Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    die Quelle sagt uns aber nichts Neues. Man hat, ausgehend vom Fund in Aquarien, in einer Reihe von Fachgeschäften palytoxinhaltige Krustenanemonen gefunden und Spuren des Giftes auch als Ablagerungen im Aquarienboden etc.. Dies widerspricht nicht der Annahme, dass vor allem Frischimporte problematisch sein können.
    In einer Reihe anderer Quellen wird als hauptsächliche Herkunft Hawaii genannt. Alle neueren Quellen gehen von einer externen Einlagerung durch Dinoflagellaten (Ostreopsis siamensis wurde schon genannt) aus, eine Untersuchung vermutet Vibrionen als Ausgangspunkt der Entstehung. Ansonsten wiederholen die Quellen immer wieder die Berichte über die Wirkung bei Betroffenen. Also seit 2005 nicht Neues.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    genau dies mit der Vergiftung nach dem Ausbreiten ist das, was ich erheblich bezweifle! Jetzt werden von einigen Leuten uralte Berichte aus dem Internet wieder ausgekramt und abgeschrieben, die teilweise längst überholt sind. Dass das Gift durch einige bestimmte Dinoflagellatenarten (die im Aquarium nicht oder zumindest nicht häufig und schon gar nicht in Massen vorkommen) in Krustenanemonen (und nicht nur in die, sondern auch in einige andere Meeresbewohner wie Fische und Muscheln) eingebracht wird, gilt heute als gesichert. Hierfür bedarf es auch eines verstärkten Auftretens dieser Dinoflagellaten, was unter bestimmten Konstellationen und zu bestimmten Jahreszeiten in den Meeren möglich, aber längst nicht die Regel ist. Daraus leitet sich eben die unterschiedliche Toxität zwischen einzelnen Exemplaren, die nicht unbedingt artspezifisch ist, ab.

    Über den Umgang mit Krustenanemonen kann man in den Foren oder im Internet viel (nicht immer Aktuelles) nachlesen. Eine Empfehlung hierzu:http://www.ggiz-erfurt.de/aktuelles/akt_…stenanemone.htm

    Gruß

    Bernd

    Im Meerwasser-Aquarianer war mal ein Artikel zum Thema.

    Wenn ich den richtig in Erinnerung habe, sorgt wohl gerade eine permanente Belästigung der Kolonien für eine verstärkte Giftbildung.
    Ich würde lieber einmal gucken, ob meine Kettensäge wasserdicht ist und mit den Krusten aufräumen, anstatt sie ständig zu ärgern aber im Becken zu lassen.


    Hallo Björn,

    hast Du nicht richtig gelesen? Das Palytoxin entsteht nicht durch das Ärgern der Korallen!

    Gruß

    Bernd

    Ps. Die Diskussion geistert schon seit Jahren durch die Foren. Das ist alles nichts Neues und schon zigmal diskutiert. Auslöser war damals ein etwas reißerischer Fernsehbeitrag.
    Wie bei jedem Gift kommt es hier auch immer auf die Dosis an. Bei Korallenriff.de gab es dazu auch einen ausführlichen Beitrag (jemand hatte einen Spitzer in den Mund bekommen und ein paar Stunden Probleme)

    Hallo,

    es ist nicht ungeklärt wie die Dinoflagellaten in die Krustenanemonen kommen, sie sind Teil des gefressenen Planktons. Wenn sich Krustenanemonen im Becken vermehren, müssten sie hier auch wieder diese Dinoflagellaten in ausreichender Menge vorfinden, um dann in den neu gebildeten Polypen das Toxin anzureichern. Dies dürfte kaum der Fall sein.

