Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Peter,

    nimm mal einen Becher von deinem Osmosewasser, gib einen Löffel Salzmischung rein
    und messe den pH. Dann mach das gleiche mit deinem Leitungswasser, also
    Wasser plus Salz und dann pH messen.
    Ich tippe auf einen deutlich höheren pH deines Osmosewassers.
    Hast du einen stark basischen Kationentauscher nachgeschaltet ?

    Armin

    Hallo Michael,

    so lässt sich die Frage, zumindest im Groben, leichter beantworten :
    Du hast deinen Beckeninsassen damit Stress bereitet. Ob und wie er
    sich auswirkt, lässt sich nicht genau sagen. Versuch solche Stressfaktoren
    in Zukunft einfach zu vermeiden.

    Und wie schon gesagt : Bevor du irgendwelche Mittelchen ins Becken kippst,
    stell erst mal sicher, dass du von den richtigen Voraussetzungen=Messwerten
    ausgehst.

    Gruß Armin

    Wenn es jemanden ernsthaft interessiert, ist es schon möglich, einzelne Fähigkeiten
    von Bakterienkulturen zu testen.
    So kann zum Beispiel die Ammonifikationsfähigkeit der Kultur bestimmt werden, wenn sie in
    ein Meerwasser mit definierten Ammoniumgehalt gesetzt wird und
    die Ammoniumabnahme gemessen wird. Das Gleiche gilt für die Nitrifikation.
    Schwieriger wird's dann schon bei der Denitrifikation, da hier anaerobe Verhältnisse
    vorhanden sein müssen und, da heterotroph, geeignete Nährstoffe.
    Ist aber natürlich auch machbar.

    Nur kenne ich niemanden, der's bisher gemacht hat.

    Gruß Armin

    Hallo Michael,

    wie immer vor jeder Maßnahme erst mal prüfen, ob die Messung überhaupt stimmt.

    Womit hast du Mg gemessen ? Wie oft hast du es gemessen ? Wie groß war
    die Schwankung der Ergebnisse ?
    Wie hoch ist deine Salinität bzw Dichte (bei welcher Temperatur?).
    Wie ist dein Ca-Gehalt?

    Erst wenn du deine Messung überprüft hast, ist es möglicherweise sinnvoll,
    etwas zu unternehmen.

    Aber was ich gar nicht kapiert habe : wieso fragst du nach den Folgen von
    zu HOHEM mg-Gehalt, wenn du doch meinst, zu WENIG Mg im Wasser zu haben ?

    Gruß Armin

    Hallo Alex,

    mach dir keine Sorgen bevor du nicht mit mindestens einem anderen Test
    dein Ergebnis bestätigt hast. Es sieht am ehesten so aus, als ob ein Messfehler vorliegt.

    Zement enthält normalerweise kein Magnesium, außer ein paar eher "experimentellen"
    Mischungen, die die wohl kaum verwendet hast. Und dass ein Nitratfilter Magnesium
    produziert, steht wohl nur im Aquarianerlateinbuch.

    Wenn dein Mg-Gehalt wirklich zu hoch sein sollte, ist es erstens nicht schlimm und
    zweitens befolge einfach den Tip von Thomas mit dem Tropic Marin Classic.
    Und spar dir in Zukunft zusätzliche Magnesiumzugaben.

    Gruß Armin

    Hallo Pascal,

    geh mal ein bisschen langsamer an dein Becken ran !

    Die kH in nullkommanix von 4 auf 11-12 zu steigern ist keine besonders gute
    Idee. So was macht man nur allmählich und schrittweise.
    Und das gilt für ALLE Wasserwerte und Veränderungen!

    Eine vorsichitgere Methode ist immer ein Wasserwechsel, und der sollte außer
    in ganz akuten Notfälllen 30% nicht überschreiten.

    Wenn vor allem deine Hammerkoralle Symptome zeigt, prüf auf alle Fälle
    mal die Salinität/Dichte, denn die reagieren besonders heftig auf Salinitätsverringerung.

