Beiträge von Jörg Kokott

    Frank

    :grinning_squinting_face: gerne komme ich mal bei Dir vorbei, wenn's sich mal anbietet. Danke für die Einladung. Und bei einem Bier (naja, Du trinkst ja keins) läßt sich auch besser diskutieren.

    Aber, wären Deine Fische in irgend einer Weise verhaltensauffällig oder gar gestört, wärst Du wohl der erste, der das merke würde. Was soll ich da also sehen? Wie gesagt, es geht hier ums Prinzip, genau wie der Mensch stellt sich jedes andere Tier auf seine Umgebung ein, d.h. das Becken muß schon verdammt klein sein, dass ein Fisch gegen die Wand schwimmt oder gar vor Stress krank wird.

    Das hat ja alles nix damit zu tun, aber der Fisch schwimmt in der Natur 1000xmehr als im Aquarium, gut, das kann man nicht vergleichen sagt ihr und von daher halte ich jetzt wirklich den Mund. Vielleicht ist meine Meinung auch tatsächlich nicht Aquarianertauglich.

    Hallo Armin,

    ne, überlesen hab ich nix :winking_face: ich hab's vorläufig nur nicht kommentiert...

    Zitat

    und wie ich schon oben geschrieben hab.... ich werde versuche sie so klein wie möglich zu halten

    Nach dem Motto der Fisch paßt sich in seiner Größe dem Becken an? Das wurd 1998 in meinem Beisein (und sicher schon davor), als ich in das damalige Forum kam, bereits als nicht-artgerechte Haltung abgespempelt.

    Zitat

    , weil mittlerweile jede Menge Unterstützung, Informationen und Technik zur Verfügung stehen... (erwähnte ich schon, hast Du sicher überlesen)

    1) hat Aquarientechnik nichts damit zu tun, dass den Fischen ihr Schwimmraum zur Verfügung gestellt wird. Dabei angemerkt, den Fischen früher (vor 20 Jahren, als die Aquarientechnik noch mist war, also vor meiner Zeit) ging es in den belasteteren Becken nach Berichten von damaligen Aquarianern meist besser als in den modernen, hocheffizient abgeschäumten, kalkgereaktorten und spurenelementbombadierten Riffbecken von heute.

    2) Informationen was Fische angeht wie bereits erwähnt in Büchern meist falsch sind, und wie ich mehrfach von meiner Warte aus erläutert habe, man das Thema Schwimmraum drehen und wenden kann, wie man will, der ist bei Dokotrfischen meines Erachtens nicht ausreichend,

    3) Unterstützung, in was? In Sachen Ernährung und Krankheitsprophylaxe/-behandlung, hat aber auch nix mit Schwimmraum zu tun.

    Zitat

    Aber wie in allen Dingen, wenn die Menschheit keine Fehler gemacht hätte, wären wir längst nicht da, wo wird sind... allen unkenrufen und Warnern zum trotz....

    Trial & error: so funktioniert Aquaristik, stimmt, aber leider wird das Rad immer neu erfunden, vor allem was die Fischhaltung angeht.

    Zitat

    und ich bin auch Taucher, hab auch schon ne Menge Fische schwimmen sehen und mich ebenfalls an ihnen gefreut, wie ich mich auch an denen gefreut hab, die in einem Aquarium geschwommen sind....wie gesagt jeder so wie er meint.......

    Ja, jeder wie er meint und Dinge für sich wahrnimmt.

    Zitat

    Original von Armin Stabel
    bin, das ich als Anfänger solche Fische halten werde, aber das ist mir ehrlich gesagt vollkommen Wurst. Jeder hat mal angefangen und heute gibt es supergute Möglichkeiten, was Technik, Information und Hilfe untereinander betrifft, das ich mir das zutraue.

    Armin,

    gute Einstellung! Als Anfänger immer richtig Gas geben und die Narrenfreiheit ausnutzen, und später wenn dann der Verstand als langjähriger Aquarianer gefordert wird, einfach verdrängen was mal war und das Gegenteil behaupten. Bist Du zufällig Politiker?

    Zitat

    Original von iXware
    Hallo zusammen,

    ich bin Sa/So an der deutschen Nordseeküste und wollte mal versuchen ein wenig Lebendfutter zu fangen. kann mir jemand verraten, wo ich es am besten versuchen kann? Es geht mir eigentlich um kleine Krebschen ala Mysis, Sandgarnelen etc..

    Hi,
    fahr doch nach Helgoland und werf ein Planktonnetz achtern raus :grinning_squinting_face:

    Keine Ahnung, was Du machen kannst ist bei Ebbe in Gezeitentümpeln ein wenig mit einem Planktonnetz oder Sieb fischen. Wo bist Du denn genau?

    Zitat

    Original von Stefan C.
    und eins muß ich noch dran hängen:
    versuch mal einem Neueinsteiger ein Meerwasserbecken nur mit Kleinfischen und Minigrundeln einzureden: der dreht sich um und kauft die großen 'Farbkleckse' für sein neues Becken....)))

    Hi Stefan,

    eins noch, dazu. Genau das ist doch der Grund, weshalb ich mich für ein Importverbot aussprechen würde. Was es nicht gibt, wird auch nicht gekauft. Wie gesagt, wenn wirklich jemand einen Acanthurus will, dann besorgt er sich den. Ist ja auch OK, aber gerade dieser "Farbkleckskauf" von Einsteigern, die den Fisch nicht mal mit Namen kennen, wird dann eingeschränkt.

