Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    das ist wieder einmal typisch für die deutsche Bürokratie. Ich wundere mich nur, dass - zumindest ich - davon nichts im Vorfeld erfahren habe. Oder ist mir da etwas entgangen? Offensichtlich schlagartig sind alle Angebote im deutschen Onlinehandel verschwunden. Nun muss ich über einen Freund mit Arztpraxis oder im Ausland eine Bestellung versuchen.
    Wenn ich richtig gelesen habe, gilt das Verbot nur für den Versandhandel. Im Zoohandel vor Ort müsste dies dann wohl verkauft werden können. Leider habe ich im hiesigen Raum noch nirgends gesehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    deine Schlussfolgerung und die in den vorausgehenden Antworten sind richtig. Lanthan lässt Phosphat als sehr schwer lösliches Lanthanphosphat ausfallen. Wenn nicht mehr ausreichend Phosphat vorhanden ist, kann es sich nicht verbinden und verbleibt messbar im Wasser.
    Mit 0,01 mg/l PO4 bist du schon ganz nahe der Limitierung! Daher Dosierung unbedingt reduzieren.

    Gruß

    Bernd

    PE Rohre kann man nicht kleben. Du meinst sicher PVC Rohre.

    Das ist nicht der Fall! PE-Rohr lässt sich durchaus kleben, in der Regel mit EVA-Schmelzklebern. Dies wird sowohl bei Montagen - z.B. bei Kaltwasserleitungen - oder Industrieverklebungen gemacht. PE-Rohr ist trinkwasserfest, gegenüber PVC bei einigen Chemikalien sogar beständiger (z.B. Jod) und lässt sich bis zu einem gewissen Grad biegen (flexibler und lässt sich daher etwas leichter verlegen).
    Es gibt hierfür aber auch jede Menge absolut dichter Steck- und Winkelverbinder, womit das Kleben überflüssig wird.
    Im Bewässerungsbereich und Wasserleitungsbau wird das Material inzwischen weit angewendet.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Oliver,

    natürlich geht dies auch mit PE-Rohr, aber ein guter Schlauch (hochwertiger Gartenschlauch) hält den Druck genauso aus. Ich habe im Garten eine Tiefwasserpumpe mit extrem höheren Druck und da ist auch nichts undicht. Natürlich müssen die Anschlüsse ordentlich sein, wobei der Pumpenanschluss ohnehin unter Wasser und der Zu- und Ablauf innerhalb des Aquariums sind. Wenn da einmal etwas tropfen sollte, kann da nichts passieren.
    Vorteil des Schlauchs ist dessen Flexibilität und der geringere Druckverlust gegenüber PE-Rohr, bei dem zwangsläufig mehrere Winkel eingeklebt werden müssen. Die führen immer zu Reibungsverlusten.
    Natürlich muss aber die Umlaufmenge des Wassers, die infolge der Höhe sinkt, nicht unbedingt hoch sein!
    Sie soll ja nicht die Strömungspumpen ersetzen.

    Noch angemerkt: Auch die ganze Elektrik für Beleuchtung und Pumpen (bei mir mit einfachen Zeitschaltuhren und FI-Schalter)) befindet sich unten; es laufen da nur die Stromzuleitungen nach oben. Oben im Unterschrank des Aquariums habe ich nur Schalter für jedes einzelne Gerät und Überbrückungen der Beleuchtung, damit ich diese bei Bedarf auch außerhalb der geregelten Zeit bei Bedarf anschalten kann. Das sind dann relativ viele Kabel, die man unbedingt markieren sollte. Sonst blickt man bei eventuellen Störungen nur schwer durch!


    Gruß

    Bernd

    Hallo Oliver,

    genau deine Planung mit einem Riffbecken im Wohnzimmer und einem Technikbecken ein Stockwerk tiefer läuft bei mir seit Jahren hervorragend.
    Mit einer Jebao 10 000 Eco-Pumpe wird der Höhenunterschied problemlos und zuverlässig überwunden. Der Zu- und Hauptablauf erfolgt über "normalen" 3/4-Zoll Schlauch, der Notablauf über 32 mm PE-Rohr. Den Hauptablauf habe ich zur Verhinderung von Ablaufgeräuschen so gestaut, dass nur noch minimalste Wassermengen lautlos über den Notablauf fließen.
    Da Technikbecken im Hobbyraumbeleuchte ich nur mit billigen T8-Lampen. Dort befindet sich auch die gesamte, teilweise selbst konstruierte Technik (Abschäumer, Kalkreaktor, Kalkwassernachfüllanlage, Osmosanlage ,Hauptheizung usw..
    Besetzt ist es mittlerweile mit größeren Mengen überschüssigen Nachwuchses von diversen Lederkorallen und einigen Montiporas.
    Durch das große Wasservolumen (TB 1000 l, Riffbecken 500 l), lassen sich die Wasserwerte sehr stabil halten).