    Gruß Armin

    Hallo Sarah,

    bevor du irgendwas gegen deinen seltsam hohen pH-Wert unternimmst,
    lass ihn erst mal von jemand überprüfen, der ein elektronisches pH-Meter
    besitzt. Maßnahmen auf Grund falscher Messungen sind ein sicherer Weg,
    Katastrophen im Aquarium auszulösen.

    Gruß Armin

    Hallo Nano,

    im Zigarettenrauch sind diverse Gifte, die ich meine Tieren nicht zumuten möchte.
    Deshalb in einer Raucherwohnung die Ansaugluft des Abschäumers immer
    von draußen zuleiten und etwas Aktivkohle verwenden.

    Gruß Armin

    Hallo Gary,

    ich war ein paar Tage in Urlaub, drum erst jetzt :

    Sagen soll die das Ganze erstens, dass die 1280 mg Magnesium, die auch im Meer sind,
    völlig ausreichen, zweitens dass, wer kiloweise Magnesium in sein Becken schüttet,
    meist nur Steine damit züchtet.

    Und drittens , dass die Zugabe von MagnesiumSULFAT keine besonders gute Idee ist.

    Mehr nicht.

    Gruß Armin

    Hallo Konrad,

    gut, dass noch keine Tiere in deinem Becken sind.

    Bevor du zu solchen Maßnahmen greifst, wie solche Mengen an Chemikalien
    ins Becken zu kippen, solltest du erst andere mögliche Fehlerquellen ausschließen :

    1. Lass vor eingriffen immer erst deine Werte von jemand anderem (zB Händler)
    mit einem anderen Test überprüfen
    2. Du gibst eine Dichte von 1,021 an. Dichte ohne Temperatur sagt zwar eigentlich gar nichts aus,
    aber ich nehme einfach mal an, dass sie bei 25°C gemessen wurde.
    Das würde eine Salinität von 31,9 bedeuten. Bei dieser Salinität sollte der Mg-Gehalt
    bei 1280*31,9/35 = 1167 mg/L liegen. also im Rahmen der Messgenauigkeit
    genau das, was du selbst gemessen hast. Ca sollte bei diesem Salzgehalt bei etwa 375 mg/L liegen.

    Dein Problem ist also nicht Magnesium, sondern dass du zuwenig Salz ins Wasser tust.
    Erhöhe die Salinität auf 35, also die Dichte bei 25°C auf 1023,3 und alles wird gut.

    Gruß Armin

    Hallo Roger,

    ganz so einfach sind die Zusammenhänge doch nicht. Wenn 100 mg/L Mg fehlen,
    heißt das nicht, dass dann X mg/L Ca ausfallen. Mg ist nur EIN (oft überschätzter)
    Faktor der die Löslichkeit von Ca beeinflusst, KH und pH spielen aber eine weitaus größere Rolle.

    Gruß Armin

    Hallo Nany,

    wenn der Wert so stimmt, dann passiert zunächst mal nix, außer dass Kalk
    ausfällt, und damit der Boden hart wird und Pumpen und Heizer leiden.
    Um aber überhaupt so einen hohen Calciumgehalt zu erreichen, muss eine
    sehr geringe Carbonathärte und ein sehr geringer pH vorhanden sein, was
    allen Tieren nicht gut tut.

    Außerdem befürchte ich, dass ein Becken in dem ein Wert so aus dem Ruder
    gerät auch noch andere Probleme hat.

    Gruß Armin

    Hallo Oli,

    wenn der Belag aus Cyanos besteht, empfehle ich grabende Seesterne (Archaster
    angulatus) und eine schwarze Seegurke (Holothuria atra).

    Was ich aber an deiner Beckenbeschreibung gar nicht verstehe : du hast keine Steinkorallen,
    aber einen Kalkreaktor ? Wozu das ?
    Außerdem vermute ich, dass deine Ca/Mg-Messwerte nicht stimmen. Lass sie mal überprüfen.

    Gruß Armin

    Hallo Matthias,

    wegschütten musst du sie nicht gleich, aber gib Spurenelemente besser nicht
    doppelt zu. Überdosierte Spurenelemente bezeichnet man treffender als giftige
    Schwermetalle. Und die willst du deinen Tieren doch nicht zumuten, oder ?

