Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Thorsten,

    die Werte, die du angibst geben keinen Hinweis auf Übersättigung oder CO2-Mangel.
    Du kannst wegen deiner relativ hohen Alkalinität (KH) eine zeitlang nur Calciumchlorid statt Biocalcium zugeben.

    Aber überprüfe den Ca und KH-Wert nochmal, indem du dein Wasser von jemand anderem (z.B. Händler) messen lässt.

    Hallo Hans-Werner,

    du weißt, dass ich beim Thema Spurenelemente etwas "konservativer" bin, auch wenn das sonst nicht meine Art ist :]

    Mein Hauptargument ist, dass ich die Meerwasseraquaristik so einfach wie möglich gestalten möchte, damit ich nicht
    mehr Zeit als ich habe vor dem Becken verbringen muss. Und möglichst sparsam sollte das Ganze auch noch sein
    (deshalb finde ich das Thema Beleuchtung gerade so spannend).

    Die Ziele dieses "Fortschritts" sind mir nicht ganz klar. Meine Korallen sind mir bunt genug und wenn ich auf Grund
    eines "Tunings" noch mehr wuchernde Korallen wegwerfen müsste (an die Mengen im Vivarium will ich gar nicht
    erst denken), wäre das für mich kein Fortschritt.

    Bei der Einschätzung, dass Spurenelemente völlig aus der Mode gekommen sind, bin ich mir nicht so sicher. Mein
    Eindruck ist eher, dass die Mehrheit irgendwelche Mittelchen einsetzt. Dafür wäre vielleicht mal eine Umfrage im Forum gut.

    Ich finde den Ansatz, Erfahrungen systematisch zusammenzutragen, trotz der genannten Argumente interessant.
    Forschung ist immer spannend, egal von welcher Hypothese man ausgeht.

    Das größte Problem sehe ich dabei aber in der Tatsache, dass außer dir und ein paar wenigen Anderen alle mit einer
    "Blackbox" arbeiten müssen und nicht wissen, was sie eigentlich zugeben. Das macht den Erkenntnisgewinn schwierig.
    Vielleicht könnte Tropic Marin da mal als Vorbild vorangehen und Licht ins Dunkle bringen. Oder ist das im
    "Haifischbecken Aquaristikmarkt" prinzipiell unmöglich?

    Hallo Roger,

    nochmal bitte, damit ich's auch kapiere:

    -du hast dir eine Referenzlösung besorgt (welche?)
    -du hast Referenzlösung in dein Refraktometer gegeben und es damit auf Salinität 35 eingestellt (was meinst du mit BEIDE Reflösungen zeigen gleich an?)
    -du hast dann bei deiner Aquarienwasserprobe Salinität 38 mit dem Refraktometer gemessen
    -das gleiche Wasser zeigt mit dem TM Aräometer bei 26,0°C eine Dichte von 1,0223, das ist eine Salinität von 34

    Hast du die Spindel richtig abgelesen, unten an der Wasseroberfläche, nicht oben am Meniskus?
    Ist das Refraktometer temperaturkompensiert?

    Hallo Randy,

    ich kann dir auch das TM Aräometer als Referenz empfehlen. Für die schnelle tägliche Messung kannst du irgendetwas
    unzerbrechlicheres verwenden. Aber immer mal wieder mit dem TM überprüfen.

    Wenn du viel Geld anlegen willst kannst du dir natürlich auch ein gutes Leitfähigkeitsmessgerät, z.B. von WTW kaufen.
    Das ist schnell und zuverlässig.

    Hallo Klaus,

    im Trinkwasser werden ca. 10 g PO4 von 1 kg Rowaphos gebunden. Im Meerwasser ist es wahrscheinlich etwas weniger.
    Wenn andere Hersteller für ihre Produkte höhere Zahlen angeben halte ich dies für mindestens sehr optimistisch. :grinning_squinting_face:

    Hallo zusammen,

    bei der Suche nach dem Sinn der Zugabe von NaCl-freiem Salz darf man sich nicht an zu einfachen Modellen orientieren.
    Es geht nicht darum, dass die Aquarienbewohner nur bei optimaler Zusammensetzung des Wassers gesund sein können
    und schon bei kleinen Änderungen alle tot umfallen. Deshalb sieht man die Folgen solcher kleinen Änderungen nicht so leicht.
    Ein Fisch und eine Koralle können durchaus gesund wirken, auch wenn sich die Wasserzusammensetzung deutlich verändert hat.
    Aber sie sind dann etwas anfälliger für Krankheiten und stecken zusätzliche weitere Stressfaktoren schlechter weg.
    Optimal für unsere Tiere ist nunmal richtiges Meerwasser, daran haben sie sich im Laufe der Evolution einfach gewöhnt.