    Und es geht wie gesagt nicht um die Größe, nicht nur, sondern v.a. ums Verhalten. Ich stehe z.B. der haltung von Chelmon, Zwergkaisern oder auch Pygoplytes von seiten des Platzanspruches her gar nicht im Wege, weil die Fische anders schwimmen. Klar können die auch mal Gas geben, aber in der Natur ziehen diese Fische langsam die Riffkante und Steilhänge entlang und machen ganz gemütlich. Im Gegensatz zu Acanthurus, die absolute Hektiker und Sprintfanatiker sind. Riffbarsche sind farbenprächtig und problemlos haltbar, es geht für mich nix über einen Schwarm Chromis viridis, die in der Natur den ganzen Tag über ihrer Koralle stehen und fressen, aber ausser der 1 oder 2 Quadratmeter großen Tischacropora in der Natur nix sehen. Klar, so große Korallen haben wir nicht, aber in einem Becken mit größeren Acroporen sind diese Fische unter Voraussetzunge einer reichlichen Fütterung in meinen Augen problemlos haltbar.
    Ich sage ja auch, man muß artgerechte Haltung kritisch und angemessen diskutieren. Auch wenn ich mich auf Korallen spezialisiert habe, und nicht so der Fischfan bin, sage ich ja nicht, jeder Fisch muß ablaichen damit man den Beweis einer artgerechten Haltung für sich selbst hat.
    Es gibt genügend farbenprächtige und auch nicht gerade kleinwüchsige Arten, deren Haltung ich selbst für mich im Auge behalten würde. Nur eben bei großkaisern und Doktoren bin ich der Ansicht, dass man hier nicht mit dem Kopf durch die Wand sollte.
    Es wird hier von lineatus berichtet, er sei nicht aggressiv. Aber über welche Größen wird hier geredet, dass sind alles noch Knaben, die noch nicht mal halbstark sind. Der Fisch ist aggressiv, sobald er die Männlichkeit entdeckt hat, und der alles angreift, was sich nicht in Luft zw. Wasser auflösen kann. Das ist halt etwas, um jetzt zurück zur taucherei zu kommen, was die Taucher unter uns glücklicherweise selbst erkennen und entdecken können, was aber z.B. Frank vorenthalten ist (bitte jetzt nicht als herablassend ansehen). Und wenn mir Frank sagt, ich sollte mir besser kein Aquarium mehr zulegen, dann steht es mir zu, ihm zu sagen er solle erst mal tauchen gehen, damit er mitreden kann.

    Hallo,

    ein letztes Mal will ich auch noch was schreiben, und zwar zum Thema tauchen. Es gibt die Leute, die zufällig im Urlaub tauchen lernen und nach Hause fahren, und dann ein Riffaquarium wollen. Dann gibt es aber noch die Riffaquarianer, die sich irgendwann wünschen, ein Riff auch mal zu betauchen, und dann nach Ägypten fliegen.

    Letztere springen ins Wasser, kriegen den Mund nicht mehr zu und fragen sich ernsthaft, ob dass, was sie zu Hause im Becken haben, nicht vielleicht doch besser zurück ins Meer sollte. Ich bin froh, das Peter auch was dazu geschrieben hat, wie gesagt, man vergißt dass nicht, wenn man einen lineatus sieht, wie er sich auf seinem Riffdach austobt, und sogar den Taucher angreift, wenn der in sein Territorium reinschwimmt. Der lineatus ist mit einer meiner Lieblingsfische, aber alleine aus der Naturerfahrung heraus werde ich mir den niemals ins Becken holen.

    Da sich auf dieses Thema aber sowieso mal wieder nur die altbekannten Leute einlassen, und wir alle unsere gegenseitigen Meinungen kennen, hör ich jetzt auch auf, darüber zu schreiben. Es ist in der Tat so, dass jeder einen Doc zu Hause hat oder hatte, von daher müßte auch jeder dazu eine Meinung haben.

    Was die Literatur angeht, finde ich es auch sehr schade, dass hier Angaben stehen, die nicht vertretbar sind und nie vertretbar waren. Deshalb ist es ja auch gut, dass hier in diesem Forum darüber diskutiert wird. Nur muß man wie x-mal gesagt auch darüber diskutieren, ob die Haltungsansprüche bestimmter Fische überhaupt diskutierbar sind. Und das hat sich hier ja schon als sehr schwierig herausgestellt.

    Ich würde mir nur von den Doktorfischhaltern etwas mehr Mut wünschen, dass sie auch mal was dazu schreiben. Mit Frank zu diskutieren ist ja schön, aber auf Dauer etwas nervenaufreibend :winking_face:

    Zitat

    Original von Frank Mohr


    Genau das wollte ich Jörg die ganze Zeit erklären, nur er wirkt langsam etwas angefressen :tongue: vieleicht versteht er es dank dir jetzt was ich meine. :winking_face:
    Gruß Frank

    Frank,

    ich bin nicht angefressen, nur weil ich auf Deinen Sturkopp stoße und nicht durchkomme.

    Das was ich Dir die ganze Zeit klarmachen will, und was Du nicht verstehst, ist, ist folgendes: Wenn ich weiß, dass ich einen wesentlichen Anspruch eines Tieres nicht erfüllen kann, dann kauf ich es nicht, und hoffe, dass andere das auch nicht tun und das Tier gar nicht mehr importiert wird.

    Dir ist das egal, Du kaufst Dir einen Doktorfisch und weißt, dass das Tier viel Platz braucht, sagst aber, dass es den Kompromiss geben muß, weil das Aquaristik ist, und definierst den Platzanspruch für Dich selber. Kann man machen, auf die Art findet (fast) jeder sein Aquarium groß genug für jeden beliebigen Fisch.

