Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Flo,

    ich kann dir nur das Gleiche raten, das ich immer empfehle:
    Überprüfe zuallererst mal deine Messwerte, bevor du irgend was unternimmst.
    Dazu gibt es 2 Möglichkeiten:

    - Kauf dir Ca und Mg-Standards und messe diese
    oder
    - Setze eine frische Meerwasserprobe an, Salinität 35 (= Dichte 1,0233 bei 25°C) und messe sie.

    Erst dann kannst du ausschließen, dass du beim Messen was falsch machst. Bei deiner Magnesiumzugabe halte ich es für unwahrscheinlich, dass der Wert wirklich zu gering ist.

    Die Ballingmethode kann deine bisherige Ca und KH-Zugabe ersetzen, Calcium wird durch Calciumchlorid,
    KH durch Natron zugeführt. Dadurch dass als 3. Komponente NaCl-freies Salz verwendet wird reichert sich
    auch weder Natrium noch Chlorid im Wasser an.

    Hallo Roger,

    ein sehr hartes Leitungswasser kann eine Salinität von knapp über 1 haben.
    Eine schlechte Umkehrosmose hält davon 90% zurück. In diesem Fall hast du noch eine Salinität von 0,1.
    Das ist schon der ungünstigste Fall und mit dem Handrefrak nicht mehr zu erkennen.

    Mit mittelhartem Leitungswasser und einer gut funktionierenden Umkehrosmoseanlage hast du eine Salinität von etwa 0,025. Und wenn du das mit einem Handrefraktometer von 0,0 unterscheiden kannst, kannst du damit
    mindestens bei "Wetten dass.." auftreten. :grinning_squinting_face:

    Hallo Dirk,

    auch hier haben wir mal wieder ein ebenso hartnäckiges wie falsches Aquarianergerücht , denn der Refraktionsunterschied
    zwischen Umkehrosmosewasser und destilliertem Wasser ist so gering, dass man ihn mit einem Handrefraktometer
    gar nicht feststellen kann !!!!

    Deshalb kannst du dein Refrak beruhigt mit UO-Wasser auf Null stellen. Schau dir zum Vergleich mal einen Tropfen
    Leitungswasser an, du wirst staunen, wie gering der Unterschied ist.

    Ich würde mir zur Sicherheit aber ein großes Aräometer zulegen, und am anfang und alle paar Monate mal eine
    Vergleichsmessung machen. Dann kannst du deiner Refrakmessung vertrauen.

    Hallo Asil,

    wenn man es das erste Mal macht, ist alles kompliziert. Das geht schnell vorbei :grinning_squinting_face:

    Zum Kalibrieren brauchst du Pufferlösung pH 7 und pH 10. Keine Angst, du musst aber nur alle 3 - 6 Monate kalibrieren.

    Aufbewahrungslösung brauchst du, wie der Name schon sagt, um die Elektrode drin aufzubewahren. Sie darf nicht
    trocken gelagert werden und AUF KEINEN FALL in destillierten Wasser ! Du kannst die Elektrode auch dauerhaft im
    Wasser lassen (ich mach das auch so), musst sie aber ab und zu mal vorsichtig mit einem weichen Lappen abwischen,
    damit kein starker Bewuchs entsteht. Daher muss sie auch in einem ganz dunklen Teil des Filterbeckens angebracht werden.
    Reinigungslösung brauchst du erst, wenn die Elektrode stark verkalkt ist oder gar Silicatbeläge hätte.

    Am Anfang braucht die Elektrode etwas Zeit, um sich einzustellen, der zuletzt angezeigte Wert von 8,11 ist der richtige.

    Hallo Björn,

    bevor du irgendetwas unternimmst, miss erst mal eine Probe frisch angesetztes Meerwasser.
    Was erhältst du dort für Werte ? Achte auf Magnesium und vor allem auf Ammonium.

    Sollte dein Ammoniumwert tatsächlich stimmen, ist er äußerst bedenklich, vor allem bei deinem hohen pH.

    Hast du ein Antibiotikum verwendet ?

    Hallo Pauline,

    wenn die Osmoseanlage nicht mehr tut, musst du nur die Membrane wechseln und vorsichtshalber die Einsätze
    der Vorfilter. Das kostet kein Vermögen und die Membranen werden immer besser.

