Beiträge von Armin Glaser

    Hallo André,

    soll ich dir wirklich das Rezept meines Kalkwassermischers verraten, obwohl ich's
    noch nicht patentiert habe ? :]

    Na gut : Ich leite das Wasser aus meiner UO in ein Gefäß, in dem sich ein dicker Bodensatz
    Calciumhydroxid befindet. Kurz vor dem "Wasser marsch" rührt ein ehemaliger
    Cappuccinorührermotor, der mit einem PVC-Rührstab, einem Netzteil und
    einer Schaltuhr aufgerüstet wurde, das Ganze kräftig um.
    Das darf natürlich alles nur früh morgens passieren, wenn der pH niedrig ist.

    Gruß Armin

    Hallo ET :]

    Wege und Techniken gibt es viele.

    Ich persönlich leite mein Nachfüllwasser durch einen Kalkwasserbehälter
    und gebe Balling in Salzform von Hand zu. Alternative wäre natürlich auch
    die übliche Dosierung mit Lösungen.

    Wichtig ist dabei KH und Ca regelmäßig zu kontrollieren um mal mehr CaCl2
    und mal mehr Natron zuzugeben. Kalkwasser bleibt als Grundlage unverändert.

    Gute Nacht,
    Armin

    Hallo Christoph,

    sei bitte vorsichtig bei deinen Eingriffen in dein Becken.
    Wenn du nach Monaten feststellst, dass deine Dichte nicht die ist,
    die du gemessen hast, dann ist es absolut falsch, sie in kurzer Zeit
    auf den "Wunschwert" zu ändern.

    Deine Tiere können kein Aräometer ablesen. Sie können sich aber an
    eine Dichte gewöhnen, die etwas vom Normalwert abweicht.
    Was sie nicht so gut können, das ist der Umgang mit plötzlichen Änderungen.
    Das ist Stress und schwächt sie. Deshalb bei Messfehlern nicht in Panik geraten,
    sondern, nach genauer Überprüfung, GAANZ LANGSAM ändern.

    Beim Magnesium würde ich mir keine Sorgen machen. Wenn du nix extra dazu
    gibst, dann ist dein Wert sicher nicht zu hoch. Lieber den Test mal überprüfen.

    Gruß Armin

    Hallo Alex,

    schön, dass du so entspannt an das Silikat-Thema gehst. Es sind tatsächlich
    bis zu 5 mg/L Si (= 10,8 mg SiO2 = 17mg Si(OH)4) im Meerwasser, trotzdem
    herrscht leider oft eine Silikat-Phobie in der Meerwasseraquaristik.

    Dein Bodengrund-Problem kriegst du so weg. wie es Kathrin schon gesagt hat :
    Seegurke (zB Holothuria atra) und grabenden Seestern (zB Archaster angulatus)
    ins Becken und dein Bodengrund sieht auch so aus wie auf den Vorzeigefotos.

    Gruß Armin

    Hallo Jürgen,

    ob Biobälle die Lösung deines "Problems" sind, wage ich zu bezweifeln.
    Biobälle bieten nitrifizierenden Bakterien Siedlungsraum, und diese machen dann
    aus Ammonium und Nitrit Nitrat. Dazu muss genügend Ammonium und Nitrit
    vorhanden sein, sonst geht das nicht. Dein Abschäumer holt aber Nährstoffe
    aus dem Wasser, bevor sie in Ammonium und Nitrit umgewandelt werden.

    Ich gebe dir recht, dass du den Abschäumer nicht einfach zwischendurch
    abschalten willst. Das ist schlecht für die Sauerstoffversorgung und die CO2/pH-
    Stabilität. Aber versuch ihn möglichst trocken zu fahren.

    Und noch ein Tip : Lass es deinen Fischen futtermäßig richtig gut gehen, dann
    löst sich das "Problem" vielleicht auch.

    Hallo Stephan,

    ich habe vor 3 Monaten das gleiche Experiment durchgeführt, aber gleich
    mit ca. 80 Litern. Auch Teppichboden und Holzdecke. Nachdem beim Nachbarn
    unter mir 1 Woche der Trockner lief und ich den Teppich aufgeschnitten habe
    und von oben mit Warmluft getrocknet habe, sieht's erstmal okay aus.