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rüdiger,

    es liegt mir fern, deine Erfahrungen in Zweifel zu ziehen. Hajo hat ja ähnliches berichtet und auch früher gab es hier schon ähnlich kontroverse Diskussionen. Aber wie du auch hier in diesem Thread lesen kannst, haben neben mir eben auch andere Leute positive Bewertungen berichtet, und meine Erfahrungen beziehen sich auf mehrere verschiedene Modelle, auch auf ältere.
    Vielleicht sind die negativen Erfahrungen auch nicht mehr ganz so aktuell ? Aber was soll´s, jeder muss für sich selbst entscheiden was er kaufen möchte.
    Nur deinen Rat zu den Ecotech Vortech Pumpen fand ich vor dem Hintergrund der von Tobias angeführten Vorgaben schon ein bisschen unglücklich; sicher aber kein Grund zum Streit. :wink

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Hajo,

    die Chinesen haben sich wohl auch technisch deutlich weiterentwickelt. Dies ist offensichtlich nicht nur bei Aquarienpumpen der Fall. Ohne deren Waren wären wir heute ja genauso aufgeschmissen wie beim Gas aus Russland. Viele deutsche Hersteller beziehen inzwischen auch Teile oder ganze Geräte aus chinesischer Produktion.
    Vielleicht verrät uns Klaus auch, was er lt. seinen Berichten von Geschäftsreisen nach China dort gemacht hat. Nur Reis gekauft?

    Aber klar, jeder hat so seine Erfahrungen gemacht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    sorry, aber ich habe nun wirklich vollkommen andere Erfahrungen mit Jebao !!! Meine Jebao MDC - 10000 stellt einen Dauerkreislauf zwischen meinem großen Technikbecken im Bastelraum, ein Stockwerk tiefer, und dem Riffbecken im Wohnzimmer her. Der Höhenunterschied beträgt gut 3,50 Meter.
    Die Pumpe ist so gut wie nicht hörbar und fördert extrem konstante Mengen. Dies kann ich genauestens beobachten, denn mein Hauptablauf wird aufgestaut und der Notablauf so geregelt, dass nur wenige Tropfen überlaufen. Da bleibt die Menge - im Gegensatz zu früher verwendeten Pumpen - über lange Zeit völlig gleich. Präzis regulieren kann ich die Durchflussmenge über den ganz fein einstellbaren Kontroller. Fiepen tut bei mir überhaupt nichts.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Rüdiger,

    meine Becken sind und waren immer abgedeckt, Sauerstoffmangel gab es nie. Abgedeckt heißt ja nicht luftdicht. Spalten zum Luftausgleich sind normalerweise immer vorhanden. Voraussetzung ist natürlich eine ausreichende Oberflächenbewegung des Wassers.
    Zu den Pumpen haben außer mir ja auch Andere ihre Erfahrungen berichtet. Was aber soll eine Strömungspumpe, die in der kleinsten Ausführung für ca. 370 Euro bis zu 9500 l/h bringt, stark abgeriegelt in einem 1oo Liter Low-Cost- Becken? Für entsprechende Becken geeignete und ausreichende Pumpen von Tunze gibt es schon für 40 - 50 Euro. Die laufen bei mir - in den Aufbauten verdeckt eingebaut - ununterbrochen und geräuschlos seit zig Jahren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Tobias,

    für Korallen und Co. sind Sonnenaufgang und -untergang absolut unnötig, Mondlicht in den meisten Fällen sogar eher schädlich. Manche Fische können nach dem Neueinsetzen durch plötzliches An- und Ausgehen des Lichtes erschrecken. Das ist im Süßwasseraquarium ja auch nicht anders. Einige neigen dann zum Herausspringen. Da die Dimmtechnik die Leuchten schon wieder deutlich teurer machen, kann man sich auch damit behelfen, dass man abends die Raumbeleuchtung noch ein paar Minuten an lässt. Ich mache das schon immer so. Nach kurzer Zeit haben sich die Fische aber auch schnell an Lichtwechsel gewöhnt.

