Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Christian,

    den Beitrag muss ich damals übersehen haben. Da hatte Hans-Werner etwas durcheinander gebracht bzw. ist
    einer falschen Behauptung, wie man im Internet viele findet, aufgesessen.

    Mit Kochsalz kannst du manche Kationenaustauscher regenerieren die z:B. einer Umkehrosmose vorgeschaltet werden.
    Mischbettharze lassen sich grundsätzlich nicht selbst regenerieren, das musst du Firmen überlassen, die dazu
    die Anionen- von den Kationenaustauschern trennen.

    Hallo zusammen,

    gut, dass ich mal wieder Zeit habe hier reinzuschauen. Da gibt es wohl einiges zu klären:

    Phosphatadsorber auf Eisenbasis sind Eisenoxidhydrate. Mit Silicaten haben sie überhaupt nichts zu tun.
    Unterschiedliche Produkte haben die gleiche Summenformel, können sich aber in der Struktur und in ihrem Verhalten
    etwas unterscheiden. Daher ist es nicht ganz auszuschließen, dass einzelne Produkte bei dem relativ hohen pH
    im Meerwasseraquarium Protonen abgeben können und dadurch die Alkalinität senken. Dies ist aber ein Effekt, der
    sich nicht nur negativ auf die KH auswirkt, sondern auch das Phosphatadsorptionsvermögen verringert. Daher sind
    Eisenadsorber, die die KH nicht absenken, zu bevorzugen.
    Nach meiner Erfahrung besteht dieses Problem bei den allermeisten Adsorbern nicht. Ich selbst habe noch keine
    KH-Senkung beim Einsatz von Adsorbern gemessen.

    Das Ausspülen der Adsorber ist eine Vorsichtsmaßnahme, um ein unkontrolliertes Ablagern von phosphatbelasteten
    Adsorberpartikeln im Aquarium zu vermeiden. Man kann es bei allen Adsorbern durchführen, wenn man ganz sicher
    gehen will. Funktionieren tun sie aber alle mit und ohne Ausspülen.

    Hallo Gerald,

    Zeolithe binden Ammonium, entziehen dadurch autotrophen Organismen (Algen, manche Bakterien) die Nahrungsgrundlage
    und verhindern dadurch, dass sich Nitrat im Wasser bilden bzw. anreichern kann.

    Nach einiger Zeit ist der Zeolith mit Ammonium gesättigt, dann wird er von Bakterien besiedelt und wird zum Biofilter.

    Hallo Alex,

    du musst darauf achten, dass das Leitwertmessgerät mindestens bis 60 mS/cm geht.
    Es werden auch Leitwertmessgeräte bis 2000 µS/cm (= 2 mS/cm) angeboten, die sind für Meerwasser ungeeignet.

    Sinnvoll ist auch eine Temperaturkompensation, sonst wird die Umrechnung umständlich.
    Die Leitwertmessung ist eine der genauesten Salinitätsmessungen.


    @philipp: Die Aussage in der von dir genannten Quelle, dass sich die Ergebnisse von Dichte- und Leitwertmessung
    nicht vergleichen lassen, ist falsch.

    Hallo zusammen,

    ob man Leitungswasser für ein Meerwasseraquarium verwenden kann, hängt von den örtlichen Gegebenheiten,
    aber auch von der Risikobereitschaft des Aquarianers ab.

    Ich würde aber in jedem Fall empfehlen, das Wasser durch ein Kohlefilter laufen zu lassen. Falls es einmal auf Grund
    eines Leitungsschadens im Stadtnetz zu einer Stoßchlorung kommt, könnte das sonst das Ende aller Beckenbewohner bedeuten.
    In der Umkehrosmose ist ein Kohlefilter bereits integriert.

    Hallo Hajo,

    wenn du das Monohydrat verwendest, musst du die Werte für reines Na2CO3 mit 1,17 multipliizeren.
    Beim Decahydrat ist der Faktor 2,7. Dann kannst du beide Substanzen verwenden.

    Die Angabe im Sicherheitsdatenblatt kann ich nicht nachvollziehen. Richtig wäre 37%.