    Die UO scheint aber nur eins von zwei Problemen zu sein, miss mit deinem Nitrattest mal destilliertes Wasser,
    ich tippe drauf, dass du da auch viel Nitrat finden wirst. Oder anders gesagt: Ich vermute, dass der Test nicht
    mehr tut.

    Hallo Markus,

    solange du noch keinen guten Abschäumer betreibst brauchst du dich nicht über Phosphat- und Nitratwerte wundern.
    Da du dir schon einen bestellt hast, wird sich das Problem bald lösen.

    Ein langfristiges Problem kann deine KH werden, vielleicht musst du dir doch noch eine Umkehrosmose anschaffen.

    Hallo Torsch,

    mich würde mal interessieren, wieviel Calcium du in einer frisch angesetzten Meerwasserprobe mit Salinität 35 misst.

    Dein pH ist recht hoch, was mich beim einsatz des Kalkreaktors wundert. Gibst du das Kalkwasser tagsüber zu ?
    Dreh mal dein CO2 im Kalki etwas höher, damit dein pH runter geht. Möglicherweise fällt dein Calcium wegen des
    hohen pH aus.

    Hallo Wojtek,

    schau nochmal nach, ob die Temperaturkompensation auf 25°C oder 20°C eingestellt ist.
    Manche Leitwertmessgeräte haben beide Möglichkeiten.
    Wenn es auf 20°C eingestellt ist, dann passen die Werte 46,1/1,024(25°C) wieder zusammen.

    Stell das Gerät auf 25°C um oder schalte die ATK ganz aus, weil die ATK bei Meerwasser eh nie besonders exakt ist.

    Hallo Wojtek,

    lass dich bitte nicht durch solche Aussagen über Leitfähigkeit und Dichte verunsichern.

    Entscheidend bei Meerwasser ist die Salinität (Salzgehalt) und die Zusammensetzung (Ionenbalance).
    Die Leitfähigkeitsmessung kann darüber eine genauso gute Aussage machen wie eine Dichtemessung oder eine Refraktionsmessung.
    Natürlich hat kann keine dieser Methoden erkennen, aus welchen Ionen das gemessene Meerwasser zusammengesetzt ist,
    diese Einschränkung haben alle Messmethoden gemeinsam. Aber das ist für Praxis nicht entscheidend.

    Zu deiner Messung: Du musst bei einer Dichtemessung immer die Temperatur angeben, denn die Dichte ändert
    sich mit der Temperatur. Wenn du die Dichte bei 25°C gemessen hast, dann ist die Salinität 35,9 und die Leitfähigkeit müsste 54,2 mS/cm betragen.
    Wenn du allerdings die Dichte von 1,024 bei 19,6 °C gemessen hast, dann wäre die Salinität 33,9 und die Leitfähigkeit von 46,1 würde stimmen.

    Prüfe deine Temperatur nochmal nach und schau auch, ob beim Leitfähigkeitsmessgerät eine Temperaturkompensation eingeschaltet ist.

    Hallo Torsch,

    dein Magnesium-Phänomen hat eine einfache Erklärung: du hast die ganze Zeit mehr Magnesium zugegeben als
    verbraucht wurde, deshalb hat sich Magnesium abgelagert, das sich langsam wieder löst.

    Warum dein Calciumwert runtergeht, kann einfach am Wachstum liegen, kann aber auch andere Gründe haben.
    Dazu müsste ich deinen pH (morgens und abends) und deine KH wissen.

    Hi Thomas,

    Ungeduld ist oft das richtige Stichwort. Da kann es leicht passieren, dass die erste Methode noch gar nicht wirken
    kann und schon die zweite eingesetzt wird. Und im schlimmsten Fall dann beide Methoden gegeneinander wirken.

    Hallo Thomas,

    Materialien wie Easy Life wirken wie ein Puffer. Sie nehmen eine große Dosis zB Ammonium auf, machen es damit
    unschädlich und geben es gaaanz langsam wieder ab, so dass die darauf siedelnden Bakterien es gemütlich
    weiterverarbeiten kann.

    Das einzige, was du damit falsch machen kannst ist, dass du zu viel einsetzt und damit zu schlagartig die Zusammen-
    setzung deines Wassers veränderst.