    Nichts passieren kann, wenn man das Becken mit Glasscheiben abdeckt. Damit wird auch die Verdunstungsrate deutlich gesenkt. Da viele Aquarianer mit LED-Hängeleuchten arbeiten, die wegen der Farbmischung einen relativ großen Abstand zur Wasseroberfläche benötigen, werden deren Becken ohne Abdeckung betrieben. Ich persönlich mag dies wegen des Streulichts im Wohnraum nicht. Bei T5-Röhren hat man dieses Problem nicht.

    T5-Röhren gibt es in vielen Längen. Sehr bewährt haben sich die "Aquablue Spezial" (entgegen des Namens ein weißes Licht) und "Blue Plus" (blau) von ATI in Kombination. 1 Watt/Liter benötigst du nur für Steinkorallen. Zweimal 39 Watt / 84,9 cm Länge wären bei dir wohl geeignet.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    hier haben einige Leute offensichtlich nicht richtig gelesen! Tobias möchte zunächst ein kleines Meerwasseraquarium ohne hohe Kosten und Schnickschnack. Empfohlen werden ihm teure Geräte und preiswerte madig gemacht. :mauer:
    Tobias, es macht durchaus Sinn, zunächst ganz einfach anzufangen. Da wächst man am besten in die Materie ohne Enttäuschungen hinein. Ein paar Weichkorallen, Zoas, Scheibenanemonen und einige kleine robuste Fische, eine einfache T5-Beleuchtung, einen normalen Stabheizer und eine kleine Tunze-Strömungspumpe. Das reicht durchaus für den Anfang. Später dann vielleicht eine kleinen gebrauchten Abschäumer und eine kleine, preiswerte Osmoseanlage.

    Weichkorallen etc. kann man meist preisgünstig von anderen Aquarianern kaufen. Da gibt es viele Angebote.

    Und nur am Rande angemerkt: Jebaopumpen laufen bei mir seit Jahren problemlos und manche angebliche Hightechgeräte werden auch aus Chinateilen zusammengeschraubt. Mit einfachen Geräten kauft man nicht unbedingt zweimal. Aufstocken kann man später immer noch. Viele Leute werden aber zum Kauf teuren Schnickschnacks animiert, kommen dann aber mit der Meerwasseraquaristik nicht klar und dann wurde das Geld zum Fenster rausgeworfen!

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ehrlich gesagt, in füttere meine Fische nur einmal am Tag ohne jegliche Spezialisierung und dies im täglichen Wechsel mit normalem guten Flockenfutter und Frostfutter ( dieses allerdings gemischt in insgesamt in sechs verschiedenen Sorten - rote, schwarze und weiße Mücklarven, Mysis, Krill, Artemia). Das Flockenfutter habe ich mit etwas Granulatfutter und zusätzlichem grünen Flockenfutter angereichert. Hinzu kommt etwas Grünfutter, jetzt z.B. wieder frische Löwenzahnblätter. So bestehen ausreichende Auswahlmöglichkeiten je nach artbezogenen Ansprüchen).
    Ich gebe nur soviel Futter in das Becken, wie es in kurzer Zeit gefressen wird.

    Einige meine Fischopas sind mit mir alt geworden und immer noch putzmunter; abgemagerte Hungerhaken - besonders Mandarinfische - habe ich schon mehrfach eher aus Mitleid bei Händlern mitgenommen und wieder aufgepäppelt.

    Natürlich hat jeder so seine eigene Philosophie, aber eine Wissenschaft habe ich daraus nie gemacht. Da unsere Fische im Aquarium nie soviel Bewegung wie in der Natur haben, weit weniger Fluchtenergie aufbringen müssen und normalerweise weniger gestresst werden, ist ihr Kalorienverbrauch sicher auch geringer. Hinzu kommt, dass sie bei ordentlichen Aquarienbedingungen auch deutlich älter werden. Da ist die Gefahr der Überfütterung meist viel größer als die der Unterernährung. Und da liegt dann wohl auch oft die Ursache für überhöhte Phosphatdepots in den Becken.


    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    meine Mischung:

    ATI Blue Plus
    Osram Tageslicht
    ATI Coral Plus
    ATI Purple Plus
    ATI Blue Plus
    Osram Tageslicht
    ATI Blue Plus
    ATI Purple Plus
    ATI Blue Plus
    Osram Tageslicht
    ATI Blue Plus
    ATI Coral Plus
    ATI Blue Plus

    Früher hatte ich anstatt der Tageslichtröhren 2 x ATI Aqua Blue Special und 1 x ATI Actinic. Das Licht war mir aber zu kalt und die Actinic hat mir gar nichts gebracht. Wurde am Tag völlig überstrahlt und Blaulichtphasen möchte ich nicht.

