Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Hagen,

    wie die anderen schon gesagt haben : alles ist oK.
    Teste die KH vorsichtshalber mal mit einem anderen Test,
    aber solange du Balling anwendest, fällt sie sicher nicht weiter ab.

    Der pH sieht auch oK aus, wahrscheinlich zeigt dein Messgerät nur
    ein klein bisschen zu wenig an.

    Gruß Armin

    Hallo Peter,

    wahrscheinlich ist es so, wie die anderen schon gesagt haben, dass du
    in dem Becken ein massives Kupferproblem hast.

    Aber bevor du alles in die Tonne haust, schau dir doch mal Gestein und
    Bodengrund genauer an, am besten unterm Mikroskop. Mal sehen was
    da noch lebt. Und dann kannst du ja ein paar Experimente mit so Tierchen
    wie Manjanos machen, ob sie mit den Bedingungen klar kommen.

    Gruß Armin

    Hallo Christoph,

    Protozoen sind Einzeller, und da gibt es so ein paar unfreundliche darunter, die
    deine Korallen fressen können, wenn sie geschwächt sind.
    Wenn ich sage, dass die sogenannte "Ionenverschiebung" noch nie unter-
    sucht wurde, dann heißt das nicht, dass ich sie für harmlos halte !

    JEDER vermeidbare Stressfaktor sollte vermieden werden.

    Gruß Armin

    Hallo Tino,

    kannst du rauskriegen, mit welchen Methoden das Labor gearbeitet hat ?
    Nach deinem Wohnort zu urteilen, war es wohl kaum ein Labor an der
    Küste.

    Auf den Merck-Phophattest kannst du dich bei richtiger Anwendung unbedingt
    verlassen. Dass das Labor ungefähr das doppelte ermittelt hat, lässt auf die
    üblichen Fehler der Trinkwasseranalytiker schließen.

    Ralf
    Zu deiner Frage nach dem Phosphattest : Dem ist es völlig wuscht, ob er
    in destilliertem Wasser oder in Meerwasser ausgeführt wird. Wie beschreibt das
    die Meerwasseranalytik-Bibel beim Phosphattest so schön :
    "prepare by diluting the stock with distilled water or seawater"

    Gruß Armin

    Hallo Christoph,

    so ganz schlau bin ich aus deiner Fragestellung nicht geworden.

    Jedenfalls ist Pro Reef KEIN NaCl-freies Salz. Alle normalen Salzmischungen
    enthalten ca. 80% NaCl, wie das natürliche Meersalz auch. NaCl-freies
    besteht eben nur aus den übrigen 20%. Bei Tropi Marin nennt es sich soweit
    ich weiß "Export".

    Wie sich die Veränderung der Ionenzusammensetzung, die oft als "Ionen-
    verschiebung" bezeichnet wird im einzelnen auf Tiere auswirkt, wurde noch
    nie untersucht. Jedenfalls ist es ein zu vermeidender Stressfaktor, der sich
    theoretisch mit allen möglichen Symptomen zeigen kann (Fischkrankheiten,
    Gewebezersetzungen, Bakterien- oder Protozoenbefall...).

    Gruß Armin

    Hallo Sensay,

    der Ca/Mg-Standard wird etwas anders sein als im Augenblick im Link be-
    schrieben. Auch wenn bei der komplexometrischen Titration Na eigentlich nicht
    stört, werde ich eine NaCl-Aufstockung auf S=35 vornehmen. Das wird sich
    zwar im Rahmen der Messgenauigkeit nicht auswirken, kann aber mögliche
    Farbtonveränderungen vermeiden.

    Außerdem werde ich nicht die Anleitungen, die ich für die Entwicklung eigener
    Standards für den Hausgebrauch entwickelt habe verwenden, sondern auf
    zertifizierte Standards bzw. Urtitersubstanzen aufbauen.

    Gruß Armin

    Hallo Matthias,

    ja, wenn du nur die KH betrachtest, hast du theoretisch recht. Bloß
    bringt der Kalkreaktor nicht nur Ca und KH sondern auch immer etwas CO2
    ins Becken. Und das senkt den pH.

    Gruß Armin

    PS : wenn's dich genauer interessiert, komm einfach nach Sifi, da gibt's
    nen ganz interessanten Vortrag zu dem Thema :grinning_squinting_face:

    Hallo,

    die 35 sind sowieso nur ein Standardwert, der in der Ozeanologie verwendet
    wird. In den Meeren, aus denen unsere Tiere kommen, liegt die Salinität
    zwischen 34 und 41. Auch eine Salinität von 33 ist völlig oK. Wichtig ist halt
    nur, dass die Salinität, an die sich die Beckeninsassen gewöhnt haben, beibe-
    halten wird, also möglichst konstant bleibt.

