Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo Andreas,

    ich halte die Phosphate durch den Einsatz von Lanthan in extrem geringen Dosierungen absolut stabil. Hierzu verwende ich Elimi Phos rapid von Tropic Marin in sehr starker Verdünnung unter Einsatz einer Dosierpumpe.
    Das ist eine einfache und zuverlässige Methode. Allerdings solltest du dich hierzu gut einlesen. Hier im Forum findest du dazu genauere Informationen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    ein Austrag ist schon wichtig! Alle die so gern propagierten "Systeme" orientieren sich an Durchschnittswerten für Dosierungen, nur ist individuell der Verbrauch bzw. Einbau in Organismen nicht immer gleich. Gerade hinsichtlich vieler Spurenelemente gibt es im Bezug auf Verbrauch, Nutzen oder Schwellen zur Toxizität noch reichlich Unklarheiten. Mit Ozon lassen sich Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Chrom, Zink, Nickel, Mangan etc. pp. nicht entfernen.
    Mit der Elementanalytik wie z.B. ICP lassen sich die aktuellen Konzentrationen zwar in die wichtigsten Bereichen bestimmen, problematisch kann aber die richtige Nachdosierung aller einzelnen Elemente sein. Zumeist werden dabei ja die angebotenen Fertigmischungen und nicht jedes einzelne Spurenelement separat verwendet. Anreicherungen sind somit durchaus möglich!

    Noch problematischer sieht es mit schädlichen organischen Verbindungen aus, die sich der herkömmlichen Analysen entziehen. Ich nenne da nur beispielhaft Algentoxine, Hemmstoffe, Nesselgifte und sonstige marine Biotoxine.

    Mit regelmäßigen Teilwasserwechseln lassen sich ungewollte Anreicherungen, Ionenverschiebung usw. sehr gut vermeiden. Aus diesem guten Grund empfiehlt dies Claude ( und nicht nur er!) als "Systemreset" - obwohl selbst Hersteller von hervorragenden Spurenelementprodukten und Anbieter von Analysen - auch weiterhin mit Nachdruck.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    bei den Diskussionen ist, unabhängig von Fragen über den Nährwert, zu bedenken, dass bei verschiedenen Fischarten vor allem in den Anfangszeit nur mit lebendem Futter, oftmals auch noch sehr kleinem, gearbeitet werden kann. Dabei kommt Artemia (juvenil und adult) eine große, oftmals nicht verzichtbare Bedeutung zu.

    Beispielsweise sieht man im Verkauf häufig deutlich abgemagerte Mandarinfische. Auch in alteingerichteten Becken reichen die dort vorhanden Kleinstlebewesen oftmals nicht aus, um allein damit die Fische wieder ausreichend aufzupäppeln. Mit lebenden Artemias, besonders geeignet im Zwischenstadium zwischen Nauplien und ausgewachsenen Krebschen, lassen sich diese Mandarinfische schnell an Ersatzfutter gewöhnen. Nach einiger Zeit erkennen sie dann auch gefrorenen Artemia als Nahrungsquelle. Cyclops dagegen haben sie bei mir immer verschmäht. Das liegt vermutlich daran, dass auch lebende Cyclops im Meerwasser schnell absterben und dann nicht als Futter erkannt werden.

    Über die Möglichkeiten zur Ergänzung des Nährwertes von Artemia wurde ja schon genug geschrieben, auf Probleme im Handel bei lebenden Artemia habe ich an anderer Stelle schon hingewiesen. Diese stellen für mich aber die Bedeutung dieser Nahrungsquelle nicht grundsätzlich infrage.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    grundsätzlich sind die Tipps von Claude ganz hervorragend; er hat ja so viel praktische Erfahrungen wie kaum ein Anderer. Aber selbstverständlich kann es in kleinen Einzelfragen auch einmal andere Bewertungen geben, was seine herausragende Kompetenz keinesfalls in Frage stellt.
    Über Artemia wurde hier ja im Grund schon alles geschrieben. Ich persönlich habe damit über die vielen Jahre hin nur gute Erfahrungen gemacht; als Frostfutter immer gute Qualität bekommen, wird von vielen Fischen ganz besonders gern gefressen, bei dem von ihm gezeigten uralten Amphibrion-Pärchen kann ich trotz häufiger Artemia-Fütterung auch gut mithalten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mich würde interessieren, mit welchem Salz ihr die besten Erfahrungen bei der Aufzucht und der dauerhaften Hälterung von Artemia gemacht habt?
    Manche verwenden wohl jodfreies Kochsalz, andere "Spezialsalze". Ich habe bisher meist die gleichen Salzsorten verwendet, die ich auch für das Aquarium verwende, gelegentlich sogar auch gebrauchtes Wechselwasser. Aquarienwasser hat den Vorteil, dass die Artemia auch längere Zeit im Becken lebend bleiben, also keinen "Umsetzungsschock" bei der Zugabe erleiden. Allerdings treten bei mir dann - trotz vorsichtiger Fütterung - doch gelegentlich auch Schwierigkeiten bei der Aufzucht auf, die vielleicht auch am verwendeten Wasser liegen könnten.
    Wie macht ihr das?

    Gruß

    Bernd

    Hallo zusammen!

    Man darf auch weniger ideologisch dieses Thema behandeln.
    Die Fundamentalisten haben sich auf Hawaii auf Dauer nicht durchsetzen können.
    Es sind nur 8 Arten, die zukünftig wieder ausgeführt werden.
    8 von über 40 Arten, die dort immer noch dem Fangverbot/Ausfuhrverbot für Aquarienfische unterliegen.

    Hallo Hajo,

    weißt du ob Zebrasoma flavescens zu den 8 Arten gehören, die wieder ausgeführt werden dürfen? Im Handel habe ich sie bisher nicht wieder gesehen.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo,

    bei Artemia muss man tatsächlich differenzieren. Frisch geschlüpfte Nauplien für Nachzuchten okay, gutes Frostfutter ebenso, aber gekaufte lebende Krebschen im Portionsbeutel mit Fragezeichen.
    Viele Händler beziehen dies einmal in der Woche, meiner immer mittwochs. Die liegen dann u.U. tagelang im Kühlfach, dicht in wenig Wasser und ohne Nährstoffzufuhr. Auch wenn durch Kühlung der Stoffwechsel etwas reduziert wird, ein großer Nährwert dürfte dann nicht mehr vorhanden sein - dafür häufig eine Menge Krebsleichen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    ich habe die letzten Beiträge jetzt erst gelesen und bin doch recht betroffen, dass Hans-Werner, so wie zuvor einige ebenso fachkundigen und wertvollen Forenschreiber, das Handtuch geworfen hat.

    Mir ist die Schwere der Moderation in einem Forum durchaus bewusst, vor allem dann wenn Themen in den politischen Bereich abdriften. Auch bei Fachthemen können gelegentlich die Emotionen hoch gehen. Ich erinnere mich noch gut um heftige Diskussionen mit Hans-Werner, als das von ihm vertretene Mittel Bacto balance neu auf den Markt kam und unterschiedliche Erfahrungen berichtet wurden. Da ging es teilweise schon recht hoch her, im Interesse der Sache und sicher auch nicht zum Schaden der Aktualität des Forums.
    Ich war keinesfalls stets auf Hans-Werner`s Linie, aber unterschiedliche Sichtweisen können Diskussionen durchaus befruchten. Vor allem hat man aber auch den Anderen respektiert und stets auch wieder zu einander gefunden.

    Wenn man jetzt allerdings feststellen muss, dass immer mehr wirklich wertvolle Forenmitglieder verschwunden sind, offensichtlichen Störenfrieden aber das Feld überlassen bleibt, dann ist eindeutig etwas falsch gelaufen!
    Diese zu erkennen, dürfte keine große Kunst sein. Wenn hier neue Leute auftauchen, die offensichtlich nur auf Quertreiberei aus sind oder selbst wohl kein eigenes Aquarium haben, aber durch ständige abstruse Thesen nur auf sich aufmerksam machen möchten, sollte man nach einiger Zeit und mit etwas Menschenkenntnis zu entsprechenden Bewertungen in der Lage sein.
    Auch wenn dies einigen wohl nicht recht passen dürfte, die Moderationen waren hier nach meinem Empfinden manchmal doch recht seltsam und bedenklich einseitig. So wurden eindeutige Verleumdungen, echte politische Hetze und beleidigende Äußerungen, teilweise durchaus von möglicher strafrechtlicher Relevanz, aus welchen Gründen auch immer übersehen, auf der anderen Seite aber gelegentlich eher kleinlich reagiert. Kurz um, hier war einiges schief gelaufen.

    Moderatoren sollten das Interesse der Forenbetreiber bzw. den Forenzweck in den Vordergrund stellen! Dies halte ich gerade heute auch aus gesellschaftlichen Gründen für überaus wichtig. Jeder weiß, wie die Verbreitung von "Fake News", Verschwörungstheorien und Hetze unsere Gesellschaft im Inneren tief spalten und gefährden kann. Das Internet bietet nun einmal hierfür ideale Voraussetzungen, weil jeder unkontrolliert die abstrusesten Dinge verbreiten kann.
    Das kann aber nicht der Sinn eines Aquarienforums sein. Die Ansicht, dass hier jeder schreiben kann was er will, wenn er sich an die Forenregel hält oder niemand persönlich beleidigt, ist zu kurz gesprungen, wenn man deren Einhaltung nicht richtig kontrolliert. Kluge Moderation ist keine Zensur. Ein Fachforum sollte aber - durchaus in einem breiten Rahmen - sich auf das Fachliche beschränken.

    Wenn sich ein Moderator auf allgemein anerkannte wissenschaftliche Grundlagen bezieht, kann er nichts falsch machen. Bei fragwürdigen Behauptungen ist gesunder Menschverstand und Fingerspitzengefühl notwendig. Allein auf freie Meinungsäußerung kann man sich in einem derartigen Forum (privater Natur) nicht beziehen. Dafür gibt es genügend Rechtsprechung. Gute und kluge Moderation kann auch einen Punkt setzen; dies steht ihr zu. Dort wo es schwierig wird - und dies ist bei politischen Bewertungen schnell der Fall, kommt es eben auch auf das Fingerspitzengefühl an, im Zweifelsfall ein Pro für die Punktsetzung.

    Hans-Werner, falls du - was ich hoffe - hier noch mitliest: Bitte bleib hier dabei! Die Foren sind durch "Faze Bock" ohnehin schon im Abstieg. Deinen fachlichen Rat, aber auch manchen sachlichen Streit, brauchen wir auch weiterhin. Das Feld sollten wir nicht allein der Inkompetenz überlassen.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Torben,

    die Zusammensetzung hat sich m.W. nicht geändert. Einen gleichen Polymerkleber gibt es auch im Bauhaus. Da steht ausdrücklich drauf, dass er auch unter Wasser hält. (https://www.bauhaus.info/trockenbauspac…iwaAiVSEALw_wcB)

    Da du den Kleber ohnehin nach mit Glas abdeckst, sehe ich überhaupt keine Probleme. Bei mir kommen auch nur die Ränder mit dem Kleber in Berührung. Theoretisch könnte man an den Stellen mit direktem Wasserkontakt als Schutz auch noch Silicon zur Isolierung darüber ziehen. Habe ich aber nicht gemacht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torben,

    in meinem gemauerten und mit glasfaserarmierten Epoxidharz isolierten 1000 l Becken hatte die Silikonverklebung der Scheibe auf Dauer nicht dicht gehalten.
    Ich habe sie dann mit Polymerkleber "Kleb + Dicht" von Probau neu eingeklebt. Dies hält nun seit Jahren. Damit kann man sogar auf leicht feuchten Untergründen kleben. Das Material bleibt elastisch wie Silikon, haftet besser und kann sogar überstrichen werden. Unter ähnlichem Namen gibt es heute in jedem Baumarkt entsprechende Polymerkleber.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Stefan,

    ich hatte früher ausschließlich HQI-Brenner mit 14.000 K, allerdings mit 250 Watt, im Einsatz. Für SPS war dies optimal, auch wenn der optische Eindruck nicht so blaustichig war.
    Ich würde in deinem Fall jeweils eine weiße und eine blaue oder nur Coral nehmen. Purple habe ich bei mir aktuell zwar noch als eine unter insgesamt 13 Röhren im Einsatz, im Prinzip bringt die aber nichts. Nur vier blaue Röhren wären mir zu viel, wird aber wahrscheinlich auch funktionieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Joe,

    das entspricht voll meiner Erfahrung, und du schreibst dies nun seit Jahren immer wieder. Merkwürdig, dass man von dir - als nun wirklichen Profi - dies so häufig nicht annimmt. Die uralten Diskussionen drehen sich immer im Kreis.
    Dabei wäre es doch so einfach; wenn keine T5, dann wenigstens gleichmäßige, diffuse, flächige Beleuchtung mit gut gemischtem, weiß-blauen Licht anstatt sinnlosem Schnickschnack.

    Gruß

    Bernd

    Torsten, die meisten LED-Leuchten werden mit verschiedenfarbigen Spots betrieben. Wenn sie nicht einen ausreichenden Abstand haben, wird ein Teil der Korallen mit der einen und der nächste mit der anderen Farbe bestrahlt. Und genau das mögen eben viele Korallen, vor allem SPS nicht. Das ist m. E. die Ursache vieler Leute Probleme, unabhängig ob es bei dir nun mit einzelnen Arten mehr oder weniger klappt. Und das die Pflege von SPS in der Meeresaquaristik nicht unbedeutend ist, davon gehe ich aus.

    Mein Kommentar bezog sich auf die bessere flächige Ausleuchtung durch Röhren, was a) unumstritten ist und b) flachere Leuchten aus den o.a. Gründen erlaubt. Wenn du dies anders siehst, wenn du meinst, sei´s drum.


    Gruß

    Bernd

    Ps.: Du hattest mich nach meiner Meinung befragt. Ein kategorisches "das ist falsch", finde ich in diesem Zusammenhang etwas weniger angebracht, nur so am Rande bemerkt.

    Hallo Torsten,

    der geringste Abstand der Röhren beträgt bei mir 5,5 cm. Bei LED sind die Mindestabstände bauartbedingt je nach Modell verschieden. Diese sind vor allem nötig, damit sich die unterschiedlichen Spotfarben durch die Entfernung auch ausreichend vermischen (was oftmals in der Praxis nicht richtig der Fall ist).
    Meine Beleuchtung ist, wie du dich vielleicht noch erinnern kannst, ein Eigenbau. Die Röhren haben transparente, wasserdichte Siliconfassungen, und die Vorschaltgeräte befinden sich im Unterschrank. Dadurch ist der gesamte Lampenkasten auch ganz flach.
    Unproportionale hohe Abdeckungen bzw. Lampenkästen sehen ja meist nicht besonders gut aus.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    nochmals zum Bedarf an Röhrenleuchten: Eine ganze Reihe von Aquarianern möchte aus verschiedenen Gründen - beispielsweise aus ästhetischen Gründen bei der Integration des Aquariums in den Wohnraum - keine Hängeleuchten. Eine geschlossene Abdeckung mit LED funktioniert wegen der geringen Höhendifferenz zur Wasseroberfläche nicht richtig, daher besteht durchaus weiter Bedarf an Röhren. Optisch ansprechende flache Leuchten sind dabei durchaus möglich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Wolfgang,

    nun, es sind in der Realität keinesfalls nur zweieinhalb Jahre, denn ein Abverkauf wäre wohl auch noch länger möglich, sollten Sonderformen dann auch betroffen sein. Man kann ja heute auch noch ganz normale Glühbirnen kaufen, obwohl sie 2009 lt. EU-Verordnung bis 2012 vom Markt sein sollten.

    Inzwischen gibt es außerdem heute auch schon LED-T5-Röhren mit unterschiedlichen Lichtfarben. Daher ist wohl zu erwarten, dass dann zu gegebener Zeit auch entsprechende, auf die Aquarienbedürfnisse angepasste LED-Spezialröhren auf den Markt kommen werden. Der Vorteil der flächigen Ausleuchtung der Röhren gegenüber den herkömmlichen LED bliebe erhalten und Umrüstungen - zur gegebenen Zeit, also erst in ein paar Jahren - wären sicher auch kein Riesenproblem.

    Die Diskussion um Röhre oder LED ist damit, anders wie von dir vermutet, für SPS-Pfleger wohl noch lange nicht erledigt, und die Pferde braucht man deshalb heute auch noch nicht scheu zu machen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    hinsichtlich der T5-Röhren ist keine Panik angebracht. Die speziellen Aquaristik-Röhren sind von der EU-Verordnung ausgenommen. ATI stellt bis 2025 die Lieferung sicher und bei ausreichendem Bedarf auch darüber hinaus. Da dieser besonders bei der Pflege und Zucht von SPS offensichtlich auch weiter bestehen wird, muss man auch keine Hamsterkäufe tätigen.

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    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    der Rückgang des Anteils kleiner Aquarienhändler vor Ort ist nahezu zwangsläufige Folge des gesellschaftlichen Wandels auch in der Aquaristik-Szene.
    Ursprünglich fand man viele Aquarianer - damals zunächst vor allem im Süßwasserbereich - besonders in eher einfacheren Gesellschaftsschichten. Das Hobby war erschwinglich und bot einen schönen Ausgleich zum Arbeitsalltag. Damit verbunden waren auch viele Gründungen von Aquarienvereinen mit Informationsaustausch, Tauschbörsen und gesellschaftlichem Leben. Bezugsquelle für Tiere und Gerätschaft war nahezu ausschließlich der Fachhändler vor Ort.

    Mit dem gesellschaftlichen Wandel infolge des breiten wirtschaftlichen Aufschwungs haben sich auch die Strukturen bei den Aquarianern deutlich verändert. Man hatte nach und nach mehr finanzielle Möglichkeiten. Nun standen nicht mehr nur gute Haltung und Nachzucht von Fischen im Vordergrund, es sollte jetzt auch vermehrt etwas Besonderes sein. Dies zeigte sich beispielsweise am Aufkommen der Diskuszucht mit immer neuen und teureren Varianten oder bei der Haltung von Koi-Karpfen.
    Das Hobby wurde verstärkt zum Statussymbol.

    Ähnlich verlief der Entwicklung der Meeresaquaristik. Die ursprünglichen Meeresaquarianer kamen auch aus dem Süßwasserbereich. Man versuchte etwas Neues, oftmals mit Tieren aus dem Mittelmeer. Zunächst standen fast ausschließlich Fische im Mittelpunkt; dekoriert wurden die Aquarien vorzugsweise mit toten Korallenskeletten und Gestein. Dann wurden auch Niedere Tiere, Algen und später Korallen immer wichtiger. Die damit verbundene Spezialisierung und das nötige tiefere Fachwissen konnten viele der ursprünglichen Zoofachhändler, die neben Fischen ja auch noch Vögel und sonstiges Getier anboten, nach und nach nicht mehr voll abdecken. Es kamen eher spezialisierte Geschäfte für Meeresaquaristik auf, teilweise höchst erfolgreich, viele inzwischen aber auch wieder verschwunden.

    Mit dem Aufkommen des Internets und des Online-Handels entstanden völlig neue Vertriebswege, bei denen viele der ursprünglichen Kleinhändler zwangsläufig nicht mehr mithalten können.
    Gleichzeitig gab es einen deutlichen Strukturwandel im Kreis der Meeresaquarianer. Viele kamen als Neueinsteiger ohne vorherige Praxis hinzu. Die bunte Meerwasserwelt machte neugierig, war optisch sehr reizvoll und verlockend, ständige technische Weiterentwicklungen lockte auch Technikfreaks heran, auch das Meeresaquarium wurde vielfach zum Statussymbol.
    Mit dem Internet kamen auch völlig neue Informationswege. Fachliteratur und fachliches Erfahrungswissen aus der unmittelbaren Gemeinschaft wurden als eher unbedeutend bewertet, die Aquaristik hat sich zunehmend Individualisiert.

    Nun bremst die angespannte wirtschaftliche und energiepolitische Situation die Entwicklung. Für viele Aquarianer, die sich finanziellen Grenzen gegenübersehen, wird dies Einschnitte bedeuten; die wirklich Eingefleischten werden aber notfalls Wege für Einschränkungen finden. Die ohnehin hohe Zahl der Eintagsfliegen wird sicher deutlich sinken. Das immer Mehr und immer Exklusiver, der Hype bei eher Überflüssigem und besonderen Raritäten findet Grenzen, auch manch finanzielle Hochgewinne werden weniger, die Spreu trennt sich vom Weizen.

    Ich persönlich sehe in der Entwicklung auch etwas Gutes, wobei ich natürlich - da finanziell unabhängig - sicher gut Reden habe. Für Manchen, der sein Hobby vielleicht aufgeben muss, tut es mir auch leid, aber eine Rückkehr zu echtem Interesse und eine Abkehr von manchem Konsumwahn kann der Sache sicher nicht schaden. Untergehen wird die Meeresaquaristik insgesamt damit keinesfalls.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Wolfgang,

    ich verwende schon seit Jahren einfache Axiallüfter, derzeit zwei Stück SUNON 12 V, 10,1 Watt für 14,27 Euro bei Amazon. Die beiden Lüfter habe ich auf eine Plexiglasplatte, in die ich mit der Stichsäge zwei runde Öffnungen gesägt habe, verschraubt. Die Platte dient als Auflage, die leicht schräg über dem Becken aufgelegt wird.
    Gesteuert wird mit einem einfachen Thermostat, welches die Lüfter bei 25°C einschaltet. Diese Temperatur wird problemlos gehalten. Das Becken befindet sich in einem Raum auf der Südseite des Hauses mit großer Glasfensterfront.
    Natürlich hört man die Lüfter; es ist aber ein erträgliches Rauschen. Geräuschlos gibt es wohl keine. Sie sind aber wesentlich leiser als unsere Klimaanlage (Standgerät) im Schlafzimmer.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    danke für den Link. Zebrasomas habe ich leider nicht mehr im Becken; insofern muss ich die Darstellung in dem Bericht offen lassen. Für Verallgemeinerungen, wie sie auch hier gelegentlich getroffen werden, ist dies aber sicher keine ausreichende Datenlage.
    Da mein gesamter, teilweise auch heikler, Tierbestand - incl. auch der gesamte Bereich der Niederen Tiere etc.- , auch den regulären Dauereinsatz nun schon seit langer Zeit problemlos verträgt, bleibe ich vom Nutzen - insbesondere natürlich zur möglichen exakten Stabilhaltung der PO4-Konzentrationen - fest überzeugt. Da gibt es ja auch genügend Berichte mit ähnlich guten Erfahrungen, auch hier im Forum wurde dies schon diskutiert.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Bernd,
    es wird berichtet, dass bei Fischen mit engen Kiemenabständen, wie z. B. Doktorfischen, die Kiemen verkleben können.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,

    es ist halt die Frage, wer hat dies berichtet, ist dies eine gesicherte Beobachtung oder nur eine Vermutung der Quelle?
    Meine Beobachtung hat dies eben nicht bestätigt und dies, obwohl versehentlich eine ganze Flasche Elimiphos rapid auf einmal in das Becken gelangt und dort eine ganze Nacht verblieben war.
    Mein Palettendoktor hat ebenso wie alle anderen Insassen darauf nicht reagiert.
    Gegen Planarien scheint es mir allerdings auch nicht besonders geeignet. Dies ist aber ein anderes Thema.

    Gruß

    Bernd

    auch wenn Lanthan per se nicht giftig ist, solltest du doch unbedingt vermeiden, in deinem Angler-Becken (mit Babies!) Lanthan zu verwenden!
    Lanthan KANN bei empfindlichen Fischen (z.B. Doktoren) zu Kurzatmigkeit und sogar zum Tode führen.
    Zwar in der Regel nur bei Überdosierung, aber man kann nicht vorsichtig genug sein.

    Hallo Rüdiger,

    woher hast du diese Information? Ich hatte ja vor längerer Zeit über einen "Lanthanunfall" berichtet, bei dem durch einen Defekt oder eine falsche Einstellung einer Dosierpumpe eine extrem hohe Überdosierung des Lanthanchlorids im Riffbecken erfolgte. Keinerlei Fische, auch nicht die Doktoren, Garnelen oder die beobachtbaren Kleinstlebewesen zeigten irgendwelche negativen Reaktionen.#

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    ich verstehe dich und sicher kommt es auf den jeweiligen Beitrag an. Unterschiedliche Argumente beleben ja die Diskussionen. Allerdings scheinen mir Klarstellungen bei bestimmten Autoren grundsätzlich kaum noch nötig, denn deren Thesen nimmt hier ohnehin kaum noch jemand ernst.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    dass es im Bezug auf das Korallensterben auch um das Klima geht, liegt auf der Hand. Ich schätze daher deine Beiträge sehr. Ob man allerdings immer auf fragwürdige Stichwortgeber reagieren muss, würde ich eher bezweifeln. Das bringt bekanntlich immer wieder Unfrieden und schadet mehr als dem Anliegen zu dienen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Rüdiger sieht die Problematik bei der Gentechnik absolut zutreffend. Bei uns in Deutschland wird leider fachlicher Sachverstand durch ideologische Vorurteile und eine öffentliche Erregungskultur ersetzt.

    Mein Bruder hatte in den 80iger Jahren Molekularbiologie - ein hartes numerus clausus- Fach - studiert und mit summa cume laude promoviert. Die erste Forschungsfirma, bei der er angestellt war, ging pleite, die zweite hat sich ins Ausland verabschiedet. Kein Wunder, Versuchsreihen mussten ständig von einer Ethikkommission abgesegnet werden. Nach zwei Wochen Forschung wochenlange Pausen. Mitglieder der Kommission waren u.a. Pfarrer und Juristen, also Leute, die von der Molekularbiologie keinerlei Ahnung haben, aber als Reichsbedenkenträger fungierten. Entsprechend ätzend waren da die Diskussionen. Die interessanten Firmen haben sich dann nach England, Israel oder in die USA abgesetzt. Mein Bruder hat das langwierig erworbene Wissen verschenkt und den Beruf gewechselt, weil er nicht studiert hat, um ein Ami zu werden.

    Ich selbst habe ein Symposium über Umweltkriminalität erlebt. Da war eine liebenswürdige Hausfrau vom BUND als Referentin geladen, die sich bar jeder Biologiekenntnisse über die Gefahren der Biotechnologie ereifert hatte. Ein paar ganz einfache biologische Fakten auf der Basis meines bescheidenen Wissens konnte sie absolut nicht begreifen, hatte aber beim breiten Publikum - auch alles Laien - große Zustimmung. Jegliche sachliche Diskussion ist da völlig sinnlos.

    Ähnliches hat man ja auch bei den Diskussionen über mRNA-Impfstoffe erlebt. Da blicken oft sogar Mediziner über die zellulären Abläufe nicht durch (weil sie dies im Studium auch gar nicht gelernt haben), aber jeder gibt seine Senf dazu.

    So ist es eben in unserer Gesellschaft, und andere Länder laufen uns dann oftmals den Rang ab.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    aller Idealismus in Ehren, aber wir sollten realistisch bleiben. Wer soll denn großflächig Korallenableger einsammeln, vor einem Transport aufbewahren und dann per Luftfracht in tropische Regionen versenden?
    Da entstehen doch hohe Kosten, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.

    Schon die wenigsten Aquarianer werden sich für ihre Ableger der Mühe der Verpackung und Versendung oder Verbringung an eine Sammelstelle unterziehen. Statt eines Erlöses haben sie hierfür nur Kosten.
    Die Zusammenführung und Aufbewahrung bis zum Versand per Luftfracht bedarf dann auch einer ausreichenden Logistik. Habt ihr eine Ahnung was heute Luftfracht kostet?

    Ob man dann irgendwo so einfach Korallen aussetzen und ansiedeln kann? Da bedarf es sich in den betroffenen Regionen wissenschaftlicher Begleitung, Genehmigungen und eine entsprechende Infrastruktur. Man muss ja auch genau wissen welche Arten wohin dürfen.

    Auch klimapolitisch wären solche Rücktransporte fragwürdig. Meines Wissens werden heute Rückbelebungen von Riffen mit Fragmenten aus näheren Regionen vorgenommen. Da wird wohl auch wenig Bedarf an einfachen Arten aus der Aquaristik bestehen.

    Gruß

    Bernd

    @Bernd und Deniz:
    Dann bietet doch einfach etwas zum Versand an! Offenbar gibt es hier ja doch den ein oder anderen der etwas abnehmen würde.

    Ich habe nicht die Absicht einen Handel zu betreiben und suche auch keine Einnahmen, sondern möchte einfach ein schönes Riffaquarium unterhalten. Aus diesem Grund würde ich auch nie die Spitzen einer Koralle kappen, damit sie für den Händler interessanter wird. Die Spitzen bleiben da, wenn die Koralle zu groß geworden ist, die Basis wird entsorgt. Natürlich könnte man damit schöne neue Stöcke ziehen, aber die Mühe macht sich niemand.
    Ich bin auch kein Sammler von irgendwelchen "Raritäten" mit amerikanischen Phantasienamen, die sich momentan gut verkaufen ließen. Mich interessiert nicht das Preisschild zum Angeben; allein der optische Eindruck in meinem "Miniriff" zählt für mich.

    Verpacken, Versenden, Versandkosten und u.U. auch noch Risiken tragen für zu verschenkende Korallen? Für mich kein realistischer Vorschlag. Und mit welch seltsamen Zeitgenossen man es zu tun bekommen kann, wurde hier ja auch berichtet.
    Wenn eben keine Nachfrage mehr besteht, dann muss man damit leben.


    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ja, der "Markt" ist offensichtlich gesättigt. Auch Händler sind kaum noch interessiert. Lediglich eine große Fimbriaphyllia paraancora mit über 30 Köpfen konnte ich vor einiger Zeit eintauschen. Die wurde dann fragmentiert und einzeln verkauft. Sollte eigentlich ein gutes Geschäft für die Händler sein, aber trotzdem besteht nur ein verhaltenes Interesse.
    Neueinsteiger kaufen offensichtlich auch lieber im Handel zu teuren Preisen. Was billig ist, kann wohl nichts sein. Viele glauben auch, dass der Händler mehr weiß. Man bekommt manchmal Anfragen, kommt aber nicht zum verabredeten Termin. Die Mühe spare ich mir inzwischen. Über die Foren läuft da auch nicht mehr viel; man tummelt sich ja lieber im "Fazebock".

    Mein Schwager will aus Altersgründen gerade sein Fischbecken mit großen Prachtexemplaren auflösen. Nirgends findet er Abnehmer, auch nicht geschenkt! Selbst bei unserer Karlsruher Naturkundesammlung mit ihrem riesigen Riffbecken besteht kein Interesse.

    Meine SPS muss ich regelmäßig beschneiden. Die unteren Teile kommen dann in die Tonne, die oberen werden wieder eingeklemmt und wuchern weiter. Ein paar Weiche (Sinularia und Sacrophyton ) sind im großen Refugium gelandet, wo sie mit wenig Licht auskommen. Das ist aber auch schon total zugewuchert. Zumindest halten sie mir die Nährstoffwerte im Gesamtsystem im gewünscht niedrigen Bereich.

    Gruß
    Bernd

    Hallo Ina,

    ich schreie nichts in die Welt hinaus. In dieser Sache hatte ich euch vor einiger Zeit freundlich geschrieben, aber leider bisher keine Antwort gesehen.

    Ein direktes Thema zu der Problematik des Uploades habe ich bisher nicht gefunden. Entweder habe ich dies nicht gesehen oder das Thema war irgendwo versteckt. Ein ersichtlicher Beitrag hierzu wäre der Sache wohl angemessen und würde Irritationen vermeiden.

    Deine PN vom Februar/ März habe ich tatsächlich übersehen, weil ich diese Konversationen kaum noch lese. Dafür bitte ich um Entschuldigung

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    meine Bestellung in Österreich hat auch problemlos geklappt. Nur das Porto ist 3 Euro höher. Damit kann man leben.
    Betroffen werden wohl alle PO4-Test sein, wenn die verwendeten Chemikalien weitgehend gleich sind. Ob man in anderen Ländern ebenfalls so penibel reagiert, wird man im Laufe der Zeit sehen. Ganz aus dem Handel werden die Reagenzien sicher nicht verschwinden, denn es gibt Labors etc., die Phosphat bestimmen. Es gibt ja auch kein generelles Verkaufsverbot. Händler mit dem nötigen Sachkundenachweis können die entsprechenden Chemikalien beziehen und auch verkaufen, nur eben nicht im anonymen Onlinehandel.
    In Apotheken habe ich früher auch schon diverse Chemikalien bestellt. Das machen diese auch problemlos, wenn man den Verwendungszweck erklärt. Aber einfacher ist derzeit noch der Onlinekauf im Ausland.

    Gruß

    Bernd

    Apotheker und viele Drogisten verfügen über die nötige Sachkunde zur gewerblichen Abgabe. Wenn man seiner Apotheke die genauen Produktdaten mitbringt, wird da bestimmt auch eine Bestellung durchgeführt. Kostet vielleicht etwas mehr, wäre aber ein gangbarer Weg.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich denke der gute Fachhandel sollte dies als Service für seine Kunden schon leisten können. Schließlich schaffen dies herkömmliche Baumärkte auch mit Mitteln für den Pflanzenschutz. Es ist nur die Frage, wer da den Anstoß geben kann? Vielleicht lesen hier auch ein paar Händler mit.

    Gruß

    Bernd