    Es gibt in den Meeren immer einmal wieder gefährliche Massenvermehrungen toxischer Dinoflagellaten. Auch Muschelbestände können dadurch infiziert werden und zu schweren Erkrankungen führen. Dies alles sind aber Ausnahmesituationen.
    Daher, wie schon geschrieben, sorgfältiger Umgang und Vorsicht (Handschuhe tragen, nicht mit offenen Wunden ins Becken greifen, Raum lüften, nicht an Schleimhäute greifen), aber keine maßlose Panik.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Nico,

    mit der Kalkwasserzugabe wird der pH-Wert auf einen die CO2-Konzentration untersättigenden Bereich gehoben. Längerfristig gehalten, wird dadurch den Fadenalgen das lebenswichtige CO2 entzogen.
    Hierzu habe ich auch einen genaueren Aufsatz geschrieben. Danach kannst Du bei Bedarf ja einmal recherchieren.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich hatte sie auch jahrelang und in großen Mengen in meinen Becken. Damals war mir die Giftigkeit gar nicht bekannt, passiert ist aber auch nichts. Die unterschiedlichen Wirkungen sind aber leicht erklärbar. Die betreffenden Krustenanemonen stellen das Gift nicht selbst her, sondern nehmen es mit entsprechendem Futter auf. Je nach Grad der Anreicherung ist dann auch die Wirkung unterschiedlich. Frischimporte ( aber eben auch nicht alle) sind zweifellos problematischer als alteingesessene Exemplare.
    Vorsichtiger Umgang ist sicher richtig, aber auch kein Grund zur Panik. Nach einem angemessenen Wasserwechsel besteht sicher keine Gefahr mehr, Aktivkohle dürfte auch wirksam sein.

    Hallo Cemil,

    Fadenalgen sind ja im Grundsatz keine Indikatoren für schlechte Wasserverhältnisse; früher hatte man deren Auftreten sogar als Zeichen der Entwicklung guter biologischer Verhältnisse gewertet. Auch in alteingerichteten Aquarien mit optimalen Wasserwerten treten sie immer einmal auf, auch ohne dass konkrete Ursachen festgestellt werden können. Daher sind alle Hinweise aus der Ferne auch nur Vermutungen.

    Allerdings kann ich aus meinen Erfahrungen berichten, dass sie immer vorallem an Stellen mit besonders starker Wasserbewegung zuerst auftreten und sich dann von dort aus weiter verbreiten. Eine kleine Korrektur der Strömungsverhältnisse zu Beginn des Auftretens hilft da oft.
    Wenn sie sich, so wie bei Dir, aber schon weiter entwickelt haben, helfen nur noch Methoden zur Entfernung. Beschränkt geeignet sind Seehasen oder das Fuchsgesicht, sehr zuverlässig hilft die Kalkwassermethode.

    Ich habe immer ein Fuchsgesicht im Becken, welches vor allem auch vorbeugend wirkt. Sind die Algenfäden nämlich erst einmal zu lang, geht das Fuchsgesicht nicht mehr gern daran. Nur ausgehungert entfernt es auch größere Mengen, was aber mit der Fütterung der sonstigen Fische nicht realisierbar ist.
    Unbegründet sind aber Ängste wegen der giftigen Rückenflossen. Der Fisch weicht beim Hantieren im Becken immer aus, und mit der puren Hand wird ihn niemand fangen. Die Berichte über schwerere medizinische Probleme bei akuten Verletzungen beziehen sich auch auf besondere Allergiker. Da gibt es auch Menschen, die auf Bienenstiche ähnlich reagieren; also kein Grund für falsche Panik.
    Auch zu den Größenverhältnissen wird vieles übertrieben. Die Maximalgröße (20 cm lt. Meerwasserlexikon) haben meine "Füchse" bei bester Gesundheit jahrelang nicht erreicht.

    Doktorfische bringen da absolut nichts, auch wenn sie gelegentlich einmal an den Algen ein bisschen herumzupfen. Ich würde daher zur Kalkwassermethode raten. Diese macht zwar ein bisschen Arbeit und dauert auch eine Weile, aber sie hift zuverlässig und vorallem auch recht nachhaltig.


    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    es geht hier sehr wohl um Messwerte und ich hätte ganz gerne von Armin gehört, dass er auch in dem fraglichen Bereich getestet hat und der Test bei 1 1/2-facher natürlicher Konzentration korrekt anzeigt. Claude hat das im Prinzip bestätigt, wenn ich das richtig gelesen habe, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher.

