Beiträge von Jörg Kokott

    Das heißt das wir bei weitem nicht so viel Licht über einem Aquarium erzeugen können wie es in der Natur der Fall ist...

    Bei ca. 300 µmol µ² s-1 (in diesem Fall 260) liegt Lichtsättigung vor, dass heißt alles was drüber hinaus geht erzeugt potentiell Photoinhibition, wobei die Betonung auf potentiell liegt. Um konkreter zu werden, die Gefahr bei Photoinhibition ist die Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen (oxidativer Stress), die zellschädigend sind. Allerdings verfügt sowohl eine Zooxanthelle als auch die Koralle über ein kompetentes Antioxidationssystem, weshalb Photoinhibition theoretisch weit oberhalb des Lichtsättigungspunktes der Photosynthese gefährlich werden kann.

    Wie gesagt, in der Natur donnern knapp 1500 µmol photonen pro Quadratmeter und Sekunde auf Riffdachkorallen, im Durchschnittsaquarium sind das eher 400 - 500 µmol m-2 s-1.

    Ich sehe das Thema als weniger relevant für die Aquaristik an. Zumal die getestete Montipora-Art wohl eher selten im Handel ist. Wenn man den gleichen Versuch mit einer Riffdachacropora macht, sehen die Ergebnisse sicherlich noch mal anders aus.
    Hier spielt v.a. das Thema "Zooxanthellendiversität" eine Rolle- NIcht jede Koralle birgt die gleichen Zooxanthellen. Hier gibt es mittlerweile bis zu 10 genetisch unterscheidbare Zooxanthellenstämme, die physiologische Unterschiede, z.B. bezüglich der Temperatur - und Strahlungsstresstoleranz aufweisen. Wie gesagt, testet man andere Korallen, z.B. Acropora millepora, sehen die Ergebnisse, die Dana Riddle ermittelt hat, anders aus.

    Hallo,

    hab den Artikel noch nicht ganz gelesen, keine Zeit. Hab ihn nur überflogen.

    Der Punkt ist aber, dass wir im Aquarium mit den uns zur Verfügung stehenden Leuchtmitteln erst mal 800 µmol m-2 s-1 hinkriegen müssen. Die im Artikel genannten Photonenflußdichte von 800 µmol im Freilandbecken liegt dabei schon höher als in den meisten Aquarien.

    Fakt ist auch, dass es Korallen gibt, die artspezifisch vertikal verteilt sind. Acropora milleporaq z.B. habe ich nie unterhalb von 5 m gesehen.

    Zitat

    Original von Matthias Kapaun
    achso , was mich eigentlich an der sache wundert sind die geringen mengen , ob man futter für bakterien so komprimieren kann ?

    Das organische Material kannst Du ziemlich hoch konzentrieren.

    Zitat

    Original von Resa
    manche fahren gut mit Vodka andere haben da Probleme , die Frage ist woran das liegt , mann hört oft das der Stickstoff schnell abgebaut worden ist aber Phosphor nicht runter geht , hier sehe ich evtl. ein Ansatz, Bakterien brauchen auch Phosphor zur Vermehrung warum wird der bei manchen Becken nicht aabgebaut bzw. sehr langsam und bei der Zugabe von Bakterien laufen die Werte parallel ? Cu Resa

    Zu dem Thema wird es einen ausführlichen 2. Artikel geben.

    Also, Pseudomonas stutzeril ist ein falscher Name, auch wenn er so auf der Prodibio Seite steht. Das Bakterium heist P. stutzeri, ohne l.

    Es ist ein denitrifizierendes Bakterium wie Paracoccus denitrificans, aber es ist bekannt dafür, dass es hochmolekulare Kohlenstofftetrachlorid-Verbindungen aufspalten kann. Ob das für Aquarien interessant ist :confused_face:

    Ah ja, interessant.

    In der aktuellen KORALLE Ausgabe hab ich dazu einen Artikel geschrieben, bzw. das Thema nitrifizierende und denitrifizierende Bakterien ist dabei diskutiert, vor allem in Bezug auf die Bakteriendiversität in Riffaquarien.

    Die nitrifizierenden Bakterien in BioDigest kann man eigentlich für ein eingefahrenes Becken vergessen, das ist nur zur Animpfung interessant.

    Paracoccus denitrificans ist ein typisches denitrifizierendes Bakterium, und das ist in eingefahrenen Riffbecken auch vorhanden (die muß man nur füttern).