    Ich sage, der Bewegungsdrang ist unabhängig von der Größe und Art so stark, dass ich dem Tier diesen "Lebensstil" nicht nehmen will, und deshalb nicht kaufe.

    Ich akzeptiere Deine Ansicht und Du mußt damit klar kommen, und Du akzeptierst hoffentlich meine Ansicht und ich muß damit klar kommen. So einfach ist das.

    Hi Frank,

    artgerechte Haltung ist definitionssache, und für mich sehr wohl ein Begriff, der in der Tieraltung nicht fehlen darf. Wie gesagt, es kommt darauf an, wie man artgerechte Haltung definiert, man kann sagen, "hauptsache, das Tier überlebt" (als extrem negatives Beispiel), oder "das Tier muß balzen und ablaichen" (als das andere Extrem, womit die Fischhaltung auf ein paar Arten beschränkt wäre). Dazwischen ist Spielraum, über den man diskutieren sollte.

    Ich will mich hier nicht als aquaristischer Ordnungshüter oder super erfahrener Aquarianer aufspielen (was ich nicht bin), aber ich halte es für sinnvoll, über das Thema so "extrem" zu sprechen, damit man sich später, wenn man vor dem Händlerbecken steht, auch daran erinnert (so helfe ich mir im Prinzip selbst, wenn ich irgendwann mal vor der Situation stehe, dass ich mich in einen kleinen Palettendoc "verliebe"). Ein bißchen Abschreckung ist denke ich in dem Zusammenhang gut. Und ich rede niemanden ein schlechtes Gewissen ein, das hat jeder für sich selbst zu beurteilen, welchen Fisch er/sie sich nun kauft und welchen nicht. Wenn sich jemand einen Weißkehl kauft und dann ein schlechtes Gewissen hat oder auch keines hat, ist mir doch egal. Entweder man steht dazu oder nicht und läßt es halt bleiben, aber kaufen und dann schlechtes gewissen ist doch ziemlicher Blödsinn.

    Bezüglich Balz- und Paarungsverhalten mag ich fehlinformiert sein, aber soweit ich weiß, sind Doktorfische freilaicher und keine Substratlaicher. Vielleicht weiß jemand mehr darüber.

    Es fehlt nicht allen Fischen Platz im Aquarium, es gibt genug Fische die in der Natur auch nicht mehr Platz in Anspruch nehmen als im Aquarium. Dazu kommt dann der Schwimmstil- und der Bewegungsdrang. Letzterer ist bei Doktorfischen so extrem, dass man über Platzansprüchen kaum diskutieren kann, weil niemand so ein großes Becken hat. Ein navarchus oder Pfauenkaiser schwimmt in der Natur wie im Aquarium erstens langsam, sucht andauernd auf Steinen nach fressbaren, und dreht sich dann einfach um und schwimmt langsam zurück, schwimmt dabei in Höhlen und hat längst wieder vergessen, dass er sich umgedreht hat, wenn er was fressbares gefunden hat. Hier ist das Problem die artgerechte Ernährung mit Schwämmen etc., aber nicht unbedingt der Platzanspruch.

    Das Kaiserfisch-Importverbot war vor meiner Zeit, und natürlich sind z.B. die Leute nach Luxembourg, Belgien oder Frankreich gefahren, und haben sie sich da geholt. Aber dabei ging es auch nicht um die Haltung an sich, sondern darum, dass man dachte, die Bestände damit zu sichern. Ich würde bei einem Importverbot für Doktorfische mit der Haltung argumentieren, nicht mit den Fangzahlen. Da sind aber wenigstens die Leute geziehlt in die Läden gefahren, und haben sie sich gekauft. Die meisten Doktoren verkaufen sich doch, weil sie gerade im Händlerbecken schwimmen und halt zufällig da sind. Meistens wissen die Leute doch gar nicht, was es für eine Art ist, und v.a. wie der Fisch drauf ist. Der japonicus z.B. hat so ein "liebes Gesicht", da würde wohl keiner drauf kommen, dass der ein Schweinehund ist.

    Zitat

    Original von Frank Mohr
    Hallo Robert
    Nun....Streit seh ich eigentlich keinen. Würde ehr sagen es ist ein reger Meinungsaustausch.
    Ich finde halt solche Worte wie: "Importverbot" oder "du schämst dich nicht für den Fisch?" ziemlich heftig und völlig unangebracht. :winking_face:

    Hey Frank,

    dreh mir nicht das Wort im Mund rum. Stefan hat gesagt, er schämt sich für den Palettendoc in 1000 L. Ich hab ihn lediglich gefragt, weshalb er sich dann nicht für den lineatus schämt, auch wenn der in 5000 L geschwommen ist. Ich habe nie gesagt, die Leute sollen sich für ihre Doktoren schämen.

    Ob Du Importverbot unangebracht findest, oder nicht, es ist halt meine Meinung, und die kann ich auch in diese Diskussion einbringen. Die Gründe, weshalb ich mich für ein Importverbot aussprechen würde (ich fordere es nicht), hab ich erläutert.
    Ich sehe es nur nicht ein, dass man eden Begriff "artgerechte Haltung" für jeden Fisch individuell definiert. Ich sag's nochmal, jedem Fischkritiker würde man z.B. bei Amphiprion oder Synchiropus sagen, dass die Fische laichen und dies Zeichen für artgerechte Haltung ist. Wenn man dieses Niveau bei den Fischen ansetzt, muß man sich auch eingestehen, dass es im Falle von Doktorfischen als Niveau nicht taugt. Da argumentiert nur jeder, wie alt die Fische werden können, also auf einem ganz anderen Niveau.