    Gruß Armin

    Hallo Roger,

    ich tippe mal drauf, dass du gerade Steine züchtest :]
    Und zwar aus folgendem Grund :

    Der Mg-Verbrauch wird in vielen Becken überschätzt, außer Kalkrotalgen, die
    zu ca. 5% aus Mg bestehen, haben wir keine starken Mg-Verbraucher im Becken.

    Du schreibst, dass du in drei Wochen 1,5 kg Mg-Verbindungen zugegeben hast.
    Ich gehe mal von Magnesiumchlorid-Hexahydrat aus, das wären dann fast 180 g
    Mg-Zugabe. Dann müssten sich in diesen drei Wochen etwa 3,6 kg Kalkrotalgen
    gebildet haben ! Ich wage mal zu behaupten, dass das nicht der Fall war.
    Die Kalkrotalgen haben sich sicherlich über das Angebot gefreut, aber restlos
    zugewuchert haben sie es sicherlich nicht.
    Folglich hat sich das Mg mit großer Wahrscheinlichkeit in Form eines Magnesium-
    hydoxidcarbonates auf dem Gestein und/oder Bodengrund abgelagert.

    Warum dies in manchen Becken zu einem derartig niedrigen Mg-Wert führt
    ist mir noch nicht restlos klar, ich würde dir deshalb anbieten, dass ich mal selbst
    eine Wasserprobe von dir messe, schick mir bitte ne PN, wenn du einverstanden bist.

    Was ich dann noch brauche, sind folgende Informationen :
    - pH morgens/abends, womit gemessen ?
    - setzt du Kalkwasser ein, wie, wo und wieviel ?
    - welches Gestein hast du, welchen und wieviel Bodengrund ?
    - was schüttest du sonst noch ins Becken ?
    - welches Salz, wie oft Wasserwechsel ?

    Vielleicht kommen wir der Sache ja auf die Spur.

    Gruß Armin

    Hallo Dennis,

    wenn du regelmäßigen Wasserwechsel machst, ca.10% alle 14 Tage,
    brauchst du dir auch um Strontium keine Sorgen zu machen.

    Der Artikel von Randy Holmes-Farley, den Thomas genannt hat, gibt sehr
    gut den aktuellen Stand der Sr-Forschung bei Korallen wieder. Es gibt bisher
    keinen Beweis, dass Sr für die Skelettbildung nötig ist, es ist nur sicher, dass
    es ins Korallenskelett reinpasst und deswegen in dem Maß, in dem es im
    Wasser vorhanden ist, eingebaut wird.
    Die positiven Beobachtungen, die manche Aquarianer in Bezug auf Strontium
    gemacht haben, können möglicherweise richtig sein, sie können aber auch
    Zufall sein. Aber wie gesagt, bei regelmäßigem Wasserwechsel brauchst du dir
    darum keine Sorgen machen.

    Zum Thema Sr-Tests : Ich habe die auf dem Markt befindlichen Produkte nicht
    getestet. Aber ich habe vor einiger Zeit selbst einen Sr-Test entwickelt, den
    ich in seiner Anwendung keinem Aquarianer zumuten würde. Deshalb glaube
    ich, dass bei einem käuflichen Test, selbst wenn er theoretisch funktioniert, die
    Wahrscheinlichkeit einen Anwendungsfehler zu machen, immens hoch ist.

    Gruß Armin

    PS : Stell so eine Frage nächstes Mal besser ins Chemie-Forum

    Hallo Dennis,

    bevor du noch mehr ins Becken kippst, geh bitte ganz sicher, dass du keinen
    Messfehler gemacht hast. Lass den Mg-Wert am besten noch von jemand zweitem
    überprüfen. Oft wird gar nicht so viel Mg im Becken verbraucht wie man denkt,
    und die Zugaben landen nur als Ausfällungen auf den Steinen.

    Gruß Armin

    Hallo Stefan,

    natürlich hast du recht, dass die PO4-Adsorption pH-abhängig ist.
    Und deine Erfahrung, dass das als Nonsens abgetan wurde, bestärkt mich in
    der Ansicht, dass leider oftl Quatsch erzählt wird.

