablette.

    Du sagtest, die Tabletten würden pro 100 L Aquariumwasser den FeII-Gehalt um 0,1 mg/L erhöhen, dann komme ich auf 10 mg FeII pro Tablette.

    10 mg ist schon recht viel, da gebe ich Dir sehr Recht. 4 mg ist schon etwas eher akzeptabel. Wie gesagt, unter der Voraussetzung, das Fe-EDTA auch abgeschäumt wird und Fe nicht lange stabil ist.

    Hi,

    nein, habe Eisen nicht quantitativ bestimmt, sondern nur Korallen, Kalkrotalgen und im Becken latent vorhandene Derbesia-Büschel als Bioindikatoren beobachtet. Es war nur ein sichtlicher Effekt bei der Derbesia und den Kalkrotalgen zu erkennen, mit gesteigertem Wachstum bei einem linearen Anstieg der täglich eingesetzten Eisenkonzentration. Für die Makroalgen also verfügbar. Wobei der Effekt bei den Kalkrotalgen nur kurz war und den ich bei erhöhter Fe-Konzentration nicht mehr beobachten konnte.
    Ich bin also davon ausgegangen, das Eisen nicht limitierend war. Damals lag der Nitratgehalt bei 2 mg/L mit Salifert gemessen, Phosphat war mit Salifert nicht nachweisbar.

    Das ganze war auch kein geplanter Test, sondern ich kam halt mal auf die Idee, Eisen zu dosieren. Mehr nicht.


    Der Hinweise mit dem Fe-Gehalt pro Tablette ist wichtig, danke dafür! Ich hatte schon sowas geahnt. Wobei das aus dem Komplex (ich denke Fe-EDTA?) freigesetzte Eisen meiner Meinung nach nicht lange stabil ist und die Komplexe, die nicht dissoziieren, schnell abgeschäumt werden. So dass man eine Überdosierung wie gesagt nicht befürchten muß.

    Meine Bemerkung, diese Tabletten nur im Refugium zu benutzen, geht auch in eine ähnliche Richtung. Nur hier würde ich davon ausgehen, das sich wenn überhaupt an den eisenlimitierten Algen ein Effekt zeigt, wenn nämlich das freigesetzte Eisen schnell verfügbar ist. Wirft man die Tablette allerdings ins Hauptbecken, dann würde wahrscheinlich nur wenig bis gar nix im Algenrefugium ankommen.

    Hi zusammen,

    bezüglich Redfield-Ratio: es ist eben ein Richtwert und demnach nur tendenziell zu betrachten. Auch sprechen wir hier eben von marinem Phytoplankton, trotzdem wir die Redfield-Ratio auf viele marine photoautotrophe Organismen verallgemeinert.

    Ich gehe mal davon aus - ohne mich weiter schlau gemacht zu haben - das man C, N, P und Fe aus dem Aschengehalt bestimmt hat. Vielleicht weißt Du mehr darüber, Bernd. In diesem Falle sind dies also Total-Werte, die unabhängig von Katabolismus und Anabolismus zu sehen sind.

    Ich frage mich ohnehin, wie und an welchem Organismus die Werte 8,8 : 3,3 : 1,1 bestimmt wurden? Hast Du ein Referenz-Paper?


    Zu den Fe-Tabletten aus der Süßwasseraquaristik:

    Ich selbst habe die Dinger nie benutzt sondern nur Erfahrung mit einer Eisen-II-sulfat - Lösung. Letztere war auch bei mir zum Teil positiv. allerdings zeigte sich bei höheren Konzentrationen bzw. dosierten Volumina ein deutlich verstärktes Fadenalgenwachstum, weshalb ich das auch schnell wieder sein gelassen habe. Merkliche Unterschiede am Polypenbild der Korallen, an Wachstumsraten sowie an der Farbigkeit konnte ich jedoch über einen Zeitraum von knapp vier Monaten nicht erkennen.

    Das sich die Tabletten so schnell auflösen hätte ich nicht gedacht. Gab es denn bei Dir, Frank, Verfärbungen auf dem Substrat, auf dem sich die Tablette aufgelöst hat (vorausgesetzt natürlich sie lag im Aquarium auf Substrat)?