    Eine klare Linie gibt es also nicht. Natürlich muß man in der Aquaristik Kompromisse eingehen, aber bei Korallen nehmen wir die Natur doch auch zum absoluten vorbild. Nur bei Fischen verständlicherweise nicht.
    Aber ich denke doch, dass die Natur uns das Optimum vorgibt, und man versuchen sollte, dieses Optimum so gut es geht anzugleichen. Und weil das eben bei manchen Tieren nicht geht, ziehe ich für mich die Konsequenzen und sagen offen und ehrlich, dass wir die nicht kaufen sollten.

    Und was ist daran unangebracht? Nur weil es Dir nicht paßt?

    Zitat

    Original von Frank Mohr
    Auf jeden Fall hast du Jörg es geschafft das fast keiner zu seinen Doc´s steht, ob du damit unserem Hobby oder den Fischen geholfen hast wage ich zubezweifeln. :st:
    Gruß Frank

    Besser als so zu tun, als wär alles i.O.! Alle Acanthurus Arten sind mit lineatus und sohal was die Lebensweise angeht gleich, Zebrasoma und Ctenochaetus Arten sind vielleicht etwas ruhiger, aber die schwimmen auch ziemlich viel und sind (v.a. Zebrasoma) auch nicht gerade kleinwüchsig bzw. auch Schwarmtiere. Naso brauchen wir wohl gar nicht erst anfangen, und Prionurus sind aquaristisch ein fast unbeschriebenes Blatt. Von daher rede ich von allen Doktorfischen, weil bei allen das gleiche Problem besteht. Klar ist der gelbe Doc nicht mehr aus der Aquaristik wegzudenken, aber nur weil der Fisch tatsächlich gut haltbar ist, und auch im Aquarium stein alt wird, heißt dass nicht, dass die Pflege auch nur annähernd artgerecht ist.

    Ich finde es merkwürdig dass bei Großkaisern z.B. die Haltung tatsächlich in Frage gestellt wird. Doktorfische werden mindestens genau so groß, schwimmen aber viel mehr und vor allem hektischer. Eigenlich müßte die Haltung gegenüber Doktorfischen identisch, wenn nicht sogar noch drastischer sein, im Vergleich zu Großkaisern. Bloss warum nicht?

    Ich hab Dir schon vor ein oder zwei Jahren meine Meinung dazu gesagt, was wollt Ihr denn wegen der Haltung von Doktorfischen diskutieren? Große und für Doktorfische gut gestaltete Becken, ok? Und welches Grünzeugs gefressen wird und welches nicht. Ich würde mich in solche Diskussionen gar nicht einmischen, weil ich auch gar nicht mitreden kann.

    Aber nutzen tut es doch eh nix...weiterhin kaufen sich ein Haufen Leute süße kleine Palettis (ich will da gar niemanden konkret ansprechen), lineatus, und wie viele Leute denken, dass gerade Ihr Becken für einen Weißkehl prädestiniert ist und der Fisch es in genau dem Becken packt. Warum also kein Importverbot für diese Fische? Oder wüßtest dann niemand mehr, was manfür alternative Fische halten könnte? Das wird wohl kaum der Fall sein.

    Jeder freut sich z.B., wenn Amphiprion oder Synchiropus Arten im Aquarium ablaichen. Da weiß jeder genau, den Tieren geht's gut. Ein Doktorfisch kann alleine vom Balz- und Ablaichverhalten in keinem privaten Becken ablaichen, weil es dafür 10-15 Meter hoch sein müßte. Alleine das zeigt, dass diese Fische niemals artgerecht gehalten werden können. Und es kann auch nicht sein, dass man das Ablaichen bei Art X als zeichen dafür nimmt, dass dies eine artgerechte Haltung beweist, die Haltungskriterien z.B. bei Doktorfischen aber auf einem ganz anderen Niveau angelegt werden, weil jeder weiß, dass man die Tiere nicht artgerecht halten kann. Das ist doch alles Schönrederei, oder seh ich da wieder mal was falsch?

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Kann deine Gedanken zum Thema Sohal absolt nachvollziehen. Wenn man das einmal gesehn hat, kommt man nicht auf den Gedanken die Tiere im AQ zu halten.

    Zitat

    Seit ich einen Schwarm Sohal im Meer gesehen habe kann ich verstehen dass manche ein Handelsverbot für solche Fische fordern. Da war das Revier eines Tieres größer als mein ganzes Grundstück.

    Wenigstens 2, die mich verstehen :winking_face:

    Zu allerletzt,

    1) tauchen, jederzeit...
    2) Ich sage nicht, die Leute sollen sich schämen, ich hatte auch schon einen Doc (Ctenochaetus strigosus) im Uni-Aquarium, und daraus hab ich halt gelernt.

    Ich bin nur die endlosen Diskussionen leid, wenn es um Weißkehl und Co geht. Das Viech stirbt warum auch immer, aber es liegt nie daran, dass das Tier grundsätzlich und in allen Zeiten nicht anständig gehalten werden kann. Es ist immer was anderes, und so lange sich alle nicht zurückhalten hält sich niemand zurück. So ist das, ob ich das nun gut oder nicht gut heissen mag, ist ja egal, aber es ist so.