    Gruß

    Bernd

    ich möchte noch anmerken, dass chemische Prozesse keine Einbahnstraße sind sondern IMMER in beide Richtungen funktionieren.

    Dabei kommt es aber auch immer auf die Bedingungen an! Die realen Aquarienbedingungen sind da für uns das Entscheidende.

    Uns geht es ja darum, die Phosphatkonzentrationen möglichst im gewünschten Bereich stabil zu halten. Phosphateintrag und Verbrauch auf Dauer möglichst ohne größere Schwankungen in einem Gleichgewicht zu halten, ist ohne jegliche Eingriffe ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Unter den alternativen Eingriffsmöglichkeiten, die alle auch Grenzen und Problemstellungen haben, hat sich für mich die Lanthandosierung in stark verdünnten Lösungen als bester Weg erwiesen, weil sich damit die PO4-Werte am genauesten, zuverlässigsten und einfachsten zu Handhaben steuern lassen.
    Einmal richtig eingestellt, muss ich auch nicht dauern testen. Am Erscheinungsbild der Korallen sehe ich, ob alles stimmt oder einen gelegentliche Nachjustierung nötig ist.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Burkhard,

    ich stimme dir da zwar grundsätzlich zu, auch wenn wohl deutlich tiefe pH-Werte nötig wären, die lediglich kurzfristig und kleinräumig denkbar wären, sehe darin aber kein wirkliches Problem. Derartige Rücklösungen würden sicher nicht gleichzeitig in großen Menge erfolgen, sondern minimalste Freisetzungen von Phosphat in Spuren bedeuten. Da dabei aber auch Lanthan wieder freigesetzt würde, müsste dies vermutlich auch gleichzeitig wieder phosphatbindend wirken. Bei einem stabilisierenden Dauereinsatz von Lanthan würden die freigesetzten Spuren dann ohnehin wieder miterfasst.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    das Granulat in dem abgebildeten Filter soll dessen Rohr innerhalb 6 Tagen so verstopft haben, dass nichts mehr hindurchgeflossen ist. Bei der Rohrstärke von geschätzten 10 - 15 mm müsste dies mindestens ein gehäufter Teelöffel Lanthanphosphat sein, das wären dann etwa 10 g Substrat. Gehen wir dabei von 50% Anteil reines Phosphat aus, wären dies ungefähr 5 g.
    Bei einer Absenkung der PO4-Konzentration um ganze 2 mg/l kommen wir bei 500 l Wasser auf genau 1 g reines Phosphat.
    Bei allen Unsicherheiten durch Schätzungen, wenn ich richtig gerechnet habe, kommt dies mit der optisch erkennbaren Menge einfach nicht hin.
    Die Menge des ausgefällten Lanthanphosphats ist bei meinen insgesamt 1 500 l Wasservolumen nicht einmal im ganzen Jahr so hoch.

    Gruß

    Bernd

    Ein interessanter Artikel, der im wesentlichen auch bestätigt, was wir hier ausgeführt haben. Was mich ein bisschen wundert, ist das Bild vom verstopften Filter nach einem 6-tägigen Einsatz. Für ein mit den üblichen Werten betriebenes Aquarium kann diese Menge niemals anfallen. Da müssten vor dem Lanthaneinsatz extrem hohe Phosphatwerte geherrscht oder aber der kleine Filter in einem Riesenbecken eingesetzt worden sein. Das kann man sich gut selbst vor Augen halten, wenn man bedenkt, wie wenig Masse etwa 1 mg Phosphat hat.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    ich habe mich inzwischen ein bisschen tiefer eingelesen. Es gibt Untersuchungen zum Einsatz von Lanthanchlorid in der Tiermast besonders in China, aber auch solche in Dissertationen von der tiermedizinischen Fakultät der LMU München.