    Natürlich gibt es noch viele andere Dinge (Futter, Nährstoffe, Spurenelemente usw.) die im Aquarium nicht wie im Meer sind.
    Aber warum sollten wir ein Risiko eingehen, das sich so leicht vermeiden lässt?

    Experimentell habe ich unfreiwillig die Grenze der Meerwasserveränderung schon vor 35 Jahren erforscht, als ich versuchte
    Aiptasien in Kochsalzlösung zu halten. Sie starben alle. Obwohl die Lösung zu ca. 80% natürlichem Meerwasser entsprach.

    Hallo Honk,

    deine Aufschlussmethode hat einen kleinen Haken: In der Mikrowelle besteht die Gefahr, dass die Probe in dem
    offenen Gefäß verunreinigt wird und dadurch Phosphat hinein gerät. Versuche mal vorsichtiges Erhitzen in einem
    geschlossenen Gefäß.

    Aber Achtung! Bei zu starkem Erhitzen kann das Gefäß platzen!

    Hallo Uwe,

    wie lange sie das maximal aushält, kann ich dir noch nicht sagen. Ich habe sie bisher 18 Monate in Betrieb.
    Das funktioniert natürlich nur mit vorgeschaltetem Kationenaustauscher. Aber das sollte bei Boosterpumpen selbst-
    verständlich sein. Sonst verkalkt die Membran bei hartem Leitungswasser ruck-zuck.

    Hallo Micha,

    sorry, ich hatte den Thread ein paar Tage übersehen.

    Ich befürchte, dass auch bei anderen Abschäumerreinigungssystemen ein Teil der Ablagerungen ins Wasser
    zurückgetragen wird. Endgültige Aussagen lassen sich aber erst nach ausführlichen Untersuchungen machen.

    Ich schätze, dass die Entwicklung dieser Systeme noch weitergehen wird. Eine Möglichkeit wären z.B. schräge Wischer,
    die den Belag in den Schaumtopf transportieren.

    Hallo Uwe,

    stimmt, das hatte ich übersehen.

    Ich schaue mir diese Woche mal die UO im Vivarium an, ob da auch so ein Rückkopplungssystem verwendet wird.
    Zuhause betreibe ich die Boosterpumpe jedenfalls ohne Rückkopplung und habe damit ein Reinwasser-/Abwasserverhältnis von 1:0,5

    Hallo Michael,

    Kupfer wird durch die Umkehrosmose zu etwa 99% zurückgehalten. Deine Kupferwerte müssten extrem hoch sein,
    damit sie zu einem Problem werden können. Das passiert eigentlich nur bei der Kombination neue Kupferleitungen
    und sehr weiches Wasser. Lass aber vorsichtshalber dein Leitungswasser mal auf Kupfer testen, das ist kein großer Aufwand.

    Hallo Uwe,

    das mit der Pumpenschonung leuchtet mir ein, auch wenn es suboptimal ist, dass die Pumpe nicht mit vollem Druck arbeiten darf.
    Eine bessere Pumpe und voller Druck wären die sinnvollere Lösung. Die Literleistung der Pumpe reguliert sich dabei
    durch den Gegendruck der Membran übrigens deutlich runter.

    Was mir aber nach nochmaligem Betrachten der Zeichnung immer noch nicht einleuchtet: Eigentlich ist es ja gar keine
    Rückkopplung, sondern ein Bypass. Ein Teil des Leitungswassers geht durch das T-Stück direkt ins Abwasser,
    da der Druck hinter der Membran am offenen Abwasserschlauch niedriger ist als der Leitungsdruck. Das Nadelventil
    ohne T-Stück wäre zur Druckminderung ausreichend und würde kein zusätzliches Abwasser produzieren.

