Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Martin,

    ich würde mich an die übliche Dosierung halten (wie bei Martin Kuhn angegeben), eine Überdosierung sollte vermieden werden.

    Ja, es handelt sich um ein (eines von vielen) Ammenmärchen. In die Kalkmodifikation, die Kalkalgen aufbauen (Calcit)
    kann Strontium gar nicht eingebaut werden. Martins FAQ ist sehr aussagekräftig:: Steinkorallen verwenden Strontium,
    ob sie es brauchen, weiß man nicht.

    Und aus der Tatsache, dass etwas verkauft wird, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass es notwendig ist, halte ich
    nicht nur in der Aquaristik für gefährlich. :grinning_squinting_face:

    Hallo Sudad,

    das ist ja eine interessante Sache. Diese Purpursulfurbakterien scheinen ja wahre kleine Teufelskerle zu sein,
    obwohl sie doch so viel transportempfindlicher sind alle alle anderen Bakterienarten. :smiling_face:

    Aber ein paar Dinge leuchten mir einfach nicht ein: Schwefelpurpurbakterien (was die richtige deutsche Bezeichnung
    für purple sulfur bacteria ist) leben in Verhältnissen, wie sie in unseren Aquarien nicht vorkommen. Dort lebt nämlich
    z.B. kein Fisch (oder hat jemand einen Meeresvulkan im Aquarium? :grinning_squinting_face: ). Dort wo sie leben gibt es keinen Sauerstoff,
    dafür viel Schwefelwasserstoff. Das sind Verhältnisse, die wir im Aquarium tunlichst vermeiden sollten, sonst lebt
    da drin außer Schwefelpurpurbakterien nix mehr.

    Folglich sterben diese Bakterien in einem Meerwasseraquarium schnell ab, für eine aktive Rolle fehlen die Voraussetzungen.

    Ich kenne die genannten Produkte nicht und weiß nicht, ob sie in irgendeiner Weise wirksam sind. Die beschriebene
    Erklärung ist jedenfalls nicht logisch.

    Hallo Martin,

    zu deiner Iodfrage: Wenn du nach Martins FAQ 1 Tropfen Betaisodonna pro 200-250 l Wasser täglich gibst,
    dann sind das etwa 0,003 mg/l Phosphat pro Liter. Darüber brauchst du dir keine Sorgen machen.

    Übrigens: wegen den Kalkalgen brauchst du kein Strontium zugeben. Sie können damit soviel anfangen wie deine
    Fische mit einem Fahrrad. :grinning_squinting_face:

    Hallo Rolli,

    da hast du mich aber missverstanden, ich bin absoluter pH-Messgerät-Fan! Das ist für mich eine der sinnvollsten
    Investitionen in der Meerwasseraquaristik.

    Nur müssen die Elektroden ab und zu mal kalbriert werden und bei Ermüdung auch mal mit Säure gereinigt werden.
    Und irgendwann auch mal erneuert. Aber bis dahin habe sie viele, viele, viele Messungen hinter sich.

    Hallo Thorben,

    nur wenn die Kohle VOR dem Phosphatadsorber angebracht ist, kann sie ihn entlasten.

    Marco: Ob die Kohle vor dem Phosphatadsorber verbraucht ist, hängt u.a. von der Phosphatkonzentration,
    der organischen Belastung im Wasser, der Kohle- und der Adsorberstruktur ab.
    Aber auch wenn sie vorher verbraucht ist hat sie bis dahin den Adsorber entlastet.

    Hallo Hajo,

    um was für ein Produkt handelt es sich denn genau (Hersteller, Qualitätsstufe, genaue Bezeichnung)?
    Bei vernünftigen Qualitäten gibt es bei Borax keine derartigen Chargenschwankungen, die könnten nur durch deutliche
    Verunreinigungen entstehen.
    Außerdem muss bei dem Ph-Wert eine Konzentration und eine Temperatur angegeben sein, sonst handelt es sich
    weder um eine zulässige noch um eine sinnvolle Angabe.

    Schau dir mal als Beispiel diese Datenblätter von 3 unterschiedlichen Borax-Qualitäten an:
    http://www.carl-roth.de/jsp/de-de/sdpdf/T880.PDF
    http://www.carl-roth.de/jsp/de-de/sdpdf/CN07.PDF
    http://www.carl-roth.de/jsp/de-de/sdpdf/8643.PDF

    Hier findest du in Abschnitt 9 immer die gleiche Angabe: · pH-Wert (47 g/l) bei 20°C: 9,2
    Und die ist unabhängig von der Charge. Borax ist schließlich eine häufig verwendete Puffersubstanz, das wäre
    nicht möglich wenn es derartige Chargenschwankungen gäbe.

    Aber wie schon gesagt: Bei vernünftigen Qualitäten.