    Zur Linearität des Auflösens: ich denke nicht, das dies hier weiter von Bedeutung ist. In kontrollierten Algenkulturen sicherlich, aber im Aquarium selbst sollte dieser Effekt vernachlässigbar sein.

    Vielleicht gibt es noch andere Aquarianer im Forum, die mit diesen Tabletten Erfahrungen sammeln konnten? Für mich persönlich wäre es eine gute Alternative zum Selbermischen, weil man wie gesagt weniger falsch machen kann und die Dosierung von Tabletten wohl unproblematisch ist.

    Hi Ramon,

    in den letzten Jahren hat sich erfahrungsgemäß bei vielen Aquarianern eine KH zwischen 6-7°dKH als sehr günstig erwiesen, vorausgesetzt der Calciumgehalt liegt in einem "normalen" Bereich zwischen 400 - 450 mg/L.Aber natürlich kann individuell auch ein etwas höherer Wert bis 9°dKH günstig sein. Ich würde einen Referenzbereich zwischen 6-9°dKH für allgemein empfehlenswert bezeichnen.

    Bei der Messung ist natürlich auch die Messung an sich - wie so oft in der Riffaquaristik - immer problematisch: alter Test, Hersteller etc. sind alles Aspekte, die man bei der Datenermittlung mit überprüfen sollte.

    Ich will und kann Dir deshalb gar nicht widersprechen, dass Du mit einer KH um 8°dKH die besten Erfahrungen gemacht hast.

    Höhere KH-Werte fördern wie gesagt die Kalkausfällung im Wasser (v.a. wenn der Calicumgehalt sehr hoch liegt und der Mg-Haushalt nicht stimmt!) und tragen deshalb oft zu starken Fluktuationen im Calciumgehalt bei. Auch konnte bei zu hohen KH-Werten vielfach eine Anhäufung vn RTN Fällen beobachtet werden, wobei dies eher bei KH-Werten höher als 9°dKH aufgetreten ist.

    Ich selbst betreibe mein Becken bei einer KH zwischen 5-6°dKH, einem Calciumgehalt bei 400-420 mg/L und einem Mg-Gehalt bei 1350-1400 mg/L. Dies erzeugt bei mir das stärkste Korallenwachstum.

    Hi,

    über welchen Zeitraum hast Du denn die NaHCO3-Lösung als Komponente der Balling-Methode dosiert?

    Zwar hast Du mit einer KH von 8,2°dKH keinen all zu hohen Wert, aber vielleicht reicht es einfach aus, wenn Du die NaHCO3-Dosierung noch weiter über einen längeren Zeitraum verteilst. Dann kannst Du einen Wert zwischen 6-7 °dKH länger stabilisieren, bis Du alle Balling-Komponenten neu ansetzen mußt.

    Ich denke, daß Du hier erst noch ein wenig mehr Routine reinbekommen mußt. Je höher die KH steigt - d.h. je mehr Du einmalig von der NaHCO3-Lösung dosierst - desto schneller fällt Dir Calicum wieder aus. Deshalb KH möglichst bei 6-7°dKH halten.

    Beschreibe bitte, welche Volumina und Konzentrationen Du jeweils ansetzt (also wieviel g Salze auf wieviel Liter Wasser) und über welchen Zeitraum Du die Dosierungen verteilst. Benutzt Du eine Dosierpumpe?

    Zitat

    Original von Resa
    HI iP,

    der Jörg kann im Augenblick nicht da er auf sein Diplom büffelt, er wird sich aber am Montag melden.

    Hallo zusammen,

    Prüfung erfolgreich hinter mich gebracht und bereit für aquaristische Diskussionen :grinning_squinting_face: etwas verspätet, sorry!