    Gruß Armin

    Hallo Martin,

    geile Sache, super gemacht :respekt:

    Die Angaben zu einigen Salzmarken findest du hier :

    http://web.archive.org/web/2003060813…s/1/default.asp

    Das Problem ist aber, dass zwei Salzmischungen der gleichen Marke
    unterschiedlich viel Wasser enthalten können, je nach Lagerung. Die
    Salzmischungen sind nun mal hygroskopisch.

    1 g Salz in einen Liter Wasser würde übrigens auch völlig wasserfrei
    nicht 1,000 PSU ergeben, sondern 0,9775 (bei 25°C), da sich die Salinität
    auf Salz/kg Seewasser und nicht pro Liter bezieht.

    Gruß Armin

    Hallo Christoph,

    das was ich über Aragonit und Magnesium geschrieben habe, steht in jedem
    mittelmäßigen Buch über Geochemie.

    Wie schon gesagt, behauptet wird vieles. Da werden Behauptungen aufgestellt
    und übernommen. Und irgendwann glaubt fast jeder dran. Aber zu wenige
    machen sich die Mühe, mal ein wissenschaftliches Buch in die Hand zu nehmen.

    Eine positive Ausnahme ist beispielsweise die 4.Auflage des Korallenriffaquariums
    von Fossa/Nielssen. die haben auch das Thema Magnesium recht gut
    beschrieben.

    Gruß Armin

    PS: Es gibt tatsächlich Mg-Verbraucher im Meerwasseraquarium, Kalkalgen
    enthalten ca. 5% Mg

    Hallo Matthias,

    ...oder anfangen zu überlegen woher der niedrige pH kommt :

    - stimmt der Messwert (pH-Elektrode kalibrieren) ?
    - hast du (zu) viele Fische im Becken ?
    - fütterst du zuviel ?

    Niedriger pH bedeutet, dass viel Kohlendioxid im Becken ist, entweder durch
    Atmung oder durch Zersetzung von organischen (Nähr-)stoffen.
    Vielleicht hilft auch schon eine bessere Belüftung des Becken.
    A propos Belüftung : auch ein schlecht belüfteter Raum kann den pH im
    Becken senken.

    Gruß Armin

    Hallo Christoph (Klose),

    das Problem in der Meerwasseraquaristik (wie in vielen anderen Lebens-
    bereichen leider auch) ist, dass viel behauptet wird, ohne es nachzuprüfen.
    Eine dieser vielen falschen Behauptungen ist der angebliche Magnesiumgehalt
    von Steinkorallen.

    Steinkorallen bestehen aus Calciumcarbonat in der Modifikation Aragonit.
    Das Aragonitgerüst hat so einen großen Ionenabstand, dass so kleine
    Ionen wie das Magnesium sozusagen "durchfallen", sie können sich in diese
    Struktur nicht einlagern. Große Ionen wie das Strontium passen dagegen
    hinein, deshalb ist im Korallenskelett nur Sr drin und kein Mg.

    Gruß Armin

    cms,

    wie Jens schon sagte : überprüf erst mal deinen Test, bevor du großartige
    Maßnahmen einleitest. Und außerdem sind diese Werte doch gar nicht
    schlecht, nur die KH würde ich etwas sinken lassen. Genau wie du selbst
    vorgeschlagen hast, im Verhältnis etwas mehr Calcium zugeben.

    Woher kommt dein hoher Mg-Wert ?


    @Christoh Klose,
    Magnesium wird von der Koralle nicht für die Skelettbildung gebraucht, es kann
    nicht in die Aragonitstruktur eingebaut werden und ist dort nur eine
    Verunreinigung wie Cadmium oder Blei.
    Strontium wird zwar ins Korallenskelett eingebaut, es wurde aber noch nie
    nachgewiesen, ob es dort nur verwendet wird, weil es dort reinpasst und im
    Wasser vorhanden ist, oder ob es wirklich einen Bedarf gibt.

    Gruß Armin

    Hallo Matthias,

    nehmen wir einfach mal an, dass die Werte genau so stimmen wie du sie
    gemessen hast (pH-Elektrode kalibriert, Ca und KH gegen Standard verglichen).

