Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Norbert,

    gut, dass du nochmal nachhakst,
    denn so ganz klar ist mir die Beschreibung von Jonas wirklich nicht.

    Ich habe bisher folgendes verstanden:
    - PO4 war für Jonas nicht messbar.
    - dann hat Jonas 0,04 mg/l PO4 pro Tag zudosiert. PO4 konnte er weiterhin nicht messen.
    - nachdem er die PO4-Dosierung beendet hat, konnte er plötzlich 0,075 mg/l PO4 im Wasser messen

    Das klingt für mich schwer nachvollziehbar, da müssen noch andere Dinge eine Rolle spielen.
    - Wie sicher sind die Messungen? Wie oft wurden die Messungen kontrolliert (mit Referenz?)?
    - Welchen PO4-Wert hat Triton gemessen?
    - was wurde beim Absetzen der PO4-Zugabe noch geändert? (Futter, sonstige Zugaben, Salz?)

    Ansonsten könnte es sich um die übliche Problematik bei nn Nährstoffkonzentrationen handeln.

    Aber eines kann ich definitiv dazu sagen: es besteht kein Zusammenhang zwischen der Kalium- und der Phosphatkonzentration!

    Hallo Jonas,

    wegen einem Kaliumwert von 369 mg/l würde ich mir keine Sorgen machen.
    Ohne Angabe der Salinität ist diese Zahl sowieso nicht aussagekräftig.
    Und selbst wenn die Salinität bei 35 liegt, leidet niemand in deinem Aquarium an Kaliummangel.

    Ich würde weiterhin mehr auf PO4 und NO3 achten und, sobald einer
    dieser beiden Werte nicht mehr eindeutig messbar ist, dort intervenieren.

    Hallo Nejmeh,

    Cyanobakterien sind ein Riesenthema,
    darüber findest du mit der Suchfunktion
    eine Menge Informationen im Forum.

    Ich empfehle dir, es den Cyanos unbequem zu machen:
    absaugen, direkte Strömung drauf und viele Tiere, die den Boden umgraben.

    Hallo Caro,

    wenn du deine KH und den pH senken willst,
    und gleichzeitig gerne mehr NO3 im Wasser hättest,
    dann verwende doch einfach Salpetersäure.

    PS: Wo finde ich diese äußerst ungewöhnlichen Wasserte?
    Ich habe im Netz unter "Windeck" ganz andere Werte gefunden.

    Hallo Caro,

    kann es sein, dass du dir dein Problem selbst bastelst?
    Erst entfernst du dein Calcium durch Entsalzung und dann möchtest
    du es wieder nachträglich zugeben?

    Woher stammt die Information, dass dein Ca:Mg-Verhältnis 1:1 ist?
    Ist das der Wert deines Wasserversorgers oder eine eigenen Messung (Messfehler?).

    Normalerweise enthält Leitungswasser wesentlich mehr Calcium als Magnesium,
    den Calciumgehalt kannst du daher grob aus der GH errechnen, 20 mg/l Calcium entsprechen etwa 3°dH.
    Je höher du die GH lässt, desto höher ist dein Ca-Gehalt.

    Hallo Michael,

    es gibt zwei verschieden Hanna Checker, den HI713 und den HI736.
    Beide messen gelöstes Phosphat (in unterschiedlichen Konzentrationsbereichen),
    aber nur das HI713 gibt den Wert als PO4 an. Beim HI736 wird nur
    der im Phosphat enthaltene Phosphor angegeben, deshalb musst
    du diesen Wert mit 3,1 multiplizieren.

    Wichtiger als die Messwerte ist jedoch die Beobachtung der Korallen:
    Wenn die Werte niedrig sind und die Korallen Probleme zeigen,
    dann ist es Zeit, mehr Nährstoffe zuzugeben (mehr Fischfutter, Phosphat- oder Nitratlösung...).

    Hallo Frank,

    deine nn Messwerte für NO3 und PO4 können bedeuten, dass gerade noch ein bisschen Nährstoffe da sind,
    oder dass zu wenig Nährstoffe im Wasser sind. Das kannst du nicht sicher unterscheiden.
    Für deine Korallen bedeutet es aber Leben oder Tod.

    Je kleiner ein Aquarium ist, desto größer ist das Risiko bei nn.

    Hallo Andi,

    es gibt Riesenunterschiede beim Leitungswasser, je nachdem wo du wohnst.
    Das betrifft z.B. den Silicat-, den Carbonat- und den Nitratgehalt.

    Wenn bei deinem Leitungswasser diese Werte ausreichend niedrig sind,
    dann kannst du dieses Wasser verwenden. Ich würde aber vorsichtshalber
    einen Kohlefilter verwenden, um zu vermeiden, dass eine Chloreinleitung
    (z.B. bei einem Rohrbruch) zur Katastrophe führt.

    Hallo Ingrid,

    Aluadsorber bestehen aus Aluminiumoxid,
    die Folie aus Aluminium. Das bildet zwar
    auch eine Oxidschicht an der Oberfläche,
    eine Korrosion im Meerwasser findet aber trotzdem statt.