    Zunächst zur Eisenlimitierung an sich:

    Dem einen oder anderen sagt der Begriff "Redfield-Ratio" etwas. Hierbei geht es darum, das man in marinem Phytoplankton die Mengen an Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor und Eisen bestimmt und dabei festgestellt hat, das diese vier Nährelemente in einem bestimmten Verhältnis zueinander angereichert sind, nämlich:

    C : N : P : Fe = 106 : 16 : 1 : 0,01

    Für die silikatabhängigen Diatomeen (=Bacillariophyceen) wurde hier noch der Siliciumgehalt mit einbezogen, was aber hier egal ist.

    Anhand dieser Reihenfolge kann man (wenn man es auf andere marine photoautotrophe Organismen überträgt) sehen, welches Nährelement am ehesten bei einer akuten Nährstofferhöhung oder -erniedrigung das Wachstum limitiert.

    Kohlenstoff wir meist vernachlässigt.

    Wenn sich das Verhältnis Stickstoff zu Phosphor erhöht, z.B. 20:1, dann wird Phosphor wachstumslimitierender Faktor sein. Andersherum, wenn das Verhältnis kleiner ist, z.B. 10:1, wird Stickstoff der limitierende Wachstumsfaktor sein.

    Gleiches gilt bei Eisen. Wenn man im Aquarium Stickstoff und Phosphor erhöht, dann wird Eisen limitieren.

    Eisen ist das viert häufigste Nährelement in den photoautotrophen Organismen und deshalb taucht es als Spurenelement nach Phosphor in der Reihe auf.

    Ich vertrete selbst schon seit langem die Meinung, das in unsere Aquarien bei hohen Phosphatgehalten nicht nur Phosphat an sich das Problem ist, sondern das der daraus resultierende Eisenmangel der entscheidende Punkt ist. Zwar gilt Phosphat als Calcifizierungshemmer in skelettbildendern Korallen, als v.a. Steinkorallen. Aber in vielen Fällen - so zeigten es neuere Untersuchungen - wird dadurch die Calcifizierungsrate selbst oft sogar gesteigert, jedoch auf Kosten der Brüchigkeit des Skelettes. Wenn unsere Korallen bei hohen Phosphatkonzentrationen ausbleichen, dann ist dies eher auf die akute Eisenlimitierung zurückzuführen.

    Eisen wird uns in Zukunft noch lange beschäftigen, weil es ein sehr kritischer Parameter ist, der sich bislang nicht gut messen läßt, und den wir nur schwer beeinflussen können.

    Eisen ist auch in der Natur vielfach wachstumslimitierender Faktor, weil Eisen in Meerwasser kaum löslich ist und wenn überhaupt nur als dreiwertiges Eisen in Lösung vorkommt, das für Pflanzen nur schwer verwertbar ist (nur Eisen-II, als Fe2+, kann direkt verwertet werden. d.h. Fe3+ muß zunächst energieaufwendig zu Fe2+ reduziert werden!). Hier werden wir noch viel zu experimentieren haben.

    Zur Dosierung: ich kann Bernd Nur allzu gut verstehen, das ER öffentlich keine Empfehlung geben möchte, wie wir Eisen am gescheitesten nachdosieren können.

    Völlig einverstanden bin ich auch damit, das wir individuell auf das Becken abgestimmt eigene Eisenlösungen herstellen sollten. Dazu muß man natürlich erst einmal an die Chemikalien kommen, darüber hinaus dazu in der Lage sein, die Lösungen korrekt anzusetzen (also Einwaagen und Volumina berechnen sowie über die Geräte verfügen) und sie entsprechend richtig zu dosieren. Und das ist insgesamt für die meisten Leute ein Problem.

    Wie gesagt können wir Eisen im Meerwasser nicht gut quantitativ bestimmen. Ob uns eine Eisendosierung etwas bringt oder nicht, können wir also nur anhand unserer Beobachtungsgabe beurteilen. Oft treten die Effekte aber erst nach einer gewissen Zeit ein, und schnell erhöht man zwischendurch mal die Dosierung und macht damit mehr falsch als richtig.

    Eine falsche Zugabe von Eisen kann weitreichende Folgen haben:

    1) Eine zu hohe Eisenkonzentration fördert sehr stark das Algenwachstum und kann zu heftigen Algen- und Cyanobakterienplagen führen.