    Und dann reden wir hier u.a. über lineatus, und Stephan Busch schreibt, dass Bernd Mohr noch eine Narbe von einem lineatus trägt. Und vorher schreibe ich, dass das Tier auch in der Natur droht. Das hat nix mit Prinzipien zu tun, aber das Tier ist schon in der Natur ein Mistvieh, und dann soll sich dass im Aquarium ändern, mit guter Fütterung und Knoblauch?

    Ist jetzt aber egal, wird sich eh nie ändern und fertig, bin jedenfalls froh, dass Korallen nicht laufen können.

    Hi Frank,

    doch, ich werde sicher nochmal ein Aquarium bekommen :grinning_squinting_face:

    Nur hab ich mir in der Natur angeschaut, welche Fische geeignet sind, und welche nicht. Und da scheiden Doktorfisch halt aus, nichts weiter. Wenn ich kein Aqua mehr haben sollte, kannst Du ja dafür tauchen lernen.

    Zitat

    Original von Frank Mohr
    Hallo Jörg
    Les mal nach :winking_face:
    Paletti hat er in 1000 Liter und lineatus hatte er in 5000Liter und jetzt sag mir nicht das Stefan sich für den Lineatus schämen müsst. Weil dann kann ich dich nicht mehr ernst nehmen in Sachen Fischhaltung.
    Das Kaufverhalten einzelner ist aber auch nicht das Thema.
    Gruß Frank

    Frank,

    in allen Ehren, es geht hier ums Prinzip. In 1000 Liter versucht der Palettendoc schon die Scheibe einzurammen, glaubst Du in 5000L wäre das besser ??? Ob Du mich oder meine Fischhaltungs-Prinzipien jetzt in Frage stellst oder nicht, aber glaubst Du der Palettendoc in der Größe hat in 5 Kubikmeter Wasser schwimmraum genug? Er hätte zumindest mehr, das stimmt, aber wie gesagt, es geht hier darum Doktorfische ja oder nein, für Dich vielleicht nicht, aber für mich schon. Wir kennen ja unsere Meinungen und respektieren sie, macht trotzdem Spaß darüber zu diskutieren.

    5000 L das ist zwar ein riesen Tümpel, den Stefan da hat, aber es ist trotzdem lächerlich. Eine Baggergrundel in 1000 Liter, die sieht wahrscheinlich mehr als in der Natur, weil da bewegt die sich nicht weit vom Fleck. So ein Tier kann man halten. Auf 100 Quadratmeter Riffdach kommen allerdings vielleicht 5 lineatus Männchen, die sich die Rübe einschlagen wenn nur einer mit dem Maul ans andere Revier stößt. Und dann kommst Du mit 5000 Liter?

    Zitat

    Original von Stefan C.

    einen Linetus? supertoller Fisch. Hatte ich im 5000er Becken auch...2 Monate. Nachdem alle Algen aufgefressen waren, wurde er dünner und dünner und aus die Maus. Für den Fisch hätte ich meinen Kopf verwettet, das er es packt; nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu dünn, gerade richtig eben....

    Hi Stefan,

    nix für ungut, aber das mit dem Palettendoc beschämt Dich bis heute, und dann holst Du Dir einen lineatus :confused_face:

    Frank. Das Thema Dendronephthea war als Beispiel dafür, dass das Scheinargument "es wird importiert, also kauf ich's" nicht die Haltung des Käufers rechtfertigt. Das man Dendronephthea-Haltung nicht mit Fischhaltung vergleichen kann, ist mir auch klar. Aber was den Kaufdrang anbelangt ist es das gleiche.
    Schönen Gruß an den lineatus. Es ist ein super Fisch, geb ich zu...

    Hi,

    im Hauptbecken also nicht unerheblich viele Weichkorallen, im Ablegerbecken dagegen nur Steinkorallen. Könnte dafür sprechen, filterst Du über Kohle, ist Dein Wasser gelbstichig (Porzellanteller-test?), UV oder Ozon vorhanden?

    Ich sag ja, entweder hopp oder topp, da sich aber keiner dran hält, ist die Diskussion wie ja schon gesagt endlos und unnütz.

    Das mit dem "für mich importiert" ist doch die gleiche Sache, es wird importiert, weil es gekauft wird. Das ist mir Korallen das gleiche. Dendronephtheas werden gekauft, weil sich jeder denkt, dass sie beim Händler eh eingehen und dann im privaten Becken eher eine Chance haben. Mag ja sein, aber Abnehmer finden sich immer. Der Unterschied ist nur, dass Dendronephtheas im Riff wachsen wie blöde und sich asexuell vermehren können, was ein Fisch nicht kann.

    Aber wie gesagt, es ist müssig darüber zu diskutieren, bringen tut es ja eh nix.

    Hi,

    sag das nicht, mit den Xenias. Frank (iXware) hat seit Ewigkeiten das gleiche Problem wie Du, und erst in Beckum sind wir zu dritt Oli Pritzel, Frank und ich, darauf gekommen, dass es durchaus auch an seinem Weichkorallenbesatz liegen kann. Weichkorallendominierte Becken zeigen oft so ein Verhalten, wenn irgendwann mal eine kleinpolypige Steinkoralle rein kommt. Weichkorallen produzieren eine Unmenge fiesser organischer Verbindungen, die z.B. zu Terpenen oder Gerbstoffen allgemein gehören. Was hilft ist UV, Ozon oder Aktivkohle, oder besser alles zusammen.

    Weiß nicht, wie sich das jetzt bei Frank entwickelt hat.

    Welche Xenia hast Du denn drinn?

