Beiträge von Armin Glaser

    Hallo Marko,

    ist dir bewusst, dass du deine Cree XP-E R2 gerade mal mit 170 mA/0,5 Watt betreibst womit sie nur 57 Lumen produzieren?
    Halb so viele LEDs, die mit 350 mA/1 Watt betrieben werden, hätten für das halbe Geld das gleiche Licht produziert.
    Der Arbeitspunkt und damit die Effizienz ist bei 170 mA nicht besser als bei 350 mA. Schau dir mal die Datenblätter an.

    Hallo Kenny,

    optimal sind etwa 450 nm, aber 20 nm mehr machen kaum etwas aus.

    Bei der Wärmeabfuhr bin ich auch skeptisch, ich habe schon zu viele überhitzte HQI repariert um mir vorstellen zu können,
    dass im gleichen Gehäuse eine 50 W LED überleben kann. Willst du wirklich nur einen passiven Kühlkörper montieren,
    der die Wärme in das heiße Gehäuse abgeben muss?

    Hallo Marko,

    messe mal die Ausgangsleistung deiner Netzteile. Die Verbrauchsmessung ist nicht sonderlich aussagekräftig,
    da du den Wirkungsgrad nicht kennst. außerdem kannst du dich bei einfachen Netzteilen nicht auf die aufgedruckten
    Angaben verlassen.

    Wenn man deine Angaben mal mit einem hypothetischen Wirkungsgrad von 100% durchrechnet, dann betreibst du
    deine LEDs mit 700 mA (ausgehend von 75 W bei 18 V und sechs parallelen Fünferreihen). Dann verbrät jeder
    deiner 10 Ohm Widerstände 5 Watt, das sind 30 Watt insgesamt. Das erscheint mir nicht sehr sinnvoll. Außerdem
    machen das deine 1 Watt Widerstände nicht lange mit.

    Hallo Jürgen,


    die Werte sind sehr ungewöhnlich, kann es sein, dass du oder dein Lieferant Ca und KH oder Mg und KH verwechselt hat?
    Setze mal 1 Liter frisches Meerwasser mit der Salinität 35 (= Dichtet 1,023 bei 25°C) an ud messe davon KH, Ca und Mg.
    Dann gib 1 Teelöffel Calciumchlorid und 1 Teelöffel Magnesiumchlorid zu der Probe und messe nochmal KH, Ca und Mg.

    Hallo Stefan,

    wie Philipp schon geschrieben hat, geht es dort um Korallenbecken, fast ohne Fische. Wenn du so etwas einrichten willst,
    kann ein Rieselfilter sinnvoll sein, um den Korallen ein wenig Nitrat zu beschaffen. Im normalen Meerwasseraquarium
    hast du aber wahrscheinlich kein Interesse an Nitratproduktion. Dort sollten Biofilter anders arbeiten und
    statt Nitrat elementaren Stickstoff produzieren.

    Hallo zusammen,

    ich muss zu dem Thema Magnesium noch etwas ergänzen, weil das Silbermann-Salz im Zusammenhang mit
    sehr hohen Magnesiumwerten genannt wurde: Silbermann gibt einen Magnesiumwert von 1400 mg/l an. Das ist
    etwas höher als die natürlichen 1314 mg/l, aber weit entfernt von den in diesem Thread erwähnten Werten von 1500
    und 1700 mg/l. Und vor allem: bei diesen Salzen sind die wichtigen Angeben Ca, Mg, K, KH und Sulfat auf der Packung angegeben,
    was ich für einen großen Vorteil halte.

    Die Schwermetalle bleiben dagegen allgemein eine Grauzone. Als Aquarianer können wir nur hoffen, dass die Hersteller
    möglichst reine Ausgangsstoffe nehmen und keine gewagten Schwermetallzugaben machen. Eine Angabe wie
    "pharmazeutisch rein" kenne ich nur von Tropic Marin. Wichtig ist der Erfahrungsaustausch unter den Aquarianern,
    wie er hier stattfindet, um sich häufig wiederholende negative Effekte erkennen zu können.

    Peter: Deinen Optimismus, dass eine Marke, die z.B. technische Salze enthält, einfach so "vom Markt verschwindet"
    kann ich nicht ganz teilen. Dagegen spricht für mich allein schon Claudes Beitrag in diesem Thread.

    Hallo Honk,

    welches Licht dir am besten gefällt, kannst du natürlich nur selbst entscheiden :grinning_squinting_face:

    Als Experiment fände ich ein Rot im Bereich von 650-700 nm am interessantesten. Aber konstruiere die Leuchte unbedingt so,
    dass du das Rot notfalls abschalten kannst, falls es nur zu Fadenalgen- oder Cyanowachstum führt.