    Wenn dich das Thema ganz genau interessiert ein Buchtip :
    Stumm, Chemistry of the solid-water interface

    Gruß Armin

    Hallo Roger,

    bei allen Zugaben und sonstigen Änderungen im Becken gilt die eiserne Regel :
    "Je schneller desto schlechter" (wegen Umstellungsstress für die Tiere)

    Also nur Geduld

    Gruß Armin

    Stefan C.

    ein kleiner Hinweis für deine weiteren Tüfteleien :
    Die Adsoptionskapazität ist von der Anzahl der aktiven Zentren
    und vom isoelektrischen Punkt abhängig. Wenn du ein Substrat
    suchst, das im pH-Bereich von 8,2 noch stark Anionen bindet,
    sollte der isoelektrische Punkt möglichst über 8 liegen, zB liegt
    er bei Rowaphos bei 8,2.

    Gruß Armin

    Hallo Kathrin,

    da muss ich wohl etwas mehr ins Detail gehen :

    Phosphatadsorber sind Oxidoberflächen, die Phosphationen anlagern können.
    Das können sie um so besser, je niedriger der pH ist, aber auch beim normalen
    Meerwasser-pH von 8,2 immer noch gut genug. Sie können das aber nur so
    lange, bis die Oberfläche gesättigt ist, bis also alle Bindungsplätze besetzt sind.
    Das ganze ist aber ein dynamischer Prozess, es binden sich nicht nur Phosphat-
    ionen, sondern gleichzeitig lösen sich immer wieder einige ab.

    Auch im günstigsten Fall, wenn deutlich weniger Phosphat im Wasser ist, als freie
    Bindungsplätze da sind, stellt sich nur ein Gleichgewicht ein, das ist der Zustand,
    in dem sich genauso viele Phosphationen an den Adsorber anlagern wie sich
    andere Phosphationen wieder ablösen. Es wird also NIEMALS ALLES Phosphat gebunden.

    Wie hoch dieser Gleichgewichtswert ist, hängt vom pH, vom Adsorber selbst und
    von den übrigen Stoffen ab, die im Wasser vorhanden sind. Denn manche anderen Stoffe,
    zB polare organische Verbindungen, stehen in Konkurrenz
    zu den Phosphationen, sie nehmen ihnen Bindungsplätze weg. Im Ergebnis
    heißt das, das du zB in Osmosewasser den geringsten Phosphatgehalt beim
    Adsorbereinsatz haben wirst, im Meerwasser wird er immer höher sein, je nach
    Becken können sich dabei durchaus auch mit aquaristischen Tests messbare
    Unterschiede ergeben.

    Dass du selbst in deinem Leitungswasser kein Phosphat mehr nachweisen
    kannst, hat einen ganz anderen Grund : die Messmethode, die in der Aquaristik
    verwendet wird, ist dafür einfach nicht empfindlich genug.

    Gruß Armin

    Hallo Thomas,

    tatsächlich funktioniert jeder Adsorber nur bis zu einem Gleichgewichtswert,
    er kann also niemals ALLES Phophat rausholen (soll er auch gar nicht, sonst
    verhungern zB deine Korallen).
    Wie hoch der PO4-Gleichgewichtswert ist, hängt auch davon ab, wieviele
    andere adsorbierbare Stoffe in deinem Wasser sind, zB Silikat.
    An eine bakterielle Besiedlung bis zur Unwirksamkeit glaube ich nicht, du kannst
    es aber mal mit Umrühren des Adsorbers probieren (besser ist ein Wirbelbettfilter)
    oder die Durchflussmenge verringern.

    Deine Messmethode ist gut, damit kannst du tatsächlich am besten die Wirksamkeit
    beurteilen. Es könnte allerdings sein, dass du im Bereich von < 0,1 mg mit
    deinem Test nicht genau genug messen kannst, um die (dann nur geringe)
    Wirksamkeit zu erkennen.