    Außerdem gibt es auch ab und zu sogar Berichte von
    Korallenreaktionen auf Aluadsorber.

    Hallo Mike,

    ich kann nur unterstreichen, was Hans-Werner sagt.
    Die Intensität von blauem Licht wird leicht unterschätzt.

    Das Problem ist, dass Blau für Menschen dunkel, für Korallen dagegen sehr hell wirkt.
    Die Folge kann sein, dass die Koralle nachts nicht "schlafen" kann,
    d.h. ohne die notwendige Ruhephase lebt. Und das erträgt sie nicht lange...

    Hallo Frank,

    wenn dein Aquarium pro Tag 1° KH verbraucht,
    dann musst du natürlich mehr als 1° zugeben,
    um den Wert zu erhöhen.

    Die Aussage mit dem 1° pro Tag bezieht sich auf die Erhöhung,
    nicht auf die Zugabe. In deinem Fall entspricht eine Zugabe von 2° pro Tag
    einer Erhöhung um 1° pro Tag.

    Hallo Butch,

    deine hohen Cu und Zn-Werte könnten von der Wasserleitung herrühren.
    Allerdings sollte deine UO den Großteil rausholen. Lass am besten
    mal eine Leitungswasserprobe untersuchen.
    Und überprüfe den Leitwert vor und hinter deiner UO.

    Torsten: 1000 mg/l weniger Natrium = -10% (erklärbar durch Salinität)
    8,9 µg/l Cu = + 350%
    51,5 µg/l Zn = + 2.000% (der Wert in der Tabelle muss 0,4 µg/l heißen)

    Hallo zusammen,

    es ist schade, dass eine eigentlich für die Meerwasseraquaristik nützliche Entwicklung
    scheinbar gerade eher verunsichert. Das liegt sicherlich zum Teil an Haltungen wie
    "was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht; früher war alles besser; ich hab schon immer...".
    Aber auch an Geheimnistuerei, Übertreibungen und dem Erzeugen von nicht erfüllbaren Erwartungen
    von Seiten einzelner Anbieter.

    Der Vorteil einer Analytik wie sie Reefanalytics oder Triton anbieten liegt eindeutig darin,
    dass Nährstoffwerte (PO4 und NO3) und andere übliche Parameter wie z.B. Ca, K, Mg genau gemessen werden.
    Das Risiko von falschen Eingriffen auf Grund von Fehlmessungen wird dadurch minimiert.

    Auch können bisher für den Aquarianer nicht messbare Hauptelementkonzentrationen ermittelt werden
    und dadurch z.B. falsche Zusammensetzungen von Mersalzmischungen erkannt werden.

    Stark überhöhte und dadurch problematische Spurenelementkonzentrationen können zumindest
    zum Teil ebenfalls erkannt werden. Jedenfalls besser als mit aquaristischen Tröpfchentests.

    Das sind unbestreitbaren Vorteile.

    Diese eindeutigen Vorteile können aber durch zu statische Pauschalangaben, etwa mit Ampelfarben,
    leicht zu Verunsicherung führen, vor allem wenn sie nicht in Relation zur Salinität der Probe gesetzt werden.
    So hat eine Angabe wie "Natrium -9%" hat höchstwahrscheinlich die Ursache in einer geringen Salinität.
    Wird die Salinität aber nicht angegeben bzw. gar nicht erst ermittelt, ist eine solche Angabe nicht sinnvoll,
    denn ich kann nicht die Makroelementkonzentrationen eines Meerwassers mit Salinität 35 als Grundlage
    für die Bewertung einer Probe mit z.B. Salinität 32 heranziehen.

    Auch beim PO4 wird meines Erachtens ein sehr niedriger Wert als "Referenz" angesetzt. Daraus ergibt sich,
    dass PO4-Konzentrationen, die im Riffaquarium sinnvoll sind, mit "rot" bewertet werden.

    Bei den Spurenelementen werden dagegen zu hohe Erwartungen geweckt. Hier werden die Grenzen
    der verwendeten Technik erreicht, ohne dass das im Einzelnen auch so erklärt wird.

    Fazit: Diese technische Entwicklung könnte ein großer Fortschritt für die Aquaristik sein, aber nur wenn sie richtig angewandt, beschrieben, erklärt und verstanden wird.
    Lieber ein paar Spurenelementangaben weniger, dafür aber ein Komplettpaket mit Angabe aller grundlegenden Parameter wie Salinität, KH usw.

    Hallo zusammen,

    die angegebene Formel "Na²CO3 + H2O = NaHCO3 + NaOH" ist falsch.