    Pseudomonas stuzeril kenne ich nicht, muß mal schauen, was das tolles kann.

    Servus,

    leider weiß man ja nicht, um welche Stämme es sich genau handelt.

    In jedem Ökosystem herrscht immer ein Kampf zwischen den Organismen, auch bei Bakterien. Da der Stärkere gewinnt, wenn sich die Umweltbedingungen nicht ändern, läßt sich dann immer eine Sukkzession beobachten, wobei die ursprüngliche Artenvielfalt verloren geht, weil sich ein, zwei oder drei wenige Organismen durchsetzen und ausbreiten.
    Wenn dann keine Umweltkatastrophe passiert, bleibt das auch so.

    Das Aquarium als verdammt kleines und wackeliges Ökosystem unterliegt denke ich durchaus Schwankungen jeglicher Art, die das Maß der Sukkzession sicherlich einschränkt, aber dennoch werden sich in Aquarien nur wenige Bakterienstämme z.B. von den frisch importierten Lebenden Steinen oder des Live Sands langfristig halten.

    Wenn man dann eine Bakterienlösung zugibt, verändert man wieder das Artenspektrum, die etablierten Bakterien bekommen einen Konkurrenzdruck, und je nach dem wie stark die Bakterien in der Bakterienlösung sind, werden diese entweder immer wieder verdrängt, oder man hat nachher anstelle Bakterium X das Bakterium Y aus der Lösung dominierend.

    Der SChlüssel ist meines Erachtens die Ernährung der Bakterien, weniger die ständige Nachdosierung von Bakterien. Ob Bakterienlösungen gut oder schlecht sind, hängt davon ab, was die Bakterien in der LÖsung können, und v.a. wie viele verschiedene Bakterienstämme in der LÖsung sind.

    Je mehr verschiedene Bakterien in der Lösung sind, desto stärker wird die Bakteriengemeinschaft im Aquarium durchmischt.

    Zitat

    Original von Peter Klemm
    Hallo Frank
    das mit dem Wodka habe ich auch durch aber ich bin einer der wenigen die nur negatives zu berichten haben(Fadenalgen und Fischsterben)hab es aber genau nach Anweisung gemacht.Mit den Futter läuft es bei mir besser.

    MfG Peter


    Hi Peter,

    Du hast Fadenalgen von Wodka bekommen? Was für Fadenalgen?

    Es geht dabei um den Sauerstoffgehalt im Korallengewebe, und der steigt durch die Photosynthese der Zooxanthellen auf bis zu über 250% der Sauerstoffsättigungsgrenze in Meerwasser an.

    Solche hyperoxischen Bedingungen im Gewebe machen oxidativen Stress zwar wahrscheinlicher, dass Problem ist aber, dass hohe Wassertemperaturen auf die Photosynthese, und zwar auf ein ganz bestimmtes Enzym innerhalb der Kohlenstofffixierung, hemmend wirken.
    Dadurch kommt die photosynthetische Elektronentransportkette ins Stocken, und die in der Kette befindlichen Elektronen können auf Sauerstoff übertragen werden. Dadurch bilden sich dann reaktive Sauerstoffverbingunden, die die antioxidativen Fähigkeiten der Zooxanthellen und Korallen übersteigt. Das ist die allgemeine Coral-Bleaching Hypothese, die aber noch an vielen Ecken und Ende wackelt.

    Das Abschalten des Abschäumers hat damit nix zu tun.

    Es wäre da eher angebracht, die Strahlungsintensität zu reduzieren! Also einige Lampen ausschalten, Beleuchtungsdauer reduzieren, für diffuses Licht sorgen und direktes Licht z.B. von HQI-Brennern dämpfen.

    Wer hat denn den Artikel geschrieben, war das nicht Dietrich Stüber?

    Es gibt bei Acropora das Problem, dass einzelne Arten hybridisieren, d.h. dass sie sich interspezifisch sexuell vermehren und dabei Korallen hervorbringen, die letztlich aber wieder reproduzierbar sind, d.h. sie sind nicht wie bei der Kreuzung von Pferd und Esel im Falle des Maultieres steril, sondern sie können wiederum Nachkommen hervorbringen.
    Und das erschwert die Acroporataxonomie ungemein.