    @philipp: Da ist ein Rechenfehler drin. Na2CO3 hat das Molgewicht 106.

    Hallo Roger,

    wenn du Säure und Lauge zusammenschüttest, dann entsteht erstmal eine Menge Wärme. Das "Gas" das du siehst,
    ist Wasserdampf. Er ist an sich harmlos, kann aber Säure- oder Laugetropfen mit sich reißen und im Raum oder gar auf dir verteilen.

    Am Ende entsteht im Idealfall Wasser und Kochsalz (wenn du Salzsäure und Natronlauge verwendest). Im Normalfall
    ist entweder die Säure stärker, dann entsteht verdünnte Säure, oder die Lauge ist stärker, dann entsteht verdünnte Lauge.
    Mit beidem solltest du ebenfalls vorsichtig umgehen. Am besten den pH messen und solange zusätzliche Säure bzw. Lauge
    zugeben, bis du im Bereich pH 6-8 bist. Dann ist es harmlos und problemlos zu entsorgen.

    Hallo Dietmar,

    digitale Geräte sehen schick aus und sind bequem. Daher bin ich auch ein Fan dieser hübschen Teile.
    Allerdings geben sie uns manchmal ein falsches Gefühl von Sicherheit.

    Dein PR-100 SA ist mit einer Teilung von 1 ppt und einer Genauigkeit von 2 ppt angegeben. Das heißt, es zeigt nur
    Salinitäten in Schritten von 34, 35 36 usw. an und kann statt 34 auch mal 36 anzeigen! Für uns Meerwasseraquarianer
    ist das eher die Kategorie Schätzeisen.

    Für den Schnelltest im Alltag geeignet, aber lange nicht so genau wie eine große Spindel.

    Hallo Stefan,

    spülen war eine richtige Maßnahme, jetzt erhöhe den Durchfluss so, dass kein Geruch entsteht.

    Wie war dein Nitratwert vorher? Was hat sich verändert bevor der Nitratfilter anfing zu stinken?
    Ist noch genug Bakterienfutter vorhanden?

    Hallo Stefan,

    ich spreche von stark sauren natriumbeladenen Kationenaustauschern, das sind die gleichen Harze, die auch in den
    Anlagen zur Enthärtung der Hauswasserversorgung verwendet werden. Ich gebe Micha übrigens völlig recht, mein Trinkwasser
    würde ich damit aus Geschmacks- und Gesundheitsgründen nicht behandeln. Aber miene Fische trinken normalerweise
    kein Leitungswasser und sind natriumresistenter als ich.

    Mir geht es übrigens nicht um den Grad der Härtereduktion, der ist in jedem Fall ausreichend, um die Membran zu schonen.
    Es geht mir allein um die Menge des Wassers, die enthärtet wird, bis die nächste Regeneration fällig ist.
    Und da sollten schon 1 - 2 Monate dazwischen liegen, sonst wird's mir zu umständlich.

    Hallo Philipp,

    als biogene Entkalkung bezeichnet man nur die Kalkausfällung im Wasser durch den Verbrauch von CO2 und die daraus folgende pH-Erhöhung.

    Das Andere ist eine Kalkauflösung durch CO2-Produktion, wie schon gesagt, genau das Gegenteil.

    Hallo Stefan,

    die Austauscher in der Tabelle sind Spielzeuge. Mit 100 Gramm Kochsalz kannst du nicht allzuviel regenerieren.
    Daher auch das mäßige Ergebnis von 120 l Wasser bei 30°dH.
    Ich habe einen Austauscher einer professionellen Kaffeemaschine angeschlossen, ist auch nur 30 cm hoch aber viel
    dicker, braucht 1 kg Salz und hält eine ganze Weile. Ich bin zufrieden damit. Und meine Osmosemembran auch.

    Hallo Philipp,

    die LEDs produzieren nicht mehr Abwärme als HQI oder Leuchstoffröhren, sie haben die beiden inzwischen eingeholt und leuchten immer effektiver.
    Die Frage, die jetzt geklärt werden muss ist, wie sich das deutlich andere Spektrum auswirkt. Sowohl optisch als auch
    biologisch. Da müssen noch Erfahrungen gesammelt werden. Aber die ersten Eindrücke sind vielversprechend.