    Hallo Marcel,

    ich verstehe deine erste Frage nicht ganz, oder war's nur eine Namensverwechslung?

    A propos Verwechslung: Wenn wir von "Balling" sprechen, müssen wir uns immer darauf einigen, welche Methode
    wir meinen. Ich verstehe, wie auch in meinem Buch auf S.63 beschrieben, unter "Balling-Methode" die Zugabe von
    Calcium und Carbonat bei gleichzeitiger Neutralisierung des dabei entstehenden Natriumchlorids. Mit Magnesium
    und Spurenelementen hat das nichts zu tun (Mensch Hans-Werner, hättste deine späteren Versuche nicht als
    "Hans-Werner-Methode" bezeichnen können? :winking_face: )

    Daher steigt bei der Balling-Methode auch nicht der Magnesiumgehalt des Wassers. Dies kann nur an einer
    Magnesiumzugabe, dem verwendeten Salz oder dem natürlichen oder künstlichen Gestein im Aquarium liegen.

    Hallo Sven,

    NaCl-freies Salz ist MgCl2 + Na2SO4 + CaCl2 + KCl + KBr + H3BO3 + SrCl2 + NaF + NaHCO3.
    Und zwar exakt in dem Verhältnis wie in einer Meersalzmischung.

    Mit der Zugabe von Magnesiumchlorid, Kalium und Spuris bekommst du dagegen niemals die Meersalzzusammensetzung hin.

    Hallo Sven,

    bei der CaCl2/NaHCO3-Zugabe ensteht als "Abfallprodukt" NaCl. NaCl allein würde die Zusammensetzung des Meerwassers verändern.
    Daher gibt man das NaCl-freie Salz dazu, das mit dem NaCl zusammen ganz normales Meersalz.ergibt.

    Hallo Jörg,

    der niedrige pH-Wert macht dem PO4-Adsorber keine Probleme, ganz im Gegenteil, er erhöht seine Adsorptionswirkung sogar:
    Funktionieren wird das Ganze aber trotzdem nicht, weil der Schwefelfilter einen viel niedrigeren Durchlauf als der
    Phosphatadsorber braucht.

    Hallo Stefan,

    HQI-Licht sieht anders aus als T5-Licht, jedes HQI-Brennermodell und jedes T5-Röhrenmodell erzeugt ein anderes
    Licht und damit einen anderen Lichteindruck. Daher sieht auch jedes LED-Licht "irgendwie anders" aus als HQI und T5.
    Und natürlich unterscheiden sich verschiedene LED-Leuchten im Lichteindruck voneinander.

    Physiologisch sind alle 3 Beleuchtungsarten für das Riffaquarium geeignet, ökologisch spricht inzwischen alles für LED,
    aber ob es einem gefällt, bleibt nach wie vor eine Frage des persönlichen Geschmacks.

    Hallo Stefan,

    mit den Lüftern gebe ich dir vollkommen recht. Da gibt es ein paar Billigprodukte, die sind unerträglich laut. Aber Aktivkühlung
    mit leisen Lüftern gibt es auch, und natürlich die lautlosen passiv gekühlten Leuchten.

    Die Kelvinwerte sind bei LEDs übrigens deutlich aussagekräftiger als bei anderen Leuchtmitteln. Hier geht es mehr
    oder weniger nur um das Verhältnis des Blaupeaks zum gelb-grün Bauch. Daher kann man auch bei einer Relativmessung
    wie den von Philipp veröffentlichten Diagrammen eine Aussage über den ungefähren Kelvinwert machen.

    Außer dem Preis gibt es übrigens noch ein potentielles KO-Argument gegen LED: den persönlichen Geschmack!
    Es gibt Menschen, wie z.B. meine Freundin, denen gefällt HQI einfach besser als LED. Dagegen werden wohl
    nur zukünftige RGB-LEDs helfen können.

    Hallo Chris,

    das sind mal vernünftige UO-Anlagen mit 1:2 ohne und 1:1 mit Boosterpumpe! Mehr Abwasser ist unsinnige Verschwendung,
    aber leider oft genug noch üblich.

    Schau dir aber noch mal die Silicatdaten deiner Membranen an. Ich denke die sind besser als nur 80-85% Rückhaltung.

    Hallo Alex,

    erst mal herzlichen Glückwunsch zu der Lösung deines Vibrationsproblems. Ich habe die ganze Zeit mit dir mitgezittert,
    da ich vor einiger Zeit das gleiche Problem hatte.