    Charlie Veron hat sehr viele Hybriden in seinem Buch, die er als eigene Arten anerkannt hat, was aber aus taxonomischer Regelsicht falsch ist.
    Carden Walace hat das nicht gemacht, sondern nur echte Arten in ihrer Acropora-Revision aufgeführt, und deswegen wird der neue Veron von keinem Wissenschaftler den ich kenne benutzt, sondern nur das Carden Walace Werk.

    Zitat

    Original von Uncle Tom
    Denn so nährstoffarm ist nicht mal das Meerwasser in der Natur.

    Hi,

    doch, was die anorganischen NÄhrstoffe angeht, schon. Aber im Meer gibt es mehr partikukäre Nahrung, Plankton, Bakterioplankton, etc. Das gleicht das dann aus.

    Zur extremen Farbigkeit: Das, was in der Aquaristik als das non-plus-ultra angesehen wird, würde ein Wissenschaftler nicht mal sammeln, weil man mit halb toten Korallen keine Experimente macht...

    Hi,

    denke auch das Chemostaten alles andere als mit Riffaquarien vergleichbar sind.

    Kurz noch zum Wunschtraum jedes Korallenforschers: Tauchen & dabei arbeiten.

    Das mit den Freilandversuchen ist zwar gut und schön, was Reproduzierbarkeit anbelangt, aber es ist auch so eine Sache:
    1. muß ich die Schiffszeiten haben und u.U. ein Experiment monatelang im voraus planen, und dann muß es genau dann auch alles klappen (tut's aber meistens nicht)
    2. kann ich nicht den ganzen Tag unter Wasser sein und mal eben schnell einen Ableger holen,
    3. kommt ein Sturm und ich kotze und meine transplantierten, versetzten oder gar sorgfältig befestigten Kolonien finden hinter der 5 m weiter entfernten Riffkante in 500 m Wassertiefe den heiligen Korallenhimmel.

    Ich hab's ja erlebt, dass Wissenschaftler gerne die Wartezeit auf Schiffszeiten trotz potentiell schlechten Wetters etc. in Kauf nehmen um sich mal wieder die Füße nass zu machen. Vorher schnell die toten Korallenkolonien auf den Müll, Wasser ablassen, 10 Liter Bleichmittel auf 1000 L klappt dann prima um die Bakterienbeläge, nein Bakterienmatten und den Faulschlamm im Becken zu neutralisieren (und Dr. Schlüter will mir was von fiesen Bakterien bei der Wodkamethode erzählen...), und "off we go", wie es so schön hieß. Wenn ich dann als dummer kleiner Student aus Deutschland behaupte "Acropora ist übrigens haltbar", dann wird das ganz schnell verdrängt nach dem Motto "weil ich Sie mag, werde ich vergessen, dass dieses Gespräch stattgefunden hat".

    So ist das nun mal, in Monaco geht's auch anders, wie Jean Jaubert beweist, aber schwarze Schafe gibt's leider überall.

    Hi Jens,

    tja, mit dem Biologielehrling hat es sich schlußendlich erledigt.

    Das mit der Arroganz ist schon richtig, aber von solchen Leuten, die wilde Becken betreiben, rede ich auch nicht.
    Ich meine eher Leute, die noch nie ein Riffaquarium gesehen haben, und daher auch gar nicht unbedingt wissen, wie es aussehen kann. Leider besteht ja unter Wissenschaftlern, sogar bei denen, die mit offenen Systemen arbeiten, die Meinung, das man z.B. Acropora nicht halten kann. Und wenn man von dieser Einstellung/Erwartungshaltung ausgeht, freut man sich über jeden Cyanobakterienfleck und jede Glasrose, die in solchen Experimentieraquarien wachsen. Von daher...

    Es gibt trotzdem Biologen, die sich bemühen (bsp. Miriam am MPI), die das Thema sehr ernst nehmen, und sich über jeden unnötigen oder selbstverschuldeten Verlust ärgern (nicht nur wegen dem Probenmaterial). Da macht es mir auch nix aus, wenn ich abends um 10 noch einen Anruf kriege. Weil, die Leute, denen ihr Probenmaterial wurscht ist, die rufen eh nicht um die Uhrzeit an, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch damit beschäftigt sind, einen Schuldigen zu finden (HiWi's sind da ja immer ganz praktisch...).

    Bezüglich der ansgesprochenen publizierten Daten an aquariengehälterten Korallen, naja, da sag ich jetzt mal nix zu, wie gesagt, Acroporas sind ja auch nicht haltbar...