    2) Eisen ist ein Mikroelement, und in hohen Konzentrationen ist Eisen auch toxisch, sowohl für Fische als auch für die Korallen.

    3) Eisen fällt sehr schnell aus, v.a. als unlösliche Eisenoxide. Diese in der Dekoration können auch hier von Algen und Bakterien möglicherweise aufgespalten werden und zu Algenproblemen führen.


    Chelatisiertes Eisen hat den Vorteil, das man damit eigentlich keine Überdosierung erreichen kann, weil die Komplexe schnell abgeschäumt werden. Das wird von vielen Leuten und Herstellern immer als negativ und meerwasseruntauglich angesehen, aber ich bin mitlerweile genau anderer Meinung:

    Erstens dissoziieren die Komplexe nach der Dosierung zum Teil und geben damit das komplexierte Eisen frei. Zweitens erreicht man mit weniger oft mehr: also selbst wenn was abgeschäumt wird, geht man damit kein großes Risiko ein und kann gerade als nicht so experimentierfreudiger Aquarianer etwas herumtüfteln.

    Ich würde deshalb von Eisensulfaten abraten, auch wenn dies zunächst die einfachste Möglichkeit zu sein scheint.


    Statt dessen würde ich z.B. iP oder JestersTears dazu raten, mit den in der Süßwasseraquaristik erhältlichen Eisen-II-Komplexverbindungen in Tablettenform in ihren Refugien zu arbeiten. Die gibt es von einer namhaften Firma für Süßwasserprodukte und -pflanzen.

    Ich würde die Tabletten nicht ins Hauptaquarium geben (!) sondern nur in den Refugien benutzen.

    Die Empfehlungen des Herstellers für den Süßwassereinsatz müssen wir natürlich vergessen: die sind unbrauchba!

    Wie gesagt, nur in den Refugien benutzen. Hier kann man dann anhand des Algenwachstums und vielleicht auch anhand der Farbintensität der Algenthalli mit der Zeit erkennen, ob diese Eisenzufuhr etwas bringt. Also langsam rantasten und über mehrere Wochen beobachten! Erst mal nur eine Tablette ins Refugium geben und gut schauen, ob sich im Laufe der Zeit etwas tut. Also nachdem sich die Tablette aufgelöst hat, mal 10-14 Tage warten.


    Vielleicht können wir hier auch offiziell mal darüber diskutieren, in wie fern andere (v.a. Bernd Quirbach & Frank Diehl als Experten in der Planktonzucht) den Einsatz der hier genannten Eisen-II-Komplex-Tabeletten befürworten oder dem widersprechen!

    Hi,

    das kam wohl bei dem einen oder anderen schon mal vor, aber wir hatten bislang keine Erklärung dafür. Das Thema wurde dann auch nicht mehr aufgegriffen, weshalb ich denke, das es sich von alleine geregelt hat, wie auch immer.

    Gibst Du Zeofood, Zeobac und Spurenelemente dazu? Vielleicht hast Du sofort die Spurenelementdosierung eingestellt? Das sollte man machen, wenn die Nährstoffgehalte sinken, aber nicht wenn sie gleichbleiben oder sogar steigen. regelmäßiger Wasserwechsel hilft auch.

    Warum der Nitratgehalt ansteigt, weiß ich nicht?

    Hallo @all,

    der Verkäufer/Händler hat sich zwar spät aber immerhin zu Wort gemeldet und die angeprangerten Punkte beseitigt.
    Darauf kam es letztlich an und jetzt sind wir alle zufrieden und erleichtert, das Stefan mit Sera keine Probleme bekommt.

    Es hat lange gedauert, bis sich Stefan gemeldet hat. Und es wird Zufall gewesen sein, das er sich dann zu Wort gemeldet hat, als Sera mit ins Spiel gekommen ist. Vielleicht ist es eben manchmal sogar nötig, zu härteren Mitteln zu greifen, um eine Reaktion zu bekommen. Das er jetzt auch Mitglied im Forum ist, freut mich umso mehr, denn hier ist dann auch der persönliche Kontakt möglich!