    Sehe ich ähnlich,

    bestimmte Fische - und dazu zählen dummerweise auch Doktorfische - gehören in kein Aquarium. Der Palettendoc schwimmt genau so viel wie ein leucosternum oder ein lineatus, sohal, wie sie alle heißen.

    Entweder man hält sich dran, oder nicht, die meisten tun es leider nicht und rechtfertigen ihren Standpunkt dann irgendwie. Jetzt mag man mir vorwerfen, dass ich imo eh kein Aquarium habe (paßt nicht in meinen Rucksack...), und noch nie ein großes Becken hatte, bei dem ich in Versuchung gekommen wäre, so einen Fisch zu kaufen. Mag ja sein, aber meine Einstellung ändert sich deshalb trotzdem nicht.
    Da ich glücklicherweise die Fische in der Natur gesehen habe, werde ich mir das auch immer vor Augen halten, wenn ich beim Händler vor einem süßen, 5 cm großen lineatus stehe. Der große Bruder mit 30 cm fand mich im Riff jedenfalls nicht nett, als ich auf dem Riffdach in sein Revier reingeschnorchelt bin... sowas vergißt man nicht, wenn einem ein Doc ein 5 cm langes, rasiermesserscharfes Skalpell vor die Nase hält und eine Sekunde später wieder 15 Meter entfernt auf der Lauer liegt. Und das machen die den ganzen Tag...

    Hi,

    ist ja eigentlich schon alles gesagt, ich weiß nur, dass gerade Palettendocs gerne mal den "toten Mann" spielen und dann genau so da hängen, wie Deiner. Aber ohne Dir Hoffnung zu machen: die Wahrscheinlichkeit dass es dem Winzling wirklich schlecht geht ist schon recht groß. Viel kannst Du nicht machen, schon gar nicht bei so einem Lütten.

    Hallo Forum,

    Claude hat einen sehr ausführlichen Bericht über das Thema Tridacna auf seiner
    Muschel-Seite geschrieben, soz. ein Tridacna-Rundumschlag. Wenn man sich nicht daran stört, dass an einigen wenigen Stellen Produktnamen stehen, der sollte sich den Bericht durchlesen!

    Der Artikel ist sehr umfassend, gut recherchiert und inhaltlich/fachlich ohne Bedenken zu empfehlen, mit guten Pflege- und Hälterungstipps.

    Hi,

    wie Uwe schon sagt :grinning_squinting_face:

    Strömung ist relativ.

    Starke Strömung, die direkt gerichtet ist, mögen Korallen nicht sonderlich, und gehen in der Tat nicht auf. Brandungsartige Strömung ist dagegen gut, weil die Polypen sich 1) dran gewöhnen, und 2) zwischen den Intervallen immer Zeit haben, sich auszudehnen. Das ist dann nicht wachstumshemmend, aber die Koralle wird kompakter, also dickere Äste anstatt lange Gerippe.

    Hi,

    weiß jetzt die Vergrößerung nicht, aber Porites mit dem Polypenbild... Und eine quietsch grüne POrites hab ich auch noch nicht gesehen. Und dann stehen mir für Porites die Polypen zu weit voneinander entfernt.

    Tippe daher eher auf Madracis. Weißt Du, woher die LS kommen (Karibik zufällig)?

    Könnte auch eine flachwachsende Goniopora sein? Wer weiß...

    Aber Steinkoralle stimmt, kann man sich ja auch mit zufrieden geben.

    Hi,

    ich unterstreiche das nochmal, einfach wachsen lassen.

    Aber: schreib mal was zu Deiner Beleuchtung. Welche Leuchtmittel, Beleuchtungszeiten, etc.

    Wann hast Du angefangen, das Licht einzuschalten, wie hast Du die Beleuchtungszeiten gesteigert, etc.

    Dein Becken sieht sehr blaulastig aus, wenn Du von anfang an viel Licht drüber donnerst, dann kann es sein, dass die Algen daher kommen.

    Hi,

    sehr interessant! Unbedingt fotografieren, und nach dem Ableben der Wissenschaft zur Verfügung stellen :grinning_squinting_face:

    Ne, im Ernst, kann es vielleicht eine Farbmorphe sein, bei der das Skalpell gelb gefärbt ist und daher nicht auffällt.

    Das Skalpell ist ein Knochenfortsatz, und der bricht eigentlich nicht so schnell ab, schon gar nicht auf beiden Seiten gleichzeitig. Genetischer Defekt, kann man fast ausschliessen, wenn das Tier sonst keine anatomischen Defekte hat. Wie gesagt, das Skalpell gehört zum Skelett, und genetische Fehler in der Erbinformation, die für die Skelettbildung codieren, da würde ich mal so salopp sagen, dass das Tier dann auch eine krumme Wirbelsäule hätte, oder gar keine.

    Zitat

    Original von Adrian Petersen
    Die Körner von meinem Korallensand sind ca. 1 bis 2 mm dick und da ist viel Dreck im Boden

    Hi Adrian,

    1-2 mm Körnung geht ja, da könnte man schon überlegen, ein Pärchen Baggergrundeln einzusetzen. Das gibt dann zwar erst mal trübes Wasser, aber mit mechanischer Schnellfilterung bekommst Du die Sache in den Griff, und die Grundeln machen Dir den Boden sukkzessive sauber. Wie gesagt, die artgerechte Haltung ist dabei fraglich, allerdings wurde die vor Aufkommen des Livesands auch nie in Frage gestellt. Ok, man sollte nicht einen Schritt nachen hinten machen, aber an Deiner Stelle würde ich zwei Baggergrundeln einsetzen, wenn das Sediment wirklich 1-2 mm Körnung hat.