    Das Salz zieht natürlich Wasser, aber wenn von oben wieder Teppichboden und
    von unten Absperrfarbe dämmt, dann hält es sich scheinbar in Grenzen.

    Aufschneiden zum Trocknen von oben würde ich aber auf jeden Fall.

    Gruß Armin

    Hallo Muli,

    so ganz weit hergeholt ist deine Vermutung mit dem Silikat nicht, da der Ziegel
    aus Ton und damit hauptsächlich aus Silikaten besteht.
    Allerdings in einer äußerst unlöslichen Form, so dass du kein Sillikat im Wasser
    finden wirst und deine Diatomeen verhungern müssen, wenn sie nur auf den
    Ziegel angewiesen sind.

    Gruß Armin

    Hallo Uwe,

    den einzigen Ansatz, den ich im Augenblick für dein Problem erkenne, ist der
    pH deines UO-Wassers. Du betreibst einen Si-Filter dahinter, wenn der oK ist
    muss dein pH viel höher sein, da es sich um ein stark basisches Harz handeln
    muss. Miss doch mal den pH VOR und NACH dem SI-Filter. Gib dazu aber
    vor der Messung ein wenig Kochsalz zur Probe, sonst kann es sein, dass dein
    Messgerät Quatsch anzeigt.

    Überleg auch mal, wie deine Raumbelüftung ist. Wenn das Zimmer nicht dauernd
    belüftet ist, versuch mal die Abschäumerluft von draußen zu holen (großen
    Querschnitt verwenden, um die Luftmenge nicht zu reduzieren !).
    Ich hab in meinem Artikel im Meerwasseraquarianer 2/2005 ein paar Beispiele
    von CO2-Anreicherung im Raum gerechnet, da komme ich auf Extremwerte bis pH 6 !

    Gruß Armin

    Hallo Sensay,

    ich kann mich Ed nur anschließen. Ich regle meien UO auch auf 1:1,5-2 und das
    seit Jahren. Sie läuft jeden Tag ca. 45 Minuten und wird nur vor jedem
    Wasserwechsel, also alle 14 Tage, gespült.
    Permeat unter 20 mikroSiemens und das Ganze sogar ohne Booster im 3.OG !

    UO-Anlagen mit festem Abwasserverhältnis von 3 und mehr halte ich für
    komplette Fehlkonstruktionen !

    Gruß Armin

    Hallo Christoph,

    im Gegensatz zu Kalkwasser ist das Timing bei den Ballingsalzen unkriitisch.
    Solange du nicht NaHCO3 und CaCl2 gleichzeitig idazugibst, sondern wartest,
    bis sich das eine im Becken verteilt hat, bevor du das andere dazu gibst,
    gibt es kein Problem.

    Gruß Armin

    Hallo Johannes,

    die Erklärung für die Trübung ist folgende :
    Natriumcarbonat ist eine viel stärkere Base als Natriumhydrogencarbonat.
    Wenn du NaCO3 in Leitungswasser gibst fällt deshalb mehr Kalk aus
    als bei NaHCO3-Zugabe und dieser Kalk macht die Trübung.

    Mach den gleichen Versuch mit destilliertem Wasser und nix wird trüb werden.

    Gruß Armin

    Hallo Kathrin,

    gut ist, dass du Osmosewasser verwendest, denn sonst würde Kalk ausfallen.
    Aber auch wenn du Osmosewasser verwendest, können das Probleme auftreten :

    - wenn ein Teil des Wassers mit der Zeit verdunstet. Da, je nach Rezept, etwa
    84 Gramm Natron pro Liter Wasser zugegeben werden, muss bei 20°C nur
    etwa 10% des Wassers verdunsten und es fällt festes Natrton aus.

    -wenn das Wasser kälter ist, kann es sein, dass sich gar nicht erst alles löst.

    -eine weitere Möglichkeit ist, dass nicht richtig umgerührt wurde, ein Bodensatz
    bleibt, dadurch erst eine verdünntere Lösung zudosiert wird (mehr Wasser,
    weniger Natron) und im Gefäß mehr Natron zurück bleibt, als sich lösen kann.