    Wenn man etwas verkauft, muß man auch wissen, für was es gut ist und für welche Zwecke es einsetzbar ist. Beim Händler bekomme ich als Kunde schnell mit, ob er Ahnung hat oder nicht. Im Internethandel ist das eben anders, da kommt es auf die Produktbeschreibung an, und wie man gesehen hat, kann man hier reinschreiben, was man will. Das ist für mich eben der große Unterschied, der mich in diesem Falle auch dazu bewegt hat, etwas unfachliches zum Thema beizutragen.

    Die Aussage, das beim ausgelieferten Produkt eine entsprechende Beschreibung und Anleitung dabei ist, die allerdings was anderes sagt als die Produktbeschreibung im Internetangebot, ist ... naja, ich sag mal ziemlich unverschämt! Und wie man das dann noch offen im Forum sagen kann, entzieht sich irgendwie meinem Verstand ?(. Aber egal, passiert ist passiert und Thema ist von meiner Seite aus vom Tisch. Hoffentlich hat sich das bei allen Beteiligten auch mittlerweile erledigt!

    Hi Ramon,

    ich bin da anderer Meinung. Letztlich gibt es auch Tüten ohne Aufschrift. In Zusammenhang mit der fehlerhaften Produktinformation ist es mehr als rechtens, hier die Firma Sera darauf aufmerksam zu machen. Hier im Forum ging es auch schon mal anders herum mit der Firma Sera, das ist aber schon länger her. Damals hat Sera wegen einer schlechten aber angebrachten Produktäußerung mit rechtlichen Folgen gedroht. Deshalb mein Hinweis, das die Rechtsabteilung von Sera nicht lange fackelt.

    Wenn sich jemand dieses Austauscherharz über's Internet bestellt, damit sein Meerwasseraquarium himmelt und dann auf die Tüte guckt, wo Sera draufsteht, dann liegt es sehr nahe, das hier wohl schnell und im Eifer des Gefechtes z.B. über das Internet gegen Sera gewettert wird. Ob nun andere Produkte von Sera was taugen oder nicht, hat damit nix zu tun.

    Es ist ein Unterschied, ob ich im Laden stehe und sehe, das ein Austauscherharz in einer Sera-Tüte verpackt wird (bzw. ich kann den Händler direkt darauf ansprechen), oder ob ich das so fertig verpackt in einer Sera-Tüte geliefert bekomme und mir dann !

    Hi,

    die MAC- Zertifizierungskette wird funktionieren, über kurz oder lang, davon bin ich überzeugt.

    Was die finanzielle Seite angeht, da erinnere ich an das erfolgte Umdenken in Bezug auf Nachzuchten. Vor einigen Jahren wurden Nachzuchten regelrecht gemieden, weil sie einfach teurer sind. Aber: die Händler, die ich kenne, haben es mindestens einmal probiert und letztlich am Kaufverhalten der Kunden gemerkt, das es vielleicht doch besser ist, wieder wild zu importieren. Aber in der letzten Zeit sind doch v.a. Fische wie der P. fridmani oder Anphiprion-Arten fast nur noch als Nachzuchten erwünscht, weil sie einfach viele Vorteile haben. Entsprechend haben die Händler also wieder reagiert.

    Und so wird es auch mit der MAC-Zertifizierung sein: Ich denke der Händler wird das sofort unterstützen, wenn es die Käufer ihm danken. Also muß man bei den Aquarianern, also dem Endkäufer anfangen, und hier ist einfach von allen Seiten Engagement gefordert.

    Robert hat es mit dem Bericht vorgemacht, ich selbst bin gerade mit einer Posterpräsentation über das 32000 L Riffaquarium der Kreissparkasse Osterholz auch in Kooperation mit dem MAC und FaunaMarin (deren Anlage nach MAC-Standards läuft) beschäftigt, und bald wird eines von zwei Postern in der Kreissparkasse über die MAC-Standardisierung & Zertifizierung informieren.

    Und dann sind Leute wie Paul Holthus & Svein Fossa oder Peter Scott vom MAC selbst unterwegs und halten Vorträge. Also ich denke, das ganze ist auf dem richtigen Weg und nur eine Frage der Zeit, bis es sich durchsetzt.