    Hallo Claus,

    der Nahrungsbedarf und manchmal auch die Dämlichkeit von Seesternen bei der Nahrungsaufnahme wird oft
    unterschätzt. Manchen musst du ein Stück Muschelfleisch genau in der richtige Position anbieten (ausprobieren!),
    damit sie es blicken.

    Und wenn du den Salat für die Seeigel aus dem Bioladen holst, musst du dir wegen Pflanzenschutzmitteln und
    Nitraten keine Sorgen machen.

    Hallo Claus,

    schön mal wieder einen Menschen kennen zu lernen, der keine Silicatphobie hat. Viele Meerwasseraquarianer
    wissen nämlich gar nicht, wie viel Silicat im Meer vorhanden ist und wozu es gut ist.

    Ob dein Stachelhäuterproblem damit zusammenhängt wage ich zu bezweifeln. Da sind eher die fehlenden Fadenalgen
    ein Problem. Hast du den Seeigeln mal Salat angeboten ? Dem Asterias Muschelfleisch ? Ansonsten sind sie wahrscheinlich
    einfach verhungert. Schade, so ein Problem lässt sich durch rechtzeitiges Informieren vermeiden.

    Hallo Fabian,

    sei bitte vorsichtig mit dem Rowaphos-Einsatz. Dieses Material ist sehr wirksam und bei 0,1 mg/l PO4 kannst du
    dir damit auch schnell ein Mangelproblem erzeugen. Deshalb täglich PO4 messen während der Anwendung.

    Die 25 ml halte ich für einen vernünftiger Ansatz.

    Hallo Asil,

    so einfach kannst du die beiden Methoden nicht vergleichen.
    Bei Phosphatadsorbern weiß man ganz genau was sie tun, nämlich Phosphat binden. Manchmal werden sie von
    anderen Stoffen dabei etwas gebremst, aber immer ist sicher, dass wenn man den Adsorber aus dem Aquarium nimmt,
    eine Menge Phosphat dadurch das Aquarium verlässt.

    Die Wodkamethode arbeitet mit Bakterien, und die verhalten sich komplizierter als ein Eisengranulat. Manchmal
    wachsen auch die falschen. Und so leicht lassen sie sich auch nicht aus dem Becken entfernen.
    Die Methode kann funktionieren, benötigt aber viel mehr Aufmerksamkeit.

    Hallo Thomas,

    vor einen Mischbettfilter eine Enthärtung zu schalten ist nicht sinnvoll. Dann würdest du erst Calcium gegen Natrium
    und anschließend das Natrium gegen Protonen tauschen. Der erste Schritt ist überflüssig.

    Dem MB20 ist es relativ egal, ob Calcium oder Natrium im Wasser ist, die geringen Bindungsunterschiede rechtfertigen
    den Aufwand mit der Vorenthärtung nicht.

    Hallo Stefan,

    sorry, wenn ich mich im 1. Abschnitt nicht klar genug ausgedrückt habe. Was ich sagen wollte:

    - Organische Stoffe, nennen wir sie der Einfachheit halber Gelbstoffe, können von PO4-Adsorbern adsorbiert werden
    und nehmen damit dem Phosphat Platz weg.
    - UV-Licht in den üblichen UV-Anlagen zerstört diese Gelbstoffe normalerweise nicht, weil die Leistung nicht
    ausreicht und weil das Wasser zu schnell daran vorbeiläuft.
    - Wenn du eine sehr starke UV-Anlage hast und das Wasser langsam durchlaufen lässt, können die Gelbstoffe zerstört werden.
    Dann kann der PO4-Adsorber wieder mehr Phosphat aufnehmen.

    Hallo Robert,

    kann es sein, dass du einfach verschieden Calciumchloride verwendet hast ? Es gibt CaCl2 wasserfrei, als Monohydrat,
    Dihydrat und Tetrahydrat. Je weniger Wasser drin ist, desto weniger Salz brauchst du.

    Ob die Temperaturkonzentration des Refraks für 17°C ausreicht, kann ich nicht sicher sagen.
    Bevor du Schlüsse aus einer Refrakmessung ziehst, solltest du eine Aräometer-Vergleichsmessung machen.