    Sicherer ist es, weniger Natron zu lösen, zB halb so viel, und dann eben von
    dieser Lösung doppelt so viel zuzugeben.

    Johannes
    Du schreibst zwar richtiger Weise, dass im offenen System CO2 aus der Lösung
    abgegeben wird und sich das Gleichgewicht zum Natriumcarbonat hin verschiebt,
    nur deine Schlussfolgerung ist nicht richtig : die Löslichkeit von Natriumcarbonat
    ist mehr als doppelt so hoch wie die von Natriumhydrogencarbonat !

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    mach auf jeden Fall ab und zu Wasserwechsel, auch wenn du nicht mit der
    Ballingmethode arbeitest. Es ist eine Art "Rentenversicherung" für dein
    Becken, da du damit verhinderst, dass sich die Wasserzusammensetzung verändert,
    und Schwermetalle und Giftstoffe zu stark angereichert werden.

    @Gerhard

    Du hast ein leider stark verbreitetes Gerücht angesprochen :
    Der Salzgehalt/die Salinität erhöht sich bei der Mineralsalzzugabe genau wie bei
    der Natriumchloridzugabe ! Der Salzgehalt ist die Summe der im Wasser gelösten
    Ionen, wieviel davon Natrium oder Chlorid ist, ist diesem Wert wurscht !

    Die Ansprüche unserer Tiere setzen sich aus 2 Faktoren zusammen :
    1) Wollen sie den richtigen Salzgehalt (meist im Bereich von um die 33-35 Promille)
    2) Wollen sie die richtige Salzzusammensetzung, nämlich die von natürlichem
    Meerwasser (= ca. 80% NaCl + 10% MgSO4 usw.)l

    Gruß Armin

    Hallo Joachim,

    rein rechnerisch geht das natürlich, was du vorhast.
    Aber mach trotzdem ab und zu Wasserwechsel, das ist die beste
    Versicherung gegen Langzeitschäden durch unerwünschte Anreicherungen.
    Und zwar ganz unabhängig von der Ballingmethode.

    Gruß Armin

    Hallo Jürgen,

    zugeben MÜSSEN tust du gar nix zum Osmose-Nachfüllwasser, denn du ersetzt
    ja damit verdunstetes Wasser, und das enthält weniger Salze als Osmosewasser.

    Wenn ein Händler sagt, du MUSST dieses oder jenes zugeben, denkt er dabei
    wohl mehr an seine Kasse als an dein Becken.

    Wie schon gesagt wurde, KANNST du das Nachfüllwasser dazu nutzen, etwas
    sinnvolles zuzusetzen. Eine Möglichkeit ist zB Kalkwasser als Nachfüllwasser.


    Gruß Armin

    Hallo Karim,

    hoffentlich nimmt es dein Apotheker bei den Medikamenten etwas genauer !

    Lugolsche Lösung enthält 1-5% Iod und und 2-10% Kaliumiodid und sonst nur
    Wasser. Das was dein Apotheker verkauft hat ist nur so was ähnliches. Vor
    allem der Alkohol ist in Lugol nicht drin. Da freuen sich die Bakterien im Becken
    darüber.

    Bei der geringen Zugabemenge sollte es aber trotzdem keine Probleme geben.

    Gruß Armin

    Hallo Martin,

    das sieht nach einem Messproblem aus. Eventuell ist beim Kalibrieren was
    falsch gelaufen. Am besten nochmal kalibrieren und den pH mit einem
    anderen Gerät nachkontrollieren.

    Gruß Armin

    Hallo Martin,

    wie immer erst mal 2 Fragen :
    - wann hast du den pH gemessen, morgens oder abends ?
    - wie hast du den pH gemessen ?

    Geh erst mal von einem Messfehler/Messungenauigkeit aus.
    Falls du kH-steigernde Mittel wie zB Natron zugibst senke ein wenig die Dosierung.

    Gruß Armin

    Hallo Frank (und alle anderen),

    ich habe gerade mit iks gesprochen, es ist tatsächlich so, wie ich es gesagt habe :

    Die Anzeige beim iks (und wohl auch bei allen anderen Redoxmessgeräten)
    zeigt direkt die Spannung an, die die Ag/AgCl-Elektrode erzeugt. Da wird nix
    auf Wasserstoffelektrode und Normalpotential umgerechnet !