    Die wichtigsten Ergebnisse:
    - Lanthanphosphat lässt sich nur bei sehr niedrigen pH-Werten wieder lösen (Diatloff et. al. 1996)
    Somit im Meerwasseraquarium kaum denkbar.
    - Lanthanchlorid wird in der chinesischen Tierproduktion erfolgreich verwendet. Es scheint die Synthese und Sekretion von Wachstumshormonen zu stimulieren, was zu schnelleren Gewichtszunahmen und besseren Futterverwertung führt (XU et. al. 1999).
    - Bei Untersuchungen der Darmflora von Geflügel, welchem zu Leistungsförderung Lanthanchlorid verabreicht wurde, konnten keine Veränderungen der Darmflora festgestellt werden. Die genaue Wirkungsweise der positiven Mechanismen ist noch ungeklärt (Dissertation Schuller, S, LMU München,
    2001).
    - Lanthan ist nur im ganz geringen Grad toxisch. Die Toxität lässt sich mit der von Kochsalz vergleichen (Wald, P.H., 1990)
    - Lanthanchlorid wird statt herkömmlicher Medikamente zur Prophylaxe und Therapie von
    Osteoporose empfohlen (Fellhaus, A. , LMU München 2000)


    Vor diesem Hintergrund scheint mir der Einsatz unter den genannten Bedingungen völlig unproblematisch.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    dies könnte aber nur bei längeren höheren Konzentrationen bei gleichzeitig sehr niedrigen Phosphatkonzentrationen im Aquarium denkbar sein. Da sich das zugegebene Lanthanchlorid sehr schnell zu unlöslichem Lanthanphosphat verbindet und ausfällt, dürfte es eigentlich bei einer langsamen Zugabe im Technikbecken gar nicht in das Aquarium gelangen und sich in irgendwelchen Organismen incl. Muscheln anreichern.
    Ob Claude hier nur theoretische Überlegungen oder tatsächliche Untersuchungen seiner Aussage zu Grunde gelegt hat, weiß ich nicht. Er schreibt ja selbst, dass es an sich keine biologische Bedeutung hat. Ich vermute, er hat nur diese Quelle fast wörtlich übernommen: https://www.lenntech.de/pse/elemente/la.htm. Diese bezieht sich aber auf reines Lanthan!

    Gruß

    Bernd

    Hallo Robert,

    Lanthan (in den angebotenen Präparaten eigentlich Lanthanchloridlösung) muss mit ausreichend Wasser in Kontakt kommen, denn sonst könnte es ja das Phosphat nicht ausfällt. Das Lanthan verbindet sich blitzschnell mit dem Phosphat zu Lanthanphosphat. Lanthanphosphat bildet eigentlich unlösliche Partikel, die nicht toxisch sind und sich im tierischen Gewebe auch nicht anreichern können. Es wird aber empfohlen, dass sie nicht direkt im Aquarium verbleiben sollten, um eine Rücklösung zu verhindern. Wie diese erfolgen könnte, ist mir allerdings unklar.

    Aus diesem Grund sollte man die Lösung im Technikbecken so zuführen, dass die Partikel nicht gleich wieder ins Aquarium zurück gespült werden. Direkt in den Abschäumer macht für mich weniger Sinn, es sei denn, man lässt den Rücklauf über ein Filtermedium laufen.
    Ich persönlich lass das stark verdünnte Lanthanchlorid allerdings einfach in das große Tb laufen und fertig, da ich es ja immer nur in Kleinstmengen zur PO4-Regelung einsetze. Mir nicht nachvollziehbare Rücklösungen würden ja bei dem Dauereinsatz sofort wieder aufgefangen.
    Schäden an Pumpen befürchte ich auch nicht und habe sie nach nun gut einem Jahr Dauereinsatz auch nicht einmal ansatzweise beobachtet.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    also meine große Tridacna hatte sogar die kurzzeitige Panne bei der Lathanüberdosierung (s. meinen Bericht zum Lanthan- "Unfall" v. 8.4.2021 hier im Forum) schadlos überstanden und dies bei völlig anderen Größenordnungen!!!

    Eine Phosphatkonzentration von 0,65 ml halte ich durchaus für bedenklich. Dies war ja der Ausgangswert, der wohl auch mit entsprechend hohen Depots verbunden war. Da hätte ich auch einen Handlungsbedarf gesehen.

    Eine unmittelbare schädlich Wirkung des Lanthans, welches ja auch in der Humanmedizin verwendet wird, auf den Organismus der Muschel halte ich für weit weniger wahrscheinlich, von entsprechenden negativen Erfahrungen hierzu habe ich auch noch nichts gelesen. Auch bei bis zu 10-fachen Überdosierungen in der Tiermedizin wurden bisher keine Nebenwirkungen festgestellt. Allerdings bewirkt Lanthan eben eine schnelle Phosphatausfällung. Eine für die Muscheln möglicherweise doch zu schnelle Phosphatsenkung erscheint mir da plausibler.