    Wie hoch ist denn der Bodengrund eigentlich? Das ist bei Mulmglocken nämlich entscheidend. Wenn Du eine Art DSB hast, mit 10 cm Schichtdicke, und Du hast ab 7 cm Sulfatreduktion (=Sulfidentwicklung durch Bakterien), und Du gehst mit der Mulmglocke so tief ins Sediment, naja, dann finden das die Fische gar nicht lustig. Wenn der Bodengrund nicht tiefer als 3 cm braucht man sich i.d.R. um Sulfatreduktion keine Sorgen zu machen.

    Warum mußt Du eigentlich den Riffaufbau dafür abbauen? Steht der Riffaufbau auf dem Sediment drauf?

    Hi,

    eigentlich weiß man es nicht. Es gibt mehrere Hypothesen:

    1) Einlagerung von Carbonaten außer Calcium und Magnesium, die eine andere räumliche Kristallstruktur besitzen als Aragonit, und damit die Skelettstruktur verändern (z.B. Calciumphosphate, Strontiumcarbonat)

    2) Schwankungen im Calcium, Magnesiumgehalt und der KH (respektive Alkalinität, also auch pH Schwankungen). Dies halte ich für sehr wahrscheinlich, v.a. Schwankungen im pH,

    3) die Skelettstruktur z.B. von Montipora ist schon anatomisch so brüchig, was letztlich auch ökologisch relevant sein könnte, wenn es um Vermehrungsstrategien geht: Eine Koralle kann entweder schnell wachsen und alles unter sich verdunkeln, oder sie kann brechen, und dann wieder auf dem Boden weiterwachsen, und sich dadurch Siedlungsraum sichern. Ob das so ist, weiß ich nicht.

    4) Wasserdruck. Hat nicht unbedingt was mit der Brüchigkeit zu tun, aber in der Kreissparkasse Osterholz wächst in 5 Meter tiefe eine orangene Montipora Platte etwa daumendick, während man sie in einem 80 cm hohen Becken vielleicht gerade mal 5 mm dick bekommt. Der Wasserdruck kann damit auch einfluß auf die Skelettstruktur nehmen.

    Hi,

    die Fäden sind nicht das Problem, aber wenn Du genau hinschaust ist das Gewebe schon von einem dichten Algenrasen besiedelt, dass ist das Problem.
    Es geht auch nicht darum, ob starke, schwache oder mittlere Strömung, sondern die Art der Strömung!
    Es ist letztlich egal wie stark die Strömungstärke (besser gesagt Strömungsgeschwindigkeit) ist, hauptsache sie ist nicht direkt als Strahl gebündelt sondern "breit". Idealerweise eine laminare, also gleichmäßig gerichtete Strömung, oder eine pulsierende Strömung, die aber wie gesagt nicht strahlförmig ist.

    Was ich ganz gut finde und zum ersten mal bei Markus Resch live gesehen habe, sind die Strömungskreisel. Die erzeugen eine pulsierende Strömung, die bei einem gewissen Abstand vom Pumpenkopf auch "sanft" genug ist.

    Und probiere Staubfutter wie Ultramin F, dass sollte bei Menella klappen.

    Liebes Forum,

    Jens hatte Geburtstag, am Sonntag war's, und er ist 30 geworden. Da sollten wir doch gratulieren:

    Alles gute nachträglich, lieber Jens!

    Und für's private und berufliche alles Gute, v.a. letzteres: ich drück Dir für sämtliche Forschungsanträge alle Daumen, nicht unterkriegen lassen, aber wem erzähl ich das?

    Dein ex-Bremer Campus-Nachbar Jörg

    Hi,

    klar, hängt vom Reflektor ab, in wie fern das Becken bei einem geringen Abstand zwischen Leuchte und Wasserspiegel ausgeleuchet ist oder nicht. Wegen der Mittelstrebe und der Temperatur ist auch richtig, deshalb der Lüfter, den man dann unbedingt braucht. Wenn ich aber überlege, dass viele ihre T5 Röhren unter eine Abdeckung packen, dann ist die Wärmeentwicklung an der Strebe auch nicht schlecht. Aber die Becken haben sowieso meistens einen Lüfter in der Abdeckung.

    Ich sag auch nicht, dass man die 30 cm nicht einhalten soll, aber es ist schon ein ordentlicher Verlust an Strahlungsintensität, den man einbüßt, wenn man die Leuchte höher hängt. Muß halt jeder probieren, wie es beim eigenen Becken mit der Beleuchtung ideal ist.

    Hi,

    in der Natur wächst das Zeug fast ausschließlich im Sediment, außer C. racemosa, die auch auf Steinen. Aber letzteres Zeug ist so schwer von den Steinen abzukriegen, dass ich die niemals einsetzen würde. Rest bleiben davon immer am Stein und wuchern schnell wieder alles zu.

    Wenn Du Caulerpa auf die Steine setzt, dann nur die mit einem dicken Kriechsproß, den man abziehen kann, ohne das er sofort zerreißt (wie bei C. racemosa).

    Zitat

    Original von Stefan H.
    die HQi musst du mindestens 30cm über die Wasseroberfläche hängen!

    Hi,

    warum? Wegen Temperatur würde ich lieber einen Lüfter einbauen als auf die Strahlungsintensität zu verzichten, die bei 30 cm Höhe verloren geht. Dann kann man sich auch direkt 150W 15 cm übers Becken hängen, dann hat man den gleichen Effekt.