    Immerhin zeigt der Test bei beiden Salzen eher zu erwartende Werte an. Auch Korallen und Wirbellose sehen mir nicht nach hoher Kaliumkonzentration aus, auch das wird sich nachvollziehen lassen. Aber warten wir zunächst die Ergebnisse ab ...

    In diesem Sinne frohe Weihnachten

    Hans-Werner


    Hallo Hans-Werner,

    die Proben sind ja nun sicher auch bei Dir analysiert worden. Wir sind auf das Ergebnis gespannt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mit dem Absaugen ist es immer ein Problem. Bei zu dicken Schläuchen kommt zu viel Wasser, so dass das Auffanggefäß gleich voll ist. Dünne Schläuche verstopfen recht schnell. Deshalb habe ich es im Prinzip immer wie Torsten gemacht, also ein Gefäß ins Becken gestellt und den Bodengrund dann hineingeschaufelt.

    Ich rate außerdem - sofern es der Fischbesatz zulässt - keinen feinen Sand sondern Korallenkies zu verwenden. Meiner (3 - 4 mm Körnung) ist schon Jahre ohne Probleme im Becken. Darin entwickeln sich weit weniger Problemzonen als im dichten, feinen Sand.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Eric,

    die 16 Tage sind m.E. einfach noch kein ausreichender Reaktionszeitraum. Da können schon noch die alten Verhältnisse nachwirken. Alle Erfahrungen zeigen, dass bei unzureichender Versorgung das Wachstum nach einiger Zeit (wie lange, das hat wohl noch niemand exakt gestoppt) stagniert.
    Mit Referenzlösungen geprüft, sollten Deine Messwerte eigentlich zuverlässig sein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ina,

    wenn Du ohne entsprechende Messungen auskommst, wunderbar. Ich kenne aber Dein Becken nicht und weiß auch nicht, ob und ggfls. was Du zugibst.

    Hier in diesem Thread ging es aber um die Frage des Tierbesatzes, wobei der Themensteller von völlig falschen Ausgangswerten ausging. Durch die empfohlenen Messungen hat er eine ganz andere Situation ermittelt.
    Ratschläge, dass man diese nicht brauche, halte ich für gerade bei Anfängern für unverantwortlich.
    Da wurde hier empfohlen, man solle seine Tiere beobachten - zu einem Zeitpunkt als noch gar keine im Becken waren! Dann wird die blinde Zugabe von Calcium empfohlen, obwohl keine der Zugabemethoden auf Dauer ohne Calcium- und Alkalinitätsmessung betrieben werden kann. Die Messung des pH-Wertes sei unnötig, aber gleichzeitig auf die Kalkwassermethode verwiesen. Gerade da ist aber die Überwachung des pH-Wertes notwendig.

    Mit absoluten Vereinfachungen tut man gerade den Anfängern nichts Gutes und schon gar nicht den Tieren. Natürlich ist die Materie komplex, aber wer sich ein Meerwasseraquarium zulegt, der muss sich schon der Mühe unterziehen, sich auch die wichtigsten Grundlagen anzueignen.
    Nach dem Motto mancher Händler, "mach einfach einmal" (wenn es schief geht, dann wird wenigstens bald wieder nachgekauft), wollen wir hier sicher nicht handeln.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    in der kurzen Zeit von etwa zwei Wochen wirst Du an den Korallen noch keine großen Reaktionen erkennen können. Die vermutete verbesserte Färbung dürfte wohl mit den Lichtverhältnissen zusammenhängen. Für ihr Wachstum benötigen Korallen aber unbedingt Calcium. Mit was sollten sie sonst auch ihr Skelett aufbauen? Der natürliche Wert im Meer beträgt ca. 420 mg/l, deshalb auch die Empfehlungen, den Wert zwischen 380 und 420 mg/l zu halten. Höhere Werte schaden zwar nicht unmittelbar den Korallen, möglicherweise aber wegen Kalkausfällungen den Geräten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torsten,

    mit Deinen häufig plakativen Aussagen hilfst Du ganz bestimmt keinen Anfänger weiter. Und nochmals zu Deinen Texten, die Du offensichtlich selbst nicht mehr realisierst. Zur Kalkzufuhr hast Du ausdrücklich auch Balling angeführt. Soll man da auch frei Schnauze dosieren? Alles nicht relevant?

    Tut mit leid, aber manches finde ich einfach voll daneben.

    Gruß

    Bernd

    Ps. Weil Du immer wieder auf Deinen 20 Jahren Erfahrungen herumhackst, ich komme - am Rande bemerkt - mehr als auf das Doppelte.

    Solange man eine Kalkzugabe hat, Balling oder Kalkwasser, braucht man auch keinen Calcium Test mehr.

    Hallo Torsten,

    vielleicht solltest Du einmal richtig lesen, was Du geschrieben hast. Nach Deiner obigen Aussage braucht man also für Kalkzugaben keinen Test?

    Ohne einen Magnesiumtest wäre auch die Überdosierung mit Magnesium nicht erkannt worden und hätte sich möglicherweise weiter verstärkt; der pH-Wert ist einer der wichtigsten Parameter in der Meerwasseraquaristik! Gerade er zeigt dem Einsteiger, dem bei ein paar Tieren Beobachtungserfahrungen noch weitgehend fehlen dürften, mögliche Störungen im System recht schnell an.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Max,

    die hohen Magnesiumwerte sind momentan nicht unmittelbar gefährlich, sollten aber auch nicht weiter steigen. Ich hatte sie auch schon folgenlos in meinem Becken. Es dauert meist sehr lange, bis sie allein mit Wasserwechseln wieder in den Normalbereich (um 1300 mg/l) gebracht werden.
    Die Quelle für die Anreicherung solltest Du finden. Bei mir lag es an einem falsch gemischten Salz. Ich würde daher eine Probe des frischen Wechselwassers unbedingt testen und dann für einige Zeit ein magnesiumarmes Salz verwenden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Björn,

    wenn genügend Kleinstlebewesen vorhanden sind, dann werden sie von Mandarinfischen schon gefunden. Sie sind ja den ganzen Tag damit beschäftigt, Fressbares aufzustöbern. Trotzdem solltest Du, besonders in der Anfangszeit, vorsichtig zufüttern (am besten lebende Artemia und Frostfutter).

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    da habt ihr wohl Armin nicht ganz richtig verstanden. Nur wenn Referenzmessungen zeigen dass die Werte stimmen, sind die Tests auch brauchbar. Darauf hat schon Ingrid hingewiesen. Ein Vergleich eines neuen mit einem alten Test gibt da keine Gewissheit. Gelegentlich zeigen ja sogar Tests vom gleichen Hersteller untereinander Abweichungen.

    Manche Tests enthalten z.B. Schwefelsäure oder Kaliumhydroxid. Beide sind hygroskopisch, d.h. sie ziehen Feuchtigkeit aus der Luft. Im PO4-Test enthaltenes Ammoniummolybdat "verwittert" unter Lufteinfluss und gibt Ammoniak ab. Komplexbildner wie EDTA reagieren teilweise auf Sonnenlicht.
    Dies alles kann - je nach Umgang mit den Tests - Auswirkungen auf die Korrektheit der Ergebnisse haben. Deshalb sollte man auch Armin´s Aussage "je älter der Test ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht mehr richtig funktioniert" nicht einfach überlesen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    generelle Aussagen zur Alterung der Tests lassen sich kaum treffen, denn diese hängt wesentlich von der Art der Lagerung ab. Kühl aufbewahrt altern die Tests z.B. deutlich weniger. Auch bestehen Unterschiede, ob es sich z.B. um unkritische Calciumtests oder eher problematische Nitrattests handelt.
    Das Haltbarkeitsdatum ist eine Anhaltspunkt dafür, wie lange man bei sachgerechter Lagerung recht zuverlässig auf die Stabilität des Tests verlassen kann, wobei die Überprüfung mit einer Reverenzlösung davon nicht ersetzt wird.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    Für "Nothilfemaßnahmen" sehe ich nun wirklich keine Veranlassung. Weder ein pH-Wert von 7,8 noch der aktuelle bei 8 sind bedenklich, begrenzte CO2-Übersättigungen kein Grund zur übermäßigen Beunruhigung. Negativen Beobachtungen im Becken wurden ja nicht gemacht. Wenn die Alkalinität angepasst und stabilisiert ist, dürfte vermutlich alles in Ordnung sein.

    Gruß und Euch allen ein gutes neues Jahr

    Bernd

    Hallo Martin,

    Korallen selbst verbrauchen ansich kein CO2, sie produzieren es. Ihre Zooxanthellen - soweit in der Korallenart vorhanden - verbrauchen dagegen in der Beleuchtungsphase mehr CO2 als sie abgeben. Nachts wird allerdings CO2 nur abgegeben. Dadurch sind auch die Schwankungen des pH-Wertes tageszeitbedingt.

    Gruß

    Bernd

    Am Anfang in kleinen Schritten, um ein Gefühl für die nötige Menge zu bekommen (dabei jeweils kurz warten bis Durchmischung erfolgt ist und dann KH messen), später auf einmal geben. Es kommt nicht auf kleinste Genauigkeit an.

    Gruß

    Bernd


    Wir erreiche ich durch Nachdosierung einen KH Wert von 7 ?
    Ich habe mich daran orientiert das Armin mal schrieb 1Gramm auf 1Liter = PH 0,1 Um den KH höher zu bringen ohne Gefahr zu laufen das der PH wert aus dem Ruder läuft, habe ich mich an dieser Formel orientiert.

    Hallo Frank,

    am besten Du setzt Dir eine Stammlösung mit Natriumcarbonat oder Natriumhydrogencarbonat an. Einfach eine gewisse Menge (z.B. 80 gr Natriumhydrogencarbonat) in 1 l Osmosewasser lösen. Hiervon würden 37,75 ml in 100 l Aquarienwasser diese um 1 KH erhöhen. Bei Natriumcarbonat sind die Verhältnisse natürlich anders.
    Aber so genaue Abmessungen sind gar nicht erfoderlich. Mische Dir einfach 1 l zusammen und gib von der Stammlösung kleine Mengen zu. KH vor-und nachher gemessen ergibt Dir die nötige Menge, die Du dann jeweils brauchst. Wenn die KH nach ein paar Tagen gesunken ist, dann einfach das nötige Quantum wieder nachgießen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Frank,

    die Alkalinität (KH) puffert den pH-Wert, d.h. reduziert Schwankungen. Der pH-Wert selbst wird daneben aber vor allem auch vom CO2-Gehalt des Wassers bestimmt. Bei guter Belüftung/Wasserbewegung wird ein Gleichgewicht des CO2 mit der Umgebungsluft hergestellt. Ist der Raum z.B. schlecht gelüftet und enthält damit mehr CO2 als die Außenluft, dann wird der pH-Wert im Becken sinken. Weitere Faktoren sind z.B. die Atmung der Tiere oder Zersetzungsprozesse im Boden. Umgekehrt wird dagegen CO2 durch Photosynthese verbraucht.
    Durch die Anhebung der Alkalinität - egal ob mit Natriumcarbonat oder Natriumhydrogencarbonat - auf einen bestimmten KH-Wert, wird die Grenze zwischen CO2-Über-oder Untersättigung, also das CO2-Gleichgewicht im Wasser verschoben.

    Bei Deiner ursprünglichen Alkalinität KH 5 wäre das Gleichgewicht bei pH 8,15 erreicht, bei KH 7,5 bei pH 8,37 (Tabelle Armin Glaser, bei Salinität 35). Da Dein pH-Wert aber etwas darunter lag, zeigt dieser, dass Dein Wasser mehr CO2 enthält (aber wie schon geschrieben im unbedenklichen Bereich).
    Durch Deine Anhebung der Alkalinität steigt also die Gleichgewichtsgrenze, damit wird der pH-Wert leicht steigen und Schwankungen werden reduziert, wobei die Alkalinität idealerweise bei etwa KH 7 und nicht wesentlich höher liegen sollte. Durch Korallenwuchs wird diese regelmäßig verbraucht, weshalb die Nachdosierungen verbrauchsgemäß erfolgen müssen.
    Diese Anpassungen macht man aber besser mit Tests des KH und weniger durch Gewichtsmessungen des Natriumcarbonats bzw. Natriumhydrogencarbonats. Das Gewicht kann allenfalls einen groben Überblick der benötigten Mengen geben.

    Um aber höhere pH-Werte auf Dauer zu halten, müssen die Quellen für den CO2-Eintrag angepasst sein, also vor allem Fischbesatz, wenig Zersetzungsprozesse, gute Raumlüftung und Wasserbewegung.

    Gruß und guten Rutsch

    Bernd

    Hallo,

    Infektionen wie z.B. Cryptocarion kann man sich immer einschleppen und diese befallen dann alle Fische, also nicht nur heikle Arten. Da man in Korallenbecken so gut wie nicht mit Medikamenten arbeiten kann, macht eine UV-Anlage immer Sinn!
    Angeschlossen werden sollte sie genauso wie es Bernhard geschrieben hat.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Eric,

    im Normalfall erkennst Du einen notwendigen Membranwechsel einfach an der deutlich nachlassenden Leistung. Wenn Dir die Anlage anfangs etwa 90 l/24 Std. liefert und - normalerweise erst nach langer Zeit - die Leistung extrem zurückgeht, dann ist ein Austausch nötig. Natürlich kann man dies ganz genau mit einem Leitwertmessgerät bestimmen, aber dies muss nicht sein.
    Ganz wichtig ist es aber die Anlage vor und nach Gebrauch mindestens 2 Minuten zu spülen, damit alle Ablagerungen entfernt werden. Wer dies nicht macht, der riskiert, dass die Membrane durch feine Kristalle der Ablagerungen leicht perforiert wird. Dann tritt zwar wieder mehr Wasser aus, also man glaubt die Leistung sei hoch, aber das Wasser ist dann nicht oder nur unzureichend entmineralisiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Eric,

    selbstverständlich kannst Du für Deinen Bedarf eine kleine, preiswerte Osmoseanlage verwenden. Ich verwende z.B. diese hier:http://www.shop-meeresaquaristik.de/product_info.php?products_id=2331 und bin damit voll zufrieden.
    Mein Wasserbedarf ist vermutlich weit größer als Deiner und trotzdem reicht mir eine kleine Anlage seit vielen Jahren. Die weit höheren Kosten für eine deutlich leistungsstärkere Anlage holt man bei normalem Bedarf mit den paar Cent, die man mehr für das Wasser mehr bezahlt, nie herein. Da ist die Membrane weit vorher kaputt.
    Allerdings macht es Sinn, bei jeder Osmoseanlage auch noch einen Mischbettharzfilter nachzuschalten. Die Osmoseanlage entfernt Silikat unzureichend, und Phosphatadsorber setzt man ja nicht grundsätzlich ein. Als Filter verwende ich einen Gardena-Brunnenvorfilter aus dem Baumarkt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Buhr,

    wenn alle Kontakte in Ordnung sein sollten, dann könnte es am Zündgerät der Aqua Medic-Lampe liegen, d.h. dass dann die Zündwerte nicht ausreichen. Wenn Du einen Brenner einer anderen Marke zur Hand hast, dann kannst Du testen ob dieser zündet. Gggfls. wäre dann alternativ die Verwendung einer anderen, teureren Bennermarke auf Dauer oder die Umrüstung des Zündgerätes (nicht sonderlich teuer) möglich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Uwe,

    ja, ich verwende immer die 250 W Version und habe noch nie Probleme gehabt. Im Gegensatz zu manch anderen, viel teueren Produkten, war auch die Farbe immer stabil. Ein im Aquarienbereich ausrangierter alter Brenner funktioniert jetzt noch seit über drei Jahren als Beleuchtung in meinem Orchideenhaus (mit tägl. 7 Std. Brenndauer). Nur ein uralter Osram Daylight-Brenner läuft da noch länger.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hans-Werner,

    habe ich da etwas verpasst? Weshalb geht es hier jetzt um einen Kaliumtest? Das Problem sind doch - wie im anderen Forum zu lesen war - die extrem hohen Messwert von Kalium in der Salzmischung und die damit wahrscheinlich verbundenen erheblichen Probleme bei den Fischen des Betroffenen. Gemessen wurde doch nicht mit einem handelsüblichen Test, sondern in einem Fachlabor!

    Da die möglichen Probleme mit fehlerhaften Salzmischungen - eventuell durch Mischprobleme? - eventuell gar nicht so selten auftreten könnten (ich war ja vor einiger Zeit selbst betroffen beim Produkt eines anderen Herstellers) und möglicherweise auch andere Hersteller oder andere Elemente betreffen könnten, wäre es doch wirklich sinnvoll abzuwarten, was die Prüfungen nach der Weihnachtspause in Deinem Betrieb ergeben. Bisher sind es wohl vor allem Zufallsfunde.

    Wie wäre es bei Elementen, die nur in Kleinstmengen vorhanden sind und vom Anwender gar nicht getestet werden können?

    Ein Streit zwischen Herstellern - schon gar nicht über irgendwelche Nebenschauplätze und auch nicht in der Weihnachtszeit - bringt hier wirklich nichts. Wenn Du dann echte Fakten hast, wären Informationen sicher für alle wertvoll.

    Ich wünsche allen ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest

    Bernd

    Hallo Felix,

    da immer noch große Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Wirkung überhöhter Kaliumwerte bestehen, solltest Du hier die aktuelle Situation bei den Fischen, wie Du sie mir beschrieben hast, berichten.

    @ Hans-Werner, vielleicht wäre ein Erläuterung zu Mischungsproblemen bei Salzmischungen und wie Qualitätskontrollen zuverlässig sein könnten, dienlich. Soweit mir bekannt, sind es vornehmlich Zufallsbefunde, die bekannt werden. Weit problematischer dürften wohl dann auch theoretisch denkbare fehlerhafte Mischungsverhältnisse bei Schwermetallelementen sein.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Ingrid,

    danke, da habe ich mich natürlich tatsächlich verschrieben und den aktuellen Wert eingesetzt. Da habe ich wohl die Brille nicht richtig geputzt. Es waren damals genau 1822 mg/l Magnesium. Dies wurde vom Hersteller/Markengeber auch bedauert. Er hat beim Mischbetrieb remonstriert, und später habe ich das Salz auch wieder gekauft.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    meine Erfahrungen stimmen voll mit den von Joe überein. Am entscheidensten ist die Struktur des Beckens. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet beim Palettendoktor immer auf irgendwelchen besonderen Literzahlen herumgehackt wird.
    .
    Seit nun über 40 Jahren halte ich diese Fische. Nach meinen Beobachtungen sind sie in gut eingerichteten Riffbecken keinesfalls ständige "Langstreckenschwimmer". Zusammen mit anderen Fischen wie z.B. Fuchsgesicht, Zebrasomas etc., von deren Verhalten sie sich bei mir bisher nie unterschieden haben, picken sie die meiste Zeit entspannt an Steinen und zwischen Korallen etc. auf der Suche nach Algen. Auch in der Natur habe ich sie in Schwärmen oft auch auf lange Dauer ortstreu in veralgten Bereichen beobachtet. Aufgescheucht schwammen sie zwar kurz weg, kehrten aber dann gleich wieder zur Algensuche zurück.

    Wenn sie in anderen Becken ständig unruhig umherschwimmen sollten, mag dies vielleicht ganz andere Gründe haben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    460 mg/l im Aquarienwasser ist immer noch etwas hoch. Da es nicht vom Salz kommt, muss eine andere Quelle existieren. Andererseits wundere ich mich, dass der Kaliumgehalt von angeblich 710 mg/l mit ein paar kleinen Wasserwechseln auf 460 mg/l gesunken sein soll. Auch die vermutete "verunreinigete" Probe wäre seltsam. Mit was oder wie soll sie verunreinigt worden sein (war das Probegefäß sauber?), wobei die Kaliumkonzentration im Becken tatsächlich überhöht ist.
    Waren denn die anderen Parameter der Probe plausibel und hast Du immer die gleiche Salinität gehabt? Im Nachbarforum hat Peter Gilbers wohl das (ursprüngliche ?) Ergebnis mit einer neuen Probe, die dann nicht wieder verunreinigt sein dürfte, bestätigt. Alles wirkt etwas seltsam.

    Gruß

    Bernd