    Gruß Armin

    Hallo Alex,

    du bist auf dem richtigen Weg. Das kurzfristige Abschalten des Kalkreaktors
    und die Zugabe von Natron (=Triple Buffer) ist die richtige Kombination, den Ca-Gehalt zu senken.
    Du musst allerdings täglich die kH prüfen, und ab kH 8 die Triple Buffer Dosierung senken.

    Was mich nur wundert ist, dass du keine pH-Veränderung nach Abschalten
    des Kalkreaktors feststellst.

    In Zukunft kann es in deinem Becken die richtige Methode sein, den Kalkreaktor
    mit weniger CO2 zufahren und dafür ergänzend Triple Buffer oder ähnliches
    zuzugeben.

    Gruß Armin

    Hallo Konrad,

    die Frage passt wirklich besser ins Chemie- als in Do-it-yourself-Forum :smiling_face:

    Die Methode funktioniert zur Hälfte im Meerwasser, nämlich der m-Wert.
    Das ist nämlich genau das, was beim sogenannten Karbonathärtetest in
    der Aquaristik gemacht wird. In Wirklichkeit ist der Karbonathärtetest
    die Messung der Säurepufferkapazität bis pH 4,3, auch Alkalinität oder m-Wert genannt.
    Wir messen dabei also nicht nur Karbonathärte, sondern auch zB Borat-, Silikat- und Phosphathärte.
    Aber da die Karbonate den überwiegenden Teil ausmachen, kann uns das egal sein.

    Der p-Wert hingegen macht in der Meerwasseraquaristik keinen Sinn, da er
    eine alkalische Titration bis pH 8,2 erfordert. Und da wir diesen pH im Aquarium
    ungefähr haben, können wir halt nix mehr titrieren.

    Die Begriffe m- und p-Wert werden übrigens schon seit Mitte der Achtziger
    nicht mehr verwendet, deshalb kann man damit ja auch so junge Kerls wie den Jens verwirren :grinning_squinting_face:

    Gruß Armin

    Hallo Martin,

    wenn dich das Thema genauer interessiert, lies auch mal im Meerwasseraquarianer 2/2005
    meinen Kohlendioxid-Artikel. Dort habe ich eine Tabelle angelegt, die dir zeigt,
    wie sehr dein Wasser mit CO2 über/untersättigt ist.

    In deinem Fall ist es offensichtlich : nachts wird halt nur geatmet, sowohl von
    den Tieren als auch von den Pflanzen (Zooxanthellen). Dabei entsteht ein CO2-Überschuss.
    Der hat ohne Abschäumer keine Chance, das Becken zu verlassen (selbst mit
    Abschäumer klappt das meistens nicht ganz). Deshalb ist dein pH so niedrig.

    Wenn du partout keinen Abschäumer magst (du kannst ihn auch ohne Schaumtopf laufen lassen,
    für den Gasaustausch reicht das), dann kannst du es auch mit Ausströmersteinen probieren.
    Sonst musst du halt mit dem niedrigen pH leben.

    Oder du kontrollierst mal die Raumbelüftung, in geschlossenen Räumen steigt
    der CO2-Gehalt und senkt ebenfalls den pH im Becken.

    Gruß Armin

    Hallo Christoph,

    ich würde die UO nicht nach PO4 oder ähnlichem beurteilen. Du hast ja selbst
    gemerkt, wie leicht man sich auf die Art vertun kann.
    Miss die Leitfähigkeit des Ausgangswassers (oder lass sie messen), unter
    50 Mikrosiemens ist gut, bis 100 Mikrosiemens kannst du sie noch verwenden.
    Vor der Messung ein paar Minuten spülen.

    Und wenn du dir ne Neue kaufst : erstens reicht es meist, die Membrane zu ersetzen,
    bzw bei derGelegenheit gleich Feinfilter- und Kohleeinsatz.
    Und zweitens sind UOs mit mehr als 2 Liter Abwasser pro Liter Reinwasser Vergeudung.

    Gruß Armin

    Hallo Alex,

    ich würde maximal versuchen einen 2., deutlich kleineren Bispinosa dazu zu
    setzen. Aber ganz vorsichtig, erst ein paar Tage in ein eingehängtes (Ablaich-)Becken
    zur Gewöhnung.