    Ein plötzliches Absterben von Mördermuscheln hatte ich früher auch schon zweimal, allerdings jeweils ohne klare Ursache.
    Man sollte die Entwicklung aber im Auge behalten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    ich hatte damals einen Ferienjob bei einem Zoohändler, habe viel Fachliteratur gelesen und war auch chemisch interessiert. Dass es bezüglich des Wassers Härtegrade gab und Neonfische beispielsweise sogenanntes "Schwarzwasser" für die Zucht benötigen, war damals für mich eigentlich aquaristisches Grundwissen. Viel später, zu Beginn meiner Meerwasserzeit, hatte ich sehr gute Kontakte zu Peter Wilkens.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    ja, die Programmierung vieler Systeme ist manchmal nicht ganz einfach, offenbar besonders bei Geräten aus dem asiatischen Raum. Da muss man sicher erst einmal hineinfinden, dann klappt es aber auch irgendwann.
    Dies gilt natürlich auch für die Frage der richtigen Lanthandosierungen. Aber mit einem systematischen Testen bekommt man dies mit Sicherheit in den Griff.
    In den 60er Jahren hatte ich auch schon meine ersten Aquarien; damals natürlich Süßwasser. Für Neonfische war da unser Leitungswasser auch zu hart. Wir haben dann das Wasser von Quellen im nahen Schwarzwald in Kanistern geholt.

    Weiterhin viel Erfolg.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    die besonders dünne Konzentration macht Sinn, denn damit lassen sich ungewollte Überdosierungen vermeiden. Man kann ja bei Bedarf problemlos die Zugabemengen der Lösung erhöhen, erfolgte Überdosierungen aber nicht.
    Auswirkungen auf Kleinstlebewesen wurden nicht beobachtet, auch bei mir nicht, als es anfänglich einmal zu einer Überdosierung gekommen war.
    Zeit würde ich mir unbedingt lassen. Korallen können sich recht schnell an höhere Werte gewöhnen, nicht aber an ein schnelles Sinken. Warum also ein Risiko eingehen.
    Zu 6.: Die Dauereinstellung ist auch kein Problem. Wichtig sind Messungen immer zum gleichen Zeitpunkt, denn der Status im Becken schwankt, besonders natürlich nach der Fütterung. Ich messe immer morgens.
    Wegen der Dosierpumpe braucht man sich keine Sorgen machen. Bei einem Ausfall passiert nicht viel, ebenso aufgrund der hohen Verdünnung auch nichts, wenn einem zu viel abgegeben würde.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    wie schon geschrieben, kann man keine Dosierungen und Zeitabläufe bestimmen. Ich würde wie folgt vorgehen:
    1. Asorber entfernen. Abschäumer immer laufen lassen, auch wenn Lanthan kein Sauerstoff verbraucht!
    2. 100 ml ElimiPhos in 10 l Osmosewasser geben.
    3. Testweise zu Start 20 ml der Lösung nahe des Abschäumers ins Becken (Tb ?) geben
    4. Nach 24 Std. Wasser testen (PO4 sollte als Zielwert um ca. 0,01 - maximal 0,02 mg/l gesunken sein)
    Ist dies nicht der Fall, Zugabemenge erhöhen, ist der Zielwert überschritten, Menge verringern. So kannst du dich an die richtige Dosierung heranarbeiten.
    5. In 0,01 - 0,02 -Schritten täglich kannst du PO4 dann bis zum "Idealwert" ( ca. 0,09 - 0,07) senken. Größere Sprünge würde ich mit Rücksicht auf die Korallen nicht machen. Mehrere Dosierungen pro Tag auch nicht, da du dann zu viel und oft messen müsstest. Bei einem Verlauf von drei Wochen bist du auf der sicheren Seite.
    6.Ist Zielwert erreicht, nun die tägliche Dosierungsmenge ermitteln, damit der Wert konstant bleibt.
    7. Anfangs regelmäßig Werte überprüfen. Bleiben diese konstant, kann man die Abstände nach und nach verlängern.

    Eine Verwendung einer Dosierpumpe ist sinnvoll.

    Gruß

    Bernd

    an Bernd;
    bezüglich Lanthan muß ich mich erst gründlicher einlesen. Denn das kann auch nicht zaubern, irgendwo verbleibt auch das damit gebundene Phosphat und tickt vor sich her. ---

    Lanthan fällt das Phosphat als unlösliches Lanthanphosphat aus. Diese kann durch Filterung oder Abschäumung aus dem System entfernt werden. Es wird sogar als Medikament in der Humanmedizin verwendet.

    Hallo,

    die Labortests sind ja auch eine sehr erfolgreiche Geschäftsidee der letzten Jahre. Da werden sich die Gerätschaften schon rentieren, denn allein mit Titriertests würden die Prozeduren viel länger gehen.
    Nur werden dabei teilweise auch völlig unnötige Dinge, speziell im Bereich der Spurenelemente, gemessen und manchmal auch noch zweifelhafte Empfehlungen gegeben. Bei manchen dieser Spurenelemente kennt man in Wirklichkeit weder angeblich nötige Dosierung noch Grenzen, gelegentlich nicht einmal die tatsächliche biologische Funktion.
    Da melden sich dann regelmäßig verunsicherte Leute zu irgendwelchen Messergebnissen in den Foren und bekommen fragwürdige Ratschläge.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    auch der Umgang mit dem Hanna Checker bedarf Sorgfalt und Übung. Dann sind die Ergebnisse aber durchaus zuverlässig bzw. für aquaristische Zwecke völlig ausreichend. Minimale Abweichungen sind ja völlig unerheblich. Wer sein Becken und seine Korallen gut beobachtet, sieht ob alles stimmt. Meine letzte Laboranalyse liegt mehr als 10 Jahre zurück. Wie meine Korallen stehen, kann man auf meinen Bildern sehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    ich würde zwar auch weiterhin regelmäßig kleinere Wasserwechsel machen, die Phosphatdepots aber mittels Lanthan (z.B. ElimiPhos rapid) abbauen. Dieses stark verdünnen (in 10 - 20 l oder mehr Osmosewasser) und mit täglich kleinen Dosierungen beginnen. Dabei ständig die Entwicklung der PO4-Konzentration testen und diese - insbesondere bei SPS-Besatz im Becken - nur langsam über Wochen senken. Feste Größenordnungen kann man nicht angeben, da alle Becken individuell sind. Durch das Testen wirst du aber relativ schnell die bei dir richtigen Zugabemengen ermitteln können. Wenn dann die Depots weitgehend abgebaut sind, kannst du PO4 mit ganz kleinen täglichen Dosierungen konstant im gewünschten Rahmen halten. Bei mir sind dies 20 ml der verdünnten Lösung bei knapp 1500 l gesamtes Wasservolumen.
    Die Zugabe erfolgt mit einer Dosierpumpe einmal am Tag direkt in das Technikbecken.

    Gruß

    Bernd

    Thomas, ich glaube, deine Eingangsfrage wurde gut beantwortet. Eventuell gehst du das etwas zu theoretisch an. Daniel hat weiter oben ja von großen Aquarien gesprochen mit sehr hohen Sandschichten. Das hat wenig mit unseren "normalen" Aquarien zu tun.
    Ich Sachen Kalkhaushalt gibt es wirklich sehr viele ausgereifte Möglichkeiten, die flexibel und einfach sind und funktionieren. Wer es ganz einfach und billig haben möchte, kauft sich die Ballingsalze und mischt es selber an. Da jetzt nochmal etwas neues zu erfinden wird schwierig werden.

    Grüße

    Chris

    Hallo Chris,

    das hast du sehr, sehr nett formuliert. Allerdings stellt sich die Frage, wie man etwas zu theoretisch angehen kann, wenn man von der Theorie keine Ahnung hat?

    Und um es hier nochmals für die "Nichtchemiker" deutlich zu machen, Calciumcarbonat, also Kalk, geht nie von allein in Lösung! Hierzu bedarf es immer einer Säure, im Aquarium nahezu ausschließlich der Kohlensäure. Auch im DSB-Aquarium löst nur die durch biologische Prozesse entstehende Kohlensäure kleine Mengen des im Bodengrund vorhandenen Kalks.
    Im Aquarium wird nicht nur von Korallen beim Skelettaufbau, sondern auch viele Kleinstlebewesen, Kalkalgen, Krebse und Schnecken bei deren Wachstum verbraucht. Mit dem CO2-Eintrag aus der Luft, aus der Atmung der Tiere oder der bei den organischen Prozessen entstehenden Kohlensäure allein, lässt sich in unseren Riffaquarien der Calciumverbrauch nicht ausgleichen. Hierzu bräuchte man eine extrem hohe CO2-Übersättigung und damit einen pH-Wert deutlich unter dem Neutralpunkt 7. Dies kann zwar in winzig kleinen abgeschlossenen Zellen etwa im Bodengrund oder auch in Poren von Lebendgestein ganz kleinräumig geschehen, aber nie im ganzen Becken. Da wären nämlich unsere Beckenbewohner bei einem so tiefen pH-Wert bald hinüber.
    Also muss zur Versorgung unserer Becken entweder Calciumcarbonat durch Kohlensäure in Calcium- und Carbonationen in einem gesonderten Behälter (Kalkreaktor) gespalten werden oder Calcium in Form von lösbarem Calciumhydroxid (Kalkwasser) oder Calciumchlorid (Teil der Ballingmethode) zugeführt werden. Auf dieser Basis beruhen mehr oder weniger alle Zugabemethoden. Etwas grundsätzlich Neues lässt sich da nicht erfinden.

    Gruß

    Bernd

    Mein Becken ist eh nicht so SPS lastig, von daher halte ich den Wert schön unter Kontrolle mit Wasserwechsel und Lanthan. Richtig angewendet ist Lanthan das Mittel der Wahl um den Phosphatwert zu halten. Von Adsorbern halte ich nicht so viel.

    Grüsse…. Klaus

    Hallo,

    das kann ich voll bestätigen. Mit Lanthan (in extremer Verdünnung) halte mein Phosphat exakt im Zielbereich. Ich habe die bei mir notwendige Dosierung ermittelt, welche nun schon längere Zeit völlig gleich bleibt.


    Gruß

    Bernd

    Warum haben dann kalkhaltige Steine / Sand im Meerwasser eine (gewisse) Pufferwirkung?
    Gruß, Thomas

    Du solltest dich vielleicht erst einmal in die Meerwasserchemie einlesen und die Alkalinität von der Calciumzufuhr sowie die natürlichen Verhältnisse von denen im kleinen Aquarium unterscheiden. Ohne dieses Wissen fehlt auch das Verständnis für die chemischen Vorgänge, ohne Verständnis kann man sich falsche Ideen sparen und sollte nicht mit unwissendem wenn und aber kein Ende überflüssiger Diskussionen finden.

    Biologische Abbauprozesse können in einem ganz kleinen Umfang durch CO2-Abgabe zwar auch Kalk lösen, aber dies reicht nicht einmal ansatzweise für einen Ausgleich des Verbrauchs im Aquarium. Ende.

    Hallo,

    na klar kann man dies alles nutzen, fragt sich nur, ob man dies auch wirklich alles braucht, stehen Kosten und Aufwand im Verhältnis zum realen Nutzen ?
    Vieles an den Angeboten ist doch einfach nur Schnickschnack. Was nützen unseren Tieren ein automatischer Sonnenauf-und Untergang, Fummelmöglichkeiten an den Lichtfarben usw..?
    Viele Dinge die heute angepriesen werden, dienen den Geräterherstellern für eine Exklusivität ihrer Produkte ohne wahren Nutzen, verteuern diese aber auch. Besonders Einsteiger werden da leicht verunsichert, wenn sie von teuren Möglichkeiten erfahren, ihren Nutzen aber nicht richtig abschätzen können.

    Klar, ich bin altmodisch, ich steure meine Beleuchtung, den Kalkrührer und den Ausgleich des Verdunstungswassers mit billigen Zeitschaltuhren und Pegelgerät sowie die Temperaturen mit einem einfachen Temperaturkontroller. Kalkreaktor und Pumpen laufen im Dauerbetrieb. Dies alles klappt seit Jahrzehnten.
    Natürlich kann ich diese Geräte auswärts oder im Urlaub nicht überwachen. Nur was würde mir dies nützen? Gibt es irgendwo einen Kurzschluss, den könnte ich aus der Ferne auch nicht beheben. Auch die Fütterung geht allenfalls mit Trockenfutter mit einem Automat, Frostfutter nicht. Für diesen Zweck benötige ich ohnehin eine Vertrauensperson, die sich darum kümmern kann und auch einfache Störungen beheben kann. Das wird bei allen Fernkontrollen auch nicht anders sein.
    Und mit diesem Wissen schlafe ich auch im größten Fernurlaub weit ruhiger, anstatt ständig mein Hany zur Kontrolle zu nutzen, denn einfach Heimfliegen könnte ich bei Problemen auch nicht.

    Gruß

    Bernd