    Hallo Philipp,

    das was in deiner Quelle auf Seite 10 steht meine ich nicht, das ist nämlich falsch! Dort wird behauptet, dass
    Meerwasser nur bezüglich Calcit übersättigt wäre, nicht aber bezüglich Aragonit. Richtig ist, dass beide übersättigt sind..

    Der von dir beobachtete KH-Erhöhungs-Effekt kann nur von einer Verunreinigung durch Natron oder Soda herrühren, was sehr unwahrscheinlich ist.
    Oder eben von bakterieller CO2-Produktion, wobei Aragonit schneller als Calcit und Dolomit gelöst wird.
    Das hat übrigens nichts mit biogener Entkalkung zu tun, sondern ist genau das Gegenteil davon.

    Hallo Marko,

    das Spektrum liegt ungefähr in der Mitte zwischen einer neutralweißen und einer warmweißen LED.
    Aber auch eine kaltweiße LED besitzt starke Gelbanteile. Die aktuellen weiße LEDs setzen sich aus einem Blaupeak
    bei etwa 450 nm und einem kontinuierlichen Bereich zwischen 500 und 700 nm zusammen. Die Lichtfarbe wird vom
    Verhältnis der Höhe des Blaupeaks zum Maximum des kontinuierlichen Bereichs bestimmt.

    @philipp: Siehst du den Unterschied zwischen dem charakteristischen LED-Spektrum (ein Peak und ein Bauch)
    und dem Leuchstoffröhrenspektrum mit den vielen unterschiedlichen Peaks?

    Hallo Philipp,

    Korallenbruch oder -sand enthält einen weitaus größeren Aragonitanteil als irgendein Kalkstein, denn das Ausgangsprodukt,
    das von den Korallen gebildet wird, ist das (metastabile) Aragonit. Im Laufe der Jahrtausende findet eine Diagenese
    zum Calcit statt, deshalb findest du im Berg viel mehr Calcit als im Meer. Außerdem auch noch Dolomit, der einen
    hohen Magnesiumanteil enthält und dessen Genese noch teilweise umstritten ist.

    Von all den genannten Verbindungen ist Aragonit die löslichste, trotzdem ist reiner Aragonit kein Problem für ein
    Meerwasseraquarium, denn auch Aragonit ist mehrfach übersättigt im Salzwasser und löst sich nur mit bakterieller Hilfe.

    In der Praxis heißt das, dass Aragonit geeignet ist, die anderen Kalkformen aber auch.

    Hallo Stefan,

    ich sehe auch ein Problem in deiner Metallkorrosion. Erstens kannst du kaum rauskriegen, was in der Legierung drin
    ist und zweitens kann Aluminium selbst auch kritisch sein, es gibt dazu unterschiedliche Erfahrungen. In manchen Becken
    sollen Korallen auf den Einsatz von Aluminiumoxidadsorbern negativ reagiert haben.

    Metall und Meerwasser ist immer eine schlechte Kombination, auf Dauer ist nur kunststoffbeschichtetes Metall meerwasserbeständig.

    Hallo Philipp,

    ich sehe keinen Grund, warum diese UO permanent laufen müsste.

    Matthias: Für eine Booster-UO hat diese Anlage einen recht schlechten Wirkungsgrad, ein Wasser/Abwasserverhältnis
    von 1:2 schafft auch eine vernünftige Anlage ohne Boosterpumpe. Gute Boosteranlagen schaffen 1:1 bis 1:0,5.
    Außerdem solltest du unbedingt eine Enthärterkartusche (Na-beladener Kationenaustauscher) davor anbringen, sonst verblockt bald die Membran.

    Hallo Carsten,

    nö, im Wasser ist genug Platz für alle. Da ist es dem CO2 egal, ob da auch noch 5 mg/l Sauerstoff drin sind oder nicht.

