Das heißt das wir bei weitem nicht so viel Licht über einem Aquarium erzeugen können wie es in der Natur der Fall ist...
Bei ca. 300 µmol µ² s-1 (in diesem Fall 260) liegt Lichtsättigung vor, dass heißt alles was drüber hinaus geht erzeugt potentiell Photoinhibition, wobei die Betonung auf potentiell liegt. Um konkreter zu werden, die Gefahr bei Photoinhibition ist die Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen (oxidativer Stress), die zellschädigend sind. Allerdings verfügt sowohl eine Zooxanthelle als auch die Koralle über ein kompetentes Antioxidationssystem, weshalb Photoinhibition theoretisch weit oberhalb des Lichtsättigungspunktes der Photosynthese gefährlich werden kann.
Wie gesagt, in der Natur donnern knapp 1500 µmol photonen pro Quadratmeter und Sekunde auf Riffdachkorallen, im Durchschnittsaquarium sind das eher 400 - 500 µmol m-2 s-1.
Ich sehe das Thema als weniger relevant für die Aquaristik an. Zumal die getestete Montipora-Art wohl eher selten im Handel ist. Wenn man den gleichen Versuch mit einer Riffdachacropora macht, sehen die Ergebnisse sicherlich noch mal anders aus.
Hier spielt v.a. das Thema "Zooxanthellendiversität" eine Rolle- NIcht jede Koralle birgt die gleichen Zooxanthellen. Hier gibt es mittlerweile bis zu 10 genetisch unterscheidbare Zooxanthellenstämme, die physiologische Unterschiede, z.B. bezüglich der Temperatur - und Strahlungsstresstoleranz aufweisen. Wie gesagt, testet man andere Korallen, z.B. Acropora millepora, sehen die Ergebnisse, die Dana Riddle ermittelt hat, anders aus.