    In Wirklichkeit bildet sich aus einem Teil des Carbonats im Wasser Hydrogencarbonat,
    so dass die Formel lautet: 2 Na2CO3 + H2O -> 4 Na+ + CO3-- + HCO3- + OH-
    (Ganz genau ist die Formel dann immer noch nicht, da nicht exakt 50% CO3-- und 50% HCO3- entstehen)

    Hallo Dirk,

    bei der Nitrifikation finden 2 Redoxreaktionen statt:
    erst wird der Stickstoff im Ammoniummolekül oxidiert, dann der Stickstoff im Nitritmolekül.
    Reduziert wird dabei jeweils Sauerstoff, denn natürlich findet bei jeder (Stickstoff-)Oxidation
    gleichzeitig eine (Sauerstoff-)Reduktion statt.

    Hallo Thomas,

    aus dem Reefs Magazine Artikel ergibt sich, dass mit der ICP-OES von Triton Al, B, Ba, Br, Ca, K, Li, Mg, Na, S, und Sr sehr genau gemessen wurden.
    Von diesen Elementen kann konventionell nur Ca und Mg ausreichend genau und K halbwegs genau bestimmt werden.
    Der Phosphatwert kommt ebenfalls ganz gut hin, allerdings nicht besser als bei eine guten Photometermessung.

    Leider wurde Nitrat nicht berücksichtigt, aber das wird auch mit anderen Methoden (HPLC oder IC) bestimmt.

    Dass aber ausgerechnet Iod relativ weit daneben liegt, ist allerdings ärgerlich.

    Hallo Christian,

    eine pH-Erhöhung von 8,0 auf 8,6 bedeutet extremen Stress für ALLE Aquariumbewohner,
    nicht nur für die Dinos! Es besteht die Gefahr von Tierverlusten.

    Außerdem wird durch die Zugabe von jeder Lauge auch die KH erhöht.

    Hallo zusammen,

    das ist ja hübsch, dass ich nach meinem Urlaub hier so eine interessante Diskussion vorfinde :smiling_face:

    Man könnte die Ausgangsfrage auch so stellen: welches Fahrrad ist fast so schnell wie ein Porsche?
    Denn das was aquaristische Tests einigermaßen messen können (Ca, Mg, KH, PO4, mit Einschränkungen NO3
    und noch einige wenige andere Parameter) und das was eine ICP-OES und eine HPLC, IC und allein
    schon ein vernünftiges Photometer kann, da liegen Welten dazwischen.

    Dass auch diese Methoden ihre Grenzen haben, ist klar. Die branchenübliche Geheimnistuerei verhindert aber leider,
    dass diese Grenzen klar erkennbar sind. Daher ist der Versuch, der im Reefs Magazine beschrieben wird, auf jeden Fall hilfreich.
    Er bestätigt, dass die Ergebnisse im Großen und Ganzen sehr gut sind, dass es aber auch Ausreißer gibt (von der auf Korallenriff
    erwähnten Erklärung, dass dies an der verwendeten Säure liegt, halte ich übrigens nichts).

    Fazit: Analysen, wie sie Triton oder Peter Gilbers anbieten, sind ein großer Fortschritt für die Aquaristik.
    Sie bieten bei den konventionell messbaren Parametern wesentlich genauere und zuverlässige Ergebnisse, als sie mit Tröpfchentests je erreichbar sind.
    Darüber hinaus können sie Parameter messen, die bisher für den Laien nicht messbar waren.

    Wie schon richtig erwähnt wurde, muss man Messwerte, egal wie sie ermittelt wurden, natürlich auch interpretieren können.
    So bedeutet z.B. 9% weniger Natrium einfach nur, dass die Salinität nicht 35 sondern 32 beträgt. Das ist nix schlimmes :winking_face:

    Hi Klaus,

    oK, nur ein Missverständnis.
    Ich interpretiere bei Osmoseanlage die Membran, du den Filter.
    Was er wirklich gemeint hat, kann uns nur Andy verraten :smiling_face:

    Aber das werde ich wohl erst nach meinem Urlaub erfahren.

    Hallo Klaus,

    Schmutz aus der UO? Da finde ich höchstens Kalk.
    Schmutz sollte eigentlich im Feinfilter hängen bleiben.

    PS: oder war das so eine Fehlkonstruktion, wo der Kohlefilter
    NACH dem Feinfilter sitzt? Aber selbst da wäre die Brühe
    höchstens schwarz und nicht braun.

    Hallo Sebastian,

    der Farbumschlag ist nicht immer eindeutig zu interpretieren.
    Wenn man so eine Messung nur ab und zu durchführt, ist die Fehlerquote groß.

    Daher empfehle ich die Verwendung einer Referenz zum Üben,
    denn damit weißt du genau, was der wirkliche Wert ist,
    und kannst so die nötige Routine entwickeln, um fehlerfreiere Messungen zu erreichen.

    Hallo Padde,

    das ist zwar nett von deinem Bekannten,
    aber wenn sie in dem Labor keine Erfahrung mit Meerwasser haben,
    dann werden sicherlich auch einige unsinnige Ergebnisse herauskommen.

    Und je nachdem welche Techniken sie verwenden,
    werden sie den Versuch mit Meerwasser hinterher bereuen.