    Einen Zusammenhang gibt es nur im biologischen Bereich: Bei der Photosynthese wird CO2 verbraucht und O2 produziert.
    Bei der Atmung wird dagegen O2 verbraucht und CO2 produziert.

    Insofern lässt natürlich die Produktion von Sauerstoff durch Cyanobakterien tatsächlich den pH ansteigen.
    Aber da Photosynthese auch noch an anderen Orten im Aquarium stattfindet, z.B. in den Zooxanthellen der Korallen,
    kannst du aus einem pH-Anstieg keine Rückschlüsse auf das mysteriöse Gas ziehen.

    Hallo Stefan,

    wahrscheinlich hattest du keinen Kationenaustauscher vor die Booster-UO geschaltet. Ohne Austauscher verblocken
    die Membranen bei hartem Wasser sehr schnell. Schade, dass die Hersteller darauf nicht hinweisen bzw. die Anlagen
    gleich um diese wichtige Komponente erweitern.

    Diese Austauscher sind übrigens ganz einfach zu regenerieren. Mit Kochsalz, wie in der Geschirrspülmaschine.

    Hallo Matthias,

    Peakkonzentrationen wirst du in keiner Tabelle finden, denn sie treten nur kurzzeitig auf. In den Tabellen sind nur
    Durchschnittswerte aufgeführt. Phosphat muss laut Trinkwasserverordnung nicht angegeben sein.
    Dein Wasser benötigt aber auf jeden Fall eine Umkehrosmose.

    @Carsten: Mit deiner Vermutung des Silicateinsatzes liegst du gar nicht so daneben. Das hängt wohl immer von der
    Wasserzusammensetzung und von der individuellen Entscheidung der Wasserwerkbetreiber ab. Wir haben z.B.
    hartes Wasser und unser Wasserwerk schwört, noch nie Silicat eingesetzt zu haben. Von einem Phosphateinsatz
    durch das Wasserwerk habe ich bisher noch nie etwas gehört, das wäre ökologisch äußerst bedenklich.

    Hallo Adi,

    gute Idee :thup wenn es nachts weggeht, ist es Sauerstoff.

    @Carsten: Ich hätte auch die Glimmprobe empfohlen: Gas im umgedrehten Becher sammeln, ein Streichholz
    anzünden, es ausblasen und noch glimmend in den Becher halten. Bei Sauerstoff wird die Glut deutlich heller,
    bei Stickstoff erlischt sie. Für Raucher: Das geht übrigens auch mit einer Zigarette.

    Den pH beeinflussen aber beide Gase nicht.

    Hallo Alex,

    ein elektronisches pH-Messgerät ist eine sinnvolle Investition. Diese Art der Messung ist die bequemste, folglich nutzt
    man sie auch mehr als die anderen und kann, mit einiger Erfahrung, auf einen Blick Veränderungen der Alkalinität und
    des CO2-Gehalts erkennen.

    Die Elektrode braucht ab und zu etwas Pflege, hält dafür aber jahrelang. Kauf dir aber auf jeden Fall ein Gerät mit
    wechselbarer Elektrode, die ganz billigen mit integrierter Elektrode kann ich nicht empfehlen.

    Hallo Lemmi,

    Schwefelwasserstoff ist es sicher nicht, sonst wäre dein Aquarium tot und du wahrscheinlich auch schon im Krankenhaus.
    Es kann Sauerstoff oder Stickstoff sein, wie du schon richtig vermutet hast.

    Bei Stickstoff wäre es ein Zeichen von starker Denitrifikation, was nichts schlechtes ist. Bei Sauerstoff könnte die Ursache
    Cyanobakterienbeläge sein, was eher unangenehm ist.

    Hallo Marko,

    soweit ich Herstellerangaben gefunden habe, ist das MB100 zwar auch ein Mischbettharz, aber speziell auf den
    Anionenaustausch optimiert. Es eignet sich eher als nachgeschaltete Stufe nach der Umkehrosmose für Anwender, die Silicat fürchten.

    Für die alleinige Wasseraufbereitung ohne UO ist das MB20 besser geeignet.