    Ich würde 10 Stunden Blaulicht, und 9 Stunden HQI empfehlen.
    Der Tropentag hat zwar 12 Stunden Sonne, aber nur über der Wasseroberfläche. Unter Wasser wird ab einem bestimmten Winkel das Licht auf der Oberfläche reflektiert und geht nicht mehr ins Wasser rein. Der tropische Tag unter Wasser hat max. 10 Stunden!

    Die Frage ist doch hier, von welcher Korngröße wir hier sprechen, oder?

    Bei groben Korallenbruch mit einer Korngröße von 1-2 cm, den würde ich erstens sowieso rausschmeissen, da dies ein absoluter Dreckfänger ist, und zweitens würde ich ihn gar nicht erst reintun (?, naja, laß ich mal so stehen). Und wenn er drinn bleiben soll, dann würde ich den mit einer Mulmglocke säubern, unbedingt!

    Ich würde Livesand empfehlen, da die Erfahrung zeigt, dass es funktioniert. Ich glaube zwar immer noch nicht dran, dass sich die vielen verschiedenen Bakterienpopulationen auf Dauer halten, aber der Sand gefällt den Fischen, er ist optisch ansprechend, verdreckt nicht und funktioniert eben.

    Korallenkies mit 2-5 mm Korngröße würde ich auch nicht auswaschen, erstens fängt der nicht so viel Dreck, und hier sollte sich auch genügend Kleinfauna ansiedeln, die Detritus (also organische Reste) fressen. Gerade bei dem Bodengrund würde ich sedimentfressende Fische empfehlen, da die den Boden durchkauen, auf der anderen Seite ist dieser Bodengrund aufgrund seiner Größe für diese Fische nicht artgerecht.

    Hi,

    2 Weichkorallen und 1 Einsiedler auf 1000 L...die muß man ja im Becken suchen :grinning_squinting_face:

    Ich rate Dir, bei Deinem Wasserwerten erst mal mit dem BEsatz weiterzumachen, noch keine Fische, die kommen etwa in einem halben Jahr, wenn ich Du wäre (Geduld spart Verluste).

    Wie Peter schon schrieb, i.d.R. reicht ein regelmäßiger Wasserwechsel, um den Spurenelementbedarf abzudecken, wobei 15% pro Woche schon heftig ins Geld geht. Ich denke, 5% pro Woche reicht erst mal, kann man immer noch erhöhen.

    Wie lange steht das Becken denn schon? Wie sieht es mit Algenphasen aus, hast Du die schon hinter Dir? Wenn Du mit dem Korallenbesatz zu lange wartest, dann werden sich Fadenalgen auf den Steinen breit machen, unabhängig von den Nährstoffverhältnissen: ohne Korallenkonkurrenz wuchern Algen immer.

    Also erst mal noch ein paar Korallen rein, am Anfang robuste Weichkorallen (Lederkorallen, Fingerlederkorallen (Sinularia), vielleicht auch Krusten- und Scheibenanemonen).

    Haben die Kalkrotalgen schon Ihr Wachstum begonnen?
    Kalkwasser würde ich schon jetzt als Nachfüllwasser dosieren, das schadet nie und hilft morgens, den pH-Wert zu stabilisieren. Kalkwasser und Kalkrotalgen paßt auch zusammen, warum auch immer. Die meisten Becken mit gutem Kalkrotalgenwachstum laufen mit Kalkwasser als Nachfüllwasser.

    Spurenelemente also erst mal nein!
    Kalkreaktor auch nein, erst mal abwarten, wie sich Calcium und Magnesium verhalten.

    Willst Du Steinkorallen halten?

    Anhand der von den Firmen bevorzugten Balkenspektren kann man eh wenig sagen, oder kaum einen richtigen Vergleich angehen. Deshalb werden Balkenspektren ja verwendet, weil sie unpräzise sind.

    Es ist bei Röhren aber genau wie bei HQI Brennern: wenn eine bestehende Methode zur Herstellung der Leuchtmittel funktioniert, und sich diese Leuchtmittel verkaufen, dann wird diese Methode halt allenfalls im Rahmen der Verkaufsmöglichkeiten modifiziert, aber nicht grundlegend verändert. Aber das Spektrum sieht dabei immer mehr oder weniger gleich aus. Und bei Balkenspektren ist es halt nicht möglich, genaue Vergleiche anzustellen.

    Mal so zum anfang:

    55 von 65 Anwender haben positiv bewertet, das sind 84,6 %

    6 Anwender die keine Veränderungen festgestellt hatten sind 9,2 %

    4 Anwender mit negativen Erfahrungen sind 6,2 %

    Mal zum Vergleich: wenn die Mortalität von Fischimporten bei 6,2% läge, würden alle Großhändler und Händler wohl Freudensprünge machen!

    Hi,

    vielleicht sollte man mal die bisherige Statistik (naja, ist keine Statistik, die Ergebnisse halt) auswerten, v.a. würde ich gerne von Euch wissen, ob Ihr die Ergebnisse für representativ haltet oder nicht.
    Das mit dem phenomenalen Nord-Südgefälle bezüglich der Anwendbarkeit der Ethanolmethode ist ja nun schon altbekannt, von daher: wer im Forum hat sich rausgehalten, obwohl er gute, schlechte, oder gar keine Erfahrungen damit gemacht hat? Raus mit der Sprache.
    Ansonsten finde ich das Ergebnis gar nicht so übel! Das eine Methode grundsätzlich nicht bei jedem funzt, ist ja auch klar.