    Hallo Armin,

    dieses Problem haben wir hier schon öfter besprochen: Der Kalkreaktor kann KH und Ca nur in einem festen Verhältnis
    produzieren. Wenn dein Aquarium aber Calcium und Carbonate nicht im gleichen Verhältnis verbraucht, wie es dein Kalki produziert,
    musst du so vorgehen: Den Kalkreaktor so einstellen, dass ein Wert optimal und der andere zu niedrig ist. Und dann die andere
    Komponente mit Natron bzw. Calciumchlorid ausgleichen.

    Hallo Hajo,

    wenn der Hersteller das so gesagt hat, dann stimmt da aber einiges nicht. Der pH-Wert von Borax beträgt bei 25°C
    und einer Konzentration von 0,01 mol/kg (= 3,81 g/kg) 9,180 und zwar unabhängig von irgendwelchen Chargenschwankungen!
    Die 4 Prozent sollen wohl 4 Promille sein, dann kommt es mit den 3,8 Gramm ungefähr hin.
    Die Aussage mit dem kohlendioxidfreien Wasser ist richtig, nur kann Kohlendioxid den pH nur senken, niemals erhöhen!

    Die Borax-Methode ist nur eine einfache Schnellüberprüfung, um festzustellen, ob die pH-Elektrode einigermaßen richtig anzeigt.
    Zur genauen Einstellung ist die Zweipunktkalibrierung bei pH 7 und pH 10 auf jeden Fall besser geeignet.
    Die Abweichung von 0,2 kann allerdings ein Hinweis darauf sein, dass die pH-Puffer gealtert sind.

    Wegen der langen Reaktionszeit der Elektrode würde ich diese aber zuallererst mit Säure reinigen und dann erst
    mit der Kalibration beginnen. Wenn sie dann noch so lange braucht, musst du sie wohl ersetzen.

    Hallo Carsten,

    da die Tiere, die wir im Riffaquarium pflegen, meist aus unterschiedlichen Meeresregionen kommen, die unterschiedliche
    Salzgehalte haben, stellt der Salzgehalt im Aquarium immer einen Kompromiss dar. Er sollte im Bereich von etwa
    33 - 35 g/l liegen, viele Tiere vertragen aber auch Werte deutlich darunter oder darüber.

    Da du die Toleranz jedes einzelnen Lebewesens in deinem Aquarium nicht kennst, solltest du dich an den Normalbereich
    von 32-35 halten. Eine Euphyllia hätte dir deine Salinität von 29,5 wahrscheinlich übel genommen.

    Und wie bei allen Wasserwerten gilt: Vor allem die Konstanz ist wichtig, Veränderungen sollten nur äußerst langsam erfolgen.

    Hallo Guido,

    je nach Dosierung wird die Zelle entweder geschädigt oder abgetötet. Chlor täte das auch, aber nicht nur bei Bakterien
    sondern bei allen anderen Lebewesen im Aquarium auch. UV hat den großen Vorteil, dass es nur auf die Organismen
    wirkt, die durch die UV-Anlage schwimmen und nicht auf die im übrigen Aquarium.

    Hallo Stefan,

    die FM-Referenz ist sicherlich nicht das Problem, da bin ich mir sicher. Mit deiner Frage nach dem Farbumschlag
    kommen wir dem Problem schon viel näher:

    Ein Farbumschlagtest wird immer bis zum VOLLENDETEN FARBUMSCHLAG gemessen!

    Du kannst entweder von oben beobachten, ob der neu hinzugekommene Tropfen sich farblich vom Rest unterscheidet.
    Dann schütteln und den nächsten Tropfen dazu. Bis sich der Tropfen nicht mehr vom Rest unterscheidet.
    Der letzte Tropfen wird nicht mitgezählt.

    Die Alternative ist du verwendest 2 Becher. Dann gibst du die Hälfte der Probe in den 2. Becher und einen Tropfen in den ersten Becher.
    Schütteln und schauen, ob sich die Farben der beiden Probenhälften in den Bechern unterscheiden.
    Wenn ja, dann die beiden Probenhälften in einem der Becher zusammenschütten, schütteln und wieder die Hälfte
    in den anderen Becher. Das geht so lange, bis nach der Zugabe des letzten Tropfens kein Unterschied mehr zwischen
    den beiden Probenhälften erkennbar ist. Auch hier wird der letzte Tropfen nicht mitgezählt.

    Hallo David,

    ich füttere meine Fische 3-4 mal am Tag, 2 mal ist sicherlich nicht zu viel. Das Futter sollte allerdings in wenigen
    Minuten verbraucht sein und Frostartemien sind gründlich mit Wasser auszuspülen.

    Der Grund für deinen Nitratwert kann zu geringe Denitrifikation (Nitratabbau) sein. Vielleicht ist deine Strömung zu
    schwach oder sie erreicht die Gestein- und Bodengrundoberflächen nicht ausreichend.

    Hallo Michl,

    KH wird u.a. durch die Assimilation, die Zersetzung organischer Stoffe und den Stickstoffabbau beeinflusst.
    Eine Garantie für ein festes Ca/KH-Verhältnis hättest du nur, wenn es kein Leben in deinem Aquarium gäbe.