    Hallo Uwe,

    die Professionellen UO-anlagen arbeiten alle mit einer vorgeschalteten Enthärtung. Hier wird ja nur Calcium gegen
    Natrium getauscht, deshalb ändert sich der osmotische Druck nicht. Der sinn des Ganzen ist, dass die Membran nicht
    mehr so leicht verblockt.

    Für deine UO ist die Enthärtung daher gut, für deine Gesundheit dagegen weniger, denn Calcium ist nun mal
    gesünder als Natrium.

    Hallo Stefan,

    wenn du eine richtig starke UV mit wenig Durchfluss hast wäre meine Erklärung die Oxidation von organischen
    Verbindungen, die sich sonst auf dem Adsorber ablagern würden.

    Wenn sich aber wirklich so schnell Bakterien bilden würden, wäre das noch ein zusätzliches Argument für den Wirbelbettfilter.
    Den ziehe ich eh vor beim Adsorbereinsatz.

    @Chrysokoll:
    Mir ist nicht so richtig klar, was du mir eigentlich sagen willst.

    Jedenfalls ist die Meersalzmischungsherstellung nicht so kompliziert, wie du dir sie vorstellst. Nimm dir mal ein gutes
    Buch in die Hand und lies nach, wie das gemacht wird. Ich kann dir Bildwell/Spotte Artificial Seawaters empfehlen,
    da stehen mehr als hundert Rezepte drin.

    Zu deinem NaCl-Problem: Natürlich kann ich mit einem Refraktometer nicht den NaCl-Gehalt einer Wasserprobe
    bestimmen. Ja und ? Das kann ich auch nicht mit Aräometer, Leitwertmessgerät oder Vibrationsdensitometer.

    Wenn dich der NaCl-Gehalt interessiert empfehle ich dir für das Kation AAS und für das Halogen die gravimetrische
    Bestimmung nach Fällung mit Silberchlorid.

    Hallo Robert,

    wie kommst du darauf, dass die Nordsee so eine hohe Salinität haben soll ? Verwechselst du sie mit dem Roten Meer ?
    Die Nordsee hat Salinität 32-35, je nachdem wo du gemessen hast kann das auch noch weniger sein (Nähe
    Flussmündung).

    Deine Dichteangaben sagen natürlich wenig aus, weil du keine Temperatur angibst. Bei Aquarienangaben kann ich
    wenigsten immer etwa 25°C vermuten, in deinem Fall könnte ich nur raten.
    Bei 25°C sollte deine Dichte jedenfalls zwischen 1,021 und 1,023 liegen.


    Zu deinem Dosierungsproblem:

    Je nachdem, was in deinem Becken verbraucht wird, musst du einen Kompromiss finden, um möglichst wenig
    an der Ionenbalance im Wasser zu ändern und trotzdem die richtige Menge Calcium und Carbonathärte zuzugeben.
    Mit regelmäßigem Wasserwechsel ist die geringe Veränderung aber kein Problem. Achte nur daruaf, dass Ca und KH
    stimmen.

    Hallo Fritz,

    sei vorsichtig mit deinen Experimenten, du weißt hoffentlich, dass du mit der Eisensulfatzugabe das Phosphat nur irgendwo
    in den Steinen und im Bodengrund verbuddelst, wo es eines Tages wieder hervorkommen kann.

    Das Problem der Phosphatadsorber sind nicht Bakterien, sondern konkurrierende Stoffe im Wasser. Das sind vor allem
    Silicat und Gelbstoffe. Je mehr davon vorhanden ist, desto weniger Phosphat wird adsorbiert.

    Hallo Jörg,

    spontan würde ich dem JBL recht geben, 600 mg/l sind sehr unwahrscheinlich.
    Aber das kannst du leicht rausbekommen. Entweder du kaufst einen Standard und misst den,
    oder du nimmst einfach frisch angesetztes Meerwasser, Salinität 35 zum Messen.

    Das hat sicherlich lkeine 600 mg/l Ca, egal welche Marke.

    Hallo,

    zu einem Salarias würde ich auf keinen Fall einen Ctenochaetus setzen. Mich hat das sogar ein Pärchen Salarias
    gekostet, die vorher das Becken dominiert hatten.

    Inzwischen schwimmen bei mir schon einige Jahre ein C. striatus mit einem C. strigosus. Zwei herrliche Fische, die
    sich zwar öfter mal necken, aber nie ernsthaft böse zueinander sind.