    Zitat

    Original von Alex
    Jörg hat als Beruf Student angegeben, jedoch nicht für was :smiling_face: (ich weis allerdings, dass er unser Biologe ist :face_with_tongue: )

    Ist nun aktualisiert :winking_face:

    Die meisten Meeresbiologen kommen zur Aquaristik wie die Jungfrau zum Kind. Diplomanden nehmen i.d.R. ein Diplomarbeitsthema an und haben dann i.d.R. schon ein Becken stehen (wie auch immer das läuft). Wenn man aber als Doktorand anfängt und plötzlich ein Riffbecken braucht, dann fehlt es bei dem ganzen Organisationswust, der erst einmal über einen herfällt, komplett an Zeit, sich mit der Aquaristik zu beschäftigen. Genau das ist das Problem mit Biologen, nicht weil die zu doof sind, ein Aquarium aufzustellen, aber weil man v.a. als Doktorand alles andere hat als Zeit.

    Zitat

    Original von Robert Baur
    Der Bericht von Dr. Schlüter wäre sicher besser angekommen wenn nicht Eigenwerbung in Form von einem Nitratreductor aus dem Hause aquamedic darin vorgekommen wäre.

    Hallo Robert,

    da gebe ich Dir vollkommen Recht. Der erste Teil des Artikels ist sicher diskussionswürdig, ebenso wie Michael's und mein Artikel diskussionswürdig ist, aber der zweite Teil ist einfach nur lächerlich und klingt wie eine Werbebroschüre. Das finde ich äußerst unangebracht und stellt meiner Meinung nach die ehrlichen Absichten des Autors, nämlich positiv zu kritisieren, in Frage.

    Natürlich akzeptiere ich die Meinung, nein die Tatsache, dass Nitratfilter bezüglich Denitrifikation geeigneter und effektiver sind, aber dann muß ich sagen, dass Dr. Schlüter unseren Artikel in so fern falsch verstanden hat, als dass es darum ging, einen technikfreien, aber dennoch funktionierenden Nitrat- und Phosphatentzug zu ermöglichen. Das man zunächst nur an die Denitrifikation gedacht hat, ist sicher richtig, aber wenn man das eine mit dem anderen verbinden kann, ergeben sich auch andere Perspektiven.

    Phosphat wird ein Denitrifikationsfilter wohl kaum entfernen, denn wie er gut erläutert, ist ein anoxisches Milieu energetisch weitaus ungünstiger als ein oxisches, und wenn man nicht viel Energie bekommt, kann man auch nicht so schnell wachsen und dabei eben auch kein Phosphat in Biomasse einbauen. Die Polyphosphat-Akkumulierenden Bakterien, die er in seinem Artikel kurz anspricht, hatte ich darüber hinaus nicht ursächlich als Lösungsansatz angesprochen, sondern damit lediglich Möglichkeiten für einen Phosphatentzug aufgezeigt, zumal die Kenntnis über diese Bakteriengruppe in der Aquaristik sehr bescheiden sind/waren.

    Man kann es drehen und wenden wie man will, Thomas Pohl hat schnell reagiert, Dr. Schlüter hat langsam reagiert. Letzterer überzeugt durch Fachkompetenz.
    Ob die auffällige Werbung für die Firma und die damit verbundenen kommerziellen Absichten marketingtechnisch fruchten oder nicht, interessiert mich und Michael reichlich wenig (auch wenn es mich persönlich ärgert, denn der Artikel hat gut angefangen).

    Zitat

    Original von brombeere
    Hallo Frank,


    welchen meinst Du jetzt? Den "Werbebeitrag" für Denitrifikationsfilter oder den anderen von dem Aquarianer mit dem tollen Becken? :grinning_squinting_face:

    Beere,

    Dr. Schlüter hat nicht unrecht, dass ein Großteil des Ethanols in den aeroben Bakterienstoffwechsel einfließt und dadurch Biomasse aufgebaut wird. Das Nährstoffe in anoxische Zonen aber nur via Diffusion gelangen, halte ich zumindest in Becken mit Bodengrund für eine etwas waghalsige Aussage, wenn man sich an den Vortrag von unserem Dr. Jens erinnert, der via Quicktimer gezeigt hat, dass die Advektions- und Konvektionsströme ins bzw. im Sediment korngrößenabhängig nicht unerheblich sind.