    Um das Redoxpotential zu errechnen, muss also, wie ich schon gesagt habe,
    bei 25°C 207 mV zum angezeigten Wert addiert werden.

    UND WAS BEDEUTET DAS FÜR DIE PRAXIS ?

    Eigentlich nix, also bloß nicht nervös werden und plötzlich irgendwas am Becken
    ändern ! Nach wie vor von dem Wert ausgehen, den das Gerät anzeigt, wenn
    sich die Messung eingependelt hat und im Becken alles in Ordnung ist. Wenn sich
    dieser Wert plötzlich ändert, dann muss nach der Ursache gesucht werden. Die kann
    ein Problem im Becken oder einfach nur ein Problem der Messung sein, z.B.
    eine verschmutzte Elektrode.

    Gruß Armin

    PS: Wer übrigens in der wissenschaftlichen Literatur nach dem Standard-Redoxwert
    von Meerwasser sucht, der wird nicht fündig. Dieser Wert ist so veränderlich,
    dass wir im Aquarium immer von unserem selbst ermittelten Wert im gut
    laufenden Becken ausgehen müssen. Vergleiche mit dem Meer oder anderen
    Becken machen wenig Sinn.

    Hallo Robert,

    eine mögliche Ursache für das unterschiedliche Verhalten der Adsorber könnte
    die unterschiedliche Konzentration organischer Substanzen sein, die von beiden
    Adsorbertypen unterschiedlich angelagert werden. Kohle muss dabei nicht
    unbedingt helfen, sie lagert unpolare Stoffe an, die Adorber polare. Einfluss
    könnte eher noch die Eiweißabschäumung nehmen.

    Aber ne richtig gründliche Untersuchung des Phänomens kenne ich leider keine.

    Gruß Armin

    Hallo Christian,

    das einzige Problem, das deine Tiere haben ist, dass du in kurzer Zeit den pH
    von 7,7 auf 8,6 erhöht und dann wieder auf 7,7 gesenkt hast. Das ist totaler
    Streß für alle Beckenbewohner. Sei froh, wenn sie's alle gut überstanden
    haben und tu's bitte nie wieder.

    pH 7,7 ist, wenn er morgens gemessen wurde, im Rahmen der Messgenauigkeit oK.
    Wenn du ihn abends gemessen hast, dann kontrolliere noch mal, und lass jemand
    anderes auch messen (Händler).

    Gruß Armin

    Hallo Sensay,

    auch wenn ich manchmal gerne Anekdoten aus meinem eigenen Becken
    erzähle, so versuche ich tunlichst zu vermeiden, persönliche Erfahrungen einfach
    zu verallgemeinern.

    Die Aussage "Cyanos ist Silikat egal" beruht darauf, dass diese lieben Tierchen,
    im Gegensatz zu z.B. Kieselalgen, nun mal nix kein Silizium auf ihrem Speiseplan
    stehen haben.

    @Christoph
    In den beiden Beiträgen zu Cyanos fand ich aber nix über Silikat.

    Gruß Armin

    Hallo Ralf,

    mit deiner Rangehensweise bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
    Was du mit einer Redoxmessung machen kannst, ist das Erkennen von
    Veränderungen, unabhängig wie hoch dein "Normalwert" ist.

    Wegen dem Thema "welcher Wert wird wirklich angezeigt" habe ich
    Kontakt mit iks aufgenommen. Sobald ich die Antwort habe, stelle ich
    sie hier rein.

    Gruß Armin

    Hallo Frank,

    das wäre praktisch, wenn es so wäre.

    Ich kann definitiv sagen, dass Labormessgeräte KEINE messkettenabhängige
    Wertberichtigung vornehmen.

    Hast du aus dem aquaristischen Bereich eine Herstellerangabe (zB von IKS),
    die diese Kompensation bestätigt ? Wenn ja, dann gebe ich auch gleich Ruhe :]

    Peter : Bei der Kalibrierflüssigkeit ist die Kompensation sicherlich berücksichtigt,
    da musst du nix umrechnen.


    Gruß Armin

    Hallo Andi,

    aus den Messwerten kann ich keine Erklärung für Cyanos und Fadenalgen
    herleiten. Das Silikat ist denen übrigens egal, da stehen andere drauf.

