Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo zusammen,

    die Algenzucht im Freiland ist schon eine recht gute Sache. Habe schon verschiedene Mitbringsel erfolgreich vermehrt und verfüttert. Aber im Winter ist es damit vorbei. Ich glaube auch nicht, dass es im Frühjahr zur Auferstehung kommt, daher ist anderes Grünfutter doch unverzichtbar.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Andre,

    wieder etwas gelernt. Wollte aber nicht klugsch...ern, nur sind die lat. Bezeichnungen eben üblicher und bekannter. Vor Jahren habe ich einmal - als hier plötzlich Kieselalgenprobleme auftraten - bei einigen Herstellern von Salzmischungen nachgefragt und bekam da die Information, dass ihr Salz silicatfrei sei. Ich hoffe doch, dass dies der Regelfall ist. Vielleicht weiß Armin hier mehr? ( Das Silikatproblem lag damals am Leitungswasser, dem entgegen der ursprünglichen Auskunft der Wasserwerke doch welches zugegeben worden war.)

    Gruß
    Bernd

    Hallo Petra,

    ja, ich habe mein Becken abgedeckt (mit hitzebeständigem Sicherheitsglas, da die HQI 250 W direkt darüber liegt und der Lampenkasten insgesamt geschlossen ist).

    Hallo Claudia,

    Deine Hinweise zu den Riffbarschen sind interessant. Allerdings werden die getrockneten Noriblätter von meinen Demoisellen nicht angerührt (auch keine Algen die ich vom Urlaub frisch aus dem Meer mitbringen). Die Doktorfische gehen nur daran, wenn nichts frisch Grünes vorhanden ist. Offensichtlich gibt es da auch Individiualisten oder es liegt daran, was sie als Jungfische kennengelernt haben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Andre,

    mit "Silicon" hast Du Dich wohl etwas vertan. Dass Silicate problematisch werden können, ist inzwischen auch schon häufig beobachtet und diskutiert worden. Mit guten Markensalzen sind ja - neben anderen Faktoren - erst die heutigen Erfolge gerade bei SPS etc. gekommen. Warum etwas ändern, wenn sich eine Sache bestens bewährt hat? "Natur" oder "Bio" sind heute leider oftmals reine Mode-oder Werbeaussagen ohne belegten Hintergrund.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Petra,

    die Futteraufnahme an der Oberfläche kommt auch bei den Doktoren schnell, wenn sie gelernt haben, dass dort das Lieblingsfutter treibt. Der Vorteil ist, dass sich hier das Futter schnell hin und her bewegt und dadurch so richtig Leben ins Becken kommt. Reste bleiben bei mir nicht übrig, da sich sogar die Gelbschwanzdemoisellen (als eigentlich keine Pflanzenfresser) um feine Bröckchen balgen. Den eventuellen Rest erledigen dann die Einsiedler.

    Hallo Stefan,

    Obst gebe ich natürlich nur in kleinen Mengen als Zusatzleckerbissen. Bakterienblüten habe ich in all den vielen Jahren noch nicht beobachtet. Im Trockenfutter sind auch Stärken und Zucker enthalten. Sicher kommt es auf die Menge und darauf, dass keine Futterreste verbleiben, an.

    Gruß

    Bernd

    Ps.: Was meint Ihr, was die Fische an Riffen in Hotelnähe mit Begeisterung gefressen haben? Ich habe da in Kenia in der Nähe eines Abwasserrohres so "schöne" Beobachtungen gemacht, möchte mir hierzu aber weitere Ausführungen ersparen (auch wenn sie - die Fische natürlich - dick und rund waren).

    Hallo Dirk,

    zu diesem Thema wurde hier im Forum schon viel geschrieben. Manchmal helfen Algenfresser, meist aber nicht. Sicher bekommst Du sie weg, wenn Du mit Kalkwasser den pH-Wert auf 8,6 erhöhst und ihn mindestens 3 - 4 Wochen in diesen Bereich hälst. Zuvor so viel wie möglich Algen mechanisch entfernen, bis zum Verschwinden kein! Wasserwechsel, keine Spuris! und kein übermäßiges Futter. Einsiedler, Seeigel etc. wirken nur bei kurzfädigen Algenresten unterstützend. Zu Seehasen habe ich keine Erfahrung. Es ist aber eine langwierige Sache, Du brauchst Geduld und Fadenalgen sind eigentlich kein! Anzeichen von schlechtem Wasser.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Petra,

    Paracanthus hepatus, Zebrasoma flavescens, Pomacanthus navarchus und Lo vulpinus sind bei mit auch ganz verrückt auf Banane, aber auch auf reife! Birnen. Offensichtlich stehen sie auch auf Süßes, denn gleichzeitig gegebenes anderes Grünfutter fressen sie eindeutig erst später.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sudad,

    ich habe seit knapp einem Jahr die Coralvue 14 000 K in Kombination mit blauen und weißen T5 und T8 Röhren. Die weißen Röhren dämpfen etwas den Blaustich. Das Licht wirkt - nur am Anfang - etwas kalt, bekommt aber den SPS hinsichtlich Färbung und Wuchs sehr gut. Ich rate Dir bei der Coralvue zu bleiben, auf jeden Fall aber vor allem bei einem Brenner mit 14 000K.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sebastian,

    ich glaube kaum, dass die Krusten zur Plage werden können. Bei mir hatten sie sich zwar schön vermehrt, wurden dann aber mit dem Anstieg der Zahl der SPS immer weniger (Ursache unklar). Selbst bei zu starker Vermehrung würden sie sich leicht entfernen lassen, also kaum zum Problem werden.

    Viele Grüße (z.Zt. aus Florida)

    Bernd

    Hallo Martin,

    danke für Deine informative Skizze. Du hast ja alles superprofessionell gelöst. Wenn ich mein Technikbecken einmal erneuere, werde ich gern Deinem Beispiel folgen. Z.Zt. arbeite ich mit einem geregelten Ablauf, in dem mit zwei Regulierhähnen eine beständige Wassersäule steht und einem Notüberlauf (ungeregelt), sowie einem Pegelstopp, der im Notfall die Zulaufpumpe abschaltet.
    Lüftungsprobleme habe ich nicht, da das Becken zwar ein Stockwerk tiefer, aber in einem gut zu lüftenden Werkstattraum steht.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Martin,

    ich teile Deine Auffassung zu den Vorteilen eines Technikbeckens im Keller. Wenn man allein die Kosten für einen möglichen Wasserschaden auf dem Parkett zu den paar zusätzlichen Watt für die Förderpumpe in ein Verhältnis setzt, ist glaube ich alles gesagt. Ein weiterer Vorteil ist für mich die Möglichkeit, Geräte der Marke Eigenbau (bei mir Abschäumer, Kalkreaktor, Kalkwasserzufuhr und Beleuchtung) einsetzen zu können.
    Eine Frage: Wie hast Du Deinen geräuschlosen Rücklauf konstruiert? Ich arbeite mit einem doppelt geregeltem Abfluss, um eine Wassersäule zu halten und einem zusätzlichen Notüberlauf sowie einem Pegelgerät für den Fall einer Verstopfung. Allerdings muss ich doch ab und zu nachregulieren. Hast Du da eine bessere Lösung?

    Gruß

    Bernd

    [quote]Original von Lars Greiss


    Vielleicht liegt es auch einfach daran das du mit wesentlich weniger Förderleistung arbeitest?? Das habe ich auch jahre gemacht und bin zur Erkenntnis gekommen das ein hoher Technikbeckendurchsatz der bessere weg ist. Aber das auch nur meine Meinung :grinning_squinting_face:

    Hallo Lars,
    welche positive Wirkung hat sich bei Dir durch den stärkeren Technikbeckendurchsatz ergeben? Bei mir schafft die Oceanrunner 6500 gerade so einen leichten Zufluss von unten nach oben, aber der langsame Wasseraustausch hat sich bisher nicht negativ ausgewirkt. Die Umwälzung soll ja nicht die Strömung ersetzen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Zusammen,

    auch ich habe bisher die geschälten Artemia (Marke weiß ich im Moment aus der Ferne nicht) nie zum Schlüpfen, sondern nur zum "Stinken" gebracht (trotz unterschiedlicher Vorgehensweisen). Mit "normalen" Artemia habe ich dagegen nie Schwierigkeiten. Ich vermute fast, dass es am Produkt liegt, wenn solch unterschiedliche Erfahrungen wie hier berichtet gemacht werden.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Armin,

    wenn man nur diesen Thread allein liest, mag man vielleicht zu Deiner Bewertung kommen. Wenn ich allerdings die Gesamtheit der Erfahrungen der knapp drei Monate, die ich hier in diesem Forum erlebt habe zu Grunde lege, kann ich nur schwer begreifen, warum Leute hoch gelobt werden, die regelmäßig bei rein sachlichen Themen ihr Gegenüber mit unangemessenen, manchmal fast beleidigenden Worten verbal ohrfeigen müssen. Ist Dir dies wirklich entgangen? Falls nicht, dann solltest Du vielleicht auch nachvollziehen können, dass dann aus der verärgerten Grundhaltung auch einmal zurückgegeben wird.
    Ich möchte - da ich ja wieder am eigentlichen Thema vorbei schreibe - nicht nochmals Öl ins Feuer gießen, sondern nur um etwas Objektivität bitten, die ich bei Deinen sonstigen so äußerst sachlichen Beiträgen so zu schätzen gelernt habe.
    In anderen Foren habe ich einen solchen Umgang absolut nicht festgestellt und hier in den USA, wo ich im Moment gerade manche tolle Entwicklung der Riffaquaristik ehrlich bestaune (und die auch immer wieder in verschiedenen Threads niedergemacht wurden), geht man sehr kompetent und kameradschaftlich miteinander um.
    Ich selbst werde versuchen, mich diesem Vorbild anzuschließen und gewisse Beiträge zukünftig einfach ignorieren. Schade wäre es aber, wenn man dann eines Tages die Nase voll hätte und ganz abschalten würde.

    In der Hoffnung auf etwas Verständnis mit vielen Grüßen aus der Wärme

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    Deinen Ausführungen kann ich aus vollem Herzen zustimmen. Mir geht es ähnlich wie Dir. Ich habe mich schon als Kind mit der gesamten Natur beschäftigt, hatte früh mein erstes Aquarium und betreibe dieses Hobby noch heute mit Freude und Sorgfalt. Außerdem bin ich ein Orchideen-und Gartenliebhaber und unterhalte ein großes Teichbiotop im Garten mit verschiedenen Amphibien. Bezüglich des Aquariums bin ich der Auffassung, dass es neben der artgerechten Haltung sehr wohl auch optisch schön und den Wohnraum dekorativ gestaltend sein darf. Meine meeresaqaritischen Erfahrungen sind recht lang - von der Fischhaltung in den 70er Jahren mit all ihren Irrtümern bis zum heutigen Riffbecken. In diesem Forum bin ich aber relativ neu und freue mich über neue Informationen und Erfahrungsaustausch. Da gehen mir dann leider auch Leute auf den Geist, die in polemischer Agitation andere Leute ständig in ungehöriger Wortwahl belehren wollen. Aber es ist wohl eher unsinnig, sich mit derartigen Menschen überhaupt zu befassen.
    Von einem bin ich jedenfalls überzeugt: Ein schlechtes Gewissen braucht kein Aquarianer zu haben, der sein Hobby mit Sorfalt betreibt.

    Viele Grüße (derzeit auf aquaristischer Erkundungstour in Florida) :wink

    Bernd

    Hallo Wolfgang,

    nun wissen wir alle was Du nicht hast. Deinen fachlichen Hintergrund kann man, da Du auffälliger Weise jegliche Informationen über Dein aquaritisches Wirken zurück hälst, leider immer noch nicht einschätzen, dafür aber besonders gut Deinen Umgang mit anderen Menschen. Leider muss ich fast vermuten, dass Deine angeblichen Ziele auch nicht so ganz allein die Motivation für Deine immer wiederkehrenden Ausfälligkeiten und Beleidigungen sind. Viele Forenteilnehmer haben das immer wieder beanstandet. Ich fürchte, Du hast ein Problem. Schade, aber leider kann ich Dich nicht mehr ernst nehmen.

    Bernd

    Mein Gott Wolfgang,

    immer die gleiche Leier. Wem sein Gewissen plagt, der soll einfach danach handeln! Auf ein ewig missionierendes Agieren gegen die Schlechtigkeit der Welt würde ich gern verzichten. Über Haltungsfragen wurde doch nun genug geschrieben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    eigentlich wollte ich zu diesem Thema nichts mehr schreiben, denn mir war klar, dass die Diskussion - wie leider regelmäßig zu beobachten - immer wieder in eine bestimmte Richtung gelenkt wird. Bei manchem Schreiber frage ich mich inzwischen tatsächlich, ob er überhaupt selbst ein Aquarium betreibt oder sich nur berufen fühlt hier alles massiv zu kritisieren.
    Sabine hat es für mich auf den Punkt gebracht. Wer verantwortungsvoll handeln will, sollte sich ihen Argumenten anschließen. Wer aber nur noch Probleme sieht, sollte sich überlegen die Aquaristik ganz zu lassen. Konsequenter Weise müsste er dann aber auch auf den Fischverzehr ganz verzichten, denn die Ölsardinen sind noch schlimmer in die Dose gekommen!

    Gruß

    Bernd

    Hi Axel,

    Deiner letzten Bewertung stimme ich zu. Was uns halt fehlt wären "statistische" Werte. Viele schreiben vermutlich nichts, wenn es bei ihnen aufgrund ihrer Maßnahmen gar nicht zum Problem geworden ist. Ich hatte sie lange Zeit in bescheidenen Mengen, also völlig problemlos. Irgendwann legten sie plötzlich los, weil ich vermutlich zu viel im Becken herum gefummelt hatte (weil ja alles so gut lief musste man ja was Neues machen, Deko umschichten etc.). Nach längerer Zeit waren sie dann wieder weg. Kiloweise hatte ich sie aber nicht!

    Viele Grüße

    Bernd

    @ Tina, generell kann man das nicht unterstellen. Viele gute Importeure achten heute ganz besonders auf die Fangmethoden. Viele der meist armen Fänger haben heute auch gelernt, dass Nachhaltigkeit auch ihre Zukunft sichert. Wenn schon, dann müßten wir gegen den Speisefischfang auf die Barikaden gehen (was aber wohl eher ein lächerliches Vorhaben wäre).
    Händler mit wirklich anstößigen Becken kann man ruhig auf ihren "Sauladen" ansprechen. Da bin ich kein Feiner, aber die gibt es hier bei uns (KA und Umgebung) längst nicht mehr, weil da nur Deppen kaufen würden.

    Vg.

    Bernd

    Hallo Tina und Axel,

    natürlich hat unser Hobby auch Schattenseiten, so wie fast alles menschliche Tun, aber es gibt auch überwiegende positive Aspekte. Darüber wurde hier in unterschiedlichen Zusammenhängen schon oft diskutiert. Ich glaube nicht, dass die meisten Tierfänge heute "grausam" sind. Schon aus kommerziellen Gründen sollen die Fänge ja möglichst gesund ankommen. Sicher würde der gefangene Fisch auch lieber im Meer bleiben (sofern er überhaupt kapieren würde wie ihm geschieht und er dort nicht gefressen würde). Das Hauptargument für die Aquarienhaltung sehe ich darin, dass hier neben der Freude für den Liebhaber auch viele Erkenntnisse gewonnen werden, die sehr stark auch der Arterhaltung dienen. Eine allgemeinwissenschaftliche Forschung könnte dies in diesem Umfang nie leisten. Außerdem beginnen sich viele Leute für diese maritime Welt zu interessieren - Aquarianer auch als Multiplikatoren - . Was der Mensch nicht kennt und ihn nicht interessiert, schützt er auch weniger.
    Es gibt sicher jede Menge ausgelatschter Argumente pro und contra. Ich hoffe, wir wollen hier nicht wieder mit müßigen Rumstreitereien anfangen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ingrid,

    lt. Herstellerangabe soll ja das Mittel die Nährstoffaufnahme der Algenzellen stören. Warum es dann bei Caulerpa eine Ausnahme macht, weiß ich nicht. Aber generell meine ich, dass man mit "biologischen" Maßnahmen, wie von Stefan und Carsten auch angeführt, erst einmal versuchen sollte sein Becken in Ordnung zu bringen. Ich gehöre ja zu den Oldis und wir haben in der "Frühzeit" im vertrauenseeligem Glauben an die Werbeversprechen der Herstellerscharen viel kaputt gemacht. Als wir dann endlich gemerkt hatten, dass die "Wasserbiologie" wichtiger war (Ursachen vermeiden anstatt ihre Auswirkungen zu bekämpfen), traten bald auch nachhaltige Erfolge ein. Und nochmals, ich möchte wissen was ich mir da ins Becken kippe.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo,

    wenn ich die Bilder richtig gesehen habe, sind ja auch noch Caulerpa im Becken. Ich vermute doch wohl nicht zu Unrecht, dass sie dann bei einer Algen-Ex-Kur ebenfalls geschädigt würden (mit deftigen Folgen für die Beckenbiologie).

    Gruß

    Bernd

    @ ,Zaruhi, ich habe grundsätzlich kein Problem mit der Chemie, aber ich mag keine Mittel, von denen ich nicht weiß was drin ist. Die Hersteller mauern ja meist aus verständlichen Gründen. Deshalb bin ich auch bei Spuris immer sehr vorsichtig.

    Hallo,

    ich hatte sie auch schon einmal recht kräftig. "Aushungern", wie Stefan auch geschrieben hat, war meine erfolgreiche Methode (aber das hat 2 - 3 Monate gedauert). Anfängliche kleine Wasserwechsel haben immer wieder zu Rückschlägen geführt, also warten bis alles weg ist, keine Spuris, nur das Nötigste an Fütterung, Caulerpa als Konkurrenz und meiner Meinung nach ja keine chemischen Mittelchen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Wolfgang, Hallo zusammen,

    ob wir eines Tages auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene einmal eine Verordnung bekommen, die wie die EU-Verordnung zur Gurkenkrümmung dann Beckengrößen der Aquarien regelt und ob man sich dann ggfls. auch ihren Vollzug kümmert, wird die Zukunft und der dann maßgebliche Zeitgeist incl. der vorherrschenden Einflussgrößen zeigen.
    Einigkeit herrscht hier im Forum sicher darüber, dass es Mindestanforderungen und Mindestgrößen für die erfolgreiche Haltung der Tiere gibt. Wo hier allerdings die richtigen Größenordnungen und Grenzen liegen, wird umstritten bleiben. Wolfgang hält die Empfehlungen für Mindestanforderung, ich halte sie für nur schwer zu realisierende Idealwerte und bleibe bei der Auffassung, dass es auch deutlich kleiner geht, wenn alle anderen Anforderungen auch in Ordung gehen. Dass es dabei nicht nur um die Beckenmaße gehen kann, hat Ralph angeführt und in der Gesamtbewertung teile ich vor allem Micha´s Meinung :thup. Jeder wird und muss für sich selbst entscheiden, welchen Argumenten er sich anschließt. Vielleicht ist es uns gelungen, von pauschalen Schlägen auf eine sachliche Diskussion umzusteigen. Das wäre doch schon ein guter Erfolg.

    Eine Sorge bleibt mir aber letztlich, nämlich dass durch einen fatalen Zeitgeist die Meeresaquaristik eines Tages unrealisierbar oder so ins Abseits gedrängt wird, dass sie sich nur noch auf ein paar "Seewasserguppys" oder Monsterpools beschränkt und dann irgendwann ganz erlischt. Ob das dann den Naturschutz dienen würde, mag ich heftig zu bezweifeln. Viele Kenntnisse über Meeresgetier stammen aus der Aqaristik und was der Mensch nicht kennt, wird er auch nicht mit Nachdruck schützen.

    Viele Grüße

    Bernd

    Noch eine kurze Anmerkung: Wolfgang, Du hast kurz zur Rechtslage ausgeführt. Eine Rechtsverbindlichkeit haben nur Gesetze oder Rechtsverordnungen. Gutachten oder Kommentare sind unverbindlich. Was meinst Du, wieviele gegensätzliche Gutachten ich im Berufsleben "erduldet" habe? Unser Tierschutzgesetz beinhaltet jede Menge unbestimmte Rechtsbegriffe und erfüllt als Feigenblatt eine Alibifunktion. Zu unserem Thema kannst Du es den Hasen geben. Ich teile Deine Auffassung, dass wir hier auch auf Rechtslagen verzichten sollten.

    Lieber Wolfgang,

    ich erkenne Deine Intentionen und Dein Herzblut bei der Sache. Es wäre auch schön, wenn man im Leben immer alle Ideale realisieren könnte. Aber was willst Du oder auch andere Idealisten hier erreichen? Sicher doch eine Verbesserung der Haltungsbedingungen der Fische und eine Aufklärung der Aquarianer. Ich weiß nicht, wieviele Meeresaquarianer es gibt. Ich weiß auch nicht wieviele Foren existieren und wieviele Leute, die hier reinschauen, Deine/Eure Ansichten vollinhaltlich teilen. Ich selbst gehöre zu den Spätzündern der Computernutzer und bin nur durch Zufall durch eine Bestellung bei Mrutzek auf das Forum gestoßen. In meinem Umfeld an Aquarianern, und nicht nur Oldis wie ich, gibt es einige "Seewasserprofis", aber keiner von ihnen hat sich je für dieses Forum interessiert. Sie beziehen ihre Auffassungen aus Literatur, fachlichem Austausch, heute auch aus dem Internet allgemein und vor allem aus der Summe der Erfahrungen. Diese bewegen sich auf einer ganz anderen Ebene ihrer Vorstellung von einer richtigen Tierhaltung. Wenn diese Leute nun auf Eure maximalen Vorstellungen stoßen, egal unter welchen Umständen, werden sie diese größtenteils sofort ablehnen, da sie völlig diametral zu ihren bisherigen Erfahrungen und ihren realen Gegebenheiten stehen, d.h., sie werden alles schnell als überzogene Spinnerei irgendwelche Ökofundis abtun. Neulinge der jüngeren Generation, die eher ihr Wissen anhand von Foreninhalten aufbauen wollen, sind vielleicht in Teilen erreichbar, haben aber meist auch schon andere Vorstellungen und Wünsche und erkennen,dass Eure Bemessungen hier auch nicht unumstritten sind. Die Gefahr für Euch besteht also darin, dass man schnell in einer Ecke landet und nicht ernst genommen wird. Und bei all meiner Sympathie für das Forum - sonst würde ich hier keine Romane schreiben - der Nabel der internationalen Aquarianerwelt sind wir sicher noch nicht.

    Wenn man aber mit einer vorsichtigen Argumentation in Richtung seiner Ziele arbeitet ohne Abzuschrecken und auch anderen einen Raum zur Identifikation bietet, kann man sehr wohl etwas in Bewegung bringen und eine vielleicht sogar tatsächlich erfolgreiche Entwicklung bewirken. Man kann sich dann den Ruf einer besonderen Kompetenz erwerben, auf sich aufmerksam machen und ein klein wenig die Zukunft mit gestalten.

    Michael, natürlich haben wir andere Vorstellungen, was man als Lebensraum bieten sollte. Ich gehöre zu denen, die vor vielen Jahren - zunächst recht erfolglos - versucht haben, damals sehr teure und wertvolle Meeresfische zu halten. Wir waren sehr, sehr sorgsam, denn schon allein die finanziellen Herausforderungen waren ganz anders als heute. Jedes Pünktchen wurde sofort mit teuren Mitteln behandelt, was unsere Lieblinge schnellstens in den Fischhimmel befördert hat. Dann haben wir gelernt, dass wir die Umwelt unserer Fische verändern müssen und so traten langsame Erfolge ein. Diese wurden von echten Pionieren der Aquaristik publiziert und anhand deren Erfahrungswerte die Becken ausgerichtet. Seit Beginn der 80er Jahre habe ich nun sehr erfolgreich z.B Palettendoktorfische gehalten. Einen davon habe ich totkrank vom Händler geschenkt bekommen, weil er mein großes Algenbecken kannte. Er hat dann zig Jahre gelebt. Nach und nach kamen dann die Korallen hinzu bis zu den heutigen SPS. Und auf diese erfolgreiche Entwicklung, auf die auch Ihr aufbaut, waren und sind wir stolz. Glaubst Du nun im Ernst, dass jemand vor diesem Hintergrund wirklich von völlig diametralenMaximalvorstellungen irgend welcher Leute eingenommen werden kann, die ihm klar machen wollen,dass alle seine Erfahrungen falsch seien (egal wer nun richtig oder falsch liegt)und dass er seine jahrelang gepflegten Tiere, deren erfolgreiche Haltung er erst mit möglich gemacht hat, plötzlich rauswirft? Man kann entweder eine langsame Weiterentwicklung bewirken oder abstoßen. Da "Typen" wie ich wohl noch deutlich in unserem Hobby vertreten sind, muss man diese einnehmen oder man wird zum einsamen Rufer im Wald.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Michael,
    natürlich stelle ich nicht die Forderung, man könnte jeden Fisch problemlos in 400 l Becken halten, sondern bin ja gerade dafür, dass man sinnvolle Werte publiziert. Die Empfehlungen von Marubis haben ja ihre Hintergründe, wie es Benjamin nachvollziehbar geschrieben hat. Aber löst Euch doch endlich einmal vom schwarz-weiß Denken und interpretiert nicht immer irgend welche Aussagen falsch. Ich hoffe doch, dass ich eine ausreichend verständliche Sprache schreibe.
    Empfehlungen die auch angenommen werden sollen, müssen transparent und vor allem akzeptabel sein, d.h. ich bin für einen realistischen "Mittelweg", der vielleicht nicht allen Eventualitäten und Ausnahmeproblemen der Haltung voll gerecht wird, dafür aber eine breite Basis für unterschiedliche Zielrichtungen sein kann und damit auch nicht sofort Ablehnungen erfährt. Nocheinmal: Weniger kann mehr sein!

    Gruß

    Bernd

    Hallo Freunde,

    bei den Besatzempfehlungen wird es ganz bestimmt nicht zu einer einheitlichen Grundauffassung kommen können, sondern allenfalls zu sehr breiten Rahmenwerten, wie auch von Wolfgang beschrieben. Ich habe mir nun (endlich) einmal die Marubisempfehlungen angeschaut, die für meine Bewertung ohne weiteres begründbare Idealwerte darstellen, welche sich aber in der Realität kaum durchsetzen werden.

    Ein paar Gründe hierfür:
    - Die angegebenen Beckengrößen lassen sich für sehr viele Aquarianer nicht realisieren. Auf Dauer werden sie nicht nur kleinere Fische halten wollen, sondern erliegen den Verlockungen des Angebots. Das dann nicht gleich vom Zwerg zum Riesen, sondern stufenweise ("Es hat ja bisher gut geklappt").
    - In der Fachliteratur (und die wird nicht jedes Jahr erneuert) geht man bisher von ganz anderen Größen aus, so z.B. Mergus Meerwasseratlas zum Palettendoktor Beckenlänge ab 80 cm! Selbst zum Meerwasserlexikon auf der gleichen Internetseite wie unser Forum gibt es abweichende Werte.
    -In den anderen Teile der Aquaristik herrschen völlig andere Vorstellungen. Denkt nur einmal an die Größenverhältnisse von Riesenkois zu ihren Teichen.
    -Auch Seewasserfische sind Handelsobjekte. Der Handel kann keine Interessen an restriktiven Werten haben, zumal diese dann für den gesamten Tierhandel Auswirkungen hätten. Denkt z.B. an Vögel, die einen ganz anderen Bewegungsradius als Fische haben und in Käfigen gehalten werden.
    -International gibt es völlig andere Vorstellungen und selbst falls wir recht haben sollten:"Am deutschen Wesen wird nicht die Welt genesen."
    -Die von Wolfgang einmal zitierten rechtlichen Regelungen geben gar keine Größenvorgaben. Es werden aus guten Gründen immer nur dehnbare Begriffe wie "artgerecht" etc. verwendet, die interpretierbar sind. Sollte in Verordungen einmal Rahmenwerte festgelegt werden, müsste dies auf EU-Ebene erfolgen und da gibt es andere Einflussgrößen als Marubis. Rechtliche Rahmen unterliegen immer juristischen Auslegungen (zwei Juristen=drei Meinungen; ich weiß von was ich rede).
    -Auch die Marubisempfehlungen sind nach meiner Auffassung nicht unbedingt haltbar. Nach oben zeigen sie keine Grenzen (zB. 1000l für Fisch X, aber wieviel mal Fisch X - einer oder ein Schwarm?), in ihren idealisierten Vorstellungen sind sie außerdem nach meiner Auffassung (und ich vermute einmal auch nach der der Mehrzahl der aktuellen Aquarianer - aber bitte deswegen nicht wieder streiten!) zu hoch angesetzt. Der Hauptfehler scheint mir darin zu liegen, dass von den Maximalgrößen der Fische ausgegangen wird. Auch wenn dies in einem Beitrag hier bestritten wurde, es findet bei allen Fischen, auch im Seewasser!, eine starke Modifikation des Wachstums statt. Mein Palettendoktor, gekauft am 10.2.1998 als absoluter Winzling und unter den damaligen Größenvorstellungen in mein damaliges Becken von auch ca. 400 l gesetzt, hat heute eine Größe
    von ca. 12 cm. Er ist kerngesund und immer mobil ohne jede Verhaltensauffälligkeit. Vom Alter her hätte er längst die Maximalgröße von ca. 30 cm erreichen können. Ähnlich verhielt es sich mit seinem Vorgänger, den ich 8 Jahre hatte.
    Dieser Fakt der Modifikation besteht, und wie auch von Joe berichtet, gab es keine Verhaltensunterschiede nach dem Umsetzen seiner "Gelben" in ein größeres Becken.Und wenn ich manche meiner geliebten Palettendoktoren in großen öffentlichen Aquarien betrachte - na ja, viel größer, aber optisch oft deutlich mitgenommen.
    Nicht zu Unrecht wird - auch vom Handel - dies den Maribusempfehlungen entgegen gestellt werden.
    Gut gemeinte, aber letztlich angreifbare Maximalforderungen laufen in der Praxis immer Gefahr, aufgrund breiter Akzeptanzprobleme überhaupt kein Gehör zu finden! Weniger kann dann in der Realität oft mehr sein.

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo Wolfgang,

    peinlich, peinlich, aber das ist mir tatsächlich noch nicht aufgefallen. Bin halt noch ein Computerdepp, aber man möge es meinem Greisenalter nachsehen.

    Danke und Gruß

    Bernd

    Ps.: Auf dem ersten Blick weichen da aber die Größenempfehlungen von denen des Meerwasser-Lexikons schon ab.

    Hallo Wolfgang,

    nun frage ich mich wirklich, warum wir aneinander vorbei diskutiert haben. Deine aktuellen Ausführungen teile ich auf Wort und Punkt. Die Haltungsempfehlungen von Marubis kenne ich leider noch nicht. Habe ich da etwas verschlafen? Aber ein gutes Ende einer Diskussion ist auch mal etwas wert und ich freue mich darüber.

    Viele Grüße

    Bernd