    Aber naja, jeder hat seine Ansichten, Hypothesen und Erfahrungen. Bei den meisten klappts, bei manchen nicht, und wir sind mittlerweile an Erfahrungen reicher. Und es ist sehr zu befürworten, dass man solche Themen kritisch diskutiert, immerhin klappt es nicht bei jedem Aquarium.

    Nur bei einer Sache hat der Autor meiner Ansicht nach etwas unnötig tief in die Tasche gegriffen, und zwar das mit der Infektion seines Mitarbeiters. Ich meine, ich muß mich nur an einem rostigen Nagel verletzen und kann auch im Krankenhaus landen. Ich verstehe nur nicht seinen Fauxpas, die wesentliche Schlußfolgerung daraus zu ziehen, nämlich darauf hinzuweisen, dass der Nitratfilter seines Arbeitgebers Aquamedic keine scharfen Kanten hat, an denen man sich schneiden und üble Infektionen einhandeln kann, wenn man den Filter mal abbaut. Ich ergänze das also mal hiermit.

    Ach was, kauft Euch doch einfach einen Nitratfilter und vergesst das mit dem Wodka. Der Nitratfilter, der im MA abgebildet ist, sieht doch ganz hübsch aus, glaube der ist von Aquamedic und von Dr. Schlüter ausgiebig getestet. Würde ich mir kaufen.

    Zitat

    Original von iP
    Was ist überhaupt PH :winking_face: :grinning_squinting_face:

    Der negativ dekadische Logarithmus der Hydroxoniumionenkonzentration

    Aber ich wußte gar nicht, das man das messen kann :winking_face: :grinning_squinting_face:

    Mal ehrlich, für den Preis einer anständigen Elektrode, die man alle naselang kalibrieren und reinigen muß, würde ich mir lieber eine nette Pumpe kaufen...

    Ich würde mehr Weichkorallen einsetzen, 20 mg/L Nitrat und der Phosphatgehalt sind unkritisch.
    Kommt drauf an, welche Krustenanemonen. Zoanthus Arten sind meiner
    Erfahrung nach kritischer als Palythoa-Arten, letztere sind die mit den größeren Polypen. Du muß ja auch keine Krusten einsetzen, lieber zwei größere
    Weichkorallen (Kenia-Baum, Lederkoralle...).

    Tja, das mit dem Fischeinsetzen wird immer wieder falsch gemacht. Wenn Nitrit weggeht und sich dafür der Nitratwert entwickelt, heißt das nicht, dass die Nitrifikation schon ausreichend ist, um einen Fisch zu verkraften, der Unmengen an Ammonium ans Wasser abgibt! Aber es scheint ja Gott sei Dank nix passiert zu sein.
    Also bitte keine weiteren Fische, statt dessen Korallen!!

    Hi,

    wie lange steht das Becken denn schon? Hast Du schon Korallen drin? Sieht nicht so aus?
    Wenn Deine Nitrit-Phase vorbei ist, dann solltest Du langsam mit dem Besatz anfangen, damit die fadenalgen Konkurrenten bekommen. Das zählt auch noch zu "dem Becken Zeit geben", nur mit Fischen solltest Du noch nicht unbedingt anfangen, vielleicht erst, wenn Du schon einige Weichkorallen, Scheibanemonen und/oder Krustenanemonen eingesetzt hast und die auch wachsen.

    Zitat

    Original von Sensay
    , aber unter den 14K-Performance mit Sun-Röhren wachsen meine Korallen super und sind farblich absolut genial. Diese Erfahrungen haben auch viele andere gemacht und sind garantiert keine Einbildung.

    Hi,
    was für Farben? Thomas Pohl und Du habt sicher eine unterschiedliche Auffassung von dem, was Farben sind, bzw. welche gut und welche schlecht sind (vgl. mein Vortrag von Beckum auf Korallenriff.de !!!

    Zitat

    Original von aquadody
    hi kinder :grinning_squinting_face:

    ich weiß der tread is echt alt aber ich stehe bald mal wieder vor der entscheidung zu einem neuen brenner und da ist mir der iwasaki brenner in den kopf gekommen, den haben doch einige hier getestet und da würden mich mal die langzeiterfahrungen interessieren. vergleichsfotos wären auch sehr nett evtl. ohne blaue zusatzbeleuchtung.