    Die Natur ist meist doch etwas flexibler als die Technik.

    Hallo Michl,

    der Verbrauch von Ca und KH findet nicht immer im gleichen Verhältnis statt, da die KH (Alkalinität) außer von der Kalkbildung
    noch von einigen anderen Faktoren beeinflusst wird. Der Kalkreaktor kann Ca und KH aber immer nur in einem festen
    Verhältnis produzieren.

    In deinem Fall musst du folgendermaßen vorgehen: Reduziere den Kalkreaktor so weit, dass dein Ca-Wert den
    gewünschten Wert (ca. 420 mg/l) erreicht. Dann wird deine KH zu gering werden. Dies musst du mit der Zugabe von
    Natron ausgleichen. Zum Errechnen der Zugabemenge empfehle ich dir Martin Kuhns ACalc, den du auf http://www.mathgame.de/RiffACalc.htm findest.

    Hallo Roger,

    Tests die mit einem Farbumschlag arbeiten (z.B. KH, Ca, Mg) können ohne übermäßigen Aufwand so produziert werden,
    dass sie ziemlich genau anzeigen. Bei Tests, die mit Farbtönen arbeiten (z.B. PO4, NO3, pH) ist es schon schwieriger
    ohne technische Hilfsmittel (Photometer) genaue Ergebnisse zu erzielen.

    Dass oftmals auch bei KH, Ca und Mg falsche Ergebnisse gemessen werden liegt manchmal daran, dass einzelne
    Hersteller schlampen. Viel öfter sind aber die (ungeübten) Anwender die Ursache. Standards zu messen dient daher
    nicht nur der Überprüfung der Tests, sondern auch der Überprüfung der eigenen Anwendung und dem Erlangen von Routine.

    Hallo Thomas,

    der Vorteil der "echten" Ballingmethode ist, dass sie die Wasserzusammensetzung nicht negativ verändert. Aber dazu
    musst du alle 3 Komponenten verwenden. Ob du das in fester oder flüssiger Form verwendest, bleibt sich gleich.

    Welche Komponente im TM Liquid Set als A, B und C bezeichnet ist fragst du am besten im TM-Herstellerboard.

    Um nur deine KH anzuheben genügt, wie du richtig erkannt hast, die Zugabe von Natron (NaHCO3).
    Deine Berechnung der Flüssigkeitsmenge ist völlig korrekt.

    Hallo Marco,

    gehe bitte etwas geduldiger vor! Wenn sich in deinem Aquarium größere Mengen toxischer Stoffe eingelagert haben, dann bekommst du
    die nicht in wenigen Tagen wieder raus. Gib dem System ein paar Wochen Zeit und damit den Fischen eine Überlebenschance.

    @Klaus: Hast du mal Ammoniak in deinem Wasser getestet?

    Hallo Ralph,

    du kannst einen Versuch mit der halben Menge starten. Auch ein zeitweises Abschalten der Pumpe des Wirbelbettfilters,
    zB. 2 Std an, 2 Std aus, könnte eine Lösung sein.

    Hallo Tobias,

    ohne Abschäumung wird kein organischer Kohlenstoff und kein Phosphat entfernt, da der Zeolith dies nicht kann.
    Auch die biologische Filterwirkung des Zeoliths wird eingeschränkt: Bakterien siedeln ich zwar weiter auf ihm an,
    ihre Stoffwechsel- und Abbauprodukte werden aber nicht entfernt und reichern sich daher im Wasser an.

    Hallo zusammen,

    das ist eine interessante Diskussion hier und auch zwei gute Links auf Artikel, die ich noch gar nicht gekannt hatte.

    Die Sache mit dem Magnesium verhält sich folgendermaßen: Magnesium kann in Calcit, aber nicht in Aragonit
    eingebaut werden. Daher enthalten Weichkorallen in ihren Spiculae, das sind die Kalknadeln in ihrem Gewebe,
    einige Prozent Mg, genau wie die Kalkalgen in ihrem Skelett.

    Steinkorallen können in ihr Aragonitskelett dagegen kein Mg einbauen, es kommt nur als Verunreinigung im Promille-
    bereich vor. Dass bei Untersuchungen stellenweise höhere Konzentrationen gefunden werden, hat mit dem Prozess
    der Kalkbildung der Koralle zu tun. Sie bildet in den Calcifikationszentren (COC) zunächst magnesiumreiches Calcit,
    das sie anschließend in fast magnesiumfreies Aragonit umwandelt. Man kann das in Abbildung 3 des zitierten Artikels
    aus den GEOPHYSICAL RESEARCH LETTERS sehr schön sehen: Das Mg/Ca-Verhältnis steigt in den COC auf über
    14 mmol/mol an, sonst ist es überall unter 5 mmol/mol, als weniger als 2,5 Promille des Calciumgewichts.

    Magnesium wird daher von Steinkorallen nur kurzfristig aufgenommen und wieder abgegeben, jedoch nicht verbraucht.