    Durch den sehr niedrigen pH und die moderate Carbonathärte hast du eine
    sehr geringe Aragonitübersättigung im Becken. Wenn zB dein Bodengrund aus
    Aragonitsand besteht und genug Bakteriennahrung vorhanden ist, dann könnte
    bei geringem Korallenwuchs durchaus der Ca-Verbrauch durch lokale Lösungs-
    prozesse ausgeglichen werden.
    Das sieht zwar auf den ersten Blick praktisch aus, der niedrige pH hemmt aber
    auch den Koralenwuchs.

    Gruß Armin

    Hallo,

    die Messgenauigkeit hängt bei dieser Art von Test nicht mit dem Volumen
    sondern der Schichtdicke zusammen. Je größer die Schichtdicke, also je
    höher das Messglas, desto besser ablesbar und damit genauer.

    Ich habe den Rowa noch nicht in der Hand gehabt, aber wenn das Messglas
    genauso hoch befüllt wird, müssen die Farbskalen identisch sein ! Wobei Farb-
    treue beim Druck wohl auch ein heikles Thema ist.

    Gruß Armin

    Hallo Maic,

    wenn der Phosphatwert des Ausgangswassers gleich dem des Eingangswassers
    ist, dann stimmt irgendwas an der Osmoseanlage nicht. Das kannst du auch
    leicht über die Leitfähigkeit prüfen. Um einen zusätzlichen Phosphatfilter
    musst du dir jedenfalls keine Sorgen machen.

    Gruß Armin

    Hallo Ralf und Roger,

    ich mag Mathe....

    Unter der Annahme, dass der Messwert 520 mg Ca/L wirklich stimmt, wobei
    ich Robert Recht gebe und ihn erstmal anzweifeln würde. Aber ich will ja
    nicht immer das selbe schreiben :grinning_squinting_face:

    Beckeninhalt 250 L
    Neu angesetztes Meerwasser : 550 mg/L
    Wasserwechsel 25 L

    dann ergibt sich zB bei einem
    Ca-Wert vor dem Wasserwechsel 517 mg/L
    " nach " " 520,3 mg/L
    => Ca-Verbrauch 825 mg

    Das ist nicht viel, kann aber ein paar kleine Korallenableger immerhin
    2,0625 g Kalk bilden lassen. Und wenn ich jetzt ein 20 mm langes
    Seriatopora-Ästchen auf die Waage lege, dann wiegt das gerade eben
    146,5 mg. Also könnten das, wenn es nicht dicker werden würde, über
    14 cm sein. Immerhin.

    Gruß Armin

    Hallo Ralf,

    du willst es aber genau wissen =)

    Also gut, dann mal los :
    Was ich mit meiner Überschlagsrechnung nur zeigen wollte ist, dass
    ein Wasserwechsel in dieser Größenordnung schon eine beachtliche
    Ca-Zufuhr darstellt . Dabei bin ich von folgenden Voraussetzungen ausgegangen :
    Becken 100X50X50 = 250 l Brutto (Ich bin von einem Rechteck
    ausgegangen) also 10% Wasserwechsel = 25 L. Ich habe sehr konservativ
    mit 400 mg Ca/L gerechnet, daher 10 g.

    Wenn du von den realen Ca-Gehalten der üblichen Meersalzmischungen
    ausgehst, hast du Ca-Gehalte zwischen 400 und 500 mg/L. Bei
    Verwendung von Leitungswasser können dabei durchaus nochmal 100
    mg/L dazu kommen, wir haben zB in Karlsruhe 112 mg/L.

    Richtig ist, dass natürlich der Ca-Gehalt des herausgenommenen Wassers
    abgezogen werden muss. Daraus ergibt sich eine verbrauchsabhängige
    Zugabe : Je mehr Ca verbraucht wurde, desto mehr wird netto beim
    Wasserwechsel wieder zugegeben, und zwar in den Grenzen zwischen 0
    und ca. 15 g/Woche. Wenn nix verbraucht wurde, kommt nix dazu, wenn
    alles weg wäre, kämen bis zu 15 Gramm rein.

    Worauf ich mit dem Ganzen raus will : Bei geringem Korallenwachstum kann
    ein häufiger Wasserwechsel erst mal reichen. Und wie Ulrike schon gesagt
    hat : Ca-Wert im Auge behalten, wenn die Korallen größer sind steigt der
    Bedarf plötzlich immens an.