    Hi,

    Fotos hab ich keine gemacht, aber ohne Blauröhren willst Du Dir und Deinen Korallen (bzw. Zooxanthellen) den Brenner sicher nicht antun :winking_face:
    Ich finde den Brenner gut, vorausgesetzt eben, man donnert ordentlich blau drüber. Idealerweise reine Blauröhren (z.B. Osrma 67) in Kombination z.B. mit ATI Aquablue. Ohne blau geht es nicht...
    Ich hatte eine Sarcophyton, die unter dem Licht stand wie eine eins...

    Zitat

    Original von Joe
    moin jörg,

    ...denke, dass du dir die prozentualen verhältnisse zur beutreilung ansehen solltest.

    200 mg bei magnesium sind 14% vom anzustrebenden wert, 200 mg bei calcium allerdings ca. 48% zuwenig.

    Genau das wollte ich damit ausdrücken, für die Zahlen vielen Dank :winking_face:

    Zitat

    ich hätte jetzt vor mit balling meine werte in den grünen bereich zu bringen - zuerst den MG wert da dadurch ja auch der CA wert stabilisiert wird (stimmt das eh?)

    Ja, das stimmt

    Zitat

    und dann hoff ich, dass sich auch der KH wert auf ein annehmbares level einpendelt.

    Nicht wenn Du nur MgCl/MgSO4 bzw. Calciumchlorid dosierst. Die KH hebst Du nur an, wenn Du Carbonate dosierst, in dem Falle also Natriumhydrogencarbonat. Ich halte eine KH von 6-7 °dKH für optimal (Meer 6,8 °dKH).

    Zitat

    mein problem beim balling: ich weiß nur so ungefähr wieviele liter ich im becken hab - ist das ein problem?

    Nein, schätze es anhand des Nettovolumens ungefähr ab (abzüglich Dekoration und Bodengrund, einfach mal ins blaue raten). Ich würde Dir aber raten, für Calcium einfach die Rezepturvorschläge von Hans-Werner zu nehmen, und dann täglich davon zu dosieren. Dann siehst Du ja, wie sich das Becken verhält, bzw. sich die Werte verändern.
    Für Mg kannst Du Dir mit dem Online-Rechner von Thomas Chronz ausrechnen, welche Masse der Salze Du brauchst. Hier der Link

    Apotheke ist eine Möglichkeit, SL-Aquaristik oder Omikron, letztere schicken Dir jedoch nicht abgewogen. SL-Aquaristik wiegt Dir das aber auch direkt so ab, wie Du es brauchst. Hier der link zu SL-aquaristik. Da gibt es auch eine Gebrauchsanweisung, die ich aber noch nicht gelesen haben, von daher ohne gewär...
    Ich würde reinst Salze oder pro analysi (p.a.) nehmen, reinst ist für unsere Zwecke eigentlich völlig OK!

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Armin,

    sorry, aber so wie du es vorschlägst funktioniert das nicht. Wenn du Magnesium analog zur Balling-Methode zuführst bekommst du hohe Karbonathärten. Frag mich nicht wieso, aber es ist so.
    Vielleicht kommst du ja drauf, warum!

    Grüße

    Hans-Werner

    Hi Werner,

    weil man Carbonat zuführt, das nicht so schnell verbraucht wird... :confused_face:
    In der Regel ist doch der Magnesiummangel im Aquarium viel größer als bei Calcium, wenn man statt 1400 mg/L nur 1200 mg/L Mg im Becken hat (was nicht optimal, aber auch noch nicht weiter schlimm ist), und das vergleicht mit 420 mg/L Calcium zu 220 mg/L Calcium (da gibt jede Steinkoralle den Löffel ab), kann man sich doch auch vorstellen, dass sich bei einer solchen MgCl/NaCO3 Dosierung die KH anhebt, zumal Magnesium bei weitem nicht so schnell biogen verbraucht wird wie Calcium! Oder hab ich da einen Denkfehler?

    Hi,

    dass ist die gelbe, die echte. Die hatte ich in Australien im offenen system und da war die schon nicht leicht zu halten (sehr anfällig gegen sedimentablagerungen). Kann mir gut vorstellen, dass die nach dem Import schnell degeneriert, wie gesagt, die ist eh nicht einfach zu halten.

    Zitat

    Original von Sushi
    Hi zusammen,
    ich habe groben Korallenbruch (ca. 5mm) und eine Zone mit feinerem Bruch. Das grobe war "eingefahren" vom Händler und entpuppt sich so langsam genau wie das tote Riffgestein als Problemzone. Ich hatte aber sowieso mit LifeSand geliebäugelt. Wenn das Becken dann irgendwann mal stabil ist, werde ich den dann wohl fehlenden Bodengrund durch Sand ersetzen ...