    Ich habe in meinem 3-Meter-Becken schon ganz schlechte Erfahrungen
    mit dem Nachsetzen von Zwergkaisern zu meinem alten Bispinosa gemacht.

    Gruß Armin

    Hallo Christoph,

    orientiere dich bitte nur am Aräometer, nicht am Plastik-Schwimmermessgerät.
    Das kannst du zwar für die Alltagskontrolle verwenden, weil es immer den
    gleichen Fehler anzeigt, für eine Problemanalyse ist es aber denkbar ungeeignet.

    Hallo Peter,

    ich kenne den chemischen Reiniger von Hanna zwar nicht, aber grundsätzlich
    gibt's nur 2 Methoden um pH-Elektroden zu reinigen :
    1) mit verdünnter Salzsäure oder ähnlichem
    2) mit Flusssäure

    Methode 2) darf nur im Labor unter einem Abzug durchgeführt werden,
    fällt also weg. Somit wird dein Hanna-Präparat eine verdünnte Säure sein,
    und da kannst du die Elektrode bedenkenlos mehrere Stunden drin stehen lassen.
    Danach gründlich mit Wasser abspülen, dann mit destilliertem Wasser nachspülen
    und, wie du selber weißt, mindestens einen Tag in 3 m KCl.

    Gruß Armin

    René hat mit seiner Angabe genau den Punkt getroffen : In einer niedrigen
    Bodenschicht löst sich Aragonit so gut wie gar nicht ! Genauso wäre es, wenn man
    Aragonit einfach ins Wasser kippen würde : Es löst sich nicht, auch wenn die
    Kristalle noch so kleine Babies sind =)

    Im tieferen Bodengrund, wie zB Jaubert oder DSB, passiert aber was ganz anderes :
    Bakterien bauen organische Substanzen ab, erzeugen dabei CO2 und lösen damit
    Aragonit. Im Grunde ein kleiner biologischer Kalkreaktor.

    Entscheidend sind dabei Faktoren wie Dicke des Bodengrunds, organische Belastung,
    Strömung und sonstige Bodenbewegung.

    Gruß Armin

    Hallo Matthias,

    sei bitte vorsichtig und gründlich, bevor du auf Grund von Messergebnissen
    Eingriffe in dein Becken vornimmst. Bedenke dabei folgendes :

    Die angegebenen Salzmengen, um eine bestimmte Salinität bzw. Dichte zu
    erhalten, sind immer nur ungefähre Angaben, da sich der Wassergehalt einer
    Meersalzmischung je nach Lagerbedingungen deutlich verändern kann. Selbst
    das Salzberechnungsprogramm von Martin Kuhn, eine Super-Hilfe, um die Menge
    des benötigten Salzes abzuschätzen, kann nur den Wasseranteil zum
    Zeitpunkt der Abfüllung beim Hersteller berücksichtigen. Was aber danach
    mit dem Salz passiert ist, wie lange es bei welcher Luftfeuchtigkeit und Temperatur
    offen stand, kann es nicht wissen.

    Deshalb ist es IMMER notwendig, den Salzgehalt zu prüfen. Als Referenz empfehle
    ich das große Tropic Marin Aräometer oder ein ähnliches. Wenn du ab und zu
    mit diesem vergleichst, kannst du auch aus Bequemlichkeit im Alltag ein anderes Gerät
    verwenden. Lies dazu vielleicht mal im Meerwasseraquarianer 01/2004 "Wieviel
    Salz ist im Salzwasser ?" und 02/2004 "Salzgehaltsbestimmung mit dem Refraktometer" .

    Den neuen Mini-Leitfähigkeitsmessgeräten würde ich noch nicht allzu sehr trauen,
    diese lieber öfter mit dem Aräometer überprüfen.

    Wenn sich endgültig rausgestellt hat, dass du außerhalb des Salinitätsbereichs 33-35 bist,
    dann ist dein Ansatz genau richtig : 1% der Wassermenge täglich durch
    Osmosewasser ersetzen ist langsam genug, so dass sich die Tiere umgewöhnen können.

    Gruß Armin