    Gruß Armin

    Hallo Klaus,

    das ist vollkommen normal, dass in deinem Ablegerbecken andere KH und pH-
    Werte sind als im Hauptbecken.
    Wie heißt die wichtigste Aquarianerregel : Jedes Becken ist anders =)

    Dein pH ergibt sich zu einem bedeutenden Teil aus dem Verhältnis von
    atmenden und photosynthetisierenden Organismen, und wenn du im
    Ablegerbecken mehr Korallen oder Algen und weniger Fische pro Liter Wasser
    hast, dann ist dort, zumindest tagsüber der pH höher.
    Auch die geringere KH lässt sich aus mehr Korallen/Liter Wasser erklären.

    Gruß Armin

    Hallo Marcus,

    sorry, wenn ich dich falsch verstanden haben sollte.

    Aber nachdem in dem Thread die Werte 1600,1450, 1400 , 1500 auftauchten
    und auch du von 10% Mg-Zugabe im Kalkreaktor und noch zusätzlich einem
    Eimer MG-Salzen gesprochen hast, ist meine Sorge nicht ganz unbegründet.

    Ein Tip speziell für dich : Senke erst mal deine Karbonathärte deutlich unter 10.
    Im Augenblick erzeugst du mit deiner Magnesiumzugabe wahrscheinlich nur
    eine Substanz namens Magnesit, die sich auf dem Boden ablagert.

    Gruß Armin

    Hallo Gerd,

    die Magnesiumdosierung halte ich für völlig übertrieben.
    Es gibt nur wenige Magnesiumverbraucher im Aquarium, Korallen z.B. sind
    keine.

    Ich bin mir sicher, dass bei einer solchen Mg-Menge das meiste als Magnesit
    auf dem Gestein und Bodengrund landen wird.

    Gruß Armin

    @Roger

    Nö, mit Portlandzement oder ähnlichem direkt Ca zu dosieren ist keine gute
    Idee, da so der pH in gefährliche Bereiche steigt.

    Thomas

    Der hohe Ca-Wert ist nicht direkt schädlich. Aber die Werte sind so ungünstig,
    dass sehr schnell deine KH und pH auf schädliche Werte absinken können.
    Deshalb zur Stabilisierung Wasser wechseln.

    Gruß Armin

    Hallo Thomas,

    ich habe das mal durchgerechnet, die Kombination Ca 920 und kH 4 ist
    theoretisch möglich, aber bei einem pH von max ca 8,2. In deinem anderen
    Thread habe ich von deinem Portlandzement gelesen, damit hast du auf etwas
    unkonventionelle Weise Kalkwasser zugegeben. Aber dein pH würde mich mal
    interessieren, der müsste doch noch ziemlich hoch sein.

    Ich würde vor dem Erstbesatz ein paar mal Wasser wechseln, ruhig immer im
    30-50%-Bereich, bis sich pH und Ca normalisiert haben.

    Gruß Armin

    Hallo Konrad,

    interessanter Ansatz und nette Denksportaufgabe kurz vor dem
    Ins-Bett-Gehen :

    Die Tabelle ist als (grobe) Abschätzung auch für Meerwasser brauchbar.

    Du benötigst nur die erste Zeile p=0 m>0, da der pH des p-Werts (8,2)
    ziemlich genau dem Standard-Meerwassser-pH entspricht. Daraus folgt die
    Abschätzung OH- = 0 CO3-- = 0 HCO3- = m was den realen Werten
    OH- = 0,002 CO3-- = 0,22 und HCO3- = 2,24 bei Alk = 2,8 (alles in mmol)
    einigermaßen nahe kommt.

    Gruß Armin

    Hallo Andreas,

    ja, es gibt eine Möglichkeit ohne Säuren PO4 und NO3 zu messen, die heißt
    Ionenchromatographie und kostet nur wenige tausend Euro.

    Aber sonst musst du beim Testen wohl oder übel immer mit Säuren oder
    Laugen oder schlimmerem hantieren. Übrigens auch bei den Fertigtests.

    Gruß Armin

    Hallo Christian,

    mit so aussagen wie "ich habe vor kurzem...keine negativen Auswirkungen"
    wäre ich vorsichtig. Schnelle Veränderungen sind immer Stress für alle
    Aquarienbewohner der sich vielleicht erst in ein paar Monaten auswirkt.

    Veränderungen im Aquarienwasser immer nur LANGSAM durchführen.

    Gruß Armin