    Hallo Peter,

    der Querschnitt hängt vom Abschäumertyp und vor allem von der Länge der Leitung ab. Er sollte so großzügig bemessen sein,
    dass du keinen Unterschied im Schaumbild feststellst wenn du den Verlängerungsschlauch anbringst.
    Ist der Schlauch zu eng, kommt weniger Luft in den Abschäumer und es entsteht weniger Schaum.

    Hallo Uwe,

    die Rückkopplung zwischen Abwasser und Boosterpumpeneingang leuchtet mir nicht ein. Ein Druckbegrenzung
    brauchst du nicht, die übliche FT30-Membran ist doch mit 41 bar angegeben. Je höher der Druck, desto effektiver
    arbeitet die Membran. So produzierst du nur unnötig Abwasser.

    Hallo Herbert,

    in der oberen Tabelle auf Seite 182 im Buch siehst du, dass du bei deinem gemessenen Wert (1,0254 bei 26,5°C) eine Salinität von über 38 hast.
    Hier kannst du auch den Wert für die Salinität 35 bei 26,5°C ermitteln: 26°C = 1,02304 27°C= 1,02272, dann sind es bei 26,5°C 1,02288.

    Hallo Marc,

    das Magnesiumchlorid aus der Apotheke erfüllt die Bedingungen des Deutschen Arzneibuchs, was gut für deine Tiere
    aber schlecht für deinen Geldbeutel ist. Du kannst aber auch bei einem Aquaristikhändler deines Vertrauens einkaufen,
    dort wirst du ausreichend saubere Ware zu einem besseren Preis bekommen.

    Nur bei ebay-Schnäppchen und ähnlichem wäre ich vorsichtig.

    Hallo Roli,

    eine KH von 6° ist nicht die Ursache für einen pH von 7,4 - 7,9. Du hast auf jeden Fall sehr viel CO2 im Wasser.

    Das Natriumcarbonat darfst du nicht zum Mineralsalz geben. Es bildet sich dabei ausgefälltes Calciumcarbonat,
    das unwirksam ist. Gib lieber sehr kleine Mengen in das Filterbecken bzw. in eine gut beströmte Stelle.

    Hallo Denis,

    es geht darum, dass sich bei einer Anwendung von Zeolith die Menge der ammoniumverarbeitenden Bakterien
    reduziert, weil ihnen die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Höre ich dann schlagartig mit der Zeolithanwendung auf,
    dann müssen sich die Bakterien erst wieder vermehren, um das komplette Ammonium verwerten zu können.
    Bis dahin kann sich Ammonium/Ammoniak im Aquarium anreichern.

    Wenn ich warte, bis das Zeolith gesättigt ist, dann steigt der Ammoniumgehalt allmählich wieder an und die Bakterien
    haben genug Zeit, sich zu vermehren. Das Problem wird dadurch entschärft.
    Alternativ kann ich auch die Menge des verwendeten Zeoliths langsam reduzieren.

    Hallo Götz,

    nachdem ich bei meinen Abschäumeruntersuchungen gerade in den Ablagerungen im Rohr hohe Nährstoffkonzentrationen
    gefunden habe, kann ich der Idee eines Rohrreinigers etwas abgewinnen.

    Nur wirft dieses Modell den Dreck wieder ins Wasser zurück, was die Gesamtleistung sogar verringert.

    Hallo Roli,

    zu Ausfällungen scheint es bei dir nicht zu kommen, dann wäre dein Ca-Wert niedriger. Vielleicht ist dein Keller das Problem.
    Lege mal eine lange dicke Luftleitung nach draußen und schließe diese an die Zuluft deines Abschäumers an.

    Hallo zusammen,

    alle Phosphatadsorber adsorbieren auch Silicat. Das können sie beim Meerwasser-pH mit Silicat nur nicht so gut wie mit Phosphat.

    Übrigens wurden die Phosphatadsorber ursprünglich gar nicht gegen Phosphat sondern gegen Arsenat entwickelt,
    das sie am besten adsorbieren. Aber das kommt zum Glück normalerweise nur in unbedenklichen Konzentrationen
    im Aquarium vor. Außer irgendein Spaßvogel mischt es in eine Spurenelementmischung. Aber das ist wieder ein anderes Thema...