    Eins interessiert mich noch brennend: was ist bei dir genau mit der Beleuchtung passiert? Wie beleuchtest du normalerweise,
    was war wie lange anders und was hatte das für Auswirkungen?

    Hallo Marco,

    bei dem hohen Calciumwert musst du keine Angst vor Auflösungserscheinungen deiner Korallenskelette haben.

    Erhöhe die KH auf ca. 8 und gib solange kein Ca zu, bis sich der Wert normalisiert hat. Messe dazu jeden Tag
    Ca und KH. Das hat den Vorteil, dass du Messroutine bekommst und Messfehler dadurch unwahrscheinlicher
    werden, und dass du ein Gefühl dafür entwickelst, wie viel Ca und KH dein Aquarium tatsächlich benötigt.

    Wenn sich alles wieder eingependelt hat, reicht natürlich eine wöchentliche Messung völlig.

    Hallo zusammen,

    eine interessante Diskussion läuft hier!

    Leider werden aber ein paar Dinge ungenau bschrieben bzw. geben nicht den heutigen Stand der Technik wieder.
    Moderne LED erzeugen mehr Licht als andere in der Aquaristik übliche Lichtquellen (HQI und T5), egal ob dieses
    Licht in Lumen oder µmol/m°2 (oft als PAR bezeichnet) gemessen wird. Gerade bei der PAR-Messung brillieren
    die blauen High-Power LEDs besonders, da hier ihr eigentliches Spektrum (blau) voll bewertet wird, während bei
    der Lumenmessung das blaue Licht eine geringere Rolle spielt und vor allem das indirekt erzeugte grün-gelbe Licht
    gemessen wird.

    Hinzu kommt das günstige Abstrahlverhalten der LEDs, das Reflexions- und Abschattungsverluste vermeidet.
    Ich habe das alles im Meerwasseraquarianer 4/2010 beschrieben. Auch wenn die Technik zu Gunsten der LEDs
    inzwischen schon wieder ein Jahr vorangekommen ist, empfiehlt es sich, diesen Artikel einmal zu lesen,
    um vorschnelle Urteile über LEDs zu vermeiden.

    LED erzeugen übrigens im Gegensatz zu den anderen Leuchtmitteln keine Wärmestrahlung. Sie geben nur konduktiv
    Wärme über Kühlkörper ab. Dies ist aber logischerweise auf Grund der höheren Lichtausbeute weniger Wärme,
    als von den anderen Leuchtmitteln abgegeben wird.

    @philipp: Zu den Spektren, die du abgebildest hast, habe ich noch Fragen: Das erste Spektrum zeigt eine relativ
    warme weiße LED, das 2. Spektrum eine blaue. Diese hat den gleichen Peak wie die Weiße, was nicht optimal
    für deren Kombination ist.
    Aber was ist das für ein 3. Spektrum? Es passt nicht zu den anderen beiden und zu der Beschreibung deiner Lampe.
    Wo soll der 434 nm Peak herkommen? Und was gleicht die 490 nm Senke aus? Rätselhaft.

    Hallo,

    nein! Der pH bleibt bei Calciumchlorid, egal ob mit Hydrat oder ohne, unverändert. Ich wollte ihn nur kontrollieren lassen,
    um zu erkennen ob es sich möglicherweise um Calciumhydroxid handelt.

    Wenn du dein Salz in eine Meerwasserprobe oder in Leitungswasser gibst (außer wenn das Leitungswasser extrem weich ist)
    lässt sich das Calcium nachweisen.

    Zu deiner 2. Frage: Wenn zu viel Calcium ins Aquarienwasser gelangt, dann bilden sich Kalkablagerungen. Diese
    bestehen aus Calcium und KH (Carbonaten). Daher geht die KH zurück.

    Hallo Matthias,

    die unverrippte Aluplatte reicht auf keinen Fall für die Kühlung. Da wirst du etwas mehr Aufwand betreiben müssen.

    Hält dein Wärmeleitkleber die LEDs wirklich? Ich habe bis jetzt mit diesen Klebern schlechte Erfahrungen gemacht,
    die Festigkeit war äußerst gering. Welchen Kleber verwendest du?

    Hallo Liane & Michael,

    wenn es zischt und heiß wird, ist es normalerweise wasserfreies Calciumchlorid. Ihr könnt es nachweisen, indem ihr
    einen Teelöffel davon in einem Liter Wasser löst, dann den pH messt (er sollte unverändert bleiben) und anschließend
    den Calciumgehalt. Dieser sollte deutlich ansteigen.

    Grundsätzlich rate ich aber davon ab, Chemikalien zu verwenden, die nicht endeutig deklariert sind.