    Gruß,
    Kai

    Da kannst Du womöglich lange warten, bis das Becken mit toten Steinen und dem Sand stabil ist. Ich würde langsam aber sicher das tote Gestein (was für ein Material, totes Riffgestein, Dolomitbruch?) gegen lebende Steine austauschen, den Sand in zwei oder drei Etappen gegen Livesand austauschen. Wenn die Algen schon auf dem Korallenbruch sind, will ich nicht wissen, wie die Steine aussehen...

    Hi,

    beispiel Weser bei Bremen. Das liegt rund 40 km landeinwärts und die Tide an der Bremer Schlachte ist immer noch knapp 3-4 Meter. Die Flut drückt Salzwasser in den Fluß, und bei Ebbe läuft es wieder ab.

    Der Salzgehalt nimmt dabei natürlich graduell ins Landesinnere ab, aber es wachsen in der Weser bei Bremen trotzdem noch Meeresalgen an den Anlegern, der Salzgehalt liegt da etwa bei 17 psu (oder promille).

    Da der deutsche Norden Flachland ist, münden die Flüsse eben auch bei n.n....

    Hab die Frage von Adrian aber trotzdem nicht verstanden :confused_face:

    Hallo Armin,

    ist wirklich interessant, aber ohne handfeste Untersuchungen stochert man nur rum und spekuliert.
    Dennoch, wie gesagt spekulativ, ich denke dass gerade Schwankungen im pH Wert und der Alkalinität diese Brüchigkeit hervorruft, wenn man bedenkt, dass die Calcifikation ein sehr pH sensitiver Prozess ist, und pH-Schwankungen zwischen 7,6 morgens und 8,5 nachmittags/abends nicht selten sind.

    Es wäre sicher interessant diesbezüglich Korallenskelette aus Aquarien mit solchen Schwankungen und solchen ohne (die z.B. ein Algenrefugium mit 24-Stunden Beleuchtungsphase im bypass laufen haben oder auch Miracle Mud Becken) zu untersuchen.

    Zitat

    Original von Christian Feiland
    Dieses gestreifte Würmchen sitzt nun schon seit fast zwei Monaten auf meinen Röhrenkorallen - mit denen ich es wahrscheinlich eingeschleppt habe. Es hat sich bereits in der Grösse verdreifacht, aber was ist es?

    Die Röhrenkoralle sitzt wiederum auf einem weissen Schwamm...also weiss ich nicht ob es sich von der R.Koralle, dem Schwamm oder sonstwas ernaehrt.

    Ist eine Nacktkiemerschnecke, die sich wohl von der Koralle ernährt. Die Kiemenbüschel sieht man als schwarzer Büschel am unteren Bildrand. Würde ich rausnehmen...

    Zitat

    Original von Fischmann
    Der Dealer benutzte einmal JBL und zum Vergleich noch MERCK. Er sagte auch noch das die Farben ( extremes rot und ein komisches blau bei Phosphat ) von dem Schwefel kommt.

    Wie heißt denn der Händler? Das rot beim Nitrattest kommt daher, dass bei der Bestimmung Nitrat zunächst zu Nitrit reduziert wird, und mit einer Säure (Sulfanilsäure) zu einem Salz reagiert, welches wiederum mit Dihydroxybenzoesäure einen roten Farbstoff bildet.

    Der blaue Farbstoff bei der Phosphatbestimmung kommt von der Reaktion von Phosphat mit Molybdän (Phoshomolydänblau).

    Vielleicht kann sich Armin Glaser noch dazu melden, ob Schwefel die Färbung bei beiden testverfahren intensiviert :confused_face:

    Zitat

    Original von KS
    Hi Jörg, wenn Du mal wieder in Nürnberg bist gehen wir ins Landbierparadies. Dort gibt es nur Bier von unseren kleinen fränkischen Privatbrauern und natürlich gute Brotzeiten.

    Da bin ich dabei :winking_face:

    Frank:

    Zitat

    PPuuuhhhh geht nur um Bier, dachte schon schlimmeres als ich gesehn hab das Klausi hier jetzt auch schreibt

    das kommentar war gut :grinning_squinting_face: das ist zumindest für uns zwei ein guter Abschluß, es sei denn jemand will meinen Part als Frank-Contra übernehmen :smiling_face_with_sunglasses: