Hallo Kathrin,
da muss ich wohl etwas mehr ins Detail gehen :
Phosphatadsorber sind Oxidoberflächen, die Phosphationen anlagern können.
Das können sie um so besser, je niedriger der pH ist, aber auch beim normalen
Meerwasser-pH von 8,2 immer noch gut genug. Sie können das aber nur so
lange, bis die Oberfläche gesättigt ist, bis also alle Bindungsplätze besetzt sind.
Das ganze ist aber ein dynamischer Prozess, es binden sich nicht nur Phosphat-
ionen, sondern gleichzeitig lösen sich immer wieder einige ab.
Auch im günstigsten Fall, wenn deutlich weniger Phosphat im Wasser ist, als freie
Bindungsplätze da sind, stellt sich nur ein Gleichgewicht ein, das ist der Zustand,
in dem sich genauso viele Phosphationen an den Adsorber anlagern wie sich
andere Phosphationen wieder ablösen. Es wird also NIEMALS ALLES Phosphat gebunden.
Wie hoch dieser Gleichgewichtswert ist, hängt vom pH, vom Adsorber selbst und
von den übrigen Stoffen ab, die im Wasser vorhanden sind. Denn manche anderen Stoffe,
zB polare organische Verbindungen, stehen in Konkurrenz
zu den Phosphationen, sie nehmen ihnen Bindungsplätze weg. Im Ergebnis
heißt das, das du zB in Osmosewasser den geringsten Phosphatgehalt beim
Adsorbereinsatz haben wirst, im Meerwasser wird er immer höher sein, je nach
Becken können sich dabei durchaus auch mit aquaristischen Tests messbare
Unterschiede ergeben.
Dass du selbst in deinem Leitungswasser kein Phosphat mehr nachweisen
kannst, hat einen ganz anderen Grund : die Messmethode, die in der Aquaristik
verwendet wird, ist dafür einfach nicht empfindlich genug.
Gruß Armin