    Die Ursache lässt sich viel öfter im biologischen Bereich finden, als im chemischen.
    Bei mir hat es z.B. 100% gegen Cyanos am Bodengrund geholfen, als ich
    eine Seegurke eingesetzt habe. Andere bodenbelüftende Tiere können
    das Gleiche leisten. Und mit den Fadenalgen sollten Einsiedler und pflanzen-
    fressende Fische wie z.B. Docs fertig werden.

    Gruß Armin

    Hallo,

    das Problem mit den Redoxwerten ist folgendes :
    Eine Redoxmessgerät ist aus einer Elektrode und einem Millivoltmeter aufgebaut,
    das ist ein hochempfindliches Spannungsmessgerät. Dieses Spannungsmessgerät
    zeigt die Spannung an, die die angeschlossene Einstabmesskette, vereinfacht Elektrode genannt, liefert.

    Und jetzt kommt der komplizierte Teil :
    Das Redoxpotential ist für die sogenannte Normalwasserstoffelektrode definiert.
    Das ist eine Elektrode, die aus einem Platinblech, das von Wasserstoffgas umspült wird, besteht.
    Da so eine Konstruktion viel zu teuer und zu umständlich für den Alltag ist,
    nimmt man statt dessen eine praktische Alternative, die Silber/Silberchlorid-Elektrode.
    Diese kann das Redoxpotential genauso gut messen, zeigt aber, da sie aus
    anderen Materialien aufgebaut ist als die Normalwasserstoffelektrode, einen
    anderen Wert als diese an. Bei einer Wassertemperatur von 25°C zeigt die
    Ag/AgCl-Elektrode genau 207 mV weniger an, als die Normalwasserstoffelektrode anzeigen würde.

    Kurzum : Um das Redoxpotential zu errechnen, muss man (bei 25°C) zum Anzeigewert 207 dazuzählen.

    Hallo Robert,

    spontan fällt mir dafür kein Grund ein, ich habe aber über diesen Effekt noch
    nichts gehört.
    Bisher sah ich das Problem von Aluminiumoxid eher in einer möglichen
    Aluminiumtoxizität, die ich selbst für gering einschätze.

    Wenn ich mal ein paar Fakten bzw. Erfahrungsberichte dazu bekäme, könnte
    ich eventuell was rausfinden.
    Also : Bei wem haut die Phosphatreduzierung mit Alu-Adsorbern hin, bei wem
    nicht ? Und wenn nicht, haut sie dann mit Eisen hin ? Oder hat sie bei
    jemand mit Alu hingehauen, mit Eisen nicht ?

    Bin mal gespannt.

    Armin

    Hallo Thomas,

    mit deiner Konstruktion bewegst du dich auf ganz dünnem Eis !

    Die Redoxmessung ist sehr schwierig und erst mit viel Messerfahrung
    kannst du sie dazu verwenden, Veränderungen im Aquarienmileu zu erkennen.

    Als Dosiersteuerung für eine potentiell toxische Substanz wie z.B. Ozon
    würde ich eine Redoxmessung NIEMALS VERWENDEN !!!

    Wenn du Ozon dosieren willst, dann richte dich nach Erfahrungsberichten von
    Aquarianern, die es schon lange und ohne Probleme anwenden, nimm zuerst
    weniger, als dir empfohlen wird und krieg mit der Zeit heraus, was für dein
    Becken gut ist.

    Noch ein Tip : Da du sicherlich eine Silber/Silberchlorid-Elektrode verwendest,
    bedeutet der angezeigte Wert von 180 mV ein Redoxpotential von 390 mV.

    Gruß Armin

    Hallo Ulrike,

    Die Höhe von 80 cm ist für ein 2,80 Becken nix besonderes. Der Abschäumer
    ist ein H&S 200 mit 2 Pumpen. Normalerweise reicht der für 1500 Liter völlig
    aus. Bloß bei so nem Massenablaichen (ich denke inzwischen, dass es nicht nur
    eine einzelne Koralle war) gibt's wohl keinen Abschäumer, der das bewältigen
    kann. Aber vielleicht sollte ich wirklich mal über nen größeren Abschäumer
    nachdenken.

    @Michael

    Danke für den Supertip. Ich hatte auch schon an H2O2 gedacht, hätte aber
    aus Vorsichtsgründen nen Oxidator verwendet. Direktdosierung ist so heikel,
    dass ich es ohne Erfahrungsberichte nicht riskiert hätte, deshalb ist deine
    Angabe Gold wert.

    Was ich noch dringend suche sind Erfahrungen mit Filtermaterialien in solchen
    Situationen. Ist ein Diatomeenfilter optimal ? Nutzen andere Filtermaterialien
    etwas ?


    Robert

    Die Studie und die Erfahrungsberichte beweisen, dass eine Umstellung auf eine
    andere Nährstoffkonzentration ein Stressfaktor für Korallen ist. Ich bin mir
    sicher, dass meine eigenen Korallen, wenn ich sie in ein nährstoffarmes
    "Hungerbecken" setzen würde, auch Anpassungsschwierigkeiten hätten.
    Aber davon abzuleiten, dass geringe Nährstoffgehalte schlecht für Korallen
    sind, wäre gewagt.
    Phosphat ist tatsächlich ein Calcifizierungsgift. Genau wie Magnesium. Sie
    verhindern beide, dass sich Calciumcarbonat bildet und unsere Becken zu-
    betoniert. Aber Organismen können diese Calcifizierungsgifte offensichtlich
    locker austricksen.

    Gruß Armin

    Hallo Robert,
    das ist ein interessanter Gedanke von dir. Möglicherweise können Korallen
    in dem nährstoffreichem Wasser (PO4 2mg/L, NO3 25 mg/L) mehr
    Laichprodukte produzieren als in einem nährstoffarmen. Das spricht einerseits
    dafür, dass es den Korallen sehr gut geht, bringt aber das beschriebene Problem.

    @jürgen
    Mehr Sauerstoff kommt durch den Ozonisator nicht ins Wasser, aber
    möglicherweise hilft das Ozon, die Bakterienblüte einzudämmen. Nur habe
    ich dann wieder neue Abbauprodukte, die vielleicht Probleme machen.
    Aber einen Versuch ist es wert.

    @Roger
    Der größte Stock hat etwa 25cm Durchmesser. Als es vor 2 Jahren das
    erste Mal passierte, war er ca. 15 cm groß.

    Interessant ist noch, dass ich am gleichen Abend eine Kreiselschnecke beim
    Laich freisetzen beobachten konnte, sozusagen als "Vorbote". Möglicherweise
    eine "konzertierte Aktion" vieler Beckeninsassen. Mit Vollmond hat es definitiv
    nix zu tun, es war abnehmender Mond kurz vor Neumond.

    Jetzt habe ich wieder erfahrungsgemäß ungefähr ein Jahr Zeit, um mich auf
    die nächste Katastrophe vorzubereiten. Ich überlege wegen einem Diatomeen-
    filter und einem Söchting Teichoxidator. Hat das jemand schon mal eingesetzt ?

    Inzwischen habe ich 4 tote Fische rausgeholt, davon waren 3 je die Hälfte
    eines Pärchens. Zum Heulen.

    Hallo Uwe,

    zur Qualität des Geräts kan ich nix sagen, weil ich es noch nicht ausprobiert
    bzw. getestet habe. Grundsätzlich scheinen die günstigen Leitfähigkeits-
    messgeräte aber inzwischen so weit zu sein, dass man sie im aquaristschen
    Alltag einsetzen kann, wenn man sie ab und zu mal z.B. mit einem Aräometer
    kontrolliert.

    Dieses Gerät ist für Leitungswasser und Osmosewasser geeignet, für Reinst-
    wasser auch, wenn du keine sehr hohen Ansprüche stellst. Ich würde mir
    aber gleich eins zulegen, mit dem du auch die Salinität von Meerwasser
    bestimmen kannst, und das geht mit diesem leider nicht.

    Gruß Armin

    Hallo Forum,

    das war ein Sch...weihnachten. Heute Nacht laichte wahrscheinlich eine große
    Pocillopora in meinem Becken ab und verwandelte es in eine stinkende Brühe.
    Das war das dritte Mal, dass ich das mitbekommen habe, das erste Mal ging
    glimpflich ab, das zweite Mal kostete 2 Chromis und 2 Preußenfische das Leben
    und diesmal scheint es noch heftiger zu werden : Bis jetzt habe ich einen
    Feilenfisch und einen Korallenwächter tot rausgeholt. und es ist zu befürchten,
    dass ich noch weitere Leichen finden werde. Riesensch.. !

    Das Hauptproblem scheint der Sauerstoffmangel zu sein, der durch die
    bakterielle Zersetzung der Laichprodukte entsteht. Auch durch zusätzliche
    Belüftung mit Ausströmern und Diffusoren, die ich für die Strömungspumpen
    konstruiert habe, scheint der Sauerstoff nicht zu reichen. Kohlefilterung hilft
    etwas beim Klarwerden des Wassers. Betroffen sind immer nur Fische,
    niedere Tiere scheinen die Brühe besser aushalten zu können.

    Da ich mit dem Erfolg meiner Maßnahmen noch überhaupt nicht zufrieden bin,
    würde ich würde gerne Erfahrungen zusammentragen, wer schon so heftiges Ablaichen
    erlebt hat, und was er/sie zur Rettung der Tiere unternommen hat.
    Bei den Beiträgen, die ich bisher im Forum zu dem Thema gefunden habe,
    scheint es meistens glimpflich abgegangen zu sein, aber es gab auch wohl
    schon Totalausfälle.
    Kurz zu meinem Becken : 1500 l, bis gestern noch fast 30 Fische, Stein-
    und Weichkorallen, Anemonen, Abschäumer.

    Anbei noch ein Bild vom Becken heute Nacht und vom Schmodder, den
    ich aus dem Filterbecken geholt habe.

    Armin

    Hallo zusammen,

    das Phänomen der Phosphatablagerung auf Gestein und Bodengrund kann
    nicht nur bei Kalkwasserzugabe auftreten.
    Kalkwasser könnte zwar theoretisch mit Phosphat Hydroxilapatit bilden, ich
    habe es aber bei von mir vorgenommenen Untersuchungen nicht nachweisen
    können. Was viel eher geschieht ist, dass beim Entstehen von Calciumcarbonat
    Phosphat mitgefällt wird. Das heißt, es lagert sich Kalk ab, der mit Phosphat verunreinigt ist.

    Zu dieser Ablagerung KANN es durch Kalkwasserzugabe kommen (wegen dem hohen pH-Wert),
    deshalb Kalkwasser nicht direkt ins Becken, sondern ins Filterbecken geben. Die Ablagerung
    kann aber auch bei jeder anderen Kalkzugabe (Kalkreaktor oder Balling)
    entstehen, wenn der Calciumlevel und/oder die Karbonathärte sehr hoch sind. Ich vermute,
    dass es auch bei zu starker Magnesiumdosierung und daraus
    resultierender Magnesium-ausfällung zu Phosphatmitfällungen kommt.

    Gelöst werden können die phosphathaltigen Ablagerungen von Algen und
    Bakterien, indem dieses Säure bilden.

    Armin

    Hallo,

    blöd, dass wir erst nach der Testreihe entdeckt haben, dass sich das Gerät
    kalibrieren lässt. Leider war keine Bedienungsanleitung dabei, aber die
    hat ja jetzt Frank online gefunden (Danke!).

    Mit der Kalibrierung ist das Gerät gar nicht mal so schlecht, denn die Werte
    waren recht gut reproduzierbar. Ich würde es einem einfachen Refraktometer
    vorziehen, auch wegen der deutlich leichteren Ablesbarkeit.
    Ein Manko bleibt die grobe Auflösung, aber die ist beim Refrak auch nicht
    besser.

    Armin

    Hallo Christian,

    ich persönlich wäre vorsichtig mit destilliertem Wasser unklarer Herkunft.
    Es kann durchaus große Schwermetallmegen enthalten, die beim Einsatz
    als Batteriewasser unkritisch sind, aber gefährlich für Tiere.

    Ich würde als Überbrückung eher Leitungswasser empfehlen, da kannst
    du wenigstens vom Wasserwerk erfahren was drin ist, und es muss die
    Trinkwasserverordnung eingehalten werden.

    Gruß Armin