    Ich würde sofort einen MAC-zertifizierten Fisch oder eine Koralle kaufen, auch wenn sie (im Moment noch) deutlich teurer ist. Dafür ist der Fisch aber auch gesund und munter!

    Wenn sich das durchsetzt, dann brauchen wir uns nie mehr und von keiner Seite den Spruch anhören: "Ihr Aquarianer macht die Riffe kaputt"! Ich erinnere an diverse unnachahmlich schlecht recherchierte Greenpeace-Artikel, mit inhaltlich falsch interpretierten Daten und Fakten, die genau diese Aussage versuchen zu erzeugen, leider!

    Also letztlich hängt die MAC-Kette an uns, und nicht an Händlern oder Großhändlern!

    Hallo Ian,

    was heißt mutig, diese Ergebnisse zu veröffentlichen? Ist halt so, und dagegen kann man denke ich schon was machen. Aber ausser das Du Dir diese "High-End" Verbraucher wie den Zacki und den Paddelbarsch eingesetzt hast, braucht man Dir keinen Vorwurf zu machen, Du bist ja wenigstens ehrlich. Ich denke, viele gebe Ihre Wasserwerte nicht bekannt, weil sie wohl denken. es wäre peinlich oder sonst was.

    Also: Mit der Abschäumung verhält es sich genau anders herum: Du entfernst weder Nitrat noch Ammonium, sondern Aminosäuren und Proteine (Proteine sind aus Aminosäuren aufgebaut). Und Aminosäuren enthalten Stickstoff, die ohne Abschäumung zu Ammonium und Nitrat umgewandelt werden. Proteine enthalten aber keinen Phosphor. Zwar werden Proteine und hier v.a Enzyme u.a. mit Phosphatgruppen aktiviert und reguliert, aber das ist eher vernachlässigbar. Es ist viel schwerer, Phosphat über die Abschäumung zu entfernen, weil die meisten phosphorhaltigen Moleküle nicht gut abgeschäumt werden können.

    Zum Phosphattest solltest Du Deine Proben mindestens 1:10 oder besser 1:20 - 1:50 verdünnen. Also z.B. 1 mL Aquarienwasser + 49 mL Osmosewasser = 50 mL Probenwasser (1:50 verdünnt). Dann testest Du auch kein Meerwasser mehr, sondern beinahe schon Süßwasser, weshalb selbst hier nicht-meerwassertaugliche Tests ein halbwegs gutes Ergebnisse bringen könnten. Dein Ergebniss mußt Du dann halt mit dem Faktor 10, 20 oder wie im Beispiel 50 multiplizieren.

    Die Phosphattests von Macherey&Nagel sowie Merck sind sehr zuverlässig, und kosten auch nicht so viel, wenn man mal ausrechnet, wieviel Tests man damit machen kann.

    Photometer-Tests sind nur so gut wie ihre Testreagenzien und der Tester selbst. Wenn die nix taugen und die Farbreaktion sich falsch entwickelt, dann nützt auch das Photometer nix mehr. Also man darf sich nicht von der vorgegaukelten Genauigkeit von Photometer-tests blenden lassen.

    Natürlich bringt ein Wasserwechsel was, aber eben nur kurzzeitig. Es kommt drauf an, wie schnell sich Phosphat wieder entwickelt. Letztlich verdünnst Du nur, mehr nicht!

    Algenrefugium: das denke ich sollte schon was bringen, wenn es gut dimensioniert ist. Was bei Dir problematisch werden könnte ist eine Eisenlimitierung, die bei Deinen extrem hohen Stickstoff- und Phosphorwerten eigentlich sowieso schon besteht. Je höher die Nährstoffe bezüglich Stickstoff und Phosphor, desto höher ist auch der Bedarf an Eisen und anderen Spurenelementen. Hier wäre es also wichtig, das Du z.B. über viel Wasserwechsel und eine Spurenelementdosierung Eisen nachlieferst, ansonsten werden Deine Algen im